Schaftmaschine Das Hauptpatent betrifft eine Schaftmaschine für die Fachbildung an einer Webmaschine mit einem ständigen Antrieb und einer Vorrichtung zum Steuern der Schaftbewegung. Die Erfindung gemäss Haupt patent Nr. 392410 besteht darin, dass zwischen einem ständigen Antrieb der Schaftmaschine und den heb- und senkbaren Schäften eine mehrere Teile um fassende Planetengetriebeanordnung vorgesehen ist, deren erster Teil vom Antrieb ständig angetrieben, deren zweiter Teil mit dem Schaft bewegungsver bunden und in Eingriff mit dem ersten Teil ist, und deren dritter Teil mit dem ersten Teil gemäss der Steuerung durch die Steuervorrichtung in und ausser Eingriff gebracht wird,
um wahlweise ein Abrollen der miteinander in Eingriff stehenden ersten und zweiten Teile zu verhindern resp. zu erhalten, um eine Übertragung des Antriebes zu erzielen resp. zu vermeiden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine weitere Ausbildung der Schaftmaschine gemäss dem Haupt patent und ist dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Schaft ein dreirädriges Planetengetriebe vor handen ist, bei dem ein Planetenradträger vom ständigen Antrieb der Schaftmaschine angetrie ben, ferner ein inneres Sonnenrad mit dem Schaft bewegungsverbunden und schliesslich ein mit einem Planetenrad im ständigen Eingriff befindliches äusseres Sonnenrad angeordnet ist, welches mit einer Vorrichtung zusammenwirkt, zum Zweck einer Si cherung des äusseren Sonnenrades beim Heben oder Senken des Schaftes gegen Verdrehung.
Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unter ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in welcher rein beispielsweise zwei zweckmässige Aus führungsformen der Schaftmaschine mit einem Teil einer Steuervorrichtung dargestellt sind. Es zeigen: Fig. 1 eine erste Schaftmaschine in schematischer Darstellung, Fig. 2 eine Einzelheit nach Fig. 1 mit einem Schaft in schematischer Darstellung, Fig. 3-5 eine zweite Schaftmaschine in schema tischer Darstellung und in verschiedenen Stellungen. Gemäss Fig. 2 ist ein Schaft 110 auf beiden Seiten über zwei Stangen 111 mit zwei Winkelhebeln 112 verbunden.
Die Winkelhebel 112 sind um orts feste Achsen 113 drehbar gelagert. Die unteren Arme 112a der Winkelhebel 112 sind über eine Stange 114 miteinander verbunden. Mittels einer übertragungs- stange 115 sind diese Winkelhebel 112 mit einer Schwinge 116 der Schaftmaschine verbunden.
Gemäss Fig. 1 ist die Schwinge 116 um eine gehäusefeste Achse 118 der Schaftmaschine schwenk bar. Der Deutlichkeit halber sind in Fig. 1 nur zwei Schwingen 116, 117 gezeichnet, da aber jedem Schaft eine Schwinge zugeordnet ist, so weist auch die Schaftmaschine so viele Schwingen auf als Schäfte vorhanden sind. Unterhalb der Achse 118 ist an der Schwinge 116 eine Platte 120 um einen Bolzen 119 schwenkbar angelenkt. An dieser Platte 120 ist mittels dreier Nieten oder Schrauben 121 der äussere Ring 122 eines Kugellagers 123 befestigt.
Der innere Ring 124 des Kugellagers 123 ist ex zentrisch mit einem Zahnrad 125 verbunden und exzentrisch um eine ortsfeste Achse 126 drehbar. Der äussere Ring 122 weist zwei Nocken 127, 128 auf, welche zusammen eine Raste bilden, in die eine Rolle 129 eingreift. Diese Rolle 129 ist an einem He bel 130 gelagert, der seinerseits um eine Achse 131 schwenkbar ist. Eine Torsionsfeder 132, die einer seits am Hebel 130 und anderseits am Gehäuse der Schaftmaschine befestigt ist, hat das Bestreben, den Hebel 130 im Gegenuhrzeigersinn zu schwenken und dabei die Rolle<B>129</B> mit der Raste<B>127,</B> 128 in Eingriff zu bringen.
