CH409086A - Distanzschutzanordnung für parallele Leitungen in Netzen mit geerdetem Sternpunkt - Google Patents

Distanzschutzanordnung für parallele Leitungen in Netzen mit geerdetem Sternpunkt

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Description


      Distanzschutzanordnung    für parallele Leitungen in Netzen mit geerdetem     Sternpunkt       Die Erfindung betrifft eine     Distanzschutzanord-          nung    für parallele Leitungen in Netzen mit geerdetem  Sternpunkt, bei der zur Kompensation der Unter  schiede zwischen Null- und     Mit-Impedanzen        Zwi-          schenwandler    vorgesehen sind, denen der Nullstrom  der geschützten Leitung zugeführt wird.  



  Beim Distanzschutz wird die Grösse der Impe  danz zwischen dem Einbauort des Schutzes und der  Fehlerstelle gemessen. Bei Fehlern zwischen den Lei  tungen ist diese Impedanz die Leiterschleife der Lei  tungen selbst. Bei einem Fehler mit     Erdberührung,     insbesondere bei einem     Erdkurzschluss,    d. h. also  einem Kurzschluss zwischen einem Leiter und Erde,  ist hierbei aber die     Impedanz    der     Schleife    Leiter-Erde  massgebend. Diese Impedanz ist bei gleicher Fehler  stelle nicht gleich der     Impedanz    zwischen den einzel  nen Leitern selbst.

   Man muss daher den     Distanz-          schutz    so auslegen, dass die Impedanz bei einem  Fehler zwischen den Leitern und bei einem     Erdkurz-          schluss    möglichst gleich ist. Bekanntlich wird dies so  gemacht, dass der Schutzanordnung die     Spannung    an  der Einbaustelle der Schutzanordnung und der Strom  in den Leitern     zugeführt    wird. Das Verhältnis beider  ergibt die Impedanz. Sind nun die Impedanz der  Schleife Leiter-Erde und die Impedanz der Schleife  zwischen den Leitern verschieden, so ergibt sich in  beiden Fällen nicht die gleiche Impedanz.

   Um diesen  Fehler zu kompensieren, führt man der Schutzanord  nung zusätzlich noch den     Nullstrom    zu, welcher aus  der Summe aller Phasenströme entsteht. Man kann  die Einwirkung dieses Nullstromes so bemessen, dass  der Unterschied zwischen der Grösse der     Mit-Impe-          danzen    und der     Null-Impedanzen    kompensiert wird.  



  Bei einfachen Leitungen wird hiermit eine Schutz  anordnung gewonnen, die in allen Fehlerfällen ein  wandfrei arbeitet. Bei Doppelleitungen aber entstehen  Schwierigkeiten. Die Nullströme beider Leitungen be-         einflussen    sich nämlich gegenseitig, auch wenn nur  auf einer Leitung ein Fehler liegt. Es wird auch für  den Schutz der gesunden Leitung ein Fehler vor  getäuscht, da Nullstrom nunmehr auch durch das  Relais fliesst. Dies kann zu Falschmessungen Anlass  geben. Insbesondere ergeben sich auch verschiedene  Verhältnisse, je nachdem, ob nur eine Leitung in  Betrieb oder beide Leitungen in Betrieb sind. Auch  von der Lage des Fehlers hängt die verschiedene  Aufteilung des Nullstromes stark ab.

   Man kann daher  nicht mit einer einfachen Kompensation auskommen,  da diese ja bei allen Fehlerfällen in gleicher Weise  den Nullstrom auf den Schutz wirken lässt. Die Wir  kung, welche durch einen     Proportionalitätsfaktor    k  ausgedrückt wird, muss abhängig von den verschie  denen Fehlerstellen und von dem     Schaltzustand    der  Leitungen gemacht werden.  



  Es sind nun mehrere Lösungen bekanntgeworden,  um diese Schwierigkeit zu beseitigen. So hat man in  das Relais auch den Nullstrom der parallelen Leitung  eingeführt. Man kompensiert also nicht nur durch  den Nullstrom der eigenen Leitung, d. h. der Lei  tung, die der Distanzschutz schützen soll, sondern  auch durch den Nullstrom der parallelen Leitung.  Auch dieser     wird    in einem bestimmten Verhältnis  zugeführt. Dieses Verhältnis wird so     bestimmt,    dass  das Relais bei einem     Erdkurzschluss    auf der Doppel  leitung möglichst die gleiche Impedanz misst wie bei  einem     Erdkurzschluss    auf einer nur allein in Betrieb  befindlichen Leitung.

