CH411792A - Steuereinrichtung zur Durchführung von Spülungen bzw. Regenierungen bei Filter- bzw. Jonenaustauscher-Anlagen - Google Patents
Steuereinrichtung zur Durchführung von Spülungen bzw. Regenierungen bei Filter- bzw. Jonenaustauscher-AnlagenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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Description
Steuereinrichtung zur Durchfiihrung von Spülungen bzw. Regenerierungen bei Filter- bzw. Jonenaustauscher-Anlagen Es sind Filteranlagen, beispielsweise zur Abwasserreinigung, und Jonenaustauscheranlagen bekannt, die eine Mehrzahl von gleichartigen, serie- oder parallel geschalteten Filter- bzw. Jonenaustauscher Aggregaten umfassen, die von Zeit zu Zeit je nach einem, an einem Programmgeber einstellbaren Programm gespült bzw. regeneriert werden müssen. Dabei muss für jede Programmphase am betreffenden Aggregat eine vorbestimmte Zustandskombination von einzelnen elektrisch aus je einem Zustand in je einen entgegengesetzt wirkenden Zustand umsteuerbaren Steuerorganen unter Kommandowirkung des Programmgebers eingestellt sein. Es kann sich bei diesen Steuerorganen beispielsweise um elektromagnetisch aus dem Schliesszustand in den Offenzustand umsteuerbare Ventile in Flüssigkeits- oder Luftleitungen oder um Relaisschalter handeln. Bei Filteraggregaten zur Flüssigkeitsfilterung können beispielsweise folgende Betriebszustände unter Wirkung von solchen elektrisch umsteuerbaren Steuerventilen vorgesehen sein: I. Normaler Filtrierbetrieb (Arbeitsstellung), wobei Schmutzwasser durch das Filteraggregat in die Reinwasserleitung fliesst. II. Spülbetrieb A. Luftspülung mit Zusatz von wenig Rein wasser, wobei die Verbindung der Schmutz wasserleitung mit dem Filteraggregat unter brochen und Druckluft sowie Reinwasser rück wärts durch das Filter in eine Abwasserleitung getrieben werden. B. Nachspülung mit viel Reinwasser ohne Luft, wobei Reinwasser rückwärts durch das Filter aggregat getrieben wird. Um diese Betriebszustände einstellen zu können, werden mehrere Steuerventile benötigt, die nach dem eingestellten Arbeitsprogramm von einem Programmgeber aus betätigt werden müssen. Bisher war es nun notwendig, jedem Aggregat der Anlage einen Programmgeber zuzuordnen, die aber während der meisten Zeit unwirksam bleiben und nur während der Spülperioden in Betrieb waren. Dadurch wurde eine solche Anlage, wegen der relativ hohen Kosten der Programmgeber, unwirtschaftlich. In dieser Hinsicht ergibt sich eine wesentliche Verbesserung, wenn erfindungsgemäss vorgesehen wird, dass die Eingänge der elektrischen Kommandoleitungen der umsteuerbaren Steuerorgane jedes Aggregates in Gruppen zusammengefasst sind, die gesamthaft abwechslungsweise mit einer entsprechend geordneten Gruppe von Kommando ausgängen eines einzigen, der ganzen Anlage gemeinsamen Programmgebers elektrisch verbindbar sind. Ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Steuereinrichtung zu einer Filteranlage ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Gesamtschema einer Filteranlage mit vier Filteraggregaten, Fig. 2 ein Einzelschema eines Aggregates. Unter Hinweis auf die Fig. 2 werden vorerst der Aufbau und die möglichen Betriebszustände eines einzelnen Filter aggregates erläutert. Mit F ist ein Filterkessel bekannter Bauweise bezeichnet, dem im normalen Arbeitsbetrieb aus der Leitung SW Schmutzwasser zugeführt wird, das nach erfolgter Filtrierung als Reinwasser in die Leitung RW fliesst. Dabei sind die elektrisch umsteuerbaren Ventile 1, 2 und 3 im Ruhezustand offen . Zum Spülen des Filterkessels F werden durch Anlegen der betreffenden Erregerspulen an eine elek trische Steuerspannung die Ventile 1 und 2 geschlossen und ebenfalls die Ventile 5 und 4 durch Anlegen ihrer Erregerspulen an elektrische Steuerspannungen aus ihrem Ruhezustand zu erregt und dadurch geöffnet. Dadurch wird bewirkt, dass aus der Leitung PL über das Ventil 5 Pressluft und über das Ventil 3 eine beschränkte Frischwassermenge rückwärts durch den Filterkessel F getrieben werden, wodurch der zurückgehaltene Schlamm über das Ventil 4 in einen Trichter T gespült und von dort in eine Kanalisationsleitung KL geschwemmt wird. Wenn anschliessend durch Abschalten der Spule des Ventils 5 dieses wieder geschlossen wird, strömt ohne Luft eine grosse Menge von Reinwasser aus der Leitung R W rückwärts durch das Ventil 3, den Filterkessel und durch das noch geöffnete Ventil 4 in die Kanalisationsleitung KL, so dass der Filterkessel gereinigt und entlüftet wird. Anschliessend kann durch Abschalten der Spulen der Ventile 1 und 4 der normale Filtrierarbeitszustand wieder herbeigeführt werden. Die Betriebszustände des in Fig. 2 dargestellten Aggregates wechseln also nach folgender Tabelle: Ventile 1 2 3 4 5 Filtrierbetrieb = 0 - = 0 - = 0 - = z - = z Luft und Wasserspülung + = z + = z - = 0 + = 0 + = 0 