CH411248A - Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes Blendschutzglas - Google Patents

Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes Blendschutzglas

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CH411248A
CH411248A CH1252561A CH1252561A CH411248A CH 411248 A CH411248 A CH 411248A CH 1252561 A CH1252561 A CH 1252561A CH 1252561 A CH1252561 A CH 1252561A CH 411248 A CH411248 A CH 411248A
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CH
Switzerland
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reflection
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coating
glare glass
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CH1252561A
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Thaddaeus Dr Kraus
Elmar Dr Ritter
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Balzers Patent Beteilig Ag
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    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • GPHYSICS
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Description


      Mit        einem        reflexionsändernden    Belag versehenes     Blendschutzglas       Es ist bekannt, auf Brillengläser aus absorbieren  dem Glas oder solchen, bei denen auf ein weisses  Grundglas eine lichtdämpfende Schicht aufgebracht  ist, reflexionsvermindernde Schichten aufzubringen,  die einen     violett-purpurnen    Farbton besitzen.

   Diese  reflexionsvermindernden Schichten befinden sich  meist auf der Augenseite des Glases und haben die  Aufgabe, zu verhindern, dass der Brillenträger durch  Lichtreflexe gestört wird, die durch Reflexion von  Lichtstrahlen an der inneren augenseitig gelegenen       Grenzfläche    Glas/Luft des Brillenglases (hauptsäch  lich durch Spiegelung der Augenpartien) entstehen.  Entsprechend der Vorstellung, dass es auf eine mög  lichst starke Herabsetzung des Lichtreizes ankommt,  hat man bisher diese Schichten so ausgebildet, dass  ein Reflexionsminimum bei der Wellenlänge der  grössten Augenempfindlichkeit (550 ml!)     zustande     kam.  



  Beim Gebrauch solcher reflexionsverminderten  Brillengläser, die in Durchsicht eine bestimmte  Eigenfarbe aufweisen, hat sich aber ein schwerwie  gender Nachteil ergeben. Es hat sich nämlich gezeigt,  dass trotz der starken Dämpfung der Reflexe die ver  bleibende Restreflexion immer noch sehr störend  sein kann, nämlich dann, wenn sich der Farbton des  reflektierten Lichtes von demjenigen des durchgelas  senen Lichtes stärker unterscheidet. Z. B. wird es von  Brillenträgern als äusserst unangenehm empfunden,  wenn etwa ein in Durchsicht grünes Brillenglas mit  einem konventionellen reflexionsvermindernden Be  lag von     violett-purpurner    Farbe versehen ist.  



  Es wurde nun gefunden, dass eine wesentlich ge  ringere Störung auftritt, wenn die Ausbildung des       Blendschutzglases    gemäss     Erfindung    erfolgt. In leb  haftem Strassenverkehr sind Brillen mit störenden  Lichtreflexionen geradezu gefährlich, weil die hier-    durch manchmal hervorgerufenen Trugbilder zu  falschen Reaktionen einzelner Verkehrsteilnehmer  führen können. Bisher hat man versucht, diesen  Nachteil der beschichteten reflexionsverminderten  Gläser durch eine möglichst weitgehende     Unterdrük-          kung    jeglicher Restreflexion     zu    vermeiden; doch ist,  wie erwähnt, eine vollständige Ausschaltung der       Restreflexion    bisher nicht möglich.  



  Ein     Blendschutzglas    nach der Erfindung, welches  eine vorgegebene     Transmissionsfarbe    aufweist und  mit einem reflexionsändernden Belag versehen ist, ist  dadurch     gekennzeichnet,    dass der Belag so dimen  sioniert ist,     dass    seine     Reflexionsfarbe    mit der vor  gegebenen     Transmissionsfarbe    annähernd überein  stimmt.  



       Blendschutzgläser    werden gewöhnlich so ausge  bildet, dass sie in Durchsicht einen gelblichen, grünli  chen oder bräunlichen Farbton aufweisen. Diese  Farbtöne werden     nämlich    von den meisten Brillen  trägern als angenehm empfunden. Die     Transmis-          sionsfarbe    kann entweder vom Glas der Brille selbst  herrühren, oder durch aufgebrachte dünne Schichten  mit entsprechender Lichtabsorption bedingt sein. Der  erfindungsgemässe vorgeschlagene,     zusätzliche,    refle  xionsändernde Belag hat die Aufgabe, die Refle  xionsfarbe der     Transmissionsfarbe    anzupassen.

