CH414506A - Verfahren und Vorrichtung zum Strangpressen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Strangpressen

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CH414506A
CH414506A CH522862A CH522862A CH414506A CH 414506 A CH414506 A CH 414506A CH 522862 A CH522862 A CH 522862A CH 522862 A CH522862 A CH 522862A CH 414506 A CH414506 A CH 414506A
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Eugen Dr Duerrwaechter
Poettken Wolfgang
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Duerrwaechter E Dr Doduco
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Extrusion Of Metal (AREA)

Description


      Verfahren    und     Vorrichtung        zum        Strangpressen       Die Erfindung bezieht sich auf     ein    Verfahren und  auf eine Vorrichtung zum     Strangpressen.     



  Eine     Strangpresse    besteht im wesentlichen aus  dem     Maschinenständer,    dem Zylinder mit Kolben,  aus dem Blockaufnehmer oder     Recipienten,    dem       Presstempel    und dem Werkzeughalter mit     Pressma-          trize.    Bei den bekannten     Strangpressen    wird der  Block und der     Recipient    erhitzt, das Werkzeug aber  häufig gekühlt. Eine Kühlung ist z.

   B. für das     Ver-          pressen    von     Aluminium    und     Aluminium-Legierungen     erforderlich, weil sich     diese    Metalle an den Reibflä  chen der Pressmatrize     bisweilen    so     stark    erhitzen,  dass es     zu        Anschmelzungen    bzw.     Wärrneriss.en     kommt.  



  Es erschien zweckmässig, den Block und den     Re-          cipienten    so hoch wie möglich zu erhitzen, um den  Pressdruck dafür     niedriger    halten zu können. Der  Temperatur dieser Teile wurde aber durch die Wär  mefestigkeit des     Recipientenwerkstoffs    und die Eigen  schaften der Blockmetalle     ,natürliche    Grenzen     gesetzt.     Der     Recipient    ist der weitaus teuerste Teil der       Strangpresse    und man musste bedacht sein,     seine     Lebensdauer nicht herabzusetzen.  



  Unter Berücksichtigung aller dieser Umstände  liessen sich eine Anzahl von Legierungen der       Schwermetallgruppe,    wie     Cu-P,        Cu-P-Ag,          Cu-Ag-Cd-Si,    praktisch überhaupt     nicht    durch       Strangpressen    warm     verformen.    Diese Legierungen  haben jedoch, besonders in der     Löttechnik,    grosse       Anwendungsgebiete.     



  Wollte man Stäbe aus solchen Legierungen  haben, so musste man sie bisher     giessen.     



  Manche     Legierungen    lassen sich zwar nach einer  Warmverformung durch     Strangpressen    sowohl warm  wie kalt weiter verformen, andere aber lassen sich    nach dem     Strangpressen    nur noch warm verformen       (Walzen).     



  Die kalt oder     warmverformungsfähigen        Stränge     mussten daher entweder durch     kaltverformende    Vor  gänge, wie Walzen oder Ziehen,     mit    entsprechenden       Zwischenglühungen,    oder durch Warmwalzen zu den  verlangten     Endquerschnitten    weiterverarbeitet wer  den.  



  Im Wege des     Strangpressens    war es. jedenfalls  bisher nicht     möglich,        Legierungen,    die hohe     Press-          temperaturen    erfordern und deren technologischen       Eigenschaften    nur eine     geringe        Pressgeschwindigkeit     zulassen, zu dünnen Querschnitten mit einem Durch  messer     unter    etwa 3 mm zu     verpressen,    wie sie vom       Verbraucher    für     Lötmetallstäbe    gefordert werden.  



  Es ist auch zu beachten,     dass        das        Warmverfor-          mungsintervall    der genannten     Legierung    sehr     gering     ist.     Manchmal    beträgt der Temperaturbereich,     in    dem  eine Warmverformung möglich ist, nur 20 -30 .

    Unterhalb des     Warmverformungsintervalls    ist die  Wärmefestigkeit des Metalls so hoch, dass .der zur       Verfügung    .stehende spezifische Pressdruck nicht aus  reicht, um das     Metall    zum     Fliessen    zu     bringen.    Ober  halb dieses     Intervalles    treten andererseits     Warmrisse     oder gar Verflüssigung ein.

