CH416529A - Verfahren zur Herstellung stückgefärbter Polgewebe mit Polyacrylnitrilfasern in der Polkette - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stückgefärbter Polgewebe mit Polyacrylnitrilfasern in der Polkette

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CH416529A
CH416529A CH896763A CH896763A CH416529A CH 416529 A CH416529 A CH 416529A CH 896763 A CH896763 A CH 896763A CH 896763 A CH896763 A CH 896763A CH 416529 A CH416529 A CH 416529A
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Rudolf Knippen Hans
Schloesser Rolf
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Bayer Ag
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    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • DTEXTILES; PAPER
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    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
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    • D06C2700/29Mechanical finishing of velvet or needled velvet

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung stückgefärbter Polgewebe     mit        Polyacrylnitrilfasern     in der     Polkette       Es sind Polgewebe bekannt, die in der Polkette  neben den bekannten herkömmlichen     Materialien,     wie     Baumwollgarn.,    auch     vollsynthetische        Garne     enthalten.

   Bisher wurde     vornehmlich    mit Grund  kette und     -schuss    aus Baumwolle oder regenerierter       Cellulose    oder aus einer Mischung beider bestehenden  Fasern gearbeitet, wobei für die Polkette auch Fa  sergarne aus     Polyacrylnitril        verwendet        wurden,    die  bereits gefärbt vorlagen. Dabei waren die für den  Grund benötigten     Cellulose-Fasern    ebenfalls     vorge-          färbt.     



  Bei einem Verfahren zur Herstellung einer Pelz  imitation ist schon vorgeschlagen worden, die Unter  wolle zu     schrumpfen,    so dass eine     Tierfellimitation    un  ter Einsatz von     im    Flor eingesetztem Polymaterials  unterschiedlichen Schrumpfvermögens hergestellt  wird. Es wird also eine Ware erhalten, die mehr als  eine     Florhöhe    hat. Im Gegensatz hierzu wird jedoch  bei den     hochkömmlichen    Polgeweben ein     einheitli-          cher    Flor verlangt.  



  Will man solche Gewebe unter Verwendung von  Fasergarnen aus     Polyacrylnitril    im Stück färben, so  bilden sich Poldeformationen     (Nester)    und nicht mehr  aufzuarbeitende Polverlagerungen. Ferner wird durch  die Stückfärbung der Pol zu weich.  



  Nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren     gelingt     es nun, derartige Gewebe unter     Verwendung    von       Fasergarnen    aus     Polyacrylnitril        ohne        Verlust    an  Qualität im Stück zu färben. Dadurch lässt sich das       Farbsortiment    ohne     Einschränkung        beliebig    vergrö  ssern, wobei als weiterer Vorteil     hinzukommt,    dass die  Lagerhaltung eingeschränkt werden kann.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man für die     Polkette    ausschliess  lich     Polyacrylnitril-Fasergarne    verwendet, welche    bei Temperaturen über 100  C stark schrumpfen,  die     vorgerauhte    Rohware in trockenem Zustand auf  Temperaturen von über 100 C auf dem Spann  rahmen erhitzt, anschliessend färbt, die gefärbte Ware  in feuchtem Zustand auf einer     Rauhmaschine    auf  arbeitet, bei Temperaturen von über 100  C trock  net und schliesslich schert.  



  Als     Grundkette    und     @schuss    können die üblichen  Garne verwendet werden. Für die Polkette können       mattierte    oder     unmattierte    Garne aus schrumpffähigen       Polyacrylnitrilfasern    verwendet werden,

   die zweck  mässig einen Richtwert von Alpha 65/65 für     Spinn-          und    Zwirndrehung nach dem     Kammgarn-Spinnver-          fahren    oder dem     Halbkammgarn-Spinnverfahren    aus  gesponnener Garne oder einen     Richtwert    von Alpha  95110 für Spinn- und     Zwirndrehung    nach dem       Baumwollspinnverfahren    ausgesponnen, aufweisen.  



  Die Fasern bestehen aus linearen hochpolymeren       Acrylnitrilpolymerisaten,    insbesondere solchen, wel  che vorzugsweise mehr als 80     %        Acrylnitrü    enthalten.  



