CH410418A - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten

Info

Publication number
CH410418A
CH410418A CH7475259A CH7475259A CH410418A CH 410418 A CH410418 A CH 410418A CH 7475259 A CH7475259 A CH 7475259A CH 7475259 A CH7475259 A CH 7475259A CH 410418 A CH410418 A CH 410418A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
salts
condensation products
production
condensation
produced
Prior art date
Application number
CH7475259A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfhard Dr Luck
Gustav Dr Mauthe
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Publication of CH410418A publication Critical patent/CH410418A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren        zur    Herstellung von     Kondensationsprodukten       Es wurde ein Verfahren zur Herstellung von  Kondensationsprodukten gefunden, das sich dadurch  auszeichnet, dass Aldehyde oder     Ketone    mit mehr  kernigen gegebenenfalls substituierten aromatischen       Kohlenwasserstoffen    mit kondensierten     Benzolker-          nen    und mit aromatischen     Carbonsäuren,    die im  Kern     Hydroxygruppen    und gegenüber den Aldehyden  bzw.

       Ketonen    reaktionsfähige     Wasserstoffatome    ent  halten, in Gegenwart eines sauren Kondensationsmit  tels umgesetzt werden. Als gegebenenfalls substi  tuierte aromatische     Kohlenwasserstoffe        mit    konden  sierten     Benzolkernen    kommen     erfindungsgemäss    ins  besondere Naphtalin,     Alkyl-    oder     Alkoxynaphthaline     in Frage, als Aldehyd     wird    insbesondere Formalde  hyd verwendet.

   Die     Kondensationsreaktion    wird in  Gegenwart saurer Kondensationsmittel, insbesondere  Salzsäure, zweckmässig bei erhöhter Temperatur und  vorteilhaft in wässrigem Medium vorgenommen.  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren sind harz  artige Kondensationsprodukte erhältlich, die in Form  ihrer     Alkalimetall-,    Ammonium- oder     Aminsalze     wasserlöslich sind.  



  Für dieses Verfahren verwendbare gegebenenfalls       substituierte    aromatische     Kohlenwasserstoffe    mit  kondensierten     Benzolkernen    sind z. B.     gegebenenfalls          substituierte        Naphthaline,        Anthracene    oder       Phenanthrene.    Vorzugsweise werden     Naphthalin    oder  mit     Alkyl-    oder     Alkoxygruppen    substituierte     Naph-          thaline,    z.

   B.     1-Methylnaphthalin    oder     2-Methoxy-          naphthalin,    verwendet.  



       Salicylsäure    ist eine für das     erfindungsgemässe     Verfahren besonders geeignete aromatische     Hydroxy-          carbonsäure.    Andere aromatische     Hydroxycarbon-          säuren,    z. B.     4-Hydroxy-benzoesäure    oder     Kresotin-          säuren,    können jedoch ebenfalls mit Erfolg verwen  det werden. Besonders     vorteilhaft    wird als Oxover-    Bindung     Formaldehyd,    den man aus einem Formal  dehyd liefernden Mittel, z.

   B.     Paraformaldehyd,          Hexamethylentetramin    oder     Methylal    entstehen las  sen kann, verwendet. Als saures Kondensationsmittel  wird z. B. Schwefelsäure, Phosphorsäure oder  Zinkchlorid sowie bevorzugt Salzsäure benutzt.  



  Die Mengenverhältnisse, in denen die Reaktions  partner miteinander zur Reaktion gebracht werden,  können in weiten Grenzen schwanken. Pro     Mol    aro  matische     Carbonsäure    werden vorteilhaft nicht mehr  als etwa 2     Mol    eines aromatischen Kohlenwasser  stoffs mit kondensierten     Benzolkernen        verwendet.     Auf ein     Mol        einer    aromatischen     Carbonsäure    und auf  ein     Mol        eines    aromatischen Kohlenwasserstoffs mit  kondensierten     Benzolkernen    werden bevorzugt min  destens je 0,

  75     Mol    Formaldehyd eingesetzt. Je     grös-          ser    die verwendete     Formaldehydmenge,    bezogen auf  die Menge der eingesetzten aromatischen Verbindun  gen, bemessen     wird,    umso rascher geht die Konden  sationsreaktion vonstatten und umso     höherviskos     sind die wässrigen Lösungen der Kondensationspro  dukte in Form ihrer Salze.  



