Verfahren und Maschine zum Aufwickeln einer Länge eines Deckblattes um einen Zigarrenwickel Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Maschine zum Aufwickeln einer Länge eines Deckblattes um einen Zigarrenwickel. Insbesondere bezweckt sie die Herstellung einer Zigarre mit einem Deckblatt, die durch Zerschneiden so geteilt werden kann, dass jedes Teilstück der Zigarre von den entsprechenden Enden aus geraucht werden kann, ohne dass sich das Deckblatt abwickelt.
Die Erfindung bezweckt auch die Herstellung von Zigarren mit einem besseren Aussehen, insbesondere an deren spitz zulaufenden Enden.
Bei bekannten Verfahren wird das Deckblatt in üblicher Weise um den Wickel gewickelt. Der Wickel enthält normalerweise geschnittenen Tabak als Füll material, der von einem Klebstoff umgeben ist. Das Bindemittel wird axial um den Fülltabak aufgetragen. Das Deckblatt ist die äusserste Umhüllung des Wik- kels. Das Deckblatt wird schraubenlinienförmig um den Wickel gewickelt und üblicherweise wird dem Deckblatt beim schraubenlinienförmigen Umwickeln. des Wickels eine gewisse Spannung erteilt.
Es wurde gefunden, dass eine solche Spannung, die mit üblichen Mitteln erteilt wurde, zu Runzeln und Falten führt, speziell bei den sich überlappendenKan- ten des Deckblattes, da bekannte Mittel eine Span nung quer zur Mittelachse des Wickels erteilen. Die meisten Zigarren haben ein spitz zulaufendes Mund ende. Einige Zigarren laufen an beiden Enden spitz zu. Es ist klar, dass ein Deckblatt, das unter Span nung quer zur Mittelachseder Zigarre aufgebracht wurde, Runzeln und Falten aufweisen wird, speziell an den spitz zulaufenden Teilen der Zigarre.
Es wurde gefunden, dass dieser Nachteil beseitigt werden kann, indem dem Deckblatt zusätzlich zur Längsspannung ein Querspannungsgradient erteilt wird. Durch den Querspannungsgradienten erhält die Zigarre ein noch schöneres Aussehen. Der Quer spannungsgradient bewirkt, dass den überlappenden Kantenteilen eine höhere Spannung erteilt wird. Die überlappenden Kantenteile des Deckblattes erhalten dadurch ein faltenfreies Aussehen in der fertigen Zigarre. Ein solches faltenfreies Aussehen der Zigarre ist eine wichtige Verkaufsbedingung für Zigarren.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum schraubenlinienförmigen Aufwickeln einer Länge eines Deckblattes um einen Zigarrenwickel mit unter Spannung stehenden überlappenden Kan tenteilen und ist dadurch gekennzeichnet, dass dem Deckblatt zusätzlich zu einer Längsspannung ein Querspannungsgradient erteilt wird, um den überlap penden Kantenteilen eine höhere Spannung zu ertei len.
Dieser Querspannungsgradient kann mittels einer, an beiden Enden abgeschrägten Zugwalze erzeugt werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Zigarrenmaschine zur Durchführung des Verfahrens, mit einer Deckblattaufbringvorrichtung mit einer Walzenanordnung, um den Zigarrenwickel zu drehen, mit Mitteln zum Antreiben dieser Walzen, mit einem Deckblattträger, um ein mit Klebstoff bestrichenes Deckblatt an die Walzenanordnung abzugeben und mit Mitteln, um das Deckblatt aufzunehmen,
wenn es vom Träger abgestreift und unter der Deckblattzug- wirkung um den Wickel gewickelt wird, und ist da durch gekennzeichnet, dass eine drehbare, in einem Winkel zur horizontalen Fläche eines Deckblattför- derers angeordnete Zugwalze vorgesehen ist, die fähig ist, dem Deckblatt einen Querspannungsgra- dienten zu erteilen, und dass die Zugwalze nahe bei der Walzenanordnung ist, über welche das Deckblatt sich bewegt.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Fig. 1 zeigt in einer Ansicht von oben ein Form werkzeug, einen Deckblattförderer, eine Einrichtung zur Zuführung des Klebstoffes, eine Umwickelein- richtung und eine Zigarrenwickelübergabeeinrich- tung,
also die wesentlichen Teile zum automatischen Aufbringen eines Deckblattes auf einen Zigarrenwik- kel für eine Zigarrenmaschine.
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der den Klebstoff zuführenden Einrichtung und ihres Betätigungsme chanismus.
Fig.3 zeigt eine Ansicht längs der Linie 3-3 nach Fig. 2 von oben.
Fig. 4 zeigt einen Teilschnitt der Betätigungsvor richtung für die Einrichtung zur Zuführung des Kleb stoffes nach der Linie 4-4 aus Fig. 2.
Fig.4A zeigt eine Vorderansicht nach Linie 4A-4A der Fig.4, aus der der solenoidbetätigte Klinkenmechanismus zum Unwirksammachen der den Klebstoff zuführenden Einrichtung ersichtlich ist, wenn kein Zigarrenwickel in der Wickelübergabeein- richtung vorhanden ist.
Fig. 5 zeigt einen Teilschnitt durch die den Kleb stoff zuführende Einrichtung nach der Linie 5-5 aus Fig. 2.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt der den Klebstoff zu führenden Schiene nach der Linie 6-6 nach Fig. 3. Fig.7 zeigt eine perspektivische Ansicht des Zigarrenumwickelmechanismus. Fig. 8 zeigt eine Ansicht des Zigarrenumwickel- mechanismus von vorne.
Fig. 9 zeigt eine entsprechende Ansicht von oben. Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht der Fig.8 von rechts.
Fig. 11 zeigt einen Teilschnitt des das Deckblatt zuführenden Mechanismus in Verbindung mit dem Deckblattförderer, während das Deckblatt aufge bracht wird.
Fig. 12 zeigt eine Seitenansicht der Zigarrenwik- kelübergabeeinrichtung mit einem Abfühlschalter zur Anzeige, wenn ein Zigarrenwickel fehlt; die überga- beeinrichtung ist in der Stellung gezeigt, in der ein Zigarrenwickel aus einem üblichen Wickelrand- schleifer aufgenommen wird.
Fig. 13 zeigt eine ähnliche Ansicht, in der die Übergabeeinrichtung in der Lage gezeigt ist, in der ein Zigarrenwickel auf die Umwickelvorrichtung ab gelegt wird.
