CH410809A - Schaftmaschine - Google Patents

Schaftmaschine

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CH410809A
CH410809A CH1125361A CH1125361A CH410809A CH 410809 A CH410809 A CH 410809A CH 1125361 A CH1125361 A CH 1125361A CH 1125361 A CH1125361 A CH 1125361A CH 410809 A CH410809 A CH 410809A
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shaft
gear
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dobby
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CH1125361A
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English (en)
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Rueti Ag Maschf
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C1/00Dobbies
    • D03C1/12Dobbies employing toothed gearing instead of draw-knives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Schaftmaschine    Das Hauptpatent betrifft eine Schaftmaschine für  die Fachbildung an einer Webmaschine mit einem  ständigen Antrieb und einer Vorrichtung zum Steuern  der Schaftbewegung. Die Erfindung gemäss Haupt  patent Nr. 392410 besteht darin, dass zwischen einem  ständigen Antrieb der Schaftmaschine und den     heb-          und    senkbaren Schäften eine mehrere Teile um  fassende     Planetengetriebeanordnung    vorgesehen ist,  deren erster Teil vom Antrieb ständig angetrieben,  deren zweiter Teil mit dem Schaft bewegungsver  bunden und in Eingriff mit dem ersten Teil ist, und  deren dritter Teil mit dem ersten Teil gemäss der  Steuerung durch die Steuervorrichtung in und ausser  Eingriff gebracht wird,

   um wahlweise ein Abrollen  der miteinander in Eingriff stehenden ersten und  zweiten Teile zu verhindern     resp.    zu erhalten, um  eine Übertragung des Antriebes zu erzielen     resp.     zu vermeiden.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt eine weitere  Ausbildung der Schaftmaschine gemäss dem Haupt  patent und ist dadurch gekennzeichnet, dass für  jeden Schaft ein dreirädriges Planetengetriebe vor  handen ist, bei dem ein     Planetenradträger    vom  ständigen Antrieb der Schaftmaschine angetrie  ben, ferner ein     inneres    Sonnenrad mit dem  Schaft bewegungsverbunden und schliesslich ein mit  einem Planetenrad im ständigen Eingriff befindliches  äusseres Sonnenrad angeordnet ist, welches mit einer  Vorrichtung zusammenwirkt, zum Zweck einer Si  cherung des äusseren Sonnenrades beim Heben oder  Senken des Schaftes gegen Verdrehung.  



  Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unter  ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung,  in welcher rein beispielsweise zwei zweckmässige Aus  führungsformen der Schaftmaschine mit einem Teil  einer Steuervorrichtung dargestellt sind. Es zeigen:         Fig.    1 eine erste Schaftmaschine in schematischer       Darstellung,          Fig.    2 eine Einzelheit nach     Fig.    1 mit einem  Schaft in schematischer Darstellung,       Fig.    3-5 eine zweite Schaftmaschine in schema  tischer Darstellung und in verschiedenen Stellungen.    Gemäss     Fig.    2 ist ein Schaft 110 auf beiden  Seiten über zwei Stangen 111 mit zwei     Winkelhebeln     112 verbunden.

   Die Winkelhebel 112 sind um orts  feste Achsen 113 drehbar gelagert. Die unteren Arme  112a der     Winkelhebel    112 sind über eine Stange 114  miteinander verbunden. Mittels einer     übertragungs-          stange    115 sind diese Winkelhebel 112 mit einer  Schwinge 116 der Schaftmaschine verbunden.  



       Gemäss        Fig.    1 ist die Schwinge 116 um eine  gehäusefeste Achse 118 der Schaftmaschine schwenk  bar. Der     Deutlichkeit    halber sind in     Fig.    1 nur zwei  Schwingen 116, 117 gezeichnet, da aber jedem  Schaft eine Schwinge     zugeordnet    ist, so weist auch  die Schaftmaschine so viele Schwingen auf     als          Schäfte    vorhanden sind. Unterhalb der Achse 118  ist an der Schwinge 116 eine Platte 120 um einen  Bolzen 119 schwenkbar     angelenkt.    An dieser Platte  120 ist mittels dreier Nieten oder Schrauben 121 der  äussere Ring 122 eines Kugellagers 123 befestigt.

