CH409085A - Schnellimpedanzrelais - Google Patents
SchnellimpedanzrelaisInfo
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- CH409085A CH409085A CH621963A CH621963A CH409085A CH 409085 A CH409085 A CH 409085A CH 621963 A CH621963 A CH 621963A CH 621963 A CH621963 A CH 621963A CH 409085 A CH409085 A CH 409085A
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/40—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to ratio of voltage and current
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Description
Schnellimpedanzrelais Im Hauptpatent wird ein Schnellimpedanzrelais vorgeschlagen, dem zur Bildung eines Auslösekrite- riums die Spannung an der Leitungsschleife und die Spannung an einer Vergleichsimpedanz zugeführt und in dem die Differenzspannung gebildet wird. Im folgenden soll die Spannung an der Leitungs schleife mit u, die Spannung an der Vergleichsimpe danz mit uo und die Differenzspannung uo-u mit<I>du</I> bezeichnet werden.
Bei der im Hauptpatent vor- geschagenen Anordnung werden die Polaritäten der genannten Spannungen oder daraus abgeleiteter Grö ssen in jeder Stromhalbwelle nur innerhalb einer im folgenden mit to bezeichneten Zeitspanne ausgewer tet, in der der Schleifenstrom i und dessen zeitliche Ableitung dildt gleiches Vorzeichen haben.
Der Vorteil eines derartigen Schnellimpedanz relais ist darin zu sehen, dass es bereits bei Bruch teilen einer Periode der zu überwachenden elektri schen Grössen ein Auslösekriterium zu gewinnen ge stattet, ohne dass hierbei durch das Auftreten von Störimpulsen eine nennenswerte Beeinträchtigung der Arbeitsweise auftritt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Schnellimpedanzrelais nach dem Hauptpatent wird ein Auslösebefehl nur dann nicht erteilt, wenn irgend wann innerhalb der Auswertezeit to entweder die Spannung u an der Leitungsschleife oder die Diffe renzspannung<I>du</I> oder beide mindestens während eines vorgegebenen Zeitintervalls ein anderes Vor zeichen als der Schleifenstrom aufweisen. Eine der artige Anordnung besitzt den Vorteil, dass beim Auf treten verlagerter Kurzschlussströme keine störende Ausweitung des Auslösegebietes des Schnellimpe- danzschutzes auftritt.
Bei dieser Anordnung besteht aber in einem Sonderfall die Gefahr, dass eine an sich erwünschte Auslösung verhindert wird: Befindet sich auf der zu schützenden Leitung in unmittelbarer Nähe der Ein- baustation des Schutzes ein Lichtbogenkurzschluss, so gestattet die Differenzspannung <I>du</I> (Entfernungs kriterium) mit Sicherheit eine Auslösung. Als Schlei- fenspannung u (Richtungskriterium) steht praktisch nur die Lichtbogenspannung zur Verfügung.
Wird der Lichtbogen von beiden Seiten der Leitung ge speist und weisen die beiden Speiseströme eine Pha senverschiebung gegeneinander auf, so ist auch die Lichtbogenspannung nicht mehr in Phase mit dem von der Station her zur Kurzschlussstelle fliessenden Strom. Im ungünstigen Falle kann die Phasenver schiebung zwischen diesem Strom und der Licht bogenspannung so liegen, dass am Anfang der Mess- periode die Spannung u die Sperrbedingungen wäh rend des vorgegebenen Zeitintervalls erfüllt und damit eine Auslösung verhindert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die beschriebene bevorzugte Lösung des Hauptpatentes dahingehend zu verbessern, dass diese unerwünschte Verhinderung der Auslösung nicht auftreten kann. Diese Aufgabe löst ein Schnellimpedanzrelais der angegebenen Art mit dem Kennzeichen, dass erfin dungsgemäss das Zeitintervall für die Spannung an der Leitungsschleife grösser als das Zeitintervall für die Differenzspannung ist. Beispielsweise ist das Zeit intervall t" für die Spannung<I>u</I> an der Leitungs schleife zwischen 1,5 bis 1,7 ms und das Zeitintervall t,," für die Differenzspannung<I>du</I> zwischen 0,2 und 0,6 ms gewählt.