   Ein  solcher reflexionsändernder Belag lässt sich mit Hilfe  dünner Schichten unter Berücksichtigung der     Interfe-          renzbedingungen    des Lichtes in bekannter Weise z. B.  durch Aufdampfen im Vakuum herstellen, wobei alle       gewünschten    Farbtöne erzielt werden können.

   Die  Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass es  bei Schutzbrillengläsern zur Erzielung einer guten  Schutzwirkung wirksamer ist, wenn die     Irritierung     des Brillenträgers durch verschiedenfarbige Reflexe  ausgeschaltet wird, als wenn eine optisch optimale      Reflexionsverminderung angestrebt wird, bei welcher  zwar ein Minimum an sichtbarem Licht reflektiert  wird, jedoch die Reflexionsfarbe auf die Tönung blau  bis     purpur    festgelegt ist. Selbstverständlich ist es,  wenn die vorliegende     Transmissionsfarbe    dies zu  lässt, auch bei     Blendschutzgläsern    nach der Erfin  dung wünschenswert und vorteilhaft, den reflexions  ändernden Belag als reflexionsvermindernden Belag  in an sich bekannter Weise auszubilden.

   Jedoch ist  diese Bedingung nicht unerlässlich. Es kann vom  Standpunkt der ungestörten Sicht durch ein Brillen  glas sogar besser sein, eine gewisse Reflexionserhö  hung, wenigstens in bestimmten     Spektralbereichen    in  Kauf zu nehmen, um die Reflexionsfarbe der Trans  missionsfarbe entsprechend wählen zu können.  



  Besonders vorteilhaft ist die Anwendung der Er  findung in Verbindung mit Schutzgläsern von gelber  oder grüner     Transmissionsfarbe.    Bei solchen Gläsern       ist    nämlich der Farbkontrast zwischen dem von einer       normalen        reflexionsvermindernden    Schicht reflek  tierten Licht einerseits und dem durchgelassenen  Licht andererseits, ganz besonders störend.  



  Der Erfolg, der durch die Erfindung erzielt  wurde, ist sehr überraschend angesichts der bis anhin  geltenden Anschauung, dass es für gute Sicht bei  Brillengläsern darauf ankäme, die störende Gesamt  reflexion möglichst herabzusetzen. Der Erfolg beruht       offenbar    darauf, dass eine etwas erhöhte, dafür aber  in ihrem Farbton gegenüber dem Grundglas unauf  fälligere Reflexion weniger störend wirkt, als eine  intensitätsmässig schwächere     Reflexion    mit Farbkon  trast.  



  Offenbar wird die Aufmerksamkeit eines Brillen  trägers durch den Farbkontrast stärker in störender  Weise gefesselt als durch einen gleichfarbigen Licht-         reflex,    selbst wenn dieser wegen seiner Intensität  einen stärkeren Helligkeitskontrast zur Folge hat.  



  Die erfindungsgemässen     Blendschutzgläser    be  deuten einen Fortschritt gegenüber dem bisherigen  Stand der Technik auch insofern, als der ästhetisch  unangenehme Eindruck, den verschiedenfarbig schil  lernde Brillengläser oft machen, jetzt vermieden wer  den kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Blendschutzglas mit vorgegebener Tansmissions- farbe, welches mit einem reflexionsändernden Belag versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag so dimensioniert ist, dass seine Reflexionsfarbe mit der vorgegebenen Transmissionsfarbe annähernd übereinstimmt. UNTERANSPRÜCHE 1. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein Brillenglas mit grüner Transmissionsfarbe ein Belag mit grünlicher Refle xionsfarbe aufgebracht ist. z. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der reflexionsändernde Belag als reflexionsvermindernder Belag ausgebildet ist.
    3. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein weisses Grundglas ein absorbierender Belag bestimmter Transmissionsfarbe und zusätzlich ein reflexionsändernder Belag mit ähnlicher Reflexionsfarbe aufgebracht ist. 4. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der reflexionsändernde Belag auf der Augenseite der Gläser angebracht ist.
CH1252561A 1960-12-28 1961-10-30 Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes Blendschutzglas CH411248A (de)

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