Mit dem Zahnrad 125 steht ein auf einer Achse 134 gelagertes Planetenrad 133 in Eingriff. Mittels eines Planetenradträgers 135 ist die Achse 134 um die Achse 126 schwenkbar. Zur Schwenken der Achse 134 zusammen mit dem Planetenradträger 135 um die Achse 126, ist an der Achse 134 eine Stange 136 aasgelenkt. Am einen Ende der Stange 136 ist in einem Zapfen 137 eine Rolle 138 gelagert, welche in der exzentrischen Bahn 139 einer Ex zenterscheibe 140 geführt ist. Die Exzenterscheibe 140 ist auf einer Antriebswelle 141 des Wsbstuhles befestigt.
Das Planetenrad 133 steht mit einem Zahnrad 142 in Eingriff, welches mittels einer Achse 143 in. einem Langloch 144 im Gehäuse der Schaftma schine verschiebbar gelagert ist. Die beiden Achsen 134 und 143 sind durch einen Steg 145 mitein ander verbunden. Am Zahnrad 142 ist eine Platte 146 befestigt, welche zwei sich gegenüberliegende Kerben 147 und 148 aufweist. Diese beiden Kerben 147 und 148 arbeiten mit einem Zapfen 149 zu sammen, der an einem Hebel 150 befestigt ist. Dieser Hebel 150 ist mittels einer Achse 151 an einem Winkelhebel 152 schwenkbar befestigt. Der Winkelhebel 152 ist um eine ortsfeste Achse 153 schwenkbar und weist an seinem Arm 154 eine Rolle 155 auf, welche mit einer Nockenscheibe 156 zu sammenarbeitet.
Die Nockenscheibe 156, welche einen einzigen Nocken 156a aufweist, ist mit dem Antrieb des Webstuhles verbunden und beschreibt bei jedem Arbeitszyklus desselben eine Umdrehung. Ein anderer Arm 157 des Winkelhebels 152 weist einen Schlitz 158 auf. Eine Druckfeder<B>159,</B> welch einerseits am Hebel 150 und anderseits an einer Schiene 160 des Schaftmaschinengehäuses befestigt ist, hat das Bestreben, den Hebel 150 gegen einen Anschlag 161 des Winkelhebels 152 zu drücken. Dabei kommt eine am Hebel 150 befestigte Stell schraube 162, die durch eine Gegenmutter 163 ge gen Verdrehung gesichert ist, gegen den Anschlag 161 zu liegen.
Eine Druckfeder 164, die einerseits am Arm 157 des Winkelhebels 152 und anderseits an einer Schiene 165 des Gehäuses der Schaftma schine befestigt ist, hat das Bestreben, den Winkel- hebel 152 so zu schwenken, so dass die Rolle 155 an der Nockenscheibe 156 anliegt.
Im Schlitz 158 des Winkelhebels ist ein Gleit- stein 166 geführt, der an einer Stange 169 aasgelenkt ist. Dieser Gleitstein 166 befindet sich ausserdem in einem Schlitz 167 einer ortsfesten Platte 168 und hat die Aufgabe, nur eine gesteuerte Schwenkbewe gung des Winkelhebels 152 um seine Achse 153 zuzulassen.
Falls sich der Gleitstein 166 nicht im Schlitz 167 befindet, kann er sich in später noch zu beschreibender Weise nach links oder rechts ver schieben, so dass er an der Stirnseite der ortsfesten Platte 168 anliegt und nicht mehr in den Schlitz 167 gelangen kann, wodurch der Winkelhebel 152 aus dem Wirkungsbereich der Nockenscheibe 156 ge halten wird und keine Schwenkbewegung des Winkel hebels 152 erfolgen kann.
