CH412765A - Labor-Färbeapparat mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem Glas - Google Patents
Labor-Färbeapparat mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem GlasInfo
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Description
Labor-Färbeapparat mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem Glas Die Erfindung betrifft einen Labor-Färbeapparat mit Flottenumwälzung und mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem Glas, z. B. Borosilikatglas. Der er- findungsgemässe Labor-Färbeapparat ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus einem Stück besteht und zwei doppelt quer verbundene Zylinder von stark ungleichem Durchmesser hat, wovon der dickere der Färbezylinder und der andere das Pum pengehäuse ist.
Die Flottenumwälzung erfolgt vor zugsweise derart, dass der Textilträger von unten nach oben durchströmt wird.
Die bekannten Labor-Färbeapparate lassen sich in drei Gruppen einteilen: 1. Serien-Färbeapparate, bei denen die Färbege- fässe (Töpfe) gemeinsam in einem Heizmedium ein tauchen und alle Textilproben durch eine gemein same Vorrichtung im Färbebad bewegt werden. Diese Bewegung besteht meistens im Heben und Senken des Textilgutes in der Flotte durch eine Exzentervor- richtung. Diese Apparate sind aus Metall, die Töpfe evtl. aus Glas hergestellt.
2. Färbeapparate in verkleinertem Masstab, die den industriellen Produktionsmaschinen nachgebildet sind, z. B. kleine Haspelkufen, Jigger, Foulards etc. Auch sie sind hauptsächlich aus Metall gefertigt.
3. Färbeapparate aus Glas für mehr wissenschaft liche Zwecke. Es soll mit diesen Apparaten weniger das Endprodukt bewertet, als vielmehr die Kinetik des Färbevorganges untersucht werden. Sie arbeiten meistens mit Flottenzirkulation. Ihre Glasgehäuse sind mehrteilig mit meist metallischen Verbindungs stücken, was die Gefahr von Spannungen und Un- dichtheiten an den Verbindungsstellen mit sich bringt. Ausserdem ist die Kontrolle über eine voll ständige Reinigung sehr erschwert.
Der erfindungsgemässe und nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise beschriebene Laborfär- beapparat kann sowohl in die Gruppe 2, als auch in die Gruppe 3 eingereiht werden. Er gehört zu den sogenannten Zirkulationsapparaten, wie sie meistens zum Färben von Flocken und gewickelten Garnkör pern verwendet werden. Durch besondere Zusätze ist jedoch auch das Färben von Gewebestreifen möglich.
Da das Gehäuse (1) aus einem Stück besteht, also an einem Stück den Färbezylinder (2), das Pumpenge häuse (3) und die Verbindungskanäle (4) und (5) in sich schliesst, wird der Apparat im Aufbau sehr ein fach, was die Herstellungskosten günstig beeinflusst. Auch besteht keine Gefahr von undichten Stellen oder Spannungskonzentrationen bei ungleichmässi- gem Erwärmen, wie dies an Übergangsstellen ver schiedener Materialien zu erwarten wäre.
Borosili- katglas als Werkstoff des Gehäuses bringt nicht nur den Vorteil leichter visueller Kontrolle aller Vor gänge im Innern, sondern zusammen mit der Eintei- ligkeit des ganzen Gehäuses auch noch die Vorteile einfachster Reinigungsmöglichkeit und des Fehlens unübersichtlicher Stellen, wo sich anhaftende Farbre- ste der Kontrolle entziehen.
Das Pumpengehäuse (3) wird im Durchmesser wesentlich kleiner gehalten als der Färbezylinder (2), damit das Flottenverhältnis (Warengewicht zu Flottengewicht) möglichst günstig gehalten werden kann. Durch geeignete Wahl des Drehsinns am Umwälzpropeller (6) wird erreicht, dass die Strömung durch den untern Verbindungska nal (4) vom Pumpenzylinder (3) zum Färbezylinder (2) erfolgt. Auf diese Art herrscht unter dem Textil träger (7) ein Überdruck von der Grösse des Strö mungswiderstandes durch das Färbegut (8).
