Elektro-Lötkolben, insbesondere Kontaktlöter Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektro-Löt kolben, insbesondere auf einen Kontaktlöter, mit einem Teil der Anschlussleitungen und Leitungs verbinder aufnehmenden hohlen Griff, mit dem lösbar ein Lötspitzenschaft verbunden ist, der seinerseits einen Heizleiterträger mit Lötspitze hält, wobei der Griff zur Bildung von Griffhälften längsgeteilt ist und die Griffhälften durch Verbin dungselemente unter Erfassung von Teilen des Löt spitzenschaftes und des Zuführungskabels zusam mengefügt sind.
An sich sind derartige Elektro-Löt kolben, die insbesondere beim Zusammenbau der Einzelteile kleiner und kleinster Elektrogeräte Ver wendung finden, sehr vorteilhaft, nicht zuletzt des halb, weil sie leicht und handlich sind und kleine Abmessungen besitzen, so dass man gut an die je weiligen Geräteteile gelangen kann. Anderseits ha ben bekannte Ausführungsformen solcher Elektro- Lötkolben noch Nachteile. Insbesondere sind die beiden Griffhälften unterschiedlich gestaltet, so dass zu ihrer Herstellung auch unterschiedliche Werk zeuge erforderlich sind. Dies macht sich nicht nur bei der Herstellung, sondern auch bei der Montage nachteilig bemerkbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, Elektro-Lötkolben der eingangs näher gekennzeichneten Art weiter zu verbessern, wobei insbesodere die angeführten Män gel bekannter Ausführungsformen beseitigt werden sollen. Dieses Ziel ist erfindungsgemäss dadurch er reicht, dass die beiden Griffhälften untereinander gleich gestaltet sind. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung eines Elektro-Lötkolbens ergeben sich dem Bekannten gegenüber zweckmässig erhebliche Vorteile. So lassen sich durch die Gleichgestaltung beider Griffhälften diese Teile mit ein und dem selben Werkzeug herstellen, was sich nicht nur auf die Herstellung selbst, sondern auch auf die Montage kostenvermindernd und zeitsparend auswirkt.
Weitere Einzelheiten sind der nachfolgenden spe ziellen Beschreibung zu entnehmen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in meh reren Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 einen erfindungsgemässen Elektro-Lötkol ben in Ansicht, Fig. 2 den Elektro-Lötkolben gemäss der Fig. 1, ebenfalls in Ansicht, jedoch nach Entfernung der einen Griffhälfte, Fig. 3 einen Querschnitt durch den Elektro-Löt kolben gemäss der Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 einen Heizleiterträger für den Elektro- Lötkolben nach den Fig. 1 und 2 mit einem Teil stück der zugehörigen Isolierung in Ansicht, teil weise weggebrochen, Fig. 5 den Elektro-Lötkolben nach der Fig. 1, jedoch mit einem zugeordneten Absteller und einem Aufhänger, und Fig.
6 einen Längsschnitt durch den Absteller und den Aufhänger sowie eine Draufsicht auf den mittleren Bereich der einen Griffhälfte des Lötkol bens im vergrösserten Massstab, teilweise weggebro chen.
Der erfindungsgemässe Elektro-Lötkolben besitzt einen Griff 10, welcher aus zwei gleich gestalteten und in Längsrichtung geteilten Griffhälften 11 zu sammengesetzt ist, die ihrerseits aus einem hoch wärmebeständigen Kunststoff gefertigt sind. Der Griff 10 übergreift mit einer vorderen Verlängerung, dem Kopfteil 12, teilweise einen Lötspitzenschaft 13. Dieser nimmt seinerseits einen Heizleiterträger 14 auf, der zugleich eine Aufnahme für eine Lötspitze 15 bildet. Der Griff 10 ist hohl ausgebildet.
Der Hohl raum verläuft dabei in axialer Richtung durchge hend von einer Stirnseite zur anderen und ist in unterschiedliche Bereiche aufgegliedert. Alle Berei che einer einzelnen Griffhälfte weisen einen im wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt auf, wo bei jedoch bereichsweise die Abmessungen unter schiedlich sind. So ist eine Einführung 16 für eine Versorgungsleitung - im Ausführungsbeispiel ein dreiadriges elektrisches Kabel 17 - durchmesser mässig so ausgebildet, dass nach dem Zusammenset zen der Griffhälften das eingeführte Kabel 17 be reichsweise festgeklemmt wird. Hierdurch erhält man an dieser Stelle eine Abdichtung und zugleich eine Zugentlastung für das Kabel 17.
