CH413036A - Anschluss- Vorrichtung an einem Leiter - Google Patents
Anschluss- Vorrichtung an einem LeiterInfo
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Description
Anschluss-Vorrichtung an einem Leiter Die Erfindung betrifft eine Anschluss-Vorrichtung an einem Leiter mit einer an dem Leiter anliegenden Kontakteinrichtung. Diese Vorrichtung dient z.B. zum Erden einer Schiene, sie kann aber auch beim Kurz- schliessen mehrerer Leiter oder zur Stromabnahme (Abzweigung) Verwendung finden.
Es sind Erdungsvorrichtungen für Schienen be kannt, bei denen mittels einer bügelförmigen Schraub zwinge Klemmbacken auf die Schienenflächen auf- gepresst werden. Diese Klemmbacken sind meist mit aufgerauhten Flächen versehen und werden hin- und hergeschwenkt, um eine gute Kontaktgabe an den Schienen zu erreichen, die u.U. ursprünglich mit isolie renden Schichten, z.B. Anstrichen oder Oxydschich- ten, versehen sein können.
Es hat sich jedoch heraus gestellt, dass bei diesen bekannten Vorrichtungen die Kontaktierung nicht immer einwandfrei ist und auf die Dauer bleibt, da sich einerseits bei unebenen Schienen nur eine Kontaktgabe an einem oder wenigen Punkten ergeben kann und da sich andererseits beim Nachgeben der Kontaktverbindung die Kontaktgabe überhaupt verschlechtert.
Zur Vermeidung dieser Nachteile schlägt die Er findung eine Anschluss-Vorrichtung zur Kontaktgabe an einem Leiter vor, bei der die Kontakteinrichtung mehrere nebeneinander stehende Federlamellen ent hält, die mit ihren Stirnseiten an dem Leiter anliegen. Durch diese Ausbildung der Kontakteinrichtung ergibt sich mit Sicherheit eine Kontaktgabe an einer Mehrzahl von Punkten. Die Stirnseiten der Federplättchen sind zweckmässig relativ scharf und durchstossen deshalb eventuelle Isolierschichten an dem Leiter und ergeben eine gute elektrische Kontaktgabe.
Auf Grund ihrer federnden Eigenschaften können die Plättchen den Kontakt mit dem Leiter immer aufrecht erhalten, auch wenn die Erdungsvorrichtung ansonsten im Betrieb im Druck etwas nachgeben sollte. Die federnden Lamellen haben des weiteren den Vorteil, dass sie beim Span nen der Vorrichtung mit ihren Stirnseiten eine Reib wirkung auf den Leiter ausüben und somit die isolie renden Schichten noch besser abarbeiten. Darüber hinaus passen sich die Federlamellen der Form des Leiters an.
So ist es insbesondere möglich, die erfin dungsgemässe Vorrichtung an Leiter anzulegen, die die Form eines gekrümmten Rohres haben, wie z.B. die Schutzringe für Hochspannungsisolatorketten. Vor zugsweise bestehen die Federplättchen aus Federbron ze. Dadurch wird eine Korrosion der Kontaktpunkte der Erdungsvorrichtung vermieden.
Für bestimmte Anwendungszwecke ist es vorteil haft, die Kontaktgabe an mehreren Seiten eines Leiters vorzunehmen und einen gleichmässigen Stromübergang an mehreren Stellen des Leiters zu erreichen. Hierzu ist des weiteren bei einer Variante der Vorrichtung mit einer der Kontakteinrichtung gegenüberliegenden Druckeinrichtung vorgesehen, dass die Druckeinrich tung ebenfalls mit einem Federlamellenpaket versehen ist.
Hierdurch wird erreicht, dass die Druckeinrichtung in gleicher Weise wie die Kontakteinrichtung zur Stromleitung herangezogen wird, d.h. dass an zwei gegenüberliegenden Seiten des Leiters eine vielpunktige Kontaktgabe erfolgt.
