CH414513A - Vorrichtung zur Behandlung von synthetischen Textilfasern - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung von synthetischen TextilfasernInfo
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Description
Vorrichtung <B>zur Behandlung von</B> synthetischen Textilfasern Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Behandlung von synthetischen Tex tilfasern, mit einer Behandlungskammer und Zufuhr- und Abzugsmitteln zum Hindurchführen der Fasern durch diese Kammer.
Wenn man synthetische Textilfasern beispiels weise Bleichen, Färben oder Bedrucken will, so muss man sie zuerst vorbehandeln, was meistens durch eine thermische Behandlung erfolgt. Durch diese ver sucht man, die molekulare Struktur der Fasern derart zu verändern, dass sie aufnahmefähiger für Chemika lien und Farbstoffe werden. Bei einem anderen be kannten Verfahren, nämlich beim Thermosolieren , werden synthetische Fasern nach der chemischen Be handlung thermisch nachbehandelt, damit bereits auf der Faser niedergeschlagene Chemikalien oder Farb stoffe leichter in die Fasern eindringen können.
Um in den genannten Fällen die notwendige Veränderung der Faserstruktur zu erreichen, sind bei diesen thermischen Verfahren eine grössere Zahl teils kostspieliger Maschinen und Arbeitsgänge erforder lich.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, eine Vor richtung zu schaffen, mit welcher sich auf viel einfa chere Weise eine Änderung der Faserstruktur für eine nachfolgende Behandlung der Faser erreichen lässt. Die erfindungsgemässe Vorrichtung der ein gangs genannten Art zur Behandlung von syntheti schen Textilfasern ist gekennzeichnet durch minde stens ein in der Kammer angeordnetes Elektroden paar, durch einen Generator zum Anlegen einer Wechselspannung an die Elektroden und durch Leit- mittel,
um die Textilfasern. zwischen den Elektroden hindurchzuleiten.
Anhand der beiliegenden Zeichnung wird nach- folgend beispielsweise eine Ausführungsform der er- findungsgemässen Vorrichtung erläutert.
Die Zeichnung zeigt schematisch und vereinfacht .die Anordnung der Bestandteile der Vorrichtung. Von rechts nach links sind hintereinander eine als Liefertrommel 2 ausgebildete Zufuhrvorrichtung für eine Gewebebahn aus synthetischen Textilfasern, eine Heizkammer 3, eine Behandlungskammer 4 und eine als Trommel ausgebildete Abzugsvorrichtung 19, die von einem Motor 20 angetrieben wird, er sichtlich.
In der Kammer 4 befindet sich am Eingang eine Führungswalze 5 und am Ausgang eine Führungs walze 6. Zwischen diesen beiden Führungswalzen 5 und 6 sind sechs als Walzen ausgebildete Elektroden 7, 8, 9, 10, 11 und 12 angeordnet, um welche die zu behandelnde Gewebebahn zickzackförmig herum läuft. Gegenüber jeder der Walzenelektroden 7-12 befindet sich eine Gegenelektrode 7a, 8a, 9a, 10a, 11a bzw. 12a.
Jede Gegenelektrode 7a-12a umgibt die zugehörige Walzenelektrode 7-12 halbkreisför mig, wobei sich die aus einem gebogenen Blech gebil dete Gegenelektrode über die ganze Länge der ihr gegenüber liegenden Walze erstreckt.
Die Walzenelektroden 7-12 besitzen auf ihrer Oberfläche einen elektrisch isolierenden überzug aus Polytetrafluoräthylen ( Teflon , eingetragene Marke), damit die stille Wechselstromentladung zwischen einem Elektrodenpaar gleichmässig über die ganze Walze verteilt wird. Ferner ist jede Walzenelektrode über die Leitung 13 mit dem metallischen Gehäuse der Vorrichtung elektrisch verbunden und zugleich geerdet.
Die Gegenelektroden 7a-12a sind über eine Lei tung 14 mit dem einen Pol eines Wechselstromgene- rators 1 verbunden, dessen anderer Pol über die Lei- tung 15 geerdet ist. Der Wechselstromgenerator 1 ist von beliebiger bekannter Bauart und besitzt Mittel zum Verändern der Frequenz, der Intensität und der Höhe der an die Elektrodenpaare angelegten Wech selspannung.
Zweckmässig erzeugt dieser Generator eine Wechselspannung von mindestens angenähert vollkommener Sinusform, da mit einer solchen Span nung besonders günstig gearbeitet werden kann.
Die Heizkammer 3 ist für die erfindungsgemässe Vorrichtung nicht unbedingt erforderlich, doch hat es sich gezeigt, dass wenn man die in der Kammer 4 zwischen den Elektrodenpaaren zu behandelnden synthetischen Textilfasern vorher erwärmt, ganz be sonders gute Effekte erhalten werden können.