Die am Gleitstein 166 aasgelenkte Stange<B>169</B> ist mit ihrem anderen Ende an einem Hebel<B>170</B> befestigt. Das eine Ende 170a des Hebels 170 ist mittels einer Feder 171 nachgiebig auf einer Nabe 116a der Schwinge 116 befestigt, während das an dere Ende 170b des Hebels 170 an einer Stange <B>172</B> einer nicht näher dargestellten Steuervorrichtung aasgelenkt ist.
Wie aus Fig. 1 mittels ausgezogener und strich punktierter Linie ersichtlich, sind für das untere Ende 170a des Hebels 170 zwei Stellungen mög lich, je nachdem ob sich der jeweilige Webschaft oben oder unten befindet und die Schwinge 116 nach links oder rechts geschwenkt ist. Ebenso sind für das obere Ende 170b zwei Stellungen möglich, je nachdem ob sich in der Lochkarte der nicht dar gestellten Kartensteuerung ein Loch oder kein Loch befindet. Aus diesen beiden Stellungen des Hebel endes 170a und den beiden Stellungen des Hebel endes 170b ergeben sich für die Anlenkstelle der Stange 169 am Hebel<B>170</B> drei verschiedene Stel lungen 173, 174 und 175, je nachdem ob sich die Enden 170b und 170a beide links, oder beide rechts, oder das eine links und das andere rechts befinden.
Von diesen drei Stellungen 173, 174 und 175 der Anlenkstelle der Stange 169 ist nur in der mittleren Stellung 174 eine Verschiebung des Webschaftes möglich. In dieser mittleren Stellung 174 kann der Gleitstein 166 in den Schlitz 167 der ortsfesten Platte 168 eingreifen, so dass der Zapf--n 149 des Hebels 150 in die Kerbe 148 der Platte 146 ge langt.
Eine Verschiebung des Webschaftes ist nur mög lich, wenn das Zahnrad 142 festgehalten wird, d. h. wenn der Zapfen 149 in die Kerbe 147 oder 148 der Platte 146 eingreift. In diesem Falle wälzt sich das Planetenrad 133 auf dem in Drehrichtung still stehenden Zahnrad 142 beim Antrieb mittels des Exzenterantriebes 136-141 ab. Beim Abwälzen des Planetenrades 133 auf dem Zahnrad 142 wird das Zahnrad 125 um 180 gedreht. Dabei wird auch der exzentrisch gelagerte Ring 124 des Kugellagers 123 um 180 gedreht, was eine Verschiebung des äusseren Ringes 122 und der an ihm befestigten Platte 120 zur Folge hat, wodurch die Schwinge 116 um ihre Achse 118 geschwenkt wird.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schaft maschine ist wie folgt: Wie bei den meisten üblichen Schaftmaschinen bedeutet ein Loch in der Steuerkarte der Schaft maschine, dass sich der Webschaft in seiner unteren Stellung befindet. Ist kein Loch in der Steuerkarte vorhanden, so befindet sich der Webschaft in der oberen Stellung.
Bei einem Loch in der Steuerkarte befindet sich das Ende 170b des Hebels 170 in der linken Stellung, wobei sich der Schaft 110 in der unteren Stellung be- findet: somit ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, die Schwinge 116 nach rechts geschwenkt, und das Ende 170a des Hebels 170 muss ebenfalls wie das Hebelende 170b in der linken Stellung sein. Ist kein Loch in der Steuerkarte vorhanden, befindet sich das Ende 170b des Hebels 170 in seiner in Fig. 1 gezeichneten rechten Stellung, wobei sich der Schaft<B>110</B> in der oberen Stellung befindet.
Die Schwinge 116 muss dann, wie in Fig. 2 die Schwinge 117, nach links geschwenkt sein, und das Ende 170a des Hebels 170 muss ebenfalls wie das Ende 170b in der rechten Stellung sein.