Vorzugsweise sind die Federlamellenpakete der Kontakteinrichtung und der Druckeinrichtung aus zwei Gruppen abwechselnder Federlamellen zusam mengesetzt. Die Federlamellen jeweils einer Gruppe machen mindestens längs einer Linie Kontakt mit dem Leiter. Um den Federlamellen an ihren Kontaktpunkten möglichst weitgehende Freiheit zu geben, d:h. auch ein seitliches Ausweichen in geringem Umfange zu ermöglichen, liegen zweckmässig zwischen den Feder lamellen im Bereich ihrer Befestigungen Abstandsble che.
Damit ergeben sich zwischen den Federlamellen im Bereich der Kontaktpunkte der Dicke der Abstands bleche entsprechende Abstände.
Vorzugsweise weist die Druckeinrichtung eine Schraubspindel, die in einem mit den Federlamellen der Kontakteinrichtung versehenen Bügel geführt ist, und einen dazu drehbaren, mit den Federlamellen versehenen Kopf auf.
Damit sich beim Schrauben der Spindel der Kopf nicht mit der Spindel und somit relativ zur Vorrichtung dreht, muss eine Einrichtung geschaffen werden, die eine Drehbewegung des Kopfes beim Schrauben der Spindel verhindert. Diese Einrichtung soll aber keinen Strom führen, da sich sonst Schmorstellen ergeben könnten. Deshalb ist mit Vorteil vorgesehen, dass an dem Kopf ein Isolierstück angebracht ist, das beim Schrauben der Spindel auf den Federlamellen der Kontakteinrichtung gleitet.
Das Federlamellenpaket der Druckeinrichtung ist vorzugsweise zwischen zwei Platten angeordnet, die mit Fortsätzen das Isolierstück zwischen sich auf nehmen.
Bisher ist es üblich, Schraubspindeln aus Eisen herzustellen. Da bei der erfindungsgemässen Vorrich tung die Druckeinrichtung in gleicher Weise wie die Kontakteinrichtung zur Stromleitung herangezogen werden soll, wird demgegenüber z.B. vorgeschlagen, dass die Schraubspindel aus einem Material hoher Leitfähigkeit, insbesondere aus demselben Material wie der Bügel, nämlich aus einer vergüteten Magnesium- Silizium-Aluminiumlegierung, die unter dem Waren zeichen Pantal bekannt ist, besteht.
Diese Mass- nahme hat auch den Vorteil, dass die Schraubspindel ein geringes Gewicht hat.
Da die Gefahr besteht,. dass der aus der Alumi niumlegierung bestehende Bügel und die aus demselben Material bestehende Schraubspindel fressen, kann zwi schen Schraubspindel und Bügel ein Gewindeeinsatz mit einer aus Profildraht gewickelten Feder, sogenann ter Heli-Coil-Gewindeeinsatz, vorgesehen sein.
Bei einer Vorrichtung zum Erden einer Schiene können die der Schiene abgelegenen Stirnseiten der Federplättchen mit halbkreisförmigen Ausnehmungen versehen sein, in welche die Erdleitung eingelegt wird.
Wenn die Vorrichtung nach der Erfindung zum Anlegen an der Kante einer Schiene dient, weisen die Federplättchen vorzugsweise maulförmige Einschnitte auf, in welche die Schienenkante eingreift. Die Feder plättchen können von einem U-förmigen Gehäuse umgeben sein. An den Seiten des Gehäuses sind zweckmässig Wände vorgesehen, die in ihrem vorderen Teil; d.h. im Bereich der maulförmigen Einschnitte der Federplättchen, z.B. halbkreisförmige Öffnungen und in dem hinteren Teil Löcher für die Erdleitung aufweisen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist insbesonde re auch zum Erden einer Eisenbahnschiene geeignet, wobei die Kontakteinrichtung an der einen Längskante des Schienenfusses anliegt. Hierbei ist des weiteren vorgesehen, dass das Gehäuse z.B. an einer Stange angeschweisst ist, an deren anderem Ende eine an der anderen Längskante des Schienenfusses anliegende Spanneinrichtung angebracht ist.
Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung sind .in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht einer Erdu.ngskopfklem- me für Rundleiter, Fig. 2 eine Vorderansicht des Bügels der Klemme nach Fig. 1 ohne Spindel und Kopf, Fig. 3 eine Hinteransicht des Kopfes der Druck einrichtung,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer an einer Schiene angesetzten Erdungsvorrichtung mit teilweise ge schnittenem Gehäuse und Fig. 5 eine Aufsicht auf die Erdungsvorrichtung nach Fig. 4 ohne Schiene, ebenfalls mit teilweise ge schnittenem Gehäuse.
