Elektrische Lichtbogen-Schweisseinrichtung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Lichtbogen-Schweisseinrichtung mit mechanisch verstellbaren Regelorganen zur Einstel lung des Schweissstromes auf einen gewünschten Wert.
Das Ziel der Erfindung ist darin zu erblicken, dem die Einrichtung benützenden Schweisser die Möglichkeit zu verschaffen, von seinem Arbeitsplatz aus den Schweiss-Strom nach Bedarf zu regulieren, ohne dass er deswegen ein besonderes Fernsteuerge rät an den Arbeitsplatz mitnehmen muss, oder die Arbeit unterbrechen muss, um die Regulierung vor zunehmen. Auch wenn der Schweissapparat nicht in Reichweite aufgestellt ist, soll der Schweisser ohne Mithilfe einer zweiten Person von seinem Arbeits platz aus den Schweiss-Strom nach Bedarf auf den benötigten Wert einstellen können.
Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass am Hand griff des Elektrodenhalters von Hand betätigbare Schaltorgane zur elektrischen Steuerung eines am Schweissapparat angebauten Verstellmotors für die Regelorgane angeordnet sind.
Es ist also vorgesehen, dien mechanisch verstellba ren Regelorgane am Schweiss-Strom-Erzeugungsag- gregat statt wie bisher von Hand, durch einen fernge steuerten Stellmotor zu betätigen, wobei die Schaltor gane zur Steuerung des Motors, im einfachsten Fall z. B. Ein- und Ausschaltkontakte je für die eine oder andere Motordrehrichtung, am Handgriff des Elek trodenhalters angeordnet sind.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Schweisseinrichtung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Schaltschema der ganzen Einrichtung, Fig. 2 eine Ansicht des Elektrodenhalters, Der niedergespannte Schweiss-Strom zum Schweissen wird der im Elektrodenhalter Z einge setzten Elektrode über die Speiseleitung A von der Klemme A der Sekundärwicklung des. Schweisstrans- formators Tr aus zugeführt, dessen Primärwicklung an das Netz N. angeschlossen ist. Das zu schweissende Werkstück W ist über die Leitung LB in üblicher Weise an: die Klemme B der Sekundär wicklung des Transformators Tr angeschlossen.
Das Schweisskabel KS enthält nun aber ausser der Speiseleitung A zusätzlich isoliert eingebettete Steuerleitungen 1, 2, die zu handbetätigbaren Kon taktstellen T1, T2 am Elektrodenhalter Z geführt sind.
Ein am Schweissapparat montierter Verstellmo tor M ist über einen Riementrieb, oder ein Zahnge triebe oder eine Leitspindel mechanisch mit einem auch von Hand verstellbaren Regelorgan HR zur Regulierung des Schweiss-Stromes bzw. der Span nung an der Sekundärwicklung des Schweisstransfor- mators Tr gekuppelt, wobei vorzugsweise der Magnetflussweg des Schweisstransformators verstellt wird.
Der Motor M besitzt zwei Feldwicklungen xz und yz für Vorwärtslauf und Rückwärtslauf. Die Klemme x der Feldwicklung xz ist über den Kontakt ES11 an den Kontakt T1 des Elektrodenhalters Z geführt, welcher mit der Sekundärwicklung des Schweiss- transformators Tr in Verbindung steht. Die Klemme y der Feldwicklung des Verstellmotors M ist über den Kontakt ES21 an den Kontakt T2 des Elektrodenhal- ters Z geführt.
Die gemeinsame Klemme z der<B>Feld-</B> wicklungen xz und yz ist über ein Relais AR, einen veränderbaren Widerstand RW und einen Schalter U an das mit dem Werkstück W in Verbindung ste hende Ende der Sekundärwicklung des Schweiss transformators Tr geführt. Das Relais SR wird un mittelbar von der Sekundärspannung des Schweiss- transformators gespeist.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Wird der Kontakt T1 der Elektrodenzange Z ge schlossen, so besteht eine Verbindung von der Klemme A des Schweisstransformators über die Schweiss-Stromleitung zu der Elektrodenzange, von hier über den Kontakt T1, den Kontakt ES11, die Feldwicklung xz des Verstellmotors M, das Relais AR, den Widerstand R W und den Schalter U zu der Klemme B des Schweisstransformators Tr. Bei nicht- fliessendem Schweiss-Strom, d. h. im Leerlauf des Schweisstransformators, ist die Spannung an den Klemmen <I>A</I> und<I>B</I> so hoch, dass das Relais SR an spricht und die Kontakte 03 und 04 geöffnet werden.