Eine Verschiebung des Schaftes soll nur statt finden, wenn ein Loch in der Steuerkarte vorhanden ist und sich der Schaft in seiner oberen Lage be findet, oder wenn kein Loch vorhanden ist und sich der Schaft in seiner unteren Lage befindet. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass sich in diesen beiden Fällen das obere Ende 170b des Hebels 170 und das untere Ende 170a nicht beide gleichzeitig links oder rechts befinden, so dass sich die Anlenkstelle der Stange 169 in der Stellung 174 befindet; hierbei erfolgt eine Verschiebung des Schaftes entweder nach oben oder nach unten.
In den übrigen Fällen, d. h. wenn sich der Schaft in seiner unteren Stellung befindet und in der Steuer karte ein Loch vorhanden ist, oder wenn sich der Schaft in seiner oberen Stellung befindet und in der Steuerkarte kein Loch vorhanden ist, erfolgt keine Verschiebung des Schaftes. In diesen Fällen befinden sich sowohl das untere Ende 170a als auch das obere Ende 170b entweder beide links oder beide rechts. Die Anlenkstelle der Stange 169 befindet sich dann entweder in Stellung 173 oder 175, so dass der Gleitstein 166 nicht in den Schlitz 167 der orts festen Platte 168 gelangen kann. Eine Verschiebung des Schaftes findet somit nicht statt.
Die Verschiebung des Webschaftes geht wie folgt vor sich: Bei der Drehung der Nockenscheibe 156 läuft die Rolle 155 auf den Nocken 156a auf. Der Winkel hebel 152 wird dadurch im Uhrzeigersinne so weit geschwenkt, dass der im Schlitz 158 des Winkel hebels 152 befindliche Gleitstein<B>166</B> aus dem Schlitz 167 der ortsfesten Platte 168 gelangt. Falls nun keine Verschiebung der Stange<B>169</B> erfolgt, bleibt die Anlenkstelle der Stange 169 in Stellung 174. Sobald nun die Rolle<B>155</B> wieder vom Nocken 156a der Nockenscheibe 156 abrollt, wird der Winkel hebel 152 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt.
Durch die Wirkung der Feder 159 gelangt der Zap fen 149 des Hebels 150 in die Kerbe 148 der Scheibe 146. Dadurch wird ein Drehen des an der Scheibe 146 befestigten Zahnrades 142 um seine Achse 143 verhindert. Durch den Exzenterantrieb 136 bis 141 wird die Stange 136 in ihrer Längs richtung hin und her verschoben und schwenkt da bei die Achse 134 um die Achse 126. Bei dieser Schwenkbewegung der Achse 134 wälzt sich das Planetenrad 133 auf dem Zahnrad 142 ab. Bei dieser Wälzbewegung wird die Achse 143 des Zahnrades 142 im Langloch 144 verschoben.
Durch diese Ver schiebung der Achse 143 zusammen mit dem Zahn rad 142 und der Platte 146 wird, entgegen der Wir kung der Feder 159, der Hebel 150 um seine Achse 151 geschwenkt, ohne dass sich dabei die Stellung des Winkelhebels 152 ändert. Durch die Abwälzbe- wegung des Planetenrades 133 auf dem Zahnrad 142 dreht sich das Planetenrad 133 um seine Achse 134 und dreht dabei das Sonnenrad 125 um 180 .
Bei der Drehung des Sonnenrades 125 um seine Achse 126 wird auch der mit dem Sonnenrad 125 verbundene Innenring 124 des Kugellagers 123 um 180 gedreht. Durch diese Drehung des exzentrisch gelagerten Innenringes 124 gelangt die durch die Nocken 127, 128 gebildete Rast des Aussenringes 122 zuerst ausser Eingriff mit der Rolle 129, um dann bei Vollendung der Schwenkbewegung der Schwinge 116 wieder in Eingriff zu gelangen. Bei diesem Bewegungsablauf wird die Schwinge 116 um die Achse 118 geschwenkt und hebt bzw. senkt den mit ihr verbundenen Webschaft.
