CH416472A - Procédé pour le montage d'une partie d'une boîte de montre sur le corps de celle-ci et outillage pour la mise en oeuvre de ce procédé - Google Patents

Procédé pour le montage d'une partie d'une boîte de montre sur le corps de celle-ci et outillage pour la mise en oeuvre de ce procédé

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CH416472A
CH416472A CH826864A CH826864A CH416472A CH 416472 A CH416472 A CH 416472A CH 826864 A CH826864 A CH 826864A CH 826864 A CH826864 A CH 826864A CH 416472 A CH416472 A CH 416472A
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CH826864A
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Piquerez Ervin
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Piquerez Sa Ervin
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    • G04D1/10Devices for opening or closing watch bottoms or covers

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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Es ist bekannt,    cellulosehaltige   Fasermaterialien mit    Aminoplasten   zu veredeln. Textilien auf    Cellulose-Basis   werden häufig mit derartigen Produkten behandelt, um das Material gegen Einlaufen beständig zu machen, ihnen Knitterfestigkeit zu verleihen oder dauerhafte mechanische Effekte wie     Seersucker -Effekte   oder Falten zu erzeugen. Ein Nachteil ist dabei, dass die Reissfestigkeit der behandelten Textilien häufig vermindert ist; ein anderer Nachteil besteht darin, dass die behandelten Textilien häufig einen härteren Griff haben.

   Diese Nachteile wurden bis zu einem    gewissen   Grad dadurch überwunden, dass Weichmacher wie    Polyäthylen-      Emulsionen   oder    Addukte   von    Äthylenoxid   an    Phenole   oder Amine einverleibt werden. Für viele Zwecke sind diese Mittel jedoch ungenügend wirksam und verschlechtern die Fähigkeit der behandelten    Textilien,   Wasser zu absorbieren. 



  Es    wurde   nun gefunden, dass durch Verwendung spezieller,    Mercaptan      (-SH)-Gruppen   enthaltender Ester in Verbindung mit bestimmten    Aminoplasten   Materialien auf    Cel-      lulose-Basis   erhalten werden können, die verbesserte Eigenschaften haben, und insbesondere Textilien hergestellt werden können, die einen volleren weicheren Griff haben. Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren behandelten Textilien zeigen höchstens eine nur sehr geringfügige Verschlechterung ihrer Wasserabsorption. 



  Die vorliegende Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Veredeln von    cellulosehaltigen   Textilmaterialien, die keine    keratinhaltigen   Fasern enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man (1) das Fasermaterial in beliebiger Reihenfolge oder gleichzeitig mit einem Ester, der im Durchschnitt mindestens zwei    Mercaptan-Gruppen   pro Molekül enthält und durch Umsetzung von mindestens (a) einer Verbindung mit mindestens zwei    Carboxygrup-      pen   und (b) einer Verbindung, die mindestens zwei alkoholische    Hydroxygruppen,   wobei mindestens eine der Verbindungen (a) oder (b) eine oder mehrere    Mercaptan-Gruppen   enthält, erhalten werden, und (2)

   einem    Aminoplastvorkondensat   oder einem Stickstoffhaltigen    Reaktanten,   die frei von    äthylenisch   ungesättigten Bindungen sind, behandelt und das    Aminoplastvorkondensat   oder den stickstoffhaltigen    Reaktanten   auf der Faser aushärtet. Die Umsetzungsprodukte aus a) und b) werden gegebenenfalls umgesetzt mit (c) einer Verbindung mit nicht mehr als einer    Carboxy-      gruppe   oder einer alkoholischen    Hydroxygruppe,   wobei mindestens eine der Verbindungen (a), (b) und (c) eine oder mehrere    Mercaptogruppen   aufweisen. 



  Es wird angenommen, dass die eingesetzten    Mercaptan-      gruppen   enthaltenden Ester ebenfalls auf der Faser aushärten. Wie schon angegeben, kann die Behandlung der Fasern mit dem    Aminoplastvorkondensat   oder dem stickstoffhaltigen    Reaktanten   und dem Ester in jeder beliebigen Reihenfolge durchgeführt werden. So können die Fasern mit einem Gemisch aus dem    Aminoplastvorkondensat   oder dem Stickstoffhaltigen    Reaktanten   und dem Ester imprägniert werden und das    Aminoplastvorkondensat   oder der    stickstoffhaltige      Reak-      tant   sodann ausgehärtet werden.

   Anderseits können die Fasern auch zuerst mit dem Ester und dann mit dem    Amino-      plastvorkondensat   oder dem stickstoffhaltigen    Reaktanten   oder umgekehrt imprägniert werden und sodann das    Amino-      plastvorkondensat   oder der stickstoffhaltige    Reaktant   ausgehärtet werden.

   Oder die Fasern können zuerst mit dem    Aminoplastvorkondensat   oder dem stickstoffhaltigen    Reak-      tant   imprägniert werden, der sodann ausgehärtet wird, wonach die Fasern mit dem Ester behandelt werden.    Cellulosehaltige      Tcxtilmaterialien,   die nach dem    erfin-      dungsgemässen   Verfahren behandelt werden können, umfassen solche aus Baumwolle, regenerierter    Cellulose      (ein-      schliesslich   Viskose und    Cuprammonium-Rayon),   Jute, Leinen, Hanf,    Ramie-   und Sisalfasern;

   ferner    cellulosische   Fasermaterialien, in denen einige, jedoch nicht alle der drei pro    Anhydroglucose-Einheit   verfügbaren    Hydroxylgruppen   chemisch, z. B. durch    Acylierung,      Verätherung   oder    Cyanoäthy-      lierung   modifiziert wurden. So sind    Methylcellulose   und    Cel-      lulosemonoacetatumfasst,   nicht jedoch z. B.    Cellulosetriace-      tat.   Die Textilmaterialien liegen z. B. als gewobene, nichtgewobene und gestrickte Materialien vor. 



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können auch Gemische aus zwei oder mehreren Faserprodukten auf    Cel-      tulose-Basis   oder Gemische    hiervon   mit synthetischen Fasern behandelt werden, wobei sich jedoch versteht, dass Gemische mit    keratinhaltigen   Fasern nicht von der vorliegenden Erfindung umfasst werden. 



  Zum Einsatz in dem erfindungsgemässen Verfahren bevorzugte Ester sind diejenigen, die im Durchschnitt nicht mehr als sechs    Mercaptangruppen   pro Molekül enthalten. Im allgemeinen haben diese Ester ein durchschnittliches    Molekulargewicht   zwischen 400 und 10 000. Falls erwünscht, können jedoch auch Ester eingesetzt werden, die ein durchschnittliches    Molekulargewicht   von bis zu 20 000 und selbst 40 000 haben. 



  Solche Ester können solche Produkte sein, die durch Umsetzung folgende Produkte in irgendeiner gewünschten Sequenz erhalten werden: (d) eine    Monomercaptomonocarbonsäure   oder ein einwertiger    Monomercaptoalkohol,   (e) eine Verbindung mit zwei, jedoch nicht mehr als zwei alkoholischen    Hydroxygruppen   und (f) eine Verbindung mit mindestens drei    Carboxygrup-      pen.   



  Falls erwünscht, lässt man die Bestandteile (e) und (f) unter Bildung eines Esters reagieren, der endständig    Hydr-      oxy-   oder    Carboxygruppen   aufweist, wobei dieser Ester sodann mit (d) verestert wird. 



  Die erfindungsgemäss einsetzbaren Ester können auch solche Produkte sein, die durch    Veresterung   (g) einer    Monomercaptodicarbonsäure   mit (h) einer Verbindung mit mindestens zwei, jedoch nicht mehr als sechs alkoholischen    Hydroxygruppen   und gegebenenfalls (i) einer keine    Mercaptangruppen   enthaltenden    Dicar-      bonsäure   oder einem    Anhydrid   einer solchen Säure oder (j) einer    Monocarbonsäure,      vorzugsweise   einer    Mono-      mercaptomonocarbonsäure   oder (k) einem einwertigen Alkohol, vorzugsweise einem einwertigen    Monomercaptoalkohol,   erhältlich sind. 



  In entsprechender Weise können auch solche Ester eingesetzt werden, die durch Umsetzung der folgenden Verbindungen in beliebiger Sequenz erhältlich sind: (d) einer    Monomercaptomonocarbonsäure   oder eines einwertigen    Monomercaptoalkohols,   (1) einer Verbindung mit mindestens drei alkoholischen    Hydroxygruppen   pro Molekül und (m) einer Verbindung mit zwei und nicht mehr als zwei    Carboxygruppen   pro Molekül. 



  Wie dem Fachmann auf dem Gebiet der Herstellung von Polyestern bekannt. können anstelle der jeweiligen    Carbon-      säure   das    Carbonsäureanhvdrid   und anstelle eines Alkohols ein    1,2-Epoxid   eingesetzt werden, wobei eine    Epoxid-Gruppe   zwei alkoholischen    Hydroxygruppen   entspricht. 



  Die Ester werden in an sich bekannter Weise hergestellt, und zwar vorzugsweise dadurch, dass die Reaktionskomponenten in Anwesenheit eines Katalysators wie einer starken 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Säure (insbesondere eines    Anionenaustauscherharzes,      p-Toluolsulfonsäure   oder 50%iger Schwefelsäure) und eines    inerten   Lösungsmittels wie    Toluol,      Xylol,      Trichloräthylen   oder    Perchloräthylen   erhitzt werden, mit denen das bei der Reaktion gebildete Wasser in Form eines    Azeotrops   abgetrennt werden kann. 