Beim Be heizen des Apparates von unten ist @es dadurch mög- lich, die Flottentemperatur beim Eintritt zum Färbe gut etwas über Kochtemperatur beim herrschenden Barometerdruck zu halten. Das Beheizen des Appa rates kann beispielsweise durch eine Gasflamme direkt oder durch eine elektrische Heizkalotte erfol gen.
Der Färbezylinder (2) wird oben durch einen Deckel (9) aus nicht anfärbendem Kunststoff abge schlossen, der Bohrungen (10) aufweist zum Einfüh ren von Messinstrumenten in die Flotte, wie Thermo meter, pH-Elektroden etc., sowie für den Zusatz von Chemikalien. Der Pumpenzylinder (3) ist oben abge schlossen durch einen Führungsring (11), z. B. aus nicht anfärbendem Kunststoff, der auf die Umhüllung (12) der Pumpenwelle gebracht wird. Zusammen mit dem Führungsstern (13) unmittelbar über dem Pro peller dient der Führungsring (11) zur Zentrierung der Pumpenwelle im Pumpenzylinder. Der Textilträ ger (7) besteht aus einem zentralen Schaft und zwei oder mehr festen (14) oder verstellbaren (15) Siebbö den.
Das Textilgut (8) wird, wenn es als Flocken ge färbt werden soll, zwischen die Siebböden eingefüllt, in Form von Garnstrangen um den Zentralschaft ge wickelt. Gewebestreifen (16) werden zusammen mit einem durchlässigen, nicht anfärbenden Stützgewebe (17) (Fig.2) zwischen den Siebböden um den Schaft gewickelt. Die Hähne (18) und (19) dienen z. B. zum Anschluss eines Durchlaufkolorimeters. Der Hahn (19) kann aber auch zum. Entleeren des Apparates dienen, wenn man es nicht vorzieht, hiefür einen be sonderen Hahn (20) vorzusehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Labor-Färbeapparat mit Flottenumwälzung und mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem Glas, da durch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus einem Stück besteht und zwei doppelt quer verbundene Zylinder von stark ungleichem Durchmesser hat, wovon der dickere der Färbezylinder und der andere das Pumpengehäuse ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Labor-Färbeapparat nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Pumpengehäuse die Strömung von oben nach unten und durch das Textil gut von unten nach oben gerichtet ist.2. Laborfärbeapparat nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Färbezylinder oben durch einen Deckel aus nicht anfärbendem Kunst stoff abgeschlossen ist, der Bohrungen zum Einfüh ren von Messinstrumenten und Chemikalien hat. 3. Labor-Färbeapparat nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor und nach dem Umwälzpropeller je ein Hahn vorhan den ist zum. Anschluss eines Durchlaufmessgerätes.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1197063A CH412765A (de) | 1963-09-26 | 1963-09-26 | Labor-Färbeapparat mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem Glas |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1197063A CH412765A (de) | 1963-09-26 | 1963-09-26 | Labor-Färbeapparat mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem Glas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH412765A true CH412765A (de) | 1966-05-15 |
Family
ID=4378599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH1197063A CH412765A (de) | 1963-09-26 | 1963-09-26 | Labor-Färbeapparat mit einem Gehäuse aus hitzebeständigem Glas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH412765A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0686719A1 (de) * | 1994-06-07 | 1995-12-13 | Salvis AG, Fabrik elektrischer Apparate | Becherfärbeapparat |
| US6626015B1 (en) | 2000-11-28 | 2003-09-30 | Applied Color Systems, Inc. | Beaker type dyeing machine |
| EP1990455A1 (de) * | 2007-05-11 | 2008-11-12 | Falmer Investments Limited | Färbemaschine für Musterpackungen |
-
1963
- 1963-09-26 CH CH1197063A patent/CH412765A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0686719A1 (de) * | 1994-06-07 | 1995-12-13 | Salvis AG, Fabrik elektrischer Apparate | Becherfärbeapparat |
| US5596890A (en) * | 1994-06-07 | 1997-01-28 | Datacolor International Applied Color Systems, Inc. | Beaker type dyeing machine |
| US6626015B1 (en) | 2000-11-28 | 2003-09-30 | Applied Color Systems, Inc. | Beaker type dyeing machine |
| EP1990455A1 (de) * | 2007-05-11 | 2008-11-12 | Falmer Investments Limited | Färbemaschine für Musterpackungen |
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