Verfahren zur Herstellung von Papier und Maschine zur Durchführung dieses Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung von Papier und eine Maschine zur Durchfüh rung dieses Verfahrens.
Obschon eine grosse Zahl von Konstruktionen und Versuchen bekannt geworden sind, die durch Veränderungen sowohl der Fourdriniermaschinen wie auch der Zylindermaschinen, einen Betrieb mit höheren Geschwindigkeiten gestatten sollte, ist bis jetzt noch keine Konstruktion bekannt, die in einfa cher Weise die grosse Zahl wünschenswerter Merk male in einer mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden Maschine vereinigt.
In den Fourdriniermaschinen wird ein gewisses Volumen der Fasersuspension durch einen Schlitz auf einem im wesentlichen horizontal verlaufenden Drahtsieb abgelagert. Es ist wünschenswert, dass diese Suspension in Querrichtung des Drahtsiebes überall genau die gleiche Faserkonstruktion aufweist. Dieses Kriterium wird selten erfüllt, so dass grosse Unregelmässigkeiten in den erzeugten Papierbahnen resultieren.
Die herkömmlichen Zylindermaschinen ihrerseits umfassen eine gelochte Trommel, die um eine hori zontale Achse drehbar in einer Wanne gelagert ist, wobei ein grösserer Teil des Umfanges der Trommel im Rohstoff untergetaucht ist. Die festen Teile lagern sich auf der Trommeloberfläche ab, und überschüs sige Flüssigkeit von der abgelagerten Schicht wird durch eine Saugvorrichtung in die Trommel hinein gesaugt. Normalerweise treten Schwierigkeiten auf, um die Bahn gleichförmig zu halten, da ein Teil der ursprünglichen Formation beim Durchgang durch die Wanne verloren geht.
Infolge der Weichheit der ge bildeten Bahn, ferner auch infolge des hohen Wasser gehaltes derselben, reisst sie gerne ein, so dass ein Betrieb mit höherer Geschwindigkeit solcher Maschi nen stets zu unerfreulichen Betriebsunterbrüchen führen kann.
Um einen befriedigenden Betrieb der Maschine :au erzielen, ist es erwünscht, den Rohstoff der bahn erzeugenden Zone mit einem Druck zuzuführen, der die Ablieferung des Rohstoffes mit einer Geschwin- digkeit ermöglicht, die angenähert derjenigen der Er zeugungsfläche an dieser Stelle entspricht. Diese bei den Kriterien konnten bisher nur bei kleinen Be triebsgeschwindigkeiten erfüllt werden, so dass grös sere Betriebsgeschwindigkeiten nur durch Eingehen von Kompromissen möglich wurden.
Um eine genügende Schwerkraftwirkung zu er halten und um eine kontinuierliche Zufuhr von Pulpe mit richtigem Druck und richtiger Geschwindigkeit zu erzielen, sind Speicherkammern konstruiert worden, die sehr raumsperrend waren. Die Höhe dieser Kam mern wurde zum Problem, wenn die Maschine über weite Geschwindigkeitsbereiche' arbeiten musste. Eine grosse Rohstoffvorratshöhe hat weiter den Nachteil, dass stagnierende Zonen in ihr entstehen, in welchen eine Knollenbildung auftreten kann. Bei Be trieb der Maschine mit geringeren Geschwindigkeiten erzeugen diese hohen Speicher Wirbel, die sich auf die Erzeugung der Papierbahn schädlich auswirken.
Als Druckkammern ausgebildete Speicher sind ebenfalls vorgeschlagen worden. Hierbei wird der Rohstoff in eine geschlossene Kammer geführt, die mit einer Druckluftquelle verbunden ist, wobei ein Kissen von Druckluft im oberen Teil der Kammer aufrechterhalten wird, durch welche der Rohstoff spiegel in der Kammer gesenkt und gleichzeitig ein genügender Druck gewährleistet wird, der die ge wünschte Geschwindigkeit am Auslass sichert.
Diese und ähnliche Konstruktionen, deren eine sogar ein Ventil in der Seitenwandung aufwies, um automatisch den Rohstoffspiegel auf einer vorbestimmten Höhe zu halten, haben im Betrieb Nachteile gezeigt, insbe sondere wenn es darum ging, den Rohstoffspiegel auf einem Wert zu halten, der kleiner war als 35 cm. Es traten dann unstabile Bedingungen beim Ausfluss aus dem Auslass auf.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung sind diese Nachteile behoben, und sie gestattet die Aus übung eines höheren Druckes auf die Bahn in der Erzeugungszone, ohne dass dadurch eine Vergrösse- rung des Stockes im Speicher notwendig würde.
Ein Zweck der vorliegenden Erfindung ist auch, den Rohstoff mit dem gewünschten Druck und mit der gewünschten Geschwindigkeit auf die Papierher stellungsfläche zu führen, ohne dass die obengenann ten Nachteile in Kauf genommen werden müssen.
Zweck der Erfindung ist unter anderem auch eine verbesserte Steuerung der Geschwindigkeit des Roh stoffes auf der Papierbildungsfläche. Es ist bekannt, dass zum otpimalen Arbeiten mit den hohen Ge schwindigkeiten, die heute für die Papierherstellungs- maschinen verlangt werden, der Rohstoff mit einer Geschwindigkeit vom Auslass auf die Erzeugungsflä- che fliessen können muss, die jeweils dadurch er reicht wird, dass ein grosser Rohstoffvorrat im Schwemmenbehälter gespeichert ist.
Es ist auch be kannt, dass die Geschwindigkeit des Rohstoffes durch den totalen auf ihn wirkenden Druck bestimmt ist, der durch den auf den Rohstoff wirkenden Druck und die Menge des Rohstoffes bestimmt ist. Durch Veränderungen des auf den Rohstoff wirkenden Druckes können die Strömungsgeschwindigkeiten und entsprechend die Bedingungen für die Bahner zeugung auf der Papierherstellungsfläche geändert werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass Papierherstellungsrohstoff direkt auf ein Drahtsieb geführt wird, welches um den oberen, steigenden Quadranten des Herstellungs teiles einer gelochten Papierherstellungstrommel ge führt wird, dass diese Zufuhr durch einen Regler er folgt, welcher den Druck und die Strömungsge schwindigkeit des Rohstoffes steuert und dass die erzeugte Bahn vom Drahtsieb abgehoben wird, nach dem letzteres die Trommel verlassen hat.