   Daraus ergibt sich, dass  zum     Strangpressen    solcher Legierungen     ein,    gewisser       Mindest-        Querschnitt    erforderlich ist, damit der spezi  fische Pressdruck das     Metall    zum Fliessen bringt,  zum anderen aber auch eine     bestimmte,    meist sehr  niedrige     Pressgeschwindigkeit    eingehalten werden  muss, die nicht überschritten     werden,        darf,    damit der  austretende Strang keine Risse bekommt.

   Solche  werden leicht beim     Aufheizen    des     kleinen        Quer-          schnittes    durch     Reibungswärme        hervorgerufen..     



  Es     sind    mehrere     Massnahmen    bekannt, die der  Erhöhung der     Pressgeschwindigkeit    dienen. Sie beru-           hen    darauf, die     entstehende    Reibungswärme während  des     Pressvorganges    abzuleiten. Hierzu wird z. B. .die  Matrize oder der gesamte, die     Matrize    enthaltende  Werkzeugkopf durch Luft oder Wasser gekühlt.

    Durch solche Massnahmen kann man die Pressge  schwindigkeit um ein beträchtliches erhöhen, ohne       Wärmerisse    am austretenden Strang befürchten zu  müssen.     Ohne    Frage kann man auch durch diese       Massnahmen    kleinere als sonst     übliche    Querschnitte  pressen. Jedoch     versagen    solche     Massnahmen    gänz  lich bei spröden, schwer     pressbaren    Lötlegierungen.  



  Es hat sich nun gezeigt,     dass    zum     Warmverfor-          men    die     Recipiententemperatur,    die Blocktemperatur  und die     Presswerkzeugtemperatur    eine     bestimmte     Grösse haben müssen. Auch müssen die Temperatu  ren der     genannten.    Teile zur Erzielung optimaler Be  dingungen in bestimmter Relation zu einander ste  hen. Jede Störung dieser Wärmeabstufung nach oben  oder nach unten führt zu Misserfolgen beim Strang  pressen.     Wird    der Wärmeunterschied zu hoch, so gibt  es Risse am austretenden Strang; wird er zu niedrig,  so friert der Strang ein.

   Je geringer das oben er  wähnte     Presstemperaturintervall    einer     Legierung    ist,  umso exakter muss das Wärmeniveau der genannten  Teile eingehalten werden.  



  Wird nun der     Wärmeunterschied    zu gross, so       kann    er durch Kühlen der Matrize oder des ganzen  Werkzeugkopfes     wieder        erniedrigt    werden.; wird er zu  niedrig, so kann man ihn durch Erhöhen der Block  und/oder     Recipient-entemperatur    wieder erhöhen.  



  Spröde Legierungen zu     kleinsten:        Querschnitten     zu     verpressen,        erfordert    eine erhebliche Reduzierung  der Pressegeschwindigkeit insbesondere     dann,    wenn  das     Presstemperaturintervall    der betreffenden Legie  rung eng     ist.    Kleine     Pressgeschwindigkeiten    erzeugen  jedoch nur wenig Reibungswärme in der Matrize.

   Die       Blocktemperatur    kann nicht erhöht werden, da     sonst     Verflüssigung     eintritt.    Die     Recipiententemperatur     kann aus technischen Gründen auch nur auf einen  gewissen Wert gebracht werden, der     meist    nicht aus  reicht, den Wärmeverlust zu decken, der durch die  lange Presszeit, bedingt durch die niedrige     Pressge-          schwindigkeit,    verursacht wird.  



  Die     Wärmeabstufung    ist also gestört, der Strang       friert    ein.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum       Strangpressen    von     Metallen    und Legierungen ausser  Aluminium und     Aluminiumlegierungen    unter Erhö  hung der     Lebensdauer    des     Recipienten    durch gerin  gere Erhitzung desselben, das sich dadurch kenn  zeichnet, dass der Werkzeugkopf regelbar geheizt  wird. Bei diesem     Verfahren    wird die Erhaltung der       Wärmeabstufung    also nicht mehr dem Zufall überlas  sen, sondern     willkürlich    von aussen her gesteuert.

    Hierbei     kann    die Temperatur des Werkzeugkopfes  zur Anpassung an die für die verschiedenen Metalle  und     Legierungen        unterschiedliche    Wärmeabstufung  regelbar gemacht werden.  



  Der     Werkzeugkopf    liegt mit seiner     Matrizenseite     im     allgemeinen        direkt    dem     geheizten        Recipienten    an.    Jedoch wird er mit seiner der Matrize abgewandten  Seite durch den     Pressdruck    fest an die Druckplatte,  und .diese wiederum mit samt dem Werkzeugkopf fest  an den Verschlusskeil gepresst. Dieser Verschlusskeil       ist    nur mässig warm und wird     einerseits    vom     Press-          druck    fest an den fast kalten Kopf des Maschinen  ständers gedrückt.

