Vorrichtung zur Zahn- und Kieferregulierung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zahn- und Kieferregulierung mit einer oberen und einer unteren Kieferplatte, die dazu bestimmt sind, am zugehörigen Kiefer eines menschlichen Gebisses befestigt zu werden sowie Mittel zum Verbinden der beiden Kieferplatten an jeder Längsseite der Platten.
Bei der Zahn- und Kieferregulierung besteht das Hauptproblem darin, den Unterkiefer bei Vor- oder Rücklage, sowie bei seitlichen Abweichungen wieder in die normale Position zu bringen. Die zur Lösung dieses Problems in der Fachliteratur gemachten Vorschläge besitzen jedoch den Mangel, dass die Bisslage des Unterkiefers am Patienten nicht direkt eingestellt werden kann, sondern zuerst am Patienten ein Abdruck abgenommen werden muss.
Die beiden Platten von Ober- und Unterkiefer werden dann im zahntechnischen Laboratorium in einem langwierigen Arbeitsprozess durch eine Drahtschlinge usw. miteinander verbunden.
Die endgültige Feineinstellung des Apparates wird am Patienten durch entsprechendes Zurechtbiegen der Drahtschlingp erreicht, wozu grosse Übung, Erfahrung und ein gewisser Zeitaufwand notwendig sind. Ausserdem fördert ein mehrfaches Biegen des Drahtes dessen Bruchneigung, ferner führt die dauernde wechselnde Belastung der Verbindungsdrähte (am Tage Tausende von Schwingungen) sehr leicht zum Drahtbruch an den Fixierungsstellen in den Kunststoffplatten. Da eine Reparatur am Patienten nicht möglich ist, müssen wieder neue Abdrücke hergestellt und im Laboratorium neue Verbindungsfedern angefertigt werden.
Die Erfindungsaufgabe besteht nun darin, diese Mängel zu beheben und eine Vorrichtung zu schaffen, die in erster Linie folgende Eigenschaften aufweist:
1. der äusserst schwierige Vorgang der Unterkie fereinstellung soll so einfach wie möglich sein, so dass auch der allgemein tätige Zahnarzt diese Einstellung in kurzer Zeit und innerhalb seiner Praxis exakt vornehmen kann;
2. eine nachträgliche Korrektur der Lage des Unterkiefers, welche immer wieder notwendig ist, soll schnell und leicht auf Bruchteile von Millimetern genau durchführbar sein;
3. eine Reparatur der Verbindungsspange soll ohne besonderen Zeit- und Kostenaufwand am Patienten, d. h. im Operationsstuhl, vorgenommen werden können.
Erfindungsgemäss sind bei der Vorrichtung zur Zahn- und Kieferregulierung die Verbindungsmittel zwecks Einstellung und Korrektur der Lage des Unterkiefers verstell- und arretierbar sowie auswechselbar eingesetzt.
Durch diese Verbindungsmittel ist erreicht, dass ohne nennenswerten zeitlichen und materialmässigen Aufwand eine fehlerlose Einstellung der Unterkieferplatte nach Öffnung der Arretierung durch den Unterkiefer des Patienten selbst möglich ist. Ferner kann der Unterkiefer nachträglich sehr einfach und schnell, d. h. mit wenigen Handgriffen und trotzdem sehr exakt in seiner Lage korrigiert werden, wobei auch hier nach Öffnen der Arretierung an der Unterkieferplatte die Korrektur durch den Unterkiefer des Patienten selbst erfolgen kann.
Schliesslich ist es möglich, bei Bruch eines zweckmässig als Verbindungsmittel vorgesehenen Spangendrahtes die Reparatur der Spange unmittelbar am Patienten, d. h. praktisch ohne Zuhilfenahme eines zahntechnischen Laboratoriums, vorzunehmen, indem einfach bei gelösten Arretierungen die unbrauchbare Spange her ausgenommen und eine neue vorgefertigte Spange eingesetzt wird.
