CH415978A - Verfahren zur Herstellung kleiner Glasperlen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kleiner Glasperlen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH415978A
CH415978A CH722864A CH722864A CH415978A CH 415978 A CH415978 A CH 415978A CH 722864 A CH722864 A CH 722864A CH 722864 A CH722864 A CH 722864A CH 415978 A CH415978 A CH 415978A
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CH
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glass
hot gas
zone
molten glass
glass beads
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CH722864A
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English (en)
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E Searight Charles
W Smalley Hugh
L Robinson Hyman
Original Assignee
Cataphote Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass
    • C03B19/10Forming beads
    • C03B19/1005Forming solid beads
    • C03B19/102Forming solid beads by blowing a gas onto a stream of molten glass or onto particulate materials, e.g. pulverising

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Glass Melting And Manufacturing (AREA)

Description


  Verfahren zur     Herstellung        kleiner    Glasperlen und Vorrichtung zur Durchführung  des Verfahrens    Es sind bereits Verfahren und Vorrichtungen zur  Herstellung kleiner     Glasperlen,    welche zum     Reflek          tierendmachen    und für verschiedene andere indu  strielle Zwecke     Verwendung    finden können, bekannt.

    Dabei werden 'die Glasperlen in der Weise herge  stellt, dass man     vorfabriziertes    Glas     abkühlt,    zer  bricht, Teilchen von annähernd der Grösse der ge  wünschten Glasperlen aussiebt und diese in einen  Ofen mit aufwärts.     gerichteter    Flamme einbringt,  welche die Glasteilchen     in    Kugelform     überführt    und  nach oben     mitführt;    die     nunmehr        kugeligen    Glas  teilchen durchlaufen darauf     eine    relativ     kühlere    Zone,  wo :das Glas fest wird, und werden schliesslich in  geeigneten Mulden     in    der Nähe des:

   oberen oder     Aus-          trittsendes    des Turms des Ofens gesammelt. Eine  :derartige Vorrichtung ist beispielsweise in der     USA-          Patentschrift        Nr    2 730 841 beschrieben.  



  Die     bekannten        Verfahren    weisen verschiedene  Nachteile auf. Vorab sind     sie    für eine Massenproduk  tion     unwirtschaftlich,    da Glas, das bei seiner ur  sprünglichen Herstellung in geschmolzenem Zustand  vorliegt, zum     festen    Zustand abgekühlt und nach  der Zerkleinerung wieder     geschmolzen    werden muss.  Der Verlust an Leistungsfähigkeit infolge     zweier    ge  trennter und     unterschiedlicher    Heizoperationen ist  offensichtlich.  



  Ein weiterer Nachteil der bekannten Verfahren  liegt darin, dass Glas, welches ein ausgeprägtes  Schleifmittel darstellt, für die für seine     Zerkleinerung     gewöhnlich     verwendeten    Steinbrecher oder     ähnlichen     Vorrichtungen äusserst schädlich ist; der Unterhalt  :der Einrichtungen ist daher teuer und zeitraubend.  



  Ein     weiterer    Nachteil     liegt    darin,     dass    eine grosse  Menge des ursprünglich     geschmolzenen    Glases       während    der     Pulverisation    als Staub, der für     eine     Verwendung im     Verfahren    zu     fein        ist,    verloren geht.    Diese Verluste betragen 5 bis 10     %    der ursprüngli  chen Glasmenge.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, diese  Nachteile zu überwinden, indem die Glasperlen     direkt     aus dem geschmolzenen Glas hergestellt werden.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung     ;ist    ein  Verfahren Dur Herstellung kleiner Glasperlen, wel  ches dadurch gekennzeichnet ist, dass man einen  Strom heissen Gases von einer     Temperatur    oberhalb  des normalen     Verarbeitungstemperaturbereiches    des  Glases     erzeugt,    welcher eine Zone hoher Geschwin  digkeit aufweist;

   dass man einen Strom     geschmolzenen     Glases in :die Zone hoher     Geschwindigkeit    des Gas  stromes einführt, wodurch der     Glasstrom    .in eine  Vielzahl von feinen Strömen geschmolzenen Glases       aufgeteilt        wird,        d'ass    man die feinen Glasströme in  eine Zone hoher Turbulenz einbringt, wobei die  Ströme in eine     Vielzahl    kleiner     Glasstäbchen    zerbro  chen werden, dass man die Temperatur der Glas  stäbchen genügend hoch hält, damit sich unter der  Einwirkung der Oberflächenspannung aus .den     Glas-          stäbchen    Glasperlen bilden,