   Bei dieser Schaltung wird je  doch auch der Schutz der gesunden Leitung beein  flusst, was zu Falschmessungen dieser Relais führt.  Besonders bei Fehlern in der Nähe des Einbauortes  macht sich diese Falschkompensation bemerkbar, da  dort der Nullstrom zwischen Fehler und Einbauort  zugeführt wird, nicht aber der Strom, der tatsächlich  als     Nullstrom    auf der Leitung fliesst.      Man hat auch vorgeschlagen,     zusätzlich    Rich  tungsrelais und     Stromdifferenzrelais    vorzusehen, wel  che den Kompensationsstrom erst zuschalten, wenn  der Nullstrom der Parallelleitung einen bestimmten  Wert erreicht.

   Auch diese Massnahme ergibt aber in  einigen     Fällen    noch Schwierigkeiten, wie nachgewie  sen werden kann.     Insbesondere    ist dies der Fall,  wenn eine der beiden Leitungen nur einseitig gespeist  wird und am Ende ein     Erdkurzschluss    auftritt. Dazu  kommt bei dieser Massnahme, dass dem Relais ein  Strom zugeführt werden muss, der nicht zum eigenen  Stromkreis gehört. Dies bringt eine     Vermengung    der  Ströme mit sich, welche vom Betriebsmann nur un  gern in Kauf genommen wird.  



  Zur Vermeidung dieser Mängel und um ein wirk  lich einwandfreies Arbeiten zu ermöglichen, ferner  die Ströme der einzelnen Stromwandler galvanisch  völlig trennen     zu    können, wird nun erfindungsgemäss  vorgeschlagen, dass eine Umschaltvorrichtung vor  gesehen ist, welche     Anzapfungen    an den Zwischen  wandlern für die     Kompensation    des Nullstromes in  Abhängigkeit von der Richtung und Grösse in der der  geschützten Leitung parallel liegenden Leitung sowie  vom Schaltzustand der parallelen Leitung umschaltet.  



  Die Umschaltung kann nun auf zweierlei Weise  erfolgen: entweder es     wird    die Kompensation erhöht,  oder sie wird verkleinert.     Hierfür    kann man be  stimmte     Bedingungen    ableiten, die im folgenden zu  sammengestellt sind:  Die Kompensation muss erhöht werden, wenn der  Nullstrom in der parallel zur fehlerhaften Leitung  liegenden Leitung die gleiche Richtung hat wie der  Strom in der fehlerhaften Leitung und gleich oder  kleiner als dieser ist.  



  Sie muss verkleinert werden, wenn der     Nullstrom     in der Parallelleitung entgegengesetzt gerichtet ist, und  gleich oder kleiner als der Nullstrom in der fehler  haften Leitung ist; ferner, wenn der Schalter der  Parallelleitung durch das zugehörige Relais ausgelöst  wird und wenn die Parallelleitung abgeschaltet und  an zwei Stellen geerdet ist.  



  Eine Umschaltung darf nicht erfolgen, wenn der  Nullstrom in der Parallelschaltung gleichgerichtet und  grösser als der Nullstrom in der fehlerhaften Leitung  ist, ferner, wenn die beiden Leitungen auf einer Seite  nicht parallel geschaltet sind.  



  Die beiliegende Figur zeigt nun ein Beispiel die  ser Ausführung:  Von der Sammelschiene 1 gehen zwei Leitungen  2 und 3 ab, welche je den Leistungsschalter 4 und 5  besitzen. Die Leistungsschalter haben einen Hilfs  kontakt 6 und 7. Es sei darauf hingewiesen, dass nor  malerweise     Doppelsammelschienensysteme    vorhanden  sind, welche nur der Einfachheit halber nicht dar  gestellt sind. Die ganze Anordnung gilt auch für       Doppelsammelschienensystem,    wobei dann auch die  zugehörigen     Trennschalter    Hilfskontakte besitzen  müssen. Im Leitungszug der Leitungen 2 und 3 liegen  die     Stromwandler    8 und 9.

   Ausserdem sind an die  Leitung die     Spannungswandler    10 und 11 angeschlos-         sen.    Die Wandler speisen die schematisch dargestell  ten Distanzrelais 12 bis 17. Die Distanzrelais sind  einfach durch Spulen dargestellt, sie können aber  auch in bekannter Weise durch     Gleichrichter-Brük-          kenschaltungen    oder durch     Transistorenschaltungen     ersetzt werden. Die Spulen sind so dargestellt, dass  man erkennt, dass sie zusammen eine Wirkung aus  üben sollen. Es sind zwei Stromspulen dargestellt, von  denen durch die eine 18 am Distanzrelais 12 der  Strom des jeweiligen Leiters, durch die andere 19  der Summenstrom hindurchgeht, und an der Spule  20 die jeweilige Spannung liegt.

