CH412965A - System zur Zug- und Streckensicherung bei Eisenbahnanlagen - Google Patents

System zur Zug- und Streckensicherung bei Eisenbahnanlagen

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CH412965A
CH412965A CH1041264A CH1041264A CH412965A CH 412965 A CH412965 A CH 412965A CH 1041264 A CH1041264 A CH 1041264A CH 1041264 A CH1041264 A CH 1041264A CH 412965 A CH412965 A CH 412965A
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CH1041264A
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Peter Dr Ing Form
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Lagershausen Hermann Prof Dr I
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    • B61L29/24Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning
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    • B61L29/282Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning electrically operated magnetic or inductive control by the vehicle
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    • B61L3/225Continuous control along the route using magnetic or electrostatic induction; using electromagnetic radiation using separate conductors along the route

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Description


  System zur Zug- und     Streckensicherung    bei Eisenbahnanlagen    Die Erfindung betrifft ein System zur Zug- und  Streckensicherung bei     Eisenbahnanlagen,    in denen die  mit Sende- und Empfangseinrichtungen ausgerüsteten  Züge ihren Fahrort in der in Streckenabschnitte unter  teilten Strecke durch Zählen von Fahrortimpulsen  ermitteln, die beim Vorbeifahren an elektrisch mar  kanten Punkten einer längs der Strecke verlegten Lei  tung erzeugt werden, über welche ein der Strecke  zugeordnetes Streckengerät die<I>Züge</I> periodisch nach  einander zum Senden der zur Zug- und Streckensiche  rung erforderlichen Informationen     auffordert.    Diese  Informationen können bekanntlich nach den anderen  Zügen elektrisch übertragen und dort zusammen mit  Informationen über deren Fahrort,

   Geschwindigkeit  und Bremsvermögen zur Abstandshaltung vom voraus  fahrenden Zuge verarbeitet werden. Die Züge fahren  dann auf  elektrische Sicht  anstatt auf optische Sicht  oder in einem durch ortsfeste Signale vorgegebenen  Raumabstand.  



  Es ist ein Zugsicherungssystem bekannt, bei dem  diese Informationen durch kombiniertes Frequenz  Zeit-Multiplexsystem übertragen werden. Hierbei ist  es erforderlich, jedem in eine Strecke einfahrenden  Zuge eine andere Sendefrequenz zuzuordnen und das  der Strecke zugeordnete Streckengerät mit einer ent  sprechenden Anzahl von Empfängern auszurüsten.  



  Ferner ist ein Zugmeldesystem bekannt, bei     dem     ein Zentralsender in zyklischer Folge Abfragesignale  sendet, die entweder den einzelnen Zügen oder den  einzelnen Abschnitten der Strecke zugeordnet sind.       Dabei    ist für jeden Zug oder Abschnitt ein anderes  Codewort erforderlich.  



  Der Erfindung liegt die Angabe zugrunde, die zur  Zug- und Streckensicherung erforderlichen Informa  tionen mit möglichst     einfachen    Mitteln zu übertragen  und zu verarbeiten. Dabei wird von der Erkenntnis    ausgegangen, dass für diese Sicherungsaufgabe jeder  Zug jede     Information,    die für andere Züge oder für  Warnanlagen an Wegübergängen von sicherungstech  nischer Bedeutung sein kann, durch     Kennzeichen        eines     bestimmten Punktes oder Abschnitts der Strecke mel  den     kann.    Ein     erfindungsgemässes    System ist so auf  gebaut,

       dass    das der Strecke zugeordnete Streckengerät  periodisch Serien von mindestens so viel Abfrageimpul  sen sendet, wie Streckenabschnitte vorhanden sind und  jeder Zug mit einem     Fahrzeuggerät    ausgerüstet ist,  das ständig die Summe der seit Serienbeginn empfan  genen Abfrageimpulse mit mindestens einem Zahlen  wert vergleicht, den es aus den Fahrortimpulsen ermit  telt und der einem bestimmten Streckenabschnitt zu  geordnet ist, und das Fahrzeuggerät ferner bei     zahlen-          mässiger    Übereinstimmung von Abfrageimpulssumme  und Zahlenwert einen Antwortimpuls sendet, bei des  sen Empfang die anderen Züge prüfen, ob der bezeich  nete Streckenabschnitt für sie von sicherungstechnischer  Bedeutung ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel eines     erfindungsgemässen     Systems zur Zug- und Streckensicherung ist nach  stehend     anhand    der Zeichnung näher erläutert.  