Ein Vorteil besteht darin, dass es möglich ist, die gebildete Papierbahn vom Drahtsieb zu entfernen, weil sie im Augenblick, da sie den Trommelumfang verlässt, genügend stark ist, um dem dort auf sie wir kenden Unterdruck zu widerstehen. Im Grunde ge nommen wird das Drahtsieb von der Saugkammer abgehoben und weggeführt, knapp bevor das ent fernte Ende der Kammer erreicht wird, wodurch etwas Luft in die Kammer und unter die gebildete Papierbahn treten kann.
Im weiteren bezieht sich die Erfindung auf eine Maschine zur Papierherstellung, welche Eigenschaf ten von sowohl der Fourdrinier- als auch der Zylin- dermaschine besitzt, welche Maschine gekennzeichnet ist durch eine drehbare zylindrische Trommel, durch ein um diese herum sowie um eine Umkehrwalze geführtes endloses Drahtsieb, durch Mittel zur Zu fuhr einer wässerigen Suspension von Papierherstel- lungsfasern auf dieses Drahtsieb in gleichmässiger Verteilung über die ganze Länge der Trommel im oberen aufsteigenden Quadranten derselben zwecks Bildung einer Bahn auf diesem Drahtsieb,
durch in der Trommel untergebrachte Saugvorrichtungen zum Entziehen von Wasser aus der Bahn, wenn sie auf der Trommel liegt und durch einen Aufnahmefilz, der so angeordnet ist, dass er die Bahn vom Drahtsieb an einer Stelle abhebt, an welcher das Drahtsieb die Oberfläche der Trommel auf dem Weg zur Umkehr walze bereits verlassen hat. Die Vorteile bestehen darin, dass die Bahn sich auf dem Drahtsieb bilden kann und anschliessend durch eine innerhalb der Trommel angeordnete Saugvorrichtung getrocknet und endlich durch den Aufnahmefilz vom Drahtsieb abgenommen werden kann.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Drahtsieb um die Trommel herum mitgenommen wird, und es dadurch als Unterlage für die gebildete Papierbahn wirkt, so dass diese von der gewölbten Oberfläche der Trommel mittels des Drahtsiebes so gar dann abgenommen werden kann, wenn an der Trennstelle von Drahtsieb und Trommel ein Unter druck unter dem Drahtsieb vorhanden ist, und es ist dann möglich, die gebildete Papierbahn tangential von der Trommel weg zu einem entfernten Trans portpunkt abzunehmen.
Vorteilhaft ist auch, dass das Drahtsieb von der Trommel abgehoben und um eine andere Trommel geführt wird, so dass das bekannte Bestreben von Trommeln ohne ein solches Drahtsieb vermieden wird, welches darin besteht, dass sie in ihrem Innern gefangenes Wasser enthalten, das nicht entweichen kann, weil keine Luft in die Trommel eintreten kann. Ein Vorteil der erfindungsgemässen Maschine besteht auch darin, dass Gut von höherer Dichte und mit grösseren Zuführungsgeschwindigkeiten verar beitet werden kann, als dies mit den üblichen Papier herstellungsmaschinen möglich ist.
Dies ist auf die Verwendung der verbesserten Steuerung und Vertei lung der Papiermasse auf dem Drahtsieb und auf eine verbesserte Herstellungsoberfläche zurückzuführen. Ferner gestattet die erfindungsgemässe Maschine eine einfache, billige Steuerung, um Änderungen in der Waren- und Luftzufuhr zu kompensieren. Sie gestat tet die Aufrechterhaltung eines konstanten Druckes und eines konstanten Spiegels des Gutes in der Kam mer hierfür, und zwar unabhängig von Änderungen in den Bedingungen der Zufuhr.
Der Vorteil, mit vorliegender Erfindung eine gleichmässige Bahn zu erzielen, beruht darauf, dass der Wasserentzug radial von der Bahnbildungsfläche und gleichmässig über die ganze Maschinenbreite erfolgt und ferner darauf, dass normalerweise oben an den Saugmitteln Lufttaschen vorhanden sind, die vorteilhaft verwendet werden können.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die Maschine gemäss vorliegender Erfindung sollen im folgenden mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 in einer Seitenansicht einer Einrichtung die Trommel und den Speicher sowie die diesen zugeord neten Teile.
Fig.2 in einer schematischen Schnittdarstellung von hinten in Fig.1 gesehen, die zwischen dem Schwemmenregler und der um die Trommel laufen den Drahtbahn gebildete Kammer, und Fig. 3 ist eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht einer Variante.
Die in Fig. 1 dargestellte Papierherstellungsma- schine besitzt zwei vertikale, in Abstand voneinander angeordnete Seitenrahmen 2, von denen nur einer dargestellt ist. Diese Seitenrahmen 2 sind mit Sockel platten 4 verschweisst, über welche die Maschine in ihrem Bett verankert ist.
Auf der Innenseite jedes der Seitenrahmen 2 ist ein Endring 8 befestigt, der je ein Ende einer hohlen, speichenlosen, zylindrischen Trommel 10 aufnimmt, die mit horizontaler Achse zwischen den beiden Sei tenrahmen 2 angeordnet ist.
Die Trommel 10 ist um ihre horizontale Achse drehbar, und sie trägt ein Drahtsieb 11, welches um die Trommel herum angetrieben wird. Die Trommel 10 umfasst einen gelochten Zylinder, dessen grosse Zahl von Abflussöffnungen eine siebartige Umfangs fläche ergeben.
Aufrechtstehende Träger 12 sind innerhalb der Seitenrahmen 2 angeordnet und an den Schenkeln derselben befestigt. Sie dienen zur Aufnahme eines bogenförmigen Sitzes 14 an jedem Ende der Trom mel.
An jedem Endring 8 ist eine peripher verlaufende Nut vorhanden, welche den ihr zugeordneten Sitz 14 aufnimmt, so dass die Trommel 10 um eine starre horizontale Achse drehbar ist.
Die nichtdargestellten Antriebsmittel können an den Enden der Trommel an dieser befestigte Zahn kränze einschliessen, welche mit Ritzeln zusammen wirken, die am betreffenden Seitenrahmen gelagert sind. Diese Ritzel werden durch einen geeigneten nicht dargestellten Motor angetrieben. Da der An trieb der Trommel keinen Bestandteil der vorliegen den Erfindung bildet, wird von einer näheren Erläu terung desselben abgesehen.
