CH413512A - Elastische Kupplung - Google Patents
Elastische KupplungInfo
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Description
Elastische Kupplung Die Erfindung bezieht sich auf eine elastische Kupplung, bestehend aus zwei mit der treibenden bzw. der getriebenen Welle verbundenen Scheiben, zwischen denen zur Erzielung einer nicht linearen Charakteristik ein dauernd wirksames erstes System auf Schub beanspruchter elastischer Elemente und ein erst nach bestimmter gegenseitiger Verdrehung der Scheiben wirksames weiteres System auf Druck beanspruchter Elemente angeordnet ist.
Eine vorteilhafte Eigenschaft der Kupplungen dieser Art ist die Fähigkeit, nicht nur die Drehmo mente elastisch zu übertragen und die Stösse zu dämpfen, sondern auch die Torsionsschwingungen der Wellen zu absorbieren oder zu eliminieren. Es ist bekannt, dass beim Antrieb von Schiffsaggregaten mittels Verbrennungsmotoren durch den Einfluss der Ungleichmässigkeit des Drehmomentes irn Aggregat eine gefährliche Torsionsschwingung entsteht, und zwar nicht nur im Bereich der hohen Betriebsdreh zahlen des Motors, sondern auch bei niedrigen Dreh zahlen.
Es sind elastische Kupplungen bekannt, deren Charakteristik linear verläuft,<B>d.</B> h. mit dem Anstieg des übertragenen Drehmomentes wächst bei ihnen auch der Verdrehungswinkel der Kupplung linear. Dadurch kann ihr Dämpfungsvermögen der Tor- sionsschwingungen nur einen bestimmten Drehzahl bereich umfassen; gewöhnlich wird das Gebiet der Torsionsschwingungen nur bei hohen Motordrehzah len gedeckt. Demgegenüber wird die gefährliche Tor- sionsschwingung im Bereich der niedrigen Betriebs drehzahlen des Motors durch Kupplung mit der linearen Charakteristik überhaupt nicht gedämpft.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Tor- sionsschwingungen <B>-</B> besonders bei Schiffsaggrega ten<B>-</B> sowohl bei einer kleinen Belastung als auch bei einer sie mehrmals übersteigenden Beanspruchung abzudämpfen. Dies erreicht man. bei den bekannten elastischen Kupplungen durch eine besondere Kupp lungskonstruktion mit einer nichtlinearen Charakteri stik, bei der die Steifheit der Kupplung bei kleiner Belastung sehr klein, wogegen bei voller Belastung mehrfach grösser ist. Bekannte elastische Kupplun gen mit einer nichtlinearen Charakteristik sind jedoch verhältnismässig kompliziert, in der Fertigung kost spielig und ihre Montage beim Aggregat schwierig.
Diese Kupplungen gestatten darüberhinaus keine ge nügende Radial- und Winkelauslenkung der Wellen achsen.
Die angeführten Nachteile werden dadurch besei tigt, dass erfindungsgemäss die elastischen Elemente des ersten Systems einzelne schubbeanspruchte, an den beiden Scheiben abnehmbar befestigte Gummi körper sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemüssen Kupplung abgebildet. Es zeigen: Fig. <B>1</B> die Kupplungscharakteristik, bzw. die Kennlinie der Drehmomente in Abhängigkeit von den Winkelteildrehungen der Kupplung, Fig. 2 einen radialen Schnitt durch den Kupp lungsteil nach der Linie B-B der Fig. <B>3,</B> Fig. <B>3</B> einen Schnitt durch die Kupplung nach der Linie A-A der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-C der Fig. <B>3.</B>
Wie aus dem in der Fig. <B>1</B> gezeichneten Dia gramm hervorgeht, weist die betreffende elastische Kupplung eine nicht lineare Endcharakteristik auf, welche aus zwei Linienteilen besteht, von denen der Linienteil OA der Charakteristik des erstgenannten Systems der elastischen Elemente entspricht, welches bei der Winkel-Teildrehung um den Winkel a<B>A</B> durch die Drehmomente bis in den Flunkt MKA un abhängig beansprucht wird. Der weitere Linienteil <B>Äff</B> der Endcharakteristik betrifft vorwiegend das zweite System der elastischen Elemente, die die er höhten Drehmomente übertragen.
Die eigentliche Konstruktion der elastischen Kupplung besteht aus der Antriebsscheibe<B>3</B> und der angetriebenen Scheibe 4 (Fig. 2). Die gegenseitige Verbindung zwischen den beiden Scheiben<B>3,</B> 4 wird mittels eines Systems<B>A</B> elastischer Elemente durch geführt, welche durch zylindrische, aus elastischem Material<B>-</B> z. B. aus Gummi<B>-</B> hergestellten Körpern <B>1</B> gebildet werden. Die Achsen der elastischen Kör per<B>1</B> bzw. ihre Durchmesser liegen auf der Kreislinie von einem Radius r. Der elastische Körper<B>1</B> ist mit zwei Flanschen<B>l'</B> versehen, die an die parallelen, ebenen Körperwände z. B. durch Anschweissen oder durch Anvulkanisieren angeschlossen sind.
An jedem Flansch ist eine Schraube<B>Y'</B> derart befestigt, dass jeweils zwei gegeneinanderliegende Schrauben auf einer gemeinsamen, lotrecht zum Flansch<B>l'</B> stehen den Achse liegen. Bei der Übertragung der Drehmo mente von der Antriebsscheibe<B>3</B> auf die getriebene Scheibe 4 werden die einzelnen elastischen Elemente des Systems<B>A</B> auf Schub beansprucht.
