CH411248A - Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes Blendschutzglas - Google Patents
Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes BlendschutzglasInfo
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Description
Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes Blendschutzglas Es ist bekannt, auf Brillengläser aus absorbieren dem Glas oder solchen, bei denen auf ein weisses Grundglas eine lichtdämpfende Schicht aufgebracht ist, reflexionsvermindernde Schichten aufzubringen, die einen violett-purpurnen Farbton besitzen.
Diese reflexionsvermindernden Schichten befinden sich meist auf der Augenseite des Glases und haben die Aufgabe, zu verhindern, dass der Brillenträger durch Lichtreflexe gestört wird, die durch Reflexion von Lichtstrahlen an der inneren augenseitig gelegenen Grenzfläche Glas/Luft des Brillenglases (hauptsäch lich durch Spiegelung der Augenpartien) entstehen. Entsprechend der Vorstellung, dass es auf eine mög lichst starke Herabsetzung des Lichtreizes ankommt, hat man bisher diese Schichten so ausgebildet, dass ein Reflexionsminimum bei der Wellenlänge der grössten Augenempfindlichkeit (550 ml!) zustande kam.
Beim Gebrauch solcher reflexionsverminderten Brillengläser, die in Durchsicht eine bestimmte Eigenfarbe aufweisen, hat sich aber ein schwerwie gender Nachteil ergeben. Es hat sich nämlich gezeigt, dass trotz der starken Dämpfung der Reflexe die ver bleibende Restreflexion immer noch sehr störend sein kann, nämlich dann, wenn sich der Farbton des reflektierten Lichtes von demjenigen des durchgelas senen Lichtes stärker unterscheidet. Z. B. wird es von Brillenträgern als äusserst unangenehm empfunden, wenn etwa ein in Durchsicht grünes Brillenglas mit einem konventionellen reflexionsvermindernden Be lag von violett-purpurner Farbe versehen ist.
Es wurde nun gefunden, dass eine wesentlich ge ringere Störung auftritt, wenn die Ausbildung des Blendschutzglases gemäss Erfindung erfolgt. In leb haftem Strassenverkehr sind Brillen mit störenden Lichtreflexionen geradezu gefährlich, weil die hier- durch manchmal hervorgerufenen Trugbilder zu falschen Reaktionen einzelner Verkehrsteilnehmer führen können. Bisher hat man versucht, diesen Nachteil der beschichteten reflexionsverminderten Gläser durch eine möglichst weitgehende Unterdrük- kung jeglicher Restreflexion zu vermeiden; doch ist, wie erwähnt, eine vollständige Ausschaltung der Restreflexion bisher nicht möglich.
Ein Blendschutzglas nach der Erfindung, welches eine vorgegebene Transmissionsfarbe aufweist und mit einem reflexionsändernden Belag versehen ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Belag so dimen sioniert ist, dass seine Reflexionsfarbe mit der vor gegebenen Transmissionsfarbe annähernd überein stimmt.
Blendschutzgläser werden gewöhnlich so ausge bildet, dass sie in Durchsicht einen gelblichen, grünli chen oder bräunlichen Farbton aufweisen. Diese Farbtöne werden nämlich von den meisten Brillen trägern als angenehm empfunden. Die Transmis- sionsfarbe kann entweder vom Glas der Brille selbst herrühren, oder durch aufgebrachte dünne Schichten mit entsprechender Lichtabsorption bedingt sein. Der erfindungsgemässe vorgeschlagene, zusätzliche, refle xionsändernde Belag hat die Aufgabe, die Refle xionsfarbe der Transmissionsfarbe anzupassen.
Ein solcher reflexionsändernder Belag lässt sich mit Hilfe dünner Schichten unter Berücksichtigung der Interfe- renzbedingungen des Lichtes in bekannter Weise z. B. durch Aufdampfen im Vakuum herstellen, wobei alle gewünschten Farbtöne erzielt werden können.
Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass es bei Schutzbrillengläsern zur Erzielung einer guten Schutzwirkung wirksamer ist, wenn die Irritierung des Brillenträgers durch verschiedenfarbige Reflexe ausgeschaltet wird, als wenn eine optisch optimale Reflexionsverminderung angestrebt wird, bei welcher zwar ein Minimum an sichtbarem Licht reflektiert wird, jedoch die Reflexionsfarbe auf die Tönung blau bis purpur festgelegt ist. Selbstverständlich ist es, wenn die vorliegende Transmissionsfarbe dies zu lässt, auch bei Blendschutzgläsern nach der Erfin dung wünschenswert und vorteilhaft, den reflexions ändernden Belag als reflexionsvermindernden Belag in an sich bekannter Weise auszubilden.
Jedoch ist diese Bedingung nicht unerlässlich. Es kann vom Standpunkt der ungestörten Sicht durch ein Brillen glas sogar besser sein, eine gewisse Reflexionserhö hung, wenigstens in bestimmten Spektralbereichen in Kauf zu nehmen, um die Reflexionsfarbe der Trans missionsfarbe entsprechend wählen zu können.
Besonders vorteilhaft ist die Anwendung der Er findung in Verbindung mit Schutzgläsern von gelber oder grüner Transmissionsfarbe. Bei solchen Gläsern ist nämlich der Farbkontrast zwischen dem von einer normalen reflexionsvermindernden Schicht reflek tierten Licht einerseits und dem durchgelassenen Licht andererseits, ganz besonders störend.
Der Erfolg, der durch die Erfindung erzielt wurde, ist sehr überraschend angesichts der bis anhin geltenden Anschauung, dass es für gute Sicht bei Brillengläsern darauf ankäme, die störende Gesamt reflexion möglichst herabzusetzen. Der Erfolg beruht offenbar darauf, dass eine etwas erhöhte, dafür aber in ihrem Farbton gegenüber dem Grundglas unauf fälligere Reflexion weniger störend wirkt, als eine intensitätsmässig schwächere Reflexion mit Farbkon trast.
Offenbar wird die Aufmerksamkeit eines Brillen trägers durch den Farbkontrast stärker in störender Weise gefesselt als durch einen gleichfarbigen Licht- reflex, selbst wenn dieser wegen seiner Intensität einen stärkeren Helligkeitskontrast zur Folge hat.
Die erfindungsgemässen Blendschutzgläser be deuten einen Fortschritt gegenüber dem bisherigen Stand der Technik auch insofern, als der ästhetisch unangenehme Eindruck, den verschiedenfarbig schil lernde Brillengläser oft machen, jetzt vermieden wer den kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Blendschutzglas mit vorgegebener Tansmissions- farbe, welches mit einem reflexionsändernden Belag versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag so dimensioniert ist, dass seine Reflexionsfarbe mit der vorgegebenen Transmissionsfarbe annähernd übereinstimmt. UNTERANSPRÜCHE 1. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein Brillenglas mit grüner Transmissionsfarbe ein Belag mit grünlicher Refle xionsfarbe aufgebracht ist. z. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der reflexionsändernde Belag als reflexionsvermindernder Belag ausgebildet ist.3. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein weisses Grundglas ein absorbierender Belag bestimmter Transmissionsfarbe und zusätzlich ein reflexionsändernder Belag mit ähnlicher Reflexionsfarbe aufgebracht ist. 4. Blendschutzglas nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der reflexionsändernde Belag auf der Augenseite der Gläser angebracht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT973860A AT219304B (de) | 1960-12-28 | 1960-12-28 | Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes Blendschutzglas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH411248A true CH411248A (de) | 1966-04-15 |
Family
ID=3616826
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1252561A CH411248A (de) | 1960-12-28 | 1961-10-30 | Mit einem reflexionsändernden Belag versehenes Blendschutzglas |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT219304B (de) |
| CH (1) | CH411248A (de) |
-
1960
- 1960-12-28 AT AT973860A patent/AT219304B/de active
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1961
- 1961-10-30 CH CH1252561A patent/CH411248A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT219304B (de) | 1962-01-25 |
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