CH415453A - Lattenförderer - Google Patents
LattenfördererInfo
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Description
Lattenförderer
Die Erfindung bezieht sich auf einen Lattenförderer mit auf einem oder mehreren Trägern angeordneten Latten zur Aufnahme des zu fördernden Gutes.
Derartige Lattenförderer werden in grossem Umfang in der Textilindustrie eingesetzt, finden dar über hinaus aber auf praktisch allen Gebieten der Fördertechnik Anwendung, beispielsweise im Postwesen zum Transport von Paketen oder in industriellen Maschinen und Anlagen.
Da das zu transportierende Gut unmittelbar auf die Latten gelegt und während des Transports auf diesen Latten liegend mitgeführt wird, ergibt sich in der Praxis je nach Art der transportierten Güter ein beträchtlicher Verschleiss der Latten. Demlgegen- über liegt die Lebensdauer des Lattenträgers, beispielsweise eines als endloses Band ausgebildeten Riemens aus Leder oder Gummi, infolge der geringeren Beanspruchung wesentlich höher.
Durchschnittlich ist der Verschleiss der Latten gegenüber, der Abnutzung des Lattenträgers so gross, dass während der Lebensdauer eines Lattenträgers die Latten 2-3 mal ausgewechselt werden müssen.
Es ist bisher üblich, die Latten mit Hilfe von Nieten oder Schrauben auf dem Lattenträger zu befestigen oder aber Stifte zu verwenden, die in der Art eines N ; agels, sowohl durch den Lattenträger als auch durch die Latten getrieben und auf der Aussen seite des Lattenträgers oder der Latten umgeschlagen sind. Die bisherige Art der Befestigung ist jedoch für ein Auswechseln der Latten ausserordentlich ungünstig, da die Befestigungsmittel nur mit besonderen Werkzeugen und im allgemeinen nur beim demontierten Lattenförderer entfernt werden können. Dies bedingt, dass bei jeder erforderlichen Erneuerung der abgenutzten Latten unter Umständen die gesamte Förderanlage über lange Zeit stillgesetzt werden muss.
Bei verschiedenen Maschinen und Anlagen ist es darüber hinaus sogar erforderlich, zahlreiche Teile von der Maschine zu entfernen, um den in der Maschine liegenden Lattenförderer herausnehmen zu können. In keinem Fall ist es möglich, in einfacher Weise und ohne wesentlichen Zeitaufwand an Ort und Stelle die abgenutzten Latten zu entfernen und die neuen, ausgetauschten Latten wieder auf dem Lattenträger zu befestigen.
Die Erfindung schafft demgegenüber eine wesentlich verbesserte Befestigung zwischen Latten und Lattenträger dadurch, dass die Latten durch Druckknöpfe mit dem Lattenträger verbunden sind. Diese Befestigung gestattet es, ohne Werkzeuge alle abgenutzten Latten innerhalb kürzester Zeit zu entfernen und dafür neue Latten in der gleichen einfachen Weise wieder auf dem Lattenträger anzubringen, und zwar an Ort und Stelle innerhalb der Maschine ohne Notwendigkeit einer Demontage oder auch nur einer wesentlichen Stillstandsperiode des gesamten Latten±örderers. Diese Befestigung gestattet es fer nerhin, einen Lattenförderer in kürzester Zeit mit verschiedenen, dem jeweiligen Bedarf angepassten Latten zu versehen, z.
B. ausser den üblichen, einfachen Latten mit solchen, die ähnlich einer Rollade dicht aneinandergefügt sind und damit einen Förderer nach Art eines Plattenbandförderers ergeben, oder mit solchen, die unterschiedliche Aussparungen für die zu transportierenden Gegenstände aufweisen und damit den Gegenständen während des Transports einen sicheren Halt geben. Die letztgenannte Möglichkeit führt bei Abfüllvorgängen mit häufig variierenden Behältern, wie sie beispielsweise in der Arzneimittelindustrie, der Parfümindustrie oder der Getränkeindustrie vorkommen, während jeder Abfüllperiode zu einer einfachen und vorteilhaften Anpas sung an die gerade verwendete Behälter-Grundriss- form (rund, eckig, oval).