Eine Verbesserung der Zugentlastung lässt sich dadurch erreichen, dass man an den Innenwandungen der Einführung 16 Spitzen, Nocken oder dergleichen vorsieht, die teil weise in den Mantel des Kabels 17 eingreifen.
An die Einführung 16 schliesst sich ein Kontakt raum 18 an. Er dient der Unterbringung von An schlussklemmen 19, die formschlüssig in passgerech ten Vertiefungen, gegebenenfalls unter Verwendung von Klebemitteln befestigt sind. Die Anschlussklem men 19 sind aus Metall gefertigt und mit einer Längs bohrung versehen. Jede Anschlussklemme besitzt auch zwei in die Längsbohrungen einmündende Querboh rungen, in welche je eine als Befestigungselement für Einzeladern dienende Schraube ortsveränderlich eingreifen.
Einige der ankommenden und abgehenden Einzel adern des elektrischen Kabels werden nicht sofort in die Anschlussklemmen 19 eingeführt, sondern zu nächst an den zugekehrten Anschlussklemmen 19 vorbeigeführt. Die abisolierten Enden werden dann um 180 umgebogen und in die jeweiligen Anschluss klemmen 19 von der Rückseite her eingesteckt.
Weitere Ausnehmungen in den Griffhälften 11 sind dem Kontaktraum 18 in Richtung auf die Lötspitze 15 hin nachgeschaltet. Es folgt zunächst eine Ausnehmung 20, die das eine Ende eines Iso lierstoffkörpers 21 aufnimmt und dann eine im Kopfteil 12 vorgesehene weitere Ausnehmung 22, die der Unterbringung des einen Endes eines Löt spitzenschaftes 13 dient. Die Ausnehmung 20 weist einen kreisförmigen Querschnitt mit glatten Innen wandungen auf.
Dagegen sind an den Innenwandun gen der Ausnehmung 22 - siehe Fig. 3 - in Längs richtung verlaufende Nuten 23 vorgesehen, die sich über die gesamte Länge des Kopfteiles 12 erstrecken und an der vorderen Stirnfläche dieses Kopfteiles 12 frei enden. In eine der Nuten 23 jeder Griffhälfte mündet eine Querbohrung 24 ein, die jeweils bis zur äusseren Mantelfläche des Kopfteiles 12 durch läuft. Somit sind im Kopfteil 12 zwei diametral gegenüberliegende Querbohrungen vorhanden, die eine Luftzirkulation ermöglichen sollen. Die Quer bohrungen 24 sorgen im Zusammenwirken mit den Nuten 23 für eine teilweise Wärmeabfuhr beim Gebrauch des Lötkolbens.
Darüber hinaus dient eine der Nuten 23 zur Einlagerung einer bandförmigen Erdleitung 25, wel che einerends mit dem Lötspitzenschaft vorzugs weise durch Verschweissen fest verbunden ist. Die Erdleitung 25 wird durch die Ausnehmung 20 hin durchgeführt und in bekannter Weise von der dieser benachbarten Anschlussklemme 19 aufgenommen. Die Erdleitung 25 dient nicht nur der Erdung, son dern verhindert auch ein Verdrehen des Lötspitzen schaftes 13. Denn, wie gesagt, ist das eine Ende der Erdleitung 25 fest mit dem Lötspitzenschaft verbunden, und zum anderen liegt sie bereichsweise in einer der Nuten 23.
Der Heizleiterträger 14, der grösstenteils vom hohlen Lötspitzenschaft 13 aufgenommen wird, er hält dort einen festen Sitz im wesentlichen durch einen Presssitz seines Bundes 26. Ein durchmesser verjüngter Mantelbereich tritt dabei mit den Innen wandungen des Lötspitzenschaftes 13 in Wirkver bindung. Diese an sich schon feste Verbindung wird bei Anbringung der Lötspitze 15 noch verbessert. Denn der Bund 26 des Heizleiterträgers 14 besitzt eine radial verlaufende Gewindebohrung, in wel che, den Lötspitzenschaft 13, durchgreifend, eine Schraube 27 eingeführt wird. Diese schliesst mit ihrem Kopf im wesentlichen oberflächengleich mit dem Aussenmantel des Lötspitzenschaftes 13 ab und klemmt mit ihrer Spitze die Lötspitze 15 fest.
