Abgrateinrichtung für stumpfgeschweisste Profilstäbe, insbesondere Eisenbahnschienen Die Erfindung betriffteine Abgrateinrichtung für stumpfgeschweisste Profilstäbe, insbesondere Eisen bahnschienen.
Die Lauffläche von Eisenbahnschienen ist im Be trieb einer Abnutzung unterworfen. Deshalb ist die zwischen der Basis des Schienenfusses und der Ober seite des Schienenkopfes gemessene Höhe gebrauch ter Schienen je nach der Dauer und Intensität des Gebrauchers verschieden. Beim Zusammenschweissen gebrauchter und neuer Schienen oder gebrauchter Schienen untereinander werden die Schienen so aus gerichtet, dass ihre Laufflächen miteinander fluchten.
Beim Abgraten des Schweissgrates an der Lauffläche stumpfgeschweisster Schienen musste das Abgratmes- ser bisher jeweils auf die Schienenhöhe eingestellt und von Schweissstelle zu Schweissstelle nachgestellt wer den.
Die Erfindung bezweckt eine Abgrateinrichtung zu schaffen, bei welcher das Abgratmesser automa tisch auf die jeweilige Höhe der Lauffläche der Schiene eingestellt und in, dieser Stellung arretiert wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung hat ein Ab gratmesser, welches mittels eines Stellmotors in Zu stellrichtung verschiebbar ist, einen parallel zur Zu stellrichtung des Abgratmessers verschiebbaren Füh ler, welcher einer in der Zustellrichtung des Messers wirkenden Kraft unterworfen und dazu bestimmt ist, an derselben Seite das abzugratenden Profilstabes anzuliegen wie das Messer, und ein von der Lage des Fühlers relativ zum Messer abhängiges Steuerorgan für den Stellmotor, welches bei jeder Verschiebung des Fühlers eine gleiche Verschiebung des Abgrat- messers bewirkt und das Abgratmasser arretiert,
wenn dessen Schneidstelle in Richtung der Schneid bewegung mit der am Profilstab anliegenden Stelle des Fühlers fluchtet. In ;der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in dessen für den vorliegen den Zusammenhang wesentlichen Teilen dargestellt. Die einzige Figur zeigt schematisch, teils im Schnitt, eine Abgrateinrichtung für stumpfgeschweisste Eisen bahnschienen.
Die dargestellte Einrichtung hat einen Führungs- teil 1, welcher an einem (nicht dargestellten) Maschi nengestell, am Maschinengestell einer Stumpfschweiss- maschine oder an deren Stauchschlitten befestigt ist. Am Führungsteil 1 ist e,in Träger in Richtung des Doppelpfeilers 3 verschiebbar gelagert.
Der Träger 2 trägt einen Zylinder 4, an dessen unterem Ende ein Abgratmesser 5 befestigt ist, wel ches dazu dient, den Schweissgrat 6,an ider Lauffläche der Schiene 7 abzugraten. Der Zylinder 4 enthält einen Kolben 8, der durch :eine Kolbenstange 9 mit ,dem Führungsteil 1 fest verbunden ist.
Der dem Abgratmesser 5 abgewandte (obere) Zylinderraum 41 steht durch einen durch idie Kolbenstange 9 hindurch führenden Kanal mit einer Leitung 10 in Verbindung. Am anderen (unteren) Zylinderraum 42 ist eine Lei tung 11 angeschlossen.
Ausserdem trägt der Träger 2 eine Führung 12, in welcher ein Fühler 13 parallel zur Richtung dies Doppelpfeiles 3 verschiebbar äst. Der Fühler 13 steht unter der Wirkung einer Druckfeder 14, welche par allel zur Zustellrichtung des Abgratmessers 5 wirkt und zwischen einem Bund 131 und dem oberen Teil der Führung 12 abgestützt ist. Der Fühler 13 hat am unteren Ende eine drehbare Laufrolle 15, welche an den Kopf der Schiene 7 gedrückt ist und am anderen Ende eine konische Verjüngung 16.
Der Träger 2 trägt ausserdem einen nur symbolisch dargestellten Zweiwegumschalter 17, dessenbeweglicherKontaktmit 170 und dessen beide je einem der Schaltwege zuge ordneten Kontakte mit 171 und 172 bezeichnet sind. Der Kontakt 170 ist mit einer drehbaren Rolle ver bunden, welche unter der Wirkung einer (nicht darge stellten) Druckfeder gegen die Verjüngung 16 des Fühlers 13 gedrückt ist. In der dargestellten Ruhelage berührt der Kontakt 170 keinen der Kontakte 171 und 172.
Der Kontakt 170 befindet sich in dieser Ruhelage, wenn,die Schneidstelle ides Abgratmessers 5 in der Schneidrichtung 27 mit dem die Schiene berührenden Teil der .Lauffläche der Rolle 15 fluch tet.
Die Leitung 10 ist durch ein Ventil 18 mit einer öldruckleitung 19 und durch ein Ventil 20 mit einer Entlastungsleitung 21 verbunden. In entsprechender Weise ist die Leitung 11 durch ein Ventil 22 mit der öldruckleitung 19 und durch .ein Ventil 23 mit der Entlastungsleitung 21 verbunden. Zur Erzeugung des Öldruckes dient eine Pumpe 24. Ein Überdruckventil 25 sorgt für einen konstanten Öldruck in der Leitung 19.
