Stapelwagen mit Paletteverschiebevorrichtung Die Erfindung betrifft einen Stapelwagen mit Pa- letteverschiebevorrichtung.
In Lagerräumen sind zur guten Ausnutzung des vorhandenen Raumes oft nur sehr enge Gänge vor handen, in denen die Ware zu beiden Seiten der Gänge abgelegt und wieder herausgenommen werden muss. Die vorliegende Erfindung bezweckt das Able gen und Entnehmen der Ware in solchen Gängen zu erleichtern oder in gewissen Fällen überhaupt erst zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck ist ein Stapelwagen mit Palette verschiebevorrichtung erfindungsgemäss dadurch ge kennzeichnet, dass zwei Tragarme der Paletteverschie- bevorrichtung aus je drei nach zwei Richtungen tele- skopartig ausziehbaren Schienen zusammengesetzt sind, von denen eine Schiene ortsfest ist, während die zweite Schiene auf der ortsfesten und die dritte Schiene auf der zweiten Schiene mittels dreier Zugorgane ver schiebbar ist, von denen das eine Zugorgan endlos ist, über zwei auf der ortsfesten Schiene gelagerte Um lenkräder gespannt ist und ständig mit einem an der zweiten Schiene befestigten Mitnehmer in Eingriff steht,
während die anderen beiden Zugorgane mit ihrem einen Ende am rechten bzw. linken Ende der ortsfesten Schiene befestigt sind, über eine am linken bzw. rechten Ende der zweiten Schiene befestigte Rolle geführt und mit ihrem anderen Ende am rechten bzw. linken Ende der dritten Schiene befestigt sind.
Diese Paletteverschiebevorrichtung ermöglicht, wie weiter unten ausgeführt, das Stapeln von Waren in den erwähnten engen Gängen zu beiden Seiten der selben.
Ein Ausführungsbeispiel -des erfindungsgemässen Stapelwagens mit Paletteverschiebevorrichtung ist an- hand der beigefügten Zeichnung ausführlich beschrie ben, es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Stapelwagens mit der Paletteverschiebevorrichtung, Fig. 2 eine Vorderansicht des in Fig. 1 dargestell ten Stapelwagens, Fig. 3 eine Seitenansicht der nach einer Richtung ausgezogenen Paletteverschiebevorrichtung.
Fig. 4 eine Seitenansicht der nach der anderen Richtung ausgezogenen Paletteverschiebevorrichtung, Fig. 5 eine Ansicht der in Fig. 4 dargestellten Vor richtung von oben, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie A-A in Fig. 3 und Fig. 7 eine Ansicht einer Partie der Palettever- schiebevorrichtung.
Gemäss Fig. 1 und 2 weist der an sich bekannte und daher hier nur kurz beschriebene Stapelwagen 10 ein Fahrgestell 11 auf, an dem zwei senkrechte Fachwerkträger 12 und 13 befestigt sind, welche an ihrem oberen Ende durch einen Balken 14 miteinan der verbunden sind. Zwischen diesen beiden Fach werkträgern 12 und 13 ist eine Kabine 15 vorgesehen, in welcher die erfindungsgemässe Paletteverschiebevor- richtung 16 angeordnet ist. Diese Kabine 13 ist mit an sich bekannten, in der Zeichnung nicht näher dar gestellten Mitteln zwischen den Fachwerkträgern 12, 13 verschiebbar.
Am Fahrgestell 11 sind Räder 17 vorgesehen, damit der Stapelwagen auf Schienen 18 in Gängen 19 fahren kann. Ferner sind am Balken 14 Räder 20 befestigt, die den Stapelwagen 10 an einer Schiene 21 führen, welche an der Decke 22 des Lager raumes befestigt ist, damit der Stapelwagen eine grös- sere Standsicherheit besitzt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, können Trägerarme 23 der weiter unten beschriebenen Paletteverschiebevor- richtung sowohl nach der einen als auch nach der an deren Seite herausgeschoben werden.
Die in der Zeich nung nach rechts herausgeschobenen Trägerarme 23' sind gestrichelt dargestellt.
In der Kabine 15 sind Steuerhebel und Raum für eine Bedienungsperson vorhanden, welche die Kabine 15 in beliebiger Höhe anhalten kann und dann die Trägerarme 23 mit der zu befördernden Ware nach rechts oder nach links verschieben kann. Auf dem Fahrgestell 11 ist ein Antriebsaggregat 24 vorgesehen, das sowohl zum Heben und Senken der Kabine dient als auch zum Verschieben des ganzen Stapelwagens in den Gängen des Lagerraumes. Mit diesem An triebsaggregat können daher einerseits die unteren auf den Schienen 18 laufenden Räder 17 angetrieben werden und unter Umständen auch die oberen auf der Deckenschiene 21 befestigten Räder 20, ander seits können die Mittel zum Heben und Senken der Kabine 15 durch das Antriebsaggregat 24 betätigt werden.
