CH410129A - Asynchronmotor mit Schleifringläufer für veränderliche Drehzahl - Google Patents
Asynchronmotor mit Schleifringläufer für veränderliche DrehzahlInfo
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Description
Asynchronmotor mit Schleifringläufer für veränderliche Drehzahl Es ist bekannt, einen Asynchronmotor mit Schleifringgläufer durch veränderliche Widerstände im Rotor in der Umdrehungszahl zu regeln. Dieses Verfahren ist verlustbehaftet. Es ist ebenfalls bekannt, die Läuferenergie nicht in einem Widerstand zu ver nichten, sondern nutzbringend als mechanische oder elektrische Leistung zurückzuführen.
Die Erfindung betrifft einen Asynchronmotor mit Schleifringläufer für veränderliche Drehzahl. Erfin dungsgemäss wird der Stator über einen Wechsel richter aus einer Gleichspannungsquelle gespeist, und der Rotor liefert über einen Gleichrichter und eine Tastschaltung Energie auf die Gleichspannungsquelle zurück, wobei das Mass dieser Energierücklieferung und damit die Umdrehungszahl des Motors wenig stens zum Teil durch die Rastschaltung gesteuert bzw. geregelt wird.
Im einfachsten Fall erzeugt der Wechselrichter eine feste Frequenz und eine feste Spannung, wobei die Frequenz zweckmässigerweise höher als 50 Hz gewählt wird. Im Rotor entsteht dann je nach der Umdrehungszahl eine Spannung variabler Frequenz, welche über einen Gleichrichter einer Tastschaltung zugeführt wird, die auf die Gleichspannungsquelle zurückarbeitet. Dabei besteht die Tastschaltung vor teilhaft aus einer löschbaren, gesteuerten Halbleiter zelle,
welche den zurückzuliefernden Gleichstrom in Impulse zerlegt und auf diese Weise die Energie rücklieferung unabhängig von den Spannungsverhält nissen zu regeln gestattet. Bei diesem Verfahren treten grundsätzlich keine oder nur geringe Energie verluste auf.
In einer Zeichnung ist ein schematisches Aus führungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Eine Spannungsquelle Uo speist einen selbstgeführten Wechselrichter in dreiphasiger Brückenschaltung. Dieser Wechselrichter erzeugt an den Statorklemmen des Motors eine Drehspannung RST. Der Wechsel richter besteht aus steuerbaren Halbleitertrioden 1 bis 6, die durch Stromstösse aus den gezeichneten Kondensatoren gelöscht werden, sobald die Folge phase zündet. Dabei dienen die Widerstände 7 bis 12 zur Wiederaufladung der Kondensatoren im richtigen Sinn.
In Reihe mit den Trioden 1 bis 6 sind Dioden 13 bis 18 geschaltet, welche den Stromwendevor- gang von den Verhältnissen im Verbraucherkreis unabhängig machen. Die Dioden 19 bis 24 dienen als Blindleistungsdioden, d. h. sie ermöglichen es, vorübergehend oder dauernd Leistung aus dem Motor in die Spannungsquelle Uo zurückzuliefern. Der Rotor des Motors speist einen aus den Dioden 25 bis 30 bestehenden Gleichrichter in dreiphasiger Brückenschaltung, welcher über eine Drossel 31 und eine Diode 32 auf die Gleichspannung Uo zurück arbeitet.
Damit der Rückarbeitsstrom in beliebiger Weise geregelt werden kann, ist eine löschbare Halb leitertriode 33 vorgesehen, welche durch kurzschluss- artige Ströme die Drossel 31 auflädt und nach ihrer Löschung mit Hilfe des Löschkondensators 34 und der Löschtriode 35 den Strom der Drossel 31 über die Diode 32 in die Gleichspannungsquelle Uo drückt. Die Wiederaufladung des Löschkondensators 34 erfolgt in bekannter Weise durch die Diode 36 und die Drossel 37, die einen Schwingkreis bilden.
Beaufschlagt man die Gitter der Trioden 33 und 35 mit den Steuerimpulsen aus einem Regler, so kann man auf diese Weise den Strom in der Diode 32 und damit die Umdrehungszahl des Motors regeln, ohne dass die Rotorenergie als Ganzes in Widerständen verloren geht. Zweckmässigerweise wird je nach den Anforderungen an den Motor der Regler von der gewünschten Umdrehungszahl des Motors gesteuert, wobei in bekannter Weise eine Begrenzung des Stromes der Diode 32 eingebaut werden kann. Erzeugt der Wechselrichter beispielsweise 100 Hz, so kann man mit zweipoligen Motoren 6000 U/min erreichen.
Durch Regeln des Stromes im Rotorkreis kann diese Drehzahl bis auf Null verringert werden, ohne dass grosse Verluste auftreten. Im Stillstand des Motors wirkt letzterer als Transformator, dessen Sekundärenergie über die Tastschaltung in die Span nungsquelle Uo zurückgeleitet wird. Um bei kleinen Umdrehungszahlen den Gleichrichter und die Tast- schaltung zu entlasten, kann man die Frequenz des Wechselrichters einstellbar machen, und zwar muss bei Herabsetzung der Frequenz auch die Spannung herabgesetzt werden, damit der Fluss im Motor ange nähert konstant bleibt.