       Fig.    1 zeigt     schematisch    eine Eisenbahnstrecke  E mit einem Signal S, einer Weiche A und einer  Warnanlage W für einen     schienengleichen    Wegüber  gang. Auf der Strecke sind zwei Züge     Z1    und Z2  angedeutet. Längs der Strecke ist zwischen oder neben  den Gleisen eine Doppelleitung L verlegt, die von  dem der Strecke E zugeordneten Streckengerät EG  mit einem Dauerstrom der     Trägerfrequenz        ft    gespeist  wird. An die Doppelleitung sind ferner den ortsfesten       Streckensicherungsanlagen    A, S und W zugeordnete  Streckengeräte AG, SG und WG angeschlossen.

   Jeder  Zug ist mit einem Fahrzeuggerät ausgerüstet, das mit  tels einer Sende- und Empfangsspule induktiv an die      Doppelleitung L angekoppelt ist. Die Leiter der Dop  pelleitung sind in gleichbleibenden Abständen gekreuzt.  Hierdurch entstehen elektrisch markante Leitungspunk  te, an denen in den vorbeifahrenden     Fahrzeuggeräten     infolge Amplituden- und Phasenänderung der Span  nung, die vom Strom der Frequenz ft in den Fahrzeug  geräten induziert wird, Fahrortimpulse erzeugt werden.  Durch diese elektrisch markanten Punkte ist die Strecke  in zwanzig Streckenabschnitte e1 bis e20 unterteilt.

    Durch Zählen der seit Einfahrt in die     Strecke    empfan  genen Fahrortimpulse kann jedes Fahrzeuggerät den  Streckenabschnitt, in     dem    der betreffende Zug sich  befindet, also seinen Fahrort, ermitteln. Alle an die  Doppelleitung angeschlossenen bzw. angekoppelten  Geräte sind mit Sende- und Empfangseinrichtungen  für mindestens eine andere Trägerfrequenz ausgerüstet,  die sie nach den anderen Geräten senden bzw. von  diesen empfangen sollen. Das Streckengerät EG ent  hält einen Sender für die Frequenz fi. Alle anderen  Geräte sind mit einem Empfänger für diese Frequenz  fi und einem Sender für die Frequenz fo ausgerüstet.

         Ausserdem    kann es zweckmässig sein, die Fahrzeugge  räte mit je einem Sender für die Frequenzen fb und fw  sowie einem Empfänger für die Frequenz fb und das  Streckengerät WG mit einem Empfänger für die Fre  quenz fw auszurüsten.  



  Wie in Fig. 2 angedeutet ist, sendet das Streckenge  rät EG mit der Trägerfrequenz fi nach allen anderen  Geräten periodisch Serien J1, J2, Jx, Jy von Abfra  geimpulsen. Jede Impulsserie umfasst mindestens so  viel Abfrageimpulse, wie die Strecke Abschnitte     um-          fasst,    also zwanzig Impulse il bis i20. Alle Geräte       ermitteln    in jeder Impulsserie die Summen dieser seit  Serienbeginn empfangenen Impulse und vergleichen  diese Summen mit Zahlenwerten, die von den Fahr  zeuggeräten ständig neu ermittelt werden, dagegen in  den ortsfesten Geräten fest eingestellt sind.

   Die Fahr  zeuggeräte ermitteln ständig den Zahlenwert des vom  betreffenden Zuge besetzten Streckenabschnitts durch  einen Fahrortimpulszähler, der die seit Einfahrt in die  Strecke empfangenen Fahrortimpulse zählt. Bei den  aus Fig. 1 ersichtlichen Fahrorten der Züge Z1 und  Z2 im Abschnitt e2 bzw. e9 hat das zugehörige  Fahrzeuggerät durch diesen Zähler den Zahlenwert  2 bzw. 9 ermittelt. Ferner ermittelt jedes Fahrzeugge  rät den Zahlenwert für das Ende seines Bremsweges,  also für     denjenigen    Streckenabschnitt, in dem der Zug  bei maximal möglicher Bremsung aus der jeweiligen  Geschwindigkeit bis zum Stillstand halten würde. Der  Bremsweg ist von der Fahrgeschwindigkeit und vom  Bremsvermögen der einzelnen Züge abhängig und für  den Zug Z1 durch den Pfeil B1 und für den Zug Z2  durch den Pfeil B2 angedeutet.