  Die Kondensationsreaktion wird vorteilhaft in  einem wässrigen Medium vorgenommen. Im Verlaufe  der Reaktion scheidet sich dabei ein mehr oder weni  ger zähflüssiges Harz ab. Die Reaktion kann aber  auch unter Zusatz oder     ausschliesslich    in einem in  differenten organischen Lösungsmittel, z. B. Eisessig  oder Benzol, sowie     gänzlich    ohne Lösungsmittel     in     der     Schmelze    durchgeführt werden.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten Kondensa  tionsprodukte     sind    je nach     Durchführung    der Kon  densation und der Art der verwendeten     Reaktions-          komponenten    hochviskose oder spröde Harze. Diese  Kondensationsprodukte können erfindungsgemäss       zur    Herstellung     ihrer        Alkalimetall-,    Ammonium-      oder     Aminsalze    verwendet werden.

   Diese     Salze,    die  in der Regel     wasserlöslich    sind, können durch Auflö  sen der Harze in einer äquivalenten Menge Natron  lauge, Soda,     Natriumbicarbonat,    Ammoniak oder  eines wasserlöslichen Amins erhalten werden. Die  Harze können aus diesen Lösungen durch Salze  mehrwertiger Metalle, z. B.     Chrom-,        Aluminium-,     Eisen- oder     Zirkonylsalze,    oder durch Säuren, z. B.  Essigsäure, gefällt werden.  



  Erfindungsgemäss gewonnene     Mischkondensa          tionsprodukte    können in Form ihrer wasserlöslichen  Salze als Imprägnier- oder als     Appretiermittel    ver  wendet werden. Besonders eignen sie sich in dieser  Form zur füllenden Nachbehandlung von Ledern, die  mit mineralischen     Gerbmitteln    gegerbt worden     sind.     Chromleder werden z.

   B. mit einer wässrigen Lösung  des Natrium- oder     Ammoniumsalzes    eines     erfin-          dungsgemäss    hergestellten     Kondensationsproduktes          gewalkt.    Das Produkt wird dabei von dem Leder  rasch aufgenommen und durch die darin vorhande  nen Säuren und     Chromsalze    zur     Abscheidung    ge  bracht.

       Im.    Gegensatz zu einer     Nachgerbung    von  mineralisch gegerbten Ledern mit synthetischen oder       vegetabilischen        Gerbmitteln    werden durch eine sol  che Nachbehandlung     vorteilhafterweise    die typischen  Eigenschaften eines mineralisch gegerbten, insbeson  dere eines mit     Chromgerbmitteln    gegerbten Leders  nicht oder nur wenig verändert.  



  <I>Beispiel 1</I>  138 Gewichtsteile     Salicylsäure,    128     Gewichtsteile          Naphthalin,    200 Gewichtsteile 30     ohiger    Formalde  hyd und 300 Gewichtsteile 37     o/oige    Salzsäure werden  zusammen unter Rühren bis zum Kochpunkt des Ge  misches     erwärmt    und unter     Rückfluss    und Rühren 3  Stunden zum Sieden erhitzt. Es scheidet sich     ein        im.     Laufe der Kondensationsreaktion immer zähflüssiger  werdendes Harz ab. Nach beendeter Kondensation  wird das Harz abgetrennt und heiss mit heissem Was  ser gewaschen.  



  Das Harz kann z. B. in einer äquivalenten Menge  Natronlauge gelöst werden.     Unumgesetztes        Naphtha-          lin        (etwa        10-15        %        der        eingesetzten        Menge)        wird        mit     Wasserdampf entfernt. Das Harz     ist    aus     seiner        wäss-          rigen    Lösung durch Säuren, z. B.

   Essig- oder Schwe  felsäure, oder durch     Salze        mehrwertiger    Metalle, z. B.       Chromchlorid,        fällbar.    Das Harz ist z. B. in Form  seines wasserlöslichen     Natriumsalzes        vorteilhaft        als     Nachbehandlung     smittel    für     Chromleder        verwendbar.     <I>Beispiel 2</I>  69 Gewichtsteile     Salicylsäure,    128 Gewichtsteile       Naphthalin,

      200     Gewichtsteile    30     o/oiger    Formalde  hyd und 200 Gewichtsteile 37     o/oige        Salzsäure    werden    zusammen unter Rühren zum Kochpunkt des Gemi  sches erwärmt und unter     Rückfluss    und Rühren 11  Stunden zum Sieden erhitzt. Das ausgeschiedene       Harz    wird abgetrennt und kann, wie in Beispiel 1 an  gegeben, in Natronlauge oder auch in einer     Ammo-          niaklösung    gelöst werden.

