CH410540A - Nockenscheibeneinrichtung - Google Patents
NockenscheibeneinrichtungInfo
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Description
Nockenscheibeneinrichtung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Nocken scheibeneinrichtung mit mindestens einer gegenüber einer Welle verstellbaren Nockenscheibe, die zusam men mit einer zur Welle drehfest angeordneten Mitneh- merscheibe mittels einer Zahnreihe und eines in diese federnd eingreifenden Vorsprunges eine Ratsche bil det, um eine Verstellung der Nockenscheibe um feste Winkelbeträge und die selbsttätige Verriegelung der Nockenscheibe in der jeweiligen Stellung zu ermögli chen.
Dem gleichen Zweck dienende Einrichtungen sind bereits in verschiedenen Ausführungen bekannt, wei sen aber eine Reihe von Nachteilen auf.
Bei einer bekannten Nockenscheibeneinrichtung ist die Nockenscheibe an einer ihrer axialen Endflächen mit einer kreisförmigen Zahnreihe versehen, in wel che drei federnde Arme eines sternförmigen Mitneh- mergliedes eingreifen, das auf der Welle drehfest an geordnet ist. Die einzelnen Arme sind dabei als Blatt federn ausgebildet und üben somit eine axiale Kraft auf die Nockenscheibe aus. Wenn die Kraft einer dieser Federn z. B. infolge Ermüdung ändert, wird die Nockenscheibe unsymmetrisch belastet, was eine Taumelbewegung der Nockenscheibe zur Folge haben kann.
Eine andere bekannte Nockenscheibeneinrichtung weist eine mit der Welle fest verbundene Mitnehmer- scheibe und eine Anzahl von axial daneben aufgereih ten Nockenscheiben auf, wobei alle diese Scheiben an den einander zugekehrten axialen Endflächen je eine Zahnreihe besitzen. Durch eine Feder werden die Nok- kenscheiben in axialer Richtung gegen die Mitneh- merscheibe gedrückt, so dass die Zahnreihen paarweise miteinander in Eingriff kommen.
Zum Verstellen irgend einer der Nockenscheiben muss diese entgegen der Wirkung der Feder axial verschoben werden, um die Zahnreihen ausser Eingriff zu bringen. Dabei sind auch alle zwischen der betreffenden Nockenscheibe und der Feder liegenden andern Nockenscheiben axial zu ver schieben, was aus verschiedenen Gründen nachteilig und in gewissen Anwendungsfällen nicht zulässig ist.
In manchen bekannten Ausführungen befindet sich eine Rastrierungsvorrichtung seitlich neben jeder Nok- kenscheibe, wodurch die axiale Baulänge eines aus mehreren Nockenscheiben gebildeten Nockenschei- bensatzes in vielen Fällen ein untragbares Mass er reicht.
Ausserdem liegen häufig die Zahnreihen ver- hältnismässig nahe bei der Achse der Nockenscheiben, obwohl es einleuchtend ist, dass ein grösserer Radius der Zahnreihen für die Kraftübertragung günstiger wäre und eine feinere Unterteilung der Einstellbarkeit ermöglichen würde.
Bei vielen der bekannten Nockenscheibeneinrich- tungen ist es ausserdem schwierig oder mühsam, die Beschriftungen und Skalen der einzelnen Scheiben ab zulesen, insbesondere wenn mehrere Nockenscheiben dicht nebeneinander auf einer gemeinsamen Welle an geordnet sind, da die Beschriftungen und Skalen aus fabrikatorischen Gründen bisher in der Regel an einer axialen Endfläche der Nockenscheibe angebracht wurden.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die Schaffung einer Nockenscheibeneinrichtung der ein gangs erwähnten Art zu ermöglichen, bei welcher die geschilderten Nachteile der bekannten Einrichtungen vermieden sind.
Gemäss der Erfindung ist die Nockenscheibenein- richtung dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken scheibe eine periphere Randpartie aufweist, die in axia ler Richtung vorspringt und den Umfang der dreh festen Mitnehmerscheibe mindestens teilweise über greift, dass die an einer der Scheiben angeordnete Zahnreihe einen annähernd gleich grossen Radius hat wie die vorspringende Randpartie, und dass an der Randpartie eine zur Achse der Welle koaxiale, kegel- stumpfförmige Aussenfläche mit einer skalenartigen Beschriftung vorhanden ist.
