Bauelement Bauelemente aus Kunststoff für Spielzwecke oder solche aus Beton, z. B. Wabensteine und Glasbau steine, weisen nur eine Grundform auf und sind bei spielsweise als Würfel, Zylinder oder Säulen mit quadratischer oder rechteckförmiger Grundfläche ausgebildet. Sie besitzen höchstens sechs Flächen und bieten daher beim Zusammensetzen nur wenige Variationsmöglichkeiten. Solche werden meist durch Verbindungen erreicht, die aus Vorsprüngen, Vertie fungen oder Zapfen und Löchern bestehen und in gleichen Abständen voneinander auf zwei oder mehr Flächen angeordnet sind. Das Zusammensetzen der bekannten Elemente beim Spielzeug erfolgt meist nur rechtwinklig zueinander.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Bau element aus Holz, Kunststoff, Beton oder Glas für Spielzwecke oder zur Herstellung von Bauteilen, das sich von den bekannten Ausführungsformen dadurch unterscheidet, dass es als Körper mit mehr als sechs Flächen ausgebildet ist.
In der Zeichnung sind einige beispielsweise Aus führungsformen des Erfindungsgegenstandes darge stellt. Es zeigt: Fig. 1 ein Prisma im Schaubild mit quadratischer Grundfläche als Ausgangsmaterial zur Herstellung des Bauelementes, Fig. 2 ein aus einem Tetraeder hergestelltes Bau element im Schaubild, Fig. 3 das Entstehen und die Variationsmöglich keiten der Seitenflächen der Grundform, wenn man diese als Sektoren oder Segmente eines Rades oder einer Walze betrachtet, Fig. 4 ein sogenanntes Abschlusselement, welches der halbierten Grundform entspricht,
jedoch keinerlei Durchbrechungen enthält, Fig. 5 bei<I>A</I> und<I>B</I> aus dem Grundelement durch Halbierung gewonnene Teilelemente, Fig. 6 den Aufbau einer Säule, die durch über einandersetzen mehrerer Grundelemente entsteht, und Fig. 7 das Entstehen einer Wand aus mehreren in bestimmter Weise aneinander gefügten Säulen ge- mäss Fig. 6.
Aus einem Vierkantprisma gemäss Fig.l mit quadratischen Grundflächen lässt sich ein Tetraeder gemäss Fig. 2 herstellen, indem man die Endpunkte der senkrecht zueinander verlaufenden Halbierungs- linien der beiden Grundflächen miteinander verbin det.
Diese beiden Linien bilden die obere und die un tere Grundlinie des Tetraeders gemäss Fig.2. Auf diesen Grundlinien erheben sich die gleichschenkli gen Dreiecke mit den Schenkeln <I>b.</I> Sind<I>a</I> und b einander gleich, dann handelt es sich um ein Tetra eder mit vier gleichseitigen Dreieckflächen. Im dar gestellten Beispiel beträgt der Winkel zwischen zwei Schenkeln 36 . Für die Auffindung der Grundform eines Bauelementes ist es in jedem Falle ausreichend, von gleichschenkligen Dreiecken auszugehen, die ein Tetraeder bilden.
Um diese Grundform zu erhalten, legt man, wie in Fig. 2 dargestellt ist, je eine zu beiden Grundlinien parallel laufende Ebene so, dass diese aus dem Tetraeder zwei rechteckige Grundflächen mit den Kanten a/5 und 4a/5 herausschneiden. Aus diesen Rechtecken erstrecken sich nun in das Innere des Körpers Durchbrechungen, deren Seitenflächen s parallel zu den Aussenflächen sind und Trapeze mit zwei Schenkeln von der Länge b15 bilden.
Es hat jede der verbleibenden Grundflächen g den Inhalt (a/5)2, während die innere Grundfläche der Durchbrechung doppelt so gross ist. Die Seiten- flächen s sind Trapeze, deren äussere Grundlinie a/5 und deren innere Grundlinie 2a/5 ist.