   Die bekannten Um  schaltungen, welche je nach der Art des Fehlers vor  genommen werden müssen, sind der     übersicht    halber  weggelassen. Der Nullstrom wird als Summenstrom  der Wandler 8 bzw. 9 gebildet, und zwar über den  Zwischenwandler 21. Die Sekundärwicklung dieses  Wandlers besitzt drei     Anzapfungen,    welche mit     Hilfe     des Relaiskontaktes 22 umgeschaltet werden können.  Bei der obersten     Anzapfung    wirkt der Nullstrom am  geringsten und an der untersten am stärksten. Der  Kontakt 22 gehört zu dem Relais 23, welches je nach  seiner Erregung den Kontakt nach der oberen oder  unteren Klemme umschalten kann. Das Relais 23 be  sitzt zwei entgegengesetzt gerichtete Wicklungen.

   Das  gleiche gilt für das Relais 24 und den Wandler 25 der  Leitung 3. Die Relais können natürlich auch durch  elektrische Anordnung in bekannter Weise ersetzt  werden. Die Umschaltung muss nun nach den oben  angegebenen Bedingungen erfolgen. Dies geschieht  durch die übrige Anordnung. Diese Anordnung wird  durch die Hilfswandler 26 bis 29 gespeist. Der von  den     Hilfswandlern    26 und 27 gespeiste Anlagenteil  stellt ein     transistorisches    Richtungsrelais dar, der von  den     Hilfswandlern    28 und 29 gespeiste Teil ein Diffe  rentialglied, welches die Grössen vergleicht. Zugeführt  wird den Hilfswandlern jeweils der Nullstrom der Lei  tungen 2 und 3.

   In den Wicklungen 261, 271 und  281     fliesst    der Nullstrom der Leitung 2, in den Wick  lungen 262, 272 und 291 der Nullstrom der Lei  tung 3. Der Wandler 6 bildet magnetisch die Summe  der beiden Nullströme, der Wandler 27 die Differenz.  Es ist bekannt, dass durch das Zusammenwirken der  Summe und der Differenz zweier Grössen deren Rich  tung festgestellt werden kann. Die beiden Wandler  28 und 29 bilden zusammen ein Differentialrelais,  welches die     Differenz    der Grössen der beiden Null  ströme misst.

   Die Anordnung der Transistoren 30  bis 33 mit den Widerständen 34 bis 39 sowie den       Gleichrichern    140     bis    143 ist nun so     getroffen,    dass  an der Stelle     A1    ein negatives Signal erscheint, wenn  die Nullströme der beiden Leitungen entgegengesetzt  gerichtet sind, und an der Stelle     A2    ein negatives  Signal erscheint, wenn die beiden Ströme gleichgerich  tet sind. Je nach der gegenseitigen Richtung der  Ströme erscheint also ein negatives Signal an der  Stelle     A1    oder     A2.     



  P und N sind die zugehörigen Gleichspannungen  für die Transistoren. Die negativen Signale entstehen  hierbei auf folgende Weise:      Sind die Nullströme gleichphasig, so ist der Strom  im Wandler 26 grösser als im Wandler 27. Dadurch  ist der Spannungsabfall über den Widerstand 35 grö  sser als der über den Widerstand 38, so dass die  Transistoren 30 und 31 leiten. Dadurch wird der  Punkt     A2    negativ. Sind die Nullströme aber ent  gegengesetzt gerichtet, so ist der Strom in der Sekun  därwicklung des Wandlers 27 grösser, so dass die  Transistoren 32 und 33 leiten und an der Stelle     A1     ein negatives Signal erscheint.  



  Ähnlich ist die Anordnung mit den Wandlern 28  und 29, welche die Grösse der beiden Nullströme  vergleichen. Ist der Nullstrom der Leitung 2 grösser  als derjenige der Leitung 3, so erscheint am Punkte  A<B>."</B> ein negatives Signal, ist dagegen der Strom der  Leitung 3 grösser als derjenige der Leitung 2, so er  scheint am Punkte A4 ein negatives Signal. Die  Schaltung der     Transistorenanordnung    in dem Diffe  rentialrelais ist die.     gleiche    wie beim Richtungsrelais  und braucht daher nicht näher beschrieben zu wer  den.  



