CH416349A - Verdeck mit Windschutz an Traktoren - Google Patents
Verdeck mit Windschutz an TraktorenInfo
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- B62D33/0617—Drivers' cabs for tractors or off-the-road vehicles
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Description
Verdeck mit Windschutz an Traktoren Es sind für Traktoren sogenannte Leichtver decke bekannt, bei denen der Windschutz und ein daran befestigter vorzugsweise aufrollbarer Verdeck teil über am Windschutz angeordnete Einsteckrohre, ,die in Hülsen an der Motorverschalung des Traktors einsteckbar sind, in :einfachster Weise starr am:
Trak tor befestigt und mit wenigen Handgriffen; wieder entfernt werden können.
Neben solchen Hilfsverdecken, die zwar den Vor teil aufweisen, leicht versorgt und bei Bedarf ohne Schwierigkeiten wieder montiert werden zu können, dafür aber ihrer Bauart zufolge nur einen geringen Schutz für den Traktorfahrer bieten, sind andere Varianten bekannt, die dem Fahrer einen wesentlich besseren Schutz vermitteln,
indem sie praktisch einen über die ganze Breite d es Fahrzeuges sich erstrecken den Windschutz und entsprechend ein breiteres und längeres Dach aufweisen, so dass selbst auf den. Not sitzen auf den Kotflügeln sitzende Mitfahrer vor dem Fahrtwind und vor Niederschlägen geschützt sind.
Solche Verdecke lassen sich nicht mehr in der für kleine Leichtverdecke bekannten Weise befestigen, da das an .den Hülsen für die Einsteckrohre wirkende Drehmoment bei dem Gewicht eines solchen Verd ek- kes zu gross wäre.
Solche Verdecke werden, daher als starrer Körper bestehend aus: Dach und Frontscheibe mit Rahmen ausgebildet, der gesamthaft an statisch günstiger Stelle über federnde Teleskopstützen z. B. auf den Kotflügelblechen der hinteren Traktorräder federnd abgestützt ist.
Die starre Ausbildung von Dach und Front scheite bringt es mit sich, dass solche Verdecke ein Gewicht von über 100 kg aufweisen, und daher zu Recht als Schwerverdecke bezeichnet werden. Die federnde Abstützung eines Körpers mit diesem Ge- wicht erfordert seinerseits massive Stützen, die wie derum das Totalgewicht erhöhen.
Solche Verdecke werden, einmal montiert, kaum mehr entfernt, weil der Aufwand dazu zu gross wäre. Dies ist aber in vielen Fällen mit Nachteilen und Un- annehmlichkeiten verbunden, da ein Traktorverdeck gewisse Arbeiten mit dem Traktor durch Sichtbehin derung und durch die Vergrösserung der Gesamthöhe des Traktors erschwert.
Ein weiterer bedeutender Nachteil solcher Schwerverdecke ist dann auch darin zu sehen, dass die Verschiebung nach, oben des Schwerpunktes eines mit einem solchen Verdeck versehenen Traktors die Kippgefahr wesentlich erhöht. Solche Kippunfälle haben aber bekanntlich, fast immer schwere Verlet- zungen. oder den Tod des Fahrers zur Folge, der bei einem mit Verdeck versehenen Traktor zudem noch daran gehindert ist, allenfalls rechtzeitig abzusprin- gen.
Die vorliegende Erfindung verbindet die Vorteile des Leichtverdeckes mit denjenigen .des Schwerver- deckes, ohne die Nachteile des letzteren aufzuweisen.
Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäss ein Ver deck mit Windschutz an Traktoren dadurch gekenn zeichnet, .dass es aus einem starr am Traktor befestig= baren Dach und einer zwischen diesem und :dem Traktor federnd hängend angeordneten Frontscheibe besteht.
Statt eines massiven, schweren starren Körpers, dessen Stabilität und federnde Abstützung am Trak tor allen durch Erschütterung infolge Bodenuneben heiten erzeugten Schwingungen dieses Körpers ge wachsen sein muss, wie dies für die bisher bekannten Schwerverdecke der Fall war, wird bei der erfin@- dungsgemässen Ausbildung davon Abstand genom men,
das Dach federnd aufzuhängen. Dieses wird! vorzugsweise als RohTrah#men mit Stoffbespannung ausgebildet, wobei die Frontscheibe am einen Ende der Stoffbespannung angehängt sein kann, die an- dernends am Rohrrahmen befestigt ist.
