CH408998A - Anordnung zur Vermeidung der Selbsterregung in einer Nutzbremsschaltung für Einphasenkollektormaschinen - Google Patents
Anordnung zur Vermeidung der Selbsterregung in einer Nutzbremsschaltung für EinphasenkollektormaschinenInfo
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Description
Anordnung zur Vermeidung der Selbsterregung in einer Nutzbremsschaltung für Einphasenkollektormaschinen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anord nung zur Vermeidung der Selbsterregung in einer Nutzbremsschaltung für Einphasenkollektormaschi- nen, wobei mindestens eine der Maschinen als Er regermotor und mindestens eine andere als Brems motor Verwendung findet, dessen Anker über eine Impedanz an einen Stufentransformator geschaltet ist.
Nutzbremsschaltungen der vorgenannten Art ge hören seit längerer Zeit bei Triebfahrzeugen mit meh reren Motoren zum Stand der Technik. Normaler weise speist der Erregermotor die in Reihe liegenden Feldwicklungen der Bremsmotoren und wird vom Stufentransformator aus erregt. Solche Schaltungen ermöglichen sehr niedrige Baugewichte der Brems apparaturen und ergeben gute Bremscharakteristi ken. Von Nachteil ist jedoch die Tatsache, dass Kommutatorkaskaden im allgemeinen zu Selbsterre- gungserscheinungen neigen.
Ausser der Gleichstrom selbsterregung können auch Wechselstromselbsterre- gungen mit netzfremden Frequenzen auftreten, die jeden geordneten Bremsbetrieb unmöglich machen. Die Frequenz der selbsterregten Ströme beträgt etwa 25-50 % der Netzfrequenz. In diesem Fall genügt bereits ein sehr kleiner Erregerstrom des Erreger motors, um in den Bremsmotoren einen grossen Ankerstrom zu erzeugen. Der massgebende Faktor für den Eintritt der Selbsterregung ist die Anker umfangsgeschwindigkeit der Kollektormaschinen. In geringerem Masse spielen auch die Erregerschaltung an sich, die Bürstenstellung, der Bürsteneinschliff und die Sättigung eine gewisse Rolle.
Bei modernen Triebmotoren, die hohe Ankerumfangsgeschwindig- keiten besitzen, wird die Verhinderung der Selbst erregung immer schwieriger, da der hierfür notwen dige Erregerstrom des Erregermotors bei Kaskaden- schaltungen umgekehrt proportional mit dem Qua drat der Ankerumfangsgeschwindigkeit abnimmt.
Die Selbsterregung lässt sich jedoch auch bei grossen Ankerumfangsgeschwindigkeiten mit Sicher heit vermeiden, wenn erfindungsgemäss die Impe danz über ein Kopplungselement mit der Feldwick lung des Erregermotors in Verbindung steht.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes vereinfacht dar.
Fig. 1 zeigt ein Schaltschema.
Die Fig. 2 und 3 dienen zur Erläuterung der Wirkungsweise.
In Fig. 1 ist mit 1 die Primärwicklung, mit 2 die Sekundärwicklung eines Stufentransformators bezeichnet. Eine Induktivität 3 sowie ein Ohmscher Widerstand 4, welchem die Feldwicklung 5 eines Erregermotors 6 parallel geschaltet ist, liegen an der Stufentransformatorsekundärwicklung 2. Der Anker 7 des Erregermotors 6 speist die Feldwicklung 8 eines Bremsmotors 9, dessen Anker 10 mit einer Bremsdrossel 11 verbunden ist.
Ein Kopplungsele ment 12 zwischen der Bremsdrossel 11 und der Feldwicklung 5 des Erregermotors 6 besteht aus einem Transformator 13, einem Wirkwiderstand 14 und einer Drossel 15.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen An ordnung sei anhand der Fig. 2 und 3 dargelegt.
Fig. 2 zeigt den Frequenzgang eines in. die Feld wicklung 5 eingespeisten zusätzlichen Stromes 1Z für verschiedene Kreisfrequenzen w und verschiedene Ankerumfangsgeschwindigkeiten v der Motoren, wobei ein konstanter Ankerstrom 11o des Brems motors .auftreten würde.
v1 ist hierbei ]deiner als v2, (i)1 ist kleiner als c)2 usw. Die Lage des Koordi- natenursprungs O des Systems x, y dient als Krite- rium für das Einsetzen der Selbsterregwng. Es lässt sich nämlich nachweisen, dass die Schaltung gemäss Fig. 1 für jede Geschwindigkeit, deren zugehörige Kurve rechts an O vorbeiläuft,
selbsterregungsfrei ist, während bei allen Geschwindigkeiten, deren zuge hörige Kurven links von O liegen, Selbsterregung auftritt.