Auch die Trägerarme 23 können vom An triebsaggregat 24 verschoben werden, falls nicht in der Kabine ein separater Motor für die Betätigung der Trägerarme 23 vorgesehen ist. Der Stapelwagen ist gerade so breit, dass er in den Gängen 19 zwischen Gestellen des Lagerraumes hindurch kann, während die herausgeschobenen Trägerarme 23 in diese Ge stelle hineinragen. Der Abstand B (Fig. 2) von einem Gang 19 zu nächsten Gang 9 ist gerade doppelt so gross als die Auszugslänge D der Trägerarme 23. Auf diese Weise ist mit dem Stapelwagen der ganze Raum in den Gestellen zwischen den Gängen 19 erreichbar.
In dem beschriebenen, nicht zur Erfindung ge hörenden Stapelwagen 10 ist nun in der Kabine 15 die erfindungsgemässe in den Fig. 3 bis 6 dargestellte Paletteverschiebevorrichtung angeordnet.
Gemäss Fig. 3-6 weist diese Paletteverschiebevor- richtung zwei am Boden der erwähnten Kabine befe stigte Balken 25 auf. Dieser Balken 25 weist gemäss Fig. 6 eine im Querschnitt U-förmige Profilschiene auf, die aus zwei Schenkel 26 und einem Verbin dungssteg 27 zusammengesetzt ist und an der zwei weitere in Querschnitt U-förmige Profilschienen 28 angeschweisst sind. Diese Profilschienen 28 sind im Abstand voneinander angeordnet, wobei sie mit ihren senkrecht stehenden Verbindungsstegen gegeneinan der gerichtet sind. Dieser Balken 25 weist an seinen beiden Enden je eine Platte 29 auf, welche mittels Schrauben 30 am Boden der Kabine 15 angeschraubt ist.
In der Nähe der Enden des Balkens 25 sind zwei Kettenräder 31 gelagert. Über diese beiden Kettenrä der 31 ist eine endlose Kette 32 gespannt. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, sitzt das Kettenrad 31 auf einer Welle 33, welche in Lagergehäusen 34 gelagert ist, die mittels Schrauben 35 an den Schenkel 26 des Balkens 25 befestigt sind.
Im Verbindungssteg 27 des Balkens 25 sind Aussparungen vorgesehen, durch welche eine Partie der Kettenräder 31 hindurchragt, so dass sich das obere Trum 32a der endlosen Kette 32 über dem Verbindungssteg 27 zwischen den beiden Profilschienen 28 befindet, während sich das untere Trum 32b unterhalb des Verbindungssteges 27 zwi schen den beiden Schenkeln 26 des Balkens 25 befin det.
An einer der beiden Wellen 33 ist ein Antrieb z.B. ein Elektromotor vorgesehen, oder die Welle 33 ist über geeignete Mittel mit dem Antriebsaggregat 24 (Fig. 1) verbunden, so dass die endlose Kette 32 angetrieben werden kann. Dieser Antrieb muss so ausgebildet sein, dass die Welle 33 in beiden Dreh richtungen angetrieben und in jeder gewünschten Lage angehalten und wieder weiter gedreht werden kann.
Zwischen den Schenkeln der Profilschienen 28 sind Rollen 36 geführt, die an der Innenseite der Schenkel 37 einer verschiebbaren Schiene 38 drehbar befestigt sind. Diese Schiene 38 besteht aus den bei den Schenkeln 37, die durch einen Verbindungssteg 39 miteinander verbunden sind und an ihrem unteren Ende je einen waagerechtstehenden Flansch 40 auf weisen. An der Aussenseite der Schenkel 37 sind wei tere Rollen 41 drehbar gelagert, auf denen eine dritte, verschiebbare Schiene 42 geführt ist. Diese dritte, ver schiebbare Schiene 42 besteht aus zwei im Querschnitt U-förmigen Profilschienen 43, die durch einen Ver bindungssteg 44 miteinander verbunden sind.
Die bei den Schienen 38 und 42 bilden zusammen die Trä gerarme 23 (Fig. 2).