Dieser kann seinerseits vorzugsweise über in der Höhe verstellt- bare entsprechend dünn; ausbildbare Stützen am Traktor abgestützt sein.
Ein solches Verdeck wird, für vergleichbare Aus masse gegenüber einem bisher üblichen Schwerver- deck um mehr als 50 % leichter.
Neben dem Vorteil dieser Gewichtseinsparung durch nur geringe Veränderung des Traktorschwer- punktes und dadurch Verringerung der Kippgefahr gegenüber den Schwerverdecken, ergibt sich auch eine erhebliche Materialersparnis und entsprechend auch ein niedriger Gestehungspreis für ein solches Verdeck.
Das geringe Gewicht ermöglicht auch wiederum, ähnlich wie bei den bisher bekannten Leichtverdek- ken, eine leichte Montage und Demontage durch eine einzige, selbst ungeübte Person, was bei Schwerver decken ausgeschlossen ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispiels- weise Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verdeckes mit Windschutz an einem Traktor darge stellt.
Es zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines mit einem Verdeck ausgerüsteten Traktors, und Fäg. 2 einen Längsschnitt durch das Verdeck ge- mäss Fig. 1.
In der Zeichnung bezeichnet 1 die Motorverscha Iung eines Traktors und 2 :den einen d'er beiden als Notsitze ausgebildeten hinteren Kotflügel desselben.
An den hinteren Kotflügeln sind mit Abstand von einander über Laschen 3 je ein Paar Stützen 4 ver schraubt, welche teleskopartig in Hülsen 5 ragen, die schwenkbar an zwei inneren Streben 6 eines Rohr rahmens 7 befestigt sind. Durch Feststellschrauben 8 an dien Hülsen 5 ist die Höhe des in -dieser Weise starr am Traktor abgestützten Rohrrahmens 7 ein- stehbar.
Am hinteren Querrohr 9 (Fig.2) dies Rohrrah- mens 7 ist das eine Ende einer Stoffbahn, 10 befestigt, deren Breite derjenigen des Rohrrahmens entspricht und die über den ganzen Rohrrahmen und' über das vordere Querrohr 11 :gezogen mit :dem Rohrrahmen 7 zusammen ein Dach über dem Fahrersitz und über den beiden Notsitzen :
auf den hinteren Kotflügeln. 2 bildet.
Am anderen, über das vordere Querrohr 11 vor ragenden Ende der Stoffbahn ist die Frontscheibe 12 des Verdeckes angehängt. Diese Frontscheibe 12, :deren Breite derjenigen des Daches .entspricht, ist in üblicher Weise in den Nuten eines:
Profilgummis 13 gelagert, der seinerseits, ebenfalls ein bekannter Weise von einem Windschutzscheibenrahmen 14 eingefasst ist, der mit einer peripheren: Nase 15 in. eine entspre chende Nut :
des Profilgummis 13 eingreift. Das über das vordere Querrohr 11 des Dachrahmens 7 vorste hende Ende der Stoffbahn 10 ist nun zwischen der Nase 15 des Rahmens 14 .und ;
dem Profilgummi 1.3 eingeklemmt und zwar mit Vorteil wie dargestellt, als Schlaufe, in d'e ein Draht 16 o. dgl. eingezogen, ist, um ein Ausschlüpfen der Stoffbahn aus dieser Klemnbverbindung zu verhindern.
Die derart an .der Stoffbahn und damit am Dach: angehängte Frontscheibe 1.2 samt Gummiprofil 13 und Rahmen 14 ist nun .durch elastische Organe frei schwingend zwischen dem Dach 7, 10 und d ean Trak tor, b:zw. ider Motorverschalung 1 desselben gehaltert.
Diese elastischen, Organe bestehen im dargestellten Beispiel, einerseits aus Zugfedern 17, @die zwischen idem oberen horizontal verlaufenden Teil des Profils 14 und ,dem Dachrahmen 7 wirken und andrerseits aus Gummiseilen, die am .unteren, horizontalen Teil des Profils 14 angreifen und an seitlich an der Motorverschalung 1 angebrachten Bolzen oder Haken 19 verankert sind.
Die in :dieser Weise federnd zwischen Dach und Traktor hängende Front scheibe ist wie ohne weiteres verständlich absolut stossgesichert. Bei richtiger Wahl der Federstärken der gegeneinander wirkenden Federn 17 bzw. 18 werden bei Höhenverstellung des Daches auftretende Abstandsänderungen zwischen Dach und Traktor mindestens angenähert gleichmässig von den Federn beidseits der Frontscheibe aufgenommen.
