CH416396A - Elektrophoretisches Lackierverfahren - Google Patents

Elektrophoretisches Lackierverfahren

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CH416396A
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CH31965A
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M Winiger Paul
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Gutor Holding Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D13/00Electrophoretic coating characterised by the process
    • C25D13/22Servicing or operating apparatus or multistep processes

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  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description


      Elektrophoretisches    Lackierverfahren    Das     elektrophoretische    Lackieren beruht darauf,  dass kolloide Pigment- und     Bindemittelteilchen,    in  flüssigem Medium     dispergiert,    unter .der, Wirkung  eines -elektrischen Feldes eine     elektrische        Ladung     aufnehmen und an     eine    der mit dem Medium     in     direkter     Verbindung    stehenden Elektroden wandern.

    Das Vorzeichen der Teilchenladung, das die Wande  rungsrichtung bestimmt, ist bei den     elektrophoreti-          schen        Tauchverfahren,    .die     in,        wässrigem        Medium;     arbeiten, im allgemeinen negativ; die Teilchen wan  dern daher     zur    Anode, welche durch den     zu    lackie  renden Gegenstand gebildet     wird.    Dort kommen sie  nach     Berührung    mit der, Elektrode zur     Entladung,     schlagen sich auf derselben nieder und bauen nach  und nach den     Beschichtungsfilm    auf.  



  Die     elektrophoretisehe    Beschichtung wird     in     Tauchbecken durchgeführt, die mit wasserverdünn  tem Elektrophorese Lack gefüllt sind. In diese  Tauchbecken werden die metallischen Werkstücke       eingeführt    und als Anode geschaltet. Das     Tauchbek-          ken    selbst dient im allgemeinen als Kathode, jedoch  ist es auch möglich,     in    das Becken metallische Leiter  als Kathoden gesondert einzuhängen.  



  Die aus. Pigment- und     Bindemittelteilchen    mög  lichst gleicher     Wanderungsgeschwindigkeit    bestehen  den     Elektrophorese-Lacke    werden, wie bereits er  wähnt, aus wässrigem Medium     appliziert.    Während  Laboratoriumsversuche mit den meisten     was.server-          dünnbaren    Lacken     hei        beliebigen    Konzentrationen  befriedigend verlaufen, ergeben sich     beim        Übergang     zum technischen Masstab Schwierigkeiten,

   bei  spielsweise um     die        Beschichtungsbäder    über längere  Zeit     konstant    und damit in störungsfreier. Funktion  zu halten. Die     Beschichtungsbäder    werden     im    allge  meinen mit     entsalztem    Wasser und     einem    relativ       niedrigen        Festkörpergehalt        von        8-15        %        hergestellt.       Durch diese hohe Verdünnung ist der     Tauchbecken-          inhalt        

  wasserdünn    und läuft vom     stromlos        einge4     tauchten Werkstück fast restlos wieder ab. Rein  mechanisch     ausgetauchter    Lack     wird,dadurch    .auf .den  Werkstücken weitgehend vermieden. Bei der niedri  gen Viskosität des Beckeninhalts haben die Feststoffe  allerdings eine     hoheAbsetzneigung    und     müssendurch     wirkungsvolle     Umwälzung        in    Schwebe gehalten wer  den.. Zweckmässig lässt man den     Beckeninhalt    z. B.

    über einen     überlauf        abfliessen    und pumpt den     im          Auffangbehälter    gesammelten Lack kontinuierlich  wieder     unterhalb    des     Flüssigkeitsspiegels    in, das     Bek-          ken        zurück.    Aus dem Bad, das     einen        Festkörperge-          halt        von        8-15        %        aufweist,

          werden        im        allgemeinen          Lackfilme        mit        bis        zu        95        %        der        festen        Bestandteile     und nur einem     kleinen        Teil    Wasser abgeschieden.

    Das     Beschichtungsbad    verarmt also während der  Elektrophorese an Lacksubstanz,     und    für     eine    gleich  mässige Zuführung von neuem Festkörper muss so  mit Sorge getragen werden.  



  Die     elektrophoretische    Beschichtung wird im     all-          gemeinen    bei einer Spannung von 80 bis 150 Volt  und Stromstärken von 20     bis    ca. 60 Ampere pro     m2     durchgeführt. Die     Verweilzeit    im Becken beträgt  wenige Minuten, und Temperaturen im Bereich der  normalen Raumtemperatur haben sich als     vorteilhaft     erwiesen.  



