Signalanlage an einer Autostrasse oder -bahn Die vorliegende Erfindung betrifft eine Signal anlage an einer Autostrasse oder -bahn.
Bei Strassen oder Bahnen für raschen motorisier ten Verkehr ist es für die Erhöhung der Verkehrs sicherheit ausserordentlich wichtig, dass beim Auftre ten eines Hindernisses, sei es, dass die Fahrbahn durch verunfallte Personen oder Fahrzeuge gesperrt ist oder dass der Verkehr aus irgendeinem anderen Grunde behindert ist, die auf die betreffende Stelle zu fah renden Verkehrsteilnehmer schon mehrere hundert Meter vor dem Erreichen des Hindernisses auf die Verkehrsstörung aufmerksam gemacht werden. Auf Strecken für grosse Verkehrsgeschwindigkeit lässt sich dies mit den üblichen Pannendreiecken nicht genü gend wirksam erzielen.
Die erfindungsgemässe Signalanlage ermöglicht es, die Verkehrsteilnehmer schon auf eine so grosse Ent fernung vor einem aufgetretenen Hindernis auf dieses aufmerksam zu machen, dass sie rechtzeitig anhalten oder die Fahrt verlangsamen können.
Diese Signal anlage zeichnet sich aus durch längs der Fahrbahn in Abständen voneinander aufgestellte, mit Einschalt kontakten und Signalerzeugern versehene und mitein ander in Verbindung stehende Signaleinheiten, die Steuermittel aufweisen, welche bewirken, dass durch das Betätigen des Einschaltkontaktes einer Signal einheit die Signalerzeuger dieser Einheit und ausser dem jene einer Anzahl mit Bezug auf die Fahrrich tung der Fahrbahn zurückliegender weiterer Ein heiten in Betrieb gesetzt werden.
Die erfindungsgemässe Signalanlage eignet sich besonders für kreuzungsfreie Autobahnen mit rich tungsgetrennten Fahrbahnen, die beide mit einer Signalanlage versehen werden. Sie eignet sich aber auch für Autostrassen ohne Trennung der Fahrrich tung. Auch in diesem Falle muss natürlich für jede Fahrrichtung eine Signalanlage aufgestellt werden. Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Signalanlage an Hand der bei liegenden Zeichnung, auf welcher ein Schaltungs schema dieser Anlage dargestellt ist, näher erläutert.
Längs einer Fahrbahn einer Autostrasse oder einer Autobahn ist, zweckmässig in gleichen Abständen von einander, eine Reihe von Steuer- und Signaleinhei ten aufgestellt. Diese können als Pfosten ausgebildet sein, die sich im Abstand von z. B. 200 m folgen und entsprechende Distanzangaben tragen.
Die Signaleinheiten sind miteinander durch Lei tungen zur Speisung und zur Abgabe und Weiterlei tung von Befehlen und Meldungen verbunden. Jede Einheit besitzt Mittel zur Erzeugung von optischen und/oder von akustischen Signalen zum Orientieren der auf der betreffenden Strecke verkehrenden Fahr zeugführer, d'ass sie sich auf irgendein Hindernis oder auf eine Störung des Verkehrs gefasst machen müssen, und Mittel zum Betätigen der Anlage.
Die Signaleinheiten einer Autobahnstrecke sind in Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe umfasst z. B. sechs Einheiten. Jeder Gruppe von Signaleinheiten ist ein überwachungsposten zugeordnet, von welchem aus die Gruppe auch gesteuert werden kann. Es kön nen die Überwachungsposten mehreren Gruppen an der gleichen Stelle angeordnet sein.
Auf der Zeichnung ist die Schaltung von vier Signaleinheiten E2, E3, Es, E9 dargestellt, die zu drei aufeinanderfolgenden Gruppen N, P und R gehören, denen je ein Überwachungsposten zugeordnet ist.
Die Verkehrsteilnehmer passieren die Signalein heiten in der Reihenfolge von rechts und links. Ereignet sich auf der Autobahn ein Unfall oder eine Panne, oder tritt ein Hindernis oder eine Ver änderung des Zustandes der Fahrbahn oder dei Sichtverhältnisse auf, welche den nachfolgenden Ver kehr gefährden könnten, so kann der auf die Gefahr- stelle zurollende Verkehr über die zu erwartende Störung dadurch orientiert werden, dass ein Verkehrs teilnehmer oder jemand, der die Störung beobachtet hat, die Signaleinheit, die sich am nächsten befindet, einschaltet.