Fig. 14 zeigt eine Vorderansicht nach der Linie l4-14 aus Fig. 13.
Fig. 15 zeigt teilweise im Schnitt eine Ansicht des Formwerkzeuges für das Deckblatt, wobei die sole- noidbetätigte Klinke den Mechanismus zur Abgabe eines Deckblattes auf den Förderer unwirksam macht, wenn kein Zigarrenwickel auf der Zigarren übergabeeinrichtung liegt.
Fig.16 stellt einen Teilschnitt nach der Linie 16-16 aus Fig. 15 dar. Fig. 17 ist ein Teilschnitt nach der Linie 17-17 aus Fig. 16.
Fig. 18 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 18-18 aus Fig. 16 und Fig. 19 zeigt ein Schaltdiagramm der elektrischen Steuereinrichtung für den solenoidbetätigten Klin- kenmechanismus, der mit Einrichtungen zur Kleb stoffzufuhr und Deckblattübergabe zusammenwirkt.
In den Fig. 1 bis 6 ist ein Zigarrendeckblatt W dargestellt, das in einer Formvorrichtung D eines Werkzeuges<I>T</I> vorgeformt wird. Dieses Deckblatt<I>W</I> wird mit Hilfe eines Deckblattförderers C in an sich bekannter Weise (siehe US-Patentschrift <B>1888</B> 788 von S. Clausen) von der Formvorrichtung abgeho ben.
Der Förderer C hält auf seinem Weg in Rich tung auf die Umwickelvorrichtung R zu einen Augenblick oberhalb einer Klebstoffzuführvorrich- tung P still, in der Klebstoff etwa der ganzen Fläche des Deckblattes W, das durch den Förderer C gehal ten wird, zugeführt wird.
Von der Klebstoffzuführ- stelle läuft der Förderer C in die Zigarrenumwickel- vorrichtung R, wo das Deckblatt W von dem Förde rer abgelenkt und auf ein Bündel gerollt wird, das vorher in der Umwickelvorrichtung R mit Hilfe einer Wickelübergabeeinrichtung B abgelegt worden ist.
Es soll eine Zigarre hergestellt werden, die zwei offene Enden aufweist und die so lange ist, dass sie z. B. in ihrer Mitte durchgeschnitten werden soll, so dass zwei Zigarren erhalten werden. Es ist wesent lich, dass das Deckblatt der Zigarre auf der gesamten Fläche, auf der es den Wickel berührt, durch Kleb stoff befestigt ist.
Der Klebstoff wird dem Deckblatt mit Hilfe einer Klebstoffzuführplatte 20 zugeführt. Es muss deshalb die Bewegung des Förderers C an dieser Stelle kurz angehalten werden. Die Klebstoffzuführplatte 20 bil det einen Teil der Klebstoffzuführvorrichtung P und ist verstellbar auf zwei Tragstäben 22 befestigt, deren jeder am unteren Ende verstellbar mit dem zugehöri gen von zwei horizontalen Stäben 24 verbunden ist, deren jeder wiederum verstellbar auf einer horizon talen Hebeschiene 26 befestigt ist und dort übersteht.
Die Hebeschiene 26 ist durch zwei Bolzen 28 gehal ten, die über zwei Winkelhebel 30 vorstehen und von diesen an den freien Enden gehalten werden; der eine der Winkelhebel ist drehbar an einer Welle 32 befe stigt, während der andere mit einer Welle 34 (Fig. 2) verbunden ist. Die Welle 32 und die Welle 34 sind in einer horizontalen Schiene 36 gelagert, die verstellbar an einem Bügel oder einer Säule 38 mit dem Rahmen der Zigarrenmaschine in Verbindung stehen. Die Winkelhebel 30 sind miteinander über ein Gelenk 40 verbunden, wobei die Hebeschiene 26 beim Hin- und Hergehen der Winkelhebel senkrecht und parallel bewegt wird.
An der Welle 34 ist ein Arm 42 befe stigt, an dessen freiem Ende verstellbar ein Ende eines Verbindungsstabes 44 angelenkt ist, während das andere Ende des Stabes drehbar an einem Arm 46 auf der Welle 48 befestigt wird, die in Lagerbök- ken 50 und 52 läuft. An der Welle 48 ist auch ein Npckenhebel 54 befestigt, der am freien Ende eine Nockenwalze 56 besitzt, die in eine Nockenscheibe 5$ eingreift, welche auf einer Welle 60 befestigt ist.
Eine Zugfeder 82 ist zwischen dem Mittelteil des Hebels 54 und dem Zigarrenmaschinenbett einge spannt und spannt die Nockenwalze 56 gegen die Nockenscheibe 58 vor, Eine Drehung der Welle 60 und der Nocken scheibe<B>58</B> überträgt eine Hin- und Herbewegung über den Nockenhebel 54 auf den Arm 46,
der wie- derum über den Verbindungsstab 44 eine hin- und hergehende Bewegung auf den Arm 42 der Welle 34 überträgt. Da die Winkelhebel 30 auf der Welle 34 miteinander über das Gelenk 40 verbunden sind, er geben sie eine senkrechte Hin- und Herbewegung der den Klebstoff zuführenden Platte 20 über die hori zontale Schiene 26 und die Tragstäbe 22.
Die den Klebstoff zuführende Platte 20 hält in ihrer untersten Stellung in der Nähe des unteren Teiles eines Kleb- stoffbehälters 64 an und berührt in der obersten Stel lung die untere Seite des Deckblattes, das von dem Förderer C getragen oder gehalten wird. Der Kleb stoffbehälter 64 ist abnehmbar in einer Schale 66 gehalten, die am oberen Teil der Säule 38 befestigt ist.
Eine gleichmässige Klebstofftemperatur wird im ganzen Behälter dadurch aufrechterhalten, dass eine beheizte Platte 68 untergelegt wird, die über die An schlussklemmenleiste 70 und das Kabel 72 mit einer Stromquelle in Verbindung steht.
Die den Klebstoff zuführende Platte 20 ist mit sich nach oben erweiternden Schlitzen 74 versehen, um ein Abfliessen von zuviel Klebstoff zu ermögli chen, wenn die Platte aus dem Behälter gehoben wird, so dass der Klebstoff der unteren Fläche des bereitstehenden Deckblattes zugeführt wird. Um den mittleren Teil des Deckblattes etwas mehr Klebstoff zuzuführen, kann die den Klebstoff zuführende Platte 20 mit zusätzlichen Längsschienen 76 versehen sein, wie in den Fig. 3, 5 und 6 angedeutet ist.