Durch diese Ausbildung ergeben sich die folgenden Vorteile: Die Nockenscheibe braucht zu ihrer Ver stellung nicht axial verschoben zu werden. Für die Rastrierungsvorrichtung wird in axialer Richtung prak tisch kein zusätzlicher Platz benötigt. Die etwas grös- sere Breite der Nockenscheibe, verursacht durch die periphere Randpartie, erlaubt eine leicht und bequem ablesbare skalenartige Beschriftung.
Die Anordnung dieser Beschriftung auf einer Kegelstumpffläche macht die Herstellung der Nockenscheibe praktisch nicht komplizierter als die bisher übliche Beschriftung an einer axialen Endfläche, erlaubt jedoch auch die Ab lesung in radialer Richtung. Der verhältnismässig gros- se Radius der Zahnreihe ergibt günstige Bedingungen für die Kraftübertragung mittels des federnden Vor sprunges und der Zähne zwischen der Mitnehmer- scheibe und der Nockenscheibe.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den Unter ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in welch'letzterer rein beispielsweise zwei Ausführungs formen des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht sind.
Es zeigen: Fig. 1 das Bild einer Nockenscheibeneinrichtung mit Einzelteilen im Längsschnitt; Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A nach Fig. 1; Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles B nach Fig. 1; Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles C nach Fig. 1; Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles D nach Fig. 1; Fig. 6 eine vergrösserte Einzelheit aus den Fig. 4 und 5;
Fig. 7 eine andere Ausführungsform einer Nocken scheibeneinrichtung.
Ein auf einer nicht gezeigten Welle drehfest an geordnetes Glied 1 ist scheibenförmig ausgebildet. Die ses Glied 1 trägt einen Vorsprung in Form einer Ku gel 2, die in einem als Blattfeder wirkenden Konsol 3 gelagert ist. Eine Nockenscheibe 4 (Fig. 3, 4) weist auf dem Umfang einen Nocken 5, einen innenverzahnten Zahnkranz 6 sowie einen zwischen Nocken 5 und Zahnkranz 6 liegenden Kegelstumpf 7 auf. Der Zahn kranz 6 liegt koaxial zur Achse 11 der Nockenscheibe 4 und parallel zu dieser. Der Kegelstumpf 7 liegt im Bereich der Peripherie der Nockenscheibe 4. Auf dem Kegelstumpf 7 ist eine reliefförmige, skalenartige Be schriftung 8 aufgebracht.
Die Nockenscheibe 4 mit dem Kegelstumpf 7 und der Beschriftung 8 besteht vorzugsweise aus einem in einem Arbeitsgang herge stellten Teil, z. B. aus Kunststoff. Die Nockenscheibe 4 ist mit ihrer Bohrung 9 auf einer Nabe 10 des Gliedes 1 drehbar gelagert. Die Kugel 2 liegt dann radial inner halb des Zahnkranzes 6 und bildet mit dieser zusam men eine Ratsche. Soll diese Ratsche 2, 6 als Einweg- sperre ausgebildet sein, dann wird am Konsol 3 noch eine Blattfeder 12 angebracht (Fig. 2). Diese Blattfeder 12 rutscht in der einen Drehrichtung über die Zähne des Zahnkranzes 6; in der anderen Drehrichtung stemmt sie sich gegen die Zahnflanken der Zähne und sperrt diese Drehrichtung.
In einer Seitenfläche der Nockenscheibe 4 sind auf einer Kreisbahn drei um 120 zueinander versetzte Bohrungen 13 angebracht (Fig. 1, 4). Auf einer wei teren Kreisbahn sind ebenfalls drei um 120 zuein ander versetzte Bohrungen 14 angebracht (Fig. 1, 4). In diese Bohrungen 13, 14 können Kugeln 15, 16 teilweise eingelagert werden (Fig. 1).