    Der innere Ring 124 des Kugellagers 123 ist ex  zentrisch mit einem     Zahnrad    125 verbunden und  exzentrisch um eine ortsfeste Achse 126 drehbar.  Der äussere Ring 122 weist zwei Nocken 127, 128  auf, welche zusammen eine Raste bilden, in die eine  Rolle 129 eingreift. Diese Rolle 129 ist an einem He  bel 130 gelagert, der seinerseits um eine Achse 131  schwenkbar ist. Eine     Torsionsfeder    132, die einer  seits am Hebel 130 und anderseits am Gehäuse  der Schaftmaschine befestigt ist, hat das     Bestreben,     den Hebel 130 im     Gegenuhrzeigersinn    zu schwenken      und dabei die Rolle<B>129</B> mit der Raste<B>127,</B> 128  in Eingriff zu     bringen.     



  Mit dem Zahnrad 125 steht ein auf einer Achse  134 gelagertes Planetenrad 133 in Eingriff. Mittels  eines     Planetenradträgers    135 ist die Achse 134 um  die Achse 126 schwenkbar. Zur Schwenken der  Achse 134 zusammen mit dem     Planetenradträger     135 um die Achse 126, ist an der Achse 134 eine  Stange 136 aasgelenkt. Am einen Ende der Stange  136 ist in einem Zapfen 137 eine Rolle 138 gelagert,  welche in der exzentrischen Bahn 139 einer Ex  zenterscheibe 140 geführt ist. Die     Exzenterscheibe     140 ist auf einer Antriebswelle 141 des     Wsbstuhles     befestigt.  



  Das Planetenrad 133 steht mit einem     Zahnrad     142 in Eingriff, welches mittels einer Achse 143     in.     einem Langloch 144 im Gehäuse der Schaftma  schine verschiebbar gelagert ist. Die beiden Achsen  134 und 143 sind durch einen Steg 145 mitein  ander verbunden. Am Zahnrad 142 ist eine Platte  146 befestigt, welche zwei sich gegenüberliegende  Kerben 147 und 148 aufweist. Diese beiden Kerben  147 und 148 arbeiten mit einem Zapfen 149 zu  sammen, der an einem Hebel 150 befestigt ist.  Dieser Hebel 150 ist mittels einer Achse 151 an  einem Winkelhebel 152     schwenkbar    befestigt. Der  Winkelhebel 152 ist um eine ortsfeste Achse 153  schwenkbar und weist an seinem Arm 154 eine Rolle  155 auf, welche mit einer     Nockenscheibe    156 zu  sammenarbeitet.

   Die     Nockenscheibe    156, welche  einen einzigen Nocken 156a aufweist, ist mit dem  Antrieb des Webstuhles verbunden und beschreibt  bei jedem Arbeitszyklus desselben eine Umdrehung.  Ein anderer Arm 157 des     Winkelhebels    152 weist  einen Schlitz 158 auf. Eine Druckfeder<B>159,</B> welch  einerseits am Hebel 150 und anderseits an einer  Schiene 160 des     Schaftmaschinengehäuses    befestigt  ist, hat das Bestreben, den Hebel 150 gegen einen  Anschlag 161 des Winkelhebels 152 zu drücken.  Dabei kommt eine am Hebel 150 befestigte Stell  schraube 162, die durch eine Gegenmutter 163 ge  gen Verdrehung gesichert ist, gegen den Anschlag  161 zu liegen.

   Eine Druckfeder 164, die einerseits  am Arm 157 des Winkelhebels 152 und anderseits  an einer Schiene 165 des Gehäuses der Schaftma  schine befestigt ist, hat das Bestreben, den     Winkel-          hebel    152 so zu schwenken, so dass die Rolle 155  an der     Nockenscheibe    156 anliegt.  