Um den nicht dargestellten Heizleiter isoliert am metallischen Heizleiterträger 14 anzubringen, ist es notwendig, die äussere Mantelfläche des Heizlei- terträgers mit einer Isolierung zu umwickeln. Um die beispielsweise aus Glimmer gefertigte Isolierung drehsicher festzulegen, was insbesondere beim Be ginn des Aufwickelns von Bedeutung ist, besitzt der Heizleiterträger - siehe Fig. 4 - einen in seiner Längsrichtung verlaufenden Schlitz 28. In diesen wird ein zugespitztes Ende der Isolierung 29 ein gesteckt. Man erhält, ähnlich wie beim Rollfilm auf einer Filmspule, einen drehsicheren Anfang und so mit auch eine drehsichere Lagerung der Isolierung 29.
Der Heizleiter selbst kann in nicht dargestellter Weise schraubenförmig über den aus der Isolierung 29 gebildeten Mantel gewickelt werden. Die Enden des Heizleiters werden in den Kontaktraum 18 ge führt. Dies erfolgt zunächst durch getrennt vonein ander verlaufende Längsbohrungen im Isolierstoff körper 21. Nach Verlassen des Isolierstoffkörpers 21 werden die Drähte durch eine biegsame Isolier stoffhülle bis zu den zugehörigen Anschlussklemmen 19 elektrisch isoliert weitergeführt.
Um ein ungewolltes Einschieben des Lötspitzen schaftes 13 und somit der Lötspitze 15 in den Griff 10 unmöglich zu machen, liegt der Lötspitzenschaft 13 mit seinem in den Griff 10 ragenden Ende an einer Schulter an, die dadurch gebildet ist, dass die Ausnehmung 20 im Durchmesser kleiner gehalten ist als die Ausnehmung 22. Eine Verschiebung des Isolierstoffkörpers 21 in den Kontaktraum 18 wird dadurch unmöglich gemacht, dass dessen im Griff 10 befindliches Ende, welches im Durchmesser verjüngt ist, sich gegen die Stirnfläche der benachbarten An schlussklemme 19 anlegt.
Die beiden Griffhälften 11 sind in dem dem Kopfteil 12 nachgeschalteten Bereich kegelförmig verdickt. Der Aussenmantel dieses Kegels besitzt bereichsweise Abflachungen. Im Bereich der durch die kegelige Ausbildung entstehenden Wandstärke verbreiterungen ist in der einen Verbreiterung ein Vorsprung 30 und im Bereich der anderen Verbrei terung eine angepasste Ausnehmung 31 für den der gegenüberliegenden Griffhälfte 11 zugeordneten Vor sprung 30 vorgesehen.
An der Übergangsstelle von der kegeligen Ver dickung zum Kopfteil 12 besitzt letzterer eine um laufende Nut 32, die je zur Hälfte einer der beiden Griffhälften 11 zugeordnet ist. Diese Nut 32 dient der Aufnahme eines Sprengringes 33, der die bei den Griffhälften 11 zusammenhält. Das Aufsetzen des Sprengringes 33 kann ohne Benutzung eines Werkzeuges erfolgen. Der Kopfteil 12 ist nämlich siehe die Fig. 1 und 2 - konisch gestaltet, wobei der kleinste Durchmesser am freien Ende liegt. Dem Zusammenhalten der Griffhälften 11 an dem gegen überliegenden anderen Ende dient eine Schraube 34. Zu diesem Zweck ist ein in den Kontaktraum 18 ragender Sockel 35 mit Durchbruch vorgesehen.
Der Elektro-Lötkolben nach den Fig. 5 und 6 unterscheidet sich im wesentlichen von dem bis her geschilderten dadurch, dass er einen Absteller bzw. einen Aufhänger besitzt. Die Bezugszeichen in den Fig. 5 und 6, die mit denjenigen der Fig. 1-4 übereinstimmen, beziehen sich auf gleiche Teile, so dass hierauf nicht näher eingegangen zu werden braucht.