Zum Verschieben der zweiten Schiene 38 ist an der unteren Seite des Verbindungssteges 39 in der Mitte eine sich über die ganze Länge der Schiene 38 erstreckende Kettenzahnstange 44' vorgesehen, die ständig mit der endlosen Kette 32 in Eingriff steht, so dass bei einer Drehung der Welle 33 und somit des Kettenrades 31 die Schiene 38 durch die Kette 32 mittels der Zahnstange 44 je nach der Drehrichtung nach der einen oder anderen Seite verschoben wird.
Zum Verschieben der dritten Schiene 42 sind zwei Ketten 45 und 46 vorgesehen. Gemäss Fig. 3 ist die eine Kette 45 mit ihrem einen Ende an linken Ende bei 47 am Balken 25 befestigt, während ihr anderes Ende bei 48 am linken Ende der dritten Schiene 42 befestigt ist. Diese Kette 45 läuft über ein am rechten Ende der zweiten Schiene 38 drehbar befestigtes Ket tenrad 49. Gemäss Fig. 4 ist die andere Kette 46 mit ihrem einen Ende am rechten Ende bei 50 am Bal ken 25 befestigt während ihr anderes Ende bei 51 am rechten Ende der dritten Schiene 42 befestigt ist. Diese andere Kette 56 läuft über ein am linken Ende der zweiten Schiene 38 drehbar befestigtes Ketten rad 52.
Gemäss Fig. 7 weisen die Kettenräder 31 nur halb so viele Zähne 53 auf, als ein gewöhnliches Ketten rad, so dass nur jedes zweite Kettenglied der Kette 32 von einem Zahn erfasst wird. Ebenso ist der Abstand der Zähne 54 der an der zweiten Schiene befestigten Zahnstange 44 so gewählt, dass nur jedes zweite Ket tenglied der endlosen Kette 32 von den Zähnen 54 der Zahnstange 44 erfasst wird. Die Anordnung ist so getroffen, dass die Zähne 54 der Zahnstange 44 in diejenigen Kettenglieder eingreifen, welche von den Zähnen 53 der Kettenräder 31 nicht erfasst werden.
Auf diese Weise ist es möglich, wie aus Fig. 7 deut lich ersichtlich, dass sowohl die Zahnstange 44 als auch die Kettenräder 31 gleichzeitig im selben Be reich mit der Kette 32 in Eingriff gelangen, ohne dass die Zähne 54 der Zahnstange 44 gegen die Zähne 53 der Kettenräder 31 stossen.
Statt den Kettenrädern 31 die nur halb soviele Zähne 53 aufweisen, als ein gewöhnliches Zahnrad, kann auch ein gewöhnliches Zahnrad verwendet wer den, dessen Zähne in jedes Kettenglied eingreifen. In diesem Falle ist es aber notwendig eine sogenannte Duplex-Kette zu verwenden bei der jedes Ketten glied doppel so breit ist und in der Mitte noch einen Zwischensteg aufweist, so dass in jedes Kettenglied zwei Zähne eingreifen können, d.h. im vorliegenden Falle könnte in jedes Kettenglied ein Zahn des Ket tenrades 31 und ein Zahn der Zahnstange 44 gleich zeitig eingreifen, in dem die Zahnstange gegenüber dem Kettenrad seitlich versetzt ist.
Somit könnten auch die Zähne der Zahnstange so angeordnet sein, dass sie in jedes Kettenglied eingreifen, statt nur in jedes zweite Kettenglied.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, sind die beiden Ketten räder 49 und 52 an der zweiten Schiene 38 so befe stigt, dass eine Partie der beiden Kettenräder 49, 52 durch eine Aussparung des Verbindungssteges 39 der Schiene 38 hindurchdringt, so dass die eine Partie der Ketten 45 und 46 sich über dem Verbindungssteg 39 der zweiten Schiene 38 befindet, während die andere Partie unterhalb ist. Wie aus Fig. 5 ersichtlich, sind zwei genau gleiche Balken 25 vorhanden, auf denen je zwei teleskopartig verschiebbare Schienen 38 und 42 vorgesehen sind, die von einer gemeinsamen Antriebswelle 33 verscho ben werden können.
