Schaltungsanordnung zum Auswählen verschiedenwertiger Fahrtsignalbilder an in Fahrtrichtung aufeinanderfolgenden Zugfahrtsignalen in Spurplanstellwerken Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Auswählen verschiedenwertiger Fahrtsignalbil der an in Fahrtrichtung aufeinanderfolgenden Zug fahrtsignalen in Spurplanstellwerken, in denen den Weichen, Signalen und Teilfahrstrassen zugeordnete Relaisgruppen nach dem Gleisplan miteinander ver bunden sind. Vor allem in Bahnhofsanlagen mit lang gestreckten Gleisen und Bahnsteigen ist es bei grosser Verkehrsdichte erwünscht, dass im Bedarfsfall meh rere Züge nacheinander in dasselbe Bahnhofsgleis ein fahren und dort hintereinander halten können.
Zu diesem Zweck werden mehrere hintereinanderlie gende Teilfahrstrassen vorgesehen, die meistens nur .durch sogenannte Gleisabschnittssignale, das sind Signale ohne Vorsignale, getrennt sind. Zwischen diesen Signalen bestehen meist Entfernungen, die kürzer als der Bremsweg der mit zulässiger Höchst geschwindigkeit in Iden Bahnhof einfahrenden Züge ist. Beim Anschalten eines Fahrtsignalbildes an diesen Gleisabschnittssignalen müssen ausser der Länge auch die Form des Fahrwege , z. B. Geradeausfahrt, Nah abzweigung oder Fernabzweigung und - wegen des Fehlens von Vorsignalen - das Signalbild des in Fahrtrichtung folgenden Signals berücksichtigt wer den.
Es ist also eine kombinierte Weg-Geschwindig keits-Signalisierung erforderlich.
Es ist eine Schaltungsanordnung für mehrbildrige Signale in Gleisbildstellwerken bekannt, in denen die den Weichen zugeordneten Relaisgruppen nach dem Gleisplan miteinander verbunden sind. In dieser Schaltungsanordnung ist jedem Ende eines Fahrweges ein ihm eigentümliches Kennzeichen zugeordnet, das nach Auswahl des Fahrweges über einen oder meh rere dem Gleisplan nachgebildete Stromkreise bzw. Leitungen zum Anfang (des Fahrweges übertragen wird. Hierbei ist zwar der ausgewählte Fahrtsignal- begriff davon abhängig, ob der Fahrweg über eine Abzweigung führt oder nicht.
Zu diesem Zweck sind aber mehrere dem Gleisplan nachgebildete Stromkreise und :damit :ein entsprechend hoher Kon taktaufwand in -den Relaisgruppen der Teilfahrstra ssen erforderlich. Ausserdem müssen dort für die verschiedenen Kennzeichen, die beispielsweise durch Strom verschiedener Polarität bzw. Phasenlage oder Frequenz übertragen werden, dem Anfang des Fahr weges verschiedenartige Empfangseinrichtungen, z. B. Gleichstrom- und phasen- bzw. frequenzempfindliche Wechselstromrelais, zugeordnet ;sein.
Ferner ist das darin angewendete Verfahren nur für Einfahrten aus einem Streckengleis in ein Bahnhofsgleis ohne Gleis abschnittssignale oder für Ausfahrten ,aus einem Bahnhofgleis in ein Streckengleis geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in Spurplanstellwerken mit Gleisabschnittssignalen Idas für den jeweils eingestellten Fahrweg erforderliche Fahrtsignalbild in Abhängigkeit vom Fahrtsignalbild des vorausliegenden Signals auszuwählen und dabei mit möglichst wenig nach dem Gleisplan durchge schalteten Stromkreisen auszukommen.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass jedem Signal mindestens zwei in Reihe geschaltete Signalabhängig keitsrelais zugeordnet sind, die beim Einstellen von an dem betreffenden Signal beginnenden oder darüber hinaus führenden Zugfahrtstrassen in der zugehörigen Teilfahrstrassenrelaisgruppe angeschaltet wenden, je nach dem Potential einer von der Relaisgruppe des vorausliegenden Signals kommenden Leitung, die zwischen diesen Relais angeschlossen ist und -ideren Potential vom angeschalteten :
Signalbild des voraus liegenden Signals abhängig ist, angezogen bleiben oder abfallen und mit ihren Kontakten im Zusam menwirken mit Kontakten, deren Lage vom einge- stellten Fahrweg abhängig ist, ein Stellrelais für das anzuschaltende Fahrtsignalbild auswählen.
Der Vor teil einer Schaltungsanordnung nach der Erfindung besteht darin, dass für die Abhängigkeit von dem Signalbildern des vorausliegenden Signals nur eine nach dem Gleisplan durchgeschaltete Leitung erfor derlich ist. Die Abhängigkeit des anzuschaltenden Signalbildes vom eingestellten Fahrweg kann dage gen ausschliesslich in Teilschaltungen hergestellt wer den, die zu den Zugfahrstrassenrelaisgruppen für die einzelnen Teilfahrstrassen gehören.
