CH411761A - Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, insbesondere kleinstückigen Gütern - Google Patents
Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, insbesondere kleinstückigen GüternInfo
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Description
Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, insbesondere kleinstückigen Gütern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, insbesondere kleinstücki- gen Gütern wie z. B. Wolle, Baumwolle, geschnittene Zellwolle oder vollsynthetische Fasern.
Die Nassbehandlung umfasst z. B. das Waschen, Carbonisieren, Bleichen, Färben bzw. eine Behand lung in alkalischen oder sauren Bädern.
Es sind bereits verschiedene Vorrichtungen z. B. zum Waschen von Textilgütern bekannt, die das Gut mehr oder weniger vorsichtig behandeln und intensiv mit der Flüssigkeit benetzen.
Eine gute Benetzung und somit ein guter Wascheffekt kann durch wiederholtes Abpressen und Benetzen des Gutes - unter- bzw. oberhalb der Flüs sigkeit - erreicht werden. Ausserdem kann der Wascheffekt durch Erhöhen der relativen Geschwin- digkeit zwischen Behandlungsmedium und Behand- lungsmittel intensiviert werden.
Bekannt sind auch. Vorrichtungen, die aus .Sieb- trommeln bestehen und in deren Innerem durch ein Pumpaggregat ein Unterdruck erzeugt wird. Die in. das Trommelinnere gesaugte Flüssigkeit ergibt aus- serhalb der Trommel eine Strömung,
die radial zum Mittelpunkt der Trommel gerichtet ist und das im Bad vorhandene Behandlungsgut in Richtung zum Trommelmantel fördert und an diesem durch den entstehenden Druckunterschied festhält.
Durch das Pumpaggregat wird :die Flüssigkeit ständig umge- wälzt. Die umgewälzte Flüssigkeitsmenge ist eine Funktion der Behandlungsdauer, besonders dann, wenn mechanische Verunreinigungen abzusondern sind.
Der Nachteil dieser Anlage besteht darin, dass das ständig umgewälzte Behandlungsmedium auch Schmutzteile, die beim vorhergehenden Durchgang gelöst wurden, enthält, die auf der Oberseite des Gutes angesclwemmt und zurückgehalten werden können, weil das. Gut in;
diessern Falle als, Filter wirkt. Dieser Nachteil wird .auch .dadurch nicht beho- ben, dass am Umfang der Trommel mehrere Press- walzen angeordnet sind, die die Flüssigkeit aus -dem Gut abquetschen,
so dass nach dem Quetschvorgang das Gut von der Flüssigkeit wieder vollkommen be netzt werden kann.
Zweck der Erfindung ist, eine, Vorrichtung zu schaffen, welche diese Nachteile nicht aufweist. Erfindungsgemäss soll das durch Führungs- und Fördermittel beförderte Gut von der, Behandlungs flüssigkeit mit wenigstens einer Komponente entge gen der Förderrichtung durchströmt werden.
Die zweite Strömungskomponierte kann, sofern diese überhaupt vorhanden ist, in. wechselnder Folge das Gut von beiden Richtungen durchspülen, so dass ein ständiges Ablösen der auf der Gutsoberfläche ab gefilterten Schmutzteile möglich ist. Vorzugsweise soll der Behandlungsvorgang durch ständiges Ab pressen des Gutes unter der Flüssigkeit unterstützt werden.
Um derart mit losem Gut verfahren zu können, kann die Vorrichtung z. B. mit zwei Siebbändern ver sehen werden, die in die Flüssigkeit tauchen und zwi schen denen das Behandlungsgut gefördert wird. Durch ein Pumpsystem kann .die Flüssigkeit entgegen der Förderrichtung abgesaugt werden;
bzw. fliesst die Flüssigkeit durch ,den Höhenunterschied (Gefälle) in entsprechender Richtung.
Über, und unter den; beiden Förderbändern kön nen Körper angeordnet werden, die die Flüssigkeit mit wenigstens einer Komponente durch das Gut senk recht zur Förderrichtung saugen bzw. drücken.
Die Körper können in wechselnder Folge ober- und un- terhalb der Bänder angeordnet sein, damit eine wech- selnde Saugwirkung durch Beschleunigen der Strö- mung an der betreffenden Stelle entsteht, durch die die auf der Oberfläche befindlichen Schmutzteile ge löst und entgegen der Gutsförderrichtung abge schwemmt werden.
Durch den Transport des Gutes zwischen den beiden Förderbändern kann eine Verfilzung vermie den, werden, auch dann, wenn durch eine Erhöhung der Strömung bis zur Turbulenz Wirbel in dem Be handlungsbad in: Gutsnähe entstehen.
Entgegen der Gutsförderrichtung abgesaugte Flüssigkeit kann nach jedem Zyklus in, einem Behäl ter, Seitenbehälter u. dgl. derart weiterbefördert wer den, dass ein. Absetzen der schmutzigen Teile aus der Flüssigkeit möglich wird, d. h. die Strömung der Flüssigkeit soll zweckmässig derart verringert wer den, dass im laminaren Bereich ein Sumpf entstehen kann..
Der Sumpf kann kontinuierlich oder intermit- tierend in den Abwasserkanal abgeführt werden.
Während .der Nassbehandlung kann das Gut durch Quetschwerke, die sich ebenfalls in der Flüs sigkeit befinden, ständig abgepresst werden. Die Quetschwalzen können einen Siebmantel besitzen, so dass die Flüssigkeit durch die Walzen fliessen kann. Im Walzeninneren können Schaufeln, Pumpen, Membranen u. dgl. angeordnet sein, die die Flüssig keit entgegen der Drehrichtung des Walzenmantels fördern.