   Das Fahrzeuggerät  addiert die für den Bremsweg des zugehörigen Zuges  erforderliche Anzahl von vier Streckenabschnitten für  den Zug Z1 bzw. von drei Streckenabschnitten für den  Zug Z2 zu der vom Fahrortimpulszähler ermittelten  Summe von Fahrortimpulsen. Hierdurch ergibt sich für  den im Abschnitt i2 fahrenden Zug Z1 der Zahlenwert  6 des Streckenabschnittes e6 und für den im Abschnitt    e9 fahrenden Zug Z2 der Zahlenwert 12 des Strecken  abschnittes e12. Bei Steuerung von Warnanlagen für  Wegübergänge und Arbeitsrotten durch die Züge  ermittelt jedes Fahrzeuggerät ausserdem den Zahlen  wert desjenigen Streckenabschnittes, in dem der Zug  bei gleichbleibender Geschwindigkeit nach einer vorge  gebenen Zeit, z.B. von 30 Sekunden, fahren würde.

    Diese Zeit von 30 Sekunden sei gleich der sogenannten  Vorwarnzeit, um welche die Warnsignale der Warnan  lage W vor dem Befahren des Wegübergangs durch  einen Zug eingeschaltet werden sollen. Die von den  Zügen Z1 und Z2 innerhalb dieser Zeit durchfahrene  Streckenlänge, die sogenannte Warnstrecke, ist durch  die Pfeile     WI    und W2 angedeutet. Durch Addition der  Anzahl der gezählten Fahrortimpulse und der auf die  Warnstrecke entfallenden Anzahl von drei bzw. vier  Abschnitten ergibt sich für den Zug Z1 der Zahlen  wert 5 des Streckenabschnittes e5 und für den Zug  Z2 der Zahlenwert 11 des Streckenabschnittes ell.  



  Die Fahrzeuggeräte sind mit einer Vergleichsein  richtung ausgerüstet, die in jeder Serie von Abfra  geimpulsen die für den betreffenden Zug ermittelten  Zahlenwerte mit der Summe der seit     Serienbeginn     empfangenen Abfrageimpulse vergleicht und bei Über  einstimmung das Senden eines Antwortimpulses aus  löst.

   Bei dem in Fig. 1 angedeuteten Fahrort des Zuges  Z1 im Abschnitt e2 sendet dessen Fahrzeuggerät in der  Impulsserie J1 beim Abfrageimpuls i2 einen diesen  Abschnitt kennzeichnenden Antwortimpuls z1 mit der  Trägerfrequenz fo und ausserdem beim Afrageimpuls  i5 einen Antwortimpuls wl mit der Trägerfrequenz fw  sowie beim Abfrageimpuls i6 einen Antwortimpuls b1  mit der Trägerfrequenz     fb.    Durch die Antwortimpulse       z1    und     wl    meldet der Zug     Z1,    dass das Ende seiner  Warnstrecke im Abschnitt e5 und das Ende seines  Bremsweges im Abschnitt e6 liegt.

       In    entsprechender  Weise sendet der im Abschnitt e9 fahrende Zug Z2 in  der Impulsserie J 1 bei den     Abfrageimpulsen    i9, i 11  bzw. i12 je einen Antwortimpuls z2, w2 bzw. b2, durch  welchen die Abschnitte e9 (Fahrort),     ell    (Ende der  Warnstrecke) und e12     (Bremswegende)    bezeichnet  werden. Bei der Impulsserie J2 ist angenommen, dass  der Zug Z1 inzwischen mit unverminderter Geschwin  digkeit im Abschnitt e3 fährt und daher je einen Ant  wortimpuls bei den     Abfrageimpulsen    i3, i6 und i7  sendet.  