Eine an sich bekannte, in den Zeichnungen nicht dargestellte Palette kann auf den beiden verschiebbaren Schienen 42 aufgesetzt werden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Palettever- schiebenevorrichtung ist wie folgt: In der untersten Stellung der Kabine 15 des Sta pelwagens 10 werden die Trägerarme 23 der Palette verschiebevorrichtung nach der einen oder anderen Seite unter eine mit der zu lagernden Ware beladene Palette geschoben und diese in die Kabine hineinge zogen, indem durch leichtes Anheben der Kabine die Palette vom Boden abgehoben wird, bevor sie in die Kabine hineingezogen werden kann. Sobald sich die zu lagernde Ware in der Kabine 15 befindet, kann der Stapelwagen an die Stelle fahren, an der die Ware abgeladen werden soll, gleichzeitig wird die Kabine in die gewünschte Höhe angehoben.
Vor dem Fach des Gestelles, in das die Ware eingeladen werden soll, wird die Paletteverschiebevorrichtung wieder betätigt, so dass die Ware in das gewünschte Fach des Ge stelles gelangt, worauf die Kabine soweit abgesenkt wird, dass die Palette nicht mehr auf den Trägern 23 der Verschiebevorrichtung, sondern auf dem Boden des entsprechenden Faches aufliegt, so dass die Trä- gerarme 23 wieder in ihre eingezogene Stellung ge bracht werden können.
Das Ein- und Ausschieben der Trägerarme 23 geschieht wie folgt: Sollen z.B. die in Fig. 3 in ausgezogener Stellung gezeigten Schienen eingezogen werden, so wird die Welle 33 durch den nicht dargestellten Antrieb im Gegenuhrzeigersinne gedreht, so dass sich die endlose Kette 32 in Richtung des Pfeiles E bewegt, wodurch die zweite Schiene 38 in Fig. 3 nach links geschoben wird. Die Kette 32 bewegt sich solange in dieser Rich tung, bis sich die Schiene 38 genau über dem orts festen Balken 25 befindet, worauf der Antrieb ab gestellt oder abgekuppelt wird, damit die Kette 32 stillsteht.
Während dieser Verschiebung der Schiene 38 er folgt auch die Verschiebung der dritten Schiene 42 mittels der in Fig. 4 dargestellten Kette 46, da sich mit der Verschiebung der Schiene 38 das an ihr ge festigte Kettenrad 52 ebenfalls nach links verschiebt, zieht die Kette 46, weil sie mit ihrem einen Ende bei 50 am Balken 25 befestigt ist und über das Ket tenrad 52 gespannt ist, mit ihrem anderen bei 51 an der dritten Schiene 42 befestigten Ende diese Schiene 42 ebenfalls nach links, bis sich diese dritte Schiene 42 genau über der zweiten Schiene 38 befindet. Diese Stellung der Schiene 42 ist im selben Augenblick er reicht, in dem die zweite Schiene 38 sich genau über dem Balken 25 befindet und anhält.
Sollen hingegen die beiden Schienen ausgezogen werden, so wird die Welle 33 im Uhrzeigersinne ange trieben, so dass sich die endlose Kette 32 in Richtung des Pfeiles F bewegt, wodurch die zweite Schiene 38 in Fig. 3 nach rechts geschoben wird. Die Kette 32 bewegt sich solange in dieser Richtung, bis die Schie ne 38 ihre rechte Endlage erreicht hat, worauf der Antrieb abgestellt oder abgekuppelt wird, damit die Kette 32 stillsteht.
Während dieser Verschiebung der Schiene 38 nach rechts erfolgt auch die Verschiebung der dritten Schiene 42 mittels der in Fig.-3 dargestellten Kette 45 nach rechts, da sich mit der Verschiebung der Schiene 38 das an ihr befestigte Kettenrad 49 ebenfalls nach rechts verschiebt, zieht die Kette 45, weil sie mit ihrem einen Ende bei 47 am Balken 25 befestigt ist und über das Kettenrad 49 gespannt ist, mit ihrem anderen bei 48 an der dritten befestigten Ende diese Schiene 42 ebenfalls nach rechts, bis diese Schiene 42 ihr rechte Endlage (Fig. 3) erreicht hat.
Ein Ausziehen der zweiten und dritten Schiene 38 und 42 nach links in die Stellung nach Fig. 4 erfolgt genau in der gleichen Weise, mit dem einzigen Unterschied, dass in diesem Falle die Kette 46 zum Ausziehen dient und die Kette 45 zum Einziehen der dritten Schiene 42. Da im übrigen der Vorgang beim Ausziehen nach links genau derselbe ist, wie beim beschriebenen Ausziehen nach rechts, so erübrigt sich eine ausführliche Beschreibung.
Das beschriebene Ausführungsbeispiel kann selbst verständlich abgeändert werden, ohne aus dem durch den beigefügten Patentanspruch abgegrenzten Schutz bereich herauszutreten.