Als Halterung für die zweckmässigerweise vorgesehenen Spangen können die in die Platte eingesetzten Halterungen eine Bohrung besitzen, in welche die vorteilhafterweise mit Gewinde versehenen Drahtenden eingesetzt und auf beiden Seiten der Halterung durch Muttern sowohl fixiert als auch nachgestellt werden können. Dieses Verstellen und Einstellen durch Drehen der Gewindemuttern ergibt sehr genaue Verstellmöglichkeiten, hat jedoch den Mangel, dass die Handhabung, insbesondere das Drehen der Gewindemuttern, in der Praxis als zeitraubend empfunden wird, wobei auch die Herstellung der Gewinde auf den Enden des dünnen Spangendrahtes und der Muttern einen gewissen Herstellungsaufwand bedeutet.
Es wird daher als Halterung für die Verbindungsspangen ein Klemmstück bevorzugt, welches zur Aufnahme des Spangendrahtes eine Führungsöffnung besitzt, in welcher der eingelegte Spangendraht durch eine von aussen schraubbare Senkschraube mit der Halterung kraftschlüssig durch Klemmwirkung verbindbar ist. Durch diese Ausführung kann nunmehr bei gelöster Schraube die Spange durch einfaches Verschieben in der Führungsöffnung verstellt werden, wobei die Fixierung der Spangenlage durch die Klemmung völlig ausreichend ist.
Da über einen wesentlichen Teil der Behandlungszeit die eingestellten Zug- oder Druckkräfte durch die Verbindungsspange auf die Unterkieferplatte übertragen werden müssen, wobei sich diese Kräfte am Oberkiefer abstützen, ist die übliche, nach allen Seiten elastische Verbindungsspange als Verbindungsvorrichtung zwischen Ober- und Unterkieferplatte nur bedingt geeignet. Um diesen Mangel zu beseitigen muss noch zweckmässig berücksichtigt werden, dass die Bewegung des Unterkiefers nicht ausschliesslich nach einem Kreisbogen, sondern so verlaufen, dass beim Öffnen in einem ersten Abschnitt Ober- und Unterkiefer noch nahezu parallel zueinander stehen und dann erst eine nach unten verlaufende kreisbahnähnliche Drehbewegung nach unten erfolgt.
Um diese Nachteile zu beseitigen, gestaltet man die Verbindungsmittel zweckmässig derart, dass diese je einen an der Oberkieferplatte und an der Unterkieferplatte angebrachten Bügelteil aufweisen, die durch ein Gelenk miteinander verbunden sind, derart, dass die Kieferplatten sich parallel zueinander weder verdrehen noch verschieben können, sich dagegen in zueinander senkrechter Ebene sowohl gegeneinander verdrehen wie auch um eine Strecke gegeneinander verschieben können, so dass die Bewegungsfreiheit des Gelenkes mindestens annähernd derjenigen des Unterkiefers gegen den Oberkiefer entspricht.
Die technische Verwirklichung dieses Grundprinzips kann auf verschiedene Weise erfolgen, wobei die praktische Brauchbarkeit der Ausführung voraus setzt, dass die verwendeten Mittel den bei der Zahntechnik gestellten Forderungen, insbesondere nach möglichst geringem Raumbedarf und absoluter Funktionssicherheit bei einfacher Ausführung, erfüllt sind. Zu diesem Zweck kann der an der Oberkieferplatte befestigte Bügelteil als Gelenkteil eine mindestens annähernd senkrechte zur Oberkieferplatte verlaufende Führungsöffnung aufweisen, in welcher der andere eine Querachse aufweisende Gelenkteil verschiebbar geführt ist.