  Beim     elektrophoretischen    Lackierverfahren dient  das Wasser. nur als Medium für die aus     Bindemittel     und Pigment zusammengesetzten Lackteilchen.     Auf     den     Metalloberflächen    wird     weitgehend.    wasserfreier  Lack niedergeschlagen, welches Ergebnis u. a.

   durch  das Auftreten     elektroosmotischer    Erscheinungen be  günstigt     wird.    Der     Festkörpergehalt    des Lacküberzu  ges nach Beendigung .des     Beschichtungsvorganges          und.        Entnahme    .der     Werkteile    .aus     ,dem        Becken,        beträgt         somit etwa 95 %. Beim     Einbrennen    des so     erhaltenen     Überzugs entsteht ein     glatter        porenloser        Film.     



  Beim elektrophonetischen     Lackierverfahren        wird'          als    Medium nicht     Leitungswasser,    sondern erstio  nisiertes Wasser     verwendet,        um    die elektrolytische  Leitfähigkeit     des        Beschichtungsbades    auf     einem    nied  rigen     Wert    zu halten.

   Trotzdem     liegt    durch die  suspendierten oder gelösten     Lackbestandteile        eine     solche     Ionenkonzentration    und ein     pH-Wert    vor, dass  an der Anode neben den elektrisch     negativ    aufgela  denen     Kolloidteilchen    messbare Mengen an     OH-Io-          nen    entladen werden. Dadurch tritt an     derAnode    eine  Sauerstoffentwicklung auf, die sich durch einen  Schaumbelag auf den aus dem Tauchbad     entnomme-          nen        Werkstücken    äussert.

   Dieser Belag     muss    vor dem       Einbrennenr        entfernt    werden, was im     allgemeinen     durch     mehrfaches        Abspülen    mit Wasser     erfolgt.     



  Im     allgemeinen    wurde bislang so vorgegangen,  dass     der    aus dem Tauchbad     entnommene        Gegenstand     zunächst mit     Leitungswasser    abgespritzt und danach  mit     entsalztem        Wasser    übersprüht wurde.

   Nach einer       anderen    Ausführungsform wurde die     Spülung    nach  dem     Gegenstromprinzip        vorgenommen,    indem     reines     Wasser nur     für    die Schlussspülung     verwendet    und die  schon benutzten und mit Tauchlack     angereicherten     Wasser zum     Vorspülen    der dem Becken frisch ent  nommenen Teile verwendet     wurden.    Beide Verfahren       benötigten    erhebliche Mengen     an,        entsalztem    Wasser,

    und die dabei resultierenden Abwässer müssen vor  dem Ablassen     in    das Kanalsystem     gereinigt    werden.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass der für.     das    elektro  phonetische     Lackierverfahren    notwendige Spülvor  gang wesentlich vereinfacht     und.    verbilligt werden  kann, indem man den mit     einer    Schaumschicht be  hafteten, aus dem Tauchbad entnommenen Gegen  stand mit der     Tauchlösung    selbst überspült, worauf  getrocknet und     vingebrannt        werden        kann.    Überra  schenderweise erhält     man:

      so unter Umgehung der  bisher als     notwendig    befundenen Spülvorgänge mit       reinem    Leitungswasser und     erstionisiertem    Wasser  einen     einwandfreien    Lack, gleichzeitig erzielt man  folgende weiteren     Vorteile:     Es     werden        geringere        Wassermengen,    verbraucht;

    der     Raumbedarf    :der gesamten     Lackieranlage    wird  bedeutend     verringert;    die     Abwasserreinigung        entfällt          praktisch,    da das Tauchbad im Kreislauf geführt und  nur     gelegentlich    zur     Aufbereitung    und Erneuerung  teilweise     abgezogen        wind.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren kann mit be  sonderem Vorteil so     gestaltet    werden,     dass    der für die       Tauchbadumwälzung    bereits benötigte Kreislauf     der          Badflüssigkeit    über die     Flutvorrichtung    im Wasch  tunnel geführt wird.

   Anstatt die     Badflüssigkeit    durch  die der     Überfallstelle    des Tauchbeckens nachgeord  nete     Pumpe    direkt wieder     in    das Tauchbecken zu  pumpen,     wird    die     Ballflüssigkeit    zu     den        Flutdüsen    im       Waschtunnel    geleitet.

   Nach dem     Überfluten    der  Objekte gelangt die     Ballflüssigkeit        in    freiem Fall     in:     ein     trichterförmiges        Sammelbecken.    Von     dort    wird  sie durch eine     weitere    Pumpe     in    :das Tauchbecken    gefördert, wobei die notwendige     Badumwülzung    be  wirkt wird.  



  Wie Versuche gezeigt haben,     kann    mit dem     erfin-          dungsgemässen        Verfahren    die     Wirtschaftlichkeit    des       Elektrophorese-Tauchlackierems        wesentlich    verbes  sert werden.