  Produkte, die mindestens zwei    Carboxygruppen   enthalten, oder    Anhydride   hiervon, die als Reaktionskomponente (a) eingesetzt werden können, umfassen Bernsteinsäure,    Adipinsäure,      Phthalsäure,      Hexahydrophthalsäure,      Sebacin-      säure,      Malonsäure,   Zitronensäure,    Tricarballylsäure,      Pyro-      mellitsäure   und    dimerisierte   oder    trimerisierte   Fettsäuren und ihre    Anhydride   (sofern sie existieren) sowie    Thioapfelsäure      HOOCCH2CH(SH)COOH,

     die auch als    Mercaptobernstein-      säure   bekannt ist. 



     Monomercaptomonocarbonsäuren,   die als Komponente (d) eingesetzt werden, entsprechen im allgemeinen der Formel    HOOC-R-SH,   worin R einen zweiwertigen organischen Rest bedeutet, die angegebene    HOOC-Gruppe   direkt mit einem    Kohlenstoffatom   des Restes R verbunden ist und die angegebene -SH-Gruppe direkt mit dem gleichen oder einem anderen    Kohlenstoffatom   des Restes R verbunden ist. Vorzugsweise entsprechen diese Verbindungen auch der Formel    HOOC-C,H"   SH, worin r eine positive ganze Zahl von 1 und bis zu 18 oder selbst 24 ist.

   So können eingesetzt werden    Mercaptoundecylsäure,      Mercaptostearinsäure   und insbesondere    Thioglykolsäure   und 2- und    3-Mercaptopropionsäure,   d. h. Produkte der vorstehenden Formel, worin r 1 oder 2 ist. Es können auch    mercaptangruppenhaltige   aromatische Säuren wie o- und    p-Mercaptobenzoesäure   verwendet werden. 



  Einwertige    Monomercaptoalkohole,   die als Komponente (d) eingesetzt werden, entsprechen im allgemeinen der Formel    HO-R'-SH,   worin R' einen zweiwertigen organischen Rest bedeutet und die HO-Gruppe und die -SH-Gruppe direkt mit    Kohlenstoffatomen   des Restes R' verbunden sind. Vorzugsweise entsprechen sie auch der Formel    HO-C,Hzt   SH, worin t eine positive ganze Zahl von 2 bis 18 und vorzugsweise 2 oder 3 ist,    wie      2-Mercaptoäthanol,      1-Mercaptopropan-2-ol   und    2-Mercaptopropan-l-ol.   Es können jedoch auch Verbindungen wie    1-Chlor-3-mercapto-      propan-2-ol   verwendet werden. 



  Verbindungen, die mindestens drei    Carboxygruppen   enthalten, bzw.    Anhydride   derselben, die als Komponente (f) eingesetzt werden können, umfassen Zitronensäure,    Tricarb-      aliyIsäure,      Pyromellitsäure   und    trimerisierte      Linoleinsäure   und ihre    Anhydride   (sofern existent). 



  Die    Monomercaptodicarbonsäuren   (g) entsprechen im allgemeinen der Formel 
 EMI2.58 
 worin R" einen dreiwertigen    aliphatischen   oder    alicyclischen   Reste darstellt, wobei die angegebenen    Carboxy-   und    Mercaptogrup-      pcn   direkt mit einem    Kohlenstoffatom   bzw.    Kohlenstoffato-      men   des Restes R" verbunden sind. Eine bevorzugte Verbindung ist    Thioapfelsäure.   



  Die Verbindungen, die mindestens zwei alkoholische    Hydroxygruppen   aufweisen (b, e, h, 1), umfassen    Äthylen-      glykol.      Propylenglykol,      Propan-1,3-diol,      Butan-1.2-diol,      Butan-1,3-diol,      Butan-1,4-diol,      Polyoxyäthylenglykole,      Poly-      oxypropylenglykole,      Polyoxybutylenglykole,      Poly-(oxy-      l,l-dimethyläthylen)-glykole,      Polyepichlorhydrine,   Glycerin,    1,1,1-Trimethyloläthan,      1,1,1-Trimethytolpropan,      Hexan-      1,2,5-triol,      Hexan-1,2,6-triol,

        3-Hydroxymethylpentan-      2,4-diol,      Pentaerythrit,      Mannit,      Sorbit   und    Addukte   von    Äthylenoxid   oder    Propylenoxid   mit solchen Alkoholen,    ein-      schliesslich   gemischten mehrwertigen    Polyäthern.   die durch Behandlung eines aktiven Wasserstoff enthaltenden Produktes wie    Äthylenglykol   mit z. B.    Propylenoxid   und nachfolgender Umsetzung des    Adduktes   mit einem zweiten    Alkylenoxid,   z. B.    Äthylenoxid,   erhalten werden. 



     Mono-1,2-epoxide,   die anstelle eines zweiwertigen Alkohols eingesetzt werden können, umfassen:    Äthylenoxid,   Propylenoxid,    Butylenoxid,      1,1-Dimethyläthylenoxid,      Epichlor-      hydrin,      Glycidyläther   von Alkoholen (wie    n-Butyl-   und    iso-      Octylglycidyläther)   oder von    Phenolen      (wie      Phenyl-   und    p-Tolylglycidyläther),      N-Glycidyl-Verbindungen   (wie    N-Gl_v-      cidyl-N-methylanilin   oder    N-Glycidyl-n-butylamin)

     und    Glycidylester   von    Carbonsäuren   (wie    Glycidylacetat).   



  Anstelle dreiwertiger und    höherwertiger   Alkohole können auch einwertige    Monoepoxyalkohole   wie    Glycidol   bzw. ein    Diepoxid   wie ein    Diglycidyläther   eines Alkohols oder eines Phenols eingesetzt werden. 



  Die    Dicarbonsäuren   (i), die keine    Mercaptogruppen   aufweisen, entsprechen im allgemeinen der Formel    HOOC-R@-COOH,   worin    R2   ein zweiwertiger    aliphatischer,   aromatischer oder    alicyclischer   Rest ist; solche Säuren sind z. B. Bernsteinsäure,    Adipinsäure,      Phthalsäure,      Hexahydro-      phthalsäure,      Sebacinsäure   und Apfelsäure und    dimerisierte   Fettsäuren sowie    Anhydride   dieser genannten Säuren. Obwohl    äthylenisch   ungesättigte    Dicarbonsäuren   eingesetzt werden können, gehören sie nicht zu den bevorzugt verwendeten Säuren. 



  Die    Dicarbonsäuren   (m) und ihre    Anhydride   können aus der Gruppe der Verbindungen ausgewählt werden, die vorstehend für (i) genannt sind; sie können auch    mercaptan-      gruppenhaltige      Dicarbonsäuren   (g) und ihre    Anhydride   sein. 



  Bei der Herstellung eines    Polymercaptanesters   zur    erfin-      dungsgemässen   Verwendung ist es oft erwünscht, eine monofunktionelle Verbindung wie eine    Monocarbonsäure   (j) oder einen einwertigen Alkohol (k) als    Kettenendglied   einzusetzen.

   Beispiele hierfür sind    aliphatische   Alkohole wie Methanol. Äthanol.    2-Äthvlhexanol,      2-Methoxväthanol   und Monomethyläther von    Polyoxyäthylenglykolen@und      Polyoxypro-      pylenglykolen;      cycloaliphatische   Alkohole wie    Cyclohexanol;      aliphatische      Carbonsäure   wie Essigsäure,    2-Äthylhexansäure,      Stearinsäure   und    Oleinsäure;   und aromatische Säuren wie    Benzoesäure.   Wie schon angegeben, ist es besonders vorteilhaft, als    Kettenendglied   eine Verbindung einzusetzen, die eine    Mercaptogruppe   enthält.

   Beispiele hierfür sind    Mono-      mercaptomonocarbonsäuren   und einwertige    Monomercapto-      alkohole   und insbesondere    Thioglykolsäure,      2-Mercapto-      propionsäure,      3-Mercaptopropionsäure,      2-Mercaptoäthanol   und    2-Mercaptopropan-I-ol.   



  Die    Polymercaptanester   stellen im allgemeinen bekannte Produkte dar (siehe z. B. die    US-Patentschriften   2 456 314, 2 461 920. 2 914 585 und 3 138 573, die französische Patentschrift 1 503 633 und die britische Patentschrift 941 829). Die in dem erfindungsgemässen Verfahren bevorzugt eingesetzten    Mercaptanester   enthalten direkt an Kohlenstoffatomen gebunden im Durchschnitt n Gruppen der Formel 1    -[(CO)b.(O)a,X(O).ICO(O)b,Z(O)b#CO(O)a,]-      YSH   1 worin a' und b' jeweils 0 oder I sind und nicht gleich sind, n eine ganze Zahl von mindestens 1 und höchstens 6 ist, Y und Z beide einen zweiwertigen organischen Rest bedeuten und X einen zweiwertigen organischen Rest bedeutet, der eine -SH-Gruppe enthalten muss, wenn n 1 ist. 



  Im einzelnen lässt sich die durchschnittliche Struktur der bevorzugten Ester durch eine der folgenden Formeln wiedergeben: 
 EMI2.187 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 und insbesondere durch eine der Formeln 
 EMI3.2 
 worin R\ der Rest einer    aliphatischen,      cycloaliphatischen   oder aromatischen    Dicarbonsäure   nach Abtrennung der    -COOH-      Gruppen   ist,    R'   der Rest eines    aliphatischen,      araliphatischen   oder    cycloaliphatischen      Diols   nach Entfernung der zwei    Hydroxy-      gruppen   ist,    R    einen organischen Rest bedeutet,

   der mindestens zwei    Kohlenstoffatome   aufweist und direkt über    Kohlenstoffatome   dieses Restes mit den angegebenen, endständige    Mercaptan-      gruppen   aufweisenden    Esterketten   verbunden ist,    RS   der Rest einer eine    Mercaptan-Gruppe   enthaltenden    aliphatischen,      cycloaliphatischen   oder aromatischen    Carbon-      säure   nach Entfernung der    -COOH-Gruppen   ist, m' eine ganze Zahl von mindestens I, p eine ganze Zahl von mindestens 2 ist und R, R', r und t die vorstehend angegebene Bedeutung haben. 



