CH413636A - Verfahren zur Herstellung hautloser Dauerwurst - Google Patents
Verfahren zur Herstellung hautloser DauerwurstInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung hautloser Dauerwurst Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung hautloser Dauerwurst, bei welchem auch nicht zeitweilig ein Wurstdarm oder eine sonstige Um- schliessung angewendet wird. Würste, deren Brät durch kochendes Wasser verfestigt ist, sind bekannt. Man hat auch schon ungebrühte Wurst (Dauerwurst) ohne Haut (Darm- oder Kunstdarm) hergestellt, indem man geformte Wurstmasse (Brät) einer Trocknung und anschliessend der Räucherung in üblicher Weise unterzog.
Es ist aber, auch bei Benutzung besonderer Hohlformen, nicht gelungen, eine zusammenhaltende Roh-Dauerwurst hautlos zu erzeugen. Davon abge sehen konnte solche Wurst nur absatzweise, aber nicht fortlaufend hergestellt werden. Die anschliessende Räucherung im aufsteigenden Rauchinder gewohnten Räucherkammer mit nur grob regelbarer Temperatur hat sich bei einer Ware ohne Abbindeschnüre, die nicht in ihrer Haut hängend bearbeitet werden kann, ebenfalls nur unter starken Verlusten durchführen lassen.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass die Herstellung hautloser Dauerwurst gelingt, wenn aus der Wurstmaschine austretende Wurstmasse (Brät) in einem an den Auslauf der Wurstmaschine angesetz ten, innen polierten konischen Rohr durchgehend ver festigt wird, an dessen Ausgang der verfestigte Strang mit Hilfe einer an sich bekannten, automatisch arbei tenden Ablängvorrichtung zerschnitten und die Ab schnitte schliesslich auf Rosten oder Förderbändern liegend in eine Räucherkammer eingeführt werden, in der die Abschnitte in einem waagrecht durchge leiteten Rauch-Luftgemisch geräuchert und hierdurch bis zur ausreichenden Verfestigung gleichmässig ge trocknet werden.
Die Zeichungen zeigen beispielsweise schematisch und teilweise im Schnitt bevorzugte Ausführungsbei spiele von Vorrichtungen zur Ausübung des Verfah rens der Erfindung. In der Zeichnung ist: Fig. 1 die Seitenansicht einer Zusatzvorrichtung zur Wurstspritze, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Zusatzvorrichtung zur Wurstspritze, Fig. 3 die Stirnansicht gegen die Auslaufseite der Düse einer Zusatzvorrichtung zur Wurstspritze, Fig. 4 eine Seitenansicht des Eingangs der Trocken- und Räucherkammer,
Fig. 5 ein Schnitt durch die Trocken- und Räucher kammer (Ebene A-B), Fig. 6 ein Schnitt durch die Trocken- und Räucher kammer (Ebene C-D).
Das Wesentliche dieser Maschine ist eine der ge wünschten Form entsprechende, sich nach dem Ende zu verjüngende, innen plan geschliffene Spritzdüse sowie die damit verbundene automatisch arbeitende Ablängvorrichtung.
Das gepresste Dauerwurstbrät wird sofort nach dem Austritt aus der Spritzdüse 1 durch ein senk recht zu deren Längsachse auf einer Welle angebrach tes, im Betrieb eine Kreisbewegung ausführendes Mes ser 2 auf die gewünschte, gleichmässige Länge ab geschnitten. Die Gleichmässigkeit wird dadurch er reicht, dass das Messer kurz vor der Spritzdüse von der sich weiter drehenden Welle ausgekuppelt wird, somit anhält und erst nachdem die gewünschte Wurst länge herausgespritzt ist, der Wurstanfang auf der Transporteinrichtung 3 über eine Kontaktrolle 4 läuft und dadurch das Messer elektromagnetisch wieder eingekuppelt wird. Der nächste Schnitt erfolgt darauf hin sehr schnell und sauber, ohne Abreissen.
Das sofort nachstossende Brät kann ungehindert austreten, solange das Messer seinen Kreis beschreibt, um an seine Ausgangsstellung vor der Düse zu gelangen.
Die abgelängten Würste laufen über das Förder band 3 sofort auf Roste und kommen auf diesen in die Trocken- und Räucherkammer (Fig. 4-6).