  Im Streckengerät SG des     Signals    S ist der Zahlen  wert 13 für den Streckenabschnitt e13     eingestellt,    in  dem das Signal S angeordnet ist. Sinngemäss ist im  Gerät AG der Weiche A der Zahlenwert 16 für den  Streckenabschnitt e16 und im Gerät WG der Warnan  lage W der Zahlenwert 19 für den Streckenabschnitt  e19 fest eingestellt.

   Diese Geräte vergleichen in jeder  Impulsserie den eingestellten Zahlenwert mit der  Summe der von ihnen seit Serienbeginn gezählten       Abfrageimpulse    und senden bei Übereinstimmung  einen Antwortimpuls mit der     Trägerfrequenz        fo,    wenn  der zugehörige Streckenabschnitt bei dem bestehenden  Zustand der Sicherungsanlage von einem sich nähern  den Zuge nicht befahren werden darf. Beispielsweise      sendet das Gerät SG beim Abfrageimpuls i13 einen  Antwortimpuls s, wenn das Signal S den Haltsignal  begriff zeigt. Das Gerät AG sendet beim Abfrage  impuls i16 einen Antwortimpuls a, wenn die Weiche  A nicht in einer der beiden Endlagen verschlossen ist,  und das Gerät WG sendet beim. Abfrageimpuls i19  einen Antwortimpuls w, wenn die Warnanlage nicht  eingeschaltet ist.  



  Auf diese Weise werden alle in der Strecke ver  kehrenden Züge und alle ortsfesten Streckensicherungs  einrichtungen gemäss ihrer Reihenfolge in der Strecke  in jeder Impulsserie erneut zeitlich nacheinander zum  Senden von Antwortimpulsen aufgerufen, durch die  bestimmte Streckenabschnitte gekennzeichnet werden.  Hierdurch erhalten die anderen an die Dopelleitung L  angeschlossenen oder angekoppelten Geräte die zur  Zug- und Streckensicherung notwendigen Informatio  nen. Sie können nun prüfen, ob der durch einen Ant  wortimpuls eines anderen Gerätes gekennzeichnete  Streckenabschnitt für sie von sicherungstechnischer  Bedeutung ist.

   Beispielsweise kann das Fahrzeuggerät  des Zuges Z1 prüfen, ob der Zug Z1 mit     unverminde-          ter    Geschwindigkeit weiterfahren darf oder aber ge  bremst werden muss, damit er noch vor dem Be  fahren eines durch den vorausfahrenden Zug Z2  gekennzeichneten Abschnittes zum Stillstand kommt.  



  Bei einem Zugsicherungssystem für Eisenbahnan  lagen, in denen die Züge auf der Strecke mindestens  in einem vorgeschriebenen Raumabstand von beispiels  weise acht Abschnitten hintereinander fahren sollen,  prüft jeder Zug, ob sein jeweiliger Abstand vom  vorausfahrenden Zuge grösser oder gleich bzw. kleiner  als der vorgegebene Raumabstand ist. Zu diesem  Zweck ermittelt beispielsweise das Fahrzeuggerät des  Zuges Z1 in jeder Impulsserie durch einen     Start-Stop-          Zähler    die Anzahl der Abfrageimpulse, die es nach  Abgabe des eigenen Antwortimpulses z1 der Frequenz  fo bis zum Eintreffen des vom vorausfahrenden Zug  Z2 gesendeten Antwortimpulses der Frequenz fo  empfängt und vergleicht diese Anzahl mit dem fest  eingestellten Zahlenwert 8 für den vorgegebenen Raum  abstand von acht Abschnitten.

   Ist diese Anzahl der  Abfrageimpulse grösser als der eingestellte Zahlenwert,  so kann der Zug Z1 ungebremst weiterfahren. Ist diese  Anzahl gleich oder kleiner, so wird die erforderliche  Bremsung auf dem Zuge Z1 entweder automatisch  ausgelöst oder durch ein Führerstandsignal angezeigt.  