  Es versteht sich, dass die Formeln 11 bis    XVII   die durchschnittliche    Struktur   der Ester wiedergeben. Wegen unvollständiger    Veresterung   können auch andere Produkte anwesend sein. Des weiteren brauchen, wie schon angedeutet, 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 nicht alle Reste R, R',    R2,      R',      R"   und    RS   miteinander gleich zu sein. 



  Viele der vorstehend beschriebenen Ester sind in Wasser unlöslich, können jedoch in Form wässriger Dispersionen oder Emulsionen zur Anwendung gebracht werden. Sie können jedoch auch in organischen Lösungsmitteln, z. B. niederen Alkoholen (wie Äthylalkohol), niederen    Ketonen   (wie    Äthylmethylketon),   Benzol oder    halogenierten,   insbesondere chlorierten und/oder    fluorierten      Kohlenwasserstoffen   aufgetragen werden, wie die bei der Trockenreinigung eingesetzten Lösungsmittel    Tetrachlorkohlenstoff,      Trichloräthylen   und    Perchloräthylen.   



  Die Menge des eingesetzten Esters hängt von dem gewünschten    Effekt   ab. Für die meisten Zwecke sind Mengen im Bereich von 0,1 bis 5%, bezogen auf das Gewicht des zu behandelnden Materials, geeignet. Im allgemeinen benötigen gewobene Tuche 0,2 bis 3    Gew.   % an Ester, während geringere Mengen von 0,1 bis 1,5    Gew.%   für Behandlung gestrickter Gewebe nötig sind. Der Griff des behandelten Materials hängt naturgemäss von der Menge des eingesetzten Esters ab. Durch einfache Versuche kann die zur Erreichung des jeweils gewünschten Effekts notwendige optimale Menge bestimmt werden. Des weiteren hat auch die Zusammensetzung und der Aufbau der aus den Fasern zusammengesetzten Gewebe einen Einfluss auf die notwendige Menge Ester. 



  Die erfindungsgemäss bevorzugt verwendeten    Amino-      plastvorkondensate   oder stickstoffhaltigen    Reaktanten   enthalten pro Molekül mindestens zwei Gruppen der Formel    -CHZOR6   direkt mit einem    Amid-Stickstoffatom   verbunden, wobei    R6   ein Wasserstoffatom, eine    Alkylgruppe   mit 1 bis 4    Kohlenstoffatomen   oder eine    Acetylgruppe   darstellt.

   Beispiele für solche stickstoffhaltigen    Reaktanten   sind die    N-Hydroxymethyl-,      N-Alkoxymethyl-   und    N-Acetoxymethyl-      Derivate   der folgenden    Amide   und    amidischen   Verbindun- gen:

   1.    Cyclische   Harnstoffe der Formel 
 EMI4.33 
 worin Q Sauerstoff oder Schwefel ist und Y' entweder eine Gruppe der Formel 
 EMI4.34 
 oder eine zweiwertige    Gruppe   mit 2 bis 4 Kohlenstoff    atomen   in der Kette darstellt, die mit    Methyl-,      Methoxy-   und    Hydr-      oxygruppen   substituiert sein kann und durch -CO-, -O- oder    -NR'   unterbrochen sein kann, wobei R' eine    Alkyl-   oder    Hydroxyalkylgruppe   mit bis zu 4    Kohlenstoffatomen   darstellt. 



  Beispiele für derartige    cyclische   Harnstoffe sind Äthylenharnstoff    (Imidazolidin-2-on),      Dihydroxyäthylenharnstoff      (4,5-Dihydroxyimidazolidin-2-on),      Hydantoin,      Uron   (Tetra-    hydrooxadiazin-4-on),      1,2-Propylenharnstoff      (4-Methyl-      imidazolidin-2-on),      1,3-Propylenharnstoff      (Hexahydro-2H-      pyrimid-2-on),      Hydroxypropylenharnstoff      (5-Hydroxy-hexa-      hydro-2H-pyrimid-2-on),      Dimethylpropylenharnstoff   (5,5Dimethyl-hexahydro-2H-pyrimid-2-on),

      Dimethylhydroxy-      propylenharnstoff   und    Dimethylmethoxypropylenharnstoff      (4-Hydroxy-   und    4-Methoxy-5,5-dimethyl-hexahydro-2H-      pyrimid-2-on),      5-Äthyltriazin-2-on   und    5-(2-Hydroxyäthyl)-      triazin-2-on.   



     1I.      Carbamate   und    Dicarbamate   ein- und zweiwertiger    aliphatischer   Alkohole mit bis zu 4    Kohlenstoffatomen,   z. B.    Methyl-,   Äthyl-,    Isopropyl-,      2-Hydroxyäthyl-,      2-Methoxy-      äthyl-,      2-Hydroxy-n-propyl-   und    3-Hydroxy-n-propyl-      carbamat   und Äthylen- und    1,4-Butylen-dicarbamat.   



  111.    Aminoplastvorkondensate   sind z. B. die entsprechenden Verbindungen von Harnstoff,    Thioharnstoff,      Melamin   und anderen    Polyamino-1,3,5-triazinen.   



  Falls erwünscht, können    Aminoplastvorkondensate   eingesetzt werden, die sowohl    N-Hydroxymethyl-   als auch    N-Alkoxymethyl-Gruppen   oder sowohl    N-Hydroxymethyl-      als   auch    N-Acetoxymethyl-Gruppen   enthalten (z. B. ein    Hexamethylolmelamin,   in dem 1 bis 5 der    Methylolgruppen      veräthert   oder verestert sind). 



  Das    Aminoplastvorkondensat   oder der stickstoffhaltige    Reaktant   wird im allgemeinen als solcher zur Anwendung gebracht. Wird    jedoch   ein    Harnstoff-Formaldehyd-   oder    Melamin-Formaldehyd-Produkt   eingesetzt, kann es, falls erwünscht, in    situ   in üblicher Weise aus einem    Harnstoff-      Formaldehyd-Konzentrat   oder    Melamin-Formaldchyd-Kon-      zentrat   und der notwendigen zusätzlichen Menge Harnstoff bzw.    Melamin   gebildet werden. 



  Die zur Anwendung gebrachten    Aminoplastvorkonden-      sate   oder stickstoffhaltigen    Reaktanten   sind im allgemeinen in Wasser löslich und können aus wässriger Lösung aufgebracht werden. Sie können auch aus    wässrigen   Emulsionen, aus Lösungen in    Trockenreinigungslösungsmitteln   oder aus Lösungen in Gemischen von Wasser mit einem geeigneten mischbaren Lösungsmittel wie Methanol aufgetragen werden. 



  Das Mengenverhältnis zwischen Ester und    Aminoplast   kann in weiten Grenzen schwanken. So können pro    Mer-      capto(Thiol)-Gruppen-Äquiva)ent   des Esters 2 bis 50 und bis zu 75, im allgemeinen und vorzugsweise jedoch 5 bis 40    N-Methylol-,      N-Alkoxymethyl-   bzw.    N-Acetoxymethyl-      Gruppen-Äquivalente   des    Aminoplasts   eingesetzt werden. 



  Es kann vorkommen, dass die gewünschten Effekte erst dann in vollem Umfang eintreten, wenn im wesentlichen die Gesamtmenge des Esters ausgehärtet ist. Bei Raumtemperaturen (z. B. 20  C) kann dies fünf bis zehn Tage oder sogar länger dauern. Wurde der Ester vor oder zusammen mit dem    Aminoplatvorkondensat   oder dem    stickstoffhaltigen      Reaktant   aufgetragen und wird Hitze zur Beschleunigung der Aushärtung des    Aminoplastvorkondensats   oder des stickstoffhaltigen    Reaktanten   angewandt, härtet der Ester schnell aus. Die    Här-      tungsreaktion   kann weitgehend durch Verwendung eines Katalysators beschleunigt werden.

   Im allgemeinen ist es daher bevorzugt, dem zu behandelnden Material zugleich mit dem Auftrag des Esters den Katalysator beizumischen, obwohl er auch vorher oder nachher je nach Wunsch angewandt werden kann. Die    Härtungszeit   kann durch Auswahl eines geeigneten Katalysators kontrolliert werden und die gewählte Härtezeit hängt von der speziellen Anwendung des    erfin-      dungsgemässen   Verfahrens ab.

   Die Katalysatoren können Basen,    Siccative.      oxidativ   wirkende    Härtungsmittel.   Schwefel, schwefelenthaltende organische Verbindungen, Salze und    Chelate   von Schwermetallen oder freie Radikale bildende Katalysatoren wie    Azodiisobutyronitril,   Peroxide und    Hydro-      peroxide   oder eine Kombination solcher Produkte sein. Als organische Basen können primäre oder sekundäre Amine 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 wie    Diniederalkanolamine,   z. B. Mono- und    Diäthanolamin,   und Polyamine, z.

   B.    Äthylendiamin,      Diäthylentriamin,      Tri-      äthylentetramin,      Tetraäthylenpentamin   und    Hexamethylen-      diamin   eingesetzt werden. Als anorganische Basen lassen sich die wasserlöslichen Oxide und    Hydroxide,   z. B. Natriumhydroxid, wasserlösliche und stark basische Salze wie    Tri-      natriumphosphat   und auch Ammoniak verwenden.

