CH409210A - Verbrennungsanlage für Abfallprodukte - Google Patents

Verbrennungsanlage für Abfallprodukte

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CH409210A
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CH
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waste products
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sludge
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solid waste
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CH740864A
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Keller Otto
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Keller Otto
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/008Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor adapted for burning two or more kinds, e.g. liquid and solid, of waste being fed through separate inlets
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description


  Verbrennungsanlage für Abfallprodukte    Gegenstand des Patentes ist eine Verbrennungs  anlage für flüssige,     schlammförmige    und feste Abfall  produkte, wobei am Verbrennungsofen ein     mit    Nor  malbrennstoff (z. B. mit     Heizöl    oder Gas) gespeister       Hilfsbrenner    und ein mit flüssigen Abfallprodukten  gespeister Hauptbrenner vorgesehen ist. Es wurde  schon vorgeschlagen, eine solche Anlage     mit    einem  stationären Ofen auszurüsten.

   Dabei hat sich gezeigt,  dass zufolge des die Verbrennung aufrechterhalten  den Hilfsbrenners die flüssigen Abfallprodukte sich  einwandfrei in einem solchen Ofen verbrennen las  sen, dass aber bei zusätzlicher Zufuhr von     schlamm-          förmigen    oder festen Abfallprodukten die Verbren  nung dieser Produkte nicht mehr dauernd gewährlei  stet ist.

   Um auch in diesem Fall eine einwandfreie  Verbrennung zu erzielen, besitzt die Anlage gemäss  der Erfindung einen liegenden Trommelofen, der  zwei stationäre Stirnwände und einen mit Antriebs  mitteln versehenen drehbaren     Trommelmantel    be  sitzt, wobei durch die eine stationäre Stirnwand     aus-          ser    dem Hauptbrenner und dem Hilfsbrenner noch je  eine separate Zuführung für schlammförmige und  feste Abfallprodukte in den Trommelofen münden,  während an die andere Stirnwand ein Aschenauslauf  und ein Rauchabzug angeschlossen sind.  



  Durch die Rotation des Trommelmantels, welche  die Verbrennung der flüssigen Abfallprodukte in kei  ner Weise beeinträchtigt, werden die Schlamm- und       Feststoffabfälle        dauernd    in Bewegung gehalten, so  dass sich keine das     Weiterverbrennen    behindernden  Schlackendecken bilden können; auch wird dadurch  eine kontinuierliche     Durchmischung    der     brennbaren     und nicht brennbaren     Anteile    dieser Abfälle erreicht.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel einer erfindungsgemässen Anlage sche  matisch dargestellt.    In der Zeichnung ist mit 10 der liegend angeord  nete Trommelofen bezeichnet. Dieser besitzt zwei  stationäre Stirnwände 1 und 2 und einen drehbaren  Trommelmantel 3. Der Ofen ist mit feuerfesten     Seg-          mentsteinen    ausgekleidet. Der     Trommelmantel    3 ist  auf vier Laufrollen 4 aus Gusseisen gelagert, von  welchen wenigstens eine über einen Kettenantrieb 5  mit einem Antriebsmotor 6 in Verbindung steht.  



  Durch die stationäre Stirnwand 1 mündet ein     öl-          oder    gasgespeister Hilfsbrenner 11 mit einem     Bren-          nerventilator    12 und ein     Hauptbrenner    13 mit einer  Düse 14 für die flüssigen, brennbaren Abfallprodukte  in den Ofen. Zusätzlich ist ein     Sekundärluftventilator     16 an den Ofen angebaut, wobei je nach der zu ver  brennenden Flüssigkeit der Brenner 13 in den Luft  strom dieses     Sekundärluftventilators    eingebaut sein  kann.

   Für gewisse Fälle     kann    auch der Ventilator 12  so bemessen sein, dass er beide Funktionen überneh  men kann, d. h. also Luft für die Dauerflamme des       Ölbrenners    11 und gleichzeitig auch Sekundärluft für  den Hauptbrenner 13 liefern kann. Der Ölbrenner 11  ist über eine Leitung 17 mit einem nicht dargestellten  Heizöltank verbunden. Die Düse 14 des Hauptbren  ners 13 ist     einerseits    über eine     Pressluftleitung    18     reit     einem Kompressor 19 und andererseits über eine  Leitung 20 mit einem Lagertank 21 verbunden. So  wohl die     Pressluftleitung    18 als auch die Leitung 20  weisen je einen     Absperrhahnen    22 bzw. 23 auf.