Die Form der den Klebstoff zuführenden Platte 20 stimmt genau mit der Form des Deckblattes für eine bestimmte Zigarre überein. Die etwa gleichmäs- sige Zufuhr des Klebstoffes auf die gesamte Berühr fläche des Deckblattes gestattet eine gleichmässige Schrumpfung des Deckblattes während des Trocken vorganges der Zigarre, so dass eine bessere und bes ser aussehende Zigarre erhalten wird.
Um die den Klebstoff zuführende Platte 20 in der geeigneten Höhe zu halten, wenn das durch den För derer gehaltene Deckblatt berührt wird, ist eine senk recht einstellbare Anschlagschraube 80 in einem Ansatz 78 auf der Säule 38 vorgesehen, die das obere Ende der Hebeschiene 26 berührt und diese beim Erreichen der obersten Stellung arretiert. Die Zugfe der 82 wird zwischen dem Zigarrenmaschinenrahmen und dem Nockenhebel 54 befestigt und ermöglicht einen geringen Totgang, hält jedoch andererseits den Nockenhebel 56 in Eingriff mit der Nockenscheibe 58.
Wie weiter vorne erwähnt, wird das Deckblatt W durch den Förderer von der den Klebstoff zuführen den Stelle in die Umwickelvorrichtung R gebracht, wo das eingeschlagene Ende des Deckblattes von dem Förderer C auf einen Zigarrenwickel durch eine Faltnadel 84 abgebogen und dann auf den Zigarren wiQkel gerollt wird, das vorher durch eine Wickel,
- transporteInrichtung B in eine Walzenanordnung der Umwickelvorrichtung eingeführt worden ist. Die Walzenanordnung, die den Wickel in Drehung ver setzt, wirkt ähnlich wie in der US-Patentschrift 2 445 308 von C. F. Randolph beschrieben.
Um jedoch eine gleichmässige Zigarre mit zwei offener! abgeschrägten Enden herzustellen, werden neue Mit tel vorgesehen, um das vollständig mit Klebstoff ver sehene Deckblatt auf den Zigarrenwickel aufzubrin gen, der nun im folgenden in Zusammenhang mit den Fig. 7 bis 11 erläutert wird.
Eine Zugwalze 86 bewirkt die gewünschte Span nung für das Deckblatt, wenn es von dem Förderer abgenommen und über den umlaufenden Wickel ge rollt wird, ohne dass der Klebstoffbelag auf dem Deckblatt beschädigt wird. Die Walze 86 wird in Lagern in einem Arm 88 gehalten, der an einem Trä ger 90 befestigt ist. Dieser Träger 90 ist mit zwei Lagerböcken 92 und 93 versehen, die hin- und her= bewegbar auf einer horizontalen Welle 94 gelagert sind, die im oberen Teil eines Elementes 96 befestigt ist, welches wiederum am unteren Teil drehbar auf einer Hohlwelle 98 läuft.
Die Hohlwelle 98 ist dreh bar in Lagern des Hauptrahmens 100 der Umwickel" vorrichtung gehalten. Einer der Lagerböcke 93 des Trägers 90 ist mit einer Aussparung 102 versehen, in der eine Zugfeder 104 angebracht ist, deren eines Ende am Lagerbock 93 befestigt ist, während das an dere mit einem Knopf 106 verbunden ist, der am Ende der Welle 94 einstellbar angebracht ist.
Die Zugfeder 104 zieht das Glied 90 und infolge.- dessen, den die Walze tragenden Arm 88 nach oben. Diese Aufwärtsbewegung wird mit Hilfe eines ein steilbaren Anschlaggliedes 108 gesperrt, das durch einen Ansatz 110 getragen wird, welcher ein gemein sames Bauteil reit dem Lagerbock 93 bildet. Das freie Ende der Schraube 108 greift in einen horizontalen Stift 112, der von einem Ansatz 114 aus verläuft so wie mit dem Bauteil 96 ein gemeinsames Teil bildet und von diesem aus verläuft.
Der Lagerbock 92 ist mit einem Arm 116 verse hen, der an dem freien Ende eine Nockenwalze 118 trägt, die im Weg eines Nockenkeiles 120 angeordnet ist. Der Keil 120 ist am freien Ende eines Armes 122 drehbar auf einer Welle 124 befestigt, welche durch ein Bauteil 125 am Hauptrahmen 100 gehalten wird. Der mittlere Teil des Armes 122 ist mit Hilfe einer Stift- und Schlitzverbindung 123 gleitend in dem einen Ende eines Gelenkes 126 aufgebracht.
Dessen anderes Gelenk ist drehbar über einen Stift 128 mit einem Betätigungsarm 130 verbunden, der an der vorerwähnten Hohlwelle 98 befestigt ist. An dieser Hohlwelle ist auch ein Arm 132 befestigt, der an sei- nem freien Ende eine Nockenwalze 134 trägt, die in eine Nockenscheibe 136 eingreift, welche auf der Nockenwelle 138 der Umwickelvorrichtung R befe stigt ist.
Ein Bügel 125 ist mit einem becherförmigen An satz 140 versehen, der ein Ende einer Druckfeder 142 aufnimmt, deren anderes Ende in eine becher- förmige Aussparung 144 im Bauteil 96 eingreift. Die Druckfeder 142 spannt das Bauteil 96 in seine vor derste Stellung vor, wenn eine Nockenwalze 134 auf dem unteren Teil der Nockenscheibe 136 aufliegt.
Diese Vorwärtsstellung des Bauteiles 96 wird über einen geeigneten Anschlag 150 am Bauteil 96 gesteuert und eingestellt und kann das hintere Ende eines Teiles des Hauptrahmens 100 der Umwickel vorrichtung berühren. Der Nockenarm 122 ist mit einem Anschlag 146 versehen, der einen Stift 148 trägt, der durch den Anschlag hindurch in den Weg des hinteren Endes des Gelenkes 126 eingreift. Die Bewegung der Nockenwalze 134 des Armes 132 von der unteren in die obere Stellung des Nockens 136 erzeugt eine Bewegung der Hohlwelle 98 im Uhrzei- gersinn (vgl. Fig. 10).
