Küchenmöbel Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Küchenmöbel. Es ist üblich, insbesondere bei soge nannten Küchenkombinationen die einzelnen Wände des Möbels auf einem Fussrahmen abzustützen und zu einem kastenförmigen Gebilde fest miteinander zu verbinden. Die Mass- und Richtungsgenauigkeit der Möbelwände ist dabei aus verständlichen Gründen stets besser als jene der Küchenwand, gegen welche das Möbel zu stehen kommt, da es praktisch keine absolut vertikal und völlig eben gemauerte Küchenwände gibt. Zwischen den gegen die Wand stossenden Seiten der vorgefertigten Möbelwände und der Küchenwand ist somit stets ein über Höhe und Breite der anstossenden Möbelwandfläche variierender Spalt vorhanden.
Dies ist nicht nur aus ästhetischen Gründen unbefriedigend sondern erschwert in den meisten Fällen auch das Befestigen der betreffenden Möbelwand an der Kü chenwand. Dieser Nachteil kann durch die vorliegende Erfindung vermieden werden. Zu diesem Zweck ist das erfindungsgemässe Küchenmöbel dadurch gekenn zeichnet, dass die gegen eine Küchenwand stossende Möbelwandfläche einen senkrecht zu dieser Wandflä che verlaufenden Vertikalschlitz aufweist, in welchen eine zum Anliegen gegen die Küchenwand bestimmte Fugenleiste eingreift.
Kommt eine Seitenwand des Möbels parallel zu einer Küchenwand zu stehen, so ist der Vertikalschlitz zweckmässig im Bereich der einen, vorderen Sichtkante der Möbelwand angeordnet; stösst dagegen die Möbelwand mit einer Stirnfläche senkrecht gegen eine Küchenwand, so kann der Schlitz in der Mitte der Stossfläche angeordnet sein. In jedem Fall braucht die sichtbare, der Küchenwand zugekehrte Möbelwandkante nicht mehr exakt gegen die Küchen wand anzuliegen, da die Fugenleiste eine auch ästhe tisch ansprechende Schattenfuge schafft; das Küchen möbel kann absolut vertikal gestellt werden, auch wenn die Küchenwand nicht genau vertikal bezw. eben ist, da die Fugenleiste den variierenden Spalt überbrückt.
In der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungs beispiele des erfindungsgemässen Möbels mit Wand- anschluss dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 im Horizontalschnitt schematisch eine Mö belwand, die sowohl mit einer Flachseite als auch stirn seitig gegen je eine Küchenwand stösst, Fig. 2 im Horizontalschnitt eine stirnseitig gegen eine Küchenwand stossende Möbelwand, Fig. 3 im Horizontalschnitt eine flachseitig gegen eine Küchenwand stossende Möbelwand, Fig. 4 im Horizontalschnitt eine stirnseitig gegen eine Küchenwand stossende Seitenwand und eine Mit telwand eines Küchenmöbels,
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch die Seitenwand nach der Linie V-V in Fig. 4, und Fig. 6 im Horizontalschnitt ein weiteres Beispiel der stirnseitig gegen eine Küchenwand stossenden Sei ten- bezw. Mittelwand eines Küchenmöbels. In der schematisch gehaltenen Fig. 1 ist 1 eine Seitenwand eines Küchenmöbels, die sowohl mit der einen Flachseite 2 als auch mit der einen Stirnseite 3 je gegen eine Küchenwand 4 bezw. 5 stösst. In der Nähe der frontseitigen Stirnfläche der Wand 1 ist in der der Küchenwand 4 zugekehrten Flachseite 2 der Wand 1 ein vertikal durchgehender Schlitz 6 vorge sehen.
In diesen Schlitz 6 greift eine Fugenleiste 7 ein, die gegen die Küchenwand 4 anliegt und dabei den zwischen Möbelwand 1 und Küchenwand 4 vorhan denen Spalt nach vorn abschliesst. Dadurch ist zwi schen Küchenwand und Möbelwand eine ästhetisch an sprechende Schattenfuge geschaffen, die einen saube ren Wandanschluss des Möbels ergibt und die es ge stattet, die meist genau masshaltige Möbelwand exakt vertikal zu montieren, auch wenn die Küchenwand weder genau eben noch genau vertikal verläuft. Un- gleichheiten der Spaltbreite machen sich bei dieser Anschlussart praktisch nicht mehr bemerkbar.