Die Druckknöpfe können jede gewünschte und geeignete Ausbildungsform besitzen. An den beiden einander zugekehrten Flächen der Latten und der Lattenträger können ausserdem die Druckknopfteile in jeder geeigneten Weise befestigt sein, z. B. durch Kleben oder mit Hilfe eines an die Druckknopfteile angesetzten Schaftes, der in der Latte bzw. den Lattenträger verankert ist.
Zweckmässig sind an jeder Verbindungsstelle zwischen den Latten und dem Lattenträger wenigstens zwei im Abstand voneinander angeordnete Druckknöpfe vorgesehen. Dadurch ist es möglich, auch Drehbeanspruchungen der Latten in der Ebene des Lattenträgers aufzunehmen, d. h. eine winkelmässige Verschiebung zwischen Latte und Lattenträger durch die Belastungsaufnahme an zwei oder mehr Punkten zu verhindern.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung stellen dar:
Fig. 1 ein Förderband mit gemäss der Erfindung befestigten Latten im Grundriss,
Fig. 2 ein Detail der Befestigung zwischen Latte und Lattenträger im Schnitt und
Fig. 3 das Detail gemäss Fig. 2 in einer modifizierten Ausführungsform.
Ein Lattenförderer kann aus einem oder mehreren bandförmigen Lattenträgern 1 und 2 bestehen, auf dessen Oberfläche in einem bestimmten, je nach Verwendungszweck gewählten Abstand Latten 3 zur Aufnahme des geförderten Gutes befesX sind.
Die Lattenträger 1 und 2 können endlose Riemen aus Leder, Gummi oder dergleichen sein. Die Latten 3 bestehen im allgemeinen aus Holz, jedoch ist auch anderes Material möglich.
Erfindungsgemäss sind die Latten 3 mit Hilfe von Druckknöpfen 4 auf der zugekehrten Oberfläche der Lattenträger 1 und 2 befestigt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist es zweckmässig, zwei oder mehr Druckknöpfe 4 an einer Verbindungsstelle zwischen Lattenträger oder Latte vorzusehen. Durch die im Abstand voneinander liegenden Druckknöpfe wird eine Befestigung erzielt, die auch in der Ebene der Lattenträger 1 und 2 ein Drehmoment aufnehmen kann. Auf diese Weise wird der Winkel zwischen den Latten und den Lattenträgern, im allgemeinen ein rechter Winkel, auch gegen Verschiebungsbelastungen aufrechterhalten. Die Druckknöpfe können in üblicher Weise aufgebaut sein, beispielsweise, wie in der Zeichnung dargestellt, mit einem etwa zylindrischen Kopfteil 5 (bzw. 5'), der in ein mit einem Federring 1.1 versehenes Buchsenteil 6 (bzw. 6') eingedrückt wird.
Für die konstruktive Ausgestaltung der Befestigung der Druckknöpfe an den einzelnen Teilen des Förderers sind verschiedene Möglichkeiten gegeben.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel ist an die beiden miteinander durch Druck zum Eingriff gelangenden Teile 5 und 6 des Druckknopfes jeweils ein Verankerungsstück in Form eines Schaftes 7 bzw. 8 angesetzt, der durch eine Bohrung in der Latte 3 bzw. im Lattenträger 1 hindurchgeführt ist und auf der vom Druckknopf abgelegenen Seite eine Verbreiterung 9 bzw. 10 trägt. Bei der Montage des Druckknopfes wird das freie Ende des Schaftes 7 bzw. 8 durch eine Bohrung im jeweiligen Druckknopfteil hindurchgeführt und innerhalb der Druckknopfteile durch Nieten festgelegt.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Beispiel sind die zum Eingriff gelangenden Teile 5' und 6' des Druckknopfes jeweils mit Schraubenschäften 7' bzw. 8', die Metall- oder Holzgewinde haben können, in der Latte 3 und dem Lattenträger 1 verschraubt. Dabei gehört der Schraubschaft 8' zu einer Senkschraube, die durch eine Bohrung im Buchsenteil 6' des Druckknopfes hindurchgeführt ist, während der Schraubschaft 7' fest mit dem Kopfteil 5' des Druckknopfes verbunden ist, so dass dieses zugleich den Schraubenkopf bildet. Der in den Lattenträger 1 eingreifende Schraubschaft 7'ist bei dieser Ausführungsform zweckmässig durch eine Konusbuchse 9' gesichert.