   Als schwefelenthaltende organische Verbindungen sind Verbindungen brauchbar, in denen die Schwefelatome nicht ausschliesslich in Form von    Mercaptangruppen   vorliegen und die    Mercapto-      benzthiazole   und ihre Derivate,    Dithiocarbamate,      Thiuram-      sulfide,      Thioharnstoffe,      Disulfide,      Alkylxanthogensulfide   oder    Alkylxanthate   darstellen.

   Beispiele für    Siccativa   sind Calcium-, Kupfer-, Eisen-, Blei-,    Cer-   und    Kobaltnaphthenat.   Beispiele für verwendbare Peroxide und Hydroperoxide sind    Cumenhydroperoxid,      tert.-Butylhydroperoxid,      Dicumylper-      oxid,      Dilaurylperoxid,      Methyläthylketonperoxid,      Diisopro-      pylperoxidicarbonat   und    Chlorbenzoylperoxid.   



  Weitere geeignete Produkte sind Salze eines Schwermetalls und einer Säure mit einer Säurestärke (-log    pK)   von weniger als 5 sowie    Chelate   von Schwermetallen    einschliess-      lich   der    Chelate,   die auch    Salze   darstellen. Unter  Schwermetall  ist ein Metall zu verstehen, das in Lange,    Handbook   of    Chemistry,   10.

   Auflage,    McGraw-Hill      Book   Co, auf den Seiten    60-61   als  schwer  bezeichnet ist, d. h. ein Metall der Gruppen    IB,      IIB,      IIIB,      IVB,   VB,    VIB,      VIIB   oder    VIII,   ein Metall der Gruppe    IIIA   mit einer Atomzahl von wenigstens 13, ein Metall der Gruppe    IVA   mit einer    Atommahl   von wenigstens 32 oder ein Metall der Gruppe VA mit einer Atomzahl von mindestens 51.

      Vorzugsweise   wird hierunter ein Metall aus den Gruppen    IB,      IIB,      IVB,   VB,    VIB,      VIIB   und    VIII,   insbesondere der ersten Reihe dieser Metalle verstanden, d. h. Titan,    Vanadium,   Chrom, Mangan. Nickel und ganz besonders Eisen, Kobalt und Kupfer. Geeignete salzbildende, nichttrocknende Säuren sind Mineralsäuren, insbesondere Chlorwasserstoff-, Bromwasserstoff-, Salpeter-, Schwefel-, Phosphorsäure und    phosphorige   Säure und organische Säuren wie Chloressigsäure,    Fumarsäure,      Maleinsäure,      Oxalsäure,      Salizylsäure   und ganz besonders Zitronensäure.

   Geeignete    chelatbildende   Produkte umfassen Verbindungen, in denen die    chelatbildenden   Atome Sauerstoff und/oder Schwefel sind, z. B. 1,2- und    1,3-Diketone   wie    Acetylaceton,      Alkylendiamine   wie    Äthylendiamin   und ganz besonders    Äthylendiamintetraessigsäure.   



  Die Menge des Katalysators kann in weiten Grenzen schwanken. Im allgemeinen sind 0,1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 10    Gew.%,   auf der Basis des Gewichts des eingesetzten Esters notwendig, obwohl auch viel grössere Mengen eingesetzt werden können. 



  Die Aushärtung des Esters wird ebenfalls durch Anwendung erhöhter Temperaturen erleichtert. Sollen besonders schnelle Ergebnisse erzielt werden, werden Temperaturen im Bereich von 30 bis 180  C angewandt. Auch hohe Feuchtigkeit beschleunigt die Aushärtung in Anwesenheit von Katalysatoren. 



  Die    Aminoplastvorkondensate   oder stickstoffhaltige    Reaktanten   können bei Zimmertemperatur oder, wie schon angedeutet, bei erhöhten Temperaturen ausgehärtet werden. Der Mechanismus, nach dem der Ester seine Wirksamkeit in Verbindung mit dem    Aminoplastvorkondensat   oder dem stickstoffhaltigen    Reaktanten   ausübt, ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass entweder die    -SH-Gruppen   des Esters mit den    N-Methylolgruppen   (als solche anwesend oder in    situ   aus veresterten oder    verätherten      N-Methylolgruppen)   reagieren oder die -SH-Gruppen oxydiert werden, wobei Moleküle des Esters mittels    Disulfid-Brücken   gekuppelt werden.

   Die Brauchbarkeit der vorliegenden    Erfindung   hängt jedoch nicht von dem Zutreffen dieser Annahme ab. In vielen Fällen ist es erwünscht, einen Katalysator zur Aushärtung des    Aminoplastvorkondensats   oder des stickstoffhaltigen    Reaktanten   beizufügen. Brauchbare Katalysatoren umfassen latent saure Komponenten (die Metallsalze sein können) oder Gemische hiervon oder gewisse basische Substanzen.    Ammoniumsalze,   die latente Säuren sind und ihre    Acidität   im Gemisch beim Erhitzen entwickeln, sind z.

   B.    Ammoniumchlorid,      Ammoniumdihydrogenphosphat,   Ammoniumsulfat und    Ammoniumthiocyanat.   Derartige    Ammo-      niumsalze   können im Gemisch mit Metallsalzen eingesetzt werden, die einen ähnlichen katalytischen Effekt bewirken. 



  Es können auch    Aminsalze   verwendet werden, z. B.    2-Amino-      2-methylpropanol-hydrochlorid.   Unter den geeigneten, latent sauren    Metallsalzen   sind Zinknitrat,    Zinkfluorborat,   Zinkchlorid,    Zirkoniumoxychlorid,      Magnesiumchlorid,      Magne-      siumfluorborat   und    Magnesiumdihydrogenorthophosphat   zu nennen. Diese Katalysatoren werden im allgemeinen    in   Konzentrationen von 0,3 bis 5    Gew.   % auf der Basis des Gewichts des harzbildenden Materials des    Aminoplastvorkondensats   oder des stickstoffhaltigen    Reaktanten   eingesetzt.

   Es können jedoch auch starke Säuren wie    Chlorwasserstoffsäure   und Schwefelsäure verwendet werden, die in Form wässriger Lösungen (z. B. 4 bis 8 N) zum Einsatz kommen können oder in einem Gemisch aus Wasser und einem mit Wasser nicht oder nur teilweise mischbaren Lösungsmittel gelöst werden. Es können auch saure Gase verwendet werden. Brauchbare basische Salze sind z. B.    Natriumbicarbonat   und    Natrium-      carbonat.   



  Werden stark saure Katalysatoren in flüssiger oder gasförmiger Form eingesetzt. kann es sein, dass ein Erhitzen nicht notwendig ist. In anderen Fällen kann es notwendig sein, dass das behandelte Material z. B. auf eine Temperatur von 80 bis 200 C 30 Sekunden bis 10 Minuten und vorzugsweise auf 120 bis 180 C für 2 bis 7 Minuten erhitzt wird. 



  Zur Imprägnierung der Fasern ist es besonders vorteilhaft, eine wässrige Emulsion zu verwenden, die (1) einen vorstehend erwähnten Ester, (2) einen    Emulgator   von vorzugsweise nichtionischer, oder    anionischer   Natur (z. B. ein    Polyoxyäthylen-Ketten   enthaltendes Produkt) und (3) ein Schutzkolloid (z. B.    Natriumcarboxymethylcellu-      lose,      Hydroxyäthylcellulose,      Methoxyäthylcellulose   oder ein    Methylvinyläther-Maleinsäureanhydrid-Copolymerisat   in Form eines Alkali- oder    Ammoniumsalzes)   enthält. 



  Der Ester, das    Aminoplastvorkondensat   oder der stickstoffhaltige    Reaktant   und der gegebenenfalls verwendete Katalysator werden auf das Material nach üblichen Methoden aufgetragen. Sind z. B. Gewebe oder    Garne   zu behandeln, können die Produkte dadurch imprägniert werden, dass man sie durch ein Bad wandern lässt oder sie hierin eintaucht. Sind Kleidungsstücke oder Teile von Kleidungsstücken zu behandeln, ist es günstig, diese mit einer den Ester, das    Aminoplastvorkondensat   oder den stickstoffhaltigen    Reaktan-      ten   und gegebenenfalls den Katalysator enthaltenden Lösung, Dispersion oder Suspension zu besprühen. Noch günstiger ist es, die Kleidungsstücke in einer solchen Lösung, Emulsion oder Suspension umzuwälzen. 



  Eine faltenfeste Appretur kann auf Textilien auf    Cellu-      lose-Basis   dadurch aufgebracht werden, dass diese mit dem Ester, einem    Aminoplastvorkondensat   oder einem stickstoffhaltigen    Reaktanten   und einem Katalysator für das    Amino-      plastvorkondensat   oder den    stickstoffhaltigen      Reaktanten   imprägniert und sodann getrocknet werden und das Gewebe im flachen Zustand bei einer hohen Temperatur ausgehärtet wird.

   Im Vergleich zu den nur mit    Aminoplast   behandelten Geweben sind die nach dem erfindungsgemässen    Verfahren   behandelten Gewebe beträchtlich weicher und haben entweder wesentlich verbesserte Knitterfestigkeit im trockenen 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 Zustand ohne Verminderung der    Reissfestigkeit   oder wesentlich verbesserte Reissfestigkeit ohne Verminderung der Knitterfestigkeit im trockenen Zustand. 



  Auf der anderen Seite    können   Textilgewebe auf    Cellulose-      Basis   mit guter Knitterfestigkeit im feuchten Zustand dadurch erhalten werden, dass das    Cellulose-Material   mit einer    wäss-      rigen   Lösung eines    Aminoplastvorkondensats   oder eines stickstoffhaltigen    Reaktanten   (z. B.    methylolierter      Dihydr-      oxyäthylenharnstoff)   und mit einem stark sauren Katalysator (z.