  Im Schlitz 158 des Winkelhebels ist ein     Gleit-          stein    166 geführt, der an einer Stange 169 aasgelenkt  ist. Dieser Gleitstein 166 befindet sich ausserdem in  einem Schlitz 167 einer ortsfesten Platte 168 und  hat die Aufgabe, nur eine gesteuerte Schwenkbewe  gung des Winkelhebels 152 um seine Achse 153  zuzulassen.

   Falls sich der Gleitstein 166 nicht im  Schlitz 167 befindet, kann er sich in später noch  zu beschreibender Weise nach     links    oder rechts ver  schieben, so dass er an der Stirnseite der ortsfesten  Platte 168 anliegt und nicht mehr in den Schlitz 167  gelangen kann, wodurch der     Winkelhebel    152 aus    dem     Wirkungsbereich    der     Nockenscheibe    156 ge  halten     wird    und keine Schwenkbewegung des Winkel  hebels 152 erfolgen kann.  



  Die am Gleitstein 166 aasgelenkte Stange<B>169</B>  ist mit ihrem anderen Ende an einem Hebel<B>170</B>  befestigt. Das eine Ende 170a des Hebels 170 ist  mittels einer Feder 171 nachgiebig auf einer Nabe  116a der Schwinge 116 befestigt, während das an  dere Ende 170b des Hebels 170 an einer Stange  <B>172</B> einer nicht näher dargestellten Steuervorrichtung  aasgelenkt ist.  



  Wie aus     Fig.    1 mittels ausgezogener und strich  punktierter Linie ersichtlich, sind für das untere  Ende 170a des Hebels 170 zwei Stellungen mög  lich, je nachdem ob sich der jeweilige Webschaft  oben oder unten befindet und die Schwinge 116  nach links oder rechts geschwenkt ist. Ebenso sind  für das obere Ende 170b zwei Stellungen möglich,  je nachdem ob sich in der Lochkarte der nicht dar  gestellten Kartensteuerung ein Loch oder kein Loch  befindet. Aus diesen beiden Stellungen des Hebel  endes 170a und den beiden Stellungen des Hebel  endes 170b ergeben sich für die     Anlenkstelle    der  Stange 169 am Hebel<B>170</B> drei verschiedene Stel  lungen 173, 174 und 175, je nachdem ob sich die  Enden 170b und 170a beide links, oder beide rechts,  oder das eine links und das andere rechts befinden.

    Von diesen drei Stellungen 173, 174 und 175 der       Anlenkstelle    der Stange 169 ist nur in der mittleren  Stellung 174 eine Verschiebung des Webschaftes  möglich. In dieser mittleren Stellung 174 kann der       Gleitstein    166 in den Schlitz 167 der ortsfesten  Platte 168 eingreifen, so dass der     Zapf--n    149 des  Hebels 150 in die Kerbe 148 der Platte 146 ge  langt.  



  Eine Verschiebung des Webschaftes ist nur mög  lich,     wenn    das Zahnrad 142 festgehalten wird, d. h.  wenn der Zapfen 149 in die Kerbe 147 oder 148  der Platte 146 eingreift. In diesem Falle wälzt sich  das Planetenrad 133 auf dem in Drehrichtung still  stehenden Zahnrad 142 beim Antrieb mittels des       Exzenterantriebes    136-141 ab. Beim Abwälzen des  Planetenrades 133 auf dem Zahnrad 142 wird das  Zahnrad 125 um 180  gedreht. Dabei wird auch  der exzentrisch gelagerte Ring 124 des Kugellagers  123 um 180  gedreht, was eine Verschiebung     des     äusseren Ringes 122 und der an ihm befestigten  Platte 120 zur Folge hat, wodurch die Schwinge 116  um ihre Achse 118 geschwenkt wird.  



  Die Wirkungsweise der beschriebenen Schaft  maschine ist wie folgt:  Wie bei den meisten üblichen Schaftmaschinen  bedeutet ein Loch in der Steuerkarte der Schaft  maschine, dass sich der Webschaft in seiner unteren  Stellung befindet. Ist kein Loch in der Steuerkarte  vorhanden, so befindet sich der Webschaft in der  oberen Stellung.  



