CH416898A - Verwendung von Ölen als Trennmittel für Werkzeuge zum Verarbeiten thermoplastischer Kunststoffe - Google Patents

Verwendung von Ölen als Trennmittel für Werkzeuge zum Verarbeiten thermoplastischer Kunststoffe

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CH416898A
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CH
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CH6928659A
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Lange Heinz
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Lange & Seidel
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C33/00Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
    • B29C33/56Coatings, e.g. enameled or galvanised; Releasing, lubricating or separating agents
    • B29C33/60Releasing, lubricating or separating agents

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Extrusion Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description


  
 



  Verwendung von Ölen als Trennmittel für Werkzeuge zum Verarbeiten thermoplastischer Kunststoffe
Beim Verformen (Verpressen, Spritzen, Spritzgiessen, Ziehen, Kalandern) thermoplastischer Kunststoffe liegt die Aufgabe vor, die Formlinge rasch, leicht, trennscharf und rückstandlos von den Werkzeugflächen zu lösen.



   Das wird gemäss vorliegender Erfindung dadurch erreicht, dass man Klauenöle, insbesondere Rinderklauenöle, oder synthetische Glyzerinfetts äureesteröle als Formentrennmittel verwendet.



   Durch die Erfindung wird ermöglicht, auch tiefgenarbte Muster und schwierige Formstücke, selbst bei abgenutzten Werkzeugen hervorzubringen, sei es beim Verspritzen bzw. Spritzgiessen von Granulaten, beim Verarbeiten von pulverförmigen Stoffen im Schleudergiessverfahren, beim Tiefziehen von Folien, beim Verformen im Vakuum oder bei irgendwelchen anderen Arbeitsverfahren.



   Bei der Benutzung des der Erfindung entsprechenden Trennmittels für Press- und Spritzwerkzeuge erübrigen sich Zusätze mit Reinigungswirkung. Es ist auch nicht nötig, die Werkzeugflächen nach jedesmaligem Gebrauch sorgfältig zu reinigen und zu polieren. Sollte infolge fehlerhafter Behandlung zu viel   Öl    aufgetragen werden, so genügt es, die Werkzeugflächen mit fliessendem Wasser abzuspülen oder in einem Wasserbehälter, gegebenenfalls unter Zusatz eines Waschmittels, abzuwaschen.



   Die im Sinn der Erfindung verwendeten Klauen öle oder synthetischen   Glyzernnfetts'resteröle    sind mit   Wasser    in jedem   prakVch    in Betracht kommenden   Verhältnis    emulgierbar. Daher können sie als stabile   Emislibuen    überall eingesetzt werden, wo eine anionische   Olemulsion    in Wasser verwendbar ist.



   Bei Anwendung des gemäss der Erfindung beschaffenen Trennmittels ergeben sich blasenfreie, vollkommen glatte Oberflächen der Press- oder Spritzlinge. Das als Trennmittel dienende Klauenöl wirkt hautschonend im Sinne eines Hautschutzöls.



   Die Erfindung eignet sich besonders gut für die Behandlung grossflächiger   Press- und    Spritzlinge, die nachträglich lackiert oder mit Metall bedampft werden. Besonders wertvoll sind Klauenöl-Emulsionen als Trennmittel beim Giessen, Spritzgiessen, Pressen oder Ziehen von Kunststoffgegenständen für die Elektroindustrie, denn gerade dort ist es wichtig, völlig einwandfreie   Oberflächen    zu schaffen, welche keine Haarrisse oder Hohlräume aufweisen, die dazu führen können, dass   Kriechströme    oder Kurzschlussverbindungen entstehen.



   Bei der Anwendung der Erfindung wird das Klauenöl, vorzugsweise in wässeriger Emulsion, in jeweils zweckmässiger Weise aufgetragen, z. B. mittels eines Pinsels oder Wattebausches oder mit Hilfe eines Sprühgerätes. Die spezifische   Viskosk t ;    des Klauen öls gestattet ein Versprühen durch feine Düsen, so dass sich ein Verdünnen mit Lösungsmitteln erübrigt.



   Es wurde gefunden, dass für die Zwecke der Erfindung nicht nur natürliches, sondern auch synthetisches Klauenöl gleich gut geeignet ist Als synthetisches Klauenöl pflegt man Glyzerinfettsäureester zu bezeichnen.



   Der Ersatz natürlicher Klauenöle durch synthetische bietet beachtenswerte Vorteile. Das synthetische Material ist in völlig gleichmässiger, unver  änderlicher    Beschaffenheit vorhanden, während natürliche Klauenöle in wechselnder Qualität anfallen.