Eine sehr einfache und billig herzustellende Ausführung ergibt sich z. B., wenn die Führungsöffnung aus einer aus dem Ende des Bügeldrahtes geformten Führungsschleife besteht, in welcher das zu einer waagrechten Querachse gebogene Ende des anderen Bügeldrahtes geführt ist, wobei die Querachse zu beiden Seiten der Führungsschleife mit je einer an der Führungsschleife anliegenden Anschlagscheibe versehen ist. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel weist der an der Oberkieferplatte befestigte Bügelteil als Gelenkteil zwei mit Abstand voneinander angeordnete Führungsschlitze auf, wobei beide Enden der Schlitze geschlossen sind und diese zur Führung einer Querachse des anderen Gelenkteiles dienen, und wobei der andere Bügelteil zwischen den beiden Führungsschlitzen angeordnet ist.
Dieses Ausführungsbeispiel ist insbesondere dann zu bevorzugen, wenn der feste Gelenkteil aus Kunststoff bestehen soll.
Bei der Gestaltung und Anordnung des beispielsweise vorgesehenen Gelenkes im Verbindungsbügel wurde die bei der ursprünglichen Verbindungsspange vorhandene Federwirkung nicht mehr in Betracht gezogen, weil sie die Öffnungsbewegung des Unterkiefers erschwert und durch das vorliegende Gelenk in kinematischer Beziehung weitgehend überholt ist.
Dadurch ist dann auch die Bruchgefahr der mit der Ober- und Unterkieferplatte verbundenen Bügelteile wesentlich verringert, wodurch die Behandlung des Patienten ebenfalls vereinfacht ist.
Durch die zweckmässige Anordnung und Ausbildung des Gelenkes ist auch die Tatsache weitgehend berücksichtigt, dass die Kieferbewegungen bei den einzelnen Menschen, insbesondere bezüglich der Länge des parallelen Abhubes und des Verlaufes der kreisbahnähnlichen Kieferbewegungen, individuell verschieden sind. Die Gelenkausbildung ermöglicht in einfacher Weise eine Anpassung an die jeweils vorliegenden Gegebenheiten.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt:
Fig. 1 ein Anordnungsschema der Verbindungsspange in vergrösserter Darstellung
Fig. 2 ein Anwendungsbeispiel für die Regulierung des Unterkiefers
Fig. 3 einen Schnitt durch die Halterung des Spangndrahtes in vergrösserter Darstellung
Fig. 4 eine Ansicht des kompletten Zwischengelenkes bei Schliesslage der Kiefer
Fig. 5 den Schnitt der Figur 4 in Pfeilrichtung A
Fig. 6 weitere Öffnungsstellungen des Unterkie fers
Fig. 7 eine andere Ausbildung des Gelenkes
Fig. 8 eine Ansicht der Figur 7 in Pfeilrichtung B.
Die aus Stahldraht bestehende Verbindungsspange 1 ist zu einem federnden Bügel gebogen und an ihren Enden mit je einem Gewinde 2,3 versehen.
Diese Enden sind durch die Bohrung einer Halterung 4 bzw. 5 geschoben, welche in der oberen Platte 6 bzw. in der unteren Platte 7 befestigt ist. Zu beiden Seiten der Halterung sind Gewindemuttern 8,9 bzw.
10,11 auf den Gewinden der Verbindungsspange 1 schraubbar angeordnet'und dienen zum Fixieren bzw.
Nachstellen der Spange. Die obere und/oder die untere Platte können zwei- oder mehrteilig ausgebildet sein sind in der Regel jedoch einteilig ausgebildet.
Zur Befestigung in den Platten 6,7 sind die Halterungen 4,5 mit einem Ankerteil 12 versehen, welcher in eine Mulde 13 durch ein geeignetes Bindemittel, z. B. selbsthärtendem Kunststoff, eingekittet ist. Für die Halterung 4 wird z. B. ein kurzes Röhrchen verwendet, an welches der knopfförmige Ankerteil 12 angesetzt ist. Die Verbindungsspange 1 und die Halterungen 4 bzw. 5 sind an jeder Längsseite der Kiefernplatten vorgesehen.
Wie schon erwähnt, gestattet die Ausbildung der Verbindungsspange bei einem Bruch des etwa 1 mm starken Federdrahtes eine rasche Auswechslung gegen einen neuen Bügel, ohne dass neue Halterungen 4,5 eingesetzt werden müssen. Darüber hinaus ergeben sich jedoch noch weitere Vorteile, welche sich auf die für die Regulierungen notwendigen Einstellungen beziehen und die nachstehend näher erläutert sind.