Bei der Klemme nach den Fig. 1 und 3 sind an dem Bügel 1 abwechselnd Federlamellen 2 und 3 verschie dener Formgebung angebracht, welche zwei Gruppen eines Federlamellenpakets bilden. Die Federlamellen 3 sind in Schlitze 6 ,im Bügel 1 eingesetzt, während die kürzer gehaltenen Federlamellen 2 in einer Ausspa rung 7 des Bügels liegen. Im Bereich der Aussparung 7 liegen zwischen den Federlamellen 2 und 3 Abstands bleche 4. Die Federlamellen sind mittels Nieten 5 am Bügel 1 festgelegt. In dem Bügel 1 ist mittels eines Gewindeeinsatzes mit einer profilierten Spiralfeder 9 die Schraubspindel 10 geführt, an deren unterem Ende die Bedienungsstange 11 befestigt ist.
Am oberen Ende der Schraubspindel ist drehbar der Kopf 12 angebracht, der mittels des Sprengringes 13 an der Schraubspindel festgehalten wird. Der Kopf 12 ist mit Federlamellen 14 und 15 versehen, die sich abwechselnd nach zwei Seiten erstrecken. Zwischen den Federlamellen 14 und 15 liegen im Bereich des Kopfes Abstandsbleche 16. Die Federlamellen 14 und 15 sind zwischen zwei Platten 17 und 18 angeordnet und mittels Nieten 19 festgelegt.
Die Platten 17 und 18 weisen Fortsätze auf, zwischen denen das Isolierstück 20 aufgenommen ist, das mit seiner Stirnseite an den Federlamellen 3 gleitet. In den Seiten des Isolierstückes 20 sind Aus- nehmungen 21 angebracht, in die entsprechend ge formte Ausbuchtungen 22 der Platten 17 und 18 pas sen.
Die Federlamellen 2, 3, 14 und 15 nehmen zwischen sich den Rundleiter 24 auf, wobei sich bei den Fe derlamellen 2, 14 und 15 Kontaktpunkte längs einer Linie und bei den Federlamellen 3 Kontaktpunkte längs zweier Linien ergeben. Infolge ihrer Nachgiebig keit können sich die Federlamellen auch einer Krüm mung des Rundleiters 24 anpassen.
In den Bügel 1 ist die Schraube 25 einschraubbar, die den Kabelschuh 26 für die abgehende Leitung 27, z.B. :eine Erdleitung, festlegt. Erforderlichenfalls kann die Schraube 25 an einer anderen Stelle 28 des Bügels 1 eingeschraubt werden.
Der einzuklemmende Leiter kann auch ovalen oder rechteckigen Querschnitt haben.
Bei der Vorrichtung nach den Fig. 4 und 5 ist das U-förmige Gehäuse 31 mit Seitenwänden 32 und 33 versehen, die im vorderen Teil mit halbkreisförmigen Öffnungen 34 und im hinteren Teil mit Löchern 35 für die Erdleitung 36 versehen sind. Die Erdleitung ist gegen axiale Verschiebung durch die Schraube 37 gesichert. Die Seitenwände werden an dem Gehäuse durch Schrauben 38 gehalten. In dem Gehäuse stehen nebeneinander eine Vielzahl von Federplättchen 39, die im vorderen Teil maulförmige Einschnitte 40 auf weisen. Im hinteren Teil sind die Federplättchen mit halbkreisförmigen Ausnehmungen 41 versehen, in de nen die Erdleitung 36 liegt.