In diesem Fall kann eine Sperr bedingung durch die Phasenverschiebung zwischen u und i bei einem nahen Lichtbogenkurzschluss nur bei so grossen Phasenverschiebungen auftreten, wie sie in der Praxis nicht zu erwarten sind.
Die Erfindung soll im folgenden an Hand der in der Figur dargestellten beispielsweisen Ausfüh rung eines Schnellimpedanzschutzes erläutert werden. Die Eingangsspannungen, die den Grössen<I>i,</I> dildt, <I>u</I> und<I>du</I> proportional sind, werden den Nullver- stärkern 81 bis 84 zugeführt, deren einer Ausgang ein Signal führt, wenn ihr Eingang positive Polarität aufweist, während ihr anderer Ausgang bei negativer Eingangspolarität ein Signal abgibt.
Die an die Null verstärker 81 und 82 angeschlossenen Und -Tore 85 bzw. 86 geben ein Signal, wenn<I>i</I> und dildt beide positiv bzw. negativ sind. Das folgende Zeitglied 87 stellt fest, ob die Auswertezeit to grösser als die vorgegebene Zeit t1 ist und gibt dann ein Aus gangssignal bis zum Ende der Auswerteperiode. Das Differenzierglied 88 erzeugt beim Verschwinden seines Eingangssignals, d. h. am Ende der Auswerte periode und damit im Strommaximum, einen Impuls an seinem Ausgang.
In den Und -Toren 89, 90, 91 und 92 werden die Polaritäten der Spannungen<I>u</I> und<I>du</I> während der Auswerteperiode kontrolliert. Dabei gibt ein Signal: Und Tor 89, wenn<I>i > 0,</I> dildt <I>> 0</I> und<I>u < 0</I> ist, Und -Tor 90, wenn<I>i > 0,</I> dildt <I>></I> 0 und<I>du < </I> 0 ist, Und Tor 91, wenn<I>i < 0,</I> dildt <I> < 0</I> und<I>u > 0</I> ist, Und -Tar 92, wenn<I>i < 0,</I> dildt <I> < 0</I> und<I>du ></I> 0 ist.
Die an diese Und -Tore über jeweils 2 Oder - Eingänge El, 2 angeschlossenen Zeitglieder 93u und 93,4u kontrollieren nun, ob ein von einem der Und Tore geliefertes Sperrsignal länger als eine vorgege bene Zeit ansteht und schalten damit kurzzeitig Stör impulse aus.
Dabei ist das Zeitintervall tu für die Spannung u wesentlich grösser als das Zeitintervall t,4, für die Differenzspannung <I>du</I> gewählt. Zweck mässige Zahlenwerte liegen zwischen 1,5 und 1,7 ms bzw. zwischen 0,2 und 0,6 ms.
Sobald eine der vorgegebenen Zeiten tu und t,4" überschritten wird, wird die Gedächtnisstufe 94 an gesteuert. Diese ist so geschaltet, dass das Signal an ihrem Ausgang verschwindet, sobald es von einem der Zeitglieder 93u und<B>93,4.</B> angesteuert wird, und das Ausgangssignal erst dann wieder erscheint, wenn der dritte Eingang des Gedächtnisses 94 ein Signal erhält. Wird dieses Signal durch das Differenzierglied 95 zu Beginn jeder Auswerteperiode erzeugt, so lässt sich erreichen, dass zu Beginn jeder neuen Aus werteperiode ein etwaiger Sperrbefehl der voraus gegangenen Auswerteperiode wieder gelöscht wird.