Wesentlich für diese Vorrichtung ist eine Tren nung des Raucherzeugers oder Ofens 5 vom Rauch Luft-Mischkasten mit Gebläse 6 und der Trocknungs- und Räucherkammer 7 einerseits sowie eine Verbin dung von mechanischer, zunächst getrennter Luft- ansaugung, Rauchansaugung, Michung von Rauch und Luft, Benutzung dieser Mischung zur Tempera turregelung und Räucherung, und reguliertes Ent- weichenlassen eines Teiles der Rauch-Luftgemisches ins Freie andrerseits.
Ferner ist für die Vorrichtung wesentlich, dass das Rauch-Luftgemisch nicht, wie bei den bekannten Räuchervorrichtungen der Rauch unten eintritt und oben abzieht, sondern in der Ebene der Drahtroste, Horden oder Förderbänder, also grundsätzlich seit lich eingeblasen wird und in derselben Ebene abge saugt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung besteht aus einem Raucherzeuger 5, in dem in üblicher Weise starken Rauch abgebende Hölzer, beispielsweise Bu chenspäne verbrannt werden, einem Rauch-Luft- mischkasten 6 und einer doppelwandigen Trock- nungs- und Räucherkammer 7 aus Eisenblech. Beide Innenwände sind aus Lochblech. Die Hohlräume 8 beider Doppelwände sind voneinander getrennt. Räucherkammer und Rauch-Luftmischkasten sind durch ein Zuluftrohr 9 und ein Absaugrohr 10 ver bunden.
Vom Ofen 5 wird der Rauch durch ein Rohr 5a und die Frischluft durch eine Luftklappe 11 in den Rauch-Luftmischkasten 6 mittels eines Ventilators gesaugt, und miteinander verwirbelt.- Das Mischver hältnis kann durch Klappen geregelt werden. Dieses Rauch-Luftgemisch wird nun durch den Ventilator über das Zuluftrohr in eine der Döppelwände 8 ge drückt. Im Zuluftrohr 9 befindet sich eine Elektrohei zung, die über einen in der Kammer angebrachten Thermostat für die Einhaltung einer gewünschten Minimal- und Maximaltemperatur sorgt.
Durch die einseitige Lochwand von 8 tritt nun das Rauch-Luftgemisch wadgrecht in die Kammer ein, streicht an den auf Horden oder Förderbändern gelagerten hautlosen Dauerwürsten vorbei und wird durch die tandere Lochwand über das Absaugrohr 10 abgezogen. Im Absaugrohr befindet sich eine Klappe 12, durch die ein gewünschter Teil des Rauch-Luft- gemisches ins Freie abgeleitet wird, und der andere Teil wieder im Rauch-Luftmischkasten 6 einem neuen Gemisch beigemengt wird.
Die stranggpressten hautlosen Dauerwürste blei ben auf den Horden, Rosten oder Bändern so lange in der wie vorstehend mit Rauch-Luftgemisch be schickten Trocknungs- und Räucherkammer, bis sie hinreichend durchgeräuchert und zugleich so stark durchgetrocknet sind, dass sie entnommen und ver packt werden können, ohne zu reissen oder zu bre chen. Dies dauert in der Regel 3 - 4 Tage und die Dauer bestimmt sich insbesondere nach dem Durch messer der Dauerwürste.
Die Verpackung erfolgt in an sich bekannte Weise beispielsweise in Verpak- kungen, jedoch mit der Massgabe, dass diese Um- schliessung sich nicht hautartig fest an die Dauer würste anschliesst, sondern diese aus der Verpackung einzeln und unzusammenhängend, hautlos, genuss- fertig entnommen werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung hautloser Dauerwurst, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Wurstma schine austretende Wurstmasse in einem an den Aus lauf der Wurstmaschine angesetzten, innen polierten konischen Rohr durchgehend verfestigt wird, an des sen Ausgang der verfestigte Strang mit Hilfe einer automatisch arbeitenden Ablängvorrichtung zer schnitten und die Abschnitte schliesslich auf Rosten oder Förderbändern liegend in eine Räucherkammer eingeführt werden, in der die Abschnitte in einem waagrecht durchgeleiteten Rauch-Luft-Gemisch ge räuchert und hiedurch bis zur ausreichenden Ver festigung gleichmässig getrocknet werden.
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| DEB0066903 | 1962-04-19 |
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| CH483863A CH413636A (de) | 1962-04-19 | 1963-04-16 | Verfahren zur Herstellung hautloser Dauerwurst |
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1963
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