  Bei einem Loch in der Steuerkarte befindet sich  das Ende 170b des Hebels 170 in der linken Stellung,  wobei sich der Schaft 110 in der unteren Stellung be-      findet: somit ist, wie aus     Fig.    2     ersichtlich,    die     Schwinge     116 nach rechts geschwenkt, und das Ende 170a  des Hebels 170 muss ebenfalls wie das Hebelende  170b in der linken Stellung sein. Ist kein Loch  in der Steuerkarte vorhanden, befindet sich das Ende  170b des Hebels 170 in seiner in     Fig.    1 gezeichneten  rechten Stellung, wobei sich der Schaft<B>110</B> in der  oberen Stellung befindet.

   Die Schwinge 116 muss  dann, wie in     Fig.    2 die Schwinge 117, nach links  geschwenkt sein, und das Ende 170a des Hebels 170  muss ebenfalls wie das Ende 170b in der rechten  Stellung sein.  



  Eine Verschiebung des Schaftes soll nur statt  finden, wenn ein Loch in der Steuerkarte vorhanden  ist und sich der Schaft in seiner oberen Lage be  findet, oder wenn kein Loch vorhanden ist und  sich der Schaft in seiner unteren Lage befindet.  Aus     Fig.    1 ist ersichtlich, dass sich in diesen beiden  Fällen das obere Ende 170b des Hebels 170 und  das untere Ende 170a nicht beide gleichzeitig links  oder rechts befinden, so dass sich die     Anlenkstelle     der Stange 169 in der Stellung 174 befindet; hierbei       erfolgt    eine Verschiebung des Schaftes entweder nach  oben oder nach unten.  



  In den übrigen Fällen, d. h. wenn sich der Schaft  in seiner unteren Stellung befindet und in der Steuer  karte ein Loch vorhanden ist, oder wenn sich der  Schaft in seiner oberen Stellung befindet und in der  Steuerkarte kein Loch vorhanden ist, erfolgt keine  Verschiebung des Schaftes. In diesen Fällen befinden  sich sowohl das untere Ende     170a    als auch das  obere Ende 170b entweder beide links oder beide  rechts. Die     Anlenkstelle    der Stange 169 befindet sich  dann entweder in Stellung 173 oder 175, so dass  der Gleitstein 166 nicht in den Schlitz 167 der orts  festen Platte 168 gelangen kann. Eine Verschiebung  des Schaftes findet somit nicht statt.  



  Die Verschiebung des Webschaftes geht wie folgt  vor sich:  Bei der Drehung der     Nockenscheibe    156     läuft     die Rolle 155 auf den Nocken 156a auf. Der Winkel  hebel 152 wird dadurch im     Uhrzeigersinne    so weit  geschwenkt, dass der im Schlitz 158 des Winkel  hebels 152 befindliche Gleitstein<B>166</B> aus dem Schlitz  167 der ortsfesten Platte 168 gelangt. Falls nun  keine Verschiebung der Stange<B>169</B> erfolgt, bleibt  die     Anlenkstelle    der Stange 169 in Stellung 174.  Sobald nun die Rolle<B>155</B> wieder vom Nocken  156a der     Nockenscheibe    156 abrollt, wird der Winkel  hebel 152 entgegen dem     Uhrzeigersinn    geschwenkt.

    Durch die Wirkung der Feder 159 gelangt der Zap  fen 149 des Hebels 150 in die Kerbe 148 der  Scheibe 146. Dadurch wird ein Drehen des an der  Scheibe 146 befestigten Zahnrades 142 um seine  Achse 143 verhindert. Durch den     Exzenterantrieb     136 bis 141 wird die Stange 136 in ihrer Längs  richtung hin und her verschoben und schwenkt da  bei die Achse 134 um die Achse 126. Bei dieser  Schwenkbewegung der Achse 134     wälzt    sich das  Planetenrad 133 auf dem Zahnrad 142 ab. Bei dieser         Wälzbewegung    wird die Achse 143 des Zahnrades  142 im     Langloch    144 verschoben.