   B.    Chlorwasserstoffsäure)   imprägniert    wird   und sodann das feuchte Gewebe im flachen Zustand im allgemeinen 16 bis 24 Stunden lang gehalten wird, hiernach mit Wasser gewaschen, neutralisiert und getrocknet wird, das Gewebe sodann mit dem Ester (im allgemeinen in wässriger Emulsion, die vorzugsweise einen Katalysator enthält) behandelt wird. 



  Das mit dem Ester in dieser Weise nachbehandelte Material hat eine viel bessere Knitterfestigkeit im feuchten Zustand und eine gleiche Reissfestigkeit im Vergleich zu einem Gewebe, das nur mit dem    Aminoplast   behandelt wurde. 



  Ein dauerhaft gebügeltes Kleidungsstück auf    Cellulose-      Basis   kann dadurch hergestellt werden, dass das Gewebe in Stückform mit dem Ester (vorzugsweise in Form einer    wäss-      rigen   Emulsion), einem    Aminopoastvorkondensat   oder einem stickstoffhaltigen    Reaktanten   und einem Katalysator für das    Aminoplastvorkondensat   oder den stickstoffhaltigen Recktanten behandelt und das imprägnierte Gewebe getrocknet wird, das so behandelte Gewebe zu einem Kleidungsstück bearbeitet wird, Falten oder Plisseefalten angebracht werden und das    Aminoplastvorkondensat   oder der stickstoffhaltige    Reak-      tant   vorzugsweise bei einer erhöhten Temperatur ausgehärtet wird.

   Im Vergleich zu Kleidungsstücken, die nur mit dem    Aminoplast   behandelt wurden, haben die nach dem    erfin-      dungsgemässen   Verfahren behandelten Kleidungsstücke einen viel weicheren Griff und zeigen ein weit besseres Gleichgewicht zwischen Knitterfestigkeit und Reissfestigkeit. 



  Anders als andere zur Zeit benutzte Weichmacher beeinflussen die in dem erfindungsgemässen Verfahren eingesetzten Ester die Wasserabsorption der behandelten    cellulosi-      schen   Materialien nicht ungünstig. 



  Die in dem erfindungsgemässen Verfahren eingesetzten Produkte können in Verbindung mit    schmutzabstossenden   Mitteln,    Antistatika;      Bakteriostatika,   das Verrotten verhindernden Produkten, die Feuerfestigkeit fördernden Produkten und oberflächenaktiven Stoffen eingesetzt werden. Sie können auch wasserabstossende Mittel, wie Paraffinwachs, und optische Aufheller enthalten. 



  Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert. Sofern nicht anders angegeben, sind Teile und Prozente auf das Gewicht bezogen. Die eingesetzten Ester wurden in der folgenden Weise hergestellt.    Thiol   A Ein Gemisch aus 26,8 g    1,1,1-Trimethylolpropan,   170 g    Polyoxypropylenglykol   mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 425, 48,4 g    Adipinsäure,   55,2g    Thioglykol-      säure,   3 g    p-Toluolsulfonsäure   und 350 ml    Perchloräthylen   wurde unter    Rückfluss   und Stickstoff zum Sieden erhitzt. 



  25 ml während der Reaktion gebildetes Wasser wurden in Form seines    Azeotrops   mit    Perchloräthylen   abgetrennt. Das Gemisch wurde sodann gekühlt und mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde abgetrennt und das Lösungsmittel verdampft, wodurch 278,9 g    Thiol   A mit einem    Thiol-      gehalt   von 1,88    Äquiv./kg   zurückblieben. 



  Andere in der nachfolgenden Tabelle 1 aufgeführte Ester wurden in ähnlicher Weise hergestellt. ausser dass bei der Herstellung des    Thiols   U die    p-Toluolsulfonsäure   durch 1 ml 50%ige wässrige Schwefelsäure ersetzt wurde. 
 EMI6.51 
 
<tb> Tabelle <SEP> 1
<tb> Thiol <SEP> Bestandteile <SEP> Thiolgehalt
<tb> Ausgangsprodukt <SEP> Molverhältnis <SEP> (Äquiv./kg)
<tb> B <SEP> Glycerin <SEP> 1 <SEP> 2,35
<tb> Adipinsäure <SEP> 4
<tb> Butan-1,4-diol <SEP> 4
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> C <SEP>  Trimere <SEP> Säure <SEP> Empol <SEP> 1043  <SEP> 1 <SEP> 1,09
<tb> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 425 <SEP> 3
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> D <SEP> Polyoxypropylentriol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol-Gew.

   <SEP> 3000 <SEP> 1 <SEP> 0,83
<tb> Mercaptobernsteinsäure <SEP> 3
<tb> n-Pentanol <SEP> 3
<tb> E <SEP> Polyoxypropylentriol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 3000 <SEP> 1 <SEP> 0,62
<tb> Adipinsäure <SEP> 3
<tb> 2-Mercaptoäthanol <SEP> 3
<tb> F <SEP> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew.

   <SEP> 1000 <SEP> 3 <SEP> 1,15
<tb> Mercaptobernsteinsäure
<tb> Thiolglykolsäure <SEP> 2
<tb> G <SEP> Hexan-1,2,6-triol <SEP> 1 <SEP> 0,94
<tb>  Dimere <SEP> Säure <SEP> Empol <SEP> 1022  <SEP> 5
<tb> Hexan-1,6-diol <SEP> 4
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 2,5 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 
 
<tb> Tabelle <SEP> 1 <SEP> (Fortsetzung)
<tb> Thiol <SEP> Bestandteile <SEP> Thiolgehalt
<tb> Ausgangsprodukt <SEP> Molverhältnis <SEP> (Äquiv./kg)
<tb> H <SEP>  Trimere <SEP> Säure <SEP> Empol <SEP> 1043  <SEP> 1 <SEP> 1,64
<tb> Butan-1,4-diol <SEP> 3
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> 1 <SEP> Polyoxypropylentriol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew.

   <SEP> 700 <SEP> 1 <SEP> 1,78
<tb> Adipinsäure <SEP> 3
<tb> Butan-1,4-diol <SEP> 3
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> J <SEP> Hexan-1,2,6-triol <SEP> 1 <SEP> 0,99
<tb>  Dimere <SEP> Säure <SEP> Empol <SEP> 1022  <SEP> 2
<tb> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 425 <SEP> 2
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> K <SEP> Glycerin <SEP> 1 <SEP> 2,07
<tb> Adipinsäure <SEP> 2
<tb> Polyoxyäthylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew.

   <SEP> 400 <SEP> 2
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> L <SEP> 1,1,1-Trimethylolpropan <SEP> 1 <SEP> 0,82
<tb> Bernsteinsäure <SEP> 4
<tb>  Comerginol <SEP> 65  <SEP> 4
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> M <SEP>  Trimere <SEP> Säure <SEP> Emol <SEP> 1043  <SEP> 1 <SEP> 2,11
<tb> Butan-1,4-diol <SEP> 3
<tb> 3-Mercaptopropionsäure <SEP> 3
<tb> N <SEP> 1,1,1-Trimethylolpropan <SEP> 1 <SEP> 1,95
<tb> Adipinsäure <SEP> 2
<tb> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 425 <SEP> 2
<tb> 3-Mercaptopropionsäure <SEP> 3
<tb> O <SEP> 1,1,1-Trimethyl <SEP> olpropan <SEP> 1 <SEP> 1,63
<tb> Adipinsäure <SEP> 2
<tb> 2,2-Bis-(p-(2-hydroxypropoxy)-phenyl)-propan <SEP> 2
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> P <SEP> Glycerin <SEP> 1 <SEP> 1,10
<tb> Adipinsäure <SEP> 4
<tb> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew.

   <SEP> 425 <SEP> 4
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> Q <SEP> Polyoxypropylentriol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 700 <SEP> 1 <SEP> 1,36
<tb> Adipinsäure <SEP> 3
<tb> 2,2-Bis-(p-(2-hydroxypropoxy)-phenyl)-propan <SEP> 3
<tb> Thiolglykolsäure <SEP> 3
<tb> R <SEP>  Trimere <SEP> Säure <SEP> Empol <SEP> 1043  <SEP> 1 <SEP> 0,85
<tb> Polyoxyäthylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 300 <SEP> 3
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3 
 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 
 EMI8.1 
 
<tb> Tabelle <SEP> 1 <SEP> (Fortsetzung)
<tb> Thiol <SEP> Bestandteile <SEP> Thiolgehalt
<tb> Ausgangsprodukt <SEP> Molverhältnis <SEP> (Äquiv./kg)
<tb> S <SEP> Polyoxypropylentriol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew.

   <SEP> 3000 <SEP> l <SEP> 0,48
<tb> Bernsteinsäureanhydrid <SEP> 3
<tb> 2-Mercaptoäth <SEP> anol <SEP> 3
<tb> T <SEP> Pentaerythrit-Propylenoxid-Tetroladdukt,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 650 <SEP> 1
<tb>  Dimere <SEP> Säure <SEP> Empol <SEP> 1022 <SEP>   <SEP> 4
<tb> 2-Mercaptoäthanol <SEP> 4
<tb> U <SEP> Glycerin <SEP> 1
<tb> Phthalsäureanhydrid <SEP> 4
<tb> Butan-1,4-diol <SEP> 4
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 3
<tb> V <SEP> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 1000 <SEP> 6 <SEP> 0,68
<tb> Mercaptobernsteinsäure <SEP> 5
<tb> W <SEP> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 2000 <SEP> 11 <SEP> 0,40
<tb> Mercaptobernsteinsäure <SEP> 10
<tb> X <SEP> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew.