Die Ventile 18, 20, 22 und 23 sind je durch ein Solenoid elektrisch steuerbar und in Ruhelage (bei nicht erregtem Solenoid) geschlossen.
Die Solenoide der Ventile 20 und 22 sind parallel geschaltet und liegen in Reihe mit einer Stromquelle 26 und den Kontakten 170 und 171. Die Solenoide der Ventile 18 und 23 sind ebenfalls parallel ge schaltet. Sie liegen in Reihe mit der Stromquelle 26 und den Kontakten 170 und 172.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrich tung ist folgende: In der in der Zeichnung (darge stellten Ruhelage des Schalters 17 befindet sich das Abgratmesser 5 auf derselben Höhe wie die Rolle 15 des Fühlers 13, so dass die Schiene 7 einwandfrei an ihrem Kopf abgegratet wird, wenn sie in der Richtung des Pfeiles 27 bewegt wind. Da sämtliche Ventile 18, 20, 22, 23 geschlossen sind, und das Öl in den Zylin derräumen 41 und 42 inkompressibel ist, kann das Messer 5 dem Schweissgrat 6 nicht ausweichen, es ist fest in der richtigen Höhenlage gehalten.
Kommt ein Schienenstück mit geringerer Höhe zur Entgratung, so geht der Fühler 13 nach unten. Dadurch wird der Kontakt 170 in der Zeichnung nach links bewegt, wodurch der Stromkreis ider Sole noide der Ventile 20 und 22 geschlossen wird, so dass diese Ventile geöffnet werden. Aus der Drucköl leitung 19 wird öl durch das geöffnete Ventil 22 in den Zylinderraum 42 gedrückt, während Öl aus dem Zylinderraum 41 durch die Leitung 10 und das geöff nete Ventil 20 in die Entlastungsleitung 21 fliessen kann.
Dadurch gehen der Zylinder 4 und damit der Träger 2, das Abgratmesser 5 und der Schalter 17 nach unten, wobei die Rolle des Schalters 17 in Richtung auf die Basis des Konus 16 läuft, sich td'a- durch in der Zeichnung nach rechts verschiebt und in die Ruhelage gelangt, sobald die Schneidstelle des Abgratmessers 5 in der Schneldrichtung 27 mit dem die Schiene berührenden Teil der Rolle 15 fluchtet.
Wenn der Schalter 17 seine Ruhelage eingenommen hat, schliessen die Ventile 20 und 22 wieder, so dass das Entgratungsmesser in der der neuen Schienenhöhe angepassten Lage fixiert ist.
Kommt ein Schienenstück mit grösserer Höhe zur Entgratung, so geht in entsprechender Weise der Fühler 13 nach oben, die Kontakte 170 und<B>172</B> schliessen, die Ventile 18 und 23 werden geöffnet, Öl wird in den Zylinderraum 41 gedrückt und aus dem Zylinderraum 42 abgelassen, der Träger 2 geht nach oben, bis die Schneid-- des Abgratmessers 5 die durch die Schienenhöhe vorbestimmte Lage erreicht hat, woraufhin die Ventile 18 und 23 geschlossen werden und das Abgratmesser 5 in der neuen Höhenlage fi xiert ist.
Auf diese Weise wird das Abgratmesser automa tisch stets in die der tatsächlichen Schienenhöhe ent sprechende Angriffsstellung gebracht und in dieser Stellung fixiert, so dass die Lauffläche der Schiene unabhängig von der Schienenhöhe einwandfrei abge- gratet wird.
Da die Feder 14 am Träger 2 abgestützt ist, wird der Fühler 12 unabhängig von der jeweiligen Schie nenhöhe jeweils mit derselben Kraft an die Laufflä che der Schiene 7 gedrückt, abgesehen von den kurzen Zeiten, während .denen die Regelung stattfin det.
An Stelle der Zylinder-Kolben-Einheit 4, 8 kann in äquivalenter Weise ein Elektromotor mit einer Wendevorrichtung verwendet werden, der eine selbst hemmende Gewindespindel zum Verschieben des Ab gratmessers antreibt, wobei der Motorantrieb und die Wendevorrichtung durch den Schalter 17 zu .steuern sind.
Die Ventile 18, 20, 22 und 23 können auch pneu matisch gesteuert sein, wobei der Schalter entweder zusätzliche Druckluftventile steuern oder selbst ein Druckluftschalter sein kann.
Die beschriebene Einrichtung kann als selbstän dige Einheit ausgeführt werden, wobei die Schiene 7 beispielsweise auf einer Rollenbahn in Richtung des Pfeiles 27 bewegt wird.
Die Einrichtung kann auch in eine Stumpf schweissmaschine eingebaut werden, und zwar entwe der in deren feststehenden Teil oder in deren Stauch schlitten, wobei .die Schiene zum Abgraten in bezog auf die Einrichtung bzw. die Einrichtung in bezog auf die Schiene durch Antrieb des Stauchschlittens oder durch eine besondere Antriebsvorrichtung in Rich tung des Pfeiles 27 verschoben werden kann.