   Durch diese Ver  schiebung der Achse 143 zusammen mit dem Zahn  rad 142 und der Platte 146 wird, entgegen der Wir  kung der Feder 159, der Hebel 150 um seine Achse  151 geschwenkt, ohne dass sich dabei die Stellung  des Winkelhebels 152 ändert. Durch die     Abwälzbe-          wegung    des Planetenrades 133 auf dem     Zahnrad     142 dreht sich das     Planetenrad    133 um seine Achse  134 und dreht dabei das     Sonnenrad    125 um 180 .  



  Bei der Drehung des Sonnenrades 125 um seine  Achse 126 wird auch der mit dem Sonnenrad 125  verbundene Innenring 124 des Kugellagers 123 um  180  gedreht. Durch diese Drehung des exzentrisch  gelagerten Innenringes 124 gelangt die durch die  Nocken 127, 128 gebildete Rast des Aussenringes  122 zuerst ausser Eingriff mit der Rolle 129, um  dann bei Vollendung der Schwenkbewegung der  Schwinge 116 wieder in Eingriff zu gelangen. Bei  diesem Bewegungsablauf wird die Schwinge 116 um  die Achse 118 geschwenkt und hebt bzw. senkt den  mit ihr verbundenen Webschaft.  



  Soll hingegen der Schaft in der oberen bzw.  unteren Lage belassen werden, so geschieht dies wie  folgt: Bei der Drehung der     Nockenscheibe    156 läuft  die Rolle 155 auf den Nocken 156a auf, so dass  der     Winkelhebel    152 und mittels der Stellschraube  162 auch der Hebel 150 so weit im     Uhrzeigersinne     geschwenkt werden, dass der im     Schlitz    158 des       Winkelhebels   <B>152</B> befindliche Gleitsein 166 aus dem  Schlitz 167 der ortsfesten Platte 168     herausge-          schwenkt    wird.

   Anschliessend erfolgt eine Verschie  bung des Gleitsteines 166 im Schlitz 158 nach links  oder rechts, je nachdem ob die     Anlenkstelle    der       Stange    169 in die Stellung 173 oder 175 gelangt.  Der Gleitstein 166 wird somit aus dem Bereich des  Schlitzes 167 der ortsfesten Platte 168 geschoben.  Sobald nun die Rolle 155 vom Nocken 156a ab  läuft, kann der Winkelhebel 152 nicht mehr ent  gegen dem     Uhrzeigensinn    geschwenkt werden, da  der Gleitstein 166 rechts oder links vom Schlitz  167 gegen die Platte 168 stösst.

   Somit kann sich  auch der Hebel 150 durch Anschlag der Stellschraube  162 am Anschlag 161 nicht entgegen dem     Uhr-          zeigersinn        zurückdrehen,    und der Zapfen 149 des  Hebels 150 bleibt ausser Eingriff mit der Kerbe  148 der Scheibe 146. Das Zahnrad 142 ist in  diesem Falle nicht mehr gegen     Verdrehung    gesichert.

         Erfolgt    nun eine Schwenkbewegung der Achse 134  des     Planetenrades    133 um die Achse 126,     wälzt     sich das Planetenrad 133 nicht mehr auf das Zahn  rad 142 ab, sondern auf dem Sonnenrad 125, wobei  das Zahnrad 142 um seine Achse 143 gedreht     wird.     Dabei wird wiederum die Achse 143     im    Langloch  144 verschoben und das Zahnrad 142 um 180   gedreht. Das Sonnenrad 125 hingegen     führt    keine  Drehung aus, und eine Verschiebung des Webschaftes  unterbleibt.  



       Gemäss    dem zweiten     Ausführungsbeispiel    nach       Fig.3-5    weist die Schaftmaschine eine Schwinge      216 auf, die analog des zuerst beschriebenen Bei  spiels zum Heben und Senken der     Schäfte    dient.  An der um die Achse 218     schwenkbaren        Schwinge     216     ist    ein     Exzenterhebel    221     angelenkt.    Der Ex  zenterhebel 221 ist über ein Kugellager 223 ex  zentrisch auf einer Welle 226 gelagert. Die innere  Scheibe 224 des Kugellagers 223 ist starr mit einem  Zahnrad 225 verbunden, welches ebenfalls auf der  Welle 226 gelagert ist.

