Als verlorene Schalung zur Schaffung eines Hohlraumes in Betonwänden, Erdreich oder dergleichen dienendes Bauelement Die Erfindung betrifft ein als verlorene Schalung zur Schaffung eines Hohlraumes in Betonwänden, Erdreich oder dergleichen dienendes Bauelement in Form eines vorgefertigten, mindestens eine Längs wand aufweisenden Hohlkörpers, der aus einem synthetischen, gegen Beton oder Erde widerstands fähigen Material besteht.
Es sollen oft Hohlräume oder öffnungen für die Aufnahme von Konstruktionselementen vorgesehen werden, die nur nach der Verfestigung des Betons eingebaut werden sollten. Als Beispiel seien solche Aussparungen in Betonwänden oder dergleichen er wähnt, in denen Rohrleitungen, elektrische Kabel usw. verlegt werden sollen. Ein anderer typischer Fall betrifft die Verankerung eines Gegenstandes in der Betonkonstruktion, der wegen seines Eigengewichts oder auf Grund äusserer Einflüsse das Auftreten von Kräften zur Folge hat, die an diesem in Richtung einer Trennung von dem verfestigten Beton Zug kräfte erzeugen.
Als Beispiel für diesen Fall sei die Befestigung von Trägern oder Bewehrungseisen erwähnt, insbesondere wenn diese auf der Unter seite der Betonkonstruktion angeordnet werden sol len.
Bisher wurden die erforderlichen Schalungen für die oben erwähnten Verwendungszwecke im allge meinen aus Holz hergestellt, am Verwendungsort zusammengebaut und dort den vorliegenden Anfor derungen angepasst. Es ist oft wünschenswert, auch denjenigen Teil des von der Form umgebenen Raumes mit Beton auszufüllen, der nach dem Ein setzen der Leitung, des Verankerungsglieds oder dergleichen verbleibt. Um dann jedoch eine Haf tung an der äusseren Betonmasse zu erzielen, muss die Holzform zuerst entfernt werden. Dadurch er geben sich mehrere Nachteile. Erstens ist ein zu- sätzlicher, verhältnismässig ,zeitraubender Arbeitsvor- gang erforderlich.
Zweitens bestehen bei der Ent fernung einer derartigen Form häufig Schwierigkei ten, was oft die Verwendung von Werkzeugen und speziellen Arbeitsverfahren erforderlich macht, die zur Beschädigung angrenzender Teile des Betons führen können. Insbesondere im Falle von Beton trägern machen diese Beschädigungen umfangreiche und kostspielige Ausbesserungsarbeiten erforderlich. In manchen Fällen ist es sogar nicht mehr möglich, eine Ausbesserung vorzunehmen.
Ein dritter bedeut samer Nachteil besteht darin, dass nach der Entfer nung einer Holzschalung die damit hergestellte Aus sparung Rückstände davon enthält, insbesondere an den Wänden der Aussparung anhaftende Holzfasern. Dies hat natürlich zur Folge, dass die Verbindung und damit die Haftfestigkeit zwischen den beiden Betonschichten nicht zufriedenstellend ist.
Ferner ist zu bemerken, dass selbst in den Aus- nahmefällen, bei denen die erwähnten Nachteile nicht von entscheidender Bedeutung sind, stets der Nachteil vorliegt, dass die Betonmasse innerhalb der Schalung bei der fertigen Konstruktion im Hinblick auf die mechanische Festigkeit als mehr oder weni ger getrennter Körper angesehen werden muss, der beim Auftreten grösserer Kräfte aus der umgebenden Betonmasse herausgezogen werden kann. Ferner hat die Tatsache, dass die Formen am Verwendungsort hergestellt werden, verhältnismässig grosse Unkosten zur Folge.
Dazu müssen auch Arbeitskräfte bereit gestellt werden, was schon im Hinblick auf die ständig kritischer werdende Anforderung von Be deutung ist, dass die Bauzeit so kurz wie möglich gehalten werden soll.
Es ist deshalb Zweck der Erfindung, ein Bau element zu schaffen, dessen Herstellung und Ver- wendung nicht kostspielig ist, das eine sehr gute Festigkeit und chemische Widerstandsfähigkeit auf weist und in einfacher Weise entsprechend den mei sten Abmessungen ausgeführt werden kann, die für derartige Elemente benötigt werden.
Das als verlorene Schalung zur Schaffung eines Hohlraumes in Betonwänden, Erdreich oder derglei chen dienende Bauelement in Form eines vorgefer tigten, mindestens eine Längswand aufweisenden Hohlkörpers, der aus einem synthetischen, gegen Beton oder Erde widerstandsfähigen Material be steht, ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass die Längswand des Bauelementes quer zur Längsrichtung verlaufende profilierte Rillen aufweist.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform be steht die Rillen aufweisende Längswand aus meh reren miteinander, z. B. mittels Flanschen verbun denen Längswandteilen, wobei vorzugsweise zwei parallel zueinander verlaufende gerade Wandteile und zwei an diese anschliessende, gegenüberliegende, im wesentlichen halbkreisförmig gebogene Wand teile vorgesehen sind.
Beispielsweise Ausführungsformen des erfin dungsgemässen Bauelementes werden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Bauelements ge mäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wo bei Teile weggebrochen sind, Fig. 2 einen Grundriss zu Fig.1. Fig.3 die Verwendung von Bauelementen ge mäss zwei weiteren Ausführungsbeispielen; Fig. 4 eine weitere Abänderung;
Fig.5a und 5b Bauelemente mit unterschiedli- chen Querschnitten, die aus Abschnitten zusammen gesetzt sind, und Fig.6 eine perspektivische Ansicht der Verbin dungseinrichtungen der in Fig.5 dargestellten Ab schnitte in vergrössertem Massstab.
