CH408927A - Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten

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CH408927A
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azepine
dibenz
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CH1172162A
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Werner Dr Kueng
Henri Dr Dietrich
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Herstellung von neuen     Azepinderivaten       Die vorliegende     Erfindung    betrifft neue     Deri-          vate    des     5H-Dibenz[b,f]azepins,    welche Zwischen  produkte, zur     Herstellung    von Stoffen mit     wertvollen.          pharmakologischen        Eigenschaften    darstellen, sowie  auch als     Antioxydantien    verwendbar sind.  



       Verbindungen    der     Formel    I  
EMI0001.0013     
    in welcher     R,    und     R2    Wasserstoff     oder        niedere        Alkyl-          reste    bedeuten, stellt man     erfindungsgemäss    her,  indem man ein 3     Amino-5-acyl        -10,11-dihydro-          5H[b,f]azepin        (3-Aniino-5-acyl-iminodibenzyl)    der       Formel        II     
EMI0001.0027     
    in welcher R einen     Acylrest    bedeutet,

   in     das    entspre  chende     Diazoniumchlorid        überführt,        letzteres        mit          Schwefeldioxyd        behandelt,    die erhaltene     Chlor-          sulfonylverbindung    der     Formel        III     
EMI0001.0040     
    in welcher R die oben angegebene     Bedeutung    hat,

    mit     einem        Amin    der     Formel        IV     
EMI0001.0046     
    in welcher     R1    und     R2    die oben angegebene Bedeu  tung haben,     umsetzt,    auf die     entstandene    Verbindung  der Formel V  
EMI0001.0051     
         eine    Halogen abgebende Verbindung,     insbesondere          N-Brom-succinimid        einwirken        lässt    und das entstan  dene,

   in der     Sulfamoylgruppe        disubstituierte          3-Sufamoyl-10-halogen-10,11-d'ihydro-          5H-dibenz[b,f]        azepin     mit einem     Halogenwasserstoff    abspaltenden     Mittel     behandelt und gleichzeitig oder anschliesse d     hydro-          lysiert.     



       In    den     Verbindungen    der Formel I und den zuge  hörigen     Ausgangsstoffen    und     Zwischenprodukten    der      Formel IV und V sind     R1    und     R2    unabhängig von-,  einander z. B. Wasserstoff,     Methyl-,    Äthyl-,     n-Propyl-,          Isopropyl-,        n-Butyl-        oder        Isobutylreste.     



  Der     Acylrest    R der     Formeln        1I,        III    und V ist  vorzugsweise ein     Acetylrest,    ferner kann R z. B. auch  einen anderen niederen     Alkanoylrest,    wie den     Pro-          pionyl-    oder     Butyrylrest,    oder einen niederen     Carb-          alkoxyrest    bedeuten.  



  Zur Umwandlung der     3-Amino-5-acyl-iminodi-          benzyle    in     3-Chlor-sulfonyl-iminodibenzylebereitet     man z. B. zunächst in üblicher Weise die entspre  chenden     Diazoniumchloridlösungen    und fügt diese zu  Eisessig, der mit     Kupfer-II-chlorid    versetzt und     mit     Schwefeldioxyd gesättigt ist.

   Hierauf     wind    so lange  Schwefeldioxyd eingeleitet, bis die Freisetzung von  Stickstoff     beendet        ist.    Die     Chlorsulfonylverbindungen     der     Formel        III    können zum Beispiel durch Verdün  nen der     Reaktionsgemische    mit     Eis    und Wasser frei  gesetzt werden. Die Umsetzung mit     Aminen    der For  mel IV     erfolgt        vorzugsweise    in einem     inerten    orga  nischen Lösungsmittel wie z. B.     Aceton,    bei Raum  temperatur bis Siedetemperatur.

   Die     umzusetzenden     Amine können z. B. als solche oder als     konzentrierte          wässrige    Lösungen     zugefügt    werden. Als säurebin  dendes Mittel dient     vorzugsweise    ein     überschuss    an       Amin.     