Die Verankerung 19 .des Gummiseiles 1.8 an der Motorverschalung 1 und diejenige der Federn 17 .am Dachrahmen 7 mittels Briden 20 wird mit Vorteil so positioniert, d ass d ie Resultierende :der durch die ela stischen Halterungen beids:eits :der Frontscheibe 12 auf @diese ausgeübten Zugkräfte mindestens angenä hert in :der:
Ebene dieser Frontscheibe 12 liegt, so dass diese stets ;die gewünschte und durch die Wahl ,der Federorgane und deren Verankerungsstell'e ein stellbare Neigung beibehält.
An die untere Rahmenleiste des Frontscheiben rahmens 14 ist vorteilhaft lösbar, ein Beinschutz 21 für den Fahrer angehängt, dessen seitliche Verlänge rung 22 bis an die Kotflügel 2 zurückgezogen und dort, wiederum lösbar, befestigt sind.
Ein weiterer, bisher nicht erwähnter Vorteil .des dargestellten und beschriebenen Verdeckes mit Windschutz kann noch :
darin gesehen werden, dass es, vom Traktor gelöst,eine raumsparende, flache Lagerung gestattet, insbesondere im. Fabrikationsbe trieb eine flache Stapelung, indem die Frontscheibe um das kurze Stoffbespannungsstück 23 zwischen Rahmenrohr 11 :des Daches und, oberer Leiste des Profils als Gelenk auf das Dach zurückgeklappt wer den kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verdeck mit Windschutz an Traktoren, dadurch gekennzeichnet, dass ,es aus einem starr am Traktor befestigbaren Dach und einer zwischen diesem und dem Tranktor federnd hängend angeordneten Front scheibe besteht.UNTERANSPRÜCHE 1. Verdeck nach Patentanspruchs bei dem das Dach als Rohrrahmen mit Stoffbespannung ausgebü- det ist, dadurch gekennzeichnet, dass, die Front scheibe am einen Ende der Stoffbespannung ange hängt ist, die anderends am Rohrrahmen befiestigt ist, der seinerseits :starr am Traktor abgestützt ist. 2.Verdeck nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Frontscheibe durch elastische Organe, z. B. Zugfedern, Gummiseile, die am Dach rahmen und an der Scheibe bzw. am Traktor und an der Scheibe angreifen, frei schwingend gehaltert ist. 3.Verdeck nach Unteranspruch 2,dadurchge- kennzeichnet, dass das vordere Ende der Stoffbe- spannung des Daches zwischen dem die Frontscheibe einfassenden Profilgummi und dem Frontscheiben- rahmen gegen Ausschlüpfen gesichert eingeklemmt ist und Frontscheibe und Stoffbespannung gleiche Breite aufweisen. 4.Verdeck nach Unteranspruch 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Dach über höhenverstellbare Stützen abgestützt ist, wobei auftretende Abstandsän derungen zwischen Dach :und Traktor mindestens angenähert gleichmässig von der -elastischen Aufhän- gung der Frontscheibe beidseits derselben aufgenom men werden. 5.Verdeck nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die .Resultierende der durch die elastischen Halterungsorgane beidseits .der Front scheibe .auf -diese ausgeübten Kräfte mindestens, an genähert in der Ebene dieser Frontscheibe liegt. 6. Verdeck nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an der Frontscheibe ein Bein schutz für den Fahrer angehängt ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1403463A CH416349A (de) | 1963-11-15 | 1963-11-15 | Verdeck mit Windschutz an Traktoren |
| AT975063A AT255266B (de) | 1963-11-15 | 1963-12-05 | Verdeck mit Windschutz für Traktoren |
| FR961079A FR1380219A (fr) | 1963-11-15 | 1964-01-21 | Capote avec pare-brise pour tracteurs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1403463A CH416349A (de) | 1963-11-15 | 1963-11-15 | Verdeck mit Windschutz an Traktoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH416349A true CH416349A (de) | 1966-06-30 |
Family
ID=4397368
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1403463A CH416349A (de) | 1963-11-15 | 1963-11-15 | Verdeck mit Windschutz an Traktoren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT255266B (de) |
| CH (1) | CH416349A (de) |
-
1963
- 1963-11-15 CH CH1403463A patent/CH416349A/de unknown
- 1963-12-05 AT AT975063A patent/AT255266B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT255266B (de) | 1967-06-26 |
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