   und dass man die Glas  perlen abkühlt und sammelt.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner  eine Vorrichtung zur     Durchführung    .des erfindungs  gemässen Verfahrens, welche dadurch gekennzeich  net ist, dass sie eine verengte, mit einem Heissgas  .erzeuger in Verbindung stehende, über ihre gesamte  Länge konstante Abmessungen     aufweisende    Heiss  gaszuführung, welche so ausgebildet ist, dass sie in       sie        durchströmenden    heissen Gasen eine Zone hoher  Turbulenz erzeugt, und eine mit einem Reservoir       für    geschmolzenes Glas in Verbindung stehende, in  die von :

  der     Heissgaszuführung        erzeugte    Zone hoher  Turbulenz einmündende     Zufuhrleitung    für geschmol  zenes     Glas        aufweist.              Zweckmässigerweise    sind in der     Nähe    der Heiss  gaszuführung,     beispielsweise    ringförmig um diese  herum, mehrere     Nebenheissgaszuführungen    angeord  net.  



  Einige beispielsweise Ausführungsformen der     er-          findungsgemässen        Vorrichtung    werden an Hand der  Zeichnung näher     beschrieben;        es    stellen     dar:

            Fig.    1 eine     .Seitenansicht    einer ersten Ausfüh  rungsform der     Vorrichtung,          Fig.    2 einen     Schnitt    in grösserem Massstab durch  die in     Fig.l    dargestellten     Primär-    und Sekundär  brenner, woben die Wirkung des turbulenten     Ver-          brennungsgasstromes    auf den Strom geschmolzenen  Gases gezeigt     wird,          Fig.    3     einen    Schnitt :

  durch einen     Teil    des Ofens  nach der Linie 3-3 ,in     Fig.    2,       Fig.    4 eine     Seitenansicht,        teilweise        im    Schnitt,  einer Abänderung der in     Fig.    1 dargestellten Vor  richtung,     bei    welcher die Verbrennungsgase und die       gebildeten    -Glasperlen sich     äbm        wesentlichen        in    verti  kaler Richtung bewegen,

         Fig.    5 einen Schnitt einer anderen     Ausführungs-          form.    der in     Fig.    1, 2 und 4     :dargestellten    Austritts  düse des     Primärbrenners    und der     Zuführungsleitung     für das geschmolzene Glas,       Fig.    6 einen     Teilschnitt    nach     Linie    6-6 durch  den in     Fig.    5 dargestellten Brenner und die Zu  führungsleitung für das geschmolzene Glas,

   und       Fig.    7     einen    Schnitt nach der Linie 7-7     in        Fng.    5.       In        Fig.    1-3 ist eine     Ausführungsform    der er  findungsgemässen Vorrichtung dargestellt, die hier  als      Horizontaltyp     bezeichnet     wird.    Dieser Aus  druck leitet sich von der allgemeinen Bewegungs  richtung der heissen Gase in den Ofen     hinein    her.  Die Vorrichtung besteht aus     einem    Ofen mit einer  senkrechten     Saitenwand    12, welcher jede gewünschte  Form saufweisen kann, z. B. rund, rechteckig usw.

    Er     umfasst    ferner einen Boden 14 und einen Ober  teil 16, der eine geeignete Form aufweist, damit die  Verbrennungsgase gesammelt und durch     einen    in  der Mitte angeordneten Abzugsschacht 18     abgeführt     werden.  



  Die Seitenwand 12 des Ofens 10     nst    mit einem  sich auswärts erstreckenden Teil 20 versehen, welche  zur Aufnahme einer     Primär-Heissgaszufuhrdüse    22  und     einer    Anzahl     Sekundär-Heissgaszufuhrdüsen    24  geeignet ist. Die dargestellte Ausführungsform weist  sechs     Sekundärdüsen    auf,     doch    könnte auch     eine    be  liebige andere Anzahl vorgesehen sein.  



  Die     Sekundär-Heissgaszufuhrdüsen    24 sind durch  eine     ringförmige    Rohrleitung 26 und     ein        Zufuhrrohr     28 mit     einer        Heissgasquelle    (nicht dargestellt) ver  bunden.

   Jede der Nebendüsen 24 ist     mit    einem       Deflektor    30 versehen, welcher bewirkt, dass der  von     ihr    ausgehende Gasstrom     einwärts        und    auf einen       im    Innern :des Ofens gelegenen     Fokalpunkt    gerichtet  ist, wie später noch     näher    erläutert werden wird.  



