CH409935A - Verfahren zur Herstellung von N-Acylsulfonamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-Acylsulfonamiden

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CH409935A
CH409935A CH1108463A CH1108463A CH409935A CH 409935 A CH409935 A CH 409935A CH 1108463 A CH1108463 A CH 1108463A CH 1108463 A CH1108463 A CH 1108463A CH 409935 A CH409935 A CH 409935A
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acylsulfonamides
sodium salt
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silver oxide
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CH1108463A
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Markovac-Prpic Anica Ing Dr
Nicola Dipl Ing Tipic
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Pliva Pharm & Chem Works
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00—Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/15—Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von N-Acylsulfonamiden
Der Gegenstand dieser Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung pharmakodynamisch wirksamer N-Acylsulfonamide.



   Es ist bekannt, dass sich   Diazomethylketone    in Gegenwart von Silberoxyd   umlagern    und mit verschiedenen   protonenliefewden    Substanzen reagieren, wobei die entsprechenden Derivate der Carbonsäuren gebildet werden (B. 68, 200 [1935]; Croat. Chem.



  Acta 28, 73 [1956]; Organic Reactions [1947], I, 38).



   Erfindungsgemäss werden nun Diazomethylketone der Formel   R'COCHNo    mit Natriumsalzen der Sulfonamide der Formel
EMI1.1     
 in Gegenwart von Silberoxyd zu N-Acylsulfonamiden der Formel
R   C6H4SO2NH.CO .CH2R'    umgesetzt, worin R Halogen, eine Alkylgruppe oder einen in die Aminogruppe   überführbaren    Rest bedeutet, während R' für Aryl- oder Aralkylgruppe steht.



  Die Reaktion wird durchgeführt, indem man das Natriumsalz des Sulfonamids und das entsprechende Diazomethylketon in einem organischen Lösungsmittel, das keine Protonen enthält, unter Zugabe des Silberoxyds erhitzt. Zwischen 900 und   100"    C setzt eine lebhafte Reaktion unter Stickstoffentwicklung ein.



  Nach beendeter Reaktion wird z. B. wie folgt vorgegangen: Der Katalysator wird abfiltriert, das Lösungsmittel abgedampft und aus dem hinterbliebenen Natriumsalz mittels einer MineralsäureN-Acylsulfonamid in Freiheit gesetzt, das anschliessend durch Kristallisation aus Äthanol oder Benzol gereinigt wird.



   Die neuen Verbindungen besitzen gute diuretische Eigenschaften.



   Beispiell
In einem Rundkolben, der mit einem Rückflusskühler versehen ist, werden 0,01 Mol des Natriumsalzes des   p-Chlorbenzolsulfonamids,    0,01 Mol Diazoacetophenon und 30 ml Dioxan eingeführt. Die Suspension wird auf   90"    C erwärmt und dann portionsweise eine frisch bereitete Suspension des Silberoxyds in Dioxan (erhalten aus 2 g AgNO3) zugesetzt. Dabei findet eine lebhafte Reaktion und   Stickstoffentwick-    lung statt. Die Reaktion ist als beendet anzusehen, wenn ein weiterer Zusatz des Katalysators keine Stick  stoffentwicklung    mehr hervorruft (etwa nach 1 Stunde). Das Reaktionsgemisch wird abgekühlt, der Katalysator abfiltriert und das Filtrat im Vakuum zur Trockene eingedampft. Der dunkelgefärbte Rückstand wird in heissem Wasser aufgenommen und mit Salzsäure versetzt (kongorot).

   Hierbei scheidet sich das leicht gelb gefärbte   NPhenacetyi-p-chlorbenzol-    sulfonamid aus, das noch etwas AgCl enthält. Das Produkt kann aus einem   Athanol-Petroläther-Gemisch    (1:1) umkristallisiert werden. Die Ausbeute beträgt 60-70   O/o;      Schmelzpunkt:    1510.



   Beispiel 2
In einen   Rundkolben,    der mit einem Rückflusskühler   versehen    ist, werden 0,01 Mol des Natriumsalzes des p-Toluolsulfonamids und 20   mi    Dimethylformamid eingeführt und auf   1200    erwärmt. Dieser Lösung wird dann 0,1 Mol p-Nitrodiazoacetophenon und eine kleine Menge einer frisch   bereiteten      Suspen    sion des Silberoxyds in Dimethylformamid (erhalten aus 2 g AgNO3) zugesetzt. Hierbei findet eine lebhafte Stickstoffentwicklung statt. Das Zusetzen des Silberoxyds wird solange fortgesetzt, bis die Stick   stoffentwicklung aufhört. Die e Reaktionstemperatur    wird auf   110-1200    eingehalten.

   Nach beendeter Reaktion wird der Katalysator abfiltriert und das Filtrat im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rück  stand wird in heissem Wasser gelöst, mit Aktivkohle behandelt und mit Salzsäure versetzt. Das rohe,    kristallinische N p-Nitrophenacetyl-p-toluolsulfon    amid wird durch Umkristallisieren aus Äthanol   gb    reinigt.



   Die Ausbeute beträgt 60-70   O/o;    Schmelzpunkt: 2190.



   Beispiel3    N-Phenacetyl-p-toluolsulfonamid,    Schmelzpunkt 1490, wird aus dem Natriumsalz des p-Toluolsulfonamids und Diazoacetophenon nach der im Beispiel 1 beschriebenen Methode hergestellt    Beispiel 4       N-Ph enylpropionyl-p-toluolsulfonamid,    Schmelzpunkt 1180, wird aus dem Natriumsalz des   p-Toluol-    sulfonamids und Diazomethyl-benzylketon nach der im Beispiel 1 beschriebenen Methode hergestellt.



   BeispielS    N-p-Nitrophenacetyl-p-chlorbenzolsulfonamid,    Schmelzpunkt   208 ,    wird aus dem Natriumsalz des p-Chlorbenzolsulfonamids und p-Nitrodiazoacetophenon nach der im Beispiel 2 angegebenen Methode hergestellt,
Beispiel 6    N-Phenacetyl-p-acetaminobenzolsulfonamid,    Schmelzpunkt   239 ,    wird aus dem Natriumsalz des p-Acetylaminobenzolsulfonamids und   Diazo aceto-    phenon nach der Methode aus dem Beispiel 1 hergestellt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von -N-Acyl-arylsulfonamiden der Formel R'CH2CONHSO2C6H4R, worin R Halogen, einen Alkylrest oder einen in die Aminogruppe überführbaren Rest, R' eine Aryl- oder Aralkylgruppe darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass man Diazomethylketone der Formel R'COCHN2 in einem organischen Lösungsmittel, das keine Protonen enthält, mit Natriumsalzen der Sulfonamide der EMI2.1 in Gegenwart von Silberoxyd als Katalysator erhitzt.
CH1108463A 1962-09-20 1963-09-06 Verfahren zur Herstellung von N-Acylsulfonamiden CH409935A (de)

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