CH416004A - Verfahren zur Herstellung von Kochgeschirr - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KochgeschirrInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kochgeschirr Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kochgeschirr, dessen Oberfläche mindestens teilweise mit einem Belag versehen ist.
Es ist bekannt, @dass Kochgeschirr, beispielsweise eine Bratpfanne, welches mit einem Belag von Polytetrafluoräthylen überzogen ist, gegenüber den bisher üblichen Kochtöpfen bzw. Pfannen gewisse Vorteile aufweist. So hat es sich gezeigt, dass das Kochgut in derart überzogenem Kochgeschirr so gut wie keine Tendenz zum Festbacken oder Anbrennen zeigt und dass somit für den Koch- bzw. Bratvorgang keinerlei Fett mehr benötigt wird.
Bei einem bekannten Verfahren wind die das Ausgangsmaterial des Kochgeschirrs bildende Metall- ronde zunächst der Einwirkung einer Säurelösung ausgesetzt und anschliessend auf die so geätzte Ober fläche der Polytetrafluoräthylenbelag aufgebracht.
Dabei müssen diejenigen Teile des Kochgeschirrs, welche mit der Säurelösung ,nicht in Berührung kommen sollen, während der Säurebehandlung flüs sigkeitsdicht abgeschirmt sein, was naturgemäss einen zusätzlichen Aufwand an Zeit und Kosten mit sich bringt. Auch birgt der Umgang mit Säuren selbst beim Einsatz geschulten Fachpersonals stets ein ge wisses Risiko.
Das durch die vorliegende Erfindung geschaffene Verfahren vermeidet diese Nachteile dadurch, dass die mit dem Belag zu überziehende Oberfläche des Kochgeschirrs vor dem Aufbringen des Belages sand gestrahlt wird.
Eine Säurebehandlung ist bei diesem Verfahren nicht mehr erforderlich. Durch das Sandstrahlen, das entweder mit einem trockenen oder in einer Flüssigkeit mitgeführten Strahlmittel erfolgen kann, wind die zu überziehende Oberfläche des Kochge- schirrs aufgerauht,
so dass sich eine ausgezeichnete Haftung des Belages ergibt. Ausserdem bleibt das Verfahren nicht auf das Auftragen von Polytetra fluoräthylen beschränkt, sondern es können auch andere Kunststoffe, insbesondere halogenhaltige Poly mere, verwendet werden. Besteht die Metallronde aus Stahl, so kommt auch ein Emailbelag in Frage.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird eine Aluminiumronde mit einer Wandstärke zwischen etwa 5 und 8 mm im Streck drückverfahren mit einer Drückrolle auf einem um laufenden Drückfutter geformt. .Anschliessend wird der geformte Körper mit einem chlorierten Kohlen wasserstoff, beispielsweise Perchloräthylen, .entfettet und sandgestrahlt.
Die Korngrösse des zum Sand strahlen verwendeten Strahlmaterials liegt vorzugs weise zwischen 100 und 150,u. Der auf diese Weise zur Aufnahme des Belagmaterials vorbereitete Körper wird nun auf eine drehbare, mit einem Antrieb ver sehene Scheibe aufgesteckt, .von welcher er in gleich mässige Drehung versetzt wind. Eine im Abstand von der Scheibe angeordnete und gegen dieselbe gerich tete Spritzpistole,
welche durch einen @an sich be kannten Mechanismus eine ständige oszillierende Bewegung erhält, wird daraufhin eingeschaltet. Das durch die Pistole auf den Körper .aufgespritzte Mate rial haftet auf der durch Sandstrahlen vorbehandelten Oberfläche sehr gut und bildet nach dem Einbrennen einen harten, sehr verschleissfesten Belag.
Das vorbeschriebene Verfahren, gemäss welchem die Verformung der Ronde dem Auftragen des Be lages vorangeht, bietet den Vorteil, dass der Belag praktisch nicht mehr durch einen nachfolgenden Arbeitsgang verletzt wenden kann. Grundsätzlich ist es aber auch ohne weiteres möglich, die Ronde zu nächst zu entfetten und sandzustrahlen, dann den Belag aufzuspritzen und erst anschliessend die Ver formung vorzunehmen. Zum Sandstrahlen wird vorzugsweise ein trockenes Material verwendet.
Die Verwendung eines in einer Flüssigkeit notgeführten Strahlmittels, die unter anderem -den Vorteil einer geringeren Staub bildung bietet, liegt aber durchaus im Rahmen des beschriebenen Verfahrens.
Die Verformung der Metallronde kann durch ein beliebiges der bekannten sparlosen Verformungs- verfahren, wie Tiefziehen, Projizier-Streckdrücken, Streckdrücken, Fliesspressen usw., erfolgen.
Die Relativbewegung zwischen dem zu spritzen den Körper und der Spritzpistole kann selbstverständ lich beliebig variiert werden. Das Aufbringen des Belagmaterials durch Tauchen, auf elektrostatischem Wege, durch Zerstäubung oder von Hand mit einem Pinsel ist ebenfalls möglich.
Das Belagmaterial kann ein Kunststoff, beispiels weise ein halogenhaltiges Polymer, wie Polytetra fluoräthylen, Polyvinylchlorid, Polytrifluormono- chloräthylen, sein.
Andere Kunststoffe, welche die erforderliche Verschleissfestigkeit und Hitzebestän digkeit besitzen, sowie Lacke und - bei Verwendung von Stahlronden - auch Emailüberzüge, kommen ebenfalls in Frage. Auch Kunststoffemulsionen, bei spielsweise eine Emulsion von Polytetrafluoräthylen in Wasser, können verwendet werden.
Der aufgebrachte Belag kann vor dem Einbrennen vorgetrocknet wenden. Auch die sukzessive Aufbrin- gung mehrerer übereinanderliegender Belagschichten mit oder ohne Einschaltung von Zwischentrocknungs- phasen ist möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Kochgeschirr, dessen Oberfläche mindestens teilweise mit einem Belag versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Belag zu überziehende Oberfläche des Kochgeschirrs vor :dem Aufbringen des Belages sand gestrahlt wind. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, @dass zunächst die Ronde verformt, dann der geformte Metallkörper entfettet und sand gestrahlt und schliesslich der Belag aufgebracht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zunächst die Ronde entfettet und sandgestrahlt, dann mit Odem Belag versehen und endlich verformt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass der Belag ein halogenhaltiges Polymer, beispielsweise Polytetrafluoräthylen, Polyvinylchlorid oder Polytrifluormonochloräthylen, ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, @dass das Aufbringen des Belages in mehreren Schichten erfolgt.5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 und 2, bei welchem als Aus gangsmaterial eine Stahlronde verwendet wird, da durch gekennzeichnet, dass der Belag ein Emailüber zug ist. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, @dass die Korngrösse des zum Sand strahlen verwendeten Strahlmaterials 100-150 ,cc be trägt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Belag in Form einer Kunst stoffemulsion aufgebracht wird.
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1965
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