   Durch. diesen: Werkzeugaufbau  entsteht ein starkes Wärmegefälle, welches bei nor  malen Pressvorgängen durchaus erwünscht, ja in vie  len Fällen durch geeignete Abkühlungsmassnahmen  noch gefördert wird.  



  Beim Pressen     kleinster        Querschnitte    aus schwer  verformbaren Legierungen steigt die Presszeit um ein       Vielfaches    gegenüber den üblichen. Die geringe  Pressgeschwindigkeit erzeugt keine wesentliche Rei  bungswärme. Mithin wird ein grosser Teil der Block  wärme über die     Matrize    und den Werkzeugkopf ab  geleitet und die Grenze des sehr engen     Presstempera-          turintervalles    unterschritten.  



       Wird    dagegen nach dem     erfindungsgemässen          Verfahren    der Werkzeugkopf regelbar     geheizt,        so          kann    das Temperaturgefälle wesentlich. günstiger und  das     Presstemperaturintervall    genau eingehalten wer  den.  



  Hinsichtlich der erforderlichen     Wärmeabstufung     während des Pressvorganges eines 2 mm Vier  kant-Stranges konnte     beispielsweise    folgendes festge  stellt werden.  



  Ein     Pressblock    aus einer     Cu-P-Legierung    wurde  auf 520  C     erwärmt    und in einen     Recipienten    von  500  C     eingeführt.    Der Werkzeugkopf wurde nicht  zusätzlich beheizt. Er war vielmehr ca. 10 Stunden  der     Recipiententemperatur    ausgesetzt. Bei Beginn     der     Pressung konnte im Werkzeugkopf in unmittelbarer  Nähe der Matrize eine     Temperatur    von 350  C ge  messen werden. Schon kurze Zeit nach. Beginn der  Pressung     sank        die    Temperatur im Werkzeugkopf auf  200  C und die Pressstränge froren ein.  



  Der     gleiche    Vorgang zeigt sich auch, nachdem der  Werkzeugkopf und die Matrize durch Gasflammen  vor     Beginn    der Pressung stark     erwärmt    wurden. Der  Block     konnte    zu knapp einem Drittel ausgepresst  werden, und die Stränge     froren        wiederum    ein, als die       Messstelle    im Werkzeug 200  C anzeigte.  



  Wurde dagegen ein beheizbarer Werkzeugkopf  verwendet, dessen Temperatur so gesteuert war, dass  er .an der     Messstelle    gleichmässig 350  C aufwies, so       konnte    ,der ganze Block mühelos ausgepresst werden.  



  Besonders der zweite Versuch zeigt deutlich, wie  schnell die Wärme über den Werkzeugkopf in den  Verschlusskeil und: den Maschinenständer     abfliesst.     Dies ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt,  dass .der Werkzeugkopf mit einem spezifischen Druck  von ca. 80-100     kg/qmm    gegen den nur mässig war  men     Verschlusskeil    und dieser wiederum gegen den  fast kalten Kopf des Maschinenständers gedrückt  wird.     Blocktemperatur    und Reibungswärme reichen  bei weitem nicht aus, den Wärmeverlust zu decken.  



  Durch Anwendung des     erfindungsgemässen.    Ver  fahrens mit regelbar beheiztem Werkzeugkopf kann      man nunmehr auch bisher als nicht oder nur schwer       verpressbar    angesehene     Legierungen    mit     Strangpres-          sen    zu allen Querschnitten verformen, sondern auch  bei der     Verpressung    anderer Metalle und Legierun  gen, die Block- und     Blockaufnehmertemperatur          herabsetzen,    und dadurch die     Lebensdauer    des teuren  Blockaufnehmers     wesentlich        verlängern.     



  Nur     Aluminium    und     Aluminiumlegierungen    bil  den     eine    Ausnahme. Beim     Verpressen    dieser Werk  stoffe wird     dar    Werkzeugkopf nicht beheizt,     sondern     unter Umständen sogar gekühlt.  



  Die Zeichnung zeigt     beispielsweise        schematisch          und    teilweise im Schnitt zwei     Ausführungsformen     einer Vorrichtung der Erfindung.  