Dadurch wird auch der Betäti gungsarm 130 bewegt, der auf der Hohlwelle 98 in der gleichen Drehrichtung umlaufend befestigt ist. Dies löst eine Bewegung des Verbindungsgelenkes 126 nach rechts aus, so dass das rückwärtige Ende den Ausschlag 148 berührt. Eine fortlaufende Bewe gung schwenkt dann den Nockenarm 122 im Uhrzei gersinn. Die Drehung des Nockenarmes 122 im Uhr zeigersinn bewirkt, dass der Nockenkeil 120 in die Nockenwalze <B>118</B> des Armes 116 eingreift und diese anhebt.
Da der Nockenarm 116 ein gemeinsames Bauteil mit dem Bügel 90 bildet, der wiederum die Zugwalze 86 trägt, bewirkt eine Aufwärtsbewegung des Armes 116 eine Abwärtsbewegung der Bügel 88 und 90 und damit der Zugwalze 86. Während einer fortlaufenden Rückwärtsbewegung des Betätigungs armes 130 berührt das freie Ende des letzteren einen einstellbaren Anschlag 152, der durch das Bauteil 96 getragen wird, das dann im Uhrzeigersinn oder nach hinten bewegt wird.
Wenn deshalb die Nockenwalze 134 den erhöhten Teil der Nockenscheibe 136 er reicht, nimmt die Zugwalze 86 ihre unterste und rückwärtige Stellung ein, wo sie verbleibt, bis ein Wickel in der Walzenanordnung der Wickelvorrich- tung R abgelegt wird.
Die Walzenanordnung ist in der US-Patentschrift 2445308 von Randolph be schrieben und besteht aus zwei Paaren von Walzen 154, 156 und 158, 160, die dem Zweck dienen, ein Deckblatt in Schraubenlinienform um ein Zigarren wickel zu rollen, das von dieser Walzenanordnung gehalten wird. Die Walzenanordnung ist so angeord net, dass sie zur Aufnahme eines zu bewickelnden Wickels geöffnet wird. Da die Halterung sowie das Öffnen und Schliessen dieser Walzenanordnung an sich bekannt ist, wird auf eine nähere Beschreibung verzichtet.
Die Walzen 154 und 156 sind antriebsmässig miteinander über die Zahnräder 162, 164 verbunden, während die Walzen 158, 160 in ähnlicher Weise über die Zahnräder<B>166</B> und 168 verbunden sind. Die Zahnräder 164 und 168 stehen in Eingriff mit einem Zahnrad 170, das auf einer Welle 172 drehbar am Rahmen 100 der Umwickelvorrichtung R befestigt ist. An der Welle 172 ist ein weiteres Zahnrad 174 angebracht, das mit einem Zahnrad 176 auf der Welle 178 in Eingriff steht. Ferner ist mit der Welle 178 ein Zahnrad 180 verbunden, das entsprechend dem Durchmesser des Wickels, das umwickelt wer den soll, ausgebildet ist.
Das Zahnrad 180 wiederum greift in ein Zwischenzahnrad 182, das auf einer Welle 184 angebracht ist. Das Zahnrad 182 bildet ein gemeinsames Bauteil mit einem weiteren Zahnrad 186, das lose auf dieser Welle befestigt ist. Das Zahnrad 186 greift in das Hauptantriebszahnrad 188 ein, das auf der Nocken- und Antriebswelle 138 der Umwickelvorrichtung R befestigt ist.
Das Zahnrad 176 steht auch in Eingriff mit einem Zahnrad 190, das am einen Ende einer Welle 192 befestigt ist, während an dem anderen Ende ein wei teres Zahnrad 194 angebracht ist. Die Welle 192 läuft in Lagerböcken, die einen Teil des Hauptrah mens 100 der Umwickelvorrichtung R darstellen. Das Zahnrad 194 treibt über ein Zwischenzahnrad 196 ein Zahnrad 198 an, das auf einer horizontalen Welle 200 befestigt ist, die in der Hohlwelle 98, von der sie auch getragen wird, umläuft. Am einen Ende der Welle 200 ist eine Riemenscheibe 202 vorgese hen, die über einen Riemen 204 eine Doppelriemen scheibe 206 antreibt, welche lose auf der Welle 94 aufgebracht ist.
Die Doppelriemenscheibe 260 treibt ferner mit Hilfe eines Riemens 208 die Riemen scheibe 210, die am Ende der Zugwalze 86 ange bracht ist.
Beim Zuführen des Deckblattes W zu einem vor her in die Walzenanordnung der Umwickelvorrich- tung eingesetzten Wickel wird das Deckblatt W auf der gesamten Grundfläche mit Klebstoff versehen und durch den Förderer C auf die Umwickelvorrich- tung in die Stellung I in Fig. 1 transportiert.
Während eines kurzen Stillstandes des Förderers lenkt die Faltnadel 84 das Faltende des Deckblattes von dem Förderer auf das Bündel in der Walzenanordnung der Umwickeleinrichtung ab, wie dies in der US-Patent- schrift No. <B>1915</B> 277 von Halstead und in der Pa tentschrift 2 290 171 von Dürning beschrieben ist. Sobald das Faltende des Deckblattes auf den Wickel mit Hilfe der Faltnadel 84 gepresst wird, bewirkt eine Drehung der Walzen in der Traganordnung ein Ab ziehen des Deckblattes W von dem Förderer auf den Wickel in schraubenlinienförmigem Verlauf.
Wäh rend der Umwicklung unterstützt eine Bewegung des Förderers dieses Abziehen des Deckblattes W.
Um eine gleichmässige Zigarre zu erhalten, ist es wesentlich, dass das Deckblatt, das auf den umlau fenden Wickel aufgebracht ist, während des ganzen Umwickelvorganges unter einer Längsspannung und einem Querspannungsgradienten gehalten wird. Fer ner ist wesentlich, dass diese Spannungen ohne Ent- fernen des aufgebrachten Klebstoffes erfolgen, und dass vorgesehen ist' dass die Zugwalze 86, über die das Deckblatt W von dem Förderer auf den rotieren den Wickel (siehe Fig. 11) gebracht wird, abgenom men wird.
Diese Zugwalze 86 ist in einem kleinen Winkel A zur horizontalen unteren Fläche des För derers C angebracht und erzeugt somit eine etwas höhere Spannung an der Kante des Deckblattes, die den äusseren schraubenlinienförmigen Saum der Zigarre darstellt, als im Blattinnern. Es wird also ein Querspannungsgradient erzeugt.