   <SEP> 425 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1,65
<tb> Mercaptobernsteinsäure <SEP> 10
<tb> Y <SEP> Butan-1,4-diol <SEP> 6 <SEP> 3,98
<tb> Mercaptobernsteinsäure <SEP> 5
<tb> Z <SEP>  Comerginol65  <SEP> 2 <SEP> 1,79
<tb> Mercaptobernsteinsäure <SEP> 1
<tb> Thioglykolsäure <SEP> 2
<tb> A' <SEP> Polyoxypropylenglykol,
<tb> durchschnittliches <SEP> Mol.-Gew. <SEP> 425 <SEP> 11 <SEP> 0,93
<tb> Mercaptobernsteinsäure <SEP> 6
<tb> Adipinsäure <SEP> 4
<tb> Essigsäure <SEP> 2 
     Trimere   Säure    Empol   1043   ist von der Firma    Unilever-      Emery   N. V.,    Gouda,   Holland, erhältlich.

   Es ist eine    trimeri-      sierte   ungesättigte    C,8-Fettsäure   mit einem durchschnittlichen    Molekulargewicht   von etwa 800 und einem    Carboxy-      gruppengehalt   von etwa 3,4    Äquiv./kg.       Dimere   Säure    Empol   1022  wurde von der gleichen Firma erhalten. Es ist eine    dimerisierte   ungesättigte    C,8-Fettsäure   mit einem durchschnittlichen    Molekulargewicht   von etwa 570 und einem    Carboxygruppengehalt   von etwa 3,4    Äquiv./kg.   



      Comerginol   65  wurde von der englischen Firma    Bibby      Chemicals   Ltd- Liverpool, erhalten. Das Produkt hat ein durchschnittliches    Molekulargewicht   von etwa 700 und eine    Hydroxyzahl   von 155-165. Es besteht im wesentlichen aus    diprimären   Alkoholen, die durch katalytische Hydrierung des    Methylesters      langkettiger      aromatisch-aliphatischer      Fettsäuren   zusammen mit als Nebenprodukt gebildeten geringen Mengen an einwertigen und dreiwertigen Alkoholen hergestellt wurden. 



  Emulsionen der    Polythiole   wurden durch Mischen der folgenden Bestandteile bei Zimmertemperatur in einem Sil-    verson-Mischer   bis zur Erreichung einer einheitlichen Emulsion hergestellt: 
 EMI8.33 
 
<tb> Thiol <SEP> 500 <SEP> g
<tb> Emulgator <SEP> 1 <SEP> 50 <SEP> g
<tb> Natriumearboxymethylcellulose <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> 445 <SEP> g. 
    Emulgator   1 ist ein    Addukt   aus einem Gemisch von 1    Mol      C,6-   und    C,8-aliphatischen   primären Aminen und 70    Mol      Äthylenoxid.   



  Beispiel 1 Proben von gebleichtem    Baumwoll-Popelin   (108    g/m2)   wurden in den Flüssigkeiten 1 bis 7 derart    foulardiert,   dass 70%n der Flüssigkeit aufgenommen wurden. Die Proben wurden 10 Minuten bei 70' C in einem Spannrahmen in ihrer ursprünglichen Grösse getrocknet und sodann durch    5minuti-      ges   Erhitzen auf 150  C ausgehärtet.

   Der Faltenwinkel und die Zugstärke des behandelten Tuchs wurden gemessen und sind in Tabelle 11 angegeben. 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 Flüssigkeit 1 
 EMI9.1 
 
<tb> Aminoplastvorkondensat <SEP> A <SEP> 60 <SEP> g
<tb> M9C12 <SEP> - <SEP> 6H20 <SEP> 18 <SEP> g.
<tb> pro <SEP> Liter <SEP> Wasser. 
 Flüssigkeiten 2 bis 7 Die Flüssigkeiten 2 bis 7 hatten die gleiche Zusammensetzung wie    Flüssigkeit   1, enthielten    jedoch   zusätzlich 20 g des    Thiols   A, B, C, D, E bzw. F in    Emulsionsform   pro Liter Wasser. 



     Aminoplastvorkondensat   A ist ein    Cokondensat   eines 4,5    Methoxymethyl-Gruppen   pro Molekül enthaltenden    me-      thylierten      Hexamethylotmelamins   mit    N,N'-Dimethylol-      äthvlenharnstoff.   



     yIn   diesem und den folgenden Beispielen wurde der    Trok-      kenknitterwinkel   der behandelten Proben nach der    Mon-      santo-Methode   gemessen. Sechs Proben (sechs parallel zum    Kettfaden   und sechs parallel zum Schussfaden gefaltet) wurden in jedem Test verwendet und die Proben wurden unter einer Belastung von 2 kg 3 Minuten gefaltet, wonach man sie über einen Draht aufgehängt 3 Minuten beliess, bevor der Knitterwinkel gemessen wurde. Die in den Tabellen angegebenen Werte sind dadurch erhalten, dass der Durchschnitt der sechs durch Falten entlang dem Schussfaden einerseits und entlang dem    Kettfaden   anderseits erhaltenen Werte gebildet wird, die beiden Durchschnittswerte addiert und durch zwei geteilt werden.

   Die Reissfestigkeit wurde nach der    Elmendorf-Methode   gemäss    TAPPI-Standard   T 414n-49 gemessen. Es wurden drei jeweils 63 x 63 mm messende Proben verwendet und die Reissfestigkeit in Richtung des    Kett-      fadens   gemessen.

   Alle Messungen des Knitterwinkels und der    Reissfestigkeit   wurden an Tuchen durchgeführt, die in einer Atmosphäre mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 66% und einer Temperatur von 25 C mindestens 8 Stunden konditioniert wurden. 
 EMI9.26 
 
<tb> Tabelle <SEP> 11
<tb> Flüssigkeit <SEP> Knitterwinkel <SEP> Reissfestigkeit <SEP> (g)
<tb> 1 <SEP> (Kontrolle) <SEP> 911 <SEP> 336
<tb> 2 <SEP> 98  <SEP> 320
<tb> 3 <SEP> 99  <SEP> 352
<tb> 4 <SEP> 112  <SEP> 368
<tb> 5 <SEP> 104  <SEP> 368
<tb> 6 <SEP> 107  <SEP> 320
<tb> 7 <SEP> 104  <SEP> 400
<tb> unbehandelt <SEP> 45  <SEP> 1040 
 Die Zufügung des    Thiols   hatte keinen negativen    Einfluss   auf die Chlorfestigkeit des mit den vorstehenden Flüssigkeiten behandelten Gewebes. 



  Gleichwertige Resultate wurden festgestellt, wenn man die    Polythiole   A bis F durch irgendeinen der    Polythiole   G bis Z und A' ersetzt. Beispiel 2 Beispiel 1 wurde unter Verwendung der folgenden Flüssigkeiten wiederholt: Flüssigkeit 8 
 EMI9.31 
 
<tb> Aminoplastvorkondensat <SEP> B <SEP> 100 <SEP> g
<tb> M9C12 <SEP> - <SEP> 6H20 <SEP> 18 <SEP> g
<tb> pro <SEP> Liter <SEP> Wasser. 
 Flüssigkeiten 9 bis 12 Die Flüssigkeiten 9 bis 12 waren mit der Flüssigkeit 8 identisch, enthielten    jedoch   zusätzlich 20 g des    Thiols   C, D, E bzw.

   F pro Liter Wasser in    Emulsionsform.      Aminoplastvorkondensat   B ist eine 75    %ige   wässrige Lösung eines    methylierten      Methylolmelamins,   das im Durchschnitt 3    N-Methoxymethyl-   und 2    N-Hydroxymethylgruppen   pro Molekül enthält. 



  Die Resultate dieser Teste sind in Tabelle 111 wiedergegeben. 
 EMI9.41 
 
<tb> Tabelle <SEP> IIl
<tb> Flüssigkeit <SEP> Knitterwinkel <SEP> Reissfestigkeit <SEP> (g)
<tb> 8 <SEP> (Kontrolle) <SEP> 981 <SEP> 416
<tb> 9 <SEP> 110  <SEP> 384
<tb> 10 <SEP> 113  <SEP> 400
<tb> 11 <SEP> 110  <SEP> 400
<tb> 12 <SEP> 109  <SEP> 368
<tb> unbehandelt <SEP> 45  <SEP> 1040 
 Die mit der Flüssigkeit 11 behandelte Probe hatte einen besonders weichen Griff. Beispiel 3 Proben des im Beispiel 1 eingesetzten    Baumwoll-Pope-      lins   wurden mit den Flüssigkeiten 1 bis 8 derart    foulardiert,   dass die Aufnahme 70% betrug. Danach wurden die Proben 10 Minuten bei 70 C im Spannrahmen unter Erhalt ihrer ursprünglichen Dimensionen    getrocknet   und sodann 5 Minuten auf 150  C zur Aushärtung des Harzes erhitzt.

   Sodann wurden einige der so behandelten Tuchproben mit einer Lösung eines    Thiols   in    Perchloräthylen   derart    foulardiert,   dass 150% der Lösung und 2% des    Thiols   aufgenommen wurden. Die    st)   behandelten Tuchproben    wurden   wie vorstehend beschrieben    getrocknet.   Sodann liess man das Harz dadurch aushärten, dass die Tuchproben einen Tag bei Zimmertemperatur gelagert wurden.