Das Drahtsieb 11 ist ein endloses Element, das um die Trommel 10 herumläuft, und vorzugsweise aus einem Drahtgewebe besteht, das ähnlich den in den Fourdriniermaschinen verwendeten Drahtgewe ben ausgebildet ist und somit eine blatt- oder bahn formende Oberfläche bildet, welche stets mindestens um einen Teil der Trommel 10 umläuft. Dieses Drahtsieb ist so ausgebildet und angeordnet, dass sie mit einem endlosen Aufnahmefilz 13 (Fig. 2) zusam- menwirkt, welcher zwischen dem Drahtsieb 11 und einer Aufwickelwalze 15 verläuft, die aus einem gummiüberzogenen Zylinder bestehen kann.
Letztere ist mit Abstand vom oberen Teil der Trommel ange ordnet, und der Druck, der von der Aufwickelwalze auf den Abnahmefilz ausgeübt wird, bewirkt, dass der Filz ständig in Berührung mit dem Drahtsieb 11 bleibt, um von letzterer die gebildete Bahn von Stockfasern abzuheben, nachdem das Drahtsieb einem Bogenteil der Trommel gefolgt ist.
Die Walze 15 kann eine Saugwalze sein oder es kann eine Hartwalze sein, z. B. eine Brechwalze oder eine Druckwalze, die die Aufgabe hat zu pressen, jedoch nicht zusammenzudrücken.
Benachbart der Bahn der Trommel 10 ist auf einer Seite der vertikalen Axialebene derselben ein Schwemmenbehälter angeordnet, der allgemein mit 26 bezeichnet ist, und im wesentlichen in einer Ebene mit der Horizontalachse der Trommel auf der Seite angeordnet ist, auf welcher die Trommeloberfläche aufwärts läuft.
Die genaue Form des verwendeten Schwemmen behälters kann je nach den Anforderungen variieren. Der Behälter 26 ist durch in Querrichtung mit Abstand voneinander angeordnete, senkrecht verlau fende Seitenwände 28 gebildet, die sich von entge gengesetzten Enden der Trommel 10 nach hinten er strecken.
Die bogenförmige Erzeugungsfläche der Trommel 10 bildet hierbei die obere Vorderwand des Schwemmenbehälters, der ferner eine untere quer verlaufende Vorderwand 32 besitzt, die von ihrem Berührungspunkt mit der Drahtbahn 11 nach hinten abwärts verläuft und endlich eine untere querverlau fende Hinterwand 34, welche von dem hinteren Ende des Schwemmenbehälters nach vorne unten verläuft.
Die unteren Kanten der Seitenwände 28 sind mit den entsprechenden Endkanten der unteren Vorder- und Hinterwand 32 bzw. 34 an gegenüberliegenden Seiten des Schwemmenbehälters verbunden und ihre vor dersten Endkanten enden unmittelbar bei den ent sprechenden Endkanten der Trommel 10, so dass sie der gebogenen Umfangsfläche des oberen Quadran ten der Trommel anliegen. Geeignete flüssigkeitsab dichtende Mittel (nicht dargestellt) sind an jeder Stossstelle vorgesehen, um die Verbindung zwischen Seitenwand des Schwemmenbehälters und der Trom mel abzudichten.
Die vorderste Querkante der unteren Wandung 32 endet benachbart dem Drahtsieb 11 und ist vor zugsweise mit einer flexiblen Dichtung (nicht darge stellt) versehen, welche so mit ihr befestigt ist, dass sie parallel zur Trommelachse verläuft.
Diese Dich tung ist vorzugsweise einstellbar, so dass ihre Vor derkante in Richtung gegen und vom Drahtsieb weg verstellbar ist, um die Zufuhr von Rohstoff auf das Drahtsieb zu unterstützen und das Abdichten des un teren Quadranten der Trommel 10 unterhalb dieser Stelle zwecks Verhinderung von unerwünschtem Lecken des Rohstoffes von der Empfangskammer zu vermeiden, endlich um eine weiche, ununterbrochene Führung für den Rohstoff zu bilden, der entlang und oberhalb der Wandung 32 fliesst.
Der Behälter 26 ist oberhalb des Maschinenbettes durch aufrechte Schenkel 38 abgestützt, und er steht mit einem oder mehreren Verteilern, welche in Fig. 1 allgemein mit 40 und 42 bezeichnet sind, in Verbin dung. Diese Verteiler sind vorzugsweise vom soge nannten Fischschwanztyp, und sie sind unterhalb des Schwemmenbehälters angeordnet, wobei der Vertei ler 40 eine Hauptachse aufweist, welche in einer im wesentlichen senkrechten Ebene verläuft, während der Verteiler 42 eine Hauptachse besitzt, die von der Hauptachse des Verteilers 40 abgesetzt ist und mit dieser einen Winkel einschliesst.
Durch die Verwendung eines Paares solcher Ver teiler können Rohstoffe von unterschiedlichen Eigen schaften verwendet werden, und zwar sowohl mitein ander als auch wechselweise. Selbstverständlich ist die Verwendung eines solchen Paares von Verteilern nicht unumgänglich, da für die normale Papierher stellung ein solcher Verteiler genügt.
Aus der Zeichnung geht hervor, dass der Vertei ler 40 vertikale Hinter- und Vorderwände 44 bzw. 46 aufweist, welche von ihren unteren gegen ihre oberen Enden hin gegeneinander konvergieren. Ferner be sitzt der Verteiler 40 zwei nach aussen geneigte Sei tenwände 48, deren Seitenkanten je mit den benach barten Seitenkanten der Hinter- bzw. Vorderwände verbunden sind, so dass eine geschlossene, trichter förmige Kammer gebildet ist.
Jeder der Verteiler ist so ausgebildet, dass er einen schnellfliessenden Strom von Rohstoff von einem bestimmten Querschnitt bei seinem Eintritt in den Verteiler bis zu seinem Auslassende in einen schneller strömenden Rohstoffstrom von breitem Querschnitt umwandelt, wobei jeder Verteiler nicht nur den Strom in der Breite der Maschine ausweitet, sondern gleichzeitig als Wirbelkammer arbeitet, in dem er das ihm zugeführte Rohstoffmaterial durch einen Venturihals führt, so dass der Rohstoffstrom am Auslassende des Verteilers über die ganze Breite der Maschine eine wesentlich erhöhte Geschwindig keit besitzt.