Ein Ausführungsbeispiel oder Erfindung ist in [den Fig. 1 bis 4 der Zeichnung dargestellt und nach stehend erläutert: Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem Gleisplan eines Bahnhofes mit Aden Weichen 1 bis 8, dem Einfahrsignal A, dem Ausfahrvorsignal a und den Gleisabschnittssignalen B bis E für Zugfahrten vom Gleis<I>X</I> in das Streckengleis<I>Y.</I> Rangiersignale für diese Fahrten sowie die entsprechenden Signale für Fahrten in Gegenrichtung :sind nicht dargestellt. Die Abstände zwischen den von links nach rechts unmittelbar aufeinanderfolgenden Signalen A bis E seien kleiner als der bei zulässiger Höchstgeschwin digkeit der Züge maximal erforderliche Bremsweg.
Fig. 2 zeigt schematisch die den Weichen 1 bis 8 zugeordneten und nach dem Gleisplan miteinander verbundenen Weichenrelaisgruppen bis W 1 bis W8. Diese enthalten in bekannter Weise alle Schaltmittel, ,die beim Einstellen von Fahrstrassen für das Um stellen, Verschliessen und Auflösen des Verschlusses der betreffenden Weiche sowie für das Sicherstellen des Flankenschutzes erforderlich sind. Zum Stellen und Überwachen der in Fig. 1 dargestellten Si gnale z und A bis E sind die Ausfahrvorsignalrelais gruppe Sa, die Einfahrsignalrelaisgruppe SA und die Gleisabschnittssignalrelaisgruppen SB bis SE vor gesehen, die von den Teilfahrstrassenrelaisgruppen FA bis FE gesteuert werden. Die Signalrelaisgruppe SY gehört zu einem nicht dargestellten Blocksignal am Streckengleis Y.
Bei einem Fahrstrassenstellauftrag, der beispiels weise durch Betätigen einer dem Start und einer dem Zielpunkt der Fahrstrasse zugeordneten Start- bzw. Zieltaste gegeben wird, erfolgt zunächst die Zu lässigkeitsprüfung der erforderlichen Stellaufträge. Bei Zulässigkeit werden die falsch liegenden, zu befahrenden Weichen und die Schutzweichen um gestellt und alle von der Fahrstrasse in Anspruch ge nommenen Weichen verschlossen. Hierbei schalten ,die Weichenrelaisgruppen der zu befahrenden Weiche in Schaltungsnetzen, die dem Gleisplan nachgebildet sind, Stromkreise durch, die dem eingestellten Fahr weg entsprechen.
Durch die einzelnen Zugfahrstra ssenrelaisgruppen wird geprüft, ob die Bedingungen für das Anschalten eines Fahrtsignalbildes an (dem zugehörigen Signal erfüllt sind. Die betreffende Teil fahrstrasse wird ..dann festgelegt und in der zuge hörigen Signalrelaisgruppe das Stellrelais für das Signalbild ausgewählt. Die für den Gegenstand der Erfindung wesent lichen Stromkreise und die in diesen ablaufenden Schaltvorgänge für das Auswählen des vom Fahrweg und vom vorausliegenden Signal abhängigen Signal bildes sind anhand der Fig. 3 erläutert.
Die in diesen Figuren dargestellten Teilschaltungen sind für ein Signalsystem vorgesehen, bei dem die Signalbilder aus einem oder mehreren farbigen Signallichtern be stehen und folgende Signalbegriffe anzeigen: Grün (gn): Fahrt frei.
Grün/Gelb (gn/ge): Fahrt frei mit Geschwindig keitsbeschränkung.
Gelb/Gelb (geige): Vorsichtig fahren, am näch sten Signal ist Halt zu erwarten.
Rot (rt): Halt.
An den Gleisabschnittssignalen B bis E soll das Signalbild gn nur anschaltbar sein, wenn ;an dem vorausliegenden Signal das Signalbild gn an geschaltet ist und bis zu diesem Signal kein ab zweigender Weichenstrang befahren werden muss. Für eine Fahrt über eine Abzweigung soll dagegen anstatt des Signalbildes gn .das Signalbild gn/ge an geschaltet werden. Das Fahrtsignalbild gn/ge soll ausserdem unabhängig vom Verlauf des Fahrweges nur anschaltbar sein, wenn an dem vorausliegenden Signal das Fahrtsignalbild gn/ge oder geige ange schaltet ist, während das dritte geringstwertige Fahrt signalbild geige angeschaltet werden soll, wenn das vorausliegende Signal das Haltsignalbild rt zeigt.
Bei Einfahrten über den geradeausführenden Strang,der Weiche 1 soll am Einfahrsignal A bei dem Haltesignalbild rt des in verkürzten Bremswegabstand folgenden Signals B nur Idas Signalbild geige und bei allen Fahrtsignalbildern des Signals B stets das Signalbild gn anschaltbar sein. Bei Einfahrten über den abzweigenden Strang der Weiche 1 soll ;am Einfahrsignal A stets das Signalbild gn/ge erscheinen und hierdurch anzeigen, dass im vorausliegenden Fahrweg bis zum folgenden Signal oder D eine Ab zweigung befahren wird.
Am Ausfahrvorsignal a sind in Abhängigkeit vom Signalbild des nächsten im Fahrweg folgenden Si gnals<I>B,</I> C oder<I>D</I> folgende Signalbilder vorgesehen: gn/gn bei gn an B, C oder D, gn/ge bei gn/ge oder ge/ge an B, C oder D, geige bei rt an C oder D.
