CH415419A - Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers für Bremsen, Kupplungen oder dergleichen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers für Bremsen, Kupplungen oder dergleichen

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Publication number
CH415419A
CH415419A CH883561A CH883561A CH415419A CH 415419 A CH415419 A CH 415419A CH 883561 A CH883561 A CH 883561A CH 883561 A CH883561 A CH 883561A CH 415419 A CH415419 A CH 415419A
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CH
Switzerland
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sulfur
mixture
clutches
brakes
friction body
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Application number
CH883561A
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English (en)
Inventor
Laburda Viktor
Hoeppli Hermann
Original Assignee
Steatit Magnesia Ag
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/027Compositions based on metals or inorganic oxides
    • F16D69/028Compositions based on metals or inorganic oxides containing fibres
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • F16D2200/0034Materials; Production methods therefor non-metallic
    • F16D2200/0039Ceramics
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers für Bremsen, Kupplungen oder dergleichen    Im Hauptpatent     Nr.   <B>378</B> 764 ist ein Verfahren  zur     Herstel#lung    von keramischen Reibkörpern für  Bremsen, Kupplungen     oderdergleichen    erläutert, bei  welchem ein trockenes Gemenge aus anorganischen  Fasern, Glasfritten, Metallpulvern     und/oder        Metall-          oxydpulvern    und gegebenenfalls     Graphit-,        Sulfid-          und/oder        Bornitridpulver    zu Formkörpern.

       verpresst     und     isodann    bei relativ niedrig liegenden     Temp#era-          turen    gebrannt wird. Das keramische Brennen kann  hierbei durch ein     Heisspressverfahren.,ersetzt    sein, bei  welchem im zu pressenden Material Temperaturen  erreicht werden, die im gleichen Intervall wie beim  keramischen Brennen, nämlich bis<B>550</B> oder bis  <B>6501 C</B> liegen. Die Metallpulver können auch     Metall-          Legierungspulver    sein, z. B. Bronze- oder Messing  pulver.  



  Die letzte Versatzgruppe (Graphit     usw.)    dient  laut Hauptpatent dazu, ein starkes Ansteigen der  Reibzahl (auch Reibbeiwert genannt) mit abnehmen  der Relativgeschwindigkeit zwischen dem Reibkörper       unds6inem    Gegenkörper, z. B. der Bremsscheibe, zu  vermindern oder     auszuischalten.    Für die Verwendung  erfindungsgemässer Reibkörper ist daher die     Zu-          mischung    von Komponenten aus der letzten Gruppe  im allgemeinen     unerlässlich,    will man die Gefahr des       Blockierens    einzelner Räder von Fahr- oder Flug  zeugen nach Möglichkeit ausschalten.  



  Daher wurde diese Gruppe zusammensetzungs  mässig besonders intensiv untersucht. Während im  Hauptpatent Graphit,     Bomitrid        und/oder        Molybdän-,     Antimon-, Blei-, Zinn-, Zink- oder     Kadmium-Sulfide     als mögliche Bestandteile genannt     wordensind,    haben  neuere, auch experimentelle Untersuchungen ergeben,       dass    auch die Sulfide der Eisenmetalle ferner des  Kupfers, Titans, Wismuts und des     Vanadiums    als  Zuschlagsstoffe geeignet sind.

   Ferner hat es sich  hergeben,     dass    es vielfach genügt, dem     Versatzünstelle       der genannten Sulfide oder eines Teiles derselben  Schwefel beizugeben, und zwar in solchen Mengen,       dass    während der     Verfahrenssehritte,    bisweilen bereits  in der Zerkleinerungsvorrichtung, dieser     Schwefel-          sich    mit gewissen Metallen zu geeigneten Metall  sulfiden verbindet, beispielsweise zu Kupfersulfid.

      Anstelle des Schwefels können alle diejenigen  technisch verwertbaren Schwefelverbindungen ge  wählt werden, die im Temperaturbereich zwischen  20, und<B>550</B>     bzw.   <B>6501 C</B> in Gegenwart der genann  ten Metallpulver instabil werden und zerfallen. Der  hierbei     freiwerdende    Schwefel lagert sich an Metall  atome an, und es entstehen beispielsweise Kupfer-,  Eisen-     und/oder        Molybdän-Sulfide.    Selbst einige der  vorstehend als Versatzkomponenten erwähnten Aus  gangssulfide sind in Gegenwart     #stark        schwefelaffiner     Metalle in entsprechender Weise     umlagerungsfähig,     z. B. Aluminiumsulfid.