  Beim Fahren der Züge im absoluten Bremsweg  abstand muss der Zug Z1 vom vorausfahrenden Zuge  Z2 mindestens einen dem jeweiligen Bremsweg B1  entsprechenden Abstand halten. Die für diesen Brems  weg erforderlichen vorausliegenden Abschnitte können  dann vom Zuge Z1 ohne Gefahr befahren werden. Bei  einem derartigen Zugsicherungssystem vergleicht das  Fahrzeuggerät des Zuges Z1 in jeder Impulsserie die  Anzahl der für den Bremsweg B1 erforderlichen  Streckenabschnitte mit der durch einen     Start-Stop-          Zähler    ermittelten Anzahl der Abfrageimpulse, die es  seit Abgabe des eigenen Antwortimpulses z1 der Fre  quenz fo bis zum Eintreffen des Antwortimpulses des    vorausfahrenden Zuges Z2 empfangen hat.

   Ist diese  Anzahl der Abfrageimpulse gleich oder kleiner als  die Anzahl von     Streckenabschnitten    für den Bremsweg  B1, so wird auf dem Zuge Z1 die erforderliche Brem  sung angezeigt oder unmittelbar ausgelöst.  



  Beim Fahren der Züge im relativen Bremswegab  stand muss der Abstand vom Zuge Z1 bis zum  Streckenabschnitt, in dem der vorausfahrende Zug Z2  bei Abbremsung frühestens zum Halten kommen  würde, mindestens gleich der Länge des jeweiligen  Bremsweges des Zuges Z1 sein. In diesem Falle werden  die Fahrzeuggeräte mit einem Sender und einem  Empfänger für die Frequenz fb ausgerüstet. Das  Fahrzeuggerät des Zuges Z1 ermittelt dann in jeder  Impulsserie durch einen Start-Stop-Zähler die Anzahl  der Abfrageimpulse, die es nach Abgabe des eigenen  Antwortimpulses b1 der Frequenz fb bis zum Antwort  impuls b2 des vorausfahrenden Zuges Z2 empfängt,  und löst die Bremsung aus, wenn diese Anzahl null  beträgt.  



  Sind die Streckengeräte SG, AG und WG mit  Empfangseinrichtungen für die Frequenz fi und Sen  deeinrichtungen für die Frequenz fo ausgerüstet, so  können ihre Antwortimpulse s, a und w .in das Siche  rungssystem mit einbezogen werden. Diese Antwort  impulse können dann von einem .sich     nähernden    Zuge  in gleicher Weise berücksichtigt werden wie     ein    in dem  betreffenden Abschnitt haltender Zug bzw. dessen  Antwortimpulse. Beispielsweise ist in der     Impulsserie     Jx angenommen, dass die Züge Z1 und Z2 inzwischen  in den Streckenabschnitt e4 bzw. e10 gelangt sind und  einen Antwortimpuls z1 bzw. z2 beim Abfrageimpuls  i4 bzw. i10 senden. Das Ende des Bremsweges B2 des  Zuges Z2 liegt jetzt im Streckenabschnitt e13 mit dem  Signal S, dem der Abfrageimpuls i13 zugeordnet ist.

    Ferner ist angenommen, dass zwar die Weiche A im  Streckenabschnitt e16 verschlossen worden ist und da  her das Streckengerät AG beim Abfrageimpuls i16  keinen Antwortimpuls a mehr sendet, dass aber das  Signal S noch Halt zeigt und daher das Streckengerät  SG beim Abfrageimpuls i13 einen Antwortimpuls s  sendet. Da die Anzahl der Abfrageimpulse vom Ant  wortimpuls z2 des Zuges Z2 bis zum Antwortimpuls  s genau so gross ist wie die Anzahl von Streckenab  schnitten für den Bremsweg B2, wird auf dem Zuge  Z2 die Bremsung ausgelöst.     In    der     Impulsserie        7y    ist  angenommen, dass das Signal S inzwischen auf Fahrt  gestellt worden ist, so dass das Streckengerät SG beim       Abfrageimpuls    i13 keinen Antwortimpuls mehr sendet.

    Auf dem Zuge Z2 kann daher die Bremse gelöst  werden.  



  Es ist auch möglich, mit     begrenzter    Geschwindig  keit fahrende Züge     (Phantomzüge)    durch Antwort  impulse eines Streckengerätes zu simulieren. Hierdurch  können. beispielsweise in Strecken mit     Langsamfahr-          stellen    die sich nähernden Züge zur gewünschten Ge  schwindigkeitsverminderung gezwungen werden.

