CH409831A - Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch Explosion - Google Patents
Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch ExplosionInfo
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Description
Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch Explosion Die sparlose Verformung von Körpern, insbeson dere aus metallischen Werkstoffen, z. B. von Blech, durch Tiefziehen, Drücken und Schmieden mit ihren verschiedenartigen bekannten Abwandlungen wurde in letzter Zeit durch ein neuartiges Verfahren erweitert, das auf der Ausnutzung des durch Entzündung eines in Wasser als Druckübertragungsmittel angeordneten Explosionsstoffes erzeugten Druckes beruht.
Dieses praktizierte Prinzip wurde neuerdings da hingehend modifiziert, dass ein elektrophysikalisch bewirkter Explosionsdruck erzeugt wird. Hierzu wird in dem als Druckübertragungsmittel dienenden Wasser zwischen zwei Elektroden ein. Lichtbogen, ein soge nannter Unterwasserblitz, erzeugt, der .unter Verwen dung einer Spezialschaltung über einen Kapazitator gebildet wird.
In den beiden beschriebenen Fällen einer Verfor mung des Werkstoffes durch die hydraulische über tragung eines Explosionsdruckes auf das zu verfor mende, in einer Form untergebrachte Werkstück ma chen sich .hauptsächlich die beiden folgenden Erschei nungen nachteilig bemerkbar: 1. Bei Verwendung von festen, pulverförmigen oder flüssigen Explosivstoffen werden dem das Ver fahren anwendenden Betriebe die Sicherheitsbestim mungen gemäss Sprengstoffgesetz auferlegt; zur Aus übung des Verfahrens muss ein Sprengmeister ein gesetzt werden.
Es entsteht hier also eine für die me tallverarbeitende Industrie betriebsfremde zusätzliche Belastung mit den daraus abzuleitenden Schwierig keiten.
z. Bei Anwendung des als Unterwasserblitz be zeichneten elektrophysikalischen Lichtbogenprinzips zur Druckerzeugung ist, aufgrund der apparativen An ordnung, die Druckverteilung im :hydraulischen System dadurch beeinträchtigt, dass Druckschatten in Rich tung der beiden den Lichtbogen erzeugenden Elektro- den entstehen, die die Anwendbarkeit des Prinzips auf solche Formkörper beschränken, in denen die Druck schatten keine Rolle spielen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaf fung einer Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch Explosion, welche die Nachteile der bekannten Einrichtungen vermeidet.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Verfor mung von Körpern durch Explosion, mit einem in Wasser als Druckübertragungsmittel angeordneten, zündbaren Explosivstoff, zeichnet sich dadurch aus, dass ein mit Knallgas als Explosivstoff gefüllter, elsti- scher Behälter in dem Wasser angeordnet ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 Die Vorrichtung im Querschnitt und Fig. 2 eine weitere Ausführungsform der Vorrich tung gemäss Fdg. 1.
Gemäss Fig. 1 ist das zu verformende Werkstück 11, ein Leichtmetallrohr, in den Werkzeughafter 10, der gleichzeitig als Form dient, so eingesetzt, dass der zu verformende Teil des Werkstückes 11 sich in Höhe des Formnegativs (in der Zeichnung als einfache Ring nut dargestellt)
befindet. Das Verschlussstück 14 ver- schliesst die gesamte Form einseitig. Durch eine Dich tung 13, z.B. aus einem Tetrafluoräthylenpolymerisat, wird das Werkstück wasserdicht abgeschlossen. In das zu verformende Werkstück 11 wird Wasser 12 so hoch eingefüllt, dass die zu verformende Stelle gut bedeckt ist.
In das Wasser ist der Blektrodenträger 9 nach Ein füllen eines Elektrolyten in den Elektrolytträger 5 und Überziehen des Plastikbeutels 1 so tief eingesenkt, dass der Beutel völlig unter der Wasseroberflächeliegt. Der Plastikbeutel 1, z.B. aus Polyäthylen, wird als Behälter über die äussere Elektrodenummantelung 2 so gezogen, dass die Randverstärkung des Beutels in eine Ringnut der Ummantelung gelangt.
Im Elektrodenträger 9 liegen die Ringelektroden 3 und 6, die durch das Isolationsstück 4 auf Abstand ge halten werden. Zwischen den Ringelektroden liegt der Elektrolytträger 5, der selbst nicht leitend ist und den flüssigen Elektrolyten schwammartig aufzusaugen ver mag, z.B. Glaswolle. Das Zwischenstück 7 fixiert die -innere Ringelektrode 6 im Elektrodenträger 9. Zen trisch im Elektrodenträger 9 ist eine Zündvorrichtung 8 (Zündkerze) eingeschraubt.
Als Elektrolyt kann z.B. verdünnte Phosphorsäure verwendet werden.
Wird nun an die Ringelektroden 3 und 6 eine Wechsel- oder Gleichspannung gelegt, so entsteht im Elektrolyten Knallgas, das sich im Plastikbeutel sam melt. Hat die Kna@llgasmenge die durch Berechnung vorher zu bestimmende Grössenordnung erreicht, was durch einen im Stromkreis liegenden Arbeitsmesser (Zähler bzw. Coul'ometer) festgestellt werden kann, so wird ein Zündfunke in der Zündvorrichtung (8) erzeugt, der das Knallgas zur Explosion bringt.