  Die     Primär-Heissgaszufuhrdüse    22 umfasst das       Austrittsende    eines Primärbrenners 32, welcher im  wesentlichen ein     feuerfest    ausgekleideter kleiner Ofen    ist, :in welchem Wärme in grossen Mengen bei Tem  peraturen der Grössenordnung 1650  C und Ge  schwindigkeiten bis zu 750     m/sek.    erzeugt     wird.     



  Der     ,Brenner    32 umfasst eine äussere Wand 34,  welche mit irgendeinem feuerfesten Material 36 aus  gekleidet ist, und besitzt eine Brennstoff- und Luft  zufuhrleitung 38.     Das    durch die Zuführung 38 ge  lieferte brennbare Gemisch tritt in eine Vorkammer  40 und von dort durch gelochte     Keramikplatten    42  in die     Hauptverbrennungskammer    44 ein. Die inneren  Wände der Verbrennungskammer 44 laufen gegen  das Ausladende hin zusammen, um in der Düse 22  :die     Blasöffnung    46 zu bilden.

   Die inneren Wände  der     feuerfesten    Auskleidung 36 werden     weissglühend,     und eine intensive Strahlung, welche die Verbren  nungsreaktion beschleunigt, bewegt sich von Wand  zu Wand quer zum Weg der Verbrennungsgase.  



  Der überhitzte Gasstrom tritt aus der     Auslass-          düse    22 durch die Öffnung 46 aus und ist gegen das  Innere des Ofens 10 gerichtet.     Ein    Tank oder eine       Konditionierungsvorrichtung    50 für das geschmol  zene Glas ist abseits vom Ofen 10 angeordnet und  umfasst eine :durch die Saitenwände 52, einen Boden  54 und eine Decke 56 .gebildete Kammer.

   In einer  der     Seitenwände    52 ist     ein    Brenner konventioneller  Bauart angeordnet; er erhält im Tank eine Tempe  ratur :aufrecht, .die ausreichend ist, um einen Vorrat  an geschmolzenem Glas 60     aufrechtzuerhalten.    Der  Tank 50 ist mit d     em    Brenner 32 mittels einer Lei  tung 62 verbunden, welche dem geschmolzenen Glas  erlaubt, aus dem Tank 50 zum Düsenende des  Brenners 50 zu fliessen.  



  Bei der in     Fig.    2 dargestellten     Ausführungsform     ist :das Ende ;der Leitung 62 ungefähr in der Mitte  der     Blasöffnung    46 angeordnet. Weiter erstreckt sich  das Ende der Leitung 62     radial    in die Öffnung 46  hinein, so dass der .aus der     Leitung    62 austretende  Glasstrom ungefähr im     Zentrum    der Öffnung 46       ausströmt.    Das Ende der Leitung 62 ist an einem       solchen        Punkte    der Öffnung 46 angeordnet,

   dass  die unter der Einwirkung des turbulenten Gasstroms  gebildeten     Glasteilchen    durch die Öffnung strömen  können und der Glasstrom nicht seitlich      aufspleisst           und    die Öffnung     verstopft.    Auch liegt das Ende der  Leitung 62     zweckmässig    an     einem        Punkte    der     öff-          nung,    wo das Glas nicht     am    Ende der     Leitung    fest  wird.

   Es zeigte sich, dass, wenn das Ende der Lei  tung 62 zu weit vom     Austrittsende    der     Blasöffnung     46 entfernt ist, das Glas, unabhängig von seiner       Zusammensetzung,    sich ausdehnt und Fasern statt  der gewünschten     kleinen,    sich in Kugeln verwandeln  den Stäbchen bildet.

   Anderseits begegnet man, wenn  sich das Ende der Leitung 62 zu nahe beim     An-          trittsende    der     Blasöffnung    46     befindet,    zwei Proble  men: .Erstens     bewirkt    die schnelle Ausdehnung der  aus der     Öffnung    46 ausströmenden Gase eine     Ab-          kühlung    des Glases :

  am     ,Ende    der Leitung 62     und     verhindert dadurch das Fliessen des Glases durch  dieselbe.     Zweitens    neigt das Vakuum, das durch  die aus der Öffnung 46 ausströmenden, sich     schnell         ausdehnenden Gase erzeugt wird, dazu, grössere  Mengen von Glas aus, der Leitung 62 abzuziehen; da  durch wird der ständige     Glasfluss    unterbrochen, und  es werden statt der benötigten fein verteilten Teil  chen Glasklumpen gebildet.  