Die Figur 2 betrifft die Korrektion der seitlichen Abweichungen des Unterkiefers nach rechts oder links. Der schraffierte Teil K entspreche dem mit der untern Platte in üblicher Weise verbundenen Unterkiefer, welcher in der durch Pfeile angedeuteten Weise verschoben werden soll. Zu diesem Zweck wird auf der linken Seite die Gewindemutter 10 und auf der rechten Seite die Mutter 11 gelockert bzw. zurückgeschraubt, so dass links die Mutter 11 und rechts die Mutter 10 nachgezogen werden kann. Dadurch ergibt sich die gewünschte Verschiebung des Unterkiefers, welche sich infolge der geringen Gewindesteigung an der Spange sehr genau dosieren lässt. In analoger Weise wird eine Korrektur nach der anderen Seite vorgenommen, wobei jeweils nach erfolgter Einstellung alle Gewindemuttern wieder festgezogen werden.
Soll der Unterkiefer vor- oder rückverlagert werden, so werden zur Vorverlagerung die beiderseitigen
Gewindemuttern 10 gelockert und die Muttern 11 nachgezogen, so dass die Platte 7 nach vorne geschoben wird. Die Rückverlagerung des Unterkiefers erfolgt sinngemäss in umgekehrter Weise.
Wie schon erwähnt, wird anstelle der in Figur 1 und 2 beispielsweise gezeigten Nachstell- und Arretiereinrichtung die in Fig. 3 dargestellte Halterung mit Klemmeinrichtung bevorzugt. Dabei besteht die Halterung für das Endstück 13 der Verbindungsspange aus einem etwa als Ellipsoid geformten Klemmstück 14, z. B. aus elastischem, nicht rostendem Stahl. Dieses Stück ist mit einem Querschlitz 15 versehen, der in einer Führungsöffnung 16 endigt, in welche die Spange eingeschoben ist. Senkrecht zum Schlitz 15 ist eine Senkkopfschraube 17 angeordnet, welche im unteren Teil des Klemmstücks schraubbar ist und beim Einschrauben eine Verengung der Führungsöffnung 16 bewirkt, so dass der Spangendraht mit der Halterung verklemmt wird. Gleichzeitig wird dabei der Schaft der Schraube 17 mit dem Gewinde im Klemmstück verspannt und ein ungewolltes Lösen der Schraube verhindert.
Zum Verstellen der Spangenlage in den gewünschten Richtungen wird die Klemmspannung durch Ausdrehen der Schraube so weit gemindert, dass sich der Spangenarm 13 in der Führungsöffnung verschieben lässt.
Auch diese Halterung kann durch Einkitten in der Kieferplatte befestigt werden.
Die Ausbildung der Spangenhalterung lässt sich gegenüber der gezeigten und beschriebenen Gestaltung abwandeln. So ist es z. B. denkbar, aus Fertigungsgründen die Führungsöffnung 16 nicht als Bohrung auszubilden, sondern die Weite des Schlitzes 15 gleich dem Durchmesser des Spangendrahtes zu machen und den Schlitz an seinem inneren Ende auszurunden. Ferner kann, um die Klemmwirkung auf den Spangendraht zu erhöhen, die Innenfläche der Führungsöffnung, oder das Ende des Spangendrahtes, oder beides, aufgerauht sein. Es ist auch denkbar, das Klemmstück 14 selbst zum Schraubenkopf auszubilden und damit den Spangendraht 13 in einer entsprechenden Vertiefung der Halterung kraftschlüssig zu verspannen.
In den Figuren 4 bis 8 sind Ausführungsbeispiele des in die Verbindungsvorrichtung eingesetzten Zwischengelenkes gezeigt.
