Schaltvorrichtung zur Inbetriebnahme von zwei oder mehr Fahrzeugheizungen Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung zur Inbetriebnahme von zwei oder mehr mit strömendem Brennstoff arbeitenden und mit<B>je</B> einer elektrischen Antriebsvorrichtung und<B>je,</B> einer elektrischen Glüh- drahtzündvorrichtung ausgerüsteten Fahrzeugheizun gen, deren elektrische Antriebsenergie von einem im Fahrzeug vorgesehenen, gemeinsamen Sammler ge liefert wird, wobei für jede der Fahrzeugheizungen ein Startschalter zum Einschalten der Glühdraht- zündvorrichtung und ein Betriebsschalter zum Ein schalten der Antriebsvorrichtung vorgesehen ist.
Schaltvorrichtungen der vorgeschriebenen Art, deren Glühdrahtzündvorrichtungen einen verhältnis mässig hohen Stromverbrauch besitzen, wurden bisher gewöhnlich so ausgebildet, dass automatisch bei Ein#- schalten eines der Heizgeräte die zusätzliche Be lastung des Sammlers durch eine weitere Glühdraht- zündvorrichtung unmöglich war.
Derartige Schutz schaltungen hatten nicht nur den Nachteil, dass die gesamte Schaltvorrichtung wesentlich verteuert und störungsanfälliger wurde, sondern man musste mit ihr auch in Kauf nehmen, dass sich die einzelnen Heizge- räte nur nacheinander starten liessen.
Mit der Erfindung soll nunmehr eine Schaltvor richtung geschaffen werden, die diese Nachteile ver meidet,<B>d.</B> h. ohne wesentliche zusätzliche Belastung des Sammlers ein gleichzeitiges Einschalten mehrerer Heizgeräte ermöglicht und somit eine Schutzschaltung und die hierfür nötigen Relais nicht benötigt.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass man gemäss dem Vorschlag der Erfindung einen Strom kreis vorsieht, in dem der gemeinsame Sammler, die Glühdrahtzündvorrichtungen und ein aus den zuein ander parallel geschalteten Startschaltern gebildetes Startglied in Reihe liegen, während die Antriebsvor richtungen mit ihrem jeweilig dazu in Reihe geschal- teten Betriebsschalter zueinander parallel an den gemeinsamen Sammler angeschlossen sind.
Die gewöhnlich für die Glühdrahtzündvorrich- tungen üblichen Vorwiderstände, die bei Schwankun gen der Spannung des Sammlers verhindern, dass die Zündvorrichtung die gesamte Spannungsänderung aufnehmen muss, können somit entfallen, da sich durch die Serienschaltung ein Spannungsabfall auf mehrere Zündvorrichtungen verteilt, so dass keine kritische Abnahme der Zündenergie auftritt.
Das Mitglühen der Zündvorrichtungen nicht ge starteter Heizvorrichtungen, wenn z. B. nur ein Heiz, gerät in Betrieb genommen wird, erhöht ebenfalls nicht den Stromverbrauch, da die mitglühende bzw. mitglühenden Zündvorrichtungen hier wie die aus oben angeführten und anderen Gründen normalerwei se sonst vorzusehenden Vorwiderstände wirken.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden der Startschalter und der Betriebsschalter in an sich bekannter Weise mit einem Uhrwerk verbunden, das bei Einschaltung der Schalter diese selbsttätig nach einer bestimmten Ablaufzeit unterbricht. Hierdurch lässt sich die erfindungsgemässe Schaltvorrichtung nicht nur in besonders leicht einzubauender Weise verwirklichen, sondern man erhält auch eine Ausfüh rungsform, die isich besonders einfach in Betrieb nehmen lässt.
In der Zeichnungserläuterung ist ein Ausfüh rungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung be schrieben.
In der Zeichnung ist mit<B>1</B> die elektrische Strom quelle, beispielsweise der Sammler des Fahrzeugmo tors, bezeichnet. 2 und 2' zeigen die Uhrwerkschalter zweier miteinander verbundener Heizvorrichtungen, die von der Ausstellung<B> A </B> in die Startstellung<B> S </B> geschaltet werden und bei Loslassen des Schaltknop fes automatisch in die Betriebsstellung B ablaufen. Von den beiden Fahrzeugheizungen sind nur die Antriebsmotoren<B>3, Y,</B> die Glühdrahtzündvorrich- tungen 4, 4' und die Elektromagnetventile <B><I>5, 5'</I></B> ge zeigt.
Ausserdem sind noch die als überhitzungs- schutz dienenden Temperaturwächter<B>6, 6'</B> und die zur Überwachung des Brennzustandes dienenden Brennwächter <B>7, 7'</B> eingezeichnet.
Ist der Schalter 2 in die eingezeichnete Startstel lung<B> S </B> gebracht worden, so sind die Kontaktpaare <B>8, 9</B> und<B>10, 11</B> geschlossen, während die Kontakt paare 12,<B>13</B> noch offen bleiben. Wie man bei Ver folgung der einzelnen Leitungen leicht feststellen kann, ist dadurch zunächst nur der Stromkreis der Glühdrahtzündvorrichtung 4 geschlossen. Es glühen, auch wenn der Uhrwerkschalter 2' nicht betätigt wird, beide Glühdrahtzündvorrichtungen 4, 4,*, was durch Aufleuchten der Kontrollampen 14, 14' angezeigt wird.
