CH411131A - Verfahren zur Herstellung einer Feindraht-Scheibenspule für elektrische Apparate und nach diesem Verfahren hergestellte Drahtspule - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Feindraht-Scheibenspule für elektrische Apparate und nach diesem Verfahren hergestellte DrahtspuleInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung einer Feindraht-Scheibenspule für elektrische Apparate und nach diesem Verfahren hergestellte Drahtspule Die Herstellung von Scheibenspulen aus feinem Draht für elektrische Apparate ist um so schwieriger, je feiner der dazu verwendete Draht ist und je grösser die Anforderungen sind, die an die Regelmässigkeit, Isolationsgüte, Formgebung, Korrosionssicherheit und dergleichen der einzelnen Windungen der Spule gestellt werden, wobei auch die Abmes- sungen letzterer bedeutsam sind.
Das stetige Bestreben, die elektrischen Geräte mehr und mehr zu verkleinern, sowie der im steigenden Mass sich entwickelnde technische Fortschritt bedingen immer mehr elektrische Bauteile kleinster Abmessungen, die bei möglichst gleichbleibender präziser Arbeitsweise und hoher Verschleissfestigkeit den ständig wachsenden Anforderungen zu entsprechen vermögen.
Bei den zur Zeit bekannten Herstellungsverfahren von Feindraht-Scheibenspulen ist dies, wenn überhaupt, nur mit grossem Arbeits- und gegebenenfalls apparativem Aufwand zu erreichen. So ist es bekannt, Feindraht zwischen zwei Scheiben zu wickeln und anschliessend in flüssiges Paraffin zu tauchen. Eine in der Art gefertigte Spule hat jedoch keine grosse mechanische Festigkeit und ist ausserdem nur beschränkt wärmebeständig. Um dem abzuhelfen, wird sie vielfach noch zusätzlich in Harz eingegossen. Gemäss einer anderen gebräuchlichen Herstellung wird nach dem Prinzip einer gedruckten Schaltung verfahren.
Solche Feindraht-Scheibenspulen sind jedoch teuer und darüber hinaus in ihrem Leiterquerschnitt nur beschränkt herstellbar. Dies ist dadurch bedingt, weil die mechanische Festigkeit der gedruckten Leiterbahr- nen gering ist, so dass je nach vorgesehener mechanischer Beanspruchung solcher Feindrahtspulen der Querschnitt ihrer Leiterbahnen grösser, als es eigentlich erforderlich wäre, gewählt werden muss. Ausser- dem müssen die Leiterbahnen nach dem Ätzen gut nachbehandelt werden, um die Korrosion der relativ grossen Leiteroberfläche zu verhindern.
Da der Win- dungsabstand bei gedruckten Schaltungen nicht zu klein sein darf, wirkt sich das verständlicherweise auf die Grösse einer derart hergestellten Drahtspule aus. Für diese Grösse ist in beachtlichem Mass auch noch die Stärke der Isolierfolie mitbestimmend, die jeweils vom Querschnitt der Leiterbahnen abhängt. In diesem Zusammenhang sei beispielsweise auf gedruckte Spulen aus flexiblen Kupferkaschierten Folien veiwiesen, die entsprechend zusammengefaltet zu Transformatorenspulen verarbeitet werden können.
Da die Isolierfolienstärke mit dem Querschnitt der Leiterbahn zunimmt, ist es erklärlich, dass eine solche Transformatorspule verhältnismässig gross werden muss. Demgemäss vermag dieses Herstellungsverfahren für Spulen nicht in allen Fällen dem eingangs erwähnten Bestreben nach weitgehender Verkleinerung elektrischer Bauteile, im vorliegenden Fall elektrischer Drahtspulen, gerecht zu werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Feindraht-Scheibenspule für elektrische Apparate, bei der die Spulenwindungen allseitig in einer Isolation eingebettet sind, bei der die erwähnten Nachteile dadurch vermieden werden, dass wenigstens eine Trägerfolie, an der mindestens an einer ihrer beiden Seiten eine Schicht aus einem thermoplasti" sehen Material haftet, in eine Wickelvorrichtung eingelegt,
der Feinde aht in der Wickelvorrichtung zu einer Spule gewickelt und dann die Trägerfolie zusammen mit den auf ihrer Schicht anliegenden Drahtwindungenerwärmt werden.