   Es ergibt sich     eine        .beträchtliche        Verbes-          serung    der     Wirtschaftlichkeit    vor allem bei den Be  triebskosten aus     folgenden    Faktoren:  a) Wegfall     der    Kosten für den Verbrauch an     ge-          wöhnlichem    Waschwasser bei der sonst notwendigen       Vorwaschung.     



  b)     Wegfall    der Kosten für den Verbrauch an erst  ionisiertem Spülwasser     für    das Nachspülen durch  Sprühdüsen.  



  c)     Wegfall    der     Betriebskosten    für die     Neutralisie-          rung    des Abwassers     in    :der     Abwasser-Neutralisations-          anlage.     



       ,d)        Verminderung    des Verbrauches an elektrischer  Energie.  



  Sodann ergibt sich eine bessere     Wirtschaftlichkeit     durch Verminderung der     notwendigen        Investitionen     und geringeren     Raumbedarf    der, gesamten Lackieran  lage.  



  Weiterhin kann das     erfindungsgemässe    Verfahren  bei Anlagen mit Taktbetrieb auch so angewendet  werden,     dass    die elektrophonetisch beschichteten       Objekte    nach dem Ausfahren aus dem     Tauchbad.     noch einmal - jedoch ohne Stromeinwirkung - in  das Bad eingefahren werden.

   Die rein     mechanische          Einwirkung    der     Badflüssigkeit    beim zweitem,     stromlo-          sen        Ein,    und     Austauchen    genügt, um den Schaum  von der Oberfläche zu     entfernen    und die Oberfläche  so zu     benetzen,    dass beim Trocknen im     Konvektions     oder     Infra-Ofen    eine einwandfreie     Lackoberfläche     entsteht.  



       Man    wird     im        .allgemeinten    mit einem Taktbetrieb  von ca. 90     Sekunden    Intervall für den     Tauchvorgang     und .das elektrophonetische Beschichten rechnen.  



  Diese     Anwendungsart    des     erfindungsgemässen          Verfahrens    kommt vor allem dann     in    Betracht, wenn  der Durchsatz aus     fabrikatonischen        Grüniden        ohnehin     eine     längere    Taktzeit benötigt, da sich für diese Aus  führungsart die doppelte     Taktzeit    von     mindesteins     180     Sekunden-    ergibt.

   Die genannte     Anwendungsart     ist also vor allem     dann        nutzbringend.        :anzuwenden,     wenn die Dauer der Taktzeit keine kritische Rolle  spielt.  



  Bei sehr grossen Tauchbecken, etwa über 10  Tonnen     Badinhalt,    welche     eine    intensivere     Badum-          wälzung        erfordern,        lässt    sich die     Entnahme    der Bad       flüssigkeit    für das Fluten im     Waschtunnel    auch     als     Bypass zur     Badümwälzung        anordnen,

      wodurch     eine     Freizügigkeit     in    der     Bestimmung    der für das Fluten  zu     verwendenden    Flüssigkeitsmenge     entsteht,    da sie       dann    nicht mehr der für eine     ausreichende        Ballum-          wälzung    notwendigen Menge gleich     sein        muss.     



       Eine    weitere Ausführungsform des     erfindungsge-          mässen    Verfahrenes besteht bei     .ausreichendem    Platz  auch darin, dass bei     kontinuierlichem.        Durchlaufbe-          trieb    nach dem     Elektrophorese-Tauchbad    die      Objekte am Kettenförderer durch eine zweite Wanne  mit dem gleichen     Badinhalt    geführt     werden.    In die  sem     Falle    entstehen zwar die Kosten der     Investition     für     ein,    zweites Tauchbecken,

   dafür verdoppelt sich  aber die Produktionsmenge pro     Zeiteinheit    und ver  glichen mit der Verfahrensanwendung in einem  Fluttunnel     entfällt    die     Investition    für die Sprühvor  richtung sowie für die zweite Pumpe, da der     Ballin-          halt    beider Becken mit der gleichen Pumpe umge  wälzt wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH I</B> Verfahren zum Lackieren von Metallgegenstänr den durch elektrophoretische Abscheidung eines pig- ment- und bindemittelhaltigen Lackes aus wässrigem Medium und anschliessendes Abspülendes aus dem Tauchbad entnommenen Gegenstandes, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spülung mit der Tauchlösung selbst erfolgt,
    worauf der Lack getrocknet und einge- brannt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spülung innerhalb des für die Tauchbadumwälzung benötigten Kreislaufs der Bad- flüssigkeit,erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spülung .erfolgt, in dem man den elektrophoretisch beschichteten Gegenstand nach dem Ausfahren aus dem Tauchbad ohne Stromein wirkung nochmals in das Bad eintaucht. PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I lackierter Gegenstand.
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