Das Ausfahrvorsignal a soll dunkel sein, also alle Signallichter sollen abgeschaltet sein, wenn die Länge des eingestellten Fahrweges bis zum nächsten Si gnal mit angeschaltetem Haltsignalbild rt kürzer als ,der erforderliche Bremsweg ist. Dies ist bei dem Ausführungsbeispiel nur oder Fall bei Einfahrten in den vor dem Signal B liegenden Gleisabschnitt, da nur hier ein Ausfahrvorsignal vorgesehen ist.
Die in Fig. 3a und 3b dargestellten Teilschal tungen zeigen nähere Einzelheiten der Relaisgruppen FA und<I>SA</I> sowie FB und<I>SB.</I> Von den Relais gruppen FC bis<I>FE</I> sowie SC bis<I>SE</I> und SY sind nur die Stromzweige dargestellt, die für die Abhängig keit des am zurückliegenden Signal anzuschaltenden Signalbildes erforderlich sind. Der Schaltungsaufbau und die Arbeitsweise der Relaisgruppen<I>FC</I> bis<I>FE</I> und<I>SC</I> bis<I>SE</I> entsprechen denen der Relaisgruppe FB bzw. SB, so dass auf ihre vollständige Dar stellung verzichtet werden kann.
Ferner ist auch die Relaisgruppe FA mit den gleichen Relais be stückt wie die Relaisgruppe FB. Lediglich die Ar beitsweise der Relaisgruppe FA ist gegenüber den anderen Zugfahrstrassenrelaisgruppen durch Einlegen bzw. Wegnehmen von Schaltbrücken K1 bis K6 der art geändert, dass sie den Erfordernissen für die Steuerung des Einfahrsignals A und des Ausfahr vorsignals a angepasst ist. Wegen der gleichartigen Bestückung der Relaisgruppen FA bis FE bzw. SA bis SE und SY sind in. Fig.3a und 3b für die einander entsprechenden Schaltmittel dieselben Be zugszeichen verwendet worden.
Auf eine genaue Darstellung der Teilschaltungen der Relaisgruppen W1 bis, W8 für die zwischen den Signalen A bis E liegenden Weichen 1 bis 8 ist im Interesse einer übersichtlichen Darstellung verzichtet worden. Über diese Teilschaltungen sind die dargestellten Teil schaltungen FA bis FE durch mehrere Schaltungs netze mit dien Leitungen L1 und L2 mach .dem: Gleis plan miteinander verbunden. Die Leitung L3 ist hei dem angenommenen Beispiel nur zwischen den Re laisgruppen, FA und FB erforderlich, da nur das Signal B im verkürzten Bremswegabstand auf das Signal A folgt.
In den Fahrstrassenrelaisgruppan FA bis FE sind sogenannte Signalabhängigkeitsrelais R1 und R2 vor gesehen, deren Schaltzustand ausser von den An schaltkontakten V1 und SF3 vom Potential oder Leitung L1 abhängig ist. Dieses Potential ist beim Einstellen einer Fahrstrasse vom Signalbild des vor ausliegenden Signals abhängig, wie noch näher er läutert wird. Die Relais R1 und R2 haben je zwei Wicklungen 11 und 12 bzw. 21 und 22. Die Wick lungen 11 und 21 sind in Reihre geschaltet. Zwischen ihren ist eine Leitung angeschlossen, die über die parallel geschalteten Wicklungen 12 und 22 sowie den Kontakt SF2 mit der Leitung L1 verbunden ist.
Diese führt je nach dem Signalbild des in Fahrt richtung folgenden Signals kein Potential, Pluspoten tial oder Minuspotential. Der Wicklungssinn der Wicklungen 11, 12, 21 und 22 ist durch die Be zeichnungen I und II angedeutet. Die Relais R1 und R2 sprechen an, wenn eine Wicklung oder beide Wicklungen in der Richtung I-II von Gleichstrom durchflossen werden. Sie fallen ab bzw. bleiben ab gefallen, wenn ihre Wicklungen in entgegengesetzten Richtungen von Strom durchflossen werden. Wird beispielsweise der Kontakt V1 bei geöffnetem Kon takt SF3 geschlossen, so sprechen beide Relais R1 und R2 über ihre gleichsinnig in Reihe geschalteten Wicklungen 11 und 21 an.
Werden die Kontakte SF2 und SF3 geschlossen, :so ist der Schaltzustand dieser Relais vom Potential der Leitung L1 ab hängig. Führt diese Leitung kein Potential, so spre chen beide Relais an. Führt sie Minus- oder Plus- potential, so wenden die Wicklungen 12 und 22 ge gensinnig erregt. Bei Minuspotential spricht das Re lais R2 an, da ,seine beiden Wicklungen 21 und 22 in der Richtung I-II von Strom durchflossen sind. Das Relais R1 fällt ab, das seine Wicklung 11 in der Richtung I-II und seine Wicklung 12 in der Richtung II-I von Strom durchflossen wird. Bei Pluspotential auf der Leitung L1 spricht ;sinngemäss das Relais R1 an, während das Relais R2 abfällt.