  Je nach dem Auftreten der Signale     A1    bis     A4     wird nun die gewünschte Wirkungsweise der Relais  23 und 24 erreicht. Dies sei im folgenden beschrie  ben:  Die Signale     A1    und     A2,    also die Signale, die  vom Richtungsrelais herkommen, werden den digita  len Elementen 40 und 41 zugeführt. Diese sind        Und -Glieder    mit Umkehrung des Vorzeichens. Sie  vergleichen die Signale     A1    und     A2    sowie ein Signal,  das von dem digitalen Element 42 herkommt und  das ein      Nor -Element    darstellt.

   In diesem wird der  Schaltzustand der Leitungen mit dem Ausgang des        Nor -Elementes    43 verglichen, das wiederum die  Grössen     A1    und     A2    zugeführt bekommen hat. Die  Ausgangssignale     A3    und     A4    werden den     Invertern    44  und 45 zugeführt, und dann in den      Nor -Elementen     46, 47, 48 und 49 mit den Ausgängen der digitalen  Elemente 40 und 41 verglichen.

   Von dort aus gibt  es Signale für die Relais 23 und 24, und zwar wird  die untere Wicklung erregt, wenn der Einfluss des  Nullstromes vergrössert werden soll, d. h. der Kontakt  22 wird nach unten gezogen, die obere Wicklung  wird erregt durch die Elemente 46 und 49, wobei der  Kontakt 22 nach oben gedrückt wird. In     gleicher     Weise wird das Relais 24 durch die digitalen Ele  mente 48 und 49 beeinflusst.  



  Die Wirkungsweise sei anhand des Beispieles dar  gelegt, dass die beiden Nullströme in den beiden Lei  tungen entgegengesetzt gerichtet sind, und der Null  strom in der Leitung 3 kleiner als der Nullstrom in  der Leitung 2 ist. Dies tritt ein, wenn ein Fehler in  der Leitung 2 vorliegt. In diesem Fall soll das Relais  23 den Kontakt 22 so verstellen, dass die Nullstrom  kompensation     verkleinert        wird.    Es muss also die obere  Wicklung erregt werden. Da die Ströme entgegen  gesetzt gerichtet sind, tritt also ein Signal am Punkte       A1    auf. Da der Strom in der Leitung 3 kleiner als in  der Leitung 2 ist, so tritt ein weiteres Signal an der  Stelle     A3    auf.

   Beide Signale sind negativ, d. h. sie    werden entsprechend der Gepflogenheit mit 1 be  zeichnet. Ein entsprechend positives Signal wird mit  0 bezeichnet. Das Signal A3 wird an den     Inverter     44 geführt, wo das Signal 1 in ein Signal 0 umgewan  delt wird. An dem      Nor -Element    47 erscheint also  an der unteren Leitung das Signal 0. Das Signal     A1,     also ebenfalls ein     1-Signal,    wird an das      Und -Ele-          ment    40 geführt, erscheint dort als Signal 1. Ferner  wird diesem Signal der Ausgang des      Nor -Elemen-          tes    42 zugeführt.

   Es entsteht an diesem Ausgang ein       1-Signal,    wie aus folgender     überlegung    hervorgeht:  An dem      Nor -Element    43 erscheint das Signal       A1,    also das     1-Signal    und das Signal     A2,    das an sich  nicht existiert, also ein     0-Signal.    Bei einem      Nor -          Element    bildet die Gruppe 1, 0 ein Ausgangssignal 0.  Dieses Signal 0 wird nun dem weiteren      Nor -Ele-          ment    42 zugeführt, an welchem der Schaltzustand  mit dem Ausgangssignal des      Nor -Elementes    43 ver  glichen wird.

   Der     Schaltzustand    wird durch das Re  lais 50 bestimmt. Sind beide Schalter 5 und 4 ein  geschaltet, so sind auch die     Hilfskontakte    6 und 7  geschlossen, das Relais 50 ist erregt und     schliesst     seinen Kontakt. Hierdurch wird ein positives Signal,  also ein     0-Signal,    an das Element 42 gegeben. Es er  scheinen also in diesem Falle zwei      Null -Signale,     wobei an diesem Element am Ausgang ein     1-Signal     entsteht.

   Hierdurch entstehen also, wie gesagt, an dem  Element 40     zwei        1-Signale.    Dies bedeutet am Aus  gang ein     0-Signal.    Hierdurch erhält das Element 46  im ganzen zwei     0-Signale,    wodurch an seinem Aus  gang ein     1-Signal    entsteht und die obere Wicklung  des Relais 23 erregt wird. Hierdurch erfolgt die Um  schaltung des Kontaktes 22 im gewünschten     Sinne.     