Der Widerstand R W ist somit zumindest teilweise in den Stromkreis über den Verstellmotor M einge schaltet.
Durch den über die Feldwicklung xz fliessenden Strom wird das Relais AR erregt und der Kontakt ar geschlossen, so dass ein Stromkreis von der Klemme A des Schweisstransformators Tr über den Kontakt ar, den Läufer des Verstellmotors M, einen Teil des Widerstandes R W und den Schalter U zu der Klemme B hergestellt wird. Der Verstellmotor M beginnt damit mit einer bestimmten Drehrichtung zu laufen, wodurch der magnetische Flussweg des Schweisstransformators Tr, beispielsweise durch Verstellung eines magnetischen Nebenanschlusses, geändert wird. Durch diese Verstellung wird z. B. der Schweissstrom verringert.
Soll der Schweiss-Strom erhöht werden, so wird der Kontakt T2 an der Elektrodenzange betätigt, wodurch ein Stromfluss in folgendem Kreis bewirkt wird: Klemme<I>A,</I> Schweissleitung, Kontakt<I>T2,</I> Steu erleitung 2, Kontakt ES21, Feldwicklung yz, Relais AR, Widerstand RW, Schalter U Klemme B. Der Verstellmotor M wird nach Schliessung des Kontak tes ar in entgegengesetztem Sinne angetrieben, wodurch der Schweisstransformator Tr in solchem Sinne verstellt wird, dass sich der Schweiss-Strom erhöht. Um den Verstellweg zu begrenzen, sind die beiden Endkontakte ES11 und ES21 vorgesehen, welche durch das den Schweiss-Strom anzeigende Gerät betätigt werden.
Bei Öffnung eines der End- kontakte ES11 und<I>ES21</I> wind gleichzeitig einer der Kontakte 12 und 22 betätigt, wodurch entweder die rote Anzeigelampe SL1 oder die grüne Anzeigelampe SL2 aufleuchtet. Weiterhin sind verstellbare Kon takte K334 und K331 vorgesehen, durch welche die Anzeigelampe KL zum Aufleuchten gebracht wird, wenn das Anzeigegerät einen Schweiss-Strom anzeigt, der sich innerhalb des eingestellten Bereiches befin det. Weiterhin. ist eine Anzeigelampe SL3 vorgesehen, welche aufleuchtet, wenn der Kontakt ar geschlossen ist, der Verstellmotor M also in Tätigkeit ist.
Wird mit der Elektrode E das Werkstück W be rührt oder besteht ein Lichtbogen zwischen der Elek trode E und dem Werkstück W, so sinkt die Span nung zwischen den Klemmen.<I>A</I> und<I>B</I> des Schweiss- transformators Tr so weit ab, dass die Erregung des Relais SR nicht mehr ausreicht, um den Anker zu halten. Der Anker fällt ab und verbindet die beiden Kontakte 03 und 04, wodurch ein Teil des Wider standes R W kurz geschlossen wird. Der Widerstand des den Verstellmotor enthaltenden Stromkreises ist somit verringert. Da aber die Spannung an den Klemmen<I>A</I> und<I>B</I> bei Belastung stark absinkt, wird der Verstellmotor M mit einer entsprechend niedri geren Spannung betrieben.
Der Widerstand R W ist als Potentiometer ausgeführt, so dass sein Wider standswert nach Belieben geändert werden kann. Der Widerstand wird vorzugsweise so eingestellt, dass sich im Leerlauf eine erheblich grössere Verstellge schwindigkeit ergibt als bei Belastung, also während des Schweissens.