   Zu  diesem Zweck wird beispielsweise jeder     Langsamfahr-          stelle    ein Streckengerät zugeordnet, das ebenso wie die  Fahrzeuggeräte der Züge Empfänger für die Frequen-      zen fi, fo und fb, einen Sender für die Frequenz fo,  einen Fahrortimpulszähler, einen Zähler für die Abfra  geimpulse und eine Einrichtung zum Vergleichen der       Zählerstellungen    dieser beiden     Zähler    enthält. Ferner  wird das Streckengerät mit einem     Impulsgenerator    aus  gerüstet, der für den Fahrortimpulszähler Fahrort  impulse simuliert.

   Die Folgefrequenz dieser Fahrort  impulse ist vorgegeben durch den Abstand der elek  trisch markanten Punkte für die einzelnen Abschnitte  der Langsamfahrstelle und durch die dort zulässige  Höchstgeschwindigkeit. Vor Annäherung eines Zuges  an die Langsamfahrstelle sendet deren Streckengerät  beim Abfrageimpuls für den Abschnitt, in dem die  Langsamfahrstelle beginnt, einen Antwortimpuls mit  der Frequenz fo, durch den ein in diesem Abschnitt  stehender Zug simuliert wird. Empfängt das Strecken  gerät bei diesem Abfrageimpuls von einem sich nähern  den Zuge einen Antwortimpuls der Frequenz fb, so  wird der Positionszähler durch die simulierten Fahrort  impulse aus der dem Anfangsabschnitt der Langsam  fahrstelle zugeordneten Stellung weitergeschaltet.

   Die  Vergleichseinrichtung des Streckengerätes vergleicht in  jeder     Impulsserie    die Summe der seit Serienbeginn  empfangenen Abfrageimpulse mit dem Zahlenwert für  die jeweilige Stellung seines Positionszählers. Bei  Übereinstimmung sendet das Streckengerät einen Ant  wortimpuls mit der Frequenz fo. Die Antwortimpulse  in den     aufeinanderfolgenden    Impulsserien simulieren  auf diese Weise einen Zug, der die Langsamfahrstelle  mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit     durchfährt.     Auf dem sich nähernden Zuge wird durch das Fahr  zeuggerät der Abstand zu diesem   Phantomzug    überwacht und die Zuggeschwindigkeit so geregelt,  dass sie vom Anfang bis zum Ende der Langsamfahr  stelle nicht höher als die durch den Phantomzug vorge  gebene Höchstgeschwindigkeit ist.

   Ist der Zug in den  hinter der Langsamfahrstelle liegenden Abschnitt ein  gefahren, so wird der Fahrortimpulszähler des  Streckengerätes durch den beim Abfrageimpuls für  diesen Abschnitt vom Zuge gesendeten Antwortimpuls  der Frequenz fo wieder in die Anfangstellung gestellt.  



  Bisher ist angenommen, dass die Länge der Züge  klein gegenüber der Länge der Streckenabschnitte ist  und jeder Zug nur den Fahrort der Zugspitze ermittelt.  Bei der Abstandsregelung der Züge können jedoch  auch die Zuglängen berücksichtigt werden. Dies ist  beispielsweise dadurch möglich, dass der Zugschluss,  also das letzte Fahrzeug jedes Zuges, mit einem Gerät  ausgerüstet wird, das in jeder Impulsserie einen seinen  Fahrort bzw. sein Bremswegende kennzeichnenden  Antwortimpuls sendet.

   Ferner .ist es möglich, im Gerät  des ersten Fahrzeugs an der Zugspitze durch eine feste  Voreinstellung des Zählers für die Abfrageimpulse die  Zuglänge in der Weise zu berücksichtigen, dass die  Antwortimpulse mit den Frequenzen fo und fb bei  einem Abfrageimpuls gesendet werden, der einem um  die Zuglänge     zurückliegenden    Streckenabschnitt zu  geordnet ist.  