Die nach diesem Verfahren hergestellte Feindraht-Scheibenspule zeichnet sich dadurch aus, dass die Drahtwindungen der Spule ohne Hohlraumbil-
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dung in der auf der Trägerfolie ein- oder beidseitig haftenden Schicht aus thermoplastischem Material allseitig eingebettet und darin fixiertsind.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die nach diesem hergestellte Feindraht-Scheibenspule sind anhand der Zeichnung an :einem Ausführungsbeispiel nähr erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 eine nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Feindraht-Scheibenspule in perspektivische: Ansicht, teilweise ausgeschnitten, Fig. 2 eine Trägerfolie zusammen mit ,einer Folie aus einem unter Wärmeeinwirkung erweichbaren Werkstoff, Fig. 3 eine Trägerfolie zusammen mit zwei Folien aus einem unter Wärmeeinwirkung erweichbaren Werkstoff,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Feindraht- Scheibenspule in vergrössertem Massstab und Fig. 5 einen Schnitt durch eine Wickelvorrichtung für Feindraht-Scheibenspulen.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren gefertigte und in Fig. 1 in perspektivischer Ansicht und teilweise im Schnitt dargestellte Feindraht-Scheiben- spul-- besteht aus Drahtwindungen 1, einem Isolierwerkstoff 2, durch den die Drahtwindungen beiderseits eingebettet werden, und schliesslich einem Spu- lenkörper 3, dessen Stärke jeweils vom Drahtdurchmesser bestimmt wird.
Der Isolierwerkstoff 2 besteht aus einer Trägerfolie 4, die als eigentliche elektrische Isolation dient und bei der Herstellung der Feindraht-Scheibenspule gemeinsam mit mindestens einer Folie aus einem unter Wärmeeinwirkung erweschbaren Isolierwerk- stoff eingelegt wird.
In Fig. 2 ist eine solche Trägerfolie 4, die aus dünnem Cellulosepapicr, Glasfaserpapier, Asbestpapier und anderen Faserstoffen oder aber aus einem verhältnismässig schwer erweichbaren Kunststoff, z. B. Poiyäthylenglykolterephthalat, Polybisphenolcarbonat usw., besteht, in der Ausführungsform als Einschicht- folie, d. h. mit einer einseitig auf der Trägerfolie 4 haftenden Schicht 5 aus einem thermoplastischen Werkstoff von verhältnismässig niedriger Erwei- chungstemperatur, wie z. B.
Polyäthylen, Polyobyty- len, Polystyrol, Polypropylen usw., ,dargestellt, während in der Fig. 3 eine gleiche Trägerfolie 4 in der Ausführungsform als Zweischichtfolie, d. h. zusammen mit einer oberen Schicht 6 und einer unteren Schicht 7 aus einem thermoplastischen Werkstoff von verhältnismässig niedriger Erweichnrngstemperatur, gezeigt ist.
In der Fig. 4 ist ein Schnitt durch eine nach ,dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Feindraht- Scheibenspule in einem grösseren Massstab dargestellt. Hierbei soll darauf hingewiesen werden, dass je nach dem Verwendungszweck der Feindraht-Scheibenspule diese nur an einer ihrer beiden Seiten 8 und 9 oder aber auf beiden Seiten 8, 9 mit einer Ein- oder Zweischichtfolie isoliert werden kann. Ausserdem ist es denkbar, den Spulenkörper 3 bzw. 11, 15 (siehe Fig. 4 und 5) aus dem gleichen Isolierwerkstoff, wie er in den Fig. 2 und 3 gezeigt und demgemäss beschrieben .ist, zu verwenden, obwohl dies für das erfindungsgemässe Verfahren nicht Bedingung ist.