  Weiter zeigte sich, dass die Leitung 62 aus irgend  einem feuerfesten Material bestehen kann, mit Aus  nahme des Mundstückes, welches zweckmässig aus  einem Material bestehen soll, das von     dem    durch  strömenden geschmolzenen Glas nicht benetzt wird,  beispielsweise Platin oder einer     Platinlegierung.    Falls  das geschmolzene Glas nämlich das Ende der     Lei-          tung    62     benetzen    kann, bleibt es daran     kleben    und  verhindert dadurch einen kontinuierlichen     Glasfluss     in die Öffnung 46.  



  Es zeigte sich, dass bei einem Innendurchmesser  der     Blasöffnung    46 von 2,5 cm und einer     Länge     von 5,0 cm zufriedenstellende Resultate dann er  zielt werden, wenn man das Ende der Leitung 62  ungefähr 0,63 cm vom     Austrittende    der Glasöffnung  46 .entfernt anbringt. Der Innendurchmesser betrug  dabei     ebenfalls    0,63 cm. Dementsprechend beträgt  das Verhältnis von Länge zu     Durchmesser    der  Öffnung 46 vorzugsweise nicht weniger als etwa 2 : 1.  



  Im Betrieb wird die Temperatur ;des Glases 60  im Behälter 50     nm    allgemeinen etwa 140 bis 280  C  über dem normalen     Verarbeitungstemperaturbereich     der betreffenden Glasmasse gehalten; :dadurch wird  das Glas .im Behälter 50 in stark     flüssigen    Zustand       gehalten.    Das geschmolzene Glas     wird    dann aus  dem Behälter 50 durch die Leitung 60 zur Öffnung  46 fliessen gelassen.

   Der Gasstrom hoher Geschwin  digkeit in der     Blasöffnung    46 des Brenners 32 be  wirkt eine     Aufteilung        ,des    Stromes geschmolzenen  Glases in eine     Vielzahl    von     dünnen    Strömen. Das  aus der Öffnung 46 in den Ofen austretende Gas  strebt danach, sich beim Eintritt in den Ofen 10  radial     auszudehen,    und bildet eine Zone hoher Tur  bulenz. Die Turbulenz der heissen Gase zerbricht  die dünnen Ströme von geschmolzenem Glas wirk  sam in eine Vielzahl     stabförmiger    Teilchen.

   Diese       kleinen    Stäbchen werden schnell     kugelförmig        und     bilden unter dem Einfluss der     Oberflächenspannung          kleine    Glasperlen. Das Glas wird durch die kom  binierte Wirkung der durch den     Primärbrenner    32  und die Vielzahl von Sekundärbrennern 24 erzeugte  Wärmeenergie auf einer hohen Temperatur gehalten.  Die Temperatur im Innern des Primärbrenners 32  wird beispielsweise auf etwa 1380 bis 1600  C  gehalten, während das von den     Sekundärbrennern    24  emittierte Gas auf     Temperauren    der Grössenordnung  1000  C gehalten wird.

   Zu den prinzipiellen Funk  tionen des     Primärbrenners    32 gehört es, das Glas zu  zerstäuben und den Weg des zerstäubten     Glases    gegen  das Innere des     Ofens    10 zu richten, während     die          Sekundärbrenner    24 so wirken, dass sie     das    zer  stäubte Glas auf einer genügend hohen Temperatur  halten, dass es vollständig     Kugelgestalt    annehmen  kann, und in den Gasen im Ofen zusätzliche Tur  bulenz     schraffen,        damit    alle Glasfasern zu     kleinen       Stäbchen zerbrochen werden, aus welchen sich dann  ,die kleinen Glasperlen bilden.  



  Sobald die kugelförmigen Glasperlen ihre durch  :die     kombinierte    Wirkung der Brenner 32 und 24  bewirkte Vorwärtsbewegung verlieren, fallen sie ge  gen den Boden des Ofens 10 und passieren dabei  Zonen relativ niedrigerer Temperatur. Die Glas  perlen werden darauf     fest    und werden .am Boden 14  des Ofens 10 gesammelt. .Die Abgase werden aus  dem Ofen 10 durch den     Abzugschacht    1.8 entfernt.  