  Als Halogen abgebende Verbindung für die  nächste     Verfahrensstufe    eignet sich     N-Brom-succin-          imid        vorzüglich,    ferner kommen     beispielsweise          N-Chlor-succinimid,        N-Brom-phthalimid        und        N-          Brom-acetamid    in Betracht.

   Die Abspaltung von       Halogenwasserstoff    und die Hydrolyse können bei  spielsweise in einem Arbeitsgang     mittels    eines     Alkali-          metallhydroxyds    in organischem oder organisch  wässrigem Medium, z. B. in einem niederen     Alkanol,     in der Wärme durchgeführt werden. Bei der Behand  lung der     10-Halogenverbindungen        mixt        einer        tertiären          organischen    Base, z.

   B.     Kollidin        in    der     Wärme,        oder     beim Einwirkenlassen einer alkoholischen     Alkali-          lauge    in der     Kälte,    oder, in bloss     äquimolarer    Menge,  ebenfalls in der Wärme erhält man zunächst in     der          Sulfamoylgruppe        disubstituierte        3-Sulfamoyl-5-acyl-          5H-dibenz[b,f]azepine,    deren Hydrolyse z.

   B. eben  falls mittels einer organischen oder     organisch-wäss-          rigen        Alkalimetallhydroxydlösung,    zum Beispiel mit  tels     äthanolischer        oder        methanolischer    Kalium- oder       Natriumhydroxydlösung    in der Wärme durchgeführt  werden kann.  



  Die     erfindungsgemäss        erhältlichen        Verbindungen     der Formel I     eignen    sich als Zwischenprodukte für  die Herstellung von Arzneimitteln und sind selber  zum Beispiel als     Antioxydantien,    beispielsweise in  Schmieröl für hohe Belastung     und/oder    hohe Tem  peraturen, verwendbar.  



  Das nachfolgende Beispiel     erläutert    die Herstel  lung der neuen     Verbindungen    der Formel I     näher,          stellt    jedoch keineswegs die     einzige;        Ausführungs-          form    des     erfindungsgemässen    Verfahrens dar. Die  Temperaturen sind in Celsiusgraden     angegeben.       <I>Beispiel</I>  a) 25,2 g     3-Amino-5-acetyl-iminodibenzyl    wer  den in 50     ml    konzentrierter Salzsäure und 150 ml  Wasser gelöst.

   Beim Abkühlen und Rühren     kristalli-          siert    das Hydrochlorid fein aus. 7 g festes Natrium  nitrit werden zur     eisgekühlten    Suspension gegeben  und so lange gerührt,     bis    eine klare Lösung entstan  den ist. Die Lösung wird hierauf zu 500 ml Eisessig  gegeben, der mit 3 g     Kupfer-(11)-chlorid    versetzt und  mit Schwefeldioxyd gesättigt wurde. Die Stickstoff  entwicklung beginnt sofort und ist bei ständiger       Schwefeldioxydzufuhr    nach ungefähr einer Stunde  beendet.

   Das Reaktionsgemisch wird mit Eis und  Wasser verdünnt, worauf die     Chlorsulfonylverbin-          dung        kristallisiert    und     abfiltriert    werden kann. Das  Rohprodukt wird gereinigt durch Lösen in Benzol  und     Ausfällen    mit     !Petroläther        oder    durch     Umkristalli-          sieren    aus wenig     Benzol.    Hierauf schmilzt das       3-Chlorsulfonyl-5-acetyl-iminodibenzyl        bei    173,5 bis  174 .

      b) 33,58 g 3 -     Chlorsulfonyl    - 5 -     acetyl-imino-          dibenzyl    werden in 200 ml     Aceton    gelöst und 200 ml  40     %o        ige        wässrige        Dimethylaminlösung        hinzugefügt.     Durch kurzes Erwärmen auf 55  und     anschliessendes     Einengen erhält man einen Kristallbrei, der mit  Wasser     versetzt    wird. Die Kristalle werden abge  rutscht und aus Äthanol umkristallisiert.