  An das Element 47 werden die Signale 0 und 1  herangebracht, so dass am Ausgang ein     0-Signal    ent  steht und die untere Wicklung nicht erregt wird. An  den Elementen 48 und 49 entsteht ebenfalls kein  Ausgangssignal, wie man leicht ableiten kann.  



  In     ähnlicher    Weise werden die Signale hervor  gebracht, wenn andere Fehlerverhältnisse und Schalt  zustände bestehen. Im einzelnen sei dies nicht aus  geführt, da der Gedankengang der gleiche ist wie bei  der     beschriebenen        Ausführung.     



  Da die gesamte Anordnung nur aus elektroni  schen Elementen besteht, ist die Zeit ausserordentlich  gering. Sie beträgt, wie nachgewiesen werden konnte,  weniger als 5 ms.  



  Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass für Dop  pelleitungen in allen Schaltzuständen und bei allen  Fehlerfällen ein einwandfreies Arbeiten des Distanz  schutzes auch bei Verwendung von Systemen ohne  selbständige Richtungsglieder möglich ist. Ausserdem  ergibt sich der Vorteil, dass die Stromkreise der  Wandler 8 und 9 für sich galvanisch voneinander  getrennt bleiben, und daher keine gegenseitige Beein  flussung     möglich    ist. Es sei noch darauf hingewiesen,  dass die gesamte Anordnung natürlich auf beiden  Seiten der Leitung vorgesehen wird, und dass sie auch  dann richtig arbeitet, wenn der     Schaltzustand    auf bei  den Seiten verschieden ist, also beispielsweise auf      der einen Seite die Leitungen zusammengeschaltet  sind, und auf der anderen Seite getrennt bleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Distanzschutzanordnung für parallele Leitungen in Netzen mit geerdetem Sternpunkt, bei der zur Kompensation der Unterschiede zwischen Null- und Mit-Impedanzen Zwischenwandler (21, 25) vorgese hen sind, denen der Null-Strom der geschützten Lei tung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umschaltvorrichtung vorgesehen ist, welche An zapfungen an den Zwischenwandlern (21, 25) für die Kompensation des Nullstromes in Abhängigkeit von der Richtung und Grösse in der der geschützten Lei tung parallelliegenden Leitung sowie vom Schaltzu stand der parallelen Leitung umschaltet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Distanzschutzanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrich tung an Richtungsglieder angeschlossen ist, welchen die Null-Ströme beider parallelen Leitungen zugeführt werden, und welche je nach der gegenseitigen Rich tung der Ströme die Zwischenwandler (21, 25) für die Null-Strom-Kompensation umschalten. 2. Distanzschutzanordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtungsglieder so geschaltet sind, dass sie bei gleicher Richtung der Null-Ströme in beiden Leitungen den Kompensations strom verkleinern, bei entgegengesetzter Richtung ver grössern.
    3. Distanzschutzanordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtungsglieder aus zwei Wandlern (26, 27) bestehen, von denen der eine (26) die Summe, der andere (27) die Differenz der Ströme erhält, und an die eine Transistorenschal- tung, bestehend aus je zwei Transistorengruppen (30-33), derart angeschlossen ist, dass bei gleich gerichteten Null-Strömen die eine (30, 31), bei ver schieden gerichteten Null-Strömen die andere Tran sistorgruppe (32, 33) leitend wird. 4.
    Distanzschutzanordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zum Rich tungsglied ein Glied (28, 29) vorgesehen ist, welches die Grösse der beiden Nullströme vergleicht und so geschaltet ist, dass der Kompensationsstrom vergrö ssert wird, wenn der Null-Strom in der parallelen, nicht von der Schutzanordnung geschützten Leitung gleich oder kleiner als der Null-Strom in der ge schützten Leitung ist.
    5. Distanzschutzanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den zu den Leitun gen gehörenden Leistungs- und Trennschaltern Hilfs kontakte (6, 7) vorgesehen sind, welche bei abgeschal teten Schaltern die Anzapfung der Hilfswandler (21, 25) im Schutze der anderen Leitungen so umändern, dass der Kompensationsstrom verkleinert wird.
    6. Distanzschutzanordnung nach den Unteran sprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine logische Schaltung, bestehend aus mehreren Nor - und Und -Gliedern (40-48) vorgesehen ist, welche die in der Transistorenschaltung entstehenden Im pulse vergleicht, so dass vier weitere Impulse entste hen, welche die Umschaltung der Wandler im an gegebenen Sinne bewirken.
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