       Fig.    4 zeigt eine Abänderung :der in     Fig.    1, 2  und 3 dargestellten Vorrichtung. Die in     Fig.    1, 2  und 3 dargestellte Vorrichtung kann, wie     erwähnt,     als  Horizontaltyp      bezeichnet    werden, da die Gas  ströme die     zerstäubten    Glasteilchen in     einer    im  allgemeinen horizontalen Richtung     bewegen.        .Die    in       Fig.    4 dargestellte Vorrichtung kann als  Vertikal  typ  bezeichnet werden, da die Gasströme die zer  stäubten Glasteilchen in einer im allgemeinen verti  kalen Richtung bewegen.

   Im folgenden     werden    nur  ,die in     Fig.    4 gegenüber den     Fig.    1, 2     und    3     modi-          fizierten    Elemente der Vorrichtung im     Detail    be  schrieben.  



  Die Vorrichtung weist einen Ofen auf, der mit  einer senkrechten     Seitenwand    70 und einen schräg  nach unten     rund    einwärts gerichteten     Bodenteil    72  versehen und oben offen ist. Die     ringförmige    obere       Wand    74, welche     einen    nach unten konisch     erwei-          terten    unteren Rand 76 aufweist, umgibt das obere  offene Ende der Seitenwand 70 und weist von diesen  einen     gewissen    Abstand auf. Am oberen Ende der  oberen Wand 74 ist eine Abzugshaube 78 mit einem       Abzugschacht    80     für    die Abgase angeordnet.  



  Bei dem in     Fig.    4 dargestellten     Vertikalapparat     erwies es sich als zweckmässig, am     Ausflussende    der       Glaszufuhrleitung    62 eine kleine     Ausflusslippe    82 vor  zusehen. Diese bekämpft     jegliches        unerwünschtes    Ab  tropfen von     geschmolzenem    Glas, das aus der Lei  tung 62 austritt, in die Öffnung 46.  



  Im Betrieb fliesst das geschmolzene Glas 60 aus  dem Tank 50 durch die     Leitung    62 zur Öffnung 46,  worauf der Glasstrom infolge     :der    hohen Geschwin  digkeit der aus dem Primärbrenner 32 durch die       Blasöffnung    46 strömenden Gase .in eine Vielzahl  dünner Ströme zerteilt     wird.    Die durch die Öffnung  46 strömenden Gase     hoher        Geschwindigkeit    sind  bestrebt, sich nach ihrem Eintritt in den Ofen 10  schnell auszudehnen und dabei im Ofeneine     Turbu-          lenzzone    zu bilden.

   Die Turbulenz der Gase be  wirkt ein Zerbrechen der Ströme geschmolzenen Gla  ses in eine Vielzahl kleiner     Glasstäbchen.    Die Energie  des durch die Öffnung 46 aufwärtsströmenden Gases  führt die     Glasstäbchen        aufwärts        in,    die durch die       Seitenwand    70 begrenzte Ofenkammer. Die vielen  kleinen,     stabförmigen    Glasteilchen nehmen durch  die Oberflächenspannung kugelförmige Gestalt an.

    Durch die kombinierte Wirkung des Primärbrenners  32 und der Sekundärbrenner 24 werden die Glas  teilchen aufwärtsgetragen, bis die .in der durch die  ringförmige obere Wand 74     begrenzten    Zone relativ           niedrigerer    Temperatur fest werden. Zu diesem Zeit  punkt hat das Glas bereits     kugelförmige    Gestalt       angenommen    und Perlen gebildet, welche sich schräg  nach aussen gegen     die        Seitenwand    74 bewegen.

   Da  nach verlieren die Perlen     ihr    Aufwärtsmoment     und          fallen    unter der     Einwirkung    der Schwerkraft durch  den ringförmigen Raum     zwischen    dem konisch er  weiterten unteren Rand 76 und der Aussenfläche der  senkrechten Seitenwand 70 abwärts und werden       schliesslich    in     einem    geeigneten     .Sammler,    wie einem       ringförmigen    Trichter (nicht dargestellt), gesammelt.  



       Eine    andere Abänderung der     ;in        Fig.    1, 2 und 3       dargestellten    und vorstehend beschriebenen Vorrich  tung ist     in        Fig.    5, 6 und 7     dargestellt;

      sie     betrifft          eine        modifizierte    Form der Zuführung des ge  schmolzenen Glases aus dem     Reservoir        Dur        Zentral-          axe    der     Primäröffnung    in der Nähe von deren     Aus-          trittsende.     



