Elektrische Wechsel- oder Drehstrommaschine mit Klauenpolläufer Elektrische Wechsel- oder Drehstrommaschinen, welche mit aus zwei miteinander festverbundenen Teilrädern bestehenden Klauenpolläufern ausgebildet sind, deren achsparallele und ineinandergreifende Klaue keine wesentlich wirksame ferromagnetische Verbindung miteinander haben und in Umfangsrich tung mit wechselnder Polarität ausgebildet sind, wo bei an ihnen Polringe angeordnet sein können, wobei fernerhin der magnetische Fluss vom feststehenden Erregerteil erzeugt wird und, jeweils über einen Luft spalt,
in gleichnamige Pole des Klauenpolläufers übertritt, von diesen über den mit dem Erregerteil festverbundenen induzierten Teil in die Gegenpole des Klauenpolläufers und von diesen über den an ihnen angeordneten Polring zurück zum Erregerteil, sind bekannt.
Ein derartig bekannter Klauenpolläufer ist in der Zeichnung in der Fig. <B>1</B> dargestellt. Hier sind mit axialem Abstand zueinander auf der Welle<B>1</B> zwei Polringe 2,<B>3</B> angeordnet, von welchen die ineinan- dergreifenden Klauen<B>9, 10</B> ausgehen und mit wech selnder Polarität ausgebildet sind.
Einen derartigen Läufer, eingebaut in einer ein gangs beschriebenen elektrischen Wechsel- oder Drehstrommaschine, zeigt nun Fig. 2.
Nach dieser sind am Gehäuse 14 der Erreger teil 12 mit den Erregerwicklungen<B>11</B> einerseits und ausserdem der induzierte Teil<B>13</B> angeordnet, beide also feststehend und in radialer Richtung vonein ander getrennt. Zwischen dem Erregerteil 12 und dem induzierten Teil<B>13</B> befindet sich topfartig der Klauen- polläufer <B>6,</B> welcher fliegend und drehbar über die Welle<B>1</B> gelagert ist.
Es hat sich nun herausgestellt, dass bei der elek trischen Entregung des Erregerteils<B>11</B> die Gefahr be steht, dass der Klauenpolläufer wechselnder Polarität zu einem Klauenpolläufer gleicher Polarität ummag- netisiert wird. Damit wÜrden die Vorteile eines mit wechselnder Polarität ausgebildeten Klauenpolläufers beseitigt sein.
Die Ursache dafür wird an Hand der Fig. <B>3</B> beschrieben, welche einen Längsschnitt durch den Klauenpolläufer <B>6</B> der Fig. <B>1</B> und 2 darstellt.
Hier ist etwa auf dem linken Drittel der Welle<B>1,</B> die nur an ihrem rechten Teil und dabei also fliegend gelagert ist, der Klauenpolläufer <B>6</B> mit seinen beiden Polringen 2,<B>3</B> angeordnet. Die Polringe 2,<B>3</B> sind mit den Klauen<B>9, 10</B> ausgebildet, die abwechselnd polarisiert sind.
Radial innerhalb des Klauenpol- läufers <B>6</B> befindet sich etwa an der Stelle<B>5</B> der Er- regertefl. Ist nun der Erregerteil<B>5</B> stromdurchflossen, so wird sich ein magnetisches Feld in bekannter Weise aufbauen, welches beispielsweise am linken Ende des Klauenpolläufers <B>6</B> seinen Nordpol hat (etwa am Punkt<B>8),</B> während die entgegengesetzte Südpolarität am rechten Ende des Klauenpolläufers <B>6</B> sein wird. Der mit dem Klauenpolläufer <B>6</B> verbun dene Wellenstumpf<B>7</B> wirkt hierbei wie ein in das System einseitig eingeschobener Stabmagnet. Er er höht die magnetische Streuung.
Sein magnetischer Einfluss ist jedoch bei Fremderregung nur gering.
