CH415555A - Verfahren zur Filtration von Flüssigkeiten mit Hilfe leicht regenerierbarer Filterhilfsmittel - Google Patents
Verfahren zur Filtration von Flüssigkeiten mit Hilfe leicht regenerierbarer FilterhilfsmittelInfo
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Description
Verfahren zur Filtration von Flüssigkeiten mit Hilfe leicht regenerierbarer Filterhilfsmittel Eine neuere Methode der Filtration von Flüssigkeiten besteht bekanntlich darin, dass die zu filtrierenden Flüssigkeiten durch sogenannte Anschwemm- Mittel gepresst werden Diese Anschwemm-Mittel bestehen meist aus pulvrigen Substanzen, wie Kieselgur, Asbestfasern, Zellulose, Kohlegries, etc., die vor Beginn der eigentlichen Filtration auf einen geeigneten Träger (Metallsiebe, Tücher, Kunststoffgewebe usw.) aufgeschlämmt werden und die dann die eigentliche Filterschicht bilden. Nach beendeter Filtration wird die mit dem Filtrationsrückstand (z. B. Schmutzbestandteile) durchsetzte Anschwemmschicht durch Spülung gereinigt und es erfolge eine neue Anschwemmung. Es ist immer wieder versucht worden, eine geeignete Methode zu finden, mit Hilfe derer die teilweise sehr kostspieligen Anschwemm-Mittel regeneriert werden können. Besondere Schwierigkeiten ergeben sich bei der Filtration sehr viskoser Flüssigkeiten, z. B. von Kunststofflösungen und Kunststoffschmelzen, wie sie bei der Erzeugung von Kunststoff Spinnfasern und Kunststoff-Folien verwendet werden. So müssen aus Zeliulose-Xanthogenat-Lösungen Quellkörper und ungelöste Natron-Zellulosefasern durch Filtration entfernt werden. Bei dieser Aufgabe versagen die bekannten obengenannten Anschwemm-Filtermittel, sie ergeben sehr geringe Fil trationsleistungen und die Regeneration der An schwemm-Filtennitbel scheitert daran, dass diese Mittel zusammen mit den aus der Flüssigkeit etnfernten Schmutzteilchen eine praktisch untrennbare Mischung darstellen. Auch kann bei manchen Filterhilfsmitteln ein Durchgang von Quellkörpern dadurch erfolgen, dass diese sich durch den angewandten Dmck verformen und durch die Filterschicht durchgehen. Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung ermöglicht eine Lösung der genannten Filtrationsaufgabe unter Vermeidung der Nachteile. Es besteht darin, dass die zu filtrierenden Flüssigkeiten durch eine auf einer durchlässigen Stützschicht aufgebaute Anschwemm-Filterschicht aus Metallpulver gepresst werden. Dieses Metallpulver besteht vorteilhafterweise aus scharfkantigen und spitzigen Teilchen, z. B. feinen Feilspänen aus nichtrostendem Stahl. Soll eine für bestimmte Filtrations aufgaben vorteilhafte Ob er- flächenvergrösserung der Filtermittelteilchen erzeugt werden, so ist diese z. B. durch Anätzen mit Säure oder Lauge erzielbar. Hierbei kann die Wirkung dadurch verstärkt werden, dass anstelle reiner Metalle Mischungen verschiedener Metalle angewandt werden, die unterschiedliche Löslichkeit besitzen. Durch diese Bearbeitungen erhalten die als Filtermittel dienenden Metallpulverteilchen eine grössere Oberfläche, gegebenenfalls poröse Struktur, so dass eine Adsorption feinster Trübstoffteilchen ermöglicht wird,was die Filtrationsschärfe erhöht, ohne die Mengenleistung wesentlich zu vermindern. Besonders bei der Anwendung des Verfahrens auf die Filtration von Kunststofflösungen und schmelzen werden gute Filtrationsschärfe und hohe Durchflussleistungen erreicht. Während man bei den bisher bekannten Filtrationsverfahren mit Filterpressen spezifische Durchflussleistungen von 20 bis 100 l/m2/h erzielt, konnten nach dem neuen erfindungsgemässen Verfahren Leistungen von 50 l/m2/h und mehr erhalten werden. Das metallische Anschwemm-Filtermittel kann leicht regeneriert werden. Infolge des hohen spezifischen Gewichtes können sie leicht von den ausfiltrierten Schmutzteilchen, die spezifische Gewichte meist unter 1 bis 2 haben, durch Aufschlämmen und Dekantieren getrennt werden. Da die Metallteilchen wärmebeständig, die Schmutzteilchen meist brennbar sind, ist eine Regenerierung auch durch Verbrennen des Filterkuchens möglich. Eventuelle Asche kann durch Aufschlämmen und Dekantieren entfernt werden. Das erfindungsgemässe Verfahren vereinigt also hervorragende Filtereigenschaften auch bei schwer filtrierbaren Flüssigkeiten mit bester Regenerierbarkeit des Filtermittels. Die bei anderen Verfahren schwer zu erreichende Zurückhaltung der Quellkörper ist hiermit überraschend gut möglich, wohl dadurch, dass die spitzigen und scharfkantigen Feilspänchen die weichen Quellkörper aufspiessen , so dass sie in der Filterschicht abgefangen werden. Das Verfahren wurde auf Scheibenfiltern mit horizontalen, nur oben durchlässigen Filterplatten durchgeführt, wobei die Reinigung, d. h. die Entfernung der Rückstände in bekannter Weise durch Rotation der Filterelemente und gleichzeitiger Spülung mit Wasser oder Natronlauge erfolgte. Die in der Spülflüssigkeit aufgeschlämmten Rückstände können nun durch Dekantation in absinkendes, schweres Metallpulver und oben wegfliessende Fasern und Quellkörper aufgeteilt werden. Das Metallpulver ist nun für die nächste Filtration wiederum einsatzbereit. Wenn viele Quellkörper oder Fasern vorhanden sind, kann der Filtrationsrückstand d auch mit Natron- lauge behandelt (sogar gekocht) werden, zwecks Auflösung dieser Stoffe und Reinigung des Metallpulvers. Ein Ausbrennen der Rückstände ist - wie bereits erwähnt - ebenfalls möglich, doch meistens nicht nötig.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Filtration von Flüssigkeiten mittels leicht regenerierbarer Filterhilfsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die zu filtrierenden Flüssigkeiten durch eine auf einer durchlässigen Stützschicht aufgebaute Anschwemm-Filterschicht aus Metallpulver gepresst werden.II. Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I auf die Filtration von Kun tstoff-Flüssigkei- ten.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallpulver aus feinen Spänen mit scharfen Kanten und Spitzen besteht.2. Verfahren nach Patentanspruch I und d Unter- anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallpulverteilchen aus einem Mischmetall bestehen.3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallpulverteilchen poröse Struktur aufweisen.4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die poröse Struktur der Metallpulverteilchen durch Anätzen erzeugt wird.5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterrückstände nach beendeter Filtration in einem Lösungsmittel aufgeschlämmt und durch Dekantieren Schmutzb estandteilchen und wiederzuverwendendes Filtermittel getrennt werden.6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Filter rückstände mit Laugen und d Säuren behandelt wer- den.7. Anwendung nach Patentanspruch II auf die Filtration von Kunststoff-Schmelzen.8. Anwendung nach Patentanspruch II auf die Filtration von Kunststoff-Lösungen.9. Anwendung nach Patentanspruch II auf die Filtration von Zellulose Xanthogenat-Lösungen.
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