Wie die Fig. 5 und 6 zeigen, ist dem Elektro- Lötkolben ein Absteller 36 zugeordnet, der als ring artiger Körper gestaltet und aus einem hoch wärme beständigen Kunststoff gefertigt ist. Vorzugsweise ist er als Spritzkörper ausgebildet. Form und Abmes sungen des Abstellers 36 sind auf diejenigen des Griffes 10 abgestimmt. So weist der Absteller 36 eine umlaufende Mantelfläche, welche aus mehre ren aneinandergereihten Teilflächen besteht, auf. Eine ähnliche Aufteilung findet man im benachbarten ver dickten Bereich des Griffes 10. Auch setzt sich die konische Form des verdickten Teiles des Griffes 10 im Absteller 36 fort. Die freien Kanten des Ab stellers 36, welche der Lötspitze 15 zugekehrt sind, bilden die eigentlichen Stützkanten.
Sie stehen am weitesten radial ab und kommen daher beim Legen des Lötkolbens zuerst mit der Abstellfläche in Be rührung. Der durch den Absteller 36 bereichsweise gebildete, vergrösserte Durchmesser des Elektro-Löt kolbens wirkt sich dadurch günstig aus, dass die Lötspitze 15 einen grösseren Abstand von der Ab stellfläche erhält.
Wie schon gesagt, lässt der Absteller 36 nicht nur ein Abstellen auf einer Fläche, sondern auch ein Aufhängen des Elektro-Lötkolbens zu. Zu diesem Zweck ist er mit einem Haken 37 zu einer ein- stückigen Baueinheit vereinigt. Der Haken 37 liegt im durchmessermässig grössten Bereich des Abstellers, und :seine Spitze zeigt in Richtung zum Griff 10. Hierdurch ergibt sich eine günstige Lage des Schwer punktes.
Wie die Fig. 6 erkennen lässt, ist der Absteller 36 an seiner der Lötspitze 15 zugekehrten Seite mit einer Ausnehmung 41 versehen. Ferner besitzt der Absteller an der rückwärtigen, d. h. durchmesser verjüngten Seite eine umlaufende Winkelnut 38, die dazu dient, einen Freiraum für Befestigungselemente zu schaffen. Im Ausführungsbeispiel greifen Teile eines Federringes 33 in diesen Freiraum.
Der mit 39 bezeichnete, mittlere Durchbruch des Abstellers 36 ist durchmessermässig mit dem Durch messer des Kopfteiles 12 abgestimmt. Dabei ist zu beachten, dass als zusätzliche Befestigung des Abstellers in diesem Bereich ein Festklemmen statt finden soll. Der Absteller ist mit einem flanscharti gen Ansatz 40 versehen, welcher quer zu den Begren zungswandungen des Durchbruches 39 angeordnet ist und zum Festlegen des Abstellers 36 dient, indem er in eine umlaufende Nut 32 eingreift, welche beiden Griffhälften 11 zugeordnet ist. Der Flansch 40 ist dabei so gestaltet, dass er beim Anbringen des Ab stellers etwas zusammengedrückt werden kann, um sich nach Erreichen der Endlage wieder auszudehnen und teilweise in die Nut 32 einzudringen.
Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Aus führungen nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt. Viel mehr sind noch mancherlei andere Ausführungen und Anordnungen möglich. So kann der Griff 10 anders gestaltet sein, beispielsweise eine andere Au ssenform erhalten oder auf seiner Mantelfläche pro filiert sein. Abwandlungen kann auch der Lötspitzen schaft erfahren, beispielsweise derart, dass er länger als dargestellt gehalten ist oder dass er und auch die Lötspitze eine Abwinklung erhalten. Zum Zu sammenhalten der beiden Griffhälften können auch mehrere Sprengringe Verwendung finden, so dass die dargestellte Schraubverbindung am Ende des Griffes in Fortfall kommen kann. Auch kann die Form des Abstellers eine andere sein. Das gleiche gilt auch für den Haken 37.
Ein und demselben Ab steller 36 können auch mehrere Haken zugeordnet sein, wobei auch die Möglichkeit besteht, die Haken untereinander unterschiedlich zu gestalten. Ferner kann die Aufteilung der Einzelflächen und der Ab stellkanten auch unsymmetrisch gehalten sein. So ist es in manchen Fällen von Vorteil, wenn die eine Kante länger ausgebildet ist als die andere. Und schliesslich ist es möglich, dass der Absteller 36 zu der eigentlichen Abstellfläche hin eine grössere radiale Ausladung aufweist.