Gleichzeitig wird jedes Ausfallen oder Trennen der Faserbündel verhindert, und eine gleichmässige Verteilung des Rohstoffes über die Maschinenbreite gewährleistet, wodurch ungleich- mässige Bedingungen auf der bahnbildenden Fläche vermieden werden.
In Fig.2, auf welche sich die nun folgende Be schreibung näher bezieht, sind der Einfachheit halber die Seitenrahmen 2 und die daran befestigten Vor richtungen weggelassen. Ferner sind auch die Trom mel 10, das Drahtsieb 11, der endlose Aufnahmefilz 13, die Aufnahmewalze 15, der Schwemmenbehälter 26 - bei dem nur eine Seitenwand: 28, eine untere Vorderwandung 32 und eine untere Hinterwandung 34 gezeigt ist - endlich auch nur ein Verteiler 40 mit Hinter- und Vorderwandung 44 bzw. 46 und einer Seitenwandung 48 etwas schematisch dargestellt.
Die Fig.2 hat ferner eine Walze 17, um welche das Drahtsieb ebenfalls umläuft, und eine Druckwalze 18, mittels welcher die Drahtbahn in gespanntem Zu stand gehalten wird.
Die Seitenwandungen 44 und 46 sind je an ihrem oberen Teil breiter als an ihrer Basis, wodurch ein Fächereffekt erzielt wird. Diese Wände divergieren nach aussen etwa in gleichem Abstand von gegen überliegenden Seiten der Mittellinie der untersten Kante der Wandungen 44 und 46. Diese untersten Kanten bezeichnen die Stelle des Eintrittes der Pulpe in den Verteiler. Die obersten Kanten dieser Wände bezeichnen den Austritt der Pulpe, wobei der Roh stoff gezwungen ist, senkrecht nach oben durch einen Durchlass zu strömen, dessen seitliche Ausdehnung stetig zunimmt, während seine Dimension von vorn nach hinten ständig abnimmt.
Die Breite des oberen Endes des Verteilers entspricht im wesentlichen der Breite von Schwemmenbehälter und Trommel.
Der nicht dargestellte Rohstoffeinlass verbindet eine ebenfalls nicht dargestellte Rohstoffquelle mit dem Verteiler. Diese Rohstoffzuführung ist von be kannter Art und daher nicht näher erläutert.
Das obere Ende der hinteren Wandung 44 des Verteilers geht über seine ganze Breite in das untere Ende der unteren Wandung 34 über, und das obere Ende der Vorderwand 46 des Verteilers geht über seine ganze Breite in das untere Ende der unteren Wandung 32 über.
Im Schwemmenbehälter 25 ist ein Schwemmen- regier 60 angeordnet. Dieser schliesst zwei in Quer richtung mit Abstand voneinander angeordnete auf rechte Seitenwände 61 ein, die im wesentlichen an der Innenseite der ihnen benachbarten Seitenwände 28 des Schwemmenbehälters anliegen, sowie eben falls querverlaufende Vorder- und Rückwände 62 bzw. 64, welche mit den Seitenwänden an gegenüber liegenden Seiten derselben verbunden sind.
Die ge nannten Vorder- und Rückwände konvergieren in Richtung nach unten gegeneinander und kommen am abgerundeten tiefsten Punkt 66 im wesentlichen senk recht über dem Auslass des Verteilers 40 zusam men.
Der oberste Teil der Vorderwand 62 ist vorzugs weise so gebogen, dass er sich der Form des benach barten oberen Quadranten der Trommel 10 anpasst.
Entsprechend ist die Form der Hinterwandung 64 so gewählt, dass sie sich der Form der hinteren Wan dung 34 anpasst, wie dies aus den Figuren ersichtlich ist.
Innerhalb des Schwemmenreglers querverlau fende Vorder- und Rückwände 72 bzw. 74 sind mit den benachbarten Seitenwänden 60 verbunden und konvergieren nach unten, um im wesentlichen in der Mitte des Schwemmenreglers zusammenzulaufen und eine überlaufkammer zu bilden. In der einen der Sei tenwände 60 ist eine Abflussöffnung 76 vorhanden, wodurch aus der Ü'oerlaufkammer überlaufender Rohstoff abgeführt werden kann. Das oberste und vorderste Ende der Vorderwand 62 arbeitet hierbei als Damm, um dasjenige Material aufzunehmen, das über das hinausgeht, welches die papierherstellende Fläche der Drahtbahn aufnehmen kann.
Dieses über schüssige Material strömt dann nach unten in die ge nannte überlaufkammer.
Der Schwemmenregler kann bezüglich des Schwemmenbehälters senkrecht nach oben und unten sowie horizontal nach vorne und hinten in Längs richtung bezüglich der Trommel verschwenkt wer den.
Dies erfolgt durch eine Einstellvorrichtung 65, welche an den Seitenwandungen 28 des Schwemmen behälters derart angeordnet ist, dass jede Verschwen- kung des Schwemmenreglers bezüglich der Trommel möglich ist, wobei die Wandung 62 in jede ge wünschte vorbestimmte Lage bezüglich der oberen Quadranten der Trommel einstellbar ist, um eine wirksame Steuerung der Querschnittsfläche der Emp fangskammer 80 zu gewährleisten, welche durch die untere Vorderwandung 32 des Schwemmenbehälters,
durch die vordere Wandung 62 des Schwemmenreb lers und durch den oberen Quadranten der Trommel 10 zwischen den gegenüberliegenden Seitenwandun gen 28 des Schwemmenbehälters gebildet ist, so dass die Richtung und die Geschwindigkeit des Auftref- fens des Rohstoffes auf das Drahtsieb gesteuert wer den kann.
Mit andern Worten, die der Trommel zu gekehrte Seite des Reglers definiert zusammen mit dem benachbarten Trommelquadranten den vorer wähnten Zuführkanal, und zwar dies in Abhängigkeit von den Eigenschaften des Rohstoffes, von der zu bildenden Papierbahn und von der Betriebsgeschwin digkeit eingestellt, so dass reproduzierbare Resultate ohne weiteres möglich sind.