Die Ausgänge des Differenziergliedes 88 und des Gedächtnisses 94 sind auf das Und -Tor 96 ge führt, das den durch das Differenzierglied erzeugten Auslöseimpuls nur dann durchlässt, wenn gleichzeitig auch an seinem anderen Eingang ein Signal vorhan den ist. Das ist aber nur dann der Fall, wenn inner halb der vorangegangenen Auswerteperiode keine Sperrbedingung erfüllt war, und der Auslöseimpuls wird nur in dem Fall erzeugt, in dem die Auswerte zeit to länger als t1 war.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So ist es beispiels weise möglich, dass die Auswertezeit to den ganzen Zeitraum umfasst, in dem der Schleifenstrom i und dessen zeitliche Ableitung dildt gleiches Vorzeichen haben. Die Erfindung lässt sich mit Vorteil auch dann anwenden, wenn die Auswertezeit to zur Erteilung eines Auslösebefehls grösser sein muss als eine vor gegebene Zeit t1, die mindestens 1/a Periode, bezogen auf die Netzspannung, entspricht.
Derartige spezielle Ausgestaltungen sind ebenso wie eine günstige Di- mensionierung der Vergleichsimpedanz bereits im Hauptpatent vorgeschlagen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schnellimpedanzrelais, dem zur Bildung eines Auslösekriteriums die Spannung an der Leitungs schleife und die Spannung an einer Vergleichsimpe danz zugeführt werden und in dem die Differenz spannung aus diesen gebildet wird, bei dem ferner die Polaritäten der genannten Spannungen in jeder Stromhalbwelle nur innerhalb einer Zeitspanne, wäh rend der der Schleifenstrom und dessen zeitliche Ableitung gleiches Vorzeichen haben, ausgewertet werden und ein Auslösebefehl nur dann nicht er teilt wird,wenn irgendwann innerhalb der Auswerte zeit von der Spannung an der Leitungsschleife und der Differenzspannung wenigstens die eine minde stens während eines vorgegebenen Zeitintervalls ein anderes Vorzeichen als der Schleifenstrom aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitintervall (tu) für die Spannung (u) an der Leitungsschleife grösser als das Zeitintervall (tau) für die Differenzspannung <I>(du)</I> ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schnellimpedanzrelais nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitintervall (tu) für die Spannung (u) an der Leitungsschleife zwischen 1,5 und 1,7 ms und das Zeitintervall (t,4u) für die Differenzspannung<I>(du)</I> zwischen 0,2 und 0,6 ms eingestellt sind.2. Schnellimpedanzrelais nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertezeit (to) den ganzen Zeitraum umfasst, in dem der Schleifen strom<I>(i)</I> und dessen zeitliche Ableitung (dildt) glei ches Vorzeichen haben. 3. Schnellimpedanzrelais nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertezeit (to) den ganzen Zeitraum umfasst, in dem der Schleifen strom (i) und dessen zeitliche Ableitung (dildt) glei ches Vorzeichen haben.4. Schnellimpedanzrelais nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösebefehl nur dann erteilt wird, wenn die Auswertezeit (to) grösser ist als eine vorgegebene Zeit (t1), die mindestens 1/$ Periode, bezogen auf die Netzfrequenz, entspricht.5. Schnellimpedanzrelais nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktivität der Vergleichsimpedanz etwa 85 % der Induktivität der Leitungsschleife beträgt und der Ohmsche Wider stand der Vergleichsimpedanz gleich dem Ohmschen Widerstand der Leitungsschleife einschliesslich des grössten zu erwartenden Lichtbogenwiderstandes ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES73976A DE1150439B (de) | 1961-05-16 | 1961-05-16 | Schnellimpedanzschutz |
| DES82802A DE1172764B (de) | 1962-06-22 | 1962-06-22 | Schnellimpedanzrelais |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH409085A true CH409085A (de) | 1966-03-15 |
Family
ID=25996454
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH621963A CH409085A (de) | 1961-05-16 | 1963-05-17 | Schnellimpedanzrelais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH409085A (de) |
-
1963
- 1963-05-17 CH CH621963A patent/CH409085A/de unknown
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