   Der  Lagertank 21 für die zu verbrennenden flüssigen Ab  fallprodukte ist durch     eine    mit     einem    Absperrhahn  24 versehene Leitung 25 mit der     Pressluftleitung    18  verbunden. Der Lagertank 21 ist von einem Gehäuse  26 umgeben, das über eine Leitung 27 mit dem aus  der Stirnwand 2 herausgeführten Rauchabzug 15 des  Verbrennungsofens 10 in Verbindung steht und     eine          Vorwärmung    der zu verbrennenden     Abfallprodukte              ermöglicht.    An den     Lagertank    21 ist ferner ein  Magnetventil 29     angeschlossen,    welches es ermög  licht,

   die     Druckluft    aus dem Tank 21 entweichen     zu     lassen. Dem Verbrennungsofen 10 kann     ein        Abhitze-          kessel    oder     Wärmeaustauscher    für Wärmerückgewin  nung, z. B. zur Erzeugung von Heisswasser nachge  schaltet sein. Aus der Stirnwand 2     wird    im übrigen     in     nicht gezeichneter Weise die anfallende Asche aus  dem Ofen     abgeführt.     



  Die Förderung der zu verbrennenden flüssigen       Abfallprodukte    aus dem Lagertank 21 in die Ver  brennungsdüse 14 des Hauptbrenners 13     erfolgt    in  der     Weise,        dass    Pressluft diese flüssigen Abfallpro  dukte aus dem Lagertank verdrängt.

   Zur     Vermeidung     von Explosionen ist die     Druckluftsteuerung    so vorge  sehen, dass, wenn die     Dauerflamme    des Hilfsbren  ners 11 aus irgendeinem Grunde verlöscht, augen  blicklich das Magnetventil 29 geöffnet wird und da  durch der     überdruck    im Lagertank 21 entweicht und  der Nachschub der zu verbrennenden flüssigen Ab  fallprodukte zum Hauptbrenner augenblicklich auf  hört.

   Gleichzeitig     wird    der Kompressor 19 ausser Be  trieb gesetzt.     Im    gleichen Moment wird ein am  Hauptbrenner 13 vorgesehenes     Magnetventil    56 ge  öffnet, so dass die aus dem sich     an    den steigenden  Teil 20a der Leitung 20     anschliessenden    Leitungsteil  20b dem Brenner 13 in der noch     zufliessende    Flüs  sigkeit in eine Auffangwanne 57 auslaufen kann. Da  durch wird vermieden, dass auch nur ein geringes  Nachtropfen dieser Flüssigkeit aus der Düse 14 in  den Verbrennungsofen erfolgt.  



  Eine weitere Sicherung gegen Explosionen im  Ofen 10 wird durch eine solche Schaltsteuerung er  reicht, dass beim Einschalten oder beim     Wiederein-          schalten    der Anlage nach einer Störung zuerst nur die  beiden Ventilatoren 12 und 15 anlaufen, womit eine       Durchspülung    des Verbrennungsraumes des Ver  brennungsofens 10 mit Luft erreicht     wird.    Sollten  sich im Ofen noch brennbare Dämpfe befinden, so  würden diese durch die eingeblasene Luft durch den  Kamin 15 abgeführt. Erst wenn eine genügende       Durchspülung    des Verbrennungsraumes des Ofens 10  erreicht ist, wird die Flamme des     Hilfsbrenners    11       angezündet    werden.

   Die Zündung der Flamme des  Hauptbrenners 14 erfolgt erst, wenn die Dauer  flamme des Hilfsbrenners 11 zuverlässig brennt.  



  Werden Abfallflüssigkeiten verbrannt, welche  sich aus sehr unterschiedlichen Komponenten zusam  mensetzen oder wenn Verunreinigungen darin ent  halten sind, welche sich     gerne    am Boden des Lager  tanks absetzen, so     wird    mit     Vorteil    ein Rührwerk wie  bei 45 gezeigt, in den Tank eingebaut, welches Rühr  werk ein gutes Mischen der Flüssigkeitskomponenten  bewirkt und ein Absetzen verhindert. Das Rührwerk  durchmischt die einzelnen Komponenten so, dass in  der Düse 14 ein immer gleichbleibendes Gemisch       ankommt.     



  Wie erwähnt können durch den Hauptbrenner 13  flüssige Abfallprodukte wie Altöl,     Öl-Wassergemi-          sche,        Bohröl-Emulsionen,    Lösungsmittel und andere    brennbare Abfallflüssigkeiten dem Ofen 10 zugeführt  werden. Um auch     schlammartige    Abfälle, wie       Ölsandschlamm,    dickflüssige Ölschlämme,     Neutrali-          sationsschlämme,    Filterrückstände aus filtrierten  flüssigen Abfallprodukten,     Industrieschlämme    und  Lösungsmittel bzw. Farbschlämme, dem Ofen 10 zu  führen zu können, mündet durch die Stirnwand 1 der  Führungszylinder 7a einer Förderschnecke 7 in den  Trommelofen 10.