Durch die beschriebene Empfangskammer wird der Rohstoffstrom in allgemeiner Richtung nach oben und aussen vom Auslass des Verteilers 40 durch den Schwemmenbehälter zu der papiererzeu genden Oberfläche des Drahtsiebes 11 geführt, so dass der flüssige Rohstoff oder die Pulpelösung für die Papierherstellung auf einem Segment der zylin- drischen Erzeugungsfläche aufliegt, welche durch denjenigen Teil der Trommel gebildet ist, der vom Drahtsieb abgedeckt wird.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass der Schwemmenbehälter 26 mit einer in senkrechter Richtung einstellbaren Schwelle 100 versehen ist, die am oberen Ende der unteren Wandung 34 an deren Zusammenschluss mit dem oberen Ende der senk rechten Wandung 90 angeordnet ist.
Nach hinten mit Abstand, jedoch parallel zur Wandung 90, verläuft eine andere vertikale Wandung 92, wobei die unteren Kanten der Wandungen 90 und 92 gegeneinander hin gebogen sind und einen Boden 94 bilden. Die Wandungen 90, 92 und 94 sind an ihren gegenüberliegenden Seiten durch nach hinten verlaufende Verlängerungen der Seitnwände 28 des Schwemmenbehälters abgeschlossen, so dass eine überlaufkammer 96 mit einem Entwässerungssumpf 98 gebildet ist.
Die Schwelle 100 kann einstellbar an der Wan dung 90 befestigt und so verstellbar sein, dass im Schwemmenbehälter ein bestimmtes Rohstoffniveau aufrecht erhalten ist. Überlaufender Rohstoff wird nach hinten in und durch den Entwässerungssumpf 98 weggeführt und neu in Zirkulation gebracht.
Eine gelochte Walze 102, deren Aufgabe das Egalisieren ist, verläuft quer durch die Halspartie 80 und ist in den gegenüberliegenden Seitenwandungen 28 des Schwemmenbehälters gelagert. Sie läuft un mittelbar an den benachbarten Wandungen des Schwemmenbehälters und des Schwemmenreglers. Der aus dem Verteiler austretende Rohstoff wird ge zwungen, durch diese Egalisierwalze hindurchzuströ- men,
in welcher durch die erzeugte Wirbelung eine gleichförmige Vermischung der Stockfasern und das Ausmerzen von Faserbündeln erzielt wird.
An der hinteren Wandung 34 ist ein längliches, flexibles, querverlaufendes, membranartiges Wand element 104 befestigt, das sich von der Wandung 34 nach vorn gegen die Wandung 62 des Schwemmen reglers erstreckt und dazu dient, im Hals 80 einen Druck aufzubauen, indem die Zone hinter dem Schwemmenregler abgeschlossen wird.
Gleichzeitig wird jedoch das freie Verschwenken des Schwem- menreglers zu Einstellzwecken ermöglicht. Das Wand element definiert eine geschlossene Aufnahmekam mer für den Rohstoff, so dass der Druckaufbau im Hals 80 allein durch die Wirkung der üblichen För- derpumpe für den Rohstoff (nicht dargestellt) und ohne Zuhilfenahme von eingeführter Druckluft er möglicht wird.
Der eigentliche Druck des Rohstoffes selber genügt, um die flexible Wandung 104 nach oben gegen den Schwemmenregler zu drücken und in unmittelbarer Nachbarschaft mit der Egalisierwalze 102 die Abdichtung zu gewährleisten, und zwar un abhängig von der jeweiligen Winkeleinstellung des Schwemmenreglers.
Durch Verstellung des Schwemmenreglers kann der Querschnitt des Durchlasses im Hals 80 vor und während der Bahnbildung verändert werden, um eine genaue Steuerung des Rohstoffes in der Herstellungs zone zu ermöglichen. Der Schwemmenregler wird so eingestellt, dass seine Wand 62 gegen die Trommel 10 hin oder von dieser weg verschoben wird, wodurch der Hals 80 zwischen den Wänden 32 und 62 geschlossen oder geöffnet und dadurch die Quer schnittsfläche in diesem Durchlass verändert wird.
Der Druck in diesem Durchlass wird dadurch aufrecht erhalten, dass die Kante des Schwemmreg lers in die Nähe der Trommel gebracht wird, und zwar bis etwa in eine Nähe von 1/1o mm. Je näher die Spitze der Trommel liegt, desto grösser wird der Druck, welcher in der Herstellungszone auf das Drahtsieb wirkt. Diese Druckeinwirkung erzeugt eine grössere Entwässerung in der zur Verfügung stehen den Herstellungszone. Es kann aus diesem Grund ein verdünnter Rohstoff verwendet werden, oder es kann eine schwerere Papierbahn hergestellt werden, als dies ohne solche Druckeinwirkung möglich wäre.
Diese Druckeinwirkung gestattet auch die Erzeugung von Papieren mit einem besseren Profil, da die Bahn aus einer Schwemme erzeugt wird, und durch den Entwässerungsgrad der Matte auf dem Drahtsieb ge steuert wird und nicht durch die Konzentration der Faser in der Pulpe.
Die bisher üblichen Schwemmenbehälter lassen eine bestimmte Wassermenge durch ihre Öffnung laufen. Wenn diese Wassermenge über die ganze Maschinenbreite eine gleichförmige Fasersuspension enthält, so wird auch eine gleichförmige Bahn in der Papierherstellungszone abgesetzt. Besitzt aber diese Suspension an irgendeiner Stelle der Maschinenbreite eine grössere Faserkonzentration, dann wird die er zeugte Papierbahn an dieser Stelle schwerer sein.
Wenn nun eine Pulpenschwemme gegen das Draht sieb gehalten wird und sich auf letzterem die Papier bahn bildet, so steigt der Strömungswiderstand, so dass, falls sich irgendwo eine dichtere Stelle bildet, die Entwässerung an dieser dichteren Stelle geringer ist, als an einer weniger dichten Stelle. Die grössere Entwässerung an den weniger dichten Stellen bewirkt die Ablagerung von mehr Fasern auf dem Drahtsieb, bis der Entwässerungsgrad über die ganze Bahn gleichförmiger geworden ist.
Je nach der Einstellung des Schwemmenreglers kann die Querschnittfläche des Durchlasses 80 nur im oberen Teil des Trommelquadranten oder nur im unteren Teil des Trommelquadranten oder über den ganzen Umfangsbogen des genannten oberen Qua dranten der Trommel verändert werden, je nachdem, welche Rohstoffmenge auf die Papierherstellungsflä- che fliessen soll und mit welcher Geschwindigkeit.