  Das chemische Produkt steht jederzeit in den benötigten Mengen zur Verfügung; für das animalische Öl dagegen, das grossenteils aus Klauen ausländischer Herkunft gewonnen wird, ist die Deckung des Rohstoffes immer ein wirtschaftliches Problem.



  Das synthetische Klauenöl stellt ein sofort verwend  bares Erzeugnis dar, das keiner Vorbehandlung unterliegt und rasch verarbeitet werden kann.



   Bei der Ausführung der Erfindung benutzt man vorzugsweise   Triolen:      Ölsäureglyzerin    in der Naturfarbe des Klauenöls. Gegebenenfalls kann natürliches Klauenöl beigemischt werden. Man kann auch Emulsionen verwenden.



   Wie Versuche ergeben haben, bewährt sich die Erfindung überraschend gut bei der Verarbeitung von Kunststoffen auf Kalandern zu Folien, Platten und aufrollbaren Bahnen. Dabei werden   Füll- und    Zusatzstoffe eingearbeitet, durch welche die Gefahr des Oberflächenbruches herbeigeführt wird. In diesen Fällen bedeutet es einen wesentlichen Fortschritt, dass homogene Oberflächen geschaffen und das Hängenbleiben von Materialteilen an den Walzen verhindert wird. Das wird mit der vorliegenden Erfindung erreicht durch Besprühen oder sonst geeignetes Überziehen der Walzen mit einer Klauenöl Emulsion. Es entsteht ein   hauchfeiner    Ölfilm, der eine bessere Verarbeitung ermöglicht.



   Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Trennmittel bereits beim Mischen der Rohstoffe einzuarbeiten, z. B. in feinster Verteilung   etzuisprühen.   



  Eine Lösung findet nicht statt. Beim Verarbeiten des Gemisches wird das Trennmittel ausgepresst und gelangt auf die Kalanderflächen, um dort als Gleitmittel zu wirken. Durch Beimischen des Trennmittels zu den Rohstoffen wird erreicht, dass eine immer gleichmässige, genau dosierbare Trennmitttelschicht geschaffen wird.



   Ferner wurde aus Versuchen die Erkenntnis gewonnen, dass man Klauenöl mit erheblichem Vorteil als Trennmittel bei der Herstellung von Extruderprodukten aus Kunststoff verwenden kann. Solche Produkte können als Halbfabrikate in Rohfolienform, als Vorprodukte in   zähflüssigem    Zustand oder als Fertigerzeugnisse gegeben sein.



   Auch in diesen Fällen wird das Klauenöl beim Mischen der Rohstoffe vor dem Kneten eingearbei  tet,    z. B.   eingesprüht.    Während der Verarbeitung des Gemisches wird das Klauenöl ausgepresst und dadurch ohne weiteres auf die Formflächen gebracht, um dort eine gleichmässige, dosierbare   Trennttel    schicht zu bilden.



   Für diese Verwendungsweise eignen sich wiederum natürliche oder synthetische Klauenöle oder Emulsionen oder Gemische solcher Öle. Wie bei Kalanderware so ist auch bei Extruderprodukten die Verwendung von Klauenölen als Trennmittel besonders für fabrikmässige Fertigung gut geeignet.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung von Klauenöl oder synthetischem Glyzerinfettsäureesteröl als Treunmittel für Werkzeuge zum Verarbeiten thermoplastischer Kunststoffe.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Rinderklauenöl verwendet.
    2. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Klauenölemulsion verwendet.
    3. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man synthetisches Klauenöl verwendet.
    4. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Ölsäureglyzerid verwendet.
    5. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Emulsion von synthetischem Klauenöl verwendet.
    6. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet?, dass man eine Mischung von natEür- lichtem und synthetischem Klauenöl verwendet.
    7. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ö1 bei der Herstellung von Kalanderware verwendet wird.
    8. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ö1 beim Mischen der Rohstoffe von Kalanderware verwendet wird.
    9. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Öl beim Mischen der Rohstoffe von Kalanderware mittels Einsprühung verwendet wird.
    10. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ö1 bei der Herstellung von Extruderprodukten verwendet wird.
    11. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Öl beim Mischen der Rohstoffe von Extruderprodukten verwendet wird.
    12. Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Öl beim Mischen der Rohstoffe von Extruderprodukten mittels Einsprühung verwendet wird.
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