Zwischen Erdleitung und Kontakteinrichtung .ist somit eine vielpunktige Kontakt gabe sichergestellt. Der Fuss der Eisenbahnschiene 42 greift mit seiner einen Längskante in die maulförmi- gen Einschnitte 40 der Federplättchen 39, so dass sich eine mehrpunktige Kontaktgabe zwischen Schiene und Kontakteinrichtung ergibt. Im dargestellten Fall ergibt sich an der unteren und oberen Ecke der Längskante der Schiene jeweils eine Reihe von Kontaktpunkten. Das Paket der Federplättchen ist in dem Gehäuse in Druckrichtung um einen geringen Betrag verschiebbar;
so dass der Druck der Schiene auf die Federplättchen auch zwischen der Erdleitung und den Federplättchen herrscht. An der Unterseite des Gehäuses 31 ist eine Stange 43 angeschweisst, an deren anderem Ende eine beliebige, nicht im einzelnen dargestellte Spann einrichtung 44 angebracht ist, die an der anderen Längskante des Fusses der Schiene 42 angreift und die Erdungsvorrichtung an dem Schienenfuss anpresst, dh. die eine Längskante des Schienenfusses fest gegen die Stirnseiten der Federplättchen 39 drückt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anschluss-Vorrichtung an einem Leiter, insbeson dere zum Erden einer Schiene, mit einer an dem Leiter anliegenden Kontakteinrichtung, dadurch gekennzeich net, dass die Kontakteinrichtung mehrere nebeneinan der stehende Federlamellen (2, 3; 39) enthält, die mit ihren Stirnseiten an dem Leiter (24; 42) anliegen. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Federplättchen aus Federbronze bestehen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch mit einer der Kontakteinrichtung gegenüberliegenden Druckeinrich tung, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinrich tung (10, 12) ebenfalls mit einem Federlamellenpaket (14, 15) versehen ist. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Federlamellenpakete der Kontakteinrichtung und der Druckeinrichtung aus zwei Gruppen abwechselnder Federlamellen (2, 3; 14, 15) zusammengesetzt sind. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Federlamellen (2, 3; 14, 15) im Bereich ihrer Befestigungen (5; 19) Ab standsbleche (4; 16) liegen. 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge- kennezeichnet, dass die Druckeinrichtung eine Schraub spindel (10), die in einem mit den Federlamellen (2, 3) der Kontakteinrichtung versehenen Bügel (1) geführt ist, und einen dazu drehbaren; mit den Federlamellen (14, 15) versehenen Kopf (12) aufweist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass an dem Kopf (12) ein Isolierstück (20) angebracht ist, das beim Schrauben der Spindel (10) auf den Federlamellen (3) der Kontakteinrichtung gleitet. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Federlamellenpaket (14, 15) der Druckeinrichtung zwischen zwei Platten (17, 18) angeordnet ist, die mit Fortsätzen das Isolierstück (20) zwischen sich aufnehmen. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schraubspindel (10) aus einem Material hoher elektrischer Leitfähigkeit, insbesondere aus demselben Material wie der Bügel (1), nämlich aus einer vergüteten Magnesium-Silizium-Aluminiumlegie- rung besteht. 9.Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen Schraubspindel (10) und Bügel (1) ein Gewindeeinsatz mit einer aus Profildraht gewickelten Feder (9) vorgesehen ist. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch zum Erden einer Schiene, dadurch gekennzeichnet, dass die der Schiene (42) abgelegenen Stirnseiten der Federplättchen (39) mit halbkreisförmigen Ausnehmungen (41) verse hen sind, in welche die Erdleitung (36) eingelegt wird. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10 zum An setzen an einer Kante der Schiene, dadurch gekenn zeichnet, dass die Federplättchen maulförmige Ein schnitte (40) aufweisen, in welche die Schienenkante eingreift. 12.Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Federplättchen von einem U-förmigen Gehäuse (31) umgeben sind. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seiten des Gehäuses Wände (32, 33) vorgesehen sind, in deren vorderem Teil im Bereich der maulförmigen Einschnitte der Federplättchen halbkreisförmige Öffnungen (34) und in deren hinterem Teil Löcher (35) für die Erdleitung vorgesehen sind.14. Vorrichtung nach Unteranspruch 12 zum Erden einer Eisenbahnschiene, bei der die Kontakteinrichtung an der einen Längskante des Schienenfusses angelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse an einer Stange (43) angeschweisst ist, an deren anderem Ende eine an der anderen Längskante des Fusses der Schiene (42) anliegende Spanneinrichtung (44) ange bracht ist.
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Also Published As
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