Die Kupplungsscheiben<B>3,</B> 4 sind mit einem wei teren System B der elastischen Elemente zur über- tragung der Drehmomente höherer Werte versehen. Dieses System wird durch Blöcke 2 (Fig. <B>3,</B> 4) gebil det, die ebenfalls aus elastischem Material, z. B. aus Gummi hergestellt sind. Ein jeder elastische Block 2 ist auf geeignete Weise<B>-</B> z. B. durch Anvulka- nisieren <B>-</B> an eine mit Schrauben T' versehene Un- terlagscheibe 2' befestigt.
Die einzelnen Blöcke 2 sind mittels Schrauben 2" an den Rippen<B>5</B> befestigt, die andie Antriebsscheibe<B>3</B> angeschweisst sind. Die Achsen der Blöcke 2 berühren die Kreislinie vom Radius R. Jeweils zwei Blöcke 2 sind mit ihren ela stischen Wänden gegeneinander gerichtet. In jeden Raum zwischen zwei einander zugekehrten elasti schen Blöcken 2 greift eine Rippe<B>6</B> ein, welche mit der angetriebenen Kupplungsscheibe 4 fest verbun den ist. Bei der Übertragung der Drehmomente wer den die elastischen Blöcke auf Druck beansprucht.
Das System<B>A</B> der elastischen Elemente<B>1</B> stellt die Anfangsstufe der Kupplungssteiffieit dar und ist zur Übertragung von niedrigen. Drehmomenten be stimmt. Die Beanspruchungsart der elastischen Kör per<B>1</B> dieses Systems lässt bei der niedrigen Anfangs- torsionssteifheit der Kupplung eine verhältnismässig grosse Deformation zu (Linienteil OA der Charakte ristik in der Fig. <B>1).</B> Da die auf Schub beanspruchten Körper<B>1</B> nur einen Teil des Motor-Drehmomentes übertragen, kann man sie an einem verhältnismässig kleinen Radius r unterbringen.
Durch das System B der elastischen Elemente 2 wird die zweite und end gültige Stufe der Torsionssteifheit der Kupplung be stimmt (Linienteil AB der Charakteristik in Fig. <B>1).</B> Das System B der elastischen Elemente tritt in Tätig- keit, <B>d.</B> h. in Berührung mit den Rippen<B>6</B> der An triebsscheibe 4 beim Erreichen des Wertes aA der Kupplungsverdrehung, bzw. dem relativen Verdrehen der Kupplungsscheiben <B>3,</B> 4.
Von diesem Moment an wird die gesamte Kupplungsbelastung ausser durch die Glieder<B>1</B> des Systems<B>A</B> noch<B>-</B> und zwar über wiegend<B>-</B> durch die Glieder 2 des Systems B über tragen. Mit Rücksicht darauf, dass die elastischen Elemente des Systems B auf Druck beansprucht wer den, halten sie eine hohe Belastung aus und somit werden ihre Abmessungen klein. Dazu trägt auch das Anbringen der Glieder 2 auf einem grösseren Radius R der Antriebsscheibe bei.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung lässt sich die Fähigkeit der elastischen Kupplung erhöhen und auch ihre erhöhte Beanspruchung, die bei Stös- sen im Antriebsaggregat entsteht, auffangen. Mit Rücksicht auf diese Stösse und auf eventuelle Schwingungserregung der Kupplung beim Anlassen und Auslauf des Motors, wo die kritischen, unter der minimalen Drehzahl liegenden Umdrehungen über schritten werden, werden die Druckelemente vorteil haft beiderseits der Rippen<B>6</B> untergebracht, so dass die Kupplung für beide Drehrichtungen geeignet ist.
Die beschriebene Anordnung der beiden Systeme <B><I>A,</I></B><I> B</I> der elastischen Elemente und deren Art der Be anspruchung bietet weitere Vorteile, dadurch, dass die Kupplung radial- und biegefest weich ist, wodurch eine erhebliche Ungleichachsigkeit der Antriebs- und angetriebenen Welle zugelassen ist. Die Kupplung ist in der Lage, die Drehmomentschwankungen von den kleinsten bis zu den grössten Amplituden zu umfas sen und dadurch die gefährliche Torsionsschwingung des Aggregates im ganzen Drehzahlbereich zu besei tigen. Diese Eigenschaft macht die Kupplung für die Anwendung bei den Aggregaten mit weitem Dreh zahlbereich geeignet, wie dies z.
B. bei durch Schwer- ölmotoren angetriebenen Schiffsaggregaten, welche ein stark ungleichmässiges Drehmoment aufweisen, zu sein pflegt.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Elastische Kupplung, bestehend aus zwei mit der treibenden bzw. der getriebenen Welle verbundenen Scheiben, zwischen denen zur Erzielung einer nichtli nearen Charakteristik ein dauernd wirksames erstes System auf Schub beanspruchter elastischer Elemente und ein erst nach bestimmter gegenseitiger Verdre hung der Scheiben wirksames weiteres System auf Druck beanspruchter Elemente angeordnet ist, da durch gekennzeichnet, dass die elastischen Elemente des ersten Systems<B>(A)</B> einzelne schubbeanspruchte, an den beiden Scheiben<B>(3,</B> 4) abnehmbar befestigte Gummikörper<B>(1)</B> sind.<B>UNTERANSPRUCH</B> Kupplung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Achsen der elastischen, auf Schub beanspruchten Körper des ersten Systems<B>(A)</B> auf einer Kreislinie vom Halbmesser (r) liegen, der klei ner ist als der Halbmesser (R) der Kreiis-Iinie" welche die Achsen der elastischen, auf Druck beanspruchten Blöcke des Systems (B) berührt.
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