Dadurch werden die Signalerzeuger der betreffenden Einheit und automatisch auch die Signal erzeuger einer Anzahl, z. B. von vier rückwärts der betreffenden Einheit befindlichen Signaleinheiten, also total fünf Einheiten in Betrieb gesetzt.
Jede Signaleinheit E des gezeichneten Beispiels enthält einen Einschaltkontakt 1, einen Ausschaltkon takt O, ein Einschaltrelais<I>A,</I> Steuerrelais<I>B</I> und C, einen Impulsgeber M und Signalerzeuger LI und LII. Die eingezeichneten Dioden sind zur Unterdrückung von Rückstromkreisen notwendig.
Die Signaleinheit E., und einige vorangehende ge hören zur Gruppe N, die Einheiten E3 bis E$ zur Gruppe P und die Einheit E9 und einige nachfolgende zur Gruppe R. Die überwachungsposten der Gruppen sind je mit einem Einschaltkontakt 1, einem Aus schaltkontakt O, einem Netzteil und einer Signali- siereinrichtung L ausgerüstet.
Das Schema stellt die Signaleinheiten im Ruhe zustand dar, wobei die Relais<I>A, B</I> und C abgefallen sind und sich der Impulsgeber in der Ausgangsstel lung befindet.
Wird z. B. der Einschaltkontakt I9 der Signalein- heit E9 betätigt, zieht das Relais Aj an über S+, 0R, <B><I>09,</I></B> 1s, Spule A9, S_ und hält sich über seinen Kon takt a19.
Der umgelegte Kontakt aIIlg bringt das Relais C9 zum Anziehen über S+, allI9, bI9, Spule C9 S_.
Der Kontakt alvs wird von der zur nächstfolgen den Einheit Elo führenden Impulsleiter abgetrennt und an den Impulskontakt mIlg angelegt.
Der Kontakt all9 legt den Motor des Impuls gebers M9, der z. B. ein sogenannter Kleinsynchron motor sein kann, an Spannung über Pli, alI9, mls, Motor M9, O.
Die Impulsgeber besitzen je zwei Steuerscheiben, welche sich bei eingeschaltetem Motor langsam dre hen. Die eine dieser Scheiben dient zur Erzeugung der Impulse. Sie besitzt auf etwa 330 ihres Umfan ges verteilt Steuernocken zum Betätigen des entspre chenden Impulskontaktes mII. Die Anzahl Steuer nocken entspricht der Anzahl Signaleinheiten, die in Betrieb gesetzt werden sollen, also im vorliegenden Falle z. B. fünf. Sollen mehr Signaleinheiten in Betrieb gesetzt werden, müssen an den Scheiben mehr Steuernocken angebracht werden.
Die zweite Scheibe dient zum Steuern des Motors des Impulsgebers. Diese legt nach einer Drehung der Steuerscheiben von etwa 330 den Umschalter mI um. Da der Umschalter all auch umgelegt ist, solange das Relais A angezogen ist, wird dadurch der Impuls geber abgeschaltet. Erst wenn durch Betätigen des Ausschaltkontaktes O das Relais A abfällt, werden die Steuerscheiben des Impulsgebers um etwa 30 in die Ausgangslage weitergedreht,
worauf die zweite Steuerscheibe den Umschalter m' wieder umlegt und den Impulsgeber abstellt. Kontakt m11 gibt dabei keine Impulse mehr ab.
Beim ersten Schliessen des Kontaktres mIl9, beim Beginn des ersten Impulses, zieht Relais B;, an über S+, mII9, alv9, Spule B9, S_. Das Relais B9 hält sich selbst über den Kontakt b19. Das Relais C bleibt weiterhin angezogen über S+, mlls, alvo, cI9, Spule C9, S_.
Das Schliessen des. Kontaktes b119 bewirkt das An ziehen des Relais C8 in der Signaleinheit Ea, über S " aIIIB, bII9, aIII8, bI8, Spule Cs, S_.
Beim Öffnen des Kontaktes m119 am Ende des ersten Impulses fällt das Relais C9 ab. Die Weiterlei tung der Impulse an die Signaleinheit Es kann nun über den Kontakt c19 erfolgen. In der Einheit Es sind die Relais As und B8 abgefallen, das Relais C8 ist angezogen.