In Figur 4 ist die mit OP) OP bezeichnete Oberkie- ferplatte am oberen Bügelteil 21 angebracht, während die Unterkieferplatte UP mit dem Bügelteil 22 verbunden ist. Das freie Ende des vorzugsweise aus Stahldraht bestehenden Bügelteils 21 ist zu einer nach unten führenden Schleife 23 geformt, welche den festen Gelenkteil bildet. Der bewegliche Gelenkteil am Bügelteil 22 besteht aus dem waagrechten Querzapfen 24, welcher in der Führungsschleife 23 längsbeweglich und um seine Achse drehbar gelagert ist, wobei zwei Anschlagscheiben 25 ein Verdrehen des Querzapfens in der horizontalen Richtung verhindern.
Zur Beschreibung der Wirkungsweise des Gelenkes zeigt Fig. 4 die Schliesslage I und Fig. 6 die Öffnungslagen II und III des Unterkiefers UK . Die Anordnung der Verbindungsbügel ist so getroffen, dass sich in der Lage I die Gelenkachse 24 im oberen Ausgangsbereich der Führung 23 befindet. Bis zur Stellung II verläuft die Bewegung des Unterkiefers überwiegend parallel zum Oberkiefer, wobei die Achse 24 in der Führung 23 um die gleiche Distanz wie der Unterkiefer nach unten verlagert wird. Anschliessend bewegt sich der Unterkiefer bis zur Maximalöffnungslage III etwa in einer Kreisbahn. Dieser Bewegung folgt der Bügelteil 22 durch eine Drehung um die Querachse 24. Die Schliessbewegung des Unterkiefers verläuft analog in umgekehrter Reihenfolge, also zuerst Kreisbewegung, dann Übergang zu Parallelbewegung.
Bei allen diesen Bewegungsarten treten in den Einspannstellen 26, 27 für die Bügelteile 21, 22 keine zusätzlichen, die Korrekturmassuahmen störenden Zug- oder Druckkräfte auf, da das Gelenk 23, 24 die der natürlichen Kieferbewegung entsprechenden Freiheitsgrade der Bügelteile 21, 22 zulässt. Andererseits stützt sich der Bügelteil 22 über die Achse 24 am festen Gelenkteil 23 in den Pfeilrichtungen H bzw. V ab, wenn an der unteren Kieferplatte UP eine den Kiefer nach hinten bzw. vorne verlagernde Kraft angesetzt wird. Da die Achse 24 in horizontaler Richtung nicht ausschwenken kann, lassen sich auch solche Kräfte an der Führung 23 abstützen, welche zur Korrektur von seitlichen Kiefer abweichungen einseitig wirkend an der Unterkieferplatte angesetzt werden.
Bei der in Fig. 7 und 8 gezeigten Gelenkausbildung besteht der feste Gelenkteil aus einem Führungskörper 29, welcher mit dem Bügelteil 21 verbunden ist und einen unten geschlossenen Längsschlitz 30 besitzt. In diesem ist als beweglicher Gelenkteil der mit dem unteren Bügelteil 22 verbundene waagrechte Zapfen 31 längsverschiebbar und um seine Achse drehbar geführt. In einem weiteren Längsschnitt 32, welcher gegen den Schlitz 30 um 900 versetzt angeordnet ist, bewegt sich der Bügelteil 22, wobei die Führungsschlitze 30 und 32 zugleich ein Ausschwenken des Zapfens 31 in horizontaler Richtung verhindern.
Die Gelenkausbildung nach Fig. 7 und 8 ergibt die gleichen Wirkungen wie diejenigen nach Fig. 4 und 5.
Device for tooth and jaw regulation
The invention relates to a device for tooth and jaw regulation with an upper and a lower jaw plate which are intended to be attached to the associated jaw of a human set of teeth and means for connecting the two jaw plates on each longitudinal side of the plates.
The main problem with adjusting the teeth and jaw is to bring the lower jaw back into its normal position when lying forwards or backwards, as well as with lateral deviations. However, the suggestions made in the specialist literature to solve this problem have the deficiency that the bite position of the lower jaw cannot be set directly on the patient, but rather an impression must first be taken on the patient.