Anstelle dieser mechanischen Befestigung können Teile 5 und 6 des Druckknopfes laber auch beispielsweise durch Klebung auf den zugekehrten Oberflächen der Latte bzw. des Lattenträgers befestigt sein.
Zweckmässig ist zur Erzielung einer glatten Anlage der Latten an der zugekehrten Oberfläche des Lattenträgers der an der Latte befestigte Teil 5 des Druckknopfes versenkt angeordnet. Die Ausnehmung 12, in der sich der Teil 5 befindet, ist so dimensioniert, dass im fertig montierten Zustand auch der mit dem Lattenträger 1 verbundene Teil 6 des Druckknopfes versenkt ist. Dadurch liegen die einander zugekehrten Flächen der Latten und der Lattenträger unmittelbar aneinander.
Für die Wirkungsweise ist es unwesentlich, ob der Kopfteil 5 des Druckknopfes an der Latte und der den Kopfteil 5 erfassende äussere Buchsenteil 6 des Druckknopfes am Lattenträger befestigt ist, oder ob die Anordnung umgekehrt gewählt ist.
Zur Erzielung einer glatten Aussenfläche der Latten kann, wie in Fig. 2 dargestellt, auch die Erweiterung 9 des Ankerschaftes 7 versenkt angeordnet sein, so dass die die zu transportierenden Güter aufnehmende Fläche der Latten keine Erhebungen aufweist.
PATNTANSPRUCH
Lattenförderer mit auf einem oder mehreren Trägern angeordneten Latten zur Aufnahme des zu fördernden Gutes, dadurch gekennzeichnet, dass die Latten (3) durch Druckknöpfe (4) mit dem Lattenträger (1, 2) verbunden sind.
Claims (1)
- UNTERANSPRÜCHE 1. Lattenförderer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Verbindungsstelle zwischen Latte (3) und Lattenträger (61, 2) wenigstens zwei im Abstand voneinander angeordnete Druckknöpfe (4) aufweist.2. Lattenförderer nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden miteinander zum Eingriff gelangenden Teile (5 und 6) der Druckknöpfe je mit einem Schaft (7, 8 bzw. 7', 8') verbunden sind, der in der Latte (3) bzw. im Lattenträger (1) verankert ist.3. Lattenförderer nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (7 oder 8) durch eine Bohrung in der Latte (3) bzw. im Lattenträger (1) hindurchgeführt und auf der jeweils rückwärtigen Seite durch eine Verbreiterung (9, 10) gesichert ist.4. Lattenförderer nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (7' oder 8') als Schraubschaft ausgebildet und mit der Latte (3) bzw. dem Lattenträger (1) versch ubt ist.5. Lattenförderer nach Unteranspruch 4, dadurch gkennzeichnet, dass der mit dem Lattenträger (1) verschraubte Schaft (7') durch eine Gegenmutter (Konusbuchse 9') gesichert ist.6. Lattenförderer nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden miteinander zum Eingriff gelangenden Teile (5 und 6) des Druckknopfes durch Klebung auf den zugekehrten Flächen der Latte (3) bzw. des Lattenträgers (1) befestigt sind.7. Lattenförderer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander in Eingriff befindlichen Druckknopfteile in einer Ausnehmung (12) der Latte (3) versenkt angeordnet sind.
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