Bei Abschaltung der Erregung verbleibt im Klauenpolläufer <B>6</B> ein Restmagnetismus, dessen Nordpolarität etwa in Höhe des Punktes<B>8</B> anzusetzen ist, während seine Südpolarität, wie bereits erwähnt, ausserhalb des Klauenpolläufers <B>6</B> nach rechts auf den Wellenstumpf<B>7</B> verschoben ist, da jetzt die Stab- magnetwirkung der Wellenstumpfremanenz sich voll auswirken kann.
Das heisst, dass in Höhe des Punk tes 4 wegen der Minderung des verbleibenden Ge samtmagnetismus (Remanenz) so wenig Durchflutung vorhanden sein wird, dass der zu diesem Punkt 4 gehörende Polring<B>3</B> und die an ihm angeordneten Klauen<B>10</B> durch den Gegenpolring 2 und dessen Klauen<B>9</B> ummagnetisiert werden. Aus dem Wechsel- polläufer ist ein Gleichpolläufer geworden. Derartige Maschinen können sich aber nicht selbst erregen.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu verhindern und dadurch eine Selbsterregung der Maschinen sicherzustellen Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Wechsel- oder Drehstrom- maschine, welche mit aus zwei miteinander fest verbundenen Teilrädern bestehendem Klauenpolläu- fer ausgebildet ist, dessen achsparallele und inein- andergreifende Klauen keine wesentlich wirksame ferromagnetische Verbindung miteinander haben und in Umfangsrichtung mit wechselnder Polarität aus gebildet sind, wobei der magnetische Fluss vom fest stehenden Erregerteil erzeugt wird und,
jeweils über einen Luftspalt, in gleichnamige Pole des Klauenpol- läufers übertritt, von diesen über den mit dem Er regerteil festverbundenen induzierten Teil in die Gegenpole des Klauenpolläufers und von diesen über den an ihnen angeordneten Polring zurück zum Er regerteil. Erfindungsgemäss sind zur Erhaltung der wechselnden Polarität des Klauenpolrades auch bei nicht eingeschalteter elektromagnetischer Erregung im Erregerteil ein oder mehrere Ferromagnete ange ordnet und vom übrigen Eisen des Erregerteils mag netisch isoliert.
Derartige nach der Erfindung angeordnete Ferro- magnete bewirken also, dass, ausgehend vom fest stehenden Erregerteil, beim Abschalten der elektro magnetischen Erregung doch noch so viel Remanenz vorhanden bleibt, dass die Eigenschaft des Klauen- polläufers, nämlich mit Klauen wechselnder Polarität ausaerüstet zu sein, in wünschenswerter Weise er halten bleibt.
Die Gefahr, dass derartige Maschinen durch eine ungünstig verlaufende Entregung vom er strebten Wechselpoltyp zu einem Gleichpoltyp um magnetisiert werden, ist dadurch vermieden.
Der Einbau von derartigen Ferromagneten in den Erregerteil einer derartigen elektrischen Maschine bereitet prinzipiell keine Schwierigkeiten. Es besteht aber die Möglichkeit, dass die Polarität der einzelnen Magnete beim Einbau verwechselt wird, so dass als resultierende Magnetisierung nicht eine klar defi- nierte Nord- und Südpolmagnetisierung, sondern u.<B>U.</B> eine gegen Null gehende Magnetisierung er reicht wird.
Diese Gefahr lässt sich gemäss einer Wei terbildung der Erfindung in einfacher Weise dadurch vermeiden, dass der Ferromagnet ringförmig und radialmagnetisiert ausgebildet ist. Es wird also in diesem Falle nur ein einziger Ferromagnet in den feststehenden Erregerteil der elektrischen Maschine eingebaut, der ausserdem klar definiert auf der einen Seite des Ringes seine Nordpolarität und auf der anderen dazu radial versetzten Seite seine Südpolari tät hat. Ein Verwechseln der Polaritäten in der Werk statt ist dadurch nicht mehr möglich.
Selbstverständlich müssen die Ferromagnete vom übrigen Eisen des Erregerteils zur Vermeidung eines magnetischen Kurzschlusses magnetisch isoliert sein.