   Mittels dieser durch einen Motor  7b     antreibbaren        Förderschnecke    7     kann    der Ab  fallschlamm aus einem     Einfülltrichter    7c in den Ofen  10 gefördert werden. Der     Förderschneckenantrieb     wird analog dem Hauptbrenner so     gesteuert,    dass nur  bei brennender     Hilfsflamme    des     Hilfsbrenners    11       Schlamm    in den Ofen 10 gefördert wird. Ist der  Schlamm zu     dünnflüssig,    so kann     ihn    ein brennbarer  Zusatzstoff z. B. Sägemehl beigemischt werden.  



  Um auch Feststoffe, wie     ölunfallerden,    Rechen  gut, Filterkuchen oder andere Industrieabfälle     im     Ofen 10 verbrennen zu können, mündet durch die  stationäre Stirnwand 1 ein mit einem     Einfülltrichter     8a versehener     Zuführkanal    8 in den Ofen 10. Dieser  Kanal     ist    mit     einer,    z. B. hydraulisch     antreibbaren          Einfüllschublade    8b versehen, mittels welcher ein  dosierter Nachschub der festen Abfallprodukte in den  Ofen ermöglicht ist.

   Die Anordnung ist auch hier so  getroffen, dass die     Feststoffzufuhr    zum Ofen nur  möglich ist, wenn die Hilfsflamme des Hilfsbrenners  11 brennt.  



  In der beschriebenen Anlage lassen sich somit  alle anfallenden brennbaren Abfallprodukte verbren  nen, wobei der     Hilfsbrenner    11 auch bei zeitweiser  Zufuhr grösserer Mengenanteile nichtbrennbarer  Stoffe die Aufrechterhaltung der Verbrennung im  Ofen gewährleistet, während durch die Rotation der  Ofentrommel (zweckmässig 2 bis 4     T/Min)    ein ein  wandfreier     Ausbrand    auch schwerbrennbarer oder  stark schlackender Abfälle sichergestellt ist. Die vor  gesehene     Dosiermöglichkeit    der     Abfallzufuhr    ermög  licht es, eine weitgehend rauchfreie Verbrennung  aufrechtzuerhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verbrennungsanlage für flüssige, schlammför- mige und feste Abfallprodukte, wobei am Verbren nungsofen ein mit Normalbrennstoff gespeister Hilfs brenner und ein mit flüssigen Abfallprodukten ge speister Hauptbrenner vorgesehen ist, gekennzeichnet durch einen liegenden Trommelofen, der zwei statio näre Stirnwände und einen mit Antriebsmitteln ver- sehenen drehbaren Trommelmantel besitzt, wobei durch die eine stationäre Stirnwand, ausser dem Hauptbrenner und dem Hilfsbrenner noch je eine separate Zuführung für schlammförmige und feste Abfallprodukte in den Trommelofen münden,
    wäh rend an die andere Stirnwand ein Aschenauslauf und ein Rauchabzug angeschlossen sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Verbrennungsanlage nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Zuführung für schlammartige Abfallprodukte eine Förderschnecke (7) aufweisen, die in einem mit einem Einfülltrichter (7c) versehenen Führungszylinder (7a) arbeitet und motorisch antreibbar ist. 2. Verbrennungsanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriesbmotor (7b) der Förderschnecke (7) in Abhängigkeit vom Arbei ten des Hilfsbrenners (11) gesteuert ist. 3.
    Verbrennungsanlage nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Zuführung für feste Abfallprodukte einen Zuführkanal (8) mit Einfüll- trichter (8a) aufweist, wobei eine antreibbare Einfüll- schublade zur dosierten Zufuhr von Feststoffabfällen zum Ofen vorgesehen ist, deren Antrieb in Abhän gigkeit vom Arbeiten des Hilfsbrenners (11) gesteuert ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0997686A1 (de) * 1998-10-30 2000-05-03 Jean-Marie Pariel Vorrichtung zur thermischen Oxidation von flüssigen, festen oder gasförmigen Schlachthausrückständen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0997686A1 (de) * 1998-10-30 2000-05-03 Jean-Marie Pariel Vorrichtung zur thermischen Oxidation von flüssigen, festen oder gasförmigen Schlachthausrückständen
FR2785366A1 (fr) * 1998-10-30 2000-05-05 Jean Marie Pariel Dispositif pour le traitement par oxydation thermique de residus solides, liquides ou gazeux produits par les abattoirs et les unites d'equarrissage

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