The two plates of the upper and lower jaw are then connected to one another in the dental laboratory in a lengthy work process using a wire loop etc.
The final fine adjustment of the device is achieved on the patient by correspondingly bending the wire loop, which requires great practice, experience and a certain amount of time. In addition, multiple bending of the wire promotes its tendency to break, and the constant changing load on the connecting wires (thousands of vibrations per day) easily leads to wire breakage at the fixing points in the plastic plates. Since a repair on the patient is not possible, new impressions must be made and new connecting springs made in the laboratory.
The task of the invention is to remedy these deficiencies and to create a device that primarily has the following properties:
1. the extremely difficult process of lowering the lower jaw should be as simple as possible so that the general dentist can make this adjustment in a short time and precisely within his practice;
2. A subsequent correction of the position of the lower jaw, which is always necessary, should be able to be carried out quickly and easily with an accuracy of fractions of a millimeter;
3. A repair of the connecting brace should be done without any special expenditure of time and money on the patient, i. H. in the operating chair.
According to the invention, in the device for regulating teeth and jaws, the connecting means are used to adjust and correct the position of the lower jaw so that they can be adjusted, locked and replaced.
By means of these connecting means it is achieved that an error-free adjustment of the lower jaw plate is possible without significant expenditure in terms of time and material after the locking device has been opened by the patient's lower jaw. Furthermore, the lower jaw can subsequently be adjusted very easily and quickly, i. H. can be corrected in its position with just a few movements and nevertheless very precisely, and here too, after opening the lock on the lower jaw plate, the correction can be made by the patient's lower jaw himself.
Finally, if a brace wire, which is expediently provided as a connecting means, breaks, the brace can be repaired directly on the patient. H. practically without the aid of a dental laboratory, simply by removing the unusable clasp when the locks are released and inserting a new, prefabricated clasp.
As a holder for the brackets expediently provided, the brackets inserted in the plate can have a bore into which the wire ends, which are advantageously provided with thread, can be inserted and both fixed and readjusted on both sides of the bracket by nuts. This adjustment and setting by turning the threaded nuts results in very precise adjustment options, but has the drawback that the handling, in particular turning the threaded nuts, is perceived as time-consuming in practice, with the production of the thread on the ends of the thin clasp wire and the Nuts means a certain manufacturing effort.
A clamping piece is therefore preferred as a holder for the connecting clasps, which has a guide opening for receiving the clasp wire, in which the inserted clasp wire can be positively connected to the holder by a clamping effect by means of a countersunk screw that can be screwed from the outside. With this design, when the screw is loosened, the clasp can now be adjusted by simply sliding it in the guide opening, the fixing of the clasp position by the clamping being completely sufficient.
Since the set tensile or compressive forces have to be transmitted through the connecting brace to the lower jaw plate over a substantial part of the treatment time, with these forces being supported on the upper jaw, the usual, on all sides elastic connecting brace is only partially suitable as a connection device between the upper and lower jaw plate . In order to remedy this deficiency, it must be taken into account that the movement of the lower jaw does not only follow an arc of a circle, but rather that, when opening, the upper and lower jaws are almost parallel to one another in a first section, and only then do a downward circular path-like movement Rotation downwards takes place.
In order to eliminate these disadvantages, the connecting means are expediently designed in such a way that they each have a bracket part attached to the upper jaw plate and to the lower jaw plate, which are connected to one another by a joint, in such a way that the jaw plates can neither twist nor shift parallel to one another, on the other hand, they can both twist against each other in a plane perpendicular to one another and shift against one another by a certain distance, so that the freedom of movement of the joint at least approximately corresponds to that of the lower jaw against the upper jaw.
The technical implementation of this basic principle can take place in various ways, whereby the practical usability of the design assumes that the means used meet the requirements of dental technology, in particular for the smallest possible space requirement and absolute functional reliability with a simple design. For this purpose, the bracket part fastened to the upper jaw plate can have as a joint part an at least approximately perpendicular guide opening to the upper jaw plate, in which the other joint part having a transverse axis is displaceably guided.
