CH410294A - Verfahren zur Desinfektion von Geschirr oder dergleichen in Geschirrspülmaschinen für Krankenhäuser oder dergleichen - Google Patents

Verfahren zur Desinfektion von Geschirr oder dergleichen in Geschirrspülmaschinen für Krankenhäuser oder dergleichen

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CH410294A
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CH
Switzerland
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water
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disinfection
rinsing
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CH121564A
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Wilfried Dipl Ing Huettemann
Franke Rudi-Arthur
Schlueter Hermann
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Miele & Cie
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Description


  Verfahren zur     Desinfektion    von Geschirr oder dergleichen     in          Geschirrspülmaschinen    für Krankenhäuser oder dergleichen    Die Erfindung betrifft     ein    Verfahren zur Des  infektion von Geschirr oder dergleichen     in    Ge  schirrspülmaschinen für Krankenhäuser oder der  gleichen bei gleichzeitiger Desinfektion der     Spül-          flotte,    und eine Vorrichtung zur Durchführung des  Verfahrens.  



  Bei     Geschirrspülmaschinen    für Krankenhäuser  handelt es sich um gewerbliche Maschinen. Diese  Maschinen haben einen relativ kurzen Programm  ablauf, d. h. die einzelnen Spülgänge sind nur von  kurzer Dauer. Deshalb wird auch in den meisten  Fällen das gespülte Geschirr nicht ganz keimfrei  sein. In Krankenhäusern ist es aber nötig, das Ge  schirr zu desinfizieren.  



  Eine der bekannten Ausführungsformen ist das  Desinfizieren mit heissem Dampf. Der Nachteil und  die Schwierigkeit dieser Behandlung liegt darin, eine  genügend grosse Menge heissen Dampfes zu erzeugen  und nachher so zu kondensieren, dass die Spül  küche frei von Dampfschwaden bleibt.  



  Eine weitere Möglichkeit zur Desinfektion des  Geschirrs oder dergleichen besteht darin, in die       Spülflüssigkeit    ein Desinfektionsmittel zu geben. Der  Nachteil bei diesem Verfahren besteht darin, dass  beim Ablauf der Spülflotte das Desinfektionsmittel  in die Abwässer gerät und eine biologische Auf  bereitung der Abwässer unmöglich macht.  



  Ein weiterer Nachteil bei all den bekannten Ver  fahren und den danach arbeitenden     Geschirrspül-          maschinen    ist der, dass nach Ablauf des Spülvor  ganges keine Kontrollmöglichkeit besteht, ob die  Desinfektion des Geschirrs durchgeführt wurde oder  nicht.  



  Der Gegenstand der Erfindung     bezweckt    nun,  die aufgezeigten Nachteile zu beseitigen. Zu diesem    Zweck besteht das Verfahren darin, dass während  des     Vorspülganges    die Wassertemperatur vermittels  eines Durchlauferhitzers, der mit einem Thermo  staten in Verbindung steht, von etwa 15  C auf  etwa 94  C erwärmt     wird,    wobei die Temperatur  steigerung ab 85  C so langsam erfolgt, dass die       Desinfektions-Kontaktzeit    einige Minuten beträgt  bzw. die Höchsttemperatur von etwa 94  C durch  das     Programmschaltwerk    einige Minuten, wobei kein  Desinfektionsmittel dem Spülwasser zugesetzt wird,  gehalten wird, worauf der     Nachspülvorgang    bei etwa  70 C Wassertemperatur abläuft.

    



  Der Durchlauferhitzer der Vorrichtung zur       Durchführung    des Verfahrens ist zwischen dem obe  ren Düsenarm und der     Umwälzpumpe    angeordnet.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der  Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, es  zeigen:       Fig.    1 einen Schnitt durch die erfindungsge  mässe Geschirrspülmaschine,       Fig.    2     eine    Vorderansicht gemäss     Fig.1,    teilweise  im     Schnitt.     



       Gemäss    den     Fig.    1 und 2 ist die an sich be  kannte Geschirrspülmaschine mit 1 bezeichnet. In  nerhalb dieser Geschirrspülmaschine 1 sind der obere  und untere Düsenarm 2 in dem Bottich 3 an  geordnet. Der Durchlauferhitzer 4 mit dem Ther  mostaten 4' ist so angeordnet, dass er im Kreis  lauf zu dem oberen Düsenarm 2 liegt. Der mit  dem Durchlauferhitzer 4 in Verbindung stehende  Thermostat 4' ist so eingestellt, dass während     des          Vorspülganges    die     Umwälzpumpe    5 eingeschaltet ist  und das Wasser von etwa 15  C auf 94  C auf  geheizt wird.

   Dabei ist es wichtig, dass die Tem  peratur in dem Bereich, der für die Desinfektion      massgebend ist (ab etwa 85  C), so langsam ge  steigert     wird,    dass sich     eine    ausreichend lange Des  infektions-Kontaktzeit ergibt. Die gleiche Wirkung  wird erreicht, wenn die Temperatur von 94  C  durch das     Programmschaltwerk    6 eine längere Zeit       gehalten    wird. Danach wird das     Vorspülwasser    ab  gepumpt. Das Nachspülwasser wird einer zentralen,  nicht dargestellten Heisswasserversorgung unter Zu  satz von schwach sauren oder schwach     alkalischen     Nachspülmitteln entnommen. Ein derartiges Wasser  ist in Krankenhäusern meist vorhanden.  