Analoges gilt für den stirnseitigen Anschluss der Möbelwand 1 an die Küchenwand 5. Auch hier ist in der Stosswand 3 ein vertikal durchgehender Schlitz 6 vorgesehen, in welchen eine gegen die Küchenwand 5 stossende Fugenleiste 7 eingreift. Auch hier ist durch die Fugenleiste 7 eine den eventuell ungleichen Verlauf von Möbelwand und Küchenwand ausgleichende Schattenfuge geschaffen.
In der Praxis ist es möglich, die Fugenleiste gleich zeitig zur Befestigung der betreffenden Möbelwand und somit des ganzen Möbels an der Küchenwand zu verwenden. Ein solches Beispiel ist teilweise schema tisch in Fig. 2 dargestellt. Die im Horizontalschnitt gezeigte Möbelwand 1, die mit ihrer einen Stirnfläche 3 gegen die Küchenwand 5 gerichtet ist, besitzt einen vertikal durchgehenden Schlitz 6. In diesen Schtlitz 6 greift ein als Fugenleiste wirkender nach vorn abge winkelter Flansch 8 eines an der Küchenwand 5 be festigten Bleches 9. Die Tiefe des Schlitzes 6 ist minde stens gleich der horizontalen Breite des Flanches B. Der Flansch 8 ist durch nicht gezeichnete Mittel, z. B.
durch von der Möbelinnenseite her quer durch die Möbelwand 1 geführte Schrauben fest mit der Möbel wand 1 verbunden. Demzufolge ist die Möbelwand 1 durch das abgewinkelte Blech 8, 9 an der Küchenwand 5 befestigt. Das Blech 9 kann gleichzeitig als Rück wand des Möbels dienen. Auch hier ist durch den Flansch 8 eine den Spalt zwischen Möbelwand und Küchenwand überbrückende Leiste vorgesehen, welche eine nach aussen einwandfrei abgeschlossene, ästhetisch ansprechende Schattenfuge schafft.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform besitzt das Küchenmöbel aus parallelen Blechen gebildete, kastenförmige Wände 10; bei 11 ist die an der Front seite des Möbels vorgesehene Türe angedeutet. Das innere Wandblech 10a ist unter Bildung der vorderen Stirnseite der Wand zweimal je um 90 nach aussen abgewinkelt, wobei der der Küchenwand 4 zugekehrte Randteil dieses Bleches in geringem Abstand von der vorderen Stirnseite noch einmal um 90 also parallel zur genannten Stirnseite abgewinkelt ist.
Das äussere, der Küchenwand 4 zugekehrte Wandblech 10b ist zweimal nach innen um 90 so abgewinkelt, dass zwischen den zueinander parallelen aus der Wandaus senfläche nach innen abgewinkelten Blechteilen lla und 11b der beiden Wandbleche 10a bezw. 10b ein vertikal durchgehender, gegen die Küchenwand 4 hin offener Schlitz 12 gebildet ist. In diesen Schlitz 12 greift ein als Fugenleiste wirkender, gegen die Möbel wand hin abgewinkelter Flansch 13 eines an der Kü chenwand 4 befestigten Bleches 14. Dieser Flansch 13 der den zwischen Möbelwand 10 und Küchenwand 4 belassenen Spalt überbrückt, schafft so eine abgeschlos sene, von der Frontseite des Möbels her auch ästhe tisch ansprechende Schattenfuge, wo die Seitenwand 10 des Möbels z.
B. festigkeitsmässig oder aus anderen Gründen auf das Aussenblech 10b verzichten kann, kann dieses weggelassen sein. Beim Beispiel nach Fig. 4 sind links eine Aussen wand 15 und rechts eine Mittelwand 16 eines Küchen möbels gezeigt. Die ein Möbelabteil seitlich begrenzen den Wände 15 und 16 sind mit ihrer hinteren Stirnseite gegen die Küchenwand 5 gerichtet. Die beiden kasten- förmigen Möbelwände 15 und 16 sind je aus zwei zueinander parallelen Blechen 15a, 15b bzw. 16a, 16b gebildet, die durch im Querschnitt U-förmige Steg bleche 17 bezw. 18 miteinander verbunden sind.
