Bettflasche
Die Erfindung betrifft eine Bettflasche, die sich insbesondere zur Verwendung im Spitalbetrieb eignet.
Es sind Bettflaschen bekannt, die im wesentlichen kreiszylindrische Form aufweisen. Legt man derartige Bettflaschen mit ihren Mantelflächen auf eine ebene Fläche, z. B. eine Tischplatte, die nicht genau waagrecht verläuft, so besteht die Gefahr, dass die Bettflaschen abrollen.
Zwecks Vermeidung dieses Nachteiles wurden bereits Bettflaschen mit im wesentlichen dreieckigem ode. trapezförmigem Querschnitt verwendet. Diese Bettflaschen haben eine ausreichende Standsicherheit und passen sich ihren schrägen Seitenflächen auch gut dem zu erwärmenden menschlichen Körper an.
Sie sind jedoch mit dem grossen Nachteil behaftet, dass sie infolge ihrer Kanten Druckstellen am menschlichen Körper bewirken, insbesondere dann, wenn sich die Bettflasche unterhalb des Rückens des Patienten befindet.
Denselben Nachteil weisen die ebenfalls bekannten Bettflaschen mit rechteckigem, insbesondere quadratischem Querschnitt auf, die deswegen geschaffen wurden, um eine besondere Type eines Bett flaschem. wärmers verwenden zu können.
Es sind im Spitalbetrieb drei Typen von Bettflaschenwärmern bekannt, die sich in ihrem durch die Art der Wärmeübertragung bedingten konstruktiven Aufbau voneinander unterscheiden.
Bei einer dieser Typen handelt es sich um einen Apparat, der aus einem Blechkasten besteht ; durch dffnungen in demselben werden die Bettflaschen in den Hohlraum des Apparates eingeschoben und in der eingeschobenen Stellung durch Metallstäbe gehalten. Die Erwärmung der Bettflaschen erfolgt durch einen im Grund des Apparates angebrachten Heizkörper mittels der erhitzten, nach oben steigen- den Luft.
Die zweite Type besteht ebenfalls aus einem geschlossenen Behälter, in welchem Wärmerohre angebracht sind, die an der Frontplatte des Apparates eine Offnung zur Aufnahme der Bettflaschen besitzen. Dieses Gerät ist mit einer wärmeleitenden Flüs- sigkeit gefüllt, welche ebenfalls durch am Boden befindliche Heizkörper erwärmt wird.
Bei der dritten Type sind mehrere, elektrisch beheizte Tablare etagenmässig übereinander angeordnet, auf welchen zwecks grösstmöglicher Ausnutzung des über den Tablaren befindlichen Heizraumes die zuletzt erwähnten Bettflaschen rechteckigen Querschnitts nebeneinanderliegend erwärmt werden.
Durch die Erfindung sollen die Nachteile der bisher bekannten Bettflaschen vermieden werden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Bettflasche zu schaffen, die einerseits nicht zum Abrollen neigt, andererseits aber auch keine Druckstellen am Körper des Benutzers erzeugt, sondern sich gut dem zu erwärmenden Körperteil anpasst.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Bettflasche gelöst, die gekennzeichnet ist durch eine solche Form, dass sie beim Ablegen im Bereich ihrer Mantelfläche auf eine Ebene nur eine einzige stabile Gleichgewichtslage aufweist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand anhand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt, und zwar zeigen :
Fig. 1 eine Bettflasche in Stirnansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht zu Fig. 1,
Fig. 3 zwei mit ihren Standflächen aneinandergelegte Bettflaschen nach Fig. 1 und 2, in perspektivischer Darstellung,
Fig. 4 die Stirnansicht eines Bettflaschenwärmers der in der Beschreibungseinleitung erwähnten zweiten Type, wobei in die obersten Wärmerohre je ein Bettflaschenpaar gemäss Fig. 3 eingeschoben ist, und
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Bettflaschenwärmer nach Fig. 4.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Bettflasche 1 weist einen im wesentlichen kreissegmentförmigen Querschnitt auf, wobei der Zentriwinkel des Reis, segments 180 beträgt, so dass also die Sehnenlänge s doppelt so gross ist wie die Bogenhöhe'/ h. Dadurch ergibt sich eine einzige stabile Gleichgewichtslage bei Unterstützung der Bettflasche im Bereich ihrer Man telfläche durch eine Ebene, nämlich dann, wenn die Bettflasche mit ihrer ebenen Mantelfläche auf der Unterstützungsebene aufliegt ; gleichzeitig passt sich die Bettflasche mit ihrer gekrümmtem Mantelfläche : gut dom zu erwärmenden Körperteil an, ohne Druckstellen zu erzeugen.