In der Trommel ist eine Saugvorrichtung 110 mit mehreren Abteilen untergebracht. Diese Vorrichtung wird nach dem Zusammenbau durch das eine Ende der Trommel eingeführt und ist leicht zugänglich. Geeignete Antriebsmittel (nicht dargestellt) gestatten eine Drehung dieser Saugvorrichtung bezüglich der Trommel in jede gewünschte Lage.
Die genannte Saugvorrichtung umfasst im darge stellten Beispiel mehrere getrennte Saugabteile 112 und 114, wobei vorzugsweise der an jedem dieser Abteile angeschlossene Unterdruck nach Massgabe der gewünschten Wirkung unterschiedlich sein kann. Jedes dieser Abteile kann auch Luft- und Wasserent- nahmeleitungen zur getrennten Abführung von Luft und Wasser aus diesen Abteilen aufweisen. Die ein zelnen Abteile sind mit üblichen Dichtungen verse hen, um die Länge und Breite der Saugöffnung zu begrenzen.
Die Druckdifferenz wird dadurch bewirkt, dass den Abteilen 112 und 114 nach Massgabe der Tiefe jedes derselben und der Leistung der für jedes Abteil verwendeten Pumpe Unterdruck angelegt wird.
Die Trommel kann, wenn es gewünscht wird, auch mit einer Freifallentwässerungszone oder mit einem Wassersammelbehälter 116 versehen werden, der, an der Basis der Trommel angeordnet, das Was ser sammelt, das zuerst in die Trommel gelangt und dieses wieder in Zirkulation gibt. Dieses Vorgehen ist bekannt. Eine solche erste Entwässerung umfasst eine natürliche Entwässerung durch hydrostatische Wirkung und erzeugt am ersten Herstellungspunkt, wo die Entwässerung am grössten ist, eine offene Formation.
Das erste Saugabteil 112 mit einem ersten Saug grad wird normalerweise im Rohstoff untergetaucht sein. Wenn die herzustellende Bahn aus dem Schwemmenbehälter tritt, übernimmt das zweite Saugabteil 114, das einen anderen Sauggrad aufweist, die Entwässerung und das Trocknen der Bahn, wobei dieses zweite Saugabteil normalerweise unmittelbar nach dem Schwemmenbehälter und benachbart der Kante der Lippe des Schwemmenreglers angeordnet ist mit dem Zwecke,
den Rohstoff bei seinem Austritt aus dem Schwemmenbehälter fest gegen die Draht bahn zu halten und damit jegliche Störung in der Formation zu unterbinden. Es können dritte und vierte Saugabteile vorgesehen werden, je nach der Qualität des gewünschten Produktes und der Ge schwindigkeit mit welcher die Maschine arbeitet.
Es kann auch eine noch grössere Anzahl von Saugvorrichtungen vorgesehen werden, die in bezug zueinander so angeordnet sind, dass sie unabhängig voneinander längs der inneren Peripherie der Trom mel bewegt werden können, um eine grössere oder kleinere freie Entwässerungsfläche zu vermitteln und um die Dauer zu variieren, während welcher jede der aufeinanderfolgenden Saugvorrichtungen in Tätigkeit ist.
Die Herstellungszone ist kontinuierlich und die Papierherstellung folgt auf einer relativ kleinen Flä che, wobei Versuche ergeben haben, dass sich die Entwässerungszone nur etwa auf 6-12 mm erstreckt, während in Fourdriniermaschinen wesentlich längere Herstellungszonen erforderlich sind, deren Länge zwischen 12 und 25 cm variiert. Zusätzlich können noch in einem Abteil 118 der Saugvorrichtung hochwirksame Vakuummittel vor handen sein, die eine zusätzliche Entwässerung er leichtern und insbesondere die Feuchtigkeit an der Stelle steuern, an welcher das Drahtsieb die Trommel verlässt.
Zusätzlich können nicht dargestellte Lufteinlässe in der Nähe der Saugvorrichtung vorgesehen werden, durch welche geringe Luftmengen in die Unterdruck zone geblasen werden können, um der Zentrifugal kraft entgegenzuwirken, welche durch die mit hoher Geschwindigkeit drehende Trommel erzeugt wird. Es sei aber hier nochmals darauf hingewiesen, dass da, wo die gebildete Bahn mit dem Drahtsieb von der Trommel abgehoben wird und wo sie bereits eine Stärke aufweist, die einem geringen Unterdruck widerstehen kann, die Saugvorrichtung vorzugsweise so angeordnet wird, dass sich das Drahtsieb kurz vor dem Ende der Saugvorrichtung von ihr abhebt, so dass etwas Luft in die Saugvorrichtung und unter die Bahn gelangt.
Aussenluft gelangt also in die Saugvorrichtung, um die durch den Unterdruck ent- zogene Luft zu ersetzen und damit das Bestreben des Wassers herabzusetzen, unmittelbar wegzuspritzen, wenn die gebildete Bahn die Saugvorrichtung ver- lässt.
Wie bereits erwähnt, wird mit der beschriebenen Vorrichtung das auf die Zentrifugalkraft zurückzu führende Bestreben des Wassers, die erzeugte Bahn wieder zu bespritzen, dadurch behoben, dass das Drahtsieb von der Trommel abgehoben wird, bevor das Ende der Saugvorrichtung erreicht ist.
Zusätzliche Saugvorrichtungen können vorgese hen werden, um jegliches Wasser, das im Zylinder verbleibt, wegzuführen und damit jegliche Möglich keit auszuschliessen, dass Wasser auf die Bahn ge langt.
Es wurde festgestellt, dass, wenn die Bahn rasch unter der Wirkung von Unterdruck erzeugt wird, und speziell, wenn es sich um die Herstellung von Kar tonbahnen wesentlicher Dicke handelt, dann eine Bahn mit Querflächen unterschiedlicher Dicke ent stehen kann, wenn nicht ein gleichförmig hoher Grad von Unterdruck in den Herstellungsabschnitten über die ganze Herstellungszone vorhanden ist. Es sind daher geeignete Mittel vorgesehen, um die Saugwir kung in den Abteilen so zu steuern, dass eine gleich förmige und relativ hohe Saugwirkung aufrechterhal ten wird, so dass eine Bahn von gleichförmigen Eigenschaften und insbesondere von gleichmässiger Dicke erzeugt wird.
Die Grösse des Vorlaufes der Saugzone wird mit der Drehgeschwindigkeit der Erzeugungstrommel, mit dem Grad der verwendeten Saugwirkung, mit der Grösse der Trommel, mit der Tiefe der Saugab schnitte und der Leistungsfähigkeit der Saugpumpen und endlich mit den Dimensionen der Anschlüsse variieren.