  Wie     in        Fig.    5, 6 und 7     ;dargestellt,    ist das Düsen  ende 22 des Primärbrenners 32 mit     einem    senk  rechten Schlitz 86 versehen, dessen oberes Ende in       Verbindung        mit    der     Zufuhrleitung    62 für das ge  schmolzene     Glas    und dessen unteres Ende in Ver  bindung mit dem Austrittsende der     Blasöffnung    46  stehen.  



  Im Inneren     der    Öffnung 46 und von deren       Austrittsende    leicht zurückgesetzt ist, auf den  Schlitz 86 ausgerichtet,     ein.        stromlinienförmiger        De-          flektor    88 angeordnet. Der     Deflektor    88 verbreitert  sich     in        Richtung    des: Gasstroms, und     sein        stromab-          wärts    liegendes Ende ist so ausgebildet, dass es. dem  Querschnitt des     Schlitzes    im     grossen    ganzen entspricht.  



  Die soeben beschriebene Abänderung stellt     einen     relativ einfachen     Kunstgriff    dar, um das geschmol  zene Glas ins Zentrum des Gasstroms     einzuführen,     bevor es in     Berührung    mit der heftigen Wirkung der  strömenden Gase kommt.  



  Es ist für den .Fachmann klar, dass die Grösse  der nach :dem     beschriebenen    Verfahren     und    mittels  der beschriebenen     Vorrichtung    hergestellten Glas  perlen von     einer        Reihe        variabler    Faktoren     abhängt.     Es sind dies unter anderem die Viskosität der Glas  partie,

   der     Durchmesser    der Austrittsöffnung des       Glastanks    und die     Geschwindigkeit        und    die Tempe  ratur der aus der     Hochdruckbrenndüse    ausströmen  den     aufgeheizten        Glase.     



  Obschon Glas verschiedener Typen zur     Durchfüh-          rung        des        Verfahrens    in     zufrsedenstellender        Weise     verwendet werden kann, zeigte es sich, dass besonders  gute     Resultate        mit    einem modifizierten Glas vom       Soda-Kalk-Silicat-Typ    folgender Zusammensetzung  erhalten werden     können:

          Siliciumdioxyd        Si02    68     %,            calcinierte    Soda     Na2C03    10 %,     Bariumcarbonat          BaC03    4     %,        Calciumoxyd        Ca0    16 %,     Fluoride    2     %.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung kleiner Glasperlen, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Strom heissen Gases von einer Temperatur oberhalb des normalen Verarbeitungstemperaturbereiches des Gla ses erzeugt, welcher eine Zone hoher Geschwindig- keit aufweist, @dass man einen Strom geschmolzenen Glases in die Zone hoher Geschwindigkeit des Gas sbroms, einführt,
    wodurch der Glasstrom in eine Viel zahl von feinen Strömen geschmolzenen Glases auf geteilt wird, dass man die feinen Glasströme in eine Zone hoher Turbulenz :einbringt, wobei die Ströme in eine Vielzahl kleiner Glasstäbchen zerbrochen werden, dass man die Temperatur der Glasstäbchen genügend hoch hält, damit sich unter der Einwirkung der Oberflächenspannung aus :den Glasstäbchen Glas perlen bilden;
    und dass man die Glasperlen abkühlt und sammelt. II. Vorrichtung .zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine verengte, mit einem Heissgaserzeuger in Ver bindung stehende, über ihre gesamte Länge kon stante Abmessungen aufweisende Heissgaszuführung, welche so ausgebildet ist, dass sie in sie durch strömenden heissen Gasen eine Zone hoher Turbu lenz erzeugt,
    und eine mit einem Reservoir für ge schmolzenes Glas in Verbindung stehende, in die von der Heissgaszuführungerzeugte Zone hoher Tur bulenz einmündende Zufuhrleitung für geschmolze nes Glas ,aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass .in der Nähe der Heissgaszu- führung mehrere Sekundär-Heissgaszuführungen an geordnet sind. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundär-Heissgaszuführungen ringförmig um die Heissgaszuführung herulm angeordnet sind. 3.
    Vorrichtung mach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der Heissgaszuführung in der Zone hoher Gasgeschwindigkeit Gasdeflektoren an geordnet sind, welche ein Einführen des Glasstroms ins Zentrum der Zone erlauben. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der HeissgasDuführung annähernd das. Doppelte ihres Durchmessers beträgt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0046376A1 (de) * 1980-08-15 1982-02-24 Redland Technologies Limited Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glaskugeln

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EP0046376A1 (de) * 1980-08-15 1982-02-24 Redland Technologies Limited Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glaskugeln

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