Das in Fig. 1 und 2 dargestellte Bauelement be steht aus einem einstückigen rohrförmigen Körper 3 mit rechteckigem Querschnitt und einer gewellten Wandung. Vorzugsweise besteht das Element aus einem Kunststoff wie Polystyrol oder einem anderen Polymerisationsprodukt. Wie aus der Zeichnung er sichtlich ist, ist die Wanddicke im Vergleich zum Querschnitt der Einheit klein.
Dies ergibt unter an derem den Vorteil, dass das Element in zweckmä ssiger Weise in beträchtlicher Länge hergestellt und dann am Bauplatz mit Hilfe einfacher Werkzeuge, z. B. mit einer Säge, entsprechend den gegebenen Anforderungen leicht unterteilt werden kann. Vor zugsweise werden die Wellungen 1 entsprechend einem Modulsystem hergestellt. Anderseits ist das Element trotz der verhältnismässig geringen Wand dicke wegen der Wellung nicht nur von sich aus starr, sondern kann auch zusätzlich ohne eine be sondere Stützeinrichtung den sehr beträchtlichen Kräften standhalten, die z. B. bei dessen Verwendung als Form für eine Betonkonstruktion auftreten.
Of fensichtlich sind in der Regel diese Kräfte am stärk- sten, wenn die erste Füllung gegen die Aussenwände des Elements erfolgt.
Fig. 3 zeigt zwei Bauelemente 3, die in eine Be tonkonstruktion 2 eingegossen sind. Das linke Ele ment besitzt Rillen 1 mit dreieckigem Querschnitt, während die Rillen des rechten Elements rechteckig sind. Im übrigen entsprechen die beiden Elemente grundsätzlich den in Fig. 1 dargestellten. Ein im wesentlichen sinusförmig gewelltes Profil ist wegen der Kosten für die Herstellungsmaschinen vorzuzie hen, weil dadurch die Fertigungskosten für die Ele mente billiger werden.
Gemäss dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungs beispiel der Erfindung besitzt das Bauelement 3 einen kreisförmigen Querschnitt und besteht aus zwei Hälften 3a, 3b, deren Verbindungsstellen in einer diametralen Ebene liegen. An den anliegenden Rändern ist jede Elementhälfte mit radial nach aussen verlaufenden Flanschen 4 versehen, deren Ausbildung in Fig.6 im einzelnen dargestellt ist. Wie dort gezeigt ist, sind in diesen Flanschen öff- nungen 6 und in diese hineinsteckbare Stifte 5 vor gesehen.
Wie ebenfalls aus Fig.6 am besten er sichtlich ist, ist der eine Flansch 4a jeder Element hälfte 3a bzw. 3b lediglich mit Stiften versehen, wäh rend der andere Flansch 4b lediglich Öffnungen auf weist. Neben diesen Öffnungen 6 besitzen alle Flan schen paarweise zueinander ausgerichtete Öffnungen 7, die zur Vereinfachung der Befestigung der Form vor dem Giessvorgang vorgesehen sind.
Diese Be festigung kann beispielsweise mit Hilfe von Metall- drähten 8 erfolgen, die durch die Öffnungen 7 durch gezogen werden. Axial verlaufende Rippen 9 dienen einerseits .als Versteifung der fertigen Form und begünstigen anderseits bei der Herstellung der Form eine gleichmässige Verteilung des Kunststoffes in der Matrize oder in den betreffenden Elementen, in welchen die Formhälften hergestellt werden. Fer ner sind Verschlussdeckel 10 und 11 vorgesehen.
Mit Hilfe der Verschlussdeckel ist gewährleistet, dass der Innenraum des Elements gegen Verunreinigungen bei allen Arbeitsstufen vollständig geschützt ist, die dem Einschütten des Betons in den Innenraum der Form vorausgehen.
Auf diese Weise kann das Element beispielsweise mit Beton auch vollständig umgeben werden.
Aus Fig. 5a ist ersichtlich, wie der Querschnitt des Elements durch das Einsetzen gewellter, aber sonst ebener Wandteile 12 zwischen die beiden End- hälften 3a und 3b vergrössert werden kann.
In dem in Fig. 5b dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei zusätzliche Wandteile 12, 12' und 12" zwischen die beiden gekrümmten Elementhälften 3a und 3b eingesetzt. Die Abschnitte 12, 12' und 12" besitzen ebenfalls Flanschen 4 und Befestigungeinrichtungen in Form von Öffnungen und Stiften. Es können auch andere Verbindungen angewandt werden, beispiels weise Verkleben.
Es sind zahlreiche Abwandlungen hinsichtlich der Gestalt des Elements sowie hinsichtlich der Einrich- tungen zum Zusammenbau der Abschnitte des Ele ments und zu deren Befestigung in der gewünschten Lage möglich. Als Beispiel für eine Abwandlung der zuerst erwähnten Art sei erwähnt, dass die Stei gung der Rillen bei einem Element nicht konstant sein muss.
Während die vorliegenden Bauelemente in verhältnismässig grosser Länge hergestellt werden können, kann es in gewissen Fällen von Vorteil sein, zwei oder mehr Elemente zum Zwecke einer Verlängerung in axialer Richtung miteinander zu verbinden. Zu diesem Zwecke können beispielsweise innen oder aussen liegende Verbindungshülsen ver wendet werden. Schliesslich ist zu bemerken, dass die Bezeichnung Bauelement im vorliegenden Falle im weitesten Sinne zu verstehen ist.