Wie weiter aus Fig. 4 zu ersehen ist, liegt eine unterste Drahtwindung 10 einer Spulenwicklung auf einem Spulenkörper 11 auf, während die übrigen die Spu- lenwicklung bildenden Drahtwindungen entsprechend übereinander liegen. Um nun der Spulenwicklung die erforderliche mechanische Festigkeit zu geben, werden ihre Drahtwindungen an einer oder an beiden Seiten der Spulenwicklung mit entsprechenden Trägerfolien 12, 13 umschlossen und dann erwärmt.
Die Herstellung einer Feindraht-Scheibenspule ist anhand der Fig. 5, in der eine einfache Wickelvorrichtung gezeigt ist, erklärt. Hierbei sind zwei einander gegenüber angeordnete planparallele Scheiben 14, gemeinsam mit einem Spulenkörper 15, an den sie beiderseits anstehen und @so auf Distanz gehalten werden, auf einen Wickeldorn 16 aufgeschoben. Darauf werden .diese Teile durch eine Befestigungsvorrichtung, bestehend aus einem schraubenförmig aus- gebildeten Ende 17 :des Wickeldorns 16, einer Befestigungsschraube 18, einer Federscheibe 19 und einem Anschlag 20, zusammengehalten.
Da der Abstand der beiden einander gegenüberstehenden Scheiben 14 einerseits von der Drahtstärke der zu wickelnden Feindraht-Scheibenspule und anderseits von der Dicke der Trägerfolie abhängt und somit vorbestimmt ist, wird dem durch entsprechende Dimensionierung des Spulenkörpers 15 Rechnung getragen.
Zum Fertigen der Feindraht-Scheibenspule werden vor dem Zusammenfügen der Wickelvorrichtung in vorstehend beschriebener Weise auf die Scheiben 14 mit thermoplastischem Werkstoff niedriger Erweichungstemperatur beschichtete Trägerfolien 21 gelegt, die gemeinsam mit den Scheiben 14 auf den Wickeldorn 16 aufgeschoben werden. Um zu verhindern, dass die Trägerfolien 21 an den Randteilen verrutschen, werden sie an diesen mit einer geeigneten Haltevorrichtung 22, z. B. einen Klemmring, festgehalten.
Danach wird der Feindraht in der Wickelvorrichtung zu einer Feindraht-Scheibenspule gewik- kelt, wobei derart verfahren wird, dass im Inneren des Wickeldorns ein Wicklungsende in einer in der Zeichnung nicht sichtbaren Nut festgelegt ist und unter Drehen der Wicklungsvorrichtung Windung um Windung zu einer Spulenwicklung geformt wird. Sodann wird die Spulenwicklung in geeigneter Weise auf die Schmelztemperatur der thermoplastischen Werkstoffschicht gebracht, z. B. durch Erhitzen in einem Wärmeofen oder durch Strombelastung des Wickeldrahtes.
Schliesslich wird durch Pressen der Feindraht Scheibenspule der Feindraht völlig mit thermoplastischem Werkstoff allseitig und ohne Hohl- raumbildung umschlossen.
Bei Feindraht-Scheibenspulen, die nach diesem Verfahren hergestellt werden, entspricht ihre Stärke
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bei Verwendung einer reinen Thermoplastfolie an Stelle einer Trägerfolie oben ausgeführter Art lediglich dem Feindrahtdurchmesser mit Isolation. Werden hingegen beschichtete Trägerfolien verwendet, wird die Feindraht-Scheibenspule demgemäss um die Dicke der jeweiligen Trägerfolie und deren Beschichtung bzw. Beschichtungen bei Zweäschichtfolien, stärker. Da die Trägerfolie sehr dünn sein kann, ohne dass dadurch :der Wickelvorgang störend beeinträchtigt würde, ist es möglich, den Wickelraum optimal zu nutzen.
Infolge der ausserordentlichen Feuchtigkeits- beständigkeit des thermoplastischen Materials ist die Feindraht-Scheibenspule gegen Feuchtigkeitseinflüsse nahezu :unempfindlich. Durch :die geeignete Auswahl des Isolierwerkstoffes, z. B. ,Polyäthylen, weist die nach diesem Verfahren hergestellte Feindraht-Schei- benspule hohe elektrische Durchschlagsfestigkeit und kleine dielektrische Verluste auf. Dadurch ist es möglich, diese Feindraht-Scheibenspulen sowohl für die Hochfrequenz- als auch für die Hochspannungs-Tech- nik verwenden zu können.