  Die Aufarbeitung der Rohware kann auf den be  kannten     Rauhmaschinen    erfolgen, wobei darauf zu  achten ist, dass die Noppen völlig aufgeschlossen wer  den; ein Scheren vor der weiteren Behandlung ist  nicht unbedingt erforderlich. Die     Hitzebehandlung     erfolgt zum Zwecke des     Ausschrumpfens    der Garne  auf dem Spannrahmen bei einer Kontaktzeit, die  von der angewandten Temperatur abhängig ist. Bei  190  kann sie etwa eine Minute betragen.  



  Zur Färbung der so vorbehandelten Ware eignet  sich besonders gut die abgedeckte     Haspelkufe,    insbe  sondere die     Wollhaspelkufe    mit Breithaltevorrichtung.  



  Die gefärbte Ware wird     vorteilhafterweise    zu  nächst abgesaugt oder abgequetscht und     dann    im  feuchten Zustand auf der     Plüschrauhmaschine    be-      handelt. Dabei hat es sich als     vorteilhaft    erwiesen,  nicht mit Dampf zu arbeiten; die     Heizzylinder    sollten  aber eine Temperatur von etwa 100  C aufweisen.  Bei Maschinen, die zwei oder     mehr        Rauhwalzen    auf  weisen und wo zwischen den     Walzen    kein     Klöpfer     angeordnet ist, sollten alle     Rauhwalzen    in einer Rich  tung arbeiten.

   Dann wird     zweckmässigerweise    gegen  Strich und dann wieder     mit    Strich     gerauht.     



  Anschliessend wird die Ware, vorzugsweise auf  dem Spannrahmen, bei über 100  C getrocknet, wobei  mit Vorteil zu beachten ist, dass beim Warenauslauf  die Warenbahn gut abgekühlt ist; zweckmässig ist es,  die Ware auf einen     Schragen    zu hängen; anschliessend  wird, z. B. auf einer     Spitztisch-Schermaschine,    ge  schoren.  



  <I>Beispiel</I>  In der Grundkette und im     Grundschuss    verwendet  man einen rohweissen     Baumwollzwirn    Nm 50/2 3       Zyl.-Garn    in     9,5er    feine und etwa     34,5s/cm.    In der       Polkette        ein    Fasergarn aus     Polyacrylnitril        mit    einem  Schrumpf von etwa 20     %    rohweiss aus 6 den.

   120     mm     Schnittlänge     T/m    344 z243 s, entspricht einem Al  pha von 6565, nach dem     Kammgarn-Spinnverfahren          ausgesponnen.    Die Rohware     wird        vorgerauht    und auf  dem Spannrahmen bei 190  C und einer Kontakt  zeit von     etwa    einer Minute trocken einer Heissbehand  lung unterzogen, gewaschen und dann in der gedeck  ten     Wollhaspelkufe    mit     Breithaltevorrichtung    gefärbt.    Zur Färbung kann man z. B. den in der französischen  Patentschrift Nr.<B>1158</B> 839, Beispiel 1 beschriebenen  blauen     Farbstoff    verwenden.

   Hierbei färbt sich ledig  lich der Pol tiefblau, während die     Cellulose-Garne     reservieren. Zur Nachdeckung wird das so     vorge-          färbte    Gewebe mit einem blauen     Disazofarbstoff    ge  färbt.  



  Das Gewebe wird abgequetscht oder abgesaugt  und im feuchten Zustand     gerauht,    danach auf dem  Spannrahmen bei über 100  C     getrocknet    und auf  einer     Spitztisch-Schermaschine    geschoren. Je nach  gewünschtem Warenausfall ist eine     Trockenrauh-          passage    vor dem Scheren einzuschalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung stückgefärbter Pol gewebe mit Polyacrylnitrilfasern in, der Polkette, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Polkette ausschliesslich solche Polyacrylnitril-Fasergarne ver wendet, welche bei Temperaturen über 100 C stark schrumpfen, die vorgerauhte Rohware in trockenem Zustande auf Temperaturen von über 100 C auf dem Spannrahmen erhitzt, anschliessend färbt, die gefärbte Ware in feuchtem Zustand bei Temperaturen von über 100 C trocknet und schliesslich schert.
    Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke <I>Britische Patentschrift Nr. 793 699</I> SVF <I>Fachorgan für Textilveredlung 14,</I> 407-425 <I>(1959)</I>
CH896763A 1963-07-18 1963-07-18 Verfahren zur Herstellung stückgefärbter Polgewebe mit Polyacrylnitrilfasern in der Polkette CH416529A (de)

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