   Die bestimmten Knitterwinkel und    Reissfestigkeiten   sind in Tabelle IV wiedergegeben. 
 EMI9.54 
 
<tb> Tabelle <SEP> IV
<tb> Behandelt <SEP> mit <SEP> Knitter- <SEP> Reissfestigkeit
<tb> winke) <SEP> (g)
<tb> Unbehandelt <SEP> 43  <SEP> 1016
<tb> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> alleine <SEP> 911 <SEP> 336
<tb> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> +Thiol <SEP> C <SEP> 1111 <SEP> 400
<tb> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> +Thiol <SEP> D <SEP> 113  <SEP> 384
<tb> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> +Thiol <SEP> E <SEP> 105  <SEP> 416
<tb> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> +Thiol <SEP> F <SEP> 110  <SEP> 400
<tb> Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> alleine <SEP> 98  <SEP> 416
<tb> Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> +Thiol <SEP> D <SEP> 1111 <SEP> 448
<tb> Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> +Thiol <SEP> F <SEP> 106  <SEP> 400 
 Beispiel 4    Baumwoll-Popelin   wurde mit einer Lösung eines    

  Thiols   in    Perchloräthylen   derart    foulardiert,   dass die Aufnahme der Lösung 150% und die Aufnahme an    Thiol   2% betrug. Die Proben wurden sodann 10 Minuten bei 70 C im Spannrahmen unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Masse getrocknet und sodann 24 Stunden bei    Zimmertemperatur   gehalten. Sodann wurden sie entweder mit der Flüssigkeit 1 oder der Flüssigkeit 8 behandelt, wie vorstehend angegeben getrocknet und schliesslich 5 Minuten bei 150  C ausgehärtet.

   Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle V wiedergegeben. 

 <Desc/Clms Page number 10> 

 
 EMI10.1 
 
<tb> Tabelle <SEP> V
<tb> Behandelt <SEP> mit <SEP> Knitter- <SEP> Reissfestigkeit
<tb> winke) <SEP> (g)
<tb> Unbehandelt <SEP> 43' <SEP> 1016
<tb> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> alleine <SEP> 910 <SEP> 336
<tb> Thiol <SEP> A+ <SEP> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> 106  <SEP> 384
<tb> Thiol <SEP> B+Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> 112  <SEP> 384
<tb> Thiol <SEP> C+Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> 108  <SEP> 368
<tb> Thiol <SEP> D <SEP> + <SEP> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> 1150 <SEP> 400
<tb> Thiol <SEP> E+Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> 112  <SEP> 368
<tb> Thiol <SEP> F+ <SEP> Flüssigkeit <SEP> 1 <SEP> 116  <SEP> 416
<tb> Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> alleine <SEP> 98  <SEP> 416
<tb> Thiol <SEP> A <SEP> +Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> 112  <SEP> 352
<tb> Thiol <SEP> B <SEP> + <SEP> Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> 

  1260 <SEP> 384
<tb> Thiol <SEP> C+Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> 1I6  <SEP> 320
<tb> Thiol <SEP> D+Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> 116  <SEP> 384
<tb> Thiol <SEP> E <SEP> + <SEP> Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> 114' <SEP> 384
<tb> Thiol <SEP> F+Flüssigkeit <SEP> 8 <SEP> 117  <SEP> 352 
 Die mit    Thiol   E und der Flüssigkeit 1 behandelte Probe hatte einen besonders weichen Griff. 



  Beispiel 5 Proben eines gebleichten    Viskose-Gewebes   (177    g/m2)   wurden mit den Flüssigkeiten 13 bis 19 derart    foulardiert,   dass    80%r   der Flüssigkeit aufgenommen wurden. Die Proben wurden 10 Minuten bei 70 C in einem Spannrahmen unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Dimensionen getrocknet und sodann zur Aushärtung 5 Minuten auf 150  C erhitzt. Tabelle    VI   gibt die Knitterwinkel und    Reissfestigkeiten   der behandelten Proben :wieder. 



  Flüssigkeit 13 
 EMI10.9 
 
<tb> Aminopiastvorkondensat <SEP> C <SEP> 200 <SEP> g
<tb> NHQH2P04 <SEP> 12 <SEP> g
<tb> pro <SEP> Liter <SEP> Wasser. 
    Aminoplastvorkondensat   C ist eine    50%ige   wässrige Lösung eines    methylierten      Harnstoff-Formaldehyd-Harzes,   in dem das    Harnstoff:Formaldehyd-Molverhältnis   1 : 1,8 betrug. Flüssigkeiten 14 bis 19 Die Flüssigkeiten 14 bis 19 waren mit der Flüssigkeit 13 identisch und enthielten zusätzlich 20 g des    Thiols   A, B, C. D, E bzw.

   F pro Liter Wasser in    Emulsionsform.   
 EMI10.17 
 
<tb> Tabelle <SEP> V1
<tb> Flüssigkeit <SEP> Knitterwinkel <SEP> Reissfestigkeit <SEP> (g)
<tb> Unbehandelt <SEP> 1U1' <SEP> 2256
<tb> 13 <SEP> 108  <SEP> 1456
<tb> 14 <SEP> 127  <SEP> 2096
<tb> 15 <SEP> 124  <SEP> 2128
<tb> 16 <SEP> 131  <SEP> 1904
<tb> 17 <SEP> 134  <SEP> 2176
<tb> 18 <SEP> 127  <SEP> 2432
<tb> 19 <SEP> 1l4  <SEP> 2224 
 Beispiel 6 Proben des im Beispiel 5 eingesetzten    Viskose-Tuchs   wurden mit der Flüssigkeit 13 derart    foulardiert,   dass die Aufnahme 80% betrug. Danach wurden die Proben 10 Minuten bei    70--   C auf dem Spannrahmen unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Masse getrocknet und sodann zur Aushärtung des    Aminoplasts   5 Minuten auf 150  C erhitzt.

   Sodann wurden einige der Proben mit einer Lösung des jeweiligen    Thiols   in    Perchloräthylen   derart    foulardiert,   dass die Aufnahme an    Thiol   2 % betrug. Die Proben wurden wie vorstehend beschrieben getrocknet.    Sodann   liess man sie 24 Stunden bei Zimmertemperatur lagern, bevor der Knitterwinkel und die    Reiss-      festigkeit   der behandelten Proben bestimmt wurden.

   
 EMI10.29 
 
<tb> Tabelle <SEP> VII
<tb> Behandelt <SEP> mit <SEP> Knitter- <SEP> Reissfestigkeit
<tb> winke) <SEP> (g)
<tb> Unbehandelt <SEP> 1011 <SEP> 2256
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> 108  <SEP> 145(,
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13+ThiolA <SEP> 115  <SEP> 1968
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13+Thio1B <SEP> 112  <SEP> 2576
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> +Thiol <SEP> C <SEP> 115  <SEP> 225(,
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13+Thio1 <SEP> D <SEP> 116  <SEP> 2160
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13+Thiol <SEP> E <SEP> 115  <SEP> 2400
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13+Thiol <SEP> F <SEP> 1l4  <SEP> 2368 
 Beispiel 7 Das im Beispiel 5 eingesetzte    Viskose-Gewebe   wurde mit einer Lösung des jeweiligen    Thiols   in    Perchloräthylen   derart    foulardiert,   dass 2%    Thiol   aufgenommen wurden.

   Die Tuchproben wurden 10 Minuten bei 70 C auf einem Spannrahmen unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Dimensionen getrocknet und 24 Stunden bei Zimmertemperatur gelagert. Einige der Proben wurden sodann mit der Flüssigkeit 13 derart    foulardiert,   dass 80% Flüssigkeit aufgenommen wurden. Die so behandelten Tuchproben wurden wie vorstehend beschrieben getrocknet und das    Aminoplast-Harz   dadurch ausgehärtet, dass die Tuchproben 5 Minuten auf    150    C erhitzt wurden.

   Die Knitterwinkel und die    Reissfestigkeiten   der Gewebe sind in Tabelle    VIlI   wiedergegeben. 
 EMI10.40 
 
<tb> Tabelle <SEP> VIII
<tb> Behandelt <SEP> mit <SEP> Knitter- <SEP> Reissfestigkeit
<tb> Winkel <SEP> (g)
<tb> Unbehandelt <SEP> IM, <SEP> 2256
<tb> Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> alleine <SEP> 108  <SEP> 145(,

  
<tb> Thiol <SEP> A+Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> 119  <SEP> 1984
<tb> Thiol <SEP> B <SEP> + <SEP> Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> 122' <SEP> 2128
<tb> Thiol <SEP> C+Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> 12-t' <SEP> 2032
<tb> Thiol <SEP> D+Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> 125  <SEP> 2304
<tb> Thiol <SEP> E <SEP> + <SEP> Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> 1141 <SEP> 2384
<tb> Thiol <SEP> F+ <SEP> Flüssigkeit <SEP> 13 <SEP> 116  <SEP> 2192 
 Beispiel 8 Proben des im Beispiel 1 eingesetzten    Baumwoll-Pope-      lins   wurden mit den Flüssigkeiten 20 bis 28 derart    foulardiert.   dass die Aufnahme 701    7,(,   Sodann wurden die Tuchproben 10 Minuten bei 60 C auf dem Spannrahmen unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Dimensionen getrocknet. Danach wurden sie gehärtet, indem sie 5 Minuten auf 155' C erhitzt wurden.

   Die Knitterwinkel und die    Reissfestigkeiten   der so behandelten Tuchproben wurden gemessen. Der Griff des behandelten Tuchs wurde durch einen Ausschuss bestimmt und die Absorptionseigenschaften nach der Testmethode 39-1952 der    American      Association   of Textile    Che-      mists      and      Colorists   bestimmt. Die Resultate sind in Tabelle IX wiedergegeben.

   Die behandelten Materialien    wurden   in einer 2    g/1   Seife und 0,8 g/1 wasserfreies    Natriumcarbonat   enthaltenden Lösung in einer Waschmaschine vom Typ     English      Electric      Reversomatic    beim Programm 5    gewit-      schen,   10 Minuten in einer     Parnall      Tumble   Dier -Trocken- 

 <Desc/Clms Page number 11> 

    trommel   bei voller Hitze getrocknet und sodann die Knitterwinkel und    Reissfestigkeiten   gemessen. 