Lange war man sich nicht einig, in welchem Teil der Trommel einer Zylindermaschine die eigentliche Papierbildung stattfindet. Heute wird allgemein ange nommen, dass diese Bildung in einer Zylinderma schine relativ rasch stattfindet, und dass eine bedeu tende Abstreifwirkung und andere Störungen erfol gen, wenn der Zylinder durch die Flüssigkeit gezogen wird, wobei nur wenig zusätzliche Papiererzeugung erfolgt, dagegen aber oft nicht nur Störungen, son dern eine Zerstörung der Bahn auftritt.
Bei der be schriebenen Einrichtung dagegen wird der Rohstoff gegen das Drahtsieb geführt, und, sobald sich die Bahn formiert hat, wird sie aus der Schwemme ent nommen und in ihrer ursprünglichen Formation ge halten mit dem zusätzlichen Merkmal, dass, wenn der Rohstoff zwischen Schwemmenregler und Drahtsieb gelangt, er noch weiter beschleunigt werden kann, indem ein schwacher Rohstoffüberschuss zugeführt wird, der über das hinaus geht, was überhaupt zur Papierherstellung dienen kann,
wobei das überschüs sige Material über die Lippe des Schwemmenreglers strömt und dort gesammelt und wieder in Zirkulation gebracht wird. Die auf dem Drahtsieb erzeugte Papierbahn folgt, sobald sie mit dieser in Berührung gekommen ist, dem Filz 13 und wird durch diesen der folgenden Einheit zugeführt. Ist die nachfolgende Einheit so, dass der Flüssigkeitsgehalt höher sein muss als bei spielsweise in einer Fourdriniermaschine, so kann die Bahn so behandelt werden, dass die Saugwirkung derart unterbrochen wird, dass soviel Feuchtigkeit in der Bahn verbleibt, wie für die folgende Behandlung erforderlich ist.
Im Folgenden soll nun die Variante der Fig.3 näher erläutert werden. Um eine Wiederholung be reits beschriebener Teile und Merkmale zu vermei den, wurden gleiche Bezugszeichen für entsprechende Teile verwendet. Zur weiteren Vereinfachung sind in der Fig. 3 wiederum die Seitenrahmen 2 weggelassen, und die Trommel 10, die Drahtbahn 11, der endlose Filz 13, die Aufwickelwalze 15, die Walze 17, die Druckwalze 18 und der Schwemmenbehälter 26 sind nur schematisch dargestellt, wobei beim letzteren nur eine seiner Seitenwände 28 und der unteren Wan dung 32,
34 sowie ein einziger Verteiler 40 mit Rückwand 44 und Vorderwand 46 und einer Seiten wand 48 dargestellt ist. Im Schwemmenbehälter 26 ist ein Schwemmenregler 60 untergebracht, von dem nur eine Seitenwandung 61 dargestellt ist, die entlang der Innenseite der entsprechenden benachbarten Sei tenwandung 28 des Schwemmenbehälters verläuft. Die querverlaufenden vorderen und hinteren Wände 62 bzw. 64 laufen in einem abgerundeten Boden bei 66 zusammen.
Der oberste Teil der Vorderwand 62 ist wiederum so geformt, dass er sich der Form des benachbarten Trommelquadranten anpasst und die hintere Wan dung 64 ist entsprechend so geformt, dass sie sich der Form der unteren Wandung 34 anpasst. Die Wand 64 ist bei diesem Beispiel mit einem senkrecht aufstre benden Teil 65 versehen, der nach oben über die oberste Horizontalebene des Schwemmenbehälters hinausragt, wie dies aus der Figur ersichtlich ist.
Im Schwemmenregler sind die inneren vorderen und hinteren Wandungen 72 bzw. 74 so geformt, dass sie nach unten konvergieren und in der Nähe einer Abflussöffnung 78 die in einer der Seitenwände 61 vorgesehen ist, zusammenlaufen.
Das oberste und vorderste Ende der Vorderwan dung 62 des Schwemmenreglers 60 wirkt wiederum als Schwelle für den überlauf von Material, das über die Menge hinaus geht, welche die Herstellungszone des Drahtsiebes aufnehmen kann. Das überlaufende Material fliesst nach unten in die überlaufkammer, welche durch die Wände 72 und 74 gebildet ist, und durch die Auslassöffnung 76 und wird zur Neuzirku lation verwendet.
Wie beim ersten Beispiel ist der Schwemmenre- gler 60 im Schwemmenbehälter nach oben, nach un ten, nach vorne und nach hinten schwenkbar, um jede Winkeleinstellung bezüglich des Schwemmenbe- hälters einnehmen zu können mit dem Ziel, die Vor derwandung 62 so einzustellen, dass jede gewünschte Lage bezüglich der Trommel erhalten werden kann, um die Querschnittsfläche des Durchlasses 80 zu verändern, welcher durch die untere Vorderwandung 32,
die vordere Wandung 62 und die Trommel 10 zwischen den Seitenwänden 28 des Schwemmenbe- hälters gebildet ist.
Wie beim vorhergehenden Beispiel wird durch diesen in Längsrichtung der Maschine angeordneten Durchlass der Rohstoffe in allgemeiner Richtung nach oben und aussen durch den Schwemmenbehäl- ter geführt und zwar vom Auslass des Verteilers 40 bis zu der Herstellungsfläche auf der Drahtbahn 11, welche um die Trommel 10 herum geführt ist.
Das obere Ende der Wandung 34 ist mit dem oberen Ende einer senkrecht verlaufenden Querwan dung 90 verbunden, und nach hinten mit Abstand jedoch parallel zu dieser Wandung 90 ist eine weitere Wandung 92 vorhanden, wobei die unteren Kanten der Wandungen 90 und 92 gegeneinander gebogen sind und eine Bodenwand 94 bilden und die Wände 90, 92 und 94 an ihren gegenüberliegenden Seiten kanten durch nach hinten gezogene Verlängerungen der Seitenwände 28 des Schwemmenbehälters ver bunden sind, so dass eine aufrechtstehende überlauf kammer 96 gebildet ist, mit welcher ein Ablauf bzw.
Entwässerungssumpf 98 verbunden ist, um das in diese Kammer gelangte Material wieder in Zirkula- tion zu bringen. Die Steuerung der überlaufkammer erfolgt durch Druckmittel über das Rohstoffniveau L.