   Das     3-Di-          methylsulfamoyl-5-acetyl-iminodibenzyl    schmilzt     bei     <B><I>1510.</I></B>  



  c) 10 g     3-DimethylsuIfamoyl-5-acetyl-iminodi-          benzyl    werden in 1000 ml     Tetrachlorkohlenstoff    ge  löst, und die Lösung     wird    mit 5,3g     N-Brom-succin-          imid        versetzt.        Das    Reaktionsgemisch     wind    im     Wasser-          bad    bei 60  Innentemperatur gehalten und unter       starkem    Rühren mit einer     200-Watt-Lampe    belich  tet.

   Nach etwa 11/ Stunden klärt     sich        die        Suspension,     worauf das bromfreie     Succinimid        .bald    wieder     aus-          fällt.    Das Reaktionsgemisch wird     noch    weitere 10 Mi  nuten     unter    Rühren belichtet.

   Die     heisse        Lösung    wird  durch     Filtration    vom     schwerlöslichen        Succinimid    be  freit und zur Trockne     eingeengt.    Der Rückstand       wird    in     Chloroform    aufgenommen,

       die    Lösung mit  Wasser gewaschen und anschliessend mit Natrium  sulfat getrocknet und     eingedampft.    Aus dem zurück  bleibenden     Rohprodukt        wind    durch     Kristallisation     aus     Chloroform/Äther    das     3-Dimethylsulfamoyl-5-          acetyl-10(11)-brom-iminodibenzyl    als farblose Na  deln vom     Smp.    174-176      (Zers.)        erhalten.     



  d) Das     Gemisch    von 12,9 g     3-Dimethylsulfamoyl-          5-aeetyl-10(11)-brom-iminodibenzyl,    7,5     ml    30%iger  wässriger     Kalilauge    und 800 ml Äthanol wird wäh  rend 3 Stunden im Ölbad bei 65  gerührt. Die  Lösung     wird    unter     reduziertem    Druck vom Lösungs  mittel     befreit    und der Rückstand in     Chloroform    und  Wasser aufgenommen.

   Die     Chloroformphase        wird        mit     Wasser neutral     gewaschen    und     zeit        Natriumsulfat    ge  trocknet.     Durch    Kristallisation aus Äthanol     erhält     man das     3-Dimethylsulfamoyl-5-acetyl-5H-dibenz-          [b,f]azepin        vorn        Smp.    180-181 .

        e) 28,2 g     3-Dimethylsulfamoyl-5-acetyl-5H-          dibenz[b,f]azepin,    17,2 g     Kaliumhydroxyd        und    400 ml       Äthanol    werden 8 Stunden unter     Rückfluss    gekocht.  Das     Reaktionsgemisch    wird im Rotationsverdampfer  zur Trockne eingedampft :und der Rückstand     in          Chloroform    und Wasser     aufgenommen.    Die     Chloro-          formlösung    wird mit     Wasser        neutral    gewaschen, ge  trocknet und eingedampft.

   Aus dem Rückstand     erhält     man durch     Umkristallisation    aus Äthanol das     3-Di-          methylsulfamoyl-5H-iibenz[b,f]azepin    als tiefrote  Kristalle vom     Smp.    186

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Azepin- derivaten der Formel I EMI0003.0025 in welcher R1 und R2 Wasserstoff oder niedere Alkyl- reste bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass span ein 3-Amino-5-acyl-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,
    f]- azepin der Formel II EMI0003.0035 in welcher R einen Acylrest bedeutet, in das, entspre chende Diazoniumchlorid überführt, letzteres mit Schwefeldioxyd behandelt, die erhaltene Chlor- sulfonylverbindung der Formel III EMI0003.0045 mit einem Amin der Formel IV EMI0003.0048 umsetzt,
    auf die entstandene Verbindung der For mel V EMI0003.0052 eine Halogen abgebende Verbindung einwirken lässt und das entstandene, in der Sulfamoylgruppe di- substituierte 3-Sulfamoyl-10-h@alogen-10,11-d'ihydro- 5H,dibenz[b,
    f]azepin mit einem Halogenwasserstoff abspaltenden Mittel behandelt und gleichzeitig bzw. anschliessend hydrolysiert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man als eine Halogen abgebend Ver bindung Bromsuccinimid verwendet.
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