Soll beispielsweise eine Einfahrstrasse für einen Zug vom Gleis X bis zum Gleisabschnittssignal B gestellt werden, so wird heim Betätigen der Start- und der Zieltaste für die einzustellende Fahrstrasse zunächst in allen Teilfahrstrassenrelaisgruppen der jenigen Teilfahrstrassen, die zu der einzustellenden Fahrstrasse gehören, also in der Zugfahrstrassenrelais gruppe FA, die Arbeitsfähigkeit der Signalabhängig keitsrelais R1 und R2 geprüft.
Zu diesem Zweck werden vorübergehend die Kontakte V1 und V2 be tätigt. über den Kontakt V1 werden in diesen Grup pen die in Reihe geschalteten Wicklungen 11 und 21 .der Relais R1 und R2 angeschaltet, so dass diese Relais ansprechen. Dabei schalten sie nicht dargestellte Stromkreise wirksam, (durch welche wei tere Folgeschaltvorgänge ausgelöst oder eingeleitet werden, die Voraussetzung für das Festlegen der Fahrstrasse und das Auswählen des Signalbildes sind. Ferner wird die Zulässigkeit des Fahrstrassenstellauf trages geprüft.
Bei Zulässigkeit werden die erforder lichen Weichenstellaufträge ausgelöst und alle für die Gesamtfahrstrasse in Anspruch zu nehmenden Weichen verschlossen. Hierdurch werden in den Teil schaltungen der zu der Fahrstrasse gehörigen, zu be fahrenden Weichen Kontakte von nicht dargestellten Relais geschlossen, deren Ankerlage vor dem An schalten eines Fahrtsignalbildes überprüft werden muss, z. B. von der richtigen Weichenlage, vom Wei chenverschluss und vom bestehenden Flankenschutz abhängige Kontakte.
Bei ordnungsgemässer Anker lage wird von diesen Kontakten die Leitung L1 von der dem Startpunkt der Fahrstrasse zugeordneten Teilfahrstrassenrelaisgruppe, also von der Gruppe FA, bis zu der .dem Zielpunkt zugeordneten Teil fahrstrassenrelaisgruppe, also zu der Gruppe FB, durchgeschaltet.
Haben die Abhängigkeitsrelais R1 und R2 in allen zu der einzustellenden Fahrstrasse gehörigen Teilfahrstrassenrelaisgruppen ordnungsgemäss gearbei tet, so wird in der dem Anfang der Fahrstrasse zu geordneten Teilfahrstrassenrelaisgruppe der Kontakt S1 und in der dem Ende der Fahrstrasse zuge ordneten Teilfahrstrassenrelaisgruppe der Kontakt Z1 geschlossen. Ist die Leitung L1 ordnungsgemäss durchgeschaltet und frei von Plus- oder Minuspoten tial, so sprechen in diesen Teilfahrstrassenrelaisgrup- pen :die Prüfrelais P an und schalten nicht darge stellte Start- bzw. Zielpunktfestlegerelais in die Wirk stellung.
Hierdurch werden in der dem Startpunkt zu geordneten Relaisgruppe FA die Kontakte SFl bis SF3 des Startpunktfestlegerelais und in der idem Zielpunkt zugeordneter Relaisgruppe FB die Kon takte ZF1 bis ZF4 des, Zielpunktfestlegerelais betä tigt. Ferner werden die Kontakte V1 und V2 ver zögert in die dargestellte Lage geschaltet.
Durch den Kontakt ZF1 der Relaisgruppe FB werden die Prüfrelais P der Relaisgruppen FA und FB abgeschaltet. Über den Kontakt ZF2 wird an den zur Relaisgruppe FA führenden Teil der Leitung L1 -ein Potential gelegt, das von dem am Signal B angeschalteten Signalbild abhängig ist. Bei dem Si gnalbild gn würde über den Kontakt US1 eines nicht dargestellten Überwachungsrelais das Pluspotential und: bei den Signalbildern gn/ge und geige über den Kontakt US2 bzw. US3 Minuspotential an der Leitung L1 liegen. Bei der nur bis Signal B einzu stellenden Fahrstrasse zeigt dieses das Signalbild rt. Dabei sind .die Kontakte US1 bis US3 geöffnet, so dass an der Leitung L1 kein Potential liegt.
Daher bleiben beim Schliessen der Kontakte SF2 und SF3 in der Relaisgruppe FA beide Relais R1 und R2 erregt und ihre Kontakte R11 bis R13 und R21 bis R25 in der anderen Lage.
Ferner wind in der Schaltung nach Fig. 3a beim Ansprechen der Relais P durch ihre in der Leitung L3 in Reihe liegenden Kontakte P1 die Wirkstell wicklung 31 .eines weiteren Signalabhängigkeitsrelais R3 der Relaisgruppe FA angeschaltet. Dieses ist als bistabiles Relais, z. B. Stütz-, Kipp- oder Haft relais, ausgebildet und hat zwei Rückstellwicklungen 32 und 33. Durch Ansprechen dieses Relais werden in der Relaisgruppe FA die Kontakte R31 bis R34 betätigt.
