Vorrichtung zur Anzeige des Flüssigkeitsinhalts, insbesondere von unter Druck stehenden flüssigen Gasen oder anderen flüssigkeIten in Behältern
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anzeige des Flüssigkeitsinhalts, insbesondere von unter Druck stehenden flüssigen Gasen oder anderen FlüsZ sigkeiten, in Behältern.
Bei der Anwendung, beispielsweise von Heiz- oder Kochgasen in Haushaltungen oder Betrieben, die nicht an ein zentrales Gasnetz angeschlossen sind, wird das erforderliche Brenngas im allgemeinen in Druckbehältern oder Druckflaschen aufbewahrt. Da sich dieses Gas unter einem Druck von mehreren Atü in dem Behälter befindet, ist es in vielen Fällen in flüssiger Form im Behälter vorhanden. Es hat sich nun gezeigt, dass der Verbraucher nicht oder nur umständlich feststellen kann, wieviel Gas sich wähw rend des Verbrauches noch in dem Behälter befindet.
Diesem Umstand kommt vor allem deshalb Bedeutung zu, da der Verbraucher nicht mit Sicherheit feststellen kann, wann der Inhalt in dem Behälter zur Neige geht und wann er sich einen neuen gefüllten Behälter zulegen muss. Er war daher bisher gezwungen, mehrere Reservebehälter bereitzuhalten, um nicht vor die Tatsache gestellt zu werden, unerwartet keinen Gasvorrat mehr zu haben.
Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, durch besondere Wiegevorrichtungen den jeweiligen Inhalt an flüssigem Gas im Behälter zu bestimmen, jedoch sind die bekanntgewordenen Vorrichtungen verhältnismässig kostspielig und kompliziert im Aufbau. Im übrigen lassen sie sich in vieIen Fällen nicht am Behälterstandort einbauen, weil der zur Verfügung stehende Platz nicht ausreicht. Schliesslich ist auch der Wiegevorgang selbst verhältnismässig umständilch durchzuführen.
Die vorliegende Erfindung soll hier Abhilfe schaffen und dazu dienen, dass sowohl der Verbraucher als auch die Abfüllstelle sich jeder Zeit über den Stand der Gasfüllung in dem undurchsichtigen Behälter überzeugen kann. Weiterhin ist durch die Vorrichtung gemäss der Erfindung der Verbraucher jederzeit in der Lage, eine Kontrolle über den Inhalt durchzuführen und, falls dies erforderlich ist, einen gefüllten Behälter zu beschaffen.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch ein in der Wandung des Behälters eingesetztes Formstück, in welches ein Schauglas druckdicht eingesetzt ist, und eine dahinter angeordnete, durch einen Schwimmer betätigte walzen- oder bandförmige Skala. Dabei ist die Vorrichtung zweckmässigerweise so ausgeführt, dass das Formstück und der Schwimmer eine Einheit bilden, die nachträglich ohne besondere Schwierigkeiten in jeden bereits vorhandenen Behälter eingebaut werden kann. Zu diesem Zweck wird vorzugsweise mit dem Schneidbrenner ein dem Formstück entsprechendes Loch in der Mitte oder an der oberen Kuppel des Behälters ausgeschnitten und danach das Formstück mit dem daran befestigten Schwimmer und der Walze, beispielsweise durch Schweissen, eingesetzt.
Eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht darin, dass an einer oder zwei am Formstück angebrachten Nasen ein Hebel drehbar gelagert ist, bei welchem an einem Hebelarm ein Schwimmer und am anderen Hebelarm eine mit einer Skala versehene Walze derart angebracht ist, dass die Skala hinter dem Schauglas erscheint. Je nach der Höhe der sich im Behälter befindenden Flüssigkeit wird dann auf der Walzenskala angezeigt, welche Menge an Flüssigkeit sich noch im Behälter befindet.
Eine weitere mögliche Ausführungsform einer Vorrichtung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei Rollen im Innern des Behäl ters vorgesehen sind, die vorzugsweise am Form stück und am Boden des Behälters befestigt sind, und über die ein endlos umlaufendes Band aus Metall oder einem geeigneten Kunststoff läuft. An diesem Band ist an einem Trumm der Schwimmer befestigt. Das Band weist ferner eine Skala oder eine sonstige Markierung auf und läuft so über die obere Rolle, dass die Skala hinter dem Schauglas erscheint.
In weiterer Ausgestaltung unter Verwendung eines Hebels für den Schwimmer kann das Formstück mit dem Schauglas auch in der oberen Kuppel eines Flüssiggasbehälters angeordnet sein. Dabei wird die Walzenskala durch den Schwimmer, der an einem Hebelarm angeordnet ist, über ein Gestänge betätigt. Der den Schwimmer tragende Hebel ist bei dieser Anordnung zweckmässigerweise an einer am Formstück befestigten Stange drehbar gelagert. Diese Stange ragt etwa bis zur Mitte des Behälters vom Formstück aus hinein.
Beiliegende Zeichnung stellt Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dar. Es zeigen:
Abb. 1 einen Längsschnitt durch einen Flüssiggasbehälter mit einer bevorzugten Ausführungsfonm der Vorrichtung gemäss der Erfindung;
Abb. 2 im Längsschnitt eine Variante der Vorrichtung gemäss Abb. 1;
Abb. 3 einen Längsschnitt durch einen verhältnismässig grossen Flüssiggasbehälter mit einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung;
Abb. 4 und 5 einen Längs- bzw. Querschnitt von Einzelheiten einer Vorrichtung in vergrösserter Darstellung;
Abb. 6 eine vergrösserte Darstellung einer Vorrichtung mit einem Hebelgestänge im Längsschnitt, und schliesslich
Abb. 7 eine vergrösserte Darstellung im Längsschnitt einer Vorrichtung mit einer Bandskala.