      <I>Beispiel 3</I>  138 Gewichtsteile     Salicylsäure,    142 Gewichtsteile       1-Methylnaphthalin,    200 Gewichtsteile 30     ohiger     Formaldehyd und 300 Gewichtsteile 37     ohige    Salz  säure werden unter Rühren zusammen bis zum  Kochpunkt des Gemisches erwärmt und dann 4 Stun  den unter     Rückfluss    und Rühren zum Sieden erhitzt.  Das abgeschiedene Harz wird in einer äquivalenten  Menge verdünnter Natronlauge gelöst. Aus dieser  Lösung ist das Harz durch Säuren oder     Schwerme-          tallsalze        fällbar.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Kondensations produkten, dadurch gekennzeichnet, dass Aldehyde oder Ketone mit mehrkernigen gegebenenfalls substi tuierten aromatischen Kohlenwasserstoffen mit kon densierten Benzolkernen und mit aromatischen Car- bonsäuren, die im Kern Hydroxygruppen und gegen über den Aldehyden bzw. Ketonen reaktionsfähige Wasserstoffatome enthalten, in Gegenwart eines sau ren Kondensationsmittels umgesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung bei erhöhter Temperatur vorgenommen wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I oder Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Um setzung in wässrigem Medium vorgenommen wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als saures Kondensationsmittel Salzsäure verwendet wird. PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 hergestellten Kondensationspro dukte zur Herstellung der entsprechenden Salze. UNTERANSPRüCHE 4.
    Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die entsprechenden Alkalime- tall-, Ammonium- oder Aminsalze hergestellt werden. 5. Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die entsprechenden Salze mehr wertiger Metalle, vorzugsweise Chrom-, Aluminium-, Eisen- oder Zirkonsalze hergestellt werden.
CH7475259A 1958-07-23 1959-06-22 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten CH410418A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF26237A DE1246156B (de) 1958-07-23 1958-07-23 Verfahren zum Fuellen mineralisch gegerbter Leder

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH410418A true CH410418A (de) 1966-03-31

Family

ID=7091941

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH7475259A CH410418A (de) 1958-07-23 1959-06-22 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten

Country Status (4)

Country Link
US (1) US3036877A (de)
CH (1) CH410418A (de)
DE (1) DE1246156B (de)
GB (1) GB863505A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3340215A (en) * 1962-09-27 1967-09-05 Nopco Chem Co Condensates of aminoplast-sulfonated phenolic compounds
US3481892A (en) * 1965-07-29 1969-12-02 Mitsubishi Gas Chemical Co Water soluble oil modified alkyd resin

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2247735A (en) * 1938-05-14 1941-07-01 Gen Aniline & Film Corp Condensation products
DE871645C (de) * 1942-11-28 1953-03-26 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE875723C (de) * 1943-05-04 1953-05-07 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten

Also Published As

Publication number Publication date
GB863505A (en) 1961-03-22
DE1246156B (de) 1967-08-03
US3036877A (en) 1962-05-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH410418A (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
CH410417A (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE689392C (de) Verfahren zum Wasserloeslichmachen von Kondensationsprodukten aus Naturharzen und aromatischen Oxyverbindungen
US3025260A (en) Condensation products and their manufacture
DE3003647A1 (de) Gerbstoffmischung und deren anwendung
DE569021C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus aromatischen Sulfamiden und Aldehyden
DE720759C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen
DE741295C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Kondensationsprodukten
DE423081C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfoalkyl- und Sulfoarylaethern von aus Phenolen sich ableitenden harzartigen Kondensationsprodukten
DE2042757A1 (de) Gerbmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE877759C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE859460C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
AT101467B (de) Verfahren zur Herstellung von Körpern von Harz und Gerbstoffnatur.
DE1806536C3 (de) Terphenylsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensate, bzw. deren Ammonium- oder Alkalisalze
DE860551C (de) Verfahren zur Herstellung von haertbaren wasserloeslichen Kunstharzen
DE63325C (de) Verfahren zur Ueberführung tetraalkylirter Rhodamine in gelbstichigere minder alkylirte Farbstoffe
DE906513C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten
DE688821C (de) Verfahren zur Darstellung kuenstlicher Harze aus Phenolalkoholen
AT110856B (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Aldehyden und Harnstoff bzw. dessen Derivaten.
DE910592C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen, haertbaren, in Wasser loeslichen bzw. dispergierbaren Kondensationsprodukten
DE976615C (de) Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Dicyandiamid-Formaldehyd-Kondensationsprodukten und Metallsalzen formaldehydkondensierter Arylsulfonsaeuren
DE1034858B (de) Verfahren zur Herstellung eines in waessriger Loesung stabilen und nicht gelierendenHarzes aus Dicyandiamid und Formaldehyd
CH240357A (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, höhermolekularen Guanamins.
CH129785A (de) Verfahren zur Herstellung einer Ammoniumverbindung eines halogenierten aromatischen Amins.
DE1044403B (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Kondensationsprodukte aus Dicyandiamid, Harnstoff und Formaldehyd