Im hinteren untersten Teil des Durchlaufes 80 ist mit ihren gegenüberliegenden Enden in den Seiten wänden 28 des Schwemmenbehälters drehbar gela gert wiederum eine Egalisierwalze 102 vorhanden. Diese ist gleich angeordnet wie die entsprechende Egalisierwalze im ersten Beispiel und dadurch, dass der Rohstoff durch diese Walze hindurch treten muss, wird eine gleichmässige Vermischung der Fasern er reicht und Faseransammlungen in Bündeln vermie den.
Die überlaufkammer 96 ist nach oben durch einen flexiblen Deckel 130 abgeschlossen, der die oberen Kanten der Wand 92 und der Wandteile 65 des Schwemmenreglers 60 verbindet, so dass ein ge schlossener Schwemmenregler erhalten wird.
Durch Einführen von Druckluft in diesen oberen Teil des Schwemmenbehälters kann erzielt werden, dass der Rohstoff in einem relativ tiefen Niveau hinter dem Durchlass 80 gehalten werden kann, ohne dass die Strömung zur Trommel vermindert wird, wie dies bei den bisher üblichen Verfahren, bei denen ein hohes Rohstoffniveau aufrecht erhalten wird, unvermeidlich ist. Dadurch dass der Deckel 130 flexibel ist, bewegt er sich in den verschiedenen Lagen, in welchen der Schwemmenregler 60 eingestellt werden kann, mit diesen.
Das Rohstoffniveau L in der überlaufkammer 96 und im Schwemmenbehälter wird durch Steuerorgane aufrechterhalten, die im folgenden noch näher be schrieben werden.
überschüssiges Rohstoffmaterial strömt von der Kammer 96 durch den Auslass 98 in eine Leitung 136 und in einen Behälter 138, und die Menge dieser Strömung wird automatisch durch einen Durchfluss- regler 140 bekannter Konstruktion gesteuert, welcher seine Messungen über eine Leitung 141 auf ein Schaltbett 142 übermittelt, das so ausgebildet ist, dass es über eine Leitung 143 das Öffnen und Schliessen eines Ventils 144 regeln kann.
Das Schaltbrett 142 umfasst weiter Mittel, welche voreingestellt werden können, um die gewünschte Menge des neu zu zirkulierenden Rohstoffes einzu stellen. Falls eine grössere Menge durch den Durch flussregler 140 strömt, wird dies entsprechend dem Schaltbrett 142 zugeleitet, worauf das Ventil 144 automatisch geschlossen wird, um den weiteren Zu fluss zu reduzieren.
Mit der beschriebenen Konstruktion ist es mög lich, die Papierbahn auf dem Drahtsieb zu erzeugen, indem der zugeführte Rohstoff die gewünschte Faser menge in einer Wassermenge enthält, welche eine richtige Faserverteilung in der erzeugten Bahn gestat tet. Mittels der Saugvorrichtungen, die in der Trom mel untergebracht sind, ist es möglich, die Papier bahn genügend zu entwässern und anschliessend zu trocknen, wobei das entzogene Wasser in die Saug vorrichtung gesogen wird, oder durch das in der Trommel befindliche Vakuum in diesem behalten wird.
Durch die beschriebene Mitnahme des Draht siebes wirkt dieses als Unterlage für die Papierbahn, wobei letztere von der gekrümmten Oberfläche der Trommel abgehoben und in gerader Linie wegtrans portiert werden kann.
Dabei kann die Papierbahn von der Trommel selbst dann abgehoben werden, wenn unter der Drahtbahn an der Trennungsstelle Unterdruck herrscht, wozu Aussenluft in die Saugvorrichtung oder Saugvorrichtungen eingeführt werden kann, um durch die Öffnungen in der Trommel den Abfluss des Wassers zu ermöglichen, und das immer vorhandene Problem des Wasserablaufes zu lösen.
Die vorgehende Beschreibung erläutert eine Konstruktion, welche das Ablagern von Rohstoff auf einer bahnbildenden Oberfläche eines Drahtsiebes gestattet, die um eine drehende, gelochte Trommel geführt wird und welche Mittel enthält, um die gebil dete Bahn aus Stockfasern von der bahnbildenden Fläche abzuheben mit dem Vorteil, dass die gebildete Bahn auf dem Drahtsieb gebildet und durch inner halb der Trommel untergebrachte Saugvorrichtungen getrocknet wird, wobei das entzogene Wasser in der Trommel gehalten wird und die Bahn hierauf durch eine Walze vom Drahtsieb abgehoben werden kann.
Das Drahtsieb wirkt dabei als Unterlage für die er zeugte Papierbahn und diese kann von der gebogenen Oberfläche der Trommel selbst dann abgehoben wer den, wenn unter der Drahtbahn an der Trennstelle von Drahtsieb und Trommel Unterdruck herrscht. Die Bahn wird dann in gerader Linie auf eine Trans ferstelle transportiert. Durch diese Anordnung wird der Eintritt von Luft in die Saugvorrichtung ermög licht, wodurch das Verspritzen von Wasser höchstens auf die Stelle begrenzt ist, in welcher nach der Tren nung von Trommel und Drahtsieb dieses Verspritzen vom Drahtsieb weggerichtet ist und daher in keiner Weise die Bahn auf dem Drahtsieb beeinflussen kann.
Dadurch kann der Druck im Zuführkanal ge steuert werden, indem die Anordnung des Reglers näher oder weiter weg vom Drahtsieb gewählt wird, wobei, je näher der Regler dieser Bahn ange ordnet wird, desto geringer die aus ihm tretende Menge und entsprechend desto grösser der Druck wird, der auf die Papiererzeugungsfläche ausgeübt werden kann. Dieser Druck hat eine grössere Ent wässerung der Erzeugungsfläche zur Folge, sodass wässeriger Rohstoff verwendet werden kann und ent sprechend können schwerere Bahnen erzeugt werden als dies ohne eine solche Druckanwendung möglich wäre.
Entsprechend ist auch die Herstellung einer Bahn möglich, die ein besseres Profil aufweist, indem diese Bahn von einem Schwemmenbehälter aus er zeugt wird, wodurch ihre Erzeugung durch ihre Ent wässerungsgeschwindigkeit auf der Drahtbahn und nicht durch die unsichere Steuerung der Konzentra tion der Fasern in der Pulpe möglich ist.