In Abb. 1 ist in den Flüssiggasbehälter 1 ein kreisrundes Formstück 2 eingesetzt, das eine Bohrung 3, hinter welcher ein Schauglas 4 angebracht ist, aufweist. Das Formstück 2 ist vorzugsweise durch Schweissen mit der Behälterwand verbunden. Es ist jedoch auch möglich, dieses Formstück mit dem Behälter in einem Stück herzustellen. Am Formstück 2 ist ein Hebel 5, der an einem Hebelarm einen Schwimmer 6 trägt, drehbar gelagert. Am anderen Hebelarm befindet sich eine Walzen skala 7, die so angebracht ist, dass sie hinter dem Schauglas 4 erscheint. Ist der Behälter 1 gefüllt, so befindet sich der Schwimmer 6 in der bei 6' gezeigten Stellung und die Walzenskala zeigt an, dass der Behälter gefüllt ist.
Befindet sich kein Gas mehr im Behälter, so nimmt der Schwimmer die bei 6" gezeigte Stellung ein und hinter dem Schauglas zeigt die Walzenskala an, dass der Behälter leer ist.
In Abb. 2 ist das Formstück 2 zur besseren Uebersicht in die obere Kuppel des Behälters 1 eingesetzt.
Der Hebel 5, an dessen einem Arm sich der Schwimmer 6 befindet, ist am Ende einer Stange 8 drehbar gelagert. Die Stange 8 ist am Formstück 2 befestigt.
Am anderen Hebelarm des Hebels 5 ist eine Stange 9 durch ein Drehgelenk 10 angebracht. Diese Stange 9 ist über ein Drehgelenk 11 mit der Walzenskala 7 verbunden. Die Funktion des Schwimmers ist hier die gleiche wie bei der in Abb. 1 gezeigten Anordnung, lediglich mit dem Unterschied, dass die Drehbewegung des einen Hebelarmes über die Stange 9 auf die Walzenskala 7 übertragen wird.
In Abb. 3, in welcher ein verhältnismässig langer Behälter 1 dargestellt ist, befindet sich das Formstück 2 ebenfalls in der oberen Kuppel dieses Behälters. An diesem Formstück ist eine Rolle 12 angebracht. Auf dem Boden des Behälters befindet sich ebenfalls eine Rolle 13. Ueber diese Rolle läuft ein endlos umlaufendes Metallband 14. An diesem Metallband ist auf dem einen Bandtrumm der Schwimmer 6 befestigt.
Auf der Oberfläche weist das Metallband eine Skala oder eine sonstige Markierung auf, die hinter dem Schauglas 4 erscheint. Entsprechend der Höhe des Flüssigkeitsstandes in dem Behälter wird der Inhalt durch die Skala angezeigt. Ist der Behälter leer, so befindet sich der Schwimmer in der Stellung 6".
Wie in Abb. 4 bzw. Abb. 5 gezeigt, ist das Schauglas 4 in das Formstück 2 mittels einer Dichtung 15 eingesetzt. Zu diesem Zweck weist das Form stück 2 einen Ansatz 16 auf, an dessen Ende ein Flansch oder Laschen 17 angebracht sind.
Das Schauglas 4 ist durch die Laschen 17 und den Druckringkörper 18 fest gegen die Dichtung 15 gepresst. Es hat sich gezeigt, dass eine derartige Anordnung selbst grössten Drücken standhält, wodurch sie ohne weiteres in Flüssiggasbehälter eingesetzt werden kann, ohne dass die Gefahr des Entweichens des Gases besteht. Am Drucknngkörper 18 sind ferner zwei Nasen 19 und 20 angebracht, zwischen welchen sich das Lager für den Hebel 5 befindet. Dieser weist an der besagten Stelle eine durchbohrte Verstärkung 21 auf, durch welche eine Welle 22 verläuft.
In Abb. 6 ist das Formstück 2 in der Kuppel des Behälters 1 eingesetzt. Der Einbau des Schauglases 4 ist dort in der gleichen Weise, wie bei der Vorrichtung gemäss Abb. 4 und 5 vorgenommen. Die Walzenskala 7 weist bei dieser Ausführungsform einen nasenförmigen Ansatz 23 auf, welcher am Ende ein Lager 24 für die Stange 9 gemäss Abb. 2 trägt. Am Formstück 2 ist ferner eine Stange 8 befestigt, die an ihrem unteren Ende ein Lager für den Hebel 5 aufweist, wie bei 25 dargestellt. Am einen Hebelarm des Hebels 5 befindet sich ein weiteres Lager 26, in welchem die Stange 9 liegt. Die kreisförmige Bewegung des Schwimmers 6 um das Lager 25 wird so durch Vermittlung der Stange 9 auf die Walzen skala übertragen.
In Abb. 7 ist das Formstück 2 ebenfalls in der Kuppel des Behälters 1 eingesetzt. Auch hier ist das Schauglas 4 in der oben beschriebenen Weise in das Formstück 2 eingepresst. Anstelle der Walzenskala befindet sich hier eine an einem Ansatz des Druckringkörpers 18 drehbar gelagerte Rolle 12. Ueber diese Rolle 12 und eine weitere Rolle 13, die auf einer am Boden des Behälters 1 angebrachten Stütze 27 drehbar gelagert ist, verläuft ein endloses Band 14.
An diesem Band, das vorzugsweise aus Metall oder einem geeigneten Kunststoff besteht, ist der Schwimmer 6 befestigt. Zur Anzeige des Flüssigkeitsstandes ist das endlose Band auf der einen Seite mit einer Skaleneinteilung oder einer sonstigen Markierung versehen, auf der durch das Schauglas 4 abgelesen werden kann, wieviel Flüssiggas sich noch im Behälter befindet.