Der Kontakt R31 schaltet über die Lei tung L2 und den ,schon vorher geschlossenen Kon takt ZF3 in der Relaisgruppe FB die Wirkstell wicklung 31 des Relais R3 an, das seine Kontakte R32 bis R34 und weitere nicht dargestellte Kontakte betätigt. Dabei kann über ein nicht dargestelltes, der Gleisanlage nachgebildetes Schaltungsnetz in der Relaisgruppe FA der Fahrstrassenüberwacher (nicht dargestellt) für die am Signal A beginnende Teil fahrstrasse ansprechen und ein nicht dargestelltes Fahrstrassensignalstellrelais anschalten, das dem über den rechten Strang der Weiche W1 geradeausfüh renden Fahrweg zugeordnet ist und in der Schaltung nach Fig. 3a :die Kontakte FS11 und FS12 be tätigt.
Das Umlegen dieser Kontakte bleibt in diesem Falle wirkungslos, da bei Wirklage des Relais R3 der Relaisgruppe FA der Kontakt R32 geöffnet ist und das Anschalten der Signalstellrelais SS1 und SS2 für die höherwertigen Fahrtsignalbilder gn und gn/ge verhindert.
Beim Schliessen des Kontaktes R33 der Relais gruppe FA spricht in der Relaisgruppe SA über den wieder geschlossenen Kontakt V2 und die in Reihe liegenden Kontakte R33,<B>R13</B> und R23, die durch die Signalabhängigkeitsrelais R1 bis R3 ge schlossen worden sind, das Signalstellrelais SS3 an und schaltet in nicht dargestellten Stromkreisen das Signalbild ge/ge am ,Signal A an.. Ferner bewirken weitere Kontakte der Signalabhängigkeitsrelais R1 bis R3 der Relaisgruppe FA in nicht dargestellten Stromkreisen, dass am Ausfahrvorsignal a kein Halt- oder Fahrtsignalbild angezeigt wird bzw. das unter Umständen vorher angezeigte Signalbild gelöscht wird, solange das in Fahrtrichtung im verkürzten Bremswegabstand folgende Signal B das Haltsignal bild rt zeigt.
Wird die Fahrstrasse befahren und hier durch .aufgelöst, so werden in der Relaisgruppe FA die Kontakte S1, SF1 bis SF3 sowie FS11 und <I>FS12</I> wieder in die dargestellte Lage gebracht. Dabei fallen die Relais R1 und R2 ab und schalten durch ihre Kontakte R13 und R23 das Signalstellrelais SS3 ab. Ferner wird über die Kontakte R11 und R21 sowie R34 und ZF3 die Rückstellwicklung 33 des Relais R3 angeschaltet und dieses in die darge stellte Lage zurückgestellt. In der Relaisgruppe FB werden beim Auflösen der Fahrstrasse die Kontakte Z1 und ZF1 bis ZF4 wieder in die dargestellte Lage gebracht, wobei der Kontakt ZF5 das Relais R3 dieser Relaisgruppe durch Anschalten der Rück stellwicklung zurückstellt.
Kann vor der Vorbeifahrt des Zuges am Signal A beispielsweise die am Signal B beginnende Teil fahrstrasse bis zum Signal C gestellt werden, so spielen sich beim Betätigen der zugehörigen Start- und der Zieltaste für diese Teilfahrstrasse zunächst entsprechende Schaltvorgänge ab. In der Relais gruppe FB werden die Signalabhängigkeitsrelais R1 und R2 zunächst über den Kontakt V1 angeschaltet. Danach werden in dieser Relaisgruppe der Kontakt Z1 und in der Relaisgruppe FC der Kontakt S1 geschlossen.
Nach dem Ansprechen der Prüfrelais P dieser beiden Relaisgruppen werden in der Relais gruppe FB die Kontakte FS11 und FS12 des Fahr strassensignalstellrelais für die geradeaus weiterfüh rende Fahrstrasse sowie die Kontakte SF1 bis SF3 des Startpunktfestlegers dieser Relaisgruppe betätigt. In der Relaisgruppe FC werden die Kontakte ZF1 und ZF2 betätigt. Bei angeschaltetem Haltsignal bild des Signals C sind in der Relaisgruppe SC die Kontakte US1 bis US3 geöffnet, so dass an dem zwischen den Relaisgruppen FC und FB durchge schalteten Teil der Leitung L1 kein Potential liegt. Daher bleiben in der Relaisgruppe FB beim Schlie ssen .des Kontaktes SF2 beide Relais R1 und R2 erregt.
Ihre Kontakte R13 und R23 schalten dann unabhängig von der Ankerlage des Relais R3, da der Kontakt R33 durch die Kontaktbrücke K3 kurz geschlossen ist, das Signalstellrelais SS3 :an, so dass am Signal B das Signalbild geige erscheint. Die Signalstellrelais SS1 und SS2 und die Rückstellwick- lung 33 des Relais R3 bleiben stromlos, da beide Kontakte R11 und R21 geöffnet sind.
Das Relais R3 wird durch seine Rückstellwicklung 32 zurück gestellt, die beim Ansprechen des nicht dargestellten Fahrstrassenüberwachers für am Signal B beginnende Teilfahrstrassen über dessen Kontakt FUl und den Kontakt ZF4 angeschaltet wird.