   Eine Drehung des Zahnrades  225 um 180  bewirkt analog der zuerst beschriebe  nen Ausführung ein Schwenken der Schwinge 216       mittels    des     Exzenterhebels    221. Die Drehung des  Zahnrades 225 wird wiederum durch ein Planetenrad  233 bewirkt, das auf einer schwenkbaren Welle 234  gelagert ist. Die Schwenkbewegung der Welle 234  geschieht - wie im ersten Beispiel beschrieben   durch den in     Fig.    1 dargestellten     Exzenterantrieb     137-141.

   Mit dem Planetenrad 233 steht ein Zahn  rad 242 in     Eingriff.    Um eine Drehung des Zahn  rades 225 zu bewirken, ist es notwendig, dass das  Zahnrad 242 an seiner Drehung verhindert wird,  so dass sich bei der     Schwenkbewegung    der Welle  234 das Planetenrad 233 auf dem     Zahnrad    242       abwälzt    und somit das Zahnrad 225 um 180  dreht.  Soll eine Drehung des Zahnrades 225 unterbleiben,  so genügt es, dass sich das Zahnrad 242 drehen  kann. Das Freigeben bzw. Halten des Zahnrades 242  geschieht wie folgt.

      Am Zahnrad 242 ist eine     Platte    246 befestigt,  welche zwei Kerben 247, 248 aufweist.     Ein    Zapfen  249, der in diese Kerben 247, 248 eingreifen     kann,     ist an einem zweiarmigen Hebel 250 befestigt. Dieser  Hebel 250 ist etwa in der Mitte an     einem    Winkel  hebel 254 derart     angelenkt,    dass unter der Wirkung  einer Druckfeder 264, die am Ende 250a des Hebels  250 angreift,     einerseits    der Zapfen 249 in die Kerbe  248 gedrückt und anderseits der Hebel 254 ent  gegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt wird. An einer  Nabe<I>254a</I> des Winkelhebels 254 ist eine Stell  schraube 261 befestigt, die mit einem Anschlag 262  des zweiarmigen Hebels 250 zusammenarbeitet.

   Der  auf einer ortsfesten Welle 253 gelagerte     Winkelhebel     254 weist eine Rolle 255 auf, die unter der Wir  kung der Feder 264 gegen eine     Nockenscheibe    256  gepresst wird. Das Ende<I>254b</I> des Winkelhebels 254  weist eine Kerbe 258 auf, die mit einem     Anschlag     266 zusammenarbeitet. An diesem auf einer Blatt  feder 267 befestigten Anschlag 266 ist eine Stange  269     angelenkt,    die mit einem Hebel 270 verbunden  ist.

   Der Hebel 270 ist mit seinem unteren Ende<I>270a</I>  über eine Feder 271 nachgiebig an der Nabe 216a  der Schwinge 216 befestigt,     während    an seinem  oberen Ende eine Stange 272     angelenkt    ist, die       ähnlich    der Stange 172 mit einer im ersten Bei  spiel erwähnten Steuervorrichtung in Verbindung  steht.  



  Die Wirkungsweise des beschriebenen zweiten       Ausführungsbeispiels,    die weitgehend der des ersten       Ausführungsbeispieles    entspricht, ist wie folgt:    Beim Auflaufen der Rolle 255 auf den Nocken  <I>256a</I> der     Nockenseheibe    256 wird der Winkelhebel  254 so weit im     Uhrzeigersinne    geschwenkt, dass der  auf der Blattfeder 267 befestigte Anschlag 266 au  sser Eingriff mit der Kerbe 258 gelangt. Mittels der  nicht     dargestellten    Steuervorrichtung kann der An  schlag 266 über die Stange 269, den Hebel 270  und die Stange 272     horizontal    verschoben werden,  wie aus     Fig.    5 ersichtlich, so dass er aus dem Eingriffs  bereich der Kerbe 258 gelangt.