Dieser Winkel bzw. diese Verschiebung der Zug walze in bezug auf die horizontale Grundfläche des Deckblattförderers C ist durch den Winkel A darge stellt, der in Fig. 8 strichpunktiert gezeigt ist, wobei die obere Linie E die Ebene der horizontalen unteren Fläche des Förderers und die Linie F eine Ebene tangential zur Fläche der Zugwalze 86 darstellt. Die obere Fläche der Zugwalze 86 weist nur einen gerin gen Abstand gegen die untere Fläche des Förderers C auf.
Die Zugwalze 86 hat die vorteilhafte Wirkung, dass der Klebstoff, der dem Deckblatt durch die den Klebstoff zuführende Platte 20 zugeführt wird, gleichmässig über den gesamten Bereich der unteren Fläche des Deckblattes verteilt wird. Um jede Kratz- wirkung durch die Zugwalze 86 auf das Deckblatt W zu vermeiden, wird die Zugwalze mit gleicher oder einer der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen pro portionalen Geschwindigkeit angetrieben, die die Vorrichtung bilden, in der das Deckblatt auf den Wickel aufgewickelt wird.
Nach einer bevorzugten Wirkungsweise der beschriebenen Umwickelvorrich- tung werden die Umfangsgeschwindigkeit der Zug walze und die Geschwindigkeit des Deckblattförde- rers gleich gross gehalten. Die Umfangsgeschwindig keit der Walzen 154, 156, 158 und 160, die den Zigarrenwickel in Umdrehung versetzen, ist jedoch etwas höher. Dadurch wird eine Spannung im Deck blatt erzeugt, ohne dass ein wahrnehmbarer Schlupf des Deckblattes relativ zu der Fläche der Zugwalze entsteht. Zusätzlich ist die Zugwalze an jedem Ende so abgeschrägt, dass die Abschrägung der des Zigar renwickels entspricht.
Dadurch wird das Verhältnis der Umfangsgeschwindigkeit zwischen Wickel und Zugwalze aufrechterhalten. In Verbindung mit Fig. 1 lässt sich erkennen, dass das Deckblatt, wenn es in der punktierten Stellung bei I abgegeben wird, an den Abschrägungen sowohl der Zugwalze als auch des Wickels anliegt. In derselben Figur zeigt die ohne Bezugszeichen dargestellte strichpunktierte Linie, wie das Deckblatt in ähnlicher Weise in die Abschrägung des Wickels und der Walze am anderen Ende ein greift.
Die Antriebsvorrichtung der Zugwalze 86 nach den Fig. 8 und 10 zeigt deutlich die Synchronisierung der Zugwalze mit der Walzenanordnung. Da es erfor derlich ist, die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen anordnung zu verändern, -wenn Zigarren von ver schiedenen Durchmessern hergestellt werden sollen, werden die Zahnräder 180 und 182 durch- grössere oder kleinere Zahnräder ersetzt, um die gewünschte Umfangsgeschwindigkeit zu erzielen.
Ein Austausch der Zahnräder beeinflusst natürlich automatisch die Umfangsgeschwindigkeit der Zahnräder und der Scheiben, die die Zugwalze 86 antreiben, so dass die Umfangsgeschwindigkeit der letzteren stets im selben Geschwindigkeitsverhältnis zur Umfangsgeschwin digkeit der Walzenanordnung bleibt, unabhängig von der Änderung der oben erwähnten Zahnräder 180 und 182.
Nach Fig. 8 werden die abgeschrägten Enden des Wickels G die Walzenanordnung eingesetzt und rei chen bis unter die Walzen. Sie werden in konkaven Bauteilen 212 und 214 aufgenommen, die der Ab schrägung der Enden des Wickels angepasst sind.
Zusätzlich tragen die Enden der Walze 154 (vgl. Fig. 9) axial in einer Linie liegende, lose befestigte konische Walzen, die die abgeschrägten Enden des Wickels erfassen, um ein gleichmässiges Aufkleben und Haften des Deckblattes an diesen Enden des Wickels zu gewährleisten.
Um eine gleichmässige Haftung des Deckblattes an den abgeschrägten Enden des Wickels zu erhalten und um zu vermeiden, dass der Tabak in den abgeschrägten Enden des Zigarrenwickels während des Aufbringens des Deck blattes sich ausdehnt, sind zwei zusammengehörige konkave Glättwalzen 220, die der Abschrägung der Wickelenden angepasst sind und die in die Wickelab- schrägungen eingreifen, auf einer Welle 221 ange bracht und verlaufen in Längsrichtung zur Zigarren walzenanordnung.
Die Ausführung und die Wirkungsweise des Mechanismus der Faltnadel 84 sind an sich bekannt und in der US-Patentschrift 2 290171 wie auch in der US-Patentschrift <B>1915</B> 277 beschrieben, so dass auf eine weitere Erläuterung verzichtet wird.
Die vorliegende Maschine weist auch eine elek trisch gesteuerte Einrichtung zur Verhinderung der Abgabe eines Deckblattes von einem Deckblattform- werkzeug einer Zigarrenmaschine auf den Deckblatt förderer auf, wenn kein Zigarrenwickel auf die Wal zenanordnung der Urnwickelvorrichtung übertragen wird, und um gleichzeitig das Zuführen von Klebstoff zum unteren Teil des Deckblattförderers zu verhin dern, wenn kein Deckblatt auf die Fördervorrichtung aufgebracht ist.
In Fig. 1 ist eine Zigarrenbündeltransportvorrich- tung B zwischen einem Zigarrenbündelrandschleifer H und der Zigarrenumwickelvorrichtung R angeord net. Wenn Zigarrenwickel G den Backen 222, 223 des Randschleifers H zur endgültigen Formgebung zugeführt werden, werden sie nacheinander von der Transportvorrichtung B aufgenommen und in der Rollenanordnung der Umwickelvorrichtung R abge legt.
Hierbei wird ein Arm 24 der Transportvor richtung B, die die Zigarrenwickelgreifer trägt, so angeordnet, dass er zwischen dem Randschleifer H und der Rollenanordnung des Deckblattes R hin- und herschwingt, so dass er einen Zigarrenwickel G von dem Randschleifer H ergreift und nach einer Bewe gung in eine Stellung über der Rollenanordnung des Deckblattes R den Zigarrenwickel loslässt und in der Anordnung der Umwickelwalzen für den Umwickel vorgang ablegt.