Erreicht nun der Schalter 2 im Zuge seines automatischen Ablaufens eine Stellung, in der die Kontaktpaare 12,<B>13</B> geschlossen sind, so erhält der Antriebsmotor<B>3</B> Strom und läuft an. Gleichzeitig erhält das Elektromagnetventil <B>5</B> Strom und gibt den Brennstoffzufluss frei. Dadurch gelangt Brennstoff in die Brennkammer der Fahrzeugheizung und wird von der Glühdrahtzündvorrichtung 4 gezündet. Dabei wird der Brennwächter<B>7</B> erwärmt und geht bei Erreichen einer bestimmten Temperatur von der in der Zeichnung gezeigten offenen Stellung in die Schliessstellung über,<B>d.</B> h.. er verbindet die an ihn angeschlossenen Zuleitungen.
Dadurch erhält nun die Relaiswicklung<B>15,</B> des Relais<B>16</B> über den Temperaturwächter<B>6,</B> den Brennwächter<B>7</B> und das Kontaktpaar 12,<B>13</B> Strom und der Relaisschalter <B>17, 18</B> wird geschlossen. Dies hat zur Folge, dass der Motor<B>3</B> nun über den Relaisschalter<B>17</B> und die Betriebslampe<B>19</B> über den Relaisschalter<B>18</B> Strom erhält. Läuft nun der Schalter 2 mit seinen Kontakten <B>9, 11, 13</B> in die Betriebsstellung B , so werden die Kontaktpaare<B>8, 9</B> und 12,<B>13</B> getrennt. Damit wird der Stromkreis der Glühdrahtzündvorrichtung 4 un terbrochen.
Der Antriebsmotor<B>5</B> dagegen erhält trotz der offenen Kontaktpaare 12,<B>13</B> Strom, wenn der Brennwächter <B>7</B> in der vorerwähnten Weise ange sprochen hat, weil nunmehr der Relaisschalter<B>17</B> der Relaiswicklung<B>15</B> geschlossen ist, und damit der Strom über diesen zum Motor<B>3</B> gelangt. Hat dagegen der Brennwächter<B>7</B> in der Zündperiode infolge einer Störung nicht angesprochen und damit das Relais<B>16</B> nicht betätigt, so wird durch die Trennung der Kontaktpaare 12,<B>13</B> der Antriebsmotor<B>3</B> und damit das Heizgerät abgeschaltet.
Ist die Fahrzeugheizung in der vorbesehriebenen Weise ohne Störung ange laufen, so werden, wenn man dieselbe abstellen will, die Kontakte<B>9, 11, 13</B> von Hand in die eingezeich nete Ausgangsstellung<B> A </B> geschaltet. Hierbei wird das Kontaktpaar<B>10, 11</B> und somit der Stromkreis des Elektromagnetventiles <B>5</B> geöffnet, so dass sich dieses schliesst und die Brennstoffzufuhr unterbricht. Der Antriebsmotor läuft aber noch so lange nach, bis der Brennwächter<B>7</B> kalt wird und der Stromkreis der Relaiswicklung<B>15</B> des Relais<B>16</B> unterbrochen wird. Dabei werden dann die Relaisschalter<B>17, 18</B> geöff net, so dass der Antriebsmotor<B>3</B> und die Betriebslam pe<B>19</B> keinen Strom mehr erhalten.
Durch diesen Nachlauf des Antriebsmotors<B>3</B> wird noch eine Zeitlang Verbrennungsluft in die Brenn- kammer der Heizvorrichtung gefördert, während die Brennstoffzufuhr bereits unterbrochen ist. Der noch in die Brennkammer auslaufende und dort befindliche Brennstoffrest wird dadurch noch einwandfrei ver brannt und die Brennkammer<B>kühl</B> geblasen, so dass man die ohne den vorbeschriebenen Nachlauf auftre tende Qualmbildung verhindern kann.
In gleicher Weise lässt sich die andere Heizvor- richtung betreiben, deren elektrische Teile mit glei chen, jedoch mit einem zusätzlichen Strich versehe- nen Ziffern bezeichnet wurden. Wie aus der Schaltung ersichtlich, können die Uhrwerkschalter 2 und 2' be liebig einzeln oder gemeinsam betätigt werden, ohne dass zusätzliche Schutzschaltglieder erforderlich sind.
In jedem Fall der einzelnen oder gemeinsamen Be tätigung stehen beide Glühdrahtzündvorrichtungen 4, 4' unter Strom, die gegenseitig als Vorwiderstand wir ken, so dass ein Spannungsabfall des Sammlers von jeder der Glühdrahtzündvorrichtungen nur zu<B>50 %</B> ge tragen werden muss, und somit eine kritische Beein flussung der Zündenergie nicht erfolgt. Anderseits erhält man bei gemeinsamem Start eine minimale Strombelastung des Sammlers für die Zündperiode.