Da die Detonationsgeschwindigkeit der Knallgas- u.msetzung grösser ist als die Schallgeschwindigkeit im Wasser (ca. 12 000 m/sec ;gegen ca. <B>1500</B> m/sec), wird der hydraulische Druck stosswell'enartig nach allen Richtungen gleichförmig übertragen, d. h. das Wasser wirkt wie ein starrer Körper.
Das zu verformende Werkstück wird durch die Stossbelastung an den entsprechenden Formstellen zum Fliessen gebracht und dem Formnegativ angepasst. Nach Trennung der Form kann das fertigverformte Werkstück dem Werkzeughalter entnommen werden. Eine Nachbearbeitung ist erfahrungsgemäss bei die sem Prozess nicht erforderlich.
Gemäss Fig. 2 'ist eine starkwandige Kunststoff- hoh Ikugel 15 vorgesehen, welche teilweise mit dem wässrigen Elektrolyten 16 gefüllt ist, in den die Elek troden 17 eintauchen. Die Stromzuführungen 20 +. 21 zu den Elektroden sind mit der Kunststoffkapsel gas dicht vergossen.
Zur Zündung des Knallgasgemisches dient der zwi schen der Zuleitung 19 und der Stromzuführung 20 der einen Elektrode liegende Glühdraht 18. Zur Durch führung des Explosionsverfahrens wird die beschrie bene Vorrichtung in der bekannten Weise in die als Druckübertragungsmedium dienende Flüssigkeit ge geben und der Elektrolysestrom eingeschaltet.
Wie vorstehend beschrieben, kann die gewünschte Knallgasmenge durch Steuerung der Elektrolysezeit bzw. des Elektro:lysestromes erhalten werden. Hierbei entsteht je nach erforderlicher Knallgasmenge ein über druck in der Kunststoffkugel.
Zur Zündung wird auf die Zuleitungen 19 und 20 eine Zündspannung gegeben, die zum Durchbrennen des Glühdrahtes 18 führt. Bei der Explosion des Knallgases wird die Kunststoffkugel in kleinste Teile zerlegt, die zu keinerlei Beschädigungen des zu verfor menden Werkstückes führen: können.
Zur Herstellung der beschriebenen Vorrichtungen werden aus einem Giessharz, wie z.B. Epoxyharze, zwei Halbkugelschalen :gegossen, in deren eine die Stromzuleitungen bereits eingelegt sind. Nach Ein füllen des Elektrolyten werden die Kugelhälften mit einander verklebt.
Es ist auch möglich, andere geometrische Formen als Kugeln auf ähnliche Weise herzustellen. Die Form und Grösse der Vorrichtungen hängen weitgehend von der Grösse und Gestalt des zu verformenden Werkstückes ab.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Vorrichtun gen Iiegt in deren Wirtschaftlichkeit infolge Fortfalls des teuren Explosionsstoffes, bzw. der aufwendigen elektrischen Schaltanlage des Unterwasserblitz-Systems.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch Explosion, mit einem in Wasser als Druckübertra- gungsmittel angeordneten, zündbaren Explosivstoff, dadurch gekennzeichnet, dass ein mitt Knallgas als Explosivstoff gefüllter, elastischer Behälter (1) in dem Wasser (12) angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in dem im Wasser (12) befindlichen Behälter (1) eine Vorrichtung (2 bis 9) angeordnet ist, die bei Anlegung einer Spannung an die Elektroden den in dem Behälter befindlichen Elektrolyten unter Bildung von Knallgas zersetzt. 2.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass eine die Zersetzungsstrommenge einstellbar begrenzende Vorrichtung vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1022562A CH409831A (de) | 1962-08-28 | 1962-08-28 | Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch Explosion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1022562A CH409831A (de) | 1962-08-28 | 1962-08-28 | Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch Explosion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH409831A true CH409831A (de) | 1966-03-31 |
Family
ID=4360799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1022562A CH409831A (de) | 1962-08-28 | 1962-08-28 | Vorrichtung zur Verformung von Körpern durch Explosion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH409831A (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008098608A1 (de) | 2007-02-14 | 2008-08-21 | Cosma Engineering Europe Ag | Verfahren und werkzeuganordnung zum explosionsumformen |
| US8047036B2 (en) | 2005-06-03 | 2011-11-01 | Magna International Inc. | Device and method for explosion forming |
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| US8250892B2 (en) | 2006-12-01 | 2012-08-28 | Cosma Engineering Europe Ag | Closure device for explosion forming |
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| US8650921B2 (en) | 2006-08-11 | 2014-02-18 | Cosma Engineering Europe Ag | Method and device for explosion forming |
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-
1962
- 1962-08-28 CH CH1022562A patent/CH409831A/de unknown
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| US8713982B2 (en) | 2008-01-31 | 2014-05-06 | Magna International Inc. | Device for explosive forming |
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