Eine ebenfalls auf der Nabe 10 drehbar zu lagern de zusätzliche Nockenscheibe 17 (Fig. 1, 5) weist einen Nocken 18 auf. Diese Nockenscheibe 17 weist zwei koaxiale Kreisbahnen mit Zähnen 19, 20 auf (Fig. 5). Die Zähne 20 der einen Kreisbahn sind nur teilweise dargestellt. Die Kugeln 15 bilden zusammen mit den Zähnen 20 eine Ratsche und die Kugeln 16 zusammen mit den Zähnen 19 ebenfalls eine Ratsche. Die Teilung der Zähne 19 ist grösser als die Teilung der Zähne 20. Auf der einen, inneren Kreisbahn sind z. B. fünfzig Zähne 19 vorhanden; die andere, äussere Kreisbahn weist z. B. hundertzwanzig Zähne 20 auf.
Es wird entweder die aus Kugeln 15 und Zähnen 20 bestehende Ratsche oder die aus Kugeln 16 und Zähnen 19 bestehende Ratsche verwendet, je nach dem, ob man eine feinere oder gröbere Unterteilung des Umfanges und damit eine feinere oder gröbere Verstellung beider Nockenscheiben 4 und 17 zuein ander wünscht.
Sind die beiden Nockenscheiben 4, 17 auf der Nabe 10 gelagert, so wird noch eine Tellerfeder 21 aufgeschoben, und ein Sicherungsring 22 wird in einer Nute 23 der Nabe 10 befestigt, so dass beide Nocken scheiben 4, 17 unter peripherer Federspannung und unter Zwischenlage entweder der Kugeln 15 oder 16 aneinander anliegen. Zur elastischen Verformung beim Gegeneinanderverstellen beider Nockenscheiben 4, 17 biegt sich die Nockenscheibe 17 etwas durch.
Will man die Ratsche 15, 20 oder 16, 19 als Ein wegsperre ausbilden, so wird in der Nockenscheibe 4, z. B. auf der Kreisbahn der Bohrungen 13 eine Blatt feder 24 eingelegt (Fig. 4, 6), deren nachgiebiger Teil 25 in der einen Drehrichtung über die Zähne 20 gleitet und in der anderen Drehrichtung sich gegen die Flan ken der Zähne 20 stemmt und diese Drehrichtung sperrt. Die Blattfeder 24 kann natürlich auch auf der Kreisbahn Bohrungen 14 liegen. Der nachgiebige Teil 25 der Blattfeder 24 greift. dann in die Zähne 19 ein.
In Fig. 7 sind zwei spiegelbildlich zueinander an geordnete Nockenscheiben 26, 27 vorhanden, wobei ihre Kegelstümpfe 7 einander abgewendet sind. Die Nockenscheibe 26 trägt auf einer Kreisbahn Zähne 28; die Nockenscheibe 27 trägt ebenfalls auf einer Kreisbahn Zähne 29. Die Zähne 28, 29 sind somit wie die Zähne 19, 20 in Fig. 5 angeordnet. Beide Nocken scheiben 26, 27 sind auf einer Welle 30 drehbar gela gert. Zwischen beiden Nockenscheiben 26, 27 liegt das scheibenförmige Glied 31, welches dem Glied 1 ent spricht und mit der Welle 30 drehverbunden ist. Im Glied 31 sind Kugeln 32, 33 gelagert.
Diese Kugeln 32, 33 bilden zusammen mit den ihnen gegenüberlie genden Zähnen 28 oder 29 eine Ratsche. Es können wieder mehrere solcher Kugeln 32 auf einer Kreisbahn, wie Kugeln 13 in Fig. 4, angeordnet sein. Das gleiche gilt für die Kugeln 33.
Beide Nockenscheiben 26, 27 werden mittels zweier Tellerfedern 21 und zweier Sicherungsringe 22 federnd aneinandergedrückt.