In Fig. 12 ist ein Teil der Transportvorrichtung in der Lage dargestellt, in der ein Zigarrenwickel G auf genommen wird, während die Fig. 13 und 14 die Transportrichtung in der Stellung zeigen, in der der Zigarrenwickel auf die Deckblattwalzen abgelegt wird. Insbesondere lassen diese drei Figuren die Aus bildung der Greiferfinger erkennen. An einer Hülse 225 sind zwei Lagerstifte 226 und 227 befestigt, auf denen drehbar zwei mit Ansätzen 230 und 231 verse hene herabhängende Arme 228 und 229 angebracht sind.
An diesen Ansätzen 230 und 231 sind Greifbak- ken 232 und 233 befestigt, die durch ein Kniegelenk miteinander verbunden sind, welche dazu dienen, die Greifer voll geöffnet zu halten, wenn der die Greifer betätigende Stössel 236, der in der Hülse 225 in senk rechter Richtung gleiten kann, durch Eingreifen eines Armes 237 eines Hebels 238 in den oberen Teil des Stössels 236 nach unten gedrückt wird. Der Hebel 238 ist drehbar bei 241 zwischen Befestigungs platten 239 und 240 angebracht, die an einer Welle 242 befestigt sind, welche ihrerseits an den äusseren Enden eines übertragungsarmes 224 gelagert ist.
Das äussere Ende der Welle 242 wird in einer Verlänge rung 243 eines geschlitzten Blockes auf der senk rechten Hülse 225 aufgenommen und festgehalten. Die Greifbacken 232 und 233 sind an Ansätzen 230 und 231 durch Schrauben 244 befestigt und eine zu sätzliche einstellbare Schraube 245 dient nicht nur zur Befestigung der Klemmbacke 233 an dem Vor sprung 231, sondern die Schraube reicht auch durch den Ansatz 231 hindurch und trifft einen Vorsprung 246 auf dem Ansatz 230, um die Bewegungen der Klemmbacken 232 und 233 gegeneinander zu be grenzen und dadurch zu verhindern, dass die Klemm backen den in ihnen angeordneten Zigarrenwickel beschädigen.
Die Klemmbacken werden durch die Schraube 245 so eingestellt, dass ein Zigarrenwickel G leicht darin gehalten werden kann, ohne dass ein besonderer Druck ausgeübt werden muss, der den Wickel beschädigen könnte. Die Kniegelenke 234 und 235 sind am unteren Teil des Stössels 236 ange bracht, und ein horizontaler Stift 247 verläuft von einem mittleren Teil des Stössels 236 aus quer in senkrechter Richtung gleitend in einem senkrechten Schlitz 248 der Hülse 225 und stellt einen Auslöser dar, der das Schliessen der Klemmbacken 232 und 233 bewirkt.
Der übertragungsarm 224 wird in die Bündelauf- nahmestellung geschwenkt, und es ist eine Einrich tung vorgesehen, um die Klemmbacken in einer ge spreizten Stellung zu halten. Das obere Ende des Stössels 236 weist eine Kerbe 249 auf, die, wenn die Klemmbacken 232 und 233 gespreizt sind und der Stössel 236 infolgedessen seine unterste Stellung ein- nimmt, eine Sperrnase 250 am einen Ende einer Hebelklinke 251 aufnimmt, wobei der Hebel bei 252 an dem Block 243 gelenkig befestigt und normaler weise mit Hilfe einer Feder 253 so vorgespannt ist,
dass die Nase 250 auf die Fläche des Stössels 256 gleitet und in die Kerbe 249 einrasten will, wenn der Stössel die unterste Stellung einnimmt, so dass eine Sperrung der Klemmbacken 232 und 233 in der ge spreizten Stellung gewährleistet ist. Wenn der über tragungsarm die Bündelaufnahmestellung am Rand schleifer H erreicht, kann die Stösselklinke 251 ge löst werden, so dass die Klemmbacken betätigt wer den und einen Zigarrenwickel aufnehmen.
Ein An satz 254 ist am Transportarm 224 über der Welle 242 befestigt und mit einer Schraube 255 versehen, die in der in Figur 12 gezeigten Stellung des Armes (Zigarrenaufnahmestellung) die Klinke 251 ausser Eingriff mit dem Stössel 236 gegen die Vorspannung der Klinkenfeder 253 drehen kann.
Wird die Ab wärtsbewegung des Transportarmes 224 fortgesetzt, so drückt der horizontale Auslösestift 247 auf den Stössel 236 gegen das obere Teil einer senkrechten Einstellschraube 256 (siehe auch Figur 1), die ein stellbar auf dem Wickelrandschleifer H befestigt ist.
Dadurch werden die Gelenkverbindungen 234 und 235 durchgeknickt, so dass nach dem Durchlaufen des Totpunktes eine Zugfeder 257, die zwischen den Greiferarmen 228 und 229 wirkt, die Greifbacken 232 und 233 über dem Zigarrenwickel G schliesst, wodurch der Transportarm 224 seine Hin- und Her bewegung zur übertragung des Wickels G in die Stellung, die in den Figuren 13 und 14 über der Um wickelvorrichtung (siehe auch Figur 1) gezeigt ist, umkehrt.
Die Ausbildung und die Wirkungsweise der Ein richtung zur Hin- und Herbewegung des Transport armes 224 auf einer Welle 258, die von einem Bau teil 259 (Figur 1) ausgeht, ist bei Zigarrenwickel- übertragungsvorrichtungen für Zigarrenherstellma- schinen an sich bekannt und beispielsweise in der US-Patentschrift 2 334 174, F. Clausen, beschrieben. Eine derartige Einrichtung ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Es sei hier jedoch darauf hingewiesen, dass mit Hilfe einer kinematischen Kette, die eine den übertragunsarm hin und herbewegende Welle 258 mit der Stützwelle 242 für die Wickelgreifer ver bindet, wenn der übertragungsarm hin- und herbe wegt wird, auf die Welle 242 eine Hin- und Herbewe- gung ausgeführt wird, um die Greifereinrichtung mit ihrer Achse über den gesamten Bewegungsbereich des übertragungsarmes 24 senkrecht zu halten.
Kommt der übertragungsarm 224 an der Umwik- kelstelle (siehe Fig. 1, 13 und 14) an, so trifft der Hebel 238 oberhalb der Greifeinrichtung auf das obere Teil einer verstellbaren Anschlagschraube 260, die auf einem Bügel 261 in der Nähe der Umwickel vorrichtung R befestigt ist.