  Die Warnanlagen für Wegübergänge und/oder  Arbeitsrotten werden von den Zügen durch die Ant-    wortimpulse der Frequenz fw angeschaltet. Die  Streckengeräte der Warnanlagen erhalten zu diesem  Zweck einen Empfänger für die Frequenz fw. Beispiels  weise wird die Warnanlage W von dem Streckengerät  WG angeschaltet, wenn es in einer Impulsserie bei dem  Abfrageimpuls i19, der dem Streckenabschnitt e19 mit  dem Wegübergang zugeordnet ist, von einem sich  nähernden Zuge einen Antwortimpuls, durch den der  Zug diesen Streckenabschnitt kennzeichnet, der Fre  quenz fw empfängt.  



  Bei den bisher beschriebenen Systemen werden die  von den Zügen nach den anderen Zügen zu sendenden  Antwortimpulse der Frequenzen fo und fb sowohl im  Luftspalt zwischen Sendespule des sendenden     Zuges     und Leitung L als auch im Luftspalt zwischen Leitung  und Empfangsspule des empfangenden Zuges  gedämpft. Um die im Eisenbahnwesen notwendige  Sicherheit zu garantieren, ist zweckmässiger, mindestens  für diese Antwortimpulse das Streckengerät EG als  Relaisstation zu verwenden. Das Streckengerät EG  erhält dann einen Speicher, in dem     jedem    Abfrage  impuls einer Impulsserie je eine Speicherzelle für diese  Antwortimpulse zugeordnet ist.

   Dieser Speicher wird  dann bei der nächsten Impulsserie abgefragt, wobei  die gespeicherten Antwortimpulse mit einer anderen  Trägerfrequenz nach den Zügen gesendet werden. Im  Streckengerät kann ferner geprüft werden, dass das  Ablesen einer Speicherzelle, in der ein Antwortimpuls  gespeichert ist, und der Empfang des entsprechenden  Antwortimpulses in der nächsten Impulsserie bei dem  gleichen Abfrageimpuls oder um höchstens einen Ab  frageimpuls später erfolgt. Letzteres ist dann der Fall,  wenn der betreffende Zug inzwischen einen elektrisch  markanten Punkt passiert hat. Dabei .ist es notwendig,  dass die Folgefrequenz der Abfrageimpulsserien so  hoch ist, dass die einen Antwortimpulse auslösenden  Zahlenwerte sich in einer Abfrageimpulsserie höchstens  um einen Abfrageimpuls ändern können.  