Man kann das in Fig. 2 veranschaulichte Bauele ment auch als Kombination einer A- und einer V-Formhälfte ansehen, die formgleich sind und von denen je zwei abwechselnd mit ihren Längskanten zusammengesetzt werden, wodurch das entstehende Element oben und unten je zwei Füsse erhält. Die Durchbrechungen liegen in 1/3 der Höhe des Elemen tes oben und unten mit rechtwinklig zueinander ver laufenden Grundflächen.
Wenn man nun die Grundform gemäss Fig. 1 hal biert, so entstehen zwei neue Körper gemäss Fig. 5A und B. Ihre quadratische Grundfläche f hat den In halt 1/4.a2.
Während bei den aus Beton hergestellten Körpern die Zusammensetzung der Steine meist durch Zusam menkleben herbeigeführt wird, erfolgt die Verbin dung bei Spielzeugelementen mittels Erhebungen und Vertiefungen, deren Mittelachsen senkrecht zu den Flächen, auf denen sie angebracht sind, stehen. Diese Erhebungen und Vertiefungen (Verbundteile) sind auf den Flächen der Elemente derart angeordnet, dass ganz nach Belieben nur Elemente von der Aus führungsform nach Fig.2 oder 5 oder verschiedene Bauelemente abwechselnd aneinandergefügt werden können.
In den Fig. 6 und 7 ist an Beispielen das Anein- anderfügen der einzelnen Elemente erläutert. Die in räumlicher Anordnung gezeigten Wandteile lassen vertikal durchgehend verlaufende Linien erkennen. Bei diesen handelt es sich aber in Wirklichkeit um einen geknickten Verlauf, wie besonders anhand der Fig. 2 leicht zu erkennen ist.
Das Grundelement kann mit gleichen Elementen oder es können Teile davon unter sich oder ebenfalls mit dem Grundelement vereinigt werden. Infolge der vorhandenen vierzehn Flächen, deren Abmessungen zueinander in einem günstigen Verhältnis stehen, er geben sich vielseitige Ausführungsmöglichkeiten zur Herstellung von Wänden, Decken oder dergl., wie das mit anderen bekannten Bauelementen bisher nicht der Fall war.
Da bei den Elementen sowohl waag rechte als auch senkrechte Linien nicht sichtbar sind, sondern ständig umspielt, geschnitten und un terbrochen werden, ergeben sich beim Zusammenfü- gen dieser Elemente Wände, die im Gegensatz zu den sonst im Baufach üblichen Wänden interessant und geschmackvoll erscheinen, ohne an Stabilität einzu- büssen. Die Bauelemente werden vorzugsweise im Winkel von 45 zum Grundriss der zu erstellenden Wand angeordnet und verbaut, was mit dem weiteren Vorteil verbunden ist,
dass sich Wände ohne weiteres im Winkel von 90 weiterführen lassen.
Beim beschriebenen Bauelement ergeben sich sowohl bei Verwendung als Spielzeug als auch bei der Herstellung von Bauteilen beim Zusammensetzen viel mehr Variationsmöglichkeiten als dies bei den bekannten Elementen der Fall ist. Es lassen sich stark aufgelockerte und räumlich gegliederte Wände, Bögen und Säulen neuartiger Struktur aufbauen und es ergeben sich auch neue Möglichkeiten in der in nenarchitektonischen Gestaltung, z. B. bei der Her stellung von Zierwänden, Trennwänden und Fen stern.
Diese Möglichkeiten lassen sich dadurch errei chen, dass die Bauelemente aus Teilen, Kombinatio nen solcher Teile einer Grundform oder aus dieser Grundform selbst bestehen, welche sich aus dem. Tetraeder ableiten lassen, der regelmässig sein, also gleiche Seiten haben kann, der aber auch unregel- mässig sein kann, indem z. B. die vier Flächen aus gleichschenkligen Dreiecken mit zwei gleichen Grundlinien einerseits und vier gleichen Schenkeln anderseits bestehen können.