Dadurch wird der Hebel 238 in Berührung mit dem oberen Teil des Stössels 236 gedreht, um letzteren nach abwärts zu bewegen und zu bewirken, dass die Kniegelenke 234 und 235 die Greifer 232 und 233 auseinanderdrücken, so dass der Wickel G freigegeben wird und auf der Walzen anordnung der Umwickelvorrichtung R abgelegt wird. Der Übertragungsarm 224 nimmt dann die Greifbacken wieder mit zurück, die geöffnet und mit Hilfe einer Klinke 251 gesperrt sind, welche mit einem Stössel 236 zur Aufnahme eines weiteren Zigarrenwickels aus dem Randschneider H verbun den ist.
Nach den Fig. 12 bis 14 trägt der Greiferarm 229 einen Mikroschalter 262, der die Schaltkreise der Solenoide steuert, die in die Klinken eingreifen, um die Übergabe des Zigarrendeckblattes auf den Förde rer C und die Zuführung des Klebstoffes von der Klebstoffzuführungsvorrichtung P unwirksam ma chen, wenn kein Zigarrenwickel in der Transport vorrichtung B vorhanden ist, die von dem Rand schneider H auf die Umwickelvorrichtung R ge schwenkt wird.
Der Mikorschalter 262 dient als Ab- fühlschalter, um anzuzeigen, ob ein Wickel zwischen den Greiferbacken 232 und 233 liegt oder nicht. Der Schalter 262 ist normalerweise geschlossen. Ein Hebel 263 ist an einerZwischenstelle an demGreifer- arm 229 bis 264 aasgelenkt.
Der obere Arm 265 des Hebels ist in der Nähe des Schaltbetätigers angeord net und wird normalerweise durch eine Feder 266 von diesem weg gespannt; diese Vorspannbewegung wird durch einen L-förmigen Stab 268 begrenzt, der vom Greiferarm 229 aus verläuft und um die Rück seite des Winkelhebels 265 führt. Der untere Arm 267 des Hebels 265 weist einen zylindrischen, mit einer konvexen Fläche versehenen Taster 269 auf, der durch eine Öffnung 270 in der Greifbacke 230 greift.
Wenn ein Zigarrenwickel zwischen den ge schlossenen Greifbacken 232 und 233 (siehe Figur 13) angeordnet ist, wird der Taster 269 durch den Wickel G nach aussen gedrückt, dadurch wird der Hebel 263 so gedreht, dass er den Schalter 262 öffnet und die Solenoidkreise in Figur 19 unterbricht. Nur wenn kein Zigarrenwickel zwischen den Greifbacken 232 und 233 liegt, bleibt der Schalter 262 geschlos sen und erregt die Solenoide 271 und 272, die da durch die Klinken betätigen, welche damit die Kleb- stoffzufuhr- und die Deckblattabgabeeinrichtung sperren.
Ferner werden die Solenoide so erregt, dass sie ihre entsprechenden Klinken nur bestätigen, wenn kein Zigarrenwickel zwischen den Greifbacken 232 und 233 liegt, während die Schwenkbewegung des Wickelübertragungsarmes 234 von dem Zigarren- randschneider H in die Umwickelvorrichtung R (Fig. 1) durchgeführt wird. In Reihe mit dem Schalter 263 liegt ein Zeitschalter 273 (siehe auch Figur 8), der auf dem Rahmen 100 der Umwickelvorrichtung befestigt ist.
Dieser Schalter ist normalerweise geöff net, kann jedoch durch eine Erhöhung 274 auf einer Nockenscheibe 275 geschlossen werden, die an der Hauptantriebs- und Nockenwelle 138 der Umwickel vorrichtung R befestigt ist.
In den Fig.15 bis 19 ist eine Einrichtung zur Sperrung der Übergabe eines vorgeformten Deck- blattes von dem Werkzeug D eines Doppeldeckblatt- formwerkzeuges T einer normalen Zigarrenherstell- maschine gezeigt, wie sie z. B. in der US-Patentschrift 1888 788 von S. Clausen beschrieben ist.
Das Werk zeug T ist oberhalb eines Gehäuses 276 der Zigar renmaschine auf einer senkrechten Welle 277 dreh bar angeordnet, die das Werkzeug T trägt, und die synchron mit der Nocken- und Antriebswelle 278 der Zigarremnaschine umläuft.
Das Werkzeug T trägt zwei zusammengehörige Formhülsen 279, deren jede einen senkrecht ver schiebbaren Formkopf 280 und damit verbundene stationäre Schneidmesser 281 aufweist. Wie in dem bereits erwähnten US-Patent<B>1888</B> 788 von Clausen ausgeführt, wird das Tabakdeckblatt auf den Form block 280 gegeben und dort durch Saugwirkung fest gehalten.
Das Werkzeug wird dann drehbar auf eine Deckblattschneidstelle eingestellt, wo hin- und herbe wegbare Schneidwalzen (nicht dargestellt) über den Formblock 280 laufen und eine bestimmte Form eines Zigarrendeckblattes W (siehe Fig. 1) ausschnei den. Das Werkzeug wird dann auf eine Stellung ge bracht, in der das Werkzeug D unterhalb des halten den Deckblattträgers C angeordnet ist, auf den das geschnittene Deckblatt W übertragen und durch Saugwirkung und durch Anheben des Formblocks 280 festgehalten wird.
Der Formblock 280 ist auf einem senkrechten Stab 282, der in einer Hülse 285 gleitet, befestigt an dem unteren Ende des Stabes sind Walzen 283 vorgesehen, die sich in einer kreisförmi- gen Spur 284 oberhalb des Gehäuses 276 bewegen. An der Deckblattübergabestelle des Werkzeuges T weist die Spur 284 einen ausgesparten Abschnitt 286 (Fig. 17) auf, in dem ein Ende 288 eines horizontalen Hebels 287 angeordnet ist. Das andere Ende ist an der Welle 290 drehbar angebracht, die vom Rahmen der Zigarrenmaschine 289 aus verläuft. Das Hebel ende 288 weist horizontal gegabelte Ansätze 291 auf.
Die obere Fläche der unteren Zacke 292 der Gabelung ist normalerweise in derselben Ebene an geordnet wie die Fläche der Spur 284, und ein Ansatz 293 verläuft von der Walzenwelle 294 aus und be rührt die Unterseite der oberen Zacke 295 der Gabe lung.