   Bleibt jedoch der An  schlag 266 im Eingriffsbereich der Kerbe 258, so ge  langt er beim Ablaufen der Rolle 255 vom Nocken  256a der     Nockenscheibe    256 in die Kerbe 258, wie in       Fig.    4 dargestellt ist. Dabei wird der     Winkelhebel    254  so weit entgegen dem     Uhrzeigersinne    geschwenkt, dass  der Zapfen 249 des zweiarmigen Hebels 250 unter  der Wirkung der Druckfeder 264 in die Kerbe  248 der Scheibe 246 eingreift. Somit wird eine  Drehung des Zahnrades 242 verhindert, und die  Schaftbewegung erfolgt in der vorstehend beschrie  benen Weise.  



  Befindet sich hingegen der Anschlag 266 ausser  dem Eingriffsbereich der Kerbe 258, so sitzt der  Anschlag 266 auf dem Ende<I>254b</I> auf, wodurch beim  Ablaufen der Rolle 255 vom Nocken 256a der       Nockenscheibe    256, hervorgerufen die Art der An  lenkung des Hebels 250 am Winkelhebel 254, ein  Schwenken des Winkelhebels 254 entgegen dem Uhr  zeigersinn verhindert wird. Der Zapfen 249 bleibt  dabei ausserhalb der Kerbe 248, so dass das Zahnrad  242 frei drehbar ist     (Fig.5).    Somit unterbleibt  eine Verschiebung des Schaftes, wie vorstehend be  reits beschrieben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaftmaschine für die Fachbildung an einer Webmaschine mit einem ständigen Antrieb und einer Vorrichtung zum Steuern der Schaftbewegung, ins besondere bei Kartensteuerung, nach dem Patentan spruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Schaft ein dreirädriges Planetenge triebe vorhanden ist, bei dem ein Planetenradträger (135, 136) vom ständigen Antrieb (137-141) der Schaftmaschine angetrieben, ferner ein inneres Son nenrad (125 bzw. 225) mit dem Schaft (110) be wegungsverbunden und schliesslich ein mit einem Planetenrad (133 bzw. 233) im ständigen Eingriff befindliches äusseres Sonnenrad (142 bzw. 242) an geordnet ist, welches mit einer Vorrichtung (150-153 bzw.
    250-255) zusammenwirkt, zum Zwecke einer Sicherung des äusseren Sonnenrades beim Heben oder Senken des Schaftes gegen Verdrehung. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein exzentrischer Ring (124 bzw. 224) einer an einer Webschaftschwinge (116 bzw. 216) angelenkten Platte (120 bzw. 221) um eine gehäusefeste Achse (126 bzw. 226) des inneren Sonnenrades (125 bzw. 225) drehbar und mit diesem Sonnenrad (125 bzw. 225) starr verbunden ist und dass der das innere Sonnenrad (125 bzw. 225) und das Planetenrad (133 bzw.
    233) verbindende Plane tenradträger (135) an einer Stange (136) angelenkt ist, die mit ihrem Antriebsteil (138) in der ex zentrischen Bahn (139) einer auf der Antriebswelle (141) des Webstuhles befestigten Exzenterscheibe (140) angeordnet ist. 2.
    Schaftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des äusseren Son nenrades (142 bzw. 242) vom Planetenrad (133 bzw. 233) mittels eines die Achsen beider Räder verbindenden Steges (145) gegeben ist und dass am Umfang des äusseren Sonnenrades (142 bzw. 242) zwei um 180 gegeneinander versetzte Rasten (147, 148 bzw. 247, 248) zum Ein- und Ausrasten von gehäusefesten Teilen (149-153 bzw. 249-255) vor handen sind. 3.
    Schaftmaschine nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die gehäusefesten Teile (149-155 bzw. 249-255) am Gehäuse schwenkbar angeordnet sind und bei ihrer Schwenkbewegung entweder in die Rasten (147, 148 bzw. 247-248) eingerastet oder aus diesen ausgerastet sind und dass die Schwenkbewegung dieser gehäusefesten Teile vom ständigen Antrieb (156 bzw. 256) der Schaftma schine, von der Stellung des jeweiligen Webschaftes und von einer vorgegebenen Lochkarte abhängig ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3726324A (en) * 1969-11-13 1973-04-10 S Xaus Dobby machines

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