Beim Anschalten des Signalbildes geige am Si gnal<I>B</I> wird in der Signalgruppe<I>SB</I> der Kontakt US3 geschlossen, so dass an dem zur Relaisgruppe FA führenden Teil der Leitung L1 Minuspotential liegt. Hierdurch fällt in dieser Relaisgruppe das Re lais R 1 ab, während das Relais R2 erregt bleibt.
Durch den beim Abfallen .des Relais R1 öffnenden Kontakt R13 wird das Signalstellrelais SS3 abge schaltet. über den gleichzeitig schliessenden Kontakt R11 und die Kontakte R34 und ZF5 wird die Rück- stellwickluug 33 des Relais R3 .angeschaltet, so dass dieses und seine Kontakte wieder die dargestellte Ausgangslage einnehmen. über den Kontakt R32 und die Kontakte FS11 und FS22 erhält jetzt das Steh relais SS1 der Relaisgruppe SA Ansprechstrom und schaltet am Einfahrsignal A das Fahrtsignalbild gn an. Ferner schalten Kontakte des noch angezogenen Signalabhängigkeitsrelais R2 am Einfahrvorsignal a das Signalbild gn/ge an. Hierdurch wird angezeigt, dass an dem vorausliegenden Signal B ein geschwin digkeitsbeschränkendes Fahrtsignalbild angeschaltet ist.
Wird auch noch die Teilfahrstrasse vom Signal C
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geschlossen. Das Stellrelais SS2 schaltet bei seinem Ansprechen am Signal B das Fahrtsignalbild gn/ge an. Da der hierbei schliessende Kontakt US2 Minus potential an den zur Relaisgruppe FA weiterführen den Teil der Leitung L1 legt, bleibt am Signal A das .Signalbild gn und am Ausfahrvorsignal a das Signal gn/ge angeschaltet.
Wäre der in der Weiche 3 abzweigende Fahr weg eingestellt, so würde bei abgefallenem Relais R1 und erregtem Relais R2 das Stellrelais SS2 über die Kontakte<I>FS12</I> und FS21 ansprechen. Der ge öffnete Kontakt R24 verhindert unabhängig vom Verlauf des Fahrweges, dass das Signalstellrelais SS1 für das höchstwertige Fahrtsignalbild gn .anspricht, solange am vorausliegenden Signal eines der ge schwindigkeitsbeschränkenden Fahrtsignalbilder ge/ ge und gn/ge angeschaltet ist.
Die vorstehend erwähnten Signalbilder bleiben auch dann an den Signalen<I>a, A</I> und<I>B</I> angeschaltet, wenn zusätzlich die am Signal E beginnende Aus fahrstrasse in das Streckengleis Y gestellt und das vorausliegende Blocksignal das Haltsignalbild rt oder das Fahrtsignalbild ge/ge bzw. gn/ge für einen geschwindigkeitsbeschränkenden Signalbegriff zeigt. Dann liegt an dem mit der Signalgruppe SY ver bundenen Teil der Leitung L1 entweder kein Poten tial oder Minuspotential, wobei in der Relaisgruppe FE entweder beide Relais R1 und R2 (kein Potential) angezogen bleiben oder nur das Relais R2 (Minus potential) angezogen bleibt.
In beiden Fällen wird bzw. bleibt an den zurückliegenden Signalen<I>C, B</I> und a das Signalbild gn/ge und am Signal A das Signalbild gn angeschaltet. Erst wenn das Block signal das Signalbild gn zeigt und die Relaisgruppe SY über den Kontakt US1 Pluspotential an die bis :zu dem das Signalbild rt zeigenden Signal E gestellt, so wird in entsprechender Weise, wie sie für die Auswahl des Signalbildes am Signal B in Ab hängigkeit vom Signalbild des Signals C beschrieben wurde, am Signal C das Signalbild ge/ge angeschal tet. Dann liegt über dem Kontakt US3 an dem von der Relaisgruppe FC zur Relaisgruppe FB führenden Teil der Leitung L1 Minuspotential. In der Relais gruppe FB fällt hierdurch das Signalabhängigkeits relais R1 ab, während das Signalabhängigkeitsrelais R2 erregt bleibt.
Daher wird in der Signalrelaisgruppe SB .das Signalstellrelais SS3 durch den Kontakt R13 abgeschaltet. In dem für die Stehrelais SS1 und SS2 gemeinsamen Teil ihrer Ansprechstromkreise ist von den beiden parallel liegenden, bisher geöff neten Kontakten R11 und R21 jetzt der Kontakt R11 geschlossen. In den zu den Stellrelais SS1 und SS2 weiterführenden Stromkreisen mit den vom Fahr weg abhängigen Kontakten FS11, FS12, FS21 und <I>FS22</I> ist nun über ;die Schaltbrücke K6 und den Kontakt R25 der Stromkreis Leitung L1 legt, kann an den Signalen E, C und B ebenfalls das Signalbild gn angeschaltet werden.