Die Nockenscheiben nach Fig. 7 können auch so ausgebildet sein, dass die Zähne 29 auf einer Kreisbahn liegen, die den gleichen Durchmesser wie die Kreisbahn der Zähne 28 aufweist. Die im Glied 31 gelagerten Kugeln 32 ragen dann zu beiden Seiten aus den Stirn flächen des Gliedes 31 und bilden sowohl mit den Zähnen 28 als auch mit den Zähnen 29 je eine Ratsche. Auf die Kugeln 33 kann dann verzichtet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Nockenscheibeneinrichtung mit mindestens einer gegenüber einer Welle verstellbaren Nockenscheibe, welche zusammen mit einer zur Welle drehfest ange ordneten Mitnehmerscheibe mittels einer Zahnreihe und eines in diese federnd eingreifenden Vorsprunges eine Ratsche bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenscheibe (4 bzw. 26) eine periphere Randpartie (7) aufweist, die in axialer Richtung vorspringt und den Umfang der drehfesten Mitnehmerscheibe (1 bzw.31) mindestens teilweise übergreift, dass die an einer der Scheiben (4 bzw. 26 oder 1 bzw. 31) angeordnete Zahnreihe (6 bzw. 28) einen annähernd gleich grossen Radius hat wie die vorspringende Randpartie (7), und dass an der Randpartie (7) eine zur Achse (11) der Welle koaxiale, kegelstumpfförmige Aussenfläche mit einer skalenartigen Beschriftung (8) vorhanden ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Nockenscheibeneinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den Umfang der Mitnehmerscheibe (1) übergreifende Randpartie (7) der Nockenscheibe (4) eine Innenzahnreihe (6) aufweist und die Mitnehmerscheibe (1) mit einem nur in ra dialer Richtung federnden Vorsprung (2, 3) zum Ein griff in die Innenzahnreihe (6) versehen ist.2. Nockenscheibeneinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von der Mitneh- merscheibe (1) abgekehrten Seite der genannten Nok- kenscheibe (4) eine zweite Nockenscheibe (17) ver- drehbar angeordnet ist, die selbst in axialer Richt- tung federnd ausgebildet ist, und dass mindestens eine Rastriervorrichtung (15, 20 bzw.16, 19) zwi schen den einander zugekehrten Endflächen der beiden Nockenscheiben (4 und 17) vorhanden ist, indem die eine dieser Scheiben wenigstens eine kreis förmig verlaufende Zahnreihe (19 bzw. 20) und die andere mindestens einen mit dieser zusammengreifen den Vorsprung (15 bzw. 16) aufweist.3. Nockenscheibeneinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite, gleich aus gebildete Nockenscheibe (27) auf der von der ersten Nockenscheibe (26) abgekehrten Seite der Mitneh- merscheibe (31) spiegelbildlich angeordnet ist, wobei die vorspringende Randpartie (7) jeder der beiden Nockenscheiben (26 und 27) den Umfang der Mitneh- merscheibe (31) zum Teil übergreift, und dass zur Verbindung der zweiten Mitnehmerscheibe (27) mit der Mitnehmerscheibe (31)die eine dieser Scheiben eine Zahnreihe (29) und die andere mindestens einen in diese eingreifenden Vorsprung (33) aufweist. 4. Nockenscheibeneinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnreihen (28 und 29) und die mit diesen zusammengreifenden Vor sprünge (32 und 33) an den einander zugekehrten axia len Endflächen der Nockenscheiben (26 und 27) bzw. der Mitnehmerscheibe (31) angeordnet sind, und dass die Nockenscheiben oder die Mitnehmerscheibe in axialer Richtung federnd ausgebildet sind.5. Nockenscheibeneinrichtung nach einem der Un teransprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den skalenartigen Beschriftungen (8) versehene, kegelförmige Aussenfläche der einen Nockenscheibe (4 bzw. 26 oder 27) auf der von der andern Nockenscheibe (17 bzw. 27 oder 26) abgekehrten Seite angeordnet ist. 6. Nockenscheibeneinrichtung nach einem der Un teransprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastriervorrichtungen als Einwegsperren ausge bildet sind, welche für die beiden Nockenscheiben (4 und 17 bzw. 26 und 27) nur entgegengesetzte Verdre hungen in Bezug auf die Mitnehmerscheibe (1 bzw. 31) zulassen.
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