  Ferner ist es nicht erforderlich, die Geräte SG,  AG und WG und die Geräte .für     Langsamfahrstellen     an der Strecke bei der betreffenden     Streckensicherungs-          anlage    anzuordnen. Sie können auch in dem der  Strecke E zugeordneten Streckengerät angeordnet sein.  In diesem Falle ist für alle diese Geräte nur ein gemein  samer     Abfrageimpulszähler    erforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH System zur Zug- und Streckensicherung bei Eisen bahnanlagen, in denen die mit Sende- und Empfangs einrichtungen ausgerüsteten Züge ihren Fahrort in der in Streckenabschnitte unterteilten Strecke durch Zählen von Fahrortimpulsen ermitteln, die beim Vorbeifahren an elektrisch markanten Punkten einer längs der Strecke verlegten Leitung erzeugt werden, über welche ein der Strecke zugeordnetes Streckengerät die Züge periodisch nacheinander zum Senden der zur Zug- und Streckensicherung erforderlichen Informationen auffordert, dadurch gekennzeichnet, dass das der Strecke (E) zugeordnete Streckengerät (EG) periodisch Serien (J1, J2 usw.)
    von mindestens so viel Abfrage- impulsen (il bis i20) sendet, wie Streckenabschnitte (e1 bis e20) vorhanden sind und jeder Zug (Z2) mit einem Fahrzeuggerät ausgerüstet ist, das ständig die Summe der seit Serienbeginn empfangenen Abfrage impulse mit mindestens einem Zahlenwert vergleicht, den es aus den Fahrortimpulsen ermittelt und der einem bestimmten Streckenabschnitt zugeordnet ist, und das Fahrzeuggerät ferner bei zahlenmässiger Übereinstimmung von Abfrageimpulssumme und Zahlenwert einen Antwortimpuls (z2, w2, b2) sendet, bei dessen Empfang die anderen Züge (Z1) prüfen, ob der bezeichnete Streckenabschnitt für sie von siche rungstechnischer Bedeutung ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    System nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Fahrzeuggerät jedes Zuges (Z2) einen Antwortimpuls (z2) sendet, wenn die Summe der seit Beginn einer Impulsserie (J1) empfangenen Abfrage impulse (i1 bis i9) mit dem Zahlenwert eines Streckenabschnittes (e9) übereinstimmt, der von dem Zuge besetzt ist. 2. System nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Zug- und Streckensicherung dienen den Signalen (S), Weichen.
    (A) und Warnanlagen (W) für Wegübergänge oder Arbeitsrotten Streckengeräte (SG, AG, WG) zugeordnet sind, welche einen Antwort impuls (s, a, w) senden, wenn die seit Beginn einer Impulsserie (J1) ermittelte Summe der Abfrageimpulse (i1 bis i13 bzw. i16 bzw. i19) mit dem Zahlenwert eines der betreffenden Streckensicherungsanlage zugeordne ten Streckenabschnitts (e13 bzw. e16 bzw. e19) über einstimmt und dieser Streckenabschnitt bei dem beste henden Zustand der Sicherungsanlage nicht befahren werden darf. 3.
    System nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass Langsamfahrstellen, in deren Strecken abschnitten für die Züge eine begrenzte Geschwindig keit vorgeschrieben ist, ein Streckengerät zugeordnet ist, das bei Annäherung eines Zuges einen mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit fahrenden Zug durch Antwortimpulse simuliert, die das Streckengerät bei Übereinstimmung der seit Serienbeginn empfange nen Anzahl von Abfrageimpulsen mit der jeweiligen Stellung eines Fahrortimpulszählers sendet, der bei Annäherung eines Zuges aus der dem Anfangsabschnitt der Langsamfahrstelle zugeordneten Stellung durch im Gerät simulierte Fahrortimpulse weitergeschaltet wird, deren Folgefrequenz der vorgeschriebenen Ge schwindigkeit entspricht. 4.
    System nach Unteranspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Fahrzeuggerät aus dem Fahrort des eigenen Zuges (Z1) und den Antwort impulsen (z2, s, a, w) der anderen Geräte (SG, AG, WG) die Anzahl der vorausliegenden vom eigenen Zug ohne Gefahr befahrbaren Streckenabschnitte ermittelt, mit der Anzahl von Streckenabschnitten vergleicht, die entweder durch einen vorgeschriebenen Mindestab stand von einem vorausfahrenden Zuge vorgegeben oder für den Bremsweg (W1) des eigenen Zuges erforderlich ist, und bei Übereinstimmung die Brem sung des Zuges auslöst. 5.
    System nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass jedes Fahrzeuggerät eines Zuges (Z2) einen Antwortimpuls sendet, wenn die Summe der seit Beginn einer Serie (J1) empfangenen Abfrage impulse (i1 bis i11) mit dem Zahlenwert eines Strecken abschnitts (e11) übereinstimmt, den der weiterfahrende Zug nach einer durch die Vorwarnzeit von Warnanlagen für Wegübergänge oder Arbeitsrotten vorgegebenen Zeit besetzen würde, und dass das jeder Warnanlage (W) zugeordnete Streckengerät (WG) die Warnanlage anschaltet, wenn ein Zug mit einem solchen Antwort-: impuls einen der Warnanlage zugeordneten Strecken abschnitt (e19) kennzeichnet. 6.
    System nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Fahrzeuggerät jedes Zuges (Z2) einen Antwortimpuls (b2) sendet, wenn die Summe der seit Beginn einer Impulsserie (J1) empfangenen Abfra- geimpulse (i1 bis i12) mit dem Zahlenwert eines Streckenabschnittes (e12) übereinstimmt, in dem der Zug bei maximal möglicher Bremsung halten würde. 7.
    System nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das der Strecke (E) zugeordnete Strecken gerät (EG) mit einem Speicher ausgerüstet ist, in dem jedem Abfrageimpuls Speicherzellen für die von den Zügen in einer Impulsserie durch Antwortimpulse gesendeten Informationen zugeordnet sind, und dass das Streckengerät in der nächsten Impulsserie diesen Speicher abfragt und die gespeicherten Informationen mittels anderer Frequenzen nach den Zügen überträgt.
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