Stattdessen kann man auch die Spannung konstant halten und die Statorwicklung des Motors umschalten, beispielsweise von Dreieck auf Stern. Letzteres würde einer Herabsetzung der Spannung auf fast die Hälfte entsprechen. Wenn man bei dem gezeichneten Wechselrichter die Dioden 13 bis 18 durch gesteuerte Trioden ersetzt, kann man den Wechselrichter in der Spannung regelbar machen, so dass man mit abnehmender Frequenz die Span nung, jedenfalls in gewissen Grenzen, ebenfalls ver ringern kann, so dass auch ohne Regelung durch die Tastschaltung die Umdrehungszahl des Motors ent sprechend der geringeren Frequenz geringer wird.
Wenn man die Frequenz des Wechselrichters über die der augenblicklichen Umdrehungszahl des Mo tors entsprechenden Frequenz hinaus erhöht, so lie fert der Motor über die Blindleistungsventile 19 bis 24 Energie in die Spannungsquelle Uo zurück. Will man die Drehrichtung des Motors umkehren, so braucht man nur die Zündfolge zweier Phasen des Wechselrichters zu vertauschen. Natürlich kann man statt der gezeichneten Batterie Uo auch eine andere Gleichspannungsquelle verwenden, sofern sie in der Lage ist, nicht nur Energie abzugeben, sondern auch Energie aufzunehmen, wie dies beispielsweise bei einer Antiparallelschaltung, die von einem Dreh stromnetz gespeist wird, der Fall ist.
Da die Regelung nach der Erfindung verlustarm arbeitet, ist sie auch für grosse Antriebe brauchbar, insbesondere wird man von der Verringerung der Grösse der Drehstrommo- toren mit steigender Frequenz Gebrauch machen, indem man als höchste Wechselrichterfrequenz eine Frequenz über 50 Hz, beispielsweise 100 bis 1000 Hz, verwendet. Man kann die Erfindung auch mit polum schaltbaren Motoren kombinieren und auf diese Wei se den erforderlichen Frequenzbereich bzw. Regel bereich der Tastschaltung verringern.
Statt der ge zeichneten einfachen Löschschaltung für die Triode 33 können auch andere bekannte Löschschaltungen verwendet werden, die Impulsfrequenzen von 1000 Hz oder mehr zulassen, so dass die Drossel 31 einen weitgehend konstanten Gleichstrom führt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Asynchronmotor mit Schleifringläufer für verän derliche Drehzahl, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator über einen Wechselrichter aus einer Gleich spannungsquelle gespeist wird und der Rotor über einen Gleichrichter und eine Tastschaltung Energie auf die Gleichspannungsquelle zurückliefert, wobei das Mass dieser Energierücklieferung und damit die Umdrehungszahl des Motors wenigstens zum Teil durch die Tastschaltung gesteuert bzw. geregelt wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Asynchronmotor nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Tastschaltung aus einer steuerbaren Halbleitertriode mit Löschkonden- sator, Energiespeicher, z. B. einer Drossel, und Rück stromdiode besteht. 2. Asynchronmotor nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechselrichter in der erzeugten Frequenz und Wechselspannung konstant ist und die Regelung der Energierücklieferung allein durch die Tastschaltung erfolgt.3. Asynchronmotor nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung des Wechselrichters fest und die Frequenz derart einstellbar ist, dass bei Umschaltungen der Statorwicklung, z. B. von Dreieck auf Stern, der Fluss im Motor angenähert konstant ist. 4. Asynchronmotor nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung und die Frequenz des Wechselrichters einstellbar sind, so dass der Fluss bei wechselnder Frequenz angenähert konstant ist und die Tastschal- tung nur zur zusätzlichen Steuerung der Umdrehungs zahl herangezogen wird.5. Asynchronmotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeich net, dass die Frequenz und gegebenenfalls die Span nung am Ausgang des Wechselrichters derart ein stellbar sind, dass sie Nutzbremsung durch über Synchronismus ermöglichen. 6. Asynchronrnotor nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umkehrung der Drehrichtung durch Ver tauschen der Zündfolge der Gitter des Wechsel richters erfolgt. 7. Anordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichspannungsquelle eine an einem Dreh stromnetz arbeitende Antiparallelschaltung ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL40889A DE1255777B (de) | 1962-01-09 | 1962-01-09 | Anordnung zur Steuerung oder Regelung der Drehzahl eines ueber einen Wechselrichter gespeisten Mehrphasenasynchronmotors mit Schleifringlaeufer |
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| CH1475962A CH410129A (de) | 1962-01-09 | 1962-12-14 | Asynchronmotor mit Schleifringläufer für veränderliche Drehzahl |
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Families Citing this family (1)
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Also Published As
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