CH411724A - Verfahren zum Verdichten von Böden aus Lockergestein, insbesondere feinkörniger Böden - Google Patents
Verfahren zum Verdichten von Böden aus Lockergestein, insbesondere feinkörniger BödenInfo
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Description
Verfahren zum Verdichten von Böden aus Lockergestein, insbesondere feinkörniger Böden Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ver fahren zum Verdichten von Böden aus Lockergestei- nen, insbesondere feinkörniger Böden.
Das Bedürfnis, bei natürlich oder künstlich sedi mentierten Böden eine dichtere resp. kompaktere Lagerung zu erzielen, ist mannigfacher Art, sei es, um bei einer Belastung der Böden als Baugrund gerin gere Setzungen zu erlangen, sei es, um die Böden ge gen Wasserdurchfluss undurchlässiger zu machen.
Die Wirkung des vorliegenden Verfahrens kann ganz generell als Verminderung des vorhandenen Hohlraumvolumens in Böden angesehen werden.
Es sind schon verschiedene Verfahren vorge schlagen worden, um das vorgenannte Ergebnis zu erreichen: Einige versuchen das vorhandene Hohlraumvolu- men durch Auffüllen der Hohlräume mit erhärtbaren Flüssigkeiten zu beseitigen, andere durch mechani sche Verdichtung mittels Rüttlern oder Stampfern.
Das Auffüllen der Hohlräume durch Injektion ist nur soweit möglich, als die Füllflüssigkeit den Boden zu durchdringen vermag; dies ist an eine ganz be stimmte Granulation des Bodens gebunden. Bei san digen oder gar feinsandigen Böden ist es meistens nicht möglich, den Boden mittels Injektion zu durch dringen, weil die gebräuchlichen Füllflüssigkeiten entweder eine zu hohe Viskosität besitzen oder aber als wässrige Suspensionen von Zementen selbst einer Sedimentation unterliegen, was den Durchfluss blok- kiert.
Das mechanische Verdichten, soweit es heute be kannt ist, hat den Nachteil grosser Aufwendigkeit: Bei künstlichen Aufschüttungen kann einiger Er folg mittels Oberflächenverdichtung bei eventuell gleichzeitiger Durchtränkung des Bodens mit erhärt- baren Flüssigkeiten während des Auffüllprozesses erzielt werden. Diese Art der Verdichtung ist auch noch rationell.
Die mechanische Verdichtung von natürlich sedi mentierten Böden ist wesentlich schwieriger. Die bis her vorgeschlagenen Methoden sind im Wesentlichen folgende: Entweder wird versucht, durch statische oder dynamische Belastung der Oberfläche die tiefe ren Schichten zu verdichten oder man führt feste Rüttler in den Boden ein und versucht durch exzen trisch laufende Vibratoren die Verdichtung zu errei chen. - Beide Methoden haben bisher nicht zu be friedigen vermocht. Die Beeinflussung der tieferen Bodenteile von der Oberfläche her bleibt wegen der grossen Kraftverteilung problematisch.
Soll dennoch ein Erfolg sichergestellt werden, so müssen sehr grosse Flächenlasten auf längere Zeiträume ange wendet werden. - Die Verdichtung mit einem in den Boden eingeführten mechanischen Rüttler leidet an der geringen Wirkungsweite, weil bei nicht mit Was ser gesättigten Böden die Energie des Rüttlers nur auf sehr kurze Distanzen weitergeleitet wird, indem um den Rüttler herum ein rohrförmiges Loch ent steht, an dessen Innenflächen der Rüttler frei abrollt, also keine oder nur sehr wenig Energie abgibt.
Die vorliegende Erfindung soll ermöglichen, eine tunlichst hohe Energiemenge auf den Boden zu über tragen, mit Hilfe derer er verdichtet wird.
Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens können ein oder mehrere gelochte Rohre in den Boden getrieben werden, die mit einem Flüs sigkeitsbehälter in Verbindung stehen, in welchem eine Flüssigkeit (z. B. Wasser) einem hochfrequenten Druckwechsel unterworfen wird. Wegen der Inkom- pressibilität der Flüssigkeit wird sich diese Druck- schwankung überall dahin fortpflanzen, wohin die Flüssigkeit dringt, also bis in die Hohlräume des Bodens.
Dadurch wird der Boden eine durchdrin gende Vibration erfahren und sich so auf Grund der Schwere der Bodenteile resp. der Flüssigkeit einer seits und der durch die Vibration stark reduzierten inneren Reibung (Kohäsion) andererseits durch Kornumlagerung verdichten.
Der Effekt der Verdichtung wird umso grösser sein, je mehr natürliches Grundwasser vorhanden ist, weil dann der gesamte Boden mit dem Energieüber- mittler, dem Wasser, intensiv durchgesetzt ist. Wäh rend der durch die Druckschwankungen ausgelösten Sedimentation wird das Wasser vermöge der ver schiedenen spezifischen Gewichte vom Bodenmate rial langsam verdrängt und unterirdisch oder zur Oberfläche hin abströmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Verdichten von Böden aus Lockergestein, insbesondere feinkörniger Böden, da durch gekennzeichnet, dass mittels einer mit dem Boden in direktem Kontakt stehenden Flüssigkeit als Energieträger eine hochfrequente Vibration auf den selben übertragen wird, um infolge Kornumlagerung eine Verminderung der Hohlräume und damit eine Verdichtung des Bodens zu erlangen.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die zur Energieübertragung verwendete Flüssigkeit erhärtbar ist, um eine zusätzliche Stabili sierung des verdichteten Bodens zu bewirken.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH2463A CH411724A (de) | 1963-01-05 | 1963-01-05 | Verfahren zum Verdichten von Böden aus Lockergestein, insbesondere feinkörniger Böden |
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Publications (1)
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| CH411724A true CH411724A (de) | 1966-04-15 |
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH411724A (de) |
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1963
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