Zwischen den Presswerken können ein- und ver stellbare Leitbleche vorgesehen sein, die der Strö mung eine Komponente quer zur Förderrichtung ge ben.
Zwei beispielsweise Ausführungsformen der er- findungsgemässen Vorrichtung sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung im Schnitt. Das Gut 1 wird zwischen die Transport- bänder 2 und 2a gebracht und so in die Flüssigkeit getaucht und in Pfeilrichtung 3 weitergefördert. Die Flüssigkeit durchströmt die Vorrichtung in Richtung der Pfeile 5 und erhält die Impulse durch ein Pumpen aggregat 4. Durch Formbleche bzw.
Formkörper 6, die verstell- und einstellbar sein können, erhält die Flüssigkeit zwischen denselben und dem Förderband eine Geschwindigkeitserhöhung, wodurch die Druck energie verringert wird.
Dadurch wird ein Saugzug hervorgerufen, durch den ein Abschwemmen der auf der Oberfläche befindlichen Schmutzteile ermöglicht wird. Die abgesaugte Flüssigkeit kann in einen Nebenbehälter zur Entschlammung befördert werden, denkbar ist ebenso, dass eine Entschlammung im un teren Teil des Behandlungsbades z.
B. im Raume 7 erfolgt. Der abgesetzte Schlamm wird in den Trichter 8 gesammelt und mittels der Abschwemmventile 9 kontinuierlich bzw. intermittierend abgesondert. Das somit gut durchflutete, lose Fasermaterial wird am Ende der Vorrichtung durch das Förderband 2 aus der Flüssigkeit zur weiteren Behandlung geführt.
Fig. 2 zeigt eine weitere Vorrichtung zum Behan deln des Gutes entsprechend dem Erfindungsgedan- ken. Die beiden Förderbänder<I>2a, 2b</I> werden zwi- sehen den Quetschwalzenpaaren 10, 10a und 10b geführt, so dass das Gut entsprechend dem einstell baren Abpressdruck abgequetscht wird. Die Walzen z.
B. 10 und 10a können eine perforierte Ummante lung besitzen,, so dass die Flüssigkeit durch das In nere derselben, d. h. ohne Umweg, weiterfliessen kann. Im Inneren, der Siebwalzen sind drehbare Leit- schaufeln 11 vorgesehen, die vorteilhaft entgegen der Drehrichtung des äusseren Walzenmantels angetrie ben werden.
Die Drehzahl der Leitschaufeln und. des Trommelmantels kann getrennt oder gemeinsam regelbar sein. Die Leitschaufeln können paarweise und einzeln in den Presswerken verwendet werden..
In einer vorteilhaften Ausführung sollen die Leit- schaufeln 11 versetzt (z. B. bei zusammenwirkenden Walzenpaaren die Schaufeln Lücke auf Lücke) ange ordnet werden, z. B. in der oberen: Presswalze 10 und in der, zugeordneten unteren Presswalze, sodann wie- derum, in der oberen Presswalze 10a und z.
B. in der zugeordneten unteren Walze ,usw. Zwischen den ein, zelnen Pressen können, wie oben beschrieben, Form körper und -bleche 6a, 6b Anwendung finden. In den Formkörpern 6 (Fig. 1) können z. B. zusätzlich Mem branen 12 vorgesehen werden, durch deren Bewe gung quer zur Materialförderrichtung eine entspre chende Strömung erzeugt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, ins besondere kleinstückigen Gütern, wobei das durch Führungs- und Fördermittel (2, 2a) beförderte Gut (1) von der Behandlungsflüssigkeit mit wenigstens einer Komponente entgegen der Förderrichtung durch strömt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- und Fördermittel als Bänder (2, 2a) ausgebildet sind. 2.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Formkörper (6, 6a) und Leitmittel, z. B. Rohre oder Bleche (6b), über und/oder unter den Gutförderbändern (2, 2a) angeordnet sind. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Formkörper (6, 6a) und Leitmittel (6b) ein- und/oder verstellbar angeordnet sind. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass .die Form- und Leitmittel be weglich bzw. mit beweglichen pulsierenden und schwingenden Teilen (12), z. B. Membranen versehen sind. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein, oder mehrere Presswalzen- paare (10, 10a, 10b) mit Quetschpunkt unter dem Flüssigkeitsspiegel in dem Behandlungsraum ange- ordnet sind. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenmantel Durchbrü che, z. B. Perforationen, aufweist.7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern der Presswalze (10) Fördermittel, z. B. Flügelräder (11), angeordnet sind, durch die das Behandlungsmedium wenigstens mit einer Komponente entgegen der Gutsförderrichtung bewegt wird. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördergeschwindigkeit und -menge des Behandlungsmediums durch die Förder- mittel im Pressewalzeninnern regelbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH348363A CH411761A (de) | 1962-08-13 | 1962-08-13 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, insbesondere kleinstückigen Gütern |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH348363A CH411761A (de) | 1962-08-13 | 1962-08-13 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, insbesondere kleinstückigen Gütern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH411761A true CH411761A (de) | 1966-04-30 |
Family
ID=4256949
Family Applications (1)
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| CH348363A CH411761A (de) | 1962-08-13 | 1962-08-13 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von losen, insbesondere kleinstückigen Gütern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH411761A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0248309A3 (de) * | 1986-06-06 | 1989-09-06 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Flock |
-
1962
- 1962-08-13 CH CH348363A patent/CH411761A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0248309A3 (de) * | 1986-06-06 | 1989-09-06 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Flock |
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