So kennzeichnet beispielsweise in Fig. 2 die Kurve v1 (Punkt<I>A, B</I> usw.) einen selbsterregungs- freien Betrieb, während sich die Kurven v2, v3 (Punkte C, D,<I>E,</I> F usw.) auf selbsterregte Zustände beziehen.
Um nun die Selbsterregung auch bei höhe ren Ankerumfangsgeschwindigkeiten zu verhindern, führt man der Feldwicklung 5 des Erregermotors 6 mit Hilfe des Kopplungselementes 12 einen Zusatz strom 1Z zu, der beispielsweise die in Fig. 2 angege bene Richtung hat.
Der Ursprung O des Koordi, natensystems gelangt somit in den Punkt F, wodurch die Schaltung gemäss Fig. 1 für jede Geschwindigkeit, deren zugehörige Kurve rechts an F vorbeiführt, selbsterregungsfrei wird.
Fig. 3 gibt ein Zeigerdiagramm wieder, aus wel#- chem die Funktion des Kopplungsgliedes 12 ersicht lich ist. Der Ankerstrom<B>110</B> des Bremsmotors 9 fällt in Richtung der y-Achse von Fig.2 und ist wesentlich grösser als 1Z. Die Spannung an der Brems drossel 11 und damit auch die Spannung U13 am Transformator 13,
der zur galvanischen Trennung und Spannungsanpassung dient, sind gegenüber 11o um 90 el. phasenverschoben. Die Eigenwiderstände der Feldwicklung 5 können näherungsweise vernach lässigt werden, so dass U13 gleich ist einer Summen- spannung, gebildet aus dem Spannungsabfall 1" - R14 am Wirkwiderstand 14 und dem Spannungsabfall h - x1,
3 am Blindwiderstand x15 der Drossel 15.
Mit Hilfe der vorgeschriebenen Anordnung lässt sich die Selbsterregungsgrenze in bezug auf die An kerumfangsgeschwindigkeiten beträchtlich erhöhen, ohne dass die übrigen Eigenschaften der Nutzbremse hierdurch ungünstig beeinflusst würden. Den Zusatz strom 1Z wählt man zweckmässigerweise annähernd senkrecht zu der v-Kurvenschar, da sich hierdurch bei minimalem 1Z eine grösstmögliche Erweiterung des selbsterregungsfreien Bereichs ergibt.
Das zu- sätzliche Kopplungselement 12 braucht dann nur für Bruchteile von 1 ö der Bremsleistung ausge legt zu werden.
Der Transformator 13 des Kopplungselements 12 lässt sich dann einsparen, wenn die Bremsdros sel 11 mit einer zusätzlichen Wicklung versehen wird, die zur Speisung des Wirkwiderstandes 14, der Drossel 15 und der Feldwicklung 5 dient. An derseits könnte man aber bei Verwendung eines Transformators 13 dessen Streuinduktivität, etwa durch Vergrösserung des Streuraumes, so weit er höhen, dass die Drossel 15 fortfallen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur Vermeidung der Selbsterregung in einer Nutzbremssehaltung für Einphasenkollek- tormaschinen, wobei mindestens eine der Maschinen als Erregermotor und mindestens eine andere als Bremsmotor Verwendung findet, dessen Anker über eine Impedanz an einen Stufentransformator geschal tet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Impedanz (11) über ein Kopplungselement (12) mit der Feld wicklung (5) des Erregermotors (6) in Verbindung steht. UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an die Impedanz (11) die Primär wicklung eines Transformators (13) angeschlossen ist, dessen Sekundärwicklung über einen Wirkwider stand (14) sowie eine Drossel (15) zur Feldwicklung (5) des Erregermotors (6) führt. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an die Impedanz (11) ein Trans formator mit vergrösserter Streuinduktivität ange schlossen ist, dessen Sekundärwicklung über einen Wirkwiderstand (14) zur Feldwicklung (5) des Er regermotors (6) führt. 3. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Impedanz (11) eine zusätzliche Wicklung aufweist, die über einen Wirkwiderstand (14) sowie eine Drossel (15) zur Feldwicklung (5) des Erregermotors (6) führt.
Priority Applications (5)
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Also Published As
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