Darüber hinaus lassen sich diese Feindraht-Scheibenspulen in kaltem Zustand zum Teil und bei Wärmebehandlung nahezu beliebig verformen, wodurch ihre Verwendungsmöglichkeiten gegenüber den bisher bekannten Feindraht- Scheibenspulen beachtlich erweitert sind. So lässt sich beispielsweise .aus einer mit Widerstandsdraht gewik- kelten Feindraht-Scheibenspule durch Falten in ihrer Mitte eine induktionsarme und kapazitätsarme Spule herstellen, die unter anderem als Balanceregler, z. B. in der Radiotechnik, verwendbar ist.
Ausserdem kann man mit :einer aus Widerstandsdraht gefertigten Feindraht-Scheibenspule den Widerstand nach einer beliebigen Funktion kontinuierlich veränderbar einstellen. Aber auch zum Transformatorenbau eignen sich derartige Feindraht-Scheibenspulen ausgezeichnet. Sie werden ähnlich einer gedruckten S-Band-Spule aus einzelnen Scheiben zu einer Transformatorspule zusammengesetzt, verlötet und mit Druck und Wärme zu einer kompakten Einheit verschweisst.
Die besondere Bedeutung, die dem erfindungsgemässen Herstellungsverfahren von Feindraht-Schei- benspulen zukommt, liegt für die Messtechnäk darin, dass .diese Spulen ohne Einbusse an Güte im Vergleich zu bekannten Erzeugnissen dieser Art mit sehr kleinen Abmessungen gefertigt werden können. Insbesondere für die Entwicklung und den Bau von sehr flachen und somit raumsparenden elektrischen Mess- instrumenten erweisen sich diese Feindraht-Scheiben- spulen, die darüber hinaus auch noch beachtliche elektrische Vorteile haben, als ausserordentlich günstig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer Feindraht-Schei- benspule fürelektrische Apparate, bei ider die Spulenwindungen allseitig in einer Isolation eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Trägerfolie (4 bzw. 12, 13 bzw. 21), an der mindestens an einer ihrer beiden Seiten eine Schicht (5 bzw.6, 7) aus .einem thermoplastischen Material haftet, in eine Wickelvorrichtung (15 bis 20) eingelegt, der Feindraht (1) in der Wickelvorrichtung zu einer Spule gewickelt und dann die Trägerfolie (4) zusammen mit den auf ihrer Schicht anliegenden Drahtwindungen (10) erwärmt werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erwärmen der Trägerfolie bzw. der Spulenwindungen diese gepresst werden und dadurch der Feindraht völlig mit thermoplasti- schem Werkstoff allseitig und ohne Hohlraumbildung eingeschlossen wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, idadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeeinwirkung zur Erweichung des thermoplastischen Werkstoffes durch Erhitzen in. einem Wärmeofen oder durch Strombelastung des Wickeldrahtes erfolgt. PATENTANSPRUCH II Feindraht-Scheibenspule für elektrische Apparate, hergestellt nach :dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtwindungen der Spule ohne Hohlraumbildung in der auf der Trägerfolie ein- oder beidseitig haftenden Schicht .aus thermoplastischem Material allseitig eingebettet und darin fixiert sind.UNTERANSPRÜCHE 3. Feindraht-Scheibenspule nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie aus Faserstoff, vorzugsweise Cellulosepapier, besteht. 4. Feindraht Scheibenspule nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie vorzugsweise aus Polyäthylenglykolterephthalat besteht. 5. Feindraht-Scheibenspule nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoplastische Werkstoff Polyäthylen ist. 6.Feindraht-Scheibenspule nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie als Einschichtfolie ausgebildet ist. 7. Feindraht-Scheibenspule nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, -dass die Trägerfolie als Zweäschichtfolie ausgebildet ist.
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