Wasserspülung + = z -- = 0 - = 0 + = 0 - = z Das Anlegen der Eingänge el, e2, e3, e4, e5 der Erregerspulen der Ventile an die entsprechenden Kommando ausgänge eines auf das entsprechende Zeitprogramm voreingestellten Programmgebers bekannter Art kann über feste Stromverbindungen, Steckkontakte, elektrisch gesteuerte Relaiskontakte oder elektrische Transistorenschalter erfolgen. Aus Fig. 1 ist nun ersichtlich, dass die elektrischen Eingangsleitungen jedes der vier parallel arbeitenden Filteraggregate A 1, A2, A3, A4 in Gruppen Eal, Ea2, Ea3, Ea4 aus dem betreffenden Aggregat A, deren jedes der Fig. 2 entspricht, herausgeführt sind. Jede dieser Eingangsgmppen kann nun abwechslungsweise an die Kommandoausgänge eines der ganzen Anlage gemeinsamen Programmgebers PG angeschlossen werden, um im angeschalteten Aggregat die erforderliche Spülung durchzuführen. Es ist nach Fig. 1 vorgesehen, dass der Programmgeber zu diesem Zweck längs einer Schienenführung S zum betreffenden Aggregat geführt werde. Selbstverständlich ist es auch mit an sich bekannten Mitteln möglich, einen ortsfesten Programmgeber über unbewegliche Relais- oder Transistorenschalter abwechslungsweise mit den verschiedenen Gruppen von Eingangsleitungen für die Steuerorgane der verschiedenen Aggregate zu verbinden. Wesentlich ist es natürlich, dass die Steuerorgane der einzelnen Aggregate so ausgebildet sind, dass sich bei abgeschalteten Eingangsleitungen die Zustandskombination für den normalen Arbeitsbetrieb ergibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Steuereinrichtung zur Durchführung von Spülungen bzw. Regenerierungen bei Filter- bzw. Jonenaustauscheranlagen mit einer Mehrzahl von gleichartigen Filter- bzw. Jonenaustauscher-Aggregaten, die von Zeit zu Zeit je nach einem an einem Programmgeber einstellbaren Programm gespült bzw.regeneriert werden sollen, wozu für jede Programmphase am betreffenden Aggregat eine vorbestimmte Zustandskombination von einzelnen elektrisch, aus je einem Zustand in je einen entgegengesetzt wirkenden Zustand umsteuerbaren Steuerorganen unter Kommandowirkung des Programmgebers eingestellt sein muss, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingänge der elektrischen Kommandoleitungen der umsteuerbaren Steuerorgane jedes Aggregates in Gruppen zusammengefasst sind, die gesamthaft abwechslungsweise mit einer entsprechend geordneten Gruppe von Kommandoausgängen eines einzigen, der ganzen Anlage gemeinsamen Programmgebers elektrisch verbindbar sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommandoausgänge des Programmgebers über gesteuerte Schaltorgane abwechslungsweise an die verschiedenen Gruppen von Eingangsleitungen zu den Steuerorganen der einzelnen Aggregate anschliessbar sind.2. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich bei Abschaltung der Eingänge der Steuerorgane der Aggregate vom Programmgeber die Zustandskombination für den normalen Arbeitsbetrieb ergibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1199662A CH411792A (de) | 1962-10-13 | 1962-10-13 | Steuereinrichtung zur Durchführung von Spülungen bzw. Regenierungen bei Filter- bzw. Jonenaustauscher-Anlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1199662A CH411792A (de) | 1962-10-13 | 1962-10-13 | Steuereinrichtung zur Durchführung von Spülungen bzw. Regenierungen bei Filter- bzw. Jonenaustauscher-Anlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH411792A true CH411792A (de) | 1966-04-30 |
Family
ID=4378853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1199662A CH411792A (de) | 1962-10-13 | 1962-10-13 | Steuereinrichtung zur Durchführung von Spülungen bzw. Regenierungen bei Filter- bzw. Jonenaustauscher-Anlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH411792A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2535220A1 (fr) * | 1982-11-03 | 1984-05-04 | Foessel Eugene | Procede et dispositif de regeneration automatique de cartouches d'echangeurs d'ions |
| DE3402912A1 (de) * | 1984-01-28 | 1985-08-01 | Eugène Huningue Foessel | Verfahren und vorrichtung zum automatischen regenerieren von ionenaustauschern in patronen |
| WO2013153149A1 (de) * | 2012-04-14 | 2013-10-17 | Judo Wasseraufbereitung Gmbh | Verfahren zum betrieb einer wasserbehandlungsanlage |
-
1962
- 1962-10-13 CH CH1199662A patent/CH411792A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2535220A1 (fr) * | 1982-11-03 | 1984-05-04 | Foessel Eugene | Procede et dispositif de regeneration automatique de cartouches d'echangeurs d'ions |
| DE3402912A1 (de) * | 1984-01-28 | 1985-08-01 | Eugène Huningue Foessel | Verfahren und vorrichtung zum automatischen regenerieren von ionenaustauschern in patronen |
| WO2013153149A1 (de) * | 2012-04-14 | 2013-10-17 | Judo Wasseraufbereitung Gmbh | Verfahren zum betrieb einer wasserbehandlungsanlage |
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