Unter Bildung der der Küchenwand 5 zugekehrten Stirnflä che der Möbelwand 15 bezw. 16 sind die beiden Ble che 15a, 15b bezw. 16a, 16b je zweimal um 90 ein wärts gewinkelt, wobei die zu den Wandseiten paral lelen Randteile der Bleche einen vertikal durchlaufen den Schlitz 19 begrenzen. In diesen Schlitz 19 greift ein nach vorn abgewinkelter Flansch 20 eines an der Kü chenwand 5 befestigten Bleches 21, das gleichzeitig die Rückwand des zwischen den benachbarten Wänden 15, 16 liegenden Möbelabteils bildet. Wie rechts in Fig. 4 ersichtlich, greift in den Schlitz 19 der Zwi schenwand 16 ein weiterer Flansch 20 eines Bleches 21, das die Rückwand des anschliessenden Möbelab teils bildet.
Die Wände 15, 16 sind an den Flanschen 20 der Bleche 21 und somit an der Küchenwand befe stigt. Zu diesem Zweck sind auf die Stegbleche 17, 18 je ein oder mehrere Blechführungen 22 aufgesetzt. Jede Blechführung 22 besitzt einen im Querschnitt U-för- migen Halter 23, der mittels seitlicher Lappen 24 am Stegblech 17 bezw. 18 befestigt ist. Die beiden Schen kel des Halters 23 besitzen je einen mit dem Schlitz 19 der Wand 15 bezw. 16 in Flucht befindlichen Schlitz 25. Durch diese Schlitze 25 ragt der zugeordnete Flansch 20.
Eine durch eine öffnung im Innenblech 15a bezw. 16b zugängliche Stellschraube 26 (nicht voll angezogen gezeichnet) ist in eine Gewindeöffnung des Haltersteges eingeschraubt und klemmt im angezoge nen Zustand den bezw. die in die Schlitze 25 hineinra genden Flanschen 20 am Halter 25 und somit an der Wand 15 bezw. 16 fest. Auch hier gilt wie leicht er sichtlich, dass der Flansch 20 den je nach der Mass- genauigkeit der Küchenwand 5 variierenden Spalt zwischen Möbelwand und Küchenwand überbrückt und schafft dabei eine saubere Schattenfuge.
Eine dem Beispiel nach Fig. 4 analoge Ausfüh rungsform ist in Fig. 6 dargestellt. Hier sind die beiden die Möbelwand 15 bezw. 16 bildenden Bleche 15a, 15b bezw. 16a, 16b an der der Küchenwand 5 zugekehrten Stirnseite um 180 nach innen gebogen, sodass an dieser Stirnseite ein gegen die Küchenwand offener Schlitz 27 gebildet ist, dessen Breite der Innenbreite der kastenförmigen Wand entspricht. In diesen Schlitz 27 ragen die Flanschen 20 der an der Küchenwand 5 befestigten Bleche 21 und zwar liegt dieser Flansch 20 jeweils an der Innenseite des Innenbleches 15a bezw. 16b der beiden, das Möbelabteil begrenzenden Wände an.
Ausserdem sind diese Flanschen an den betreffenden Wandblechen befestigt (z. B. verschraubt, vernietet oder verschweisst).
Aus dem Vorangehenden ist ersichtlich, dass in allen beschriebenen Fällen ein sauberer Wandanschluss des Möbels unter Bildung einer Schattenfuge gewähr leistet ist; das Möbel kann unabhängig von der Mass- haltigkeit der Küchenwand genau vertikal montiert werden. Damit sich die Fugenleiste auch bei stellen weise extrem engem Spalt zwischen Möbelwand und Küchenwand ohne Nachbearbeitung anordnen lässt, muss die Tiefe des Schlitzes in der gegen die Küchen wand stossenden Möbelwand mindestens gleich der Breite der von der Küchenwand wegragenden Fugen leiste sein.
Im Vorangehenden sind Fugenleisten beschrieben, die aus Metallblech bestehen. Es ist aber auch möglich, Fugenleisten aus Kunststoff vorzusehen. Ebenso ist es möglich, die Fugenleisten nicht wie beschrieben an der Küchenwand zu befestigen sondern zur Möbelbe festigung an der Küchenwand separate Elemente zu verwenden. So ist es z. B. auch möglich, Fugenleisten aus gummielastischem Material zu verwenden, die fest in den Möbelwandschlitz eingesetzt sind und mit ihrem aus diesem Schlitz vorstehenden Teil unter überbrük- kung des Spaltes zwischen Möbelwand und Küchen wand in Anpassung an die Unebenheiten der letzteren gegen die Küchenwand drücken. Auch in diesem Fall ist zwischen Küchenwand und Möbel eine saubere Schattenfuge geschaffen.
Es versteht sich, dass eine solche Fugenleiste beliebiges Profil aufweisen kann.