  Die Wassertemperatur bei diesem Spülgang be  trägt     ungefähr    70  C. Bei Fehlen einer     zentralen     Heisswasserversorgung kann in der Geschirrspülma  schine 1 für den     Nachspülgang,    wie bereits eingangs       erwähnt,    auch ein Heisswasserboiler eingebaut wer  den. Die Heizung dieses Boilers ist so geschaltet,  dass sie nur dann in Betrieb ist, wenn der Durch  lauferhitzer 4 abgeschaltet ist.  



  Der am Durchlauferhitzer 4 angeordnete Ther  mostat 4' ist mit einer sichtbaren Kontrollampe 7  über an sich bekannte Mittel gekoppelt, derart, dass  bei Erreichen der erforderlichen     Desinfektions-Tem-          peratur    die Lampe 7 aufleuchtet. Die Lampe 7 ist  im oberen Bereich der Geschirrspülmaschine 1 ein  gebaut, so dass dieselbe 7 von der Bedienungsperson  gut wahrgenommen werden kann. In gleicher Höhe  mit der Lampe 7 ist der Hauptschalter 8 der Ge  schirrspülmaschine 1 angeordnet.  



       Während    des gesamten     Spülvorganges    bleibt die  Kontrollampe 7 eingeschaltet, so dass auch, nach  dem das Programm abgelaufen ist, festgestellt wer  den kann, ob das eingebrachte Geschirr mit Sicher  heit desinfiziert wurde. Ergibt sich innerhalb der       Maschine    1 irgendein Defekt, der sich auf  die     Desinfektions-Temperatur    nachteilig auswirkt,  kommt die Lampe 7 nicht zum Aufleuchten.

   Nach  einem     ordnungsgemäss    durchgeführten Spülvorgang  mit gleichzeitiger Desinfektion des Geschirrs kann  die Kontrollampe 7 durch Betätigung des Haupt  schalters 8 der Maschine 1 oder über einen nicht       dargestellten    Türkontakt der Tür 1' beim Öffnen  derselben 1' ausgeschaltet werden.  



  Der Vorteil beim erfindungsgemässen Gegenstand  ist darin zu erblicken, dass, obgleich kein Desin  fektionsmittel in die Maschine gegeben wird, sowohl  das Geschirr, wie auch die Spülflotte desinfiziert  worden ist. Da die Spülflotte kein Desinfektions  mittel enthält, kann sie mit anderen Abwässern bio  logisch aufbereitet werden.

   Bemerkt sei abschliessend,  dass nicht nur Geschirr, sondern gleichsam auch  Operationsbestecke     desinfiziert    werden     können.       Ein weiterer Vorteil ist der, dass durch die An  ordnung der Kontrollampe in Verbindung mit dem  am Durchlauferhitzer angebrachten     Thermostaten    der  jeweiligen Bedienungsperson die Möglichkeit gege  ben ist, sich nach Ablauf des Spülvorganges anhand  der Kontrollampe davon zu überzeugen, ob die Des  infektion des eingebrachten Geschirrs erfolgreich  durchgeführt wurde. Bei nicht aufgeleuchteter Kon  trollampe weiss die jeweilige Bedienungsperson, dass  zwar ein Spülvorgang, aber keine Desinfektion des       Geschirrs    erfolgte.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH I</B> Verfahren zur Desinfektion von Geschirr oder dergleichen in Geschirrspülmaschinen für Kranken häuser oder dergleichen bei gleichzeitiger Desinfek tion der Spülflotte, dadurch gekennzeichnet, dass während des Vorspülganges die Wassertemperatur vermittels eines Durchlauferhitzers, der mit einem Thermostaten in Verbindung steht, von etwa 15 C auf etwa 94 C erwärmt wird, wobei die Tempe ratursteigerung ab 85 C so langsam erfolgt, dass die Desinfektionskontaktzeit einige Minuten beträgt bzw.
    die Höchsttemperatur von etwa 94 C durch das Programmschaltwerk einige Minuten, wobei kein Desinfektionsmittel dem Spülwasser zugesetzt wird, gehalten wird, worauf der Nachspülvorgang bei etwa 70 C Wassertemperatur abläuft. UNTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das für den Nachspülvorgang erforderliche Wasser aus einer zentralen Heisswasser versorgung oder einem eingebauten Heisswasser boiler unter Zusatz von schwach sauren oder schwach alkalischen Nachspülmitteln entnommen wird.
    PATENTANSPRUCH 1I Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlauferhitzer (4) zwischen dem oberen Dü senarm (2) und der Umwälzpumpe (5) angeordnet ist. UNTERANSPRUCH 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der am Durchlauferhitzer an geordnete Thermostat (4') mit einer sichtbaren Kon trollampe (7) gekoppelt ist, derart, dass bei Erreichen der Desinfektionstemperatur die Lampe (7) aufleuch tet und erst bei Abschaltung der Maschine (1) durch den Hauptschalter (8) oder beim Öffnen der Tür (1') stromlos ist.
CH121564A 1963-03-25 1964-02-03 Verfahren zur Desinfektion von Geschirr oder dergleichen in Geschirrspülmaschinen für Krankenhäuser oder dergleichen CH410294A (de)

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