Ein Zwischenteil 296 des Hebels 287 ist an einem senkrechten Stab 297 am einen Ende eines Hebels 298 aasgelenkt, dessen anderes Ende drehbar bei 299 an einer Welle auf dem Maschinenrahmen befestigt ist. Ein Zwischenteil des Hebels 298 trägt eine Nok- kenwalze 300, die dem Umfang einer Nockenscheibe 301 auf der Nockenwelle 278 folgen kann. Die Walze 300 wird normalerweise über eine Zugfeder 302 in Eingriff mit der Nockenscheibe 301 gehalten; die Zugfeder 302 wirkt zwischen dem Hebel 298 und einem Rahmenteil 303.
Die Wirkungsweise der be schriebenen Einrichtung ist so, dass, wenn das Werk zeug mit einem fertig geschnittenen Deckblatt auf dem Formblock 280 unterhalb eines kurzzeitig still stehenden Deckblattförderers angeordnet ist, die Drehung der Nockenscheibe 301 zeitlich so erfolgt, dass eine untere Stellung für die Nockenwalze 300 erreicht wird, wobei unter Einwirkung der Feder 302 der Hebel 287 hin- und herschwingt und der Form block 280 kurzzeitig angehoben wird,
um ein vorge schnittenes Deckblatt auf den Förderer aufzubringen. Diese letztgenannte Bewegung wird auf Grund des Eingriffs des gegabelten Endes 288 des Hebels 287 mit der Walze und dem Ansatz 293 am unteren Ende des den Formblock tragenden Stabes 282 erzielt.
Das eine Solenoid <B>271</B> ist auf einem Arm 304 befestigt, der vom Rahmen 303 ausgeht, und der So- lenoidstössel 305 ist durch eine Schiene 306 an das untere Ende einer annähernd senkrecht angeordneten Klinkenschiene 307 angelenkt, die um einen mittle ren Punkt 308 auf einem Bügel 309 am Rahmen 303 drehbar ist.
Die Klinkenschiene 307 ist in der Nähe des die Deckblattform hin und her bewegenden Hebels 287 angebracht und am oberen Teil gegen über dein Hebel mit einer etwa rechteckförmigen Aussparung 310 versehen, wobei bei der Erregung des Solenoids 271 die Klinke in Eingriff mit dem Hebel 287 gedreht wird; der Hebel 287 wird in der Klinkenaussparung 310 aufgenommen und unwirk sam gemacht. Normalerweise ist die Klinke 307 mit Hilfe einer Zugfeder 311 entsperrt. Die Zugfeder 311 liegt zwischen der Klinke und dem Gehäuse des Sole noides 271.
Diese Vorspannwirkung wird durch eine Einstellschraube 312 im Arm 304 begrenzt. Der Kopf der Schraube kann auf der Kante der Klinke 307 in einer vorgegebenen zurückgezogenen oder gelösten Stellung aufliegen. Das Solenoid 271 wird nur dann erregt, wenn kein Zigarrenwickel in der Übertragungsvorrichtung B vorhanden ist, während letztere von dem Wickelrandschneider H auf die Zigarrenumwickelvorrichtung R (Fig. 1) bewegt wird. Der Eingriff der Klinke 307 mit dem Hebel 287 ver hindert,
dass der Formblock 280 nach oben bewegt wird, um ein Deckblatt auf den Förderer abzugeben: Das nicht abgegebene Deckblatt wird somit an den Bedienenden der Zigarrenmaschine zurückgegeben, wobei eine Anzeige des Deckblattformwerkzeuges T erfolgt.
Wenn kein Deckblatt auf den Förderer C gege ben wird, ist es notwendig, die Deckblattbeklebevor- richtung P unwirksam zu machen, um ein Ver schmutzen oder Verstopfen des unteren Teiles des Deckblattförderers zu verhindern. Eine Einrichtung hierzu ist in den Figuren 2, 4 und 4a dargestellt.
Der Nockenhebel 54, der die den Klebstoff zu führende Platte 20 unter Vorspannung einer Zugfe der 82 betätigt, wenn. die Nockenwalze 56 in eine Vertiefung der Nocke 58 gelangt, weist eine Verlän gerung auf, die einen Querstift 313 trägt, welcher von einer Klinke 314 unter den beschriebenen Umstän den betätigt wird,
wobei der Nockenhebel nicht hin- und herschwingen und die den Klebstoff zuführende Platte 20 betätigen kann.
Die Klinke 314 weist die Form einer länglichen Schiene auf, die um eine Welle 315 drehbar ist, die in einem Arm 317 des Maschinenrahmens 318 ange- bracht ist. Ein Ende der Klinke 314 ist über dem Nockenhebel 54 angeordnet und mit einer länglichen rechteckförmigen Aussparung 316 versehen. Das an dere Ende der Klinke 314 ist normalerweise nach unten über eine Zugfeder 319 vorgespannt, die zwi schen dem anderen Hebelende und dem Maschinen rahmen 318 wirkt.
Dasselbe Hebelende ist durch einen einstellbaren Stab 320 an den Stössel 321 des Solenoides 272 angelenkt, das auf einem Rahmenteil 322 befestigt ist. Die Vorspannwirkung der Zugfeder 319 ist durch eine Anschlagschraube 323 begrenzt, die in einem Ansatz 324 eines Bügels 317 einge schraubt ist und die Kante der Klinke 314 an einer bestimmten hin- und herschwingenden Stellung der letzteren berührt. Normalerweise ist das Ende der Klinke 314 mit der Aussparung 316 versehen und nach oben vorgespannt, wie der Fig. 4A entnommen werden kann.
Der Nockenhebel 56 kann frei hin- und herschwingen und die den Klebstoff zuführende Platte 20 (Fig. 2) betätigen. Wenn jedoch kein Zigar renwickel in der Transportvorrichtung liegt, während letztere sich von dem Wickelrandschneider in die Zigarrenumwickelstellung bewegt, wird das Solenoid 272 erregt, wie weiter oben erläutert ist, und der Stössel 321 bewegt die Klinke 314 im Uhrzeigersinn, wie Fig. 4A zeigt, wodurch der Nockenhebelstift 313 in die Klinkenkante 325 eingreift.
Unter dieser Be dingung wird die Vorspannung der Nockenhebelfeder 82 unwirksam, ebenso die den Klebstoff zuführende Platte 20 (Fig. 2), so dass ein Verstopfen oder Ver schmutzen der unteren Fläche des Deckblattförderers C vermieden wird, wenn kein Deckblatt darauf liegt.