Soll hingegen der Schaft in der oberen bzw. unteren Lage belassen werden, so geschieht dies wie folgt: Bei der Drehung der Nockenscheibe 156 läuft die Rolle 155 auf den Nocken 156a auf, so dass der Winkelhebel 152 und mittels der Stellschraube 162 auch der Hebel 150 so weit im Uhrzeigersinne geschwenkt werden, dass der im Schlitz 158 des Winkelhebels <B>152</B> befindliche Gleitsein 166 aus dem Schlitz 167 der ortsfesten Platte 168 herausge- schwenkt wird.
Anschliessend erfolgt eine Verschie bung des Gleitsteines 166 im Schlitz 158 nach links oder rechts, je nachdem ob die Anlenkstelle der Stange 169 in die Stellung 173 oder 175 gelangt. Der Gleitstein 166 wird somit aus dem Bereich des Schlitzes 167 der ortsfesten Platte 168 geschoben. Sobald nun die Rolle 155 vom Nocken 156a ab läuft, kann der Winkelhebel 152 nicht mehr ent gegen dem Uhrzeigensinn geschwenkt werden, da der Gleitstein 166 rechts oder links vom Schlitz 167 gegen die Platte 168 stösst.
Somit kann sich auch der Hebel 150 durch Anschlag der Stellschraube 162 am Anschlag 161 nicht entgegen dem Uhr- zeigersinn zurückdrehen, und der Zapfen 149 des Hebels 150 bleibt ausser Eingriff mit der Kerbe 148 der Scheibe 146. Das Zahnrad 142 ist in diesem Falle nicht mehr gegen Verdrehung gesichert.
Erfolgt nun eine Schwenkbewegung der Achse 134 des Planetenrades 133 um die Achse 126, wälzt sich das Planetenrad 133 nicht mehr auf das Zahn rad 142 ab, sondern auf dem Sonnenrad 125, wobei das Zahnrad 142 um seine Achse 143 gedreht wird. Dabei wird wiederum die Achse 143 im Langloch 144 verschoben und das Zahnrad 142 um 180 gedreht. Das Sonnenrad 125 hingegen führt keine Drehung aus, und eine Verschiebung des Webschaftes unterbleibt.
Gemäss dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig.3-5 weist die Schaftmaschine eine Schwinge 216 auf, die analog des zuerst beschriebenen Bei spiels zum Heben und Senken der Schäfte dient. An der um die Achse 218 schwenkbaren Schwinge 216 ist ein Exzenterhebel 221 angelenkt. Der Ex zenterhebel 221 ist über ein Kugellager 223 ex zentrisch auf einer Welle 226 gelagert. Die innere Scheibe 224 des Kugellagers 223 ist starr mit einem Zahnrad 225 verbunden, welches ebenfalls auf der Welle 226 gelagert ist.
Eine Drehung des Zahnrades 225 um 180 bewirkt analog der zuerst beschriebe nen Ausführung ein Schwenken der Schwinge 216 mittels des Exzenterhebels 221. Die Drehung des Zahnrades 225 wird wiederum durch ein Planetenrad 233 bewirkt, das auf einer schwenkbaren Welle 234 gelagert ist. Die Schwenkbewegung der Welle 234 geschieht - wie im ersten Beispiel beschrieben durch den in Fig. 1 dargestellten Exzenterantrieb 137-141.
Mit dem Planetenrad 233 steht ein Zahn rad 242 in Eingriff. Um eine Drehung des Zahn rades 225 zu bewirken, ist es notwendig, dass das Zahnrad 242 an seiner Drehung verhindert wird, so dass sich bei der Schwenkbewegung der Welle 234 das Planetenrad 233 auf dem Zahnrad 242 abwälzt und somit das Zahnrad 225 um 180 dreht. Soll eine Drehung des Zahnrades 225 unterbleiben, so genügt es, dass sich das Zahnrad 242 drehen kann. Das Freigeben bzw. Halten des Zahnrades 242 geschieht wie folgt.