Um für besondere Zwecke eine noch flachere Bettflasche zu erhalten, bei der h < 2 ist, könnte selbstverständlich der Zentriwinkel des Kreissegments kleiner als 180 gewählt werden. Aber die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform weist noch einen besonderen Vorzug auf, der im folgenden be schrieben werden soll :
Legt man zwei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Bettflaschen mit ihren Standflächen aneinander, so weisen sie im Querschnitt im wesentlichen eine Kreisfläche auf, so dass eine solche aus zwei Bettflaschen bestehende Einheit in ein Wärmerohr 2 eines Bettflaschenwärmers 3 nach Fig. 4 eingeschoben werden kann.
Dadurch ergibt sich die Möglich- keit der Weiterverwendung eines bereits vorhandenen Bettflaschenwärmers dieser Type, deren Wärme- rohre sich gegenüber Tablaren durch einen ausgezeichneten Wärmeübergang auf die Flaschen auszeichnen, da infolge des runden Querschnittes der Luftzwischenraum zwischen Wärmerohr und Flaschenmantel auf ein Minimum reduziert werden kann und somit der Wärmeübergang vom Apparat auf die Bettflasche praktisch keinen Verlust erleidet.
Ein weiterer Vorteil der neuen Bettflasche besteht darin, dass bei gleicher Wärmerohrzahl des Apparates in diesem die doppelte Zahl von Bettflaschen untergebracht werden kann, wobei allerdings die Wärmeka pazität der einzelnen Flasche nur die Hälfte der Wär- mekapazität einer Bettflasche mit vollem Kreisquerschnitt beträgt.
Wenn jedoch noch kein Bettflaschenwärmer vor- handen ist, sondern erst erstellt werden muss, so kann durch günstige Wahl des Verhältnisses- (vgl.
Fig. 1 und 2) bzw. f (ve. Fig. 4 und 5) bei nur geringfügig vergrösserten Gesamtabmessungen des Apparates in diesem gegenüber bisher die doppelte Zahl von Bettflaschen der gleichen Wärmekapazität wic bisher untergebracht werden ; denn die Vergrös- serung von D bzw. s wirkt sich auf die Wärmekapazität einer Bettflasche in der zweiten Potenz aus, während sie auf die Breite B und die Höhe H des Apparates einen nicht sonderlich ins Gewicht fallen den Einfluss ausübt.
Schliesslich wird durch die Erfindung noch ein Vorteil ermöglicht, der darin besteht, dass mittels eines besonders konstruierten Traggriffes zwei erfin dungsgemässe Bettflaschen miteinander aus dem Armer herausgenommen und als Einheit transportiert werden können. Der bisher zur Anwendung gelangende Tragkorb kann somit durch einen kleineren Traggriff ersetzt werden. Zur Unterbringung der Traggriffe kann im Bettflaschenwärmer 3 gemäss Fig. 4 oberhalb des Wärmekörpers ein Fach 4 vorgesehen sein, das gleichzeitig auch der Aufnahme von Reserveflaschen und dem Erwärmen von Tüchern und sonstigen Gegenständen dienen kann.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene und gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt ; unter den Erfindungsgedanken fällt vielmehr auch eine Bettflasche, deren Standfläche mehr oder weniger stark in derselben Richtung gewölbt ist wie die kreiszylindrische Fläche, d. h. eine Bettflasche mit nierenförmigem Querschnitt.