  Flüssigkeit 20 
 EMI11.3 
 
<tb> Stickstoffhaltiger <SEP> Reaktant <SEP> D <SEP> 120 <SEP> g
<tb> M9C12 <SEP> - <SEP> 6H20 <SEP> 20 <SEP> g
<tb> pro <SEP> Liter <SEP> Wasser. 
 Flüssigkeiten 21 bis 26 Die Flüssigkeiten 21 bis 26 entsprachen der Flüssigkeit 20, ausser dass sie zusätzlich 20 g des    Thiols   A, B, C, D, E bzw. F pro Liter Wasser in    Emulsionsform   enthielten. Flüssigkeiten 27 und 28 Die Flüssigkeiten 27 und 28 entsprachen der Flüssigkeit 20, enthielten jedoch zusätzlich pro Liter Wasser 20 g eines    Polyäthylenglykols   vom    Molekulargewicht   1500 bzw. 20 g eines im Handel erhältlichen    kationischen      Weichemachers   mit 25 %    Feststoffgehalt.   



  Stickstoffhaltiger    Reaktant   D ist eine 45 % wässrige Lösung von    N,N'-Dimethylol-4,5-dihydroxyäthylenharnstoff.   
 EMI11.13 
 
<tb> Tabelle <SEP> IX
<tb> Flüssigkeit <SEP> Knitterwinkel <SEP> Reissfestigkeit <SEP> Griff <SEP> Wasser-
<tb> C) <SEP> (g) <SEP> absorption
<tb> ungewaschen <SEP> gewaschen <SEP> ungewaschen <SEP> gewaschen <SEP> (sek.)
<tb> 20 <SEP> 107 <SEP> 105 <SEP> 156 <SEP> 156 <SEP> hart <SEP> 3,9
<tb> 21 <SEP> 111 <SEP> 102 <SEP> 164 <SEP> 156 <SEP> ziemlich <SEP> weich <SEP> 4,0
<tb> 22 <SEP> 114 <SEP> 103 <SEP> 172 <SEP> 160 <SEP> ziemlich <SEP> hart <SEP> 4,7
<tb> 23 <SEP> 127 <SEP> 117 <SEP> 172 <SEP> 240 <SEP> ziemlich <SEP> weich <SEP> 8,7
<tb> 24 <SEP> 122 <SEP> 112 <SEP> 220 <SEP> 200 <SEP> weich <SEP> 6,2
<tb> 25 <SEP> 12( 07 <SEP> 196 <SEP> 180 <SEP> ziemlich <SEP> weich <SEP> 3,

  8
<tb> 26 <SEP> 121 <SEP> 108 <SEP> 204 <SEP> 180 <SEP> weich <SEP> 7,0
<tb> 27 <SEP> 113 <SEP> 104 <SEP> 208 <SEP> 192 <SEP> ziemlich <SEP> hart <SEP> 7,2
<tb> 28 <SEP> 117 <SEP> 99 <SEP> 276 <SEP> 232 <SEP> weich <SEP> 1700
<tb> unbehandelt <SEP> 42 <SEP> 45 <SEP> 52(1 <SEP> 364 <SEP> weich <SEP> 5,2 
 Beispiel 9 Proben des im Beispiel 1 eingesetzten    Baumwoll-Pope-      lins   wurden derart    foulardiert,   dass    70%   einer Lösung aufgenommen wurden, die 300 g    Aminoplast   D und 100 ml konzentrierter Salzsäure pro Liter Wasser enthielt. Die Tuchproben wurden auf eine Walze gelegt, mit einem Polyäthylenfilm beschichtet und sodann 18 Stunden feucht gehalten, während die Walze langsam rotierte. 



  Sodann wurden die Tuchproben mit Wasser, einer Lösung von 5 g    Natriumcarbonat   pro Liter und nochmals mit Wasser ausgespült und schliesslich auf Spannrahmen unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Dimensionen getrocknet. 



  Einige dieser Tuchproben wurden sodann mit den Flüssigkeiten 29 bis 33 derart    foulardiert,   dass    7(1%o   aufgenommen wurden. Danach wurden sie 10 Minuten bei    70    C getrocknet, wonach man sie zur Aushärtung 5 Tage bei Raumtemperatur lagerte. Die Feucht- und    Trockenknitterwinkel   und die Reissfestigkeit der so behandelten Baumwollproben wurden gemessen und sind in Tabelle X wiedergegeben. 



  Flüssigkeiten 29 bis 33 Die Flüssigkeiten 29 bis 33 enthielten 20 g des    Thiols   C pro Liter Wasser; die Flüssigkeiten 30 bis 33 enthielten zusätzlich 2 g    Monoäthanolamin,   2 g    Natriumdimethyldithio-      carbamat.   0,1g Kupfersulfat bzw. 10 g 100    vol   Wasserstoffperoxid pro Liter Wasser. 
 EMI11.29 
 
<tb> Tabelle <SEP> X
<tb> Flüssigkeit <SEP> Knitterwinkel <SEP> (') <SEP> Reissfestigkeit
<tb> feucht <SEP> trocken <SEP> (g)
<tb> stickstoffhaltiger
<tb> Reaktant <SEP> D <SEP> (alleine) <SEP> 112 <SEP> 61 <SEP> 272
<tb> 29 <SEP> 127 <SEP> 70 <SEP> 320
<tb> 30 <SEP> 126 <SEP> 70 <SEP> 312
<tb> 31 <SEP> 118 <SEP> 68 <SEP> 3(l8
<tb> 32 <SEP> 136 <SEP> 66 <SEP> 312
<tb> 33 <SEP> 128 <SEP> 70 <SEP> 328
<tb> unbehandelt <SEP> 59 <SEP> 48 <SEP> 560 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Veredeln von cellulosehaltigen Textilmaterialien, die keine keratinhaltigen Fasern enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man (1) das Fasermaterial in beliebiger Reihenfolge oder gleichzeitig mit einem Ester, der im Durchschnitt mindestens zwei Mercaptan-Gruppen pro Molekül enthält und durch Umsetzung von mindestens (a) einer Verbindung mit mindestens zwei Carboxy- gruppen und (b) einer Verbindung, die mindestens zwei alkoholische Hydroxygruppen, wobei mindestens eine der Verbindungen (a) oder (b) eine oder mehrere Mercaptan-Gruppen enthält, erhalten werden und (2) einem Aminoplastvorkondensat oder einem stickstoffhaltigen Reaktanten,
    die frei von äthylenisch ungesättigten Bindungen sind, behandelt und das Aminopolastvorkondensat oder den stickstoffhaltigen Reaktanten auf der Faser aushärtet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ester erhalten wird aus (a), (b) und (c) einer Verbindung mit nicht mehr als einer Carboxygruppe oder einer alkoholischen Hydroxygruppe, wobei mindestens eine der Verbindungen a), b) oder c) eine oder mehrere Mercaptogruppen aufweist. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ester ein durchschnittliches Molekularge- wicht zwischen 400 und 10 000 hat. 3.
    Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ester dadurch erhalten wird, dass in beliebiger Reihenfolge (d) eine Monomercaptomonocarbonsäure oder ein einwertiger Monomercaptoalkohol, (e) eine Verbindung mit zwei und nicht mehr als zwei alkoholischen Hydroxygruppen pro Molekül und <Desc/Clms Page number 12> (f) eine Verbindung, die pro Molekül mindestens drei Carboxygruppen aufweist, umsetzt. 4.
    Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ester dadurch erhältlich ist, dass in beliebiger Reihenfolge (g) eine Monomercaptodicarbonsäure, (h) eine Verbindung mit mindestens zwei und nicht mehr als sechs alkoholischen Hydroxygruppen pro Molekül und eine der folgenden Verbindungen (i) eine Dicarbonsäure, die keine Mercaptogruppe enthält, oder ein Anhydrid dieser Säure oder (j) eine Monomercaptomonocarbonsäure oder (k) einen einwertigen Monomercaptoalkohol umsetzt. 5.
    Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ester dadurch erhältlich ist, dass in beliebiger Reihenfolge (d) eine Monomercaptocarbonsäure oder ein einwertiger Monomercaptoalkohol, (1) eine Verbindung mit mindestens drei alkoholischen Hydroxygruppen pro Molekül und (m) eine Verbindung mit zwei und nicht mehr als zwei Carboxygruppen pro Molekül umgesetzt werden. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 0,1 bis 5 Gew.% des Esters, bezogen auf das Gewicht des behandelten Fasermaterials auf Cellulose-Basis eingesetzt werden. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aminoplastvorkondensat oder ein stickstoffhaltiger Reaktant eingesetzt wird, der mindestens zwei Gruppen der Formel -CH20R6 enthält, worin R6 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder die Acetylgruppe bedeutet und die Gruppe direkt mit dem Amid-Stickstoffatom oder den Amid-Stickstoffatomen von Harnstoff, Thioharnstoff oder einem cyclischen Harnstoff der Formel EMI12.29 verbunden ist, worin Q Sauerstoff oder Schwefel und Y' entweder eine Gruppe der Formel EMI12.30 oder eine zweiwertige,
    2 bis 4 Kohlenstoffatome in der Kette enthaltende Gruppe ist, wobei die Kette mit Methyl-, Meth- oxy- und Hydroxygruppen substituiert sein kann und durch -CO-, -O- oder -NR' unterbrochen sein kann, wobei R' eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen bedeuten,
    oder mit einem Amid-Stickstoffatom oder Amid-Stickstoffatomen eines Carbamats oder Di- carbamats eines ein- oder zweiwertigen aliphatischen Alkohols mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen oder eines Polyamino- 1,3,5-triazins verbunden ist. B. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 5 bis 40 N-Methylol-, N-Alkoxymethyl- oder N-Acetoxymethyl-Gruppen-Äquivalente Aminoplastvorkon- densat pro Thiol-Gruppen-Äquivalent Ester eingesetzt wird.
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