Die Heizkammer 3 ist mit (nicht dargestellten) bekannten: Mitteln zum Regulieren der Temperatur vorgesehen, welche je nach Art der Textilfasern, deren Feuchtig keitsgehalt und der Durchlaufgeschwindigkeit ge wählt wird.
Zwischen den Elektrodenwalzen 7-12 und jeder der ihrer Gegenelektroden 7a-12a sind (nicht darge stellte) Mittel bekannter Art vorgesehen, um den Ab- stand zwischen den beiden Elektroden eines Paares zu variieren.
Zwischen der Zufuhrvorrichtung 2 und der Ab- zugsvorrichtung 19 werden zweckmässig bekannte Kupplungsmittel vorgesehen, um die Spannung der Textilfasern während der Behandlung einzustellen und konstant zu halten. Durch diese Kupplungsmittel kann die Zufuhrgeschwindigkeit in ein gewünschtes Verhältnis zur Abzugsgeschwindigkeit gebracht wer den.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich besonders, um synthetische Textilfasern für das Blei chen, Färben, Bedrucken oder andere chemische Veredelungsverfahren vorzubereiten. Dank der durch die Vorrichtung erzielbaren Veränderung der Faser struktur können synthetische Textilfasern erfindungs- gemäss aber auch wirksam für das Verspinnen mit Naturfasern zwecks Herstellung von Mischgarnen oder für das Weben vorbereitet werden.
Die mit der erfindungsgemässen Vorrichtung er zielbare Veränderung der Faserstruktur besteht vor allem darin, dass in den synthetischen Textilfasern eine sehr grosse Zahl von unmessbar feinen Kanälen gebildet wird,
ohne dass dadurch die Fasern an mechanischer Festigkeit verlieren. Die Faseroberflä che wird. mikroskopisch fein aufgerauht. Die so be handelten synthetischen Fasern werden dadurch auf nahmefähiger für Chemikalien und Farbstoffe. Ver suche haben gezeigt, dass sich durch die Behandlung mit der erfindungsgemässen Vorrichtung auch die Krumpffestigkeit synthetischer Textilfasern ganz be- deutend steigern lässt.
Synthetische Textilfasern können beispielsweise in Form von Stapelfasergarnen, Endlosgarnen oder Geweben mit der beschriebenen Vorrichtung behan delt werden: Überraschenderweise hat es sich auch gezeigt, dass man synthetische Fasern in. verstrecktem oder unverstrecktem Zustand mit der erfindungsge- mässen Vorrichtung behandeln kann, wobei man in beiden Fällen gute Resultate erhält.
Grösse und Abstand der Elektroden, deren Ober fläche, Höhe, Intensität und Frequenz der angelegten Wechselspannung, Geschwindigkeit der durchlaufen den Fasern und allfällige andere variable Grössen können vom Fachmann in jedem Fall durch einige Vorversuche bestimmt werden. Diese Daten werden je nach dem Fasermaterial, der Garnnummer, der Gewebebreite usw. gewählt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Behandlung von synthetischen Textilfasern, mit einer Behandlungskammer und Zu fuhr- und Abzugsmitteln zum Hindurchführen der Fasern durch diese Kammer, gekennzeichnet durch mindestens ein in der Kammer angeordnetes Elektro- denpaar, durch einen Generator zum Anlegen einer Wechselspannung an die Elektroden und durch Leit- mittel, um die Textilfasern zwischen den Elektroden hindurchzuleiten. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator mit Mitteln zum Verändern der Frequenz der Wechselspannung ver sehen ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator mit Mitteln zum Verändern der Intensität der Wechselspannung ver sehen ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator mit Mitteln. zum Verändern der Höhe der Wechselspannung versehen ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator eine Wechsel spannung von mindestens angenähert vollkommener Sinusform erzeugt. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Elektrode eines Elek- trodenpaars als drehbare Walze ausgebildet ist, wel che zugleich als Führungsmittel für die Textilfasern dient, und dass die andere Elektrode eines Paares diese Walze bogenförmig umgibt. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze an Erde liegt und auf ihrer Oberfläche einen Überzug aus einem elektrisch isolierenden Material besitzt. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der isolierende Überzug aus Polytetrafluoräthylen besteht. B. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor der genannten Behand lungskammer, in welcher die Elektroden angeordnet sind, Heizmittel zum Erwärmen .der Textilfasern an geordnet sind. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Zufuhr- und Ab zugsmitteln Kupplungsmittel vorgesehen sind, um die Spannung der Textilfasern einzustellen und/oder konstant zu halten. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Elektroden eines Paares Mittel zum Verändern des Elektroden abstandes vorgesehen sind.
Priority Applications (9)
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| CH1161563A CH467361A (de) | 1963-09-20 | 1963-09-20 | Verfahren zur Behandlung von synthetischen Textilfasern |
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Also Published As
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