Wird beispielsweise in der Relaisgruppe SC der Kontakt US1 geschlossen, so dass an dem zur Relaisgruppe FB durchgeschalteten Teil der Leitung L1 anstatt des Minuspotentials das Pluspotential liegt, dann zieht das Relais R1 an, .da seine beiden Wicklungen 11 und 12 in .der Richtung I-II von Strom durch flossen werden, dagegen fällt dort das bisher ange zogene Relais R2 ab, da seine Wicklung 21 in der Richtung I-II und seine Wicklung 22 in der Rich tung II-I von Strom durchflossen wird. Dabei wird durch den geöffneten Kontakt R25 das Signal stellrelais SS2 abgeschaltet und durch den geschlosse nen Kontakt R24 das Signalstellrelais SS1 ange schaltet. Hierdurch erscheint am Signal B -anstatt des Signalbildes gn/ge das Signalbild gn.
Dann öff net in der Relaisgruppe SB der Kontakt US2 und der Kontakt US1 schaltet Pluspotential an die ,zur Relaisgruppe FA durchgeschaltete Leitung L1, so dass dort das Relais R1 anzieht und das Relais R2 abfällt. Da der Kontakt R24 durch die Schaltbrücke K2 kurzgeschlossen ist, war in der Relaisgruppe SA das Signalstellrelais SS1 bereits erregt und am Si gnal das Signalbild gn angeschaltet.
Durch nicht dargestellte Kontakte des abgefallenen Relais R2 und des angezogenen Relais R1 wird jedoch am Einfahr- vorsignal anstatt des Signalbildes gn/ge das Signal- bild gn/gn .angeschaltet.
Wird die am Signal A beginnende Einfahrstrasse über die Weichen 1, 2, 5 und 4 bis zu dem das Signalbild rt zeigenden Signal D gestellt, so wird nach dem Ansprechen der Relais R1 und R2 der Relaisgruppe FA die Leitung L1 von dieser Teil- fahrstrassenrelaisgruppe über die Weichenrelaisgrup- pen W1, W2, W5 und W4 bis zur Teilfahrstrassen relaisgruppe FD durchgeschaltet.
Nach dem Prüfen dieser Leitung durch die Prüfrelais P dieser beiden Fahrstrassenrelaisgruppen werden in der Relaisgruppe FA die Kontakte SF1 bis SF3 des Startpunktfest- legers und die Kontakte FS21 und FS22 des Fahr- strassensignalstellers für Fahrten über den abzweigen den Strang der Weiche 1 betätigt. In der Relais gruppe FD werden die Kontakte ZF1 und ZF2 des Zielpunktfestlegerelais betätigt. Dann sprechen in der Relaisgruppe FA die Relais R1 und R2 in Abhängig keit von dem Potential an, das die Kontakte US1 bis US3 der Relaisgruppe SD an den durchgeschalte ten Teil der Leitung L1 legen.
Das Relais R3 bleibt in der dargestellten Grundstellung, da die Leitung L3 nicht zur Fahrstrassenrelaisgruppe FD geführt ist. Dies ist auch nicht erforderlich, -da zwischen den Signalen A und D der normale Bremswegabstand vor handen sein soll. In diesem Falle schalten die Relais R1 und R2 am Ausfahrvorsignal a stets das Signal bild an, das dem Signalbild des vorausliegenden Si gnals entspricht. Am Einfahrsignal A kann in diesem Falle das Signalbild ge/ge nicht angeschaltet werden, da der Kontakt R33 im Stromkreis des Signalstell relais SS3 offenbleibt.
Vielmehr erscheint dort stets das Signalbild gn/ge, da in der Relaisgruppe FA der Kontakt R32 geschlossen bleibt und beim Ein stellen der Fahrstrasse über den abzweigenden Strang der Weiche 1 der Kontakte<I>FS21</I> und<I>FS22</I> betätigt werden, so dass nur das Signalstellrelais SS2 an sprechen kann. Dies ist auch dann der Fall, wenn über die Weichen 1, 2, 5 und 6 die Umwegfahr strasse vom Signal A zum Signal C gestellt wird. Dann ist lediglich das Signalbild am Einfahrvor signal a anstatt vom Signalbild des Signals D vom Signalbild des Signals C abhängig.
Beim Einstellen der Fahrstrasse vom Signal A über die Weichen 1, 3, und 4 bis zum Signal D und eventuell weiter über die Weichen 7 und 8 bis zum Signal E werden die Signalbilder am Ausfahr vorsignal a und am Signal A wieder in Abhängigkeit vom Signal B ausgewählt, wie es bereits beschrieben wurde. Die Signalbilder am Signal B sind dann ab hängig vom Signalbild am Signal D. Bei diesem in der Weiche 3 abzweigenden Verlauf des Fahrweges werden in der Relaisgruppe FB anstatt der Kontakte FS11 und FS12 die Kontakte FS21 und FS22 be tätigt. Bleiben in dieser Relaisgruppe beide Relais R1 und R2 erregt, so betätigten ihre Kontakte R13 und R23 das Signalstellrelais SS3, welches das Si gnalbild ge/ge anschaltet.
Dabei ist der den Steil relais SS1 und SS2 für die höherwertigen Fahrtsignal bilder gn/ge und gn gemeinsam zugeordnete Strom kreis mit ,den Kontakten R11 und R12, R21 und R22 und den Schaltbrücken K4 und<I>K5</I> durch beide parallel liegende Kontakte unterbrochen. Bleibt nur eines der Relais R1 und R2 erregt, so wird entweder über die Kontakte R11 und R22 oder R21 und R12 sowie FS12 und FS21 stets das Signalstellrelais SS2 für das Signalbild gn/ge angeschaltet, Das Signal- stellrelais SS1 für das höchstwertige Fahrtsignalbild gn kann nicht ansprechen, da die Kontakte FS11 und<I>FS22</I> sowie entweder der Kontakt R24 oder der Kontakt R25 unterbrochen sind.
Kann von vornherein eine Fahrstrasse eingestellt werden, die sich über mehrere Teilfahrstrassen er streckt, z. B. vom Signal A bis zum Signal E, so wird in allen zugehörigen Teilfahrstrassenrelaisgruppen FA bis FC zunächst die Arbeitsfähigkeit der Signalab hängigkeitsrelais R1 und R2 geprüft. Danach wird in der Relaisgruppe FA der Kontakt S1 und in der Relaisgruppe FE der Kontakt Z1 geschlossen und durch die Prüfrelais P dieser beiden Relaisgruppen die zwischen ihnen durchgeschaltete Leitung L1 auf Durchgang und Potentialfreiheit geprüft.
Danach werden in der Relaisgruppe FA das Startpunktfest legerelais, in der Relaisgruppe FE das Zielpunkt festlegerelais und in den Relaisgruppen FB und FC das Start und das Zielpunktfestlegerelais betätigt. Dabei wird durch ihre Kontakte die durchgeschal tete Leitung L1 in so viel Teile aufgetrennt, wie Teilfahrstrassen zu der Fahrstrasse gehören. Jedes dieser Teile wird in der dem Anfang der betreffen den Teilfahrstrasse zugeordneten Relaisgruppe zu den Signalabhängigkeitsrelais R1 und R2 und in der Relaisgruppe der in Fahrtrichtung folgenden Teil fahrstrasse zu den Kontakten US1 bis US3 durch geschaltet. Durch diese Auftrennung ist sichergestellt, dass die Signalabhängigkeitsrelais R1 und R2 nur vom Signalbild des vorausliegenden Signals abhängig sind.
Die Auswahl der Signalbilder für die einzelnen Signale<I>A, a, B</I> und C erfolgt dann in der bereits beschriebenen Weise.
Die Signalabhängigkeitsrelais R1 und R2 müssen nicht unbedingt je zwei Wicklungen haben. Es ist auch möglich, auf die Wicklungen 12 und 22 zu verzichten und die Leitung L1 über den Kontakt SF2 unmittelbar zwischen den Wicklungen 11 und 21 .anzuschliessen. Dann ist bei Minuspotential der Leitung die Wicklung 11 und bei Pluspotential die Wicklung 12 kurzgeschlossen. Die Relais Rl und R2 arbeiten dabei ebenfalls in der beschriebenen Weise. Sie müssen jedoch für eine höhere thermische Belastung bemessen sein, da beim Kurzschliessen des einen Relais der Strom in dem anderen Relais auf den doppelten Wert ansteigt.
Ferner ist es möglich, mehr als zwei Signal abhängigkeitsrelais vorzusehen und diese über nur eine Leitung eines der Gleisanlage nachgebildeten Schaltungsnetzes bei jedem Signalbegriff des voraus liegenden Signals unterschiedlich zu steuern. Fig. 4 zeigt ein entsprechendes Beispiel für eine Fahr strassenrelaisgruppe FF mit vier Relais R4 bis R7, die über Ventilzellen V4 bis V7 in an sich be kannter Weise mit Wechselstromhalbwellen gespeist werden.
Zwischen den Relais ist eine Leitung L4 angeschlossen, deren Wechselpotential über die Kon takte<I>U4</I> bis<I>U7</I> und die Ventilzellen V40 bis V70 der Signalrelaisgruppe SG vom Signalbild des zu gehörigen Signals abhängig ist. Bei potentialfreier Lei- tung sprechen alle vier Relais R4 bis R7 an. Wird einer der Kontakte<I>U4</I> bis<I>U7</I> geschlossen, so sind das Relais und die Ventilzelle mit der gleichen an gehängten Ziffer während der betreffenden Halb wellen kurzgeschlossen, so dass das Relais abfällt. Sind die Kontakte<I>U4</I> und U6 oder<I>U7</I> bzw. U5 und U6 oder U7 gleichzeitig geschlossen, so sind beide zugehörigen Relais stromlos.
Auf diese Weise können in der Relaisgruppe<I>SG</I> ausser dem Zustand "alle Kontakte<I>U4</I> bis<I>U7</I> geöffnet acht unter schiedliche Schaltzustände mit nur einem oder zwei gleichzeitig geschlossenen Kontakten ausgenutzt wer den, um über die Leitung L4 die Signalabhängigkeits relais R4 bis R7 der Relaisgruppe FF unterschiedlich zu steuern.
Die Erfindung ist nicht nur anwendbar für das beispielsweise erläuterte Signalsystem. Sie kann auch für Eisenbahnanlagen verwendet werden, in denen in Verbindung mit Gleisabschnittssignalen noch zu sätzliche Signale, z. B. Geschwindigkeits- oder Gleis nummeranzeiger, vorgesehen sind.