A very simple and inexpensive to manufacture version results, for. B., if the guide opening consists of a guide loop formed from the end of the bracket wire, in which the end of the other bracket wire bent to a horizontal transverse axis is guided, the transverse axis being provided on both sides of the guide loop with a stop disc resting on the guide loop . In another embodiment, the hinge part attached to the upper jaw plate has two spaced guide slots as the hinge part, both ends of the slots being closed and these serving to guide a transverse axis of the other hinge part, and the other hinge part being arranged between the two guide slots .
This exemplary embodiment is particularly preferable when the fixed joint part is to be made of plastic.
In the design and arrangement of the joint provided for example in the connecting bracket, the spring action present in the original connecting bracket was no longer taken into account because it makes the opening movement of the lower jaw more difficult and is largely overtaken in kinematic relation by the present joint.
As a result, the risk of breakage of the bracket parts connected to the upper and lower jaw plates is then also significantly reduced, which also simplifies the treatment of the patient.
The practical arrangement and design of the joint also largely takes into account the fact that the jaw movements of the individual people, in particular with regard to the length of the parallel lift and the course of the circular orbit-like jaw movements, are individually different. The joint design enables an adaptation to the prevailing circumstances in a simple manner.
Exemplary embodiments of the invention are shown in the drawing.
It shows:
1 shows an arrangement diagram of the connecting clasp in an enlarged representation
2 shows an application example for the regulation of the lower jaw
3 shows a section through the holder of the tension wire in an enlarged representation
4 shows a view of the complete intermediate joint with the jaws in the closed position
5 shows the section of FIG. 4 in the direction of arrow A.
Fig. 6 further opening positions of the lower jaw
Fig. 7 shows another design of the joint
8 shows a view of FIG. 7 in the direction of arrow B.
The connecting clasp 1 made of steel wire is bent into a resilient bracket and provided at each end with a thread 2, 3.
These ends are pushed through the bore of a holder 4 and 5, which is fastened in the upper plate 6 and in the lower plate 7, respectively. Threaded nuts 8,9 resp.
10, 11 arranged to be screwable on the threads of the connecting clasp 1 and serve to fix or
Adjusting the clasp. The upper and / or the lower plate can be constructed in two or more parts, but are usually constructed in one piece.
For fastening in the plates 6, 7 the brackets 4, 5 are provided with an anchor part 12, which is inserted into a trough 13 by a suitable binding agent, e.g. B. self-curing plastic is cemented. For the bracket 4 z. B. used a short tube to which the button-shaped anchor part 12 is attached. The connecting clasp 1 and the brackets 4 and 5, respectively, are provided on each longitudinal side of the pine plates.
As already mentioned, the design of the connecting clasp allows a quick exchange with a new bracket if the approximately 1 mm thick spring wire breaks, without having to use new brackets 4, 5. In addition, however, there are still other advantages that relate to the settings required for the adjustments and which are explained in more detail below.
FIG. 2 relates to the correction of the lateral deviations of the lower jaw to the right or left. The hatched part K corresponds to the lower jaw, which is connected to the lower plate in the usual way and which is to be displaced in the manner indicated by arrows. For this purpose, the threaded nut 10 is loosened or screwed back on the left side and the nut 11 on the right side so that the nut 11 can be tightened on the left and the nut 10 on the right. This results in the desired displacement of the lower jaw, which can be metered very precisely due to the low thread pitch on the brace. Correction to the other side is carried out in an analogous manner, with all threaded nuts being tightened again after each setting has been made.
If the lower jaw is to be shifted forwards or backwards, the two-sided ones are used to shift it forward
Loosened threaded nuts 10 and retightened nuts 11 so that plate 7 is pushed forward. The lower jaw is shifted back in the opposite way.