Beim zweiten Schliessen des Kontaktes mII9 zieht das Relais Bs an über S+, mII9, alvv, c19, aIv8, Spule B8, <I>S_</I> und hält .sich über den Stromkreis S+, aIIIg, b119, aIII8, bIS Spule B8,
<I>S_.</I> Der sich schliessende Kon takt bII8 bringt das Relais C7 der nächsten rückwärts liegenden Einheit E7 zum Anziehen über S+, aIII9, bIIg, aIIIs, bII8, aIII7, bI7, Spule C, S_.
Beim Öffnen des Kontaktes m1IS am Ende des zweiten Impulses fällt das Relais C8 ab. Die Weiter leitung der Impulse an die Einheit E7 kann nun über den Kontakt CIS erfolgen.
Die im Schema beispielsweise dargestellten Si gnalerzeuger der Signaleinheiten, von welchen LII direkt, LI über einen Unterbrecher<I>BL</I> an Spannung gelegt werden können, werden durch die Kontakte bIII eingeschaltet.
Aus den vorangehenden Darlegungen ergibt sich die folgende Wirkungsweise der beschriebenen An lage.
Nach dem Betätigen des Einschaltkontaktes 1 irgendeiner Signaleinheit werden durch den ersten Impuls des Impulsgebers dieser Einheit die Signaler zeuger eben dieser Einheit in Betrieb gesetzt und das Relais C der ersten in Fahrrichtung zurückliegenden Einheit zum Anziehen gebracht.
Durch den zweiten Impuls des nämlichen Impulsgebers werden die Si gnalerzeuger der ersten in Fahrrichtung zurückliegen den Einheit in Betrieb gesetzt und das Relais C der zweiten zurückliegenden Einheit eingeschaltet und so fort, bis die Signalerzeuger so vieler Signaleinheiten in Betrieb sind, als der Impulsgeber Steuernocken besitzt.
Erhält ein Relais A Spannung, so wird diese über die Diode Dl der betreffenden Einheit der Signalisier- einrichtung L des zugehörigen Überwachungspostens zugeführt. Da nur das Relais A jener Einheit Span nung erhält, deren Einschaltkontakt 1 betätigt wor den ist, wird nur ein einziger Posten alarmiert.
Die Ausschaltung der Signalerzeuger der Einhei ten erfolgt durch Betätigen des Ausschaltkontaktes O im Posten oder in der Einheit, von welchen aus die Signalisierung ausgelöst worden ist, wodurch das be treffende A-Relais abfällt. Die Kontakte alII und aIv verbinden die Einheit wieder mit der in Fahrrichtung folgenden Einheit. Dabei unterbricht der Kontakt <I>all'</I> die Haltung der B-Relais, welche abfallen und dadurch die Signalerzeuger abschalten.
Die Signalerzeuger LI und LII der Signaleinheiten einer Gruppe können vom Überwachungsposten die ser Gruppe aus auch in Betrieb gesetzt werden. Zu diesem Zweck sind die in Fahrrichtung letzten Signal einheften der Gruppen, z. B. von der Gruppe N die Einheit E2 und von der Gruppe P die Einheit E8, mit einer Diode DII2 respektive DII8 enthaltenden 17berbrückung für ihren Einschaltkontakt 1 versehen.
Wird in einem Überwachungsposten der Einschalt kontakt betätigt, so zieht in der letzten Signaleinheit der betreffenden Gruppe das A-Relais an, und es werden die Signalerzeuger einer Anzahl Einheiten in Betrieb gesetzt, in genau gleicher Weise, wie wenn der Einschaltkontakt der erwähnten letzten Einheit der Gruppe betätigt worden wäre.
Durch Betätigen des Einschaltkontaktes 1 einer Signaleinheit, die von einer in Fahrrichtung nachfol genden Einheit aus bereits in Betrieb gesetzt worden ist, wird deren Impulsgeber in Funktion gesetzt. Durch die ausgesendeten Impulse werden weitere z. B. fünf zurückliegende Signaleinheiten in Betrieb gesetzt. So ist es jederzeit möglich, die Signalisierung weiter nach Rückwärts auszudehnen.
Die gezeichnete Schaltung ist natürlich nur als Beispiel zu betrachten. Sie könnte in mannigfaltiger Weise abgeändert werden. Insbesondere könnten an Stelle der dargestellten Relais, der Unterbrecherschal- tung (Blinker) und Impulserzeuger elektronische Mit tel verwendet werden.