  In     Fig.    1 ist     ein    Werkzeugkopf 10 gezeigt,     in    dem  parallel zur Pressrichtung     Bohrungen    2 angebracht  sind, die an der vom     Verschlusskeil    gegenüberliegen  den Seite durch eine Ringnut 3     miteinanderverbun-          den    sind.

   Die     Bohrungen    2     dienen    zur Aufnahme von  Heizpatronen 4, deren elektrische Zuleitungen in der  Ringnut 3 liegen und an einer vom     Verschlusskeil     nicht bedeckten Stelle ins Freie     geführt    werden.     Eine     kleinere Bohrung 5     dient    zur Aufnahme eines       Thermoelementes    6 zur Messung und Steuerung der       Werkzeu,gkopftemperatur.     



       Fig.    2 zeigt einen     Werkzeugkopf    10, der an sei  nem äusseren Umfang mehrere     Ringnuten    3 aufweist,  die durch eine Längsnut 7 miteinander verbunden  sind. Die     Ringnuten        dienen    zur Aufnahme je eines       Heizleiters    B. Die elektrischen Zuführungen liegen in  der     Längsnut    7, die .sich an einer vom     Verschlusskeil     nicht     bedeckten    Stelle befindet, und an der     die    Lei  tungen ins Freie führen.

   Eine parallel zur Pressrich  tung liegende Bohrung     dient    wiederum zur Aufnahme  des     Thermoelementes    6.     Selbstverständlich        kann    der  Werkzeugkopf 10 anstatt durch     Heizpatronen    4 oder  Heizleiter 8 auch durch     Induktionsheizung        erwärmt     werden.

   Bei Verwendung von     Heizpatronen    4 und       Heizleitern    8 hat es sich als     vorteilhaft    erwiesen,  diese in ihren Aufnahmebohrungen 2 durch     Eingies-          sen    eines     hochschmelzenden        Metalls    zu befestigen,  damit der Wärmeübergang vom Heizleiter 8 bzw.       Heizpatrone    4     in,    den Werkzeugkopf 2 verlustlos     von-          statten    geht.

      Ein     besonderer        Vorteil    der     Vorrichtung    der Er  findung ist die Tatsache, dass der Werkzeugkopf 2  seine Temperatur auch dann     behält,    wenn er zum       Anstossen    des     Pressrestes    oder zur. Auswechslung der  Matrize aus dem     Maschinenständer        herausgefahren     und     damit    der     Raumtemperatur    ausgesetzt     wird.     



  Beim     Pressen        mit        geheizten    Werkzeugköpfen ist  der zum Auspressen nötige Druck ganz     erheblich     niedriger, als mit     uribeheizten    Werkzeugköpfen.  



  Auch     technologisch        bringt    die Anwendung des  geheizten Werkzeugkopfes einen     überraschenden     Vorteil. Die     Duktilität    der kalten     Strangpressdrähte     steigt ganz erheblich und bietet Möglichkeiten, das       Material    auch zu     Formteilen    zu biegen, wie sie in der       Löttechnik        gerne        verwendet    werden.

   Dies kann dar  auf     zurückgeführt    werden, dass bei Anwendung des       geheizten        Werkzeugkopfes    mit optimaler Temperatur       gepresst    werden kann     und-    die Abkühlung der     Stränge     wesentlich langsamer     erfolgt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Strangpressen von Metallen. und Legierungen ausser Aluminium und Aluminiumlegie- rungen unter Erhöhung .der Lebensdauer des Reci- pienten; durch geringere Erhitzung desselben,, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugkopf regelbar ge heizt wird.
    PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zum Strangpressen ,schwer verformbarer Metalle und Legierungen zu Strängen mit einem Querschnitt von unter 3 mm Durchmesser unter Einsparung zu sätzlicher Arbeitsgänge.
    PATENTANSPRUCH IH Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugkopf (10) Bohrungen aufweist, in. welchen elektrische Heizkörper (4, 8) und ein.. Thermoelement (6) angeordnet sind.
CH522862A 1961-06-16 1962-05-01 Verfahren und Vorrichtung zum Strangpressen CH414506A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US20130074568A1 (en) * 2011-09-16 2013-03-28 Exco Technologies Limited Extrusion press container and liner for same

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US20130074568A1 (en) * 2011-09-16 2013-03-28 Exco Technologies Limited Extrusion press container and liner for same
US9975160B2 (en) * 2011-09-16 2018-05-22 Exco Technologies Limited Extrusion press container and liner for same

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