As already mentioned, instead of the adjusting and locking device shown in FIGS. 1 and 2, for example, the holder with clamping device shown in FIG. 3 is preferred. The holder for the end piece 13 of the connecting clasp consists of a clamping piece 14 shaped approximately as an ellipsoid, for. B. made of elastic, stainless steel. This piece is provided with a transverse slot 15 which ends in a guide opening 16 into which the clasp is inserted. A countersunk screw 17 is arranged perpendicular to the slot 15, which screw can be screwed into the lower part of the clamping piece and, when screwed in, causes a narrowing of the guide opening 16 so that the clasp wire is clamped to the holder. At the same time, the shaft of the screw 17 is braced with the thread in the clamping piece and an unintentional loosening of the screw is prevented.
To adjust the clasp position in the desired directions, the clamping tension is reduced by unscrewing the screw to such an extent that the clasp arm 13 can be moved in the guide opening.
This bracket can also be attached to the jaw plate by cementing it.
The design of the clasp holder can be modified from the design shown and described. So it is e.g. B. conceivable not to design the guide opening 16 as a bore for manufacturing reasons, but to make the width of the slot 15 equal to the diameter of the clasp wire and to round the slot at its inner end. Furthermore, in order to increase the clamping effect on the brace wire, the inner surface of the guide opening, or the end of the brace wire, or both, can be roughened. It is also conceivable to design the clamping piece 14 itself as a screw head and thus to clamp the clasp wire 13 in a force-locking manner in a corresponding recess in the holder.
In the figures 4 to 8 embodiments of the intermediate joint inserted into the connecting device are shown.
In FIG. 4, the upper jaw plate labeled OP) OP is attached to the upper bracket part 21, while the lower jaw plate UP is connected to the bracket part 22. The free end of the bracket part 21, which is preferably made of steel wire, is shaped into a downwardly leading loop 23 which forms the fixed joint part. The movable joint part on the bracket part 22 consists of the horizontal transverse pin 24, which is mounted longitudinally movable in the guide loop 23 and rotatable about its axis, two stop disks 25 preventing the cross pin from rotating in the horizontal direction.
To describe the mode of operation of the joint, FIG. 4 shows the closed position I and FIG. 6 shows the open positions II and III of the lower jaw UK. The connection brackets are arranged in such a way that, in position I, the hinge axis 24 is located in the upper exit area of the guide 23. Up to position II, the movement of the lower jaw runs predominantly parallel to the upper jaw, with the axis 24 in the guide 23 being shifted downward by the same distance as the lower jaw. The lower jaw then moves approximately in a circular path up to the maximum opening position III. This movement is followed by the bracket part 22 by rotating about the transverse axis 24. The closing movement of the lower jaw proceeds analogously in the reverse order, ie first circular movement, then transition to parallel movement.
With all these types of movement, no additional tensile or compressive forces that interfere with the corrective measures occur in the clamping points 26, 27 for the bracket parts 21, 22, since the joint 23, 24 allows the bracket parts 21, 22 to have the degrees of freedom corresponding to the natural jaw movement. On the other hand, the bracket part 22 is supported via the axis 24 on the fixed joint part 23 in the arrow directions H and V, when a force is applied to the lower jaw plate UP which shifts the jaw backwards or forwards. Since the axis 24 cannot pivot out in the horizontal direction, such forces can also be supported on the guide 23 which are applied to the lower jaw plate acting on one side to correct lateral jaw deviations.
In the case of the joint design shown in FIGS. 7 and 8, the fixed joint part consists of a guide body 29 which is connected to the bracket part 21 and has a longitudinal slot 30 closed at the bottom. In this, as a movable joint part, the horizontal pin 31 connected to the lower bracket part 22 is guided in a longitudinally displaceable manner and rotatable about its axis. In a further longitudinal section 32, which is arranged offset from the slot 30 by 900, the bracket part 22 moves, the guide slots 30 and 32 at the same time preventing the pin 31 from pivoting out in the horizontal direction.
The joint design according to FIGS. 7 and 8 produces the same effects as those according to FIGS. 4 and 5.