Am Zahnrad 242 ist eine Platte 246 befestigt, welche zwei Kerben 247, 248 aufweist. Ein Zapfen 249, der in diese Kerben 247, 248 eingreifen kann, ist an einem zweiarmigen Hebel 250 befestigt. Dieser Hebel 250 ist etwa in der Mitte an einem Winkel hebel 254 derart angelenkt, dass unter der Wirkung einer Druckfeder 264, die am Ende 250a des Hebels 250 angreift, einerseits der Zapfen 249 in die Kerbe 248 gedrückt und anderseits der Hebel 254 ent gegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt wird. An einer Nabe<I>254a</I> des Winkelhebels 254 ist eine Stell schraube 261 befestigt, die mit einem Anschlag 262 des zweiarmigen Hebels 250 zusammenarbeitet.
Der auf einer ortsfesten Welle 253 gelagerte Winkelhebel 254 weist eine Rolle 255 auf, die unter der Wir kung der Feder 264 gegen eine Nockenscheibe 256 gepresst wird. Das Ende<I>254b</I> des Winkelhebels 254 weist eine Kerbe 258 auf, die mit einem Anschlag 266 zusammenarbeitet. An diesem auf einer Blatt feder 267 befestigten Anschlag 266 ist eine Stange 269 angelenkt, die mit einem Hebel 270 verbunden ist.
Der Hebel 270 ist mit seinem unteren Ende<I>270a</I> über eine Feder 271 nachgiebig an der Nabe 216a der Schwinge 216 befestigt, während an seinem oberen Ende eine Stange 272 angelenkt ist, die ähnlich der Stange 172 mit einer im ersten Bei spiel erwähnten Steuervorrichtung in Verbindung steht.
Die Wirkungsweise des beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiels, die weitgehend der des ersten Ausführungsbeispieles entspricht, ist wie folgt: Beim Auflaufen der Rolle 255 auf den Nocken <I>256a</I> der Nockenseheibe 256 wird der Winkelhebel 254 so weit im Uhrzeigersinne geschwenkt, dass der auf der Blattfeder 267 befestigte Anschlag 266 au sser Eingriff mit der Kerbe 258 gelangt. Mittels der nicht dargestellten Steuervorrichtung kann der An schlag 266 über die Stange 269, den Hebel 270 und die Stange 272 horizontal verschoben werden, wie aus Fig. 5 ersichtlich, so dass er aus dem Eingriffs bereich der Kerbe 258 gelangt.
Bleibt jedoch der An schlag 266 im Eingriffsbereich der Kerbe 258, so ge langt er beim Ablaufen der Rolle 255 vom Nocken 256a der Nockenscheibe 256 in die Kerbe 258, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Dabei wird der Winkelhebel 254 so weit entgegen dem Uhrzeigersinne geschwenkt, dass der Zapfen 249 des zweiarmigen Hebels 250 unter der Wirkung der Druckfeder 264 in die Kerbe 248 der Scheibe 246 eingreift. Somit wird eine Drehung des Zahnrades 242 verhindert, und die Schaftbewegung erfolgt in der vorstehend beschrie benen Weise.
Befindet sich hingegen der Anschlag 266 ausser dem Eingriffsbereich der Kerbe 258, so sitzt der Anschlag 266 auf dem Ende<I>254b</I> auf, wodurch beim Ablaufen der Rolle 255 vom Nocken 256a der Nockenscheibe 256, hervorgerufen die Art der An lenkung des Hebels 250 am Winkelhebel 254, ein Schwenken des Winkelhebels 254 entgegen dem Uhr zeigersinn verhindert wird. Der Zapfen 249 bleibt dabei ausserhalb der Kerbe 248, so dass das Zahnrad 242 frei drehbar ist (Fig.5). Somit unterbleibt eine Verschiebung des Schaftes, wie vorstehend be reits beschrieben.