   Wird dieses als Ausgangs  sulfid verwendet, so kann es im Versatzgemenge  zusammen mit beispielsweise dem Blei aus einer       Bleiglasfritte    teilweise oder ganz zur Bildung von  Bleisulfid     Anlass    geben, indem     #sein    Schwefelgehalt  sich mindestens teilweise an Bleiatome anlagert und  ,die entsprechende Menge von Aluminiumatomen frei  wird.  



  Verwendet man ferner beispielsweise organische  und     thernüsch    instabile Schwefelverbindungen, so  werden nach erfolgter Zersetzung die entsprechenden  bisherigen Verbindungspartner des Schwefels beim  keramischen Brennen oder beim Heisspressen aus  getrieben. In anderen Fällen darf angenommen wer  den,     dass    die bisherigen     Verbindungspartner    des  Schwefels in den     Glasfluss,    aufgenommen werden  oder     dass    sie selbst einen     Glasfluss    bilden oder     dass     ,sie als     freigeworidene    Bestandteile im Endprodukt  verbleiben.

        Zusammenfassend ist also festzustellen,     dass        idie     Art der Schwefelverbindungen von     iuntergeordneter     Bedeutung ist, wenn nur die Möglichkeit zur Bildung  beständiger Sulfide, z. B.     Molybdänsulfid,    im fertigen  Produkt geschaffen wird.  



       Hiii,#ichthch!des    genannten     Bornitrides        habendie     durchgeführten Untersuchungen zu der Erkenntnis  geführt,     dass    vermutlich die der     Graphitstruktur    ähn  liche     Kristallstmktur    des     Bomitrides    bewirkt,     dass    der       ezeugte    Reibkörper eine gut konstant bleibende  Reibzahl aufweist, auch wenn     idie    Relativgeschwin  digkeit zwischen Reibkörper und Gegenkörper sich  dem Werte Null nähert.

   Grundsätzlich sind daher  alle diejenigen chemischen Verbindungen als Ersatz  für     Graphit    oder für die genannten     Sulfide    oder für       Bomitrid    geeignet, welche     ün    wieder abgekühlten Zu  stand eine der Kristallstruktur des Graphits ähnliche  Struktur aufweisen.  



  Versatzbeispiele. Von<B>je 100</B> Gewichtsteilen eines  trockenen Versatzgemenges bestehen    <B>1. 30</B> Gewichtsteile aus Asbest  40 Gewichtsteile aus Glasfritte  <B>28</B> Gewichtsteile aus Bronze  2     Gewichtsteile    aus Schwefel  oder  2.<B>30</B> Gewichtsteile (aus Asbest  40 Gewichtsteile aus Glasfritte  20 Gewichtsteile aus Bronze  <B>10</B>     Gewiehtsteile    aus Aluminiumsulfid    Die Weiterverarbeitung erfolgt in gleicher Weise, wie  im     Hiauptpatent    angegeben.  



   Trocken  bedeutet in diesem Falle,     dass    die  ,Pulver     usw.    nicht einem gesonderten     Trocknungs-          vorgang    unterworfen wurden, sondern     dass    sie mit    so viel Wasser behaftet in den Versatz gelangen kön  nen, wie sie auf Grund ihrer eventuellen hygroskopi  schen Eigenschaften ungehindert aus der Umgebung  haben aufnehmen können.<B>-</B> Da einige der in Be  tracht kommenden Sulfide oder der     sulfidbildenden    40  Versatzanteile in ausreichendem Masse bindend<B>zu</B>  wirken vermögen, so ist das Hinzufügen eines ge  sonderten     Plastifizierungsmittels    bisweilen überflüssig.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers für Bremsen, Kupplungen oder dergleichen nach Patent anspruch das Hauptpatentes, dadurch gekennzeich net, dass man dem trockenen metallhaltigen Gemisch Schwefel oder solche Schwefelverbindungen, die in der Wärme in ihre Komponenten zerfallen, zumischt und das so entstandene Gemenge während oder nach Verpressiung bei höchstens<B>650' C</B> brennt, wobei der Schwefel oder die Schwefelverbindungen dem Versatz in #solchen Mengen zugesetzt werden, dass,das gesamte Quantum an freiem oder freigewordenem Schwefel als Metallsulfid im Endprodukt auftritt.
    UNTERANSPRÜCHE <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kenn eichnet, idass das Gemenge heiss verpresst wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, tdadurch ge kennzeichnet, dass idas Gemenge auf keramische Ver fahrensweise kalt verpresst und nachher bei Tempera tur bis<B>6500 C</B> gebrannt wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Gemisch Aluminiumsulfid zugemischt wird.
CH883561A 